Videospiele
Gaming: Tipps für ein günstiges Spielerlebnis

0
Videospiele nehmen aktuell erfolgreich Einzug bei vielen Menschen aus aller Welt – laut Business Insider mittlerweile eine 120 Mrd. Dollar Industrie. Ein möglicher Grund: Vergleichbare interaktive Möglichkeiten der Unterhaltung wie Videospiele existieren nicht. Bei Filmen oder Fernsehsendungen spielt das Publikum lediglich die Rolle des Zuschauers und wird nicht in das Geschehen involviert. Das unvergleichliche Merkmal der Videospiele liegt auf der Hand – die Spieler und Spielerinnen bestimmen als interaktiver Teil der Geschichte ihren Verlauf mit. Deshalb zählen Videospiele zur beliebtesten Unterhaltung, auch wenn sie nicht die einzige interaktive Form darstellen. Dazu gehören ebenso Casinospiele in der Glücksspielbranche, die ein ähnliches interaktives Erlebnis bieten. Das Spielgeschehen gestaltet sich durch Boni noch interessanter und steigert sich dadurch unter Umständen. Es kann jedoch teuer werden – auch bei Glücksspielen – wenn man sich nicht im Vorfeld informiert. Webseiten wie Time2play liefern den Spielern eine Übersicht mit den besten Boni. Der Kauf neuer Videospiele reißt aktuell oftmals größere „Löcher“ in die Geldbörse. Durch das Erscheinen immer neuer Generationen von Konsolen auf dem Markt steigen die Preise im Vergleich zu älteren Spielen deutlich. Mit dem Erscheinen der neuen Konsolengeneration ist es nicht ungewöhnlich, dass die beliebtesten Videospiele 69,99 Euro kosten. Der Einstieg wird für die Spieler immer teurer und sie suchen nach günstigen Spiel-Alternativen, ohne Abstriche machen zu müssen. Es ist durchaus möglich – wer folgende Ratschläge befolgt, bekommt auch das, was er will. Plattform Die Entscheidung der Spieler für eine Plattform beeinflusst maßgeblich den Geldbetrag, den sie am Ende für Spiele ausgeben. Bei der Auswahl sollte man deshalb einige Dinge beachten: Ein Neueinstieg in das PC-Spielen bedeutet teure Anschaffungskosten bezüglich der Hardware. Danach ist es einfach, günstige Angebote zu finden. Es werden auch günstigere Konsolen angeboten, doch kostensparende Angebote der Spiele sind seltener. Zudem sind einige Konsolen, wie z. B. die PS5, immer noch schwer erhältlich. Tausch Einige Händler bieten die Option, Spiele zu tauschen – ein enormer Vorteil für jene, die ein günstigeres Spielerlebnis suchen. Dieser Service ermöglicht den Spielerinnen und Spielern einen Tausch gegen eine andere Spielversion, sobald sie das Videospiel zu Ende gespielt haben. Abos Als nützlich erweisen sich für einige Spieler spezielle Dienste mit einem umfangreichen Angebot von Videospielsammlungen. Die monatliche Gebühr für diese Spiele verschafft den Spielern Zugang zu On-Demand-Spielen und zahlt sich aus. Ein weiterer Vorteil – die Spiele sind digital und daher platzsparend. Aktuell sind die Kaufpreise für Spiele teurer denn je. Wer sich darüber ärgert, zu viel für das Hobby bezahlen zu müssen, kann mit diesen Tipps durchaus ein preiswertes und ebenso spannendes Spielerlebnis genießen.

Auch interessant

– Videospiele – Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen

Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.

Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen

Griechenland
Bürgermeister Tsitiridis: Keine Sportanlage auf türkisch-muslimischem Friedhof

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Die Proteste und Empörung zivilgesellschaftlicher Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien über die Zerstörung eines türkisch-muslimischen Friedhofs im Dorf Horozlu haben offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Der Bürgermeister von Balustra (Avdira), Georgios Tsitiridis, hat bei einer Sitzung des Stadtparlaments am 5. April zur geplanten Errichtung einer Sportanlage auf dem verwüsteten Gelände des alten osmanischen Friedhofs eine Änderung bekannt gegeben. Demnach verzichtet die Stadt auf den Bau des Fußballplatzes auf dem Areal des türkisch-muslimischen Friedhofs. Der Sportplatz soll stattdessen südlich der Ortschaft Horozlu, auf dem Gelände des alten Stadions errichtet werden. Für das Bauvorhaben stünde ein Etat von über zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Verwüstung des alten Friedhofs am 15. März 2022 und der geplante Bau einer Sportanlage führte zu massiven Protesten zivilgesellschaftlicher Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien sowie politischer Parteien in der Region. Das türkische Außenministerium veröffentlichte nach der Zerstörung des osmanischen Friedhofs eine Mitteilung, in dem die Verwüstung des Friedhofs verurteilt wurde. Vertreter der türkischen Minderheit fordern Beerdigungszeremonie nach islamischem Ritus Verschiedene Organisationen hatten die Stadt Balustra aufgefordert, auf den Bau der Sportanlage zu verzichten. Ferner solle sich Bürgermeister Tsitiridis für sein Vorhaben entschuldigen und der zerstörte Friedhof wieder hergerichtet werden. Vertreter der türkischen Minderheit fordern von der Stadt für die Verstorbenen auf dem Friedhof eine Beerdigungszeremonie nach den religiösen Riten der islamischen Religion (Nakli Kubur) zu erlauben. Nach der Verwüstung des Friedhofs hatten Mitarbeiter des archäologischen Museums von İskeçe/Xanthi die zerstörten Grabsteine in Fahrzeuge geladen und an einen unbekannten Ort gebracht. Griechischer Historiker Mpatzakidis: Man sollte sich bei den Toten entschuldigen Der griechische Historiker Georgios Mpatzakidis, der sich für den Schutz von historischen Denkmälern aus osmanischer Zeit einsetzt und am Tag der Verwüstung des Friedhofs vor Ort war, erklärte, dass es sich bei der Begräbnisstätte um einen türkischen Friedhof handelt und über das Geschehene sehr bekümmert sei. Man sollte sich bei „den Toten entschuldigen“, so der Wissenschaftler. Existenz türkischer Minderheit in Griechenland wird geleugnet Die Verwüstung des Friedhofs im Nordosten Griechenlands ist leider kein Einzelfall, weil der griechische Staat nicht nur Muslime diskriminiert, sondern bis heute systematisch auch die Existenz der türkischen Minderheit in Westthrakien leugnet und selbst Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht umsetzt. Offiziell verwendet Athen den Begriff der „muslimischen Minderheit“ und erkennt damit die ethnische Zugehörigkeit als Türken aus Westthrakien nicht an. Griechenland ist der einzige Staat in Europa, der ethnische Minderheiten nicht anerkennt.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

Auch interessant

– Türkisch-griechische Beziehungen – „Mitsotakis wünscht sich bessere Beziehungen zur Türkei“

Bereits im Januar dieses Jahres hatten Wirtschaftsvertreter bei einem Treffen in Athen die Verbesserungen der Handelsbeziehung angekündigt.

„Mitsotakis wünscht sich bessere Beziehungen zur Türkei“
 

T129
Türkei liefert ATAK-Kampfhubschrauber an die Philippinen

Manila – Die ersten Kampfhubschrauber aus türkischer Produktion wurden am Mittwoch offiziell an die philippinische Luftwaffe (PAF) ausgeliefert, während die beiden Länder ihre Gespräche fortsetzen, die den Weg für neue Rüstungsgeschäfte ebnen könnten. Zwei taktische Aufklärungs- und Angriffshubschrauber T129 (ATAK) trafen letzten Monat auf den Philippinen ein und wurden einer technischen Inspektion und Flugtests unterzogen. Am gestrigen Mittwoch (6. April 2022) wurden sie im Rahmen einer Zeremonie an die PAF übergeben und damit für den Dienst bei der PAF zugelassen. Dieser Erwerb ist Teil eines Regierungsabkommens zwischen den Philippinen und der Türkei im Wert von 269 Millionen US-Dollar, das im Juli 2020 unterzeichnet wurde. Bei der Veranstaltung auf dem Luftwaffenstützpunkt Oberst Jesus Villamor nahmen unter anderem auch der philippinische Verteidigungsminister Delfin Negrillo Lorenzana, der Leiter des türkischen Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB), Ismail Demir, der türkische Botschafter in Manila, Artemiz Sümer sowie der CEO von TAI, Temel Kotil teil. In seiner Ansprache sagte Lorenzana, dass dies ein „großer Tag“ für die philippinischen Luftstreitkräfte sei. Lorenzana betonte, dass der ATAK-Hubschrauber eine Premiere für die Philippinen sei und dass sie ihre Flotte in diesem Bereich umstrukturiert hätten. „Ich bin sehr glücklich, dass der Traum der philippinischen Luftwaffe wahr geworden ist, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um unsere Heimat vollständig auszurüsten“, sagte er und erklärte, dass der in der Türkei hergestellte Hubschrauber den Kampf der Philippinen gegen den Terrorismus unterstützen werde. Die Philippinen hatten im Jahr 2020 sechs von Turkish Aerospace Industries (TAI) konstruierte und entwickelte Hubschrauber im Wert von rund 280 Millionen US-Dollar bestellt. Die Philippinen sind somit das erste Land außerhalb der Türkei, das den türkischen Kampfhubschrauber einsetzt. Im Jahr 2020 boten die USA den Philippinen die Wahl zwischen sechs AH-1Z Viper-Kampfhubschraubern für 450 Millionen Dollar und sechs AH-64E Apaches für 1,6 Milliarden Dollar. Diese hohen Preise zwangen die Philippinen jedoch wahrscheinlich dazu, andere, kostengünstigere Optionen in Betracht zu ziehen. „Wir freuen uns, Zeuge eines historischen Moments zu sein“, sagte SSB-Chef İsmail Demir während der Übergabezeremonie. Der TAI T129 Atak (Advanced Attack and Tactical Reconnaissance Helicopter) ist ein allwettertauglicher Kampfhubschrauber mit einem Stückpreis von rund 50 Millionen US-Dollar. Die ersten Flugtests des Prototyps fanden bereits am 28. September 2009 statt. Der türkische Luft- und Raumfahrtkonzern arbeitet bereits an der Produktion des Nachfolgemodells der Atak T-129. Der türkische Hubschrauber wird der gleichen Klasse angehören wie der in den USA hergestellte Boeing AH-64 Apache und der russische Mi-28NM Night Hunter. Er wird ein maximales Abfluggewicht von 10 Tonnen und eine Nutzlast von über 1200 kg haben. Der Hubschrauber soll mit einer 30-mm-Kanone, einer Raketenbewaffnung der neuesten T129-Versionen und moderner Avionik ausgestattet sein. „Mit dem Abkommen, das mit SSB und dem philippinischen Verteidigungsministerium unterzeichnet wurde, hat die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich die Ebene von Staat zu Staat erreicht“, sagte Demir und bot an, das Treffen der Joint Defense Industries Work Group in Manila abzuhalten. Unter Nennung der türkischen Rüstungsunternehmen TUSAŞ, Aselsan und Roketsan sagte Demir: „Unsere Unternehmen sind bereit, mit befreundeten Nationen in den Bereichen Technologie, gemeinsame Produktion und Marketing zusammenzuarbeiten.“ Türkische Unternehmen haben bisher zahlreiche Rüstungsprodukte an die Philippinen ausgeliefert, darunter gepanzerte Fahrzeuge, Munition, leichte Waffen und Nachtsichtferngläser. Aufbau der Rüstungsindustrie nach Zypern-Sanktionen 1974 Nach zahlreichen Sanktionen westlicher Staaten auf militärische Güter hat die Türkei ihre Rüstungsindustrie massiv ausgebaut Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt. „Das größte Verteidigungsunternehmen der Türkei gehört heute zu den einhundert größten der Welt. Im Zuge des Zypernkonflikts ab 1974 erlebte das türkische Militär zahlreiche Nachschub- und Ausrüstungsprobleme, die Ankara dazu veranlassten, die heimische Rüstung zu entwickeln. ASELSAN ist das Ergebnis dieser Politik. Heute exportiert das Unternehmen Systeme in die ganze Welt, darunter Kommunikations- und Radarsysteme, aber auch Raketensuchköpfe“, so Yusuf Akbaba von SSD. 

Auch interessant

– Rüstungstechnologie – Türkei: Unbemannter Kampfjet „Kizil Elma“ wird Kriegsführung verändern

Unbemanntes Kampfflugzeug Bayraktar Kızılelma wird die Kriegsführung verändern – Die Idee reicht bis ins Jahr 2013 zurück.

Türkei: Unbemannter Kampfjet „Kizil Elma“ wird Kriegsführung verändern
   

Energiepolitik
Längere AKW-Laufzeiten drängen Ökostrom aus dem Netz

0
Hamburg – Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke führen dazu, dass deutlich häufiger Erneuerbare-Energien-Anlagen in der EU abgeschaltet werden und so erhebliche Ökostrommengen verloren gehen. Das zeigt eine neue Kurzstudie des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy am Beispiel Frankreichs. Allein durch die aktuell diskutierten Laufzeitverlängerungen für französische AKWs würden im Jahr 2030 in Frankreich, Spanien und Deutschland mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden sauberer Ökostrom aus dem Netz gedrängt. Mit der Strommenge könnten 617.000 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang versorgt werden. „Länger laufende Atommeiler sind schädliche Bremsklötze für die Energiewende, weil sie durch ihre träge Produktionsweise die Einspeisung von Ökostrom blockieren“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. Im Februar hatte die französische Regierung – auch vor dem Hintergrund des dortigen Präsidentschaftswahlkampfs und der eskalierenden Ukraine-Krise – angekündigt, in den Bau neuer Atomkraftwerke zu investieren. Das würde die Situation weiter verschärfen. Die Untersuchung von Energy Brainpool fokussiert auf eine Laufzeitverlängerung bestehender Meiler auf über 50 Jahre, wie sie Paris aktuell prüft. Dieser längere Weiterbetrieb würde dazu führen, dass bis 2030 zusätzliche rund 19 Gigawatt AKW-Leistung in Frankreich Strom produzieren. In Zeiten hoher Einspeisung erneuerbarer Energien können die nationalen und europäischen Stromnetze aber nicht die gesamte Stromproduktion aufnehmen, ohne überlastet zu werden. Die Netzbetreiber müssen dann Anlagen vorübergehend „abregeln“. Weil ältere Atomkraftwerke ihre Stromproduktion kurzfristig – vorrangig aus Kostengründen – nur auf rund 80 Prozent der installierten Leistung reduzieren, treffen diese Abregelungen in der Regel die flexibleren Wind- oder Solarkraftwerke, die ihren Ökostrom dann nicht mehr einspeisen können. Energy Brainpool hat mithilfe hochpräziser Modellierungssoftware errechnet, dass allein durch einen längeren Weiterbetrieb der französischen Atomreaktoren im Beispieljahr 2030 die abgeregelten Ökostrommengen um rund 12 Prozent oder um 2.160 Gigawattstunden (GWh) anwachsen würden. Ein Ökostrom-Verlust von 781 GWh entfällt dabei auf Frankreich selbst. Doch auch die Nachbarländer Spanien (780 GWh) und Deutschland (586 GWh) wären massiv von den Abregelungen betroffen. „Wenn neben Frankreich noch weitere EU-Staaten Laufzeiten für alte Atommeiler verlängern, wäre der Schaden durch ungenutzte Ökostrommengen – die durch nationale Fördersysteme wie das EEG ja oftmals dennoch vergütet werden – noch weitaus höher“, sagt Sönke Tangermann. Belgien etwa hat vor wenigen Wochen beschlossen, den Atomausstieg im Land um zehn Jahre zu verschieben. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Forderungen, die letzten drei aktiven Atomkraftwerke über das Ende des geplanten Atomausstieg 2022 weiter am Netz zu lassen. Zudem will die EU-Kommission auf Drängen Frankreichs im Rahmen der Taxonomie durchsetzen, dass Atomkraft als ökologisch nachhaltig eingestuft wird, um Investitionen in neue Atomkraftwerke zu erleichtern. „Die in der Studie aufgezeigte massive Vernichtung von wertvollem Ökostrom ist neben der Atommüll-Problematik und dem Störfall-Risiko ein weiterer Beleg dafür, dass Atomkraft niemals ’nachhaltig‘ sein kann. Sie hilft uns in Europa weder beim Klimaschutz – noch dabei, wirklich unabhängig von fossilen Energie-Importen zu werden“, so das Fazit von Sönke Tangermann.

Auch interessant

– Erneuerbare Energien – Klima: Türkei verzehnfacht Windenergie

Die Türkei hat sich rasch zu einem führenden Markt für Windenergie entwickelt. Im September feierte das Land einen wichtigen Meilenstein.

Klima: Türkei verzehnfacht Windenergie

TÜV Röntgenreport 2022
Neuer TÜV-Report zeigt Mängel an Röntgengeräten in Kliniken und Arztpraxen

0
Berlin – Beim Betrieb von Röntgengeräten in Kliniken, orthopädischen Praxen oder bei Zahnärzt:innen besteht in vielen Fällen Nachbesserungsbedarf bei der Qualitätssicherung und beim Strahlenschutz. Im Jahr 2021 sind bei den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen an 15.841 untersuchten Röntgengeräten von den TÜV-Sachverständigen insgesamt 2.424 Mängel entdeckt worden. Das ist ein Ergebnis des „TÜV Röntgenreports 2022„. „Viele Mängel an Röntgengeräten lassen sich vermeiden, wenn Kliniken und Arztpraxen die Vorschriften des Strahlenschutzes gewissenhaft einhalten und die Geräte regelmäßig gewartet und geprüft werden“, sagte Dr. Alexander Schröer, Strahlenschutzexperte des TÜV-Verbands, bei der Vorstellung des ersten Röntgenreports.
„Insgesamt ist das technische Sicherheitsniveau im Bereich der Röntgendiagnostik hoch und kein Patient muss sich Sorgen machen, wenn eine Untersuchung ansteht.“
Bei Artefakten auf Röntgenbildern Gefahr von Fehldiagnosen Röntgengeräte müssen einwandfrei funktionieren, um die Belastung der Patient:innen mit Röntgenstrahlung zu minimieren und Fehldiagnosen zu vermeiden. Laut Strahlenschutzgesetz muss die Sicherheit der Geräte daher vor der Inbetriebnahme, bei wesentlichen Änderungen der Anlage sowie wiederkehrend alle fünf Jahre von unabhängigen Sachverständigen überprüft werden. Probleme an den Geräten betreffen vor allem Mängel an der Schutzausrüstung sowie an der Bildempfängertechnik. Die von den TÜV-Organisationen geprüften Röntgengeräte unterteilen sich in die Anwendungsbereiche Humanmedizin (2.970 Prüfungen), Dentalmedizin (9.111), Veterinärmedizin (984) und technische Anwendungen (2.776). Im TÜV-Röntgenreport sind Gerätetypen abgebildet, bei denen besonders häufig Mängel auftreten, um daraus Verbesserungsvorschläge für den Strahlenschutz abzuleiten. Die Mängel werden in die Kategorien „schwerwiegend“, „erheblich“ und „einfach/formal“ eingeteilt. Bei den humanmedizinischen Röntgengeräten sind 19 Prozent der im Jahr 2021 festgestellten Mängel als „schwerwiegend“ eingestuft worden. Ein Weiterbetrieb der Anlagen ist dann in der Regel nicht möglich. Schwerwiegende Mängel müssen behoben und die Geräte erneut geprüft werden. 75 Prozent der Mängel an humanmedizinischen Geräten waren der Kategorie „erheblich“ zuzuordnen. Die Beseitigung erheblicher Mängel kann von den Sachverständigen ohne erneuten Ortstermin bestätigt werden. Weitere 6 Prozent waren „einfache/formale“ Mängel. Im Jahr 2021 wurden von den TÜV-Sachverständigen 2.970 Geräte für humanmedizinische Anwendungen geprüft und dabei insgesamt 795 Mängel festgestellt. Am weitesten verbreitet sind fest installierte Geräte. Bei den 958 geprüften sogenannten stationären Aufnahmeplätzen sind bei 74 Geräten (7,7 Prozent) Mängel an den digitalen Speicherfolien oder den analogen Film-Folien-Systemen festgestellt worden. „Bei langjähriger Nutzung der Geräte können Kratzer, Knicke oder Schmutz die Qualität der Röntgenbilder beeinträchtigen. Diese so genannten Artefakte können im schlimmsten Fall zu Fehldiagnosen führen“, sagte Schröer. Bei 35 Geräten (3,7 Prozent) sind Mängel an der Persönlichen Schutzausrüstung festgestellt worden. So können beispielsweise als Folge von Alterung und unsachgemäßer Handhabung die Wirkung von Schutzschürzen beeinträchtigt werden. Neben fest installierten Geräten sind vor allem in Krankenhäusern mobile C-Bögen im Einsatz, die flexibel an verschiedenen Stellen wie Operationssälen oder in anderen Röntgenräumen verwendet werden können. Bei C-Bögen sind Röntgenquelle und Bildempfänger an einem C-förmigen Arm angebracht, was ihn sehr beweglich macht. So kann bei Untersuchungen und durchleuchtungsgeführten Eingriffen nahezu jede Körperstelle der Patient:innen erreicht werden. Anders als bei anderen Geräten werden die Röntgenbilder zwar dargestellt und gespeichert, aber nicht auf Folienmaterial ausgegeben. An den 739 geprüften C-Bögen haben die TÜV-Sachverständigen insgesamt 296 Mängel festgestellt. Bei 55 Geräten (7,4 Prozent) wurden Mängel am Bildwiedergabesystem gefunden. Schröer: „Da die Röntgenbilder beim C-Bogen in Echtzeit auf einem Bildschirm wiedergegeben werden, müssen die Monitore der Geräte in einwandfreiem Zustand sein.“ Die mit Abstand meisten Röntgengeräte sind in Zahnarztpraxen in Gebrauch. Unterschieden werden Dental-Tubus-Geräte, mit denen einzelne Zähne aufgenommen werden, und Panoramaschichtaufnahmegeräte für Röntgenbilder des gesamten Gebisses. Im Jahr 2021 wurden 5.358 Dental-Tubus-Geräte geprüft und dabei insgesamt 882 Mängel festgestellt. Die schlanken Geräte sind entweder mobil oder werden an Wand, Decke oder direkt am Behandlungsstuhl angebracht. An 353 Geräten haben die Sachverständigen Mängel an den Patient:innenschutzmitteln festgestellt (6,6 Prozent). In der Regel fehlt der vorgeschriebene Schilddrüsenschutzschild, den Patient:innen bei der Röntgenaufnahme unter dem Kinn festhalten müssen, oder andere Patientenschutzmittel. Darüber hinaus wurden 3.753 Panoramaschichtaufnahmegeräte geprüft und insgesamt 572 Mängel festgestellt. Bei 58 Geräten (1,5 Prozent) sind Mängel an den digitalen Speicherfolien oder den analogen Film-Folien-Systemen entdeckt worden, die wie bei den humanmedizinischen Geräten zu Artefakten auf den Röntgenbildern führen können. Nicht gesondert behandelt werden im TÜV-Röntgenreport Geräte für Mammographie und Hochdosisgeräte für Computertomographie (CT) und Strahlentherapien, da die Mängelquoten hier sehr niedrig sind. Bei 300 Prüfungen von CT-Geräten im Jahr 2021 sind nur 18 Mängel festgestellt worden. In zwei Fällen waren die Mängel allerdings schwerwiegend, da der bauliche Strahlenschutz für die Anlagen nicht ausreichend war. „Viele Mängel können nur durch eine Prüfung vor Ort entdeckt werden“, sagte Schröer. „Die Kombination aus regelmäßigen Wartungen und externen Prüfungen durch unabhängige Sachverständige gewährleistet einen optimalen Schutz der Patienten, des medizinischen Personals und der Bevölkerung vor gesundheitsschädlicher Strahlung.“

Auch interessant

– Gesundheit – Volkskrankheit Hautkrebs: Neue Zahlen und Fakten

Prävention durch kontrollierte UV-Lichtbestrahlung mindert deutlich das Risiko Hautkrebs zu bekommen.

Volkskrankheit Hautkrebs: Neue Zahlen und Fakten

Nuland in der Türkei
USA: Rolle der Türkei in der Ukraine-Krise „entscheidend“

Ankara – Eine ranghohe Diplomatin der Vereinigten Staaten hat die Rolle der Türkei in der Ukraine-Krise als „entscheidend“ bezeichnet und ihre Vermittlungsbemühungen zwischen Moskau und Kiew gewürdigt. „Ich würde sagen, die Türkei hat eine absolut zentrale Rolle gespielt. Die Türkei hat die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine von Anfang an standhaft verteidigt. In jedem U.N.-Format hat die Türkei laut und deutlich gesagt, dass dies eine blutige Aggression ist, die wir ablehnen. Die Türkei ist ein starker Freund der Ukraine, sowohl in Bezug auf die humanitäre Unterstützung als auch auf die Sicherheitsunterstützung“, sagte Victoria Nuland, Staatssekretärin für politische Angelegenheiten im US-Außenministerium, in einem Exklusivinterview mit der Hürriyet Daily News.  Nuland erinnerte an die Entscheidung der Türkei, das Montreux-Abkommen anzuwenden, um die russische Marine daran zu hindern, durch die Meerenge ins Schwarze Meer zu gelangen: „Was die Türkei in Bezug auf die Anwendung des Montreux-Abkommens getan hat, war absolut notwendig, um sicherzustellen, dass das Schwarze Meer in diesem Krieg nicht genutzt werden kann.“ Bemühungen der Türkei um Waffenstillstand gut Die Türkei gehöre zu den wenigen Ländern, in denen sich Ukrainer und Russen gleichermaßen wohlfühlen könnten, und in dieser Hinsicht seien die Aufrufe von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Gespräche zwischen den beiden Kriegsparteien zu führen, positiv, betonte Nuland. „Normalerweise finden Friedensgespräche nach einem Waffenstillstand statt. Die Tatsache, dass Russland nicht bereit war, einen Waffenstillstand zu schließen, macht es immer schwieriger, einen Endzustand und eine Lösung zu erreichen. Dennoch halten wir es für gut, dass beide Seiten am Tisch geblieben sind, dass sie versuchen, die Probleme zu lösen und mehr Klarheit darüber zu schaffen, wo es Überschneidungen gibt und wo nicht“, sagte sie. Die Türkei hatte erklärt, sie werde sich nur an die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen halten und sich deshalb nicht an den Maßnahmen des Westens gegen Russland beteiligen. Sie unterstreicht auch, dass sie zu den wenigen Ländern gehört, die noch mit den Russen reden können, um einen Waffenstillstand in der Ukraine zu erreichen.

Auch interessant

– Friedensvermittler Erdogan – „Erdoğan könnte für Ukraine-Bemühungen Nobelpreis erhalten“

Aufgrund ihrer freundschaftlichen Beziehungen sowohl zu Russland als auch zur Ukraine befindet sich die Türkei in einer einzigartigen Position und wurde für ihre Bemühungen um eine Beendigung des Krieges weithin gelobt.

„Erdoğan könnte für Ukraine-Bemühungen Nobelpreis erhalten“

Balkan
Ukraine-Konflikt: Kosovo und Bosnien fordern NATO-Beitritt

Brüssel – Angesichts des wachsenden Einflusses Russlands auf dem westlichen Balkan und des Krieges in der Ukraine haben die Staats- und Regierungschefs des Kosovo und Bosniens und Herzegowinas erklärt, dass ein NATO-Beitritt zur Wahrung der regionalen Sicherheit beitragen würde. Im vergangenen Monat warnte der russische Botschafter in Sarajevo Bosnien-Herzegowina bereits indirekt vor einem Beitritt in die NATO. In einem Gespräch mit dem Fernsehsender FTV in Bosnien und Herzegowina sagte Igor Kalabuchow, Bosnien und Herzegowina habe das Recht zu entscheiden, ob es der NATO beitreten wolle, warnte jedoch, Moskau behalte sich das Recht vor, im Einklang mit seinen Interessen zu reagieren. „Wenn (Bosnien und Herzegowina) beschließt, einem Bündnis beizutreten, ist das eine interne Angelegenheit. Unsere Antwort ist eine andere Sache. Das Beispiel der Ukraine zeigt, was wir erwarten. Sollte es eine Bedrohung geben, werden wir darauf reagieren“, so der russische Botschafter. Für Bosnien und den Kosovo, die in den 1990er Jahren unter der Regierung des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic durch serbische Streitkräfte zahlreichen Massakern zum Opfer wurden, ist es ein strategisches Ziel, der von den USA geführten transatlantischen Militärallianz beizutreten. Die beiden Staaten sind die letzten Nicht-NATO-Mitglieder in der Region, abgesehen von Serbien, das die NATO als seinen „Feind“ betrachtet. Für die Präsidentin des Kosovo, Vjosa Osmani, zeige die Warnung des russischen Botschafters, „dass Russland ein zerstörerisches Interesse an unserer Region hat“. „Wir sprechen bereits mit den [NATO-]Mitgliedern, um sicherzustellen, dass jeder versteht, dass die Mitgliedschaft unverzichtbar wird, insbesondere angesichts der Ereignisse in der Ukraine“, erklärte Osmani gegenüber Al Jazeera und betonte den politischen Dialog. „Sie haben vor allem ein Interesse daran, den Kosovo, Bosnien und Herzegowina und in gewissem Maße auch [das NATO-Mitglied] Montenegro anzugreifen“, so Osmani weiter. Bosnien nehme derzeit am Membership Action Plan (MAP) teil, der laut dem bosnischen Verteidigungsminister Sifet Podzic „der letzte Schritt vor dem Beitritt zur [NATO]“ ist. Podzic hoffe, dass sich nach dem Ende des Ukraine-Krieges die geopolitischen Beziehungen ändern und die Bedeutung der regionalen Sicherheit zunehmen werde, was möglicherweise zu einer schnelleren NATO-Mitgliedschaft Bosniens führen könnte. Gegenüber Al Jazeera  sagte Podzic:
„Aber wenn wir warten, bis wir alle Kriterien erfüllen, wird es leider eine Weile dauern [bis zum Beitritt], weil wir nicht in Sicherheitsbehörden und in militärische Kapazitäten investieren. Wir werden viel Zeit brauchen, um unsere Armee zu modernisieren und moderne Waffen zu kaufen“.

Auch interessant

– NEX24-Exklusivinterview – Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. #NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

Ukraine-Konflikt
„Szenario wie in Ost-Ukraine auch in Bosnien möglich“

Osnabrück – Zum 30. Jahrestag des Beginns des Bosnien-Krieges hat der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic vor einer weiteren Destabilisierung des Westbalkans durch Russland gewarnt. „Der russische Einfluss auf dem westlichen Balkan ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Die deutsche und europäische Außenpolitik hat die Region in der Vergangenheit zu sehr vernachlässigt“, sagte Ahmetovic der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Russland nutze unter anderem die ethnischen Spannungen zwischen Bosniaken, bosnischen Serben und Kroaten im Land aus, um seinen Einflussbereich auszuweiten. „Ein Szenario wie in der Ost-Ukraine ist auch in Bosnien-Herzegowina möglich, wenn wir nicht entschieden genug handeln. Die Mehrheit der Menschen in Bosnien-Herzegowina möchte den Nato-Beitritt des Landes. Der russische Botschafter in Sarajevo hat klar gesagt, dass dem Land dann Ähnliches drohen würde wie der Ukraine. Das ist hier in Deutschland kaum zur Kenntnis genommen worden“, sagte Ahmetovic. Man habe inzwischen gelernt, dass man Putin beim Wort nehmen sollte. „Wir müssen uns unter allen Umständen dafür einsetzen, die Region zu stabilisieren, und einen Weg zu einer EU- und Nato-Mitgliedschaft ebnen. Ich bin dafür, dass Deutschland sein Mandat, in Bosnien-Herzegowina Soldaten zu stationieren, die für Frieden und Sicherheit sorgen, wieder aufnimmt. Das sollten wir unbedingt tun. Deutschland sollte außerdem gegen Personen, die an der Dysfunktionalität Bosnien-Herzegowinas arbeiten, Sanktionen verhängen. Es ist jetzt an der Zeit, Autokraten in Europa die Rote Karte zu zeigen“, fordert Ahmetovic. Der Krieg in der Ukraine sei nicht der erste Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. „Die Zerfallskriege im ehemaligen Jugoslawien fanden mitten in Europa statt“, erinnert Ahmetovic. Der Bosnien-Krieg dauerte von 1992 bis 1995, etwa 100.000 Menschen wurden getötet, zwei Millionen aus ihrer Heimat vertrieben.

Auch interessant

– Ukraine-Krise – NATO-Beitritt: Russland droht Bosnien

Der russische Botschafter in Sarajevo warnte Bosnien-Herzegowina indirekt vor einem Beitritt in die NATO.

NATO-Beitritt: Russland droht Bosnien

Wirtschaft
Handel zwischen Griechenland und Türkei steigt um 70 Prozent

Ankara – Im Zuge der Wiederannäherung zwischen der Türkei und Griechenland, stieg der bilaterale Handel der NATO-Verbündeten im vergangenen Jahr um 70 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Dies erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Gespräch mit der Stiftung für politische, wirtschaftliche und soziale Forschung (SETA) in der türkischen Hauptstadt Ankara, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Kanäle des Dialogs mit Griechenland seien heute offener als früher. Cavusoglu wies darauf hin, dass Ankara daran arbeite, die positive Agenda in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter voranzutreiben, und betonte:
„Die positive Agenda, die sich auf die Zusammenarbeit in der Wirtschaft konzentriert, begann ihre positiven Auswirkungen auf den bilateralen Handel im Jahr 2021 zu zeigen und stieg im Vergleich zu 2020 um 70 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar.“
„Wir hoffen, dass diese positive Agenda ein Umfeld schaffen wird, in dem wir unsere bilateralen Themen mit Griechenland aufrichtig diskutieren können“, erklärte der türkische Außenminister weiter. „Wir tun unseren Teil in dieser Richtung. Wir erwarten von Griechenland, dass es in diesem Prozess die gleiche Aufrichtigkeit und den gleichen politischen Willen zeigt“, fügte er hinzu. Präsident Erdoğan: Probleme können durch aufrichtigen und ehrlichen Dialog gelöst werden Bei einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis im März erklärte auch der türkische Staatschef, dass die Probleme zwischen den beiden Staaten durch einen aufrichtigen und ehrlichen Dialog gelöst werden könnten. Als Nachbarländer sollten beide immer miteinander reden, nicht nur in Krisenzeiten, so Recep Tayyip Erdogan. Beide Länder hätten eine besondere Verantwortung für die Stabilität der europäischen Sicherheitsarchitektur, die sich mit dem russischen Angriff verändert habe, zitierte die Staatsagentur Anadolu Erdogan nach dem Besuch von Mitsotakis in Istanbul. Athen wertete die Stimmung beim Treffen als „sehr positiv“. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei erreichten 2020 den tiefsten Punkt seit Jahrzehnten, nachdem die Türkei das seismische Forschungsschiff Oruç Reis in Begleitung von Kriegsschiffen in von Griechenland beanspruchte Gewässer entsandt hatte, um nach Erdgas zu suchen. Griechenland reagierte mit der Entsendung seiner Marine. Die daraus resultierenden politischen und militärischen Spannungen veranlassten die EU, vorübergehend Sanktionen gegen hohe Beamte des türkischen Energieministeriums zu verhängen. Seitdem haben die beiden Länder bilaterale Treffen zwischen hochrangigen Diplomaten abgehalten, gefolgt von Gesprächen auf höchster Regierungsebene, um ihre Differenzen beizulegen.

Auch interessant

– Erdoğan-Mitsotakis-Treffen – Türkei und Griechenland wollen Beziehungen verbessern

Die Türkei und Griechenland wollen nach Konflikten über Hoheitsrechte im Mittelmeer und anderen Streitigkeiten ihre Beziehungen verbessern.

Türkei und Griechenland wollen Beziehungen verbessern

"Bevor es zu spät ist
Klimakrise: Lauterbach wirft Erwachsenen Ignoranz vor

Köln – Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat der älteren Generationen mangelnde Unterstützung der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ vorgeworfen. „Die Erwachsenen bekommen zwar mit, dass protestiert wird, aber sehen nicht, wie prekär die Situation ist. Ich sehe eine spektakuläre Ignoranz. Wir fahren unsere Kinder tatsächlich im Bus auf die Klippe zu“, sagt er dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Der SPD-Politiker, der mit „Bevor es zu spät ist“ ein Buch über die Klima-Krise veröffentlicht hat, schreibt darin, „die Erwachsenen in Europa“ seien zum Teil „so zynisch wie die Charaktere der amerikanischen Serien, die sie verschlingen“. Natürlich gebe es Ausnahmen, erklärt Lauterbach. „Aber wenn ich mit Menschen in meinem Alter bei Wein zusammensitze, fällt mir auf, dass viele kraftlos sind. Ein Stück weit hat man schon aufgegeben und sagt: Okay, das können wir sowieso nicht mehr beherrschen. Abwarten ist aber keine Option.“ Der langjährige Vegetarier erklärte, um unpopuläre Maßnahmen werde man im Kampf gegen die Klimakrise nicht drumherum kommen. „Verbote sind ein gutes Mittel. Ich sage das ungerne, aber wenn wir in dem Tempo weitermachen, werden wir die Kipppunkte nicht aufhalten. Wir werden mit Anreizen arbeiten, aber hier und da muss es auch Verbote geben. Alles andere wäre unehrlich.“ Auch interessant

– Erneuerbare Energien – Klima: Türkei verzehnfacht Windenergie

Die Türkei hat sich rasch zu einem führenden Markt für Windenergie entwickelt. Im September feierte das Land einen wichtigen Meilenstein.

Klima: Türkei verzehnfacht Windenergie