Ukraine-Krise
Russische Militärkonvois durch türkische Kampfdrohnen zerstört

Nach anfänglichen Erfolgen der russischen Armee durch zeitgleiche Invasionen an mehreren Fronten, gibt es durch den Einsatz türkischer Kampfdrohnen erste Anzeichen einer Wende des Kriegsgeschehens zugunsten der Ukraine.

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Kiew – Nach anfänglichen Erfolgen der russischen Armee durch zeitgleiche Invasionen an mehreren Fronten, gibt es durch den Einsatz türkischer Kampfdrohnen erste Anzeichen einer Wende des Kriegsgeschehens zugunsten der Ukraine.

Wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist, wurden bei Drohnenangriffen der ukrainischen Streitkräfte auf zahlreiche russische Militärkonvois, Panzerfahrzeuge, Truppen- und Treibstofftransporter, sowie Panzerspähwagen vernichtend zerstört.

„Bayraktar hat die Arbeit aufgenommen. Unsere Drohnenpiloten schießen auf Kolonnen feindlicher Truppen. Im Gebiet Malyna in der Region Schytomyr wurden russische Raketen zerstört. Fürchte dich, Feind! Auf unserer Erde wird es für dich keinen Frieden geben“, so die ukrainischen Streitkräfte mit einem in den sozialen Medien geteilten Video des Angriffs.

Wie die ukrainische Botschaft zu Ankara am Samstag mitteilte, habe man auch den Ansturm auf die südukrainische Stadt Kherson durch den Einsatz türkischer Kampfdrohnen abwenden können. Auch dort sei ein russischer Militärkonvoi außer Gefecht gesetzt worden.

Türkische Kampfdrohnen

Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der führenden Länder bei der Herstellung von Kampfdrohnen entwickelt. Erfolgreichen Einsätzen in Kriegsgebieten wie Libyen. Syrien oder Aserbaidschan folgend, sind die weltweiten Auftragseingänge in die Höhe geschnellt. Die Ukraine gehört seit Jahren zu den größten Bestellern der Drohnen. Russland hat die Verkäufe kritisiert. Dies ermutige die Ukraine zu militärischen Schritten in der Krisenregion und trage nicht zu einer Deeskalation bei, so das russische Außenministerium im Juni vergangenen Jahres.

Bereits im vergangenen Jahr setzte die ukrainische Armee gegen pro-russische Separatisten zum ersten Mal türkische Kampfdrohnen in der umkämpften Donbass-Region ein. Die türkischen Bayraktar TB2-Kampfdrohnen wurden von der ukrainischen Armee eingesetzt, um eine Haubitze zu zerstören, die von prorussischen Separatisten im Donbass eingesetzt wurde.

Selenskyj dankt Erdogan

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte am Samstag dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für dessen Unterstützung im Konflikt gegen Russland.

Ich danke meinem Freund, dem türkischen Präsidenten Erdogan, und dem türkischen Volk für ihre starke Unterstützung. Das Verbot der Durchfahrt russischer Kriegsschiffe im Schwarzen Meer und die bedeutende militärische und humanitäre Unterstützung für die Ukraine sind heute extrem wichtig. Die Menschen in der Ukraine werden das nie vergessen!

Ankara schließt Bosporus für russische Schiffe

Die türkische Regierung hatte am Sonntag angekündigt, die Verbindung zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer für russischen Schiffe schließen zu wollen. Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärte, dass man  die Situation in der Ukraine als Krieg eingestuft habe und die Bestimmungen des Vertrages von Montreux von 1936 umsetzen werde.

Dieses Abkommen gibt der Türkei die Kontrolle über die Meerenge, garantiert jedoch auch in Friedenszeiten Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres den Zugang zum Bosporus. In Kriegszeiten erlaubt das Abkommen Ankara, den Durchgang für alle ausländischen Kriegsschiffe zu sperren.

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