- Die Parlamentarische Versammlung erinnerte alle ihre Mitgliedstaaten daran, dass das Recht auf Wasser in Übereinstimmung mit den Helsinki-Regeln von 1966 über die Nutzung der Gewässer internationaler Flüsse und den Berliner Regeln über Wasserressourcen von 2004 eine wesentliche Voraussetzung für Leben und Gesundheit ist und somit eine Vorbedingung für den Genuss anderer Menschenrechte darstellt. Die Versammlung unterstrich die Verpflichtung der Staaten, den Zugang ihrer Bevölkerung zu ausreichenden, sicheren und erschwinglichen Wasserressourcen zu sichern.
- Die Versammlung betrachtete den ungehinderten Zugang zu Trinkwasser, der nicht durch die Existenz von Grenzen eingeschränkt werden kann, als ein Grundrecht, eine Quelle des Lebens und ein Gut von strategischer Bedeutung für jeden Staat. Sie bestätigt, dass der bewusste Entzug von Wasser nicht als Mittel zum Schaden unschuldiger Bürger eingesetzt werden darf.
- Die Versammlung vertrat die Auffassung, dass die bewusste Schaffung einer künstlichen Umweltkrise als „Umweltaggression“ und als feindseliger Akt eines Staates gegenüber einem anderen Staat zu betrachten ist, der darauf abzielt, Umweltkatastrophengebiete zu schaffen und der betroffenen Bevölkerung ein normales Leben unmöglich zu machen.
- Sie bedauert die Tatsache, dass die Besetzung Bergkarabachs und anderer angrenzender Gebiete Aserbaidschans durch Armenien ähnliche humanitäre und ökologische Probleme für die im unteren Karabach-Tal lebenden Bürger Aserbaidschans schafft.
- Er stellte fest, dass die seit über zwanzig Jahren fehlenden regelmäßigen Wartungsarbeiten am Sarsang-Stausee, der in einem der von Armenien besetzten Gebiete Aserbaidschans liegt, eine Gefahr für die gesamte Grenzregion darstellt. Die Versammlung betonte, dass der Zustand der Zerstörung des Sarsang-Staudamms zu einer großen Katastrophe mit großen Verlusten an Menschenleben und möglicherweise zu einer neuen humanitären Krise führen könnte.
- Die Versammlung hat auch den sofortigen Rückzug der armenischen Streitkräfte aus der betroffenen Region gefordert.

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Dr. Farhad Jafarli, geboren 1989 in Baku, Aserbaidschan, promovierte in Chemie. Seine Doktorarbeit schrieb er an der Universität Tübingen zum Thema: „Hybrid-Silicapartikel mit Kern-Schale und Kern-Doppel-Schalen Strukturen“.
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Die Lage des armenischen Militärs erscheint stark bedrängt. Aber Aufrufe und Artikel, dass man Armenien helfen und/oder den Druck auf Aserbaidschan massiv erhöhen müsse, um ein drohendes Blutbad oder Massaker an 60.000 Menschen zu verhindern, sind eine beleidigende Parteinahme, die zugleich Ängste schürt und den Aserbaidschanern Teuflisches unterstellt.
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Asif Masimov
Asif Masimov hat Internationale Beziehungen und Politikwissenschaften studiert. Er bloggt auf masimovasif.net zu historischen und politischen Themen rund um Deutschland, Aserbaidschan und Russland.
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