Fremdenfeindlichkeit
NRW will islamfeindliche Straftaten besser erfassen

Düsseldorf – Nach der Schändung von rund 30 muslimischen Gräbern auf dem Hauptfriedhof in Iserlohn will die nordrhein-westfälische Landesregierung anti-islamische Straftaten künftig besser erfassen. „Wir wollen neben der Meldestelle Antisemitismus, die in diesem Jahr ihre Arbeit aufnimmt, neue Meldestellen für anti-muslimischen Rassismus, für Antiziganismus, anti-schwarzen und anti-asiatischen Rassismus sowie für Queer-Feindlichkeit aufbauen“, sagte NRW-Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert (CDU) der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Diese neuen Meldestellen sollten in Gemeinden und Vereinen eingerichtet werden, zu denen potenziell Betroffene ein besonderes Vertrauensverhältnis hätten. „So bekommen wir einen genaueren Einblick und können noch zielgerichteter unterstützen“, sagte Türkeli-Dehnert weiter. Die neue Staatssekretärin mutmaßte eine hohe Dunkelziffer bei anti-muslimischen Übergriffen: „Es ist leider auch davon auszugehen, dass in den Statistiken über politisch motivierte Kriminalität insgesamt viele islamfeindliche Straftaten nicht erfasst werden. Betroffene bringen Übergriffe oder Sachbeschädigungen oftmals nicht zur Anzeige.“ In der Silvesternacht hatten Unbekannte im muslimischen Teil des Hauptfriedhofs in Iserlohn rund 30 Grabsteine umgeworfen und Dekoration zerstört. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. Der Vorfall hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen. Am 20. Januar wird sich der Innenausschuss des Landtags mit den Grabschändungen befassen. Die Grünen haben bereits eine Dunkelfeldstudie zu besseren Erfassung anti-muslimischer Straftaten gefordert.

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Türkei
Erdogan kündigt Besuch des israelischen Präsidenten Herzog an

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte am Dienstag mit, dass ein möglicher Besuch des israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog im Gespräch sei. „Wir führen Gespräche mit Präsident Herzog. Herr Herzog könnte die Türkei besuchen“, sagte Erdogan Reportern während eines Besuchs in Albanien, wie türkische Medien berichten. „Wir werden unser Bestes tun, um auf einer Win-Win-Basis zusammenzuarbeiten“, erklärte der türkische Staatschef weiter. „Als Politiker sind wir nicht dazu da, um zu kämpfen, sondern um Frieden zu schaffen“, so Erdogan. Israelische Quellen bestätigten, dass vorläufige Gespräche im Gange sind, erklärten aber, dass noch kein Termin festgelegt wurde, berichtet die Haaretz. Seit seinem Amtsantritt hat Präsident Herzog bereits mehrere Telefongespräche mit Erdogan geführt. Beim ersten Mal rief Erdogan an, um Herzog zu seiner Wahl zu gratulieren. Beim zweiten Mal rief Herzog Erdogan im Rahmen der Bemühungen um die Freilassung eines israelischen Ehepaars an, das in der Türkei verhaftet worden war. In der vergangenen Woche rief Erdogan Herzog an, um zum Tod von dessen Mutter zu kondolieren. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erreichten 2010 ihren Tiefpunkt, als die israelische Marine ein türkisches Hilfsschiff, die Mavi Marmara, überfiel, das auf dem Weg war, humanitäre Hilfe in den blockierten Gaza-Streifen zu liefern. Bei dem Überfall wurden 10 Aktivisten getötet. Das Ereignis löste eine beispiellose Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen aus, die seit Jahrzehnten friedlich verlaufen waren. Beide Länder riefen nach dem Vorfall sogar ihre diplomatischen Gesandten zurück. Türkische Politiker kritisieren Israels Politik gegenüber den Palästinensern, einschließlich der illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland und in Jerusalem sowie der humanitären Lage im Gazastreifen. EastMed-Pipeline Israel und Griechenland arbeiten an einer gemeinsamen Pipeline, die Gas aus dem östlichen Mittelmeer nach Europa bringen soll. Die EastMed-Pipeline wurde auch von der ehemaligen Regierung von US-Präsident Donald Trump unterstützt. Washington habe Griechenland in der vergangenen Woche jedoch mitgeteilt, dass die USA das Pipeline-Projekt nicht mehr unterstützen werde, da es zu regionalen Spannungen mit der Türkei führe. Am Dienstag schlug Erdogan daraufhin eine israelisch-türkische Koordinierung für eine Gaspipeline nach Europa vor.

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Gastbeitrag
Wer ist für die Spannungen über dem Ägäischen Meer verantwortlich?

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Immer wieder werfen griechische Regierungen der Türkei vor, den griechischen Luftraum verletzt zu haben und für Spannungen über dem Ägäischen Meer verantwortlich zu sein. Wie stichhaltig sind die Anschuldigungen? Am vergangenen Freitag berichteten griechische Medien, türkische Kampfflugzeuge hätten den griechischen Luftraum über der Ägäis überflogen. Eigentlich nichts Neues sollte man meinen, denn die Vorwürfe über vermeintliche Verletzungen des griechischen Luftraums werden seit Jahrzehnten erhoben. Die griechische Tageszeitung Kathimerini berichtete in ihrer Freitagsausgabe vom 14. Januar unter Berufung auf den griechischen Generalstab, dass an diesem Tag „14 Rechtsverstöße“ durch türkische Flugzeuge festgestellt worden seien. Bei sechs dieser Verstöße handle es sich um Verletzungen des Luftraums. Am Freitagnachmittag wäre, so Kathimerini, eine türkische Drohne in die Fluginformationsregion Athen „eingedrungen“, ohne dabei einen Flugplan übermittelt zu haben. Darüber hinaus hätten F-16 Kampfflugzeuge, eine F-4s Phantom, vier Hubschrauber und ein Seeaufklärer des Typs Airbus CN-235 der türkischen Luftwaffe und Marine die Fluginformationsregion Athen verletzt. Aus der Fluginformationsregion (FIR) leiten sich keine Souveränitätsrechte ab Was in dem Bericht von Kathimerini nicht erwähnt wird: Bei der Fluginformationsregion Athen handelt es sich eine Luftraumkontrolle, bei dem Flugkontrollstellen die technische Überwachung sowie Lenk- und Sicherungsfunktionen des Luftverkehrs wahrnehmen, Souveränitätsrechte leiten sich daraus nicht ab. Es kommt noch ein Widersinn hinzu, denn Griechenland beansprucht für seinen Luftraum 10 Seemeilen, was wiederum die Türkei in Anlehnung an das Chicagoer Abkommen für die internationale Zivilluftfahrt nicht anerkennt und auf die 6 Seemeilen-Praxis im Ägäischen Meer verweist. Daher dürfe Athen nur 6 Seemeilen Luftraum beanspruchen. US-Autoren: Die meisten Staaten, einschließlich der USA, erkennen die Ausdehnung des Luftraums von Griechenland auf 10 Seemeilen nicht an Die USA erkennen ebenfalls den griechischen Anspruch auf 10 Seemeilen in der Luft nicht an. In ihrem Buch „Expressive Maritime Claims“ von J. Ashley Roach und Robert W. Smith (Third Edition, S. 347) erläutern die Autoren, weshalb die meisten Staaten den Anspruch Griechenlands auf 10 Seemeilen Luftraum nicht anerkennen. In einem Absatz der Publikation heißt es:
„Greece claims a 10-mile airspace around its Aegean islands. Most countries, including U.S., do not recognize the 10-mile airspace. The general rule, which most countries, including the U.S. recognize, is that airspace should be equal to the territorial sea. Greece claims a six-mile territorial sea around its Aegean Islands.“
Ein Aufsatz von George Assonitis (The Greek Airspace: The Legality of „Paradoxs“), der im Journal of Legal Studies der Akademie der U.S. Air Force erschien, verweist auf die Standpunkte der USA und der Türkei, da beide Länder in dem Anspruch Griechenlands auf eine 10-Meilen-Grenze in der Luft einen Verstoß gegen die Regeln des internationalen Sorgfalts- und Wettbewerbsrechts sehen, weil die Grenzen des territorialen Luftraums mit denen der Territorialgewässer übereinstimmen müssten. Assonitis erklärt:
„Both, U.S. and Turkey, do not recognize the ten nautical mile limit oft he Greek airspace (they view as contrary to the rule of international customary and conventional law which provides that territorial airspace should correspond with territorial sea limits).“
Politikanalyst Thodoros Tsikas: Widerspruch Griechenlands zwischen Territorialgewässern und Luftraum In einem Artikel der Heinrich-Böll-Stiftung („Is there a solution to the Aegean dispute“) verweist der Politikanalyst und Experte für internationale Beziehungen, Thodoros Tsikas, auf den Widerspruch Griechenlands zwischen den sechs Seemeilen Territorialgewässern in der Ägäis und eine 10-Seemeilengrenze für seinen Luftraum zu beanspruchen. Einem breiten Spektrum von Kräften in Griechenland sei diese Diskrepanz aufgefallen, weil dies zu ständigen Spannungen in der Ägäis führe und keine internationale Unterstützung habe. Tsikas betont:
„On the other hand, the 10-mile range of Greek airspace that was established by a simple Presidential Decree in 1931 on the ‘policing of civil aviation’ is a global paradox, since Greek territorial waters only extend to 6 miles. The realization has matured, among a broad spectrum of forces in Greece, that the discrepancy between airspace and the underlying territorial waters creates complications, is a constant source of tensions in the Aegean, and does not have international support.“
Die rhetorische Polarisierung und historische Türkenfeindschaft in Griechenland verhindern eine Lösung mit der Türkei Griechenland klammert sich an ein Dekret aus dem Jahre 1931, wonach der griechische Luftraum 10 Seemeilen beträgt, nur erkennen das die meisten Staaten nicht an. Selbst die NATO erkennt nur einen Luftraum von 6 Seemeilen an, was bei NATO-Manövern schon zu Beschwerden der griechischen Regierung geführt hat, aber am Standpunkt der Vereinigten Staaten oder der Türkei hat sich nichts geändert. Fast jeden Tag fliegen türkische Maschinen über der Ägäis und griechische Flugzeuge versuchen diese daran zu hindern, obwohl die Türkei sich an die sechs Seemeilen über dem Luftraum hält. In regelmäßigen Abständen werfen griechische Regierungen der Türkei vor, für Spannungen in der Ägäis verantwortlich zu sein, jedoch zeigt das Fallbeispiel des Luftraums, dass Athen selbst die Spannungen erzeugt, weil es internationale Verträge und Normen missachtet bzw. ignoriert. Eine Lösung des Konflikts könnte darin bestehen, Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu führen, jedoch ist die Bereitschaft in Griechenland nicht sehr groß, weil durch eine rhetorische Polarisierung politischer Parteien und Entscheidungsträger die Thematik an sich sowie eine historische Türkenfeindschaft eine mögliche Lösung eher behindert. Seit geraumer Zeit finden Gespräche zwischen beiden Ländern statt, was grundsätzlich zu begrüßen ist, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit als gering einzustufen, dass substanzielle Fortschritte dabei erzielt werden. Ein weiterer Faktor, der eine Einigung verhindert, ist die EU-Mitgliedschaft Griechenlands. Seit dem EU-Beitritt 1981 versucht es, die Probleme zwischen beiden Ländern auf die Agenda der EU zu bringen, um politische Zugeständnisse von Ankara zu erwirken, ohne selbst etwas auf den Verhandlungstisch bringen zu müssen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Tennis
Australian Open: Wann beginnt das Turnier und wer ist der Favorit?

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Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hatte gehofft, den Dreikampf mit Roger Federer und Rafael Nadal um die meisten Grand-Slam-Einzeltitel seiner Karriere zu gewinnen und seinen 21. Doch die langwierige Geschichte um den 34-jährigen Serben fand am Sonntag endlich ein Ende, als drei Richter einstimmig die Entscheidung des australischen Einwanderungsministers bestätigten, Djokovics Visum aus Gründen des öffentlichen Interesses zu annullieren, weil er nicht gegen COVID-19 geimpft ist, und den Starspieler abzuschieben. Da Djokovic nicht mehr im Spiel ist, hat Daniil Medvedev eine viel größere Chance, einen zweiten Grand-Slam-Titel in Folge zu gewinnen, wenn er bei den Australian Open 2022 antritt, die am Montag im Melbourne Park beginnen. Mehr erfahren auf Betano App jetzt! Caesars Sportsbook listet Medvedev, der seinen ersten Grand-Slam-Titel in seiner Karriere bei den U.S. Open 2021 gewann, als +140-Favorit in den neuesten Quoten für die Australian Open 2022. Alexander Zverev (+250), Nadal (+550) und Stefanos Tsitsipas (+1600) vervollständigen die Liste der vier Top-Anwärter für die Australian Open 2022. Bevor Sie einen Tipp für die Australian Open 2022 abgeben, sollten Sie sich die Tennis-Tipps und Analysen des berühmten Handicappers Sean Calvert ansehen. Calvert ist der berühmte Handicapper, der den Sieg von Stan Wawrinka bei den Australian Open 2014 mit einer Quote von 60:1 voraussagte – der letzte australische Titel, der nicht von Djokovic oder Federer gewonnen wurde. Im Jahr 2019 hat Calvert unter anderem mit einer Quote von 80:1 auf den Sieg von Dominic Thiem in Indian Wells getippt und damit für Aufsehen gesorgt. Und 2021 hat er beide Wetten für das Wimbledon-Finale im Herreneinzel richtig getippt: Djokovic besiegt Matteo Berrettini in drei Sätzen (+275) und Djokovic gewinnt und beide Spieler gewinnen einen Satz (+130). Wer seinen Tipps folgt, liegt weit vorne. Top 2022 Vorhersagen für die Australian Open der Herren Ein Schocker: Calvert tippt nicht auf Nadal, obwohl der 35-jährige Spanier mit +550 einer der Favoriten ist. Nadal stand 2009 erstmals im Finale der Australian Open und besiegte Federer in einem Fünf-Satz-Match, das als eines der besten in der Geschichte des Turniers gilt. Aber er ist nur viermal zurückgekommen und hat jedes Mal verloren – zuletzt 2019 gegen Djokovic. Viele Fragen umgeben Nadal in Bezug auf seine Gesundheit. Eine Fußverletzung behinderte ihn über weite Strecken des Jahres 2021 und veranlasste ihn, seine Saison Ende August, kurz vor den US Open, offiziell zu beenden. Im vergangenen Monat nahm er an der Mubadala World Tennis Championship in Abu Dhabi teil, wurde aber nach seiner Rückkehr positiv auf COVID-19 getestet, so dass sein Status für die Australian Open in der Schwebe hängt. Nadal kehrte Anfang des Monats auf den Tennisplatz zurück und holte sich mit dem Sieg beim Melbourne Summer Set seinen 89. ATP-Titel in seiner Karriere. Aber es war nicht gerade ein Kinderspiel für ihn, da er im ersten Satz des Finales einen Tiebreak gewinnen musste, und der Weg zu seinem 21. Grand-Slam-Titel im Einzel wird wahrscheinlich nicht leicht sein. So tippen Sie auf die Australian Open 2022 bei den Herren Calvert hat seine besten Wetten abgeschlossen, darunter zwei Außenseiter, die große Gewinne bringen würden. Er ist vor allem von einem Spieler überzeugt, der „das Zeug dazu hat, die Art von Leistung zu erbringen, die wir hier vor all den Jahren von Stan Wawrinka gesehen haben, als er das Turnier mit einer Chance von +6000 gewann“. Sie sollten sich seine Tipps und Analysen ansehen, bevor Sie eine Wette auf die Australian Open 2022 in Betracht ziehen.

Ukraine-Krise
Hardt fordert im Ukraine-Konflikt mehr Druck auf Moskau

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Berlin – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, fordert, Russland im Ukraine-Konflikt stärker unter Druck zu setzen. Der CDU-Politiker sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, sollte Russland in die Ukraine einmarschieren, müsse klargestellt werden, dass die Ostsee-Pipeline Nordstream 2 nicht ans Netz gehen könne: „Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir in einer hohen Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland bleiben, wenn Russland ein völkerrechtlich derart kritischer Partner ist. Ich glaube, dass wir generell in Europa darüber nachdenken müssen, wie weit wir uns von einzelnen Gasquellen abhängig machen. […] Ich kann mir schon vorstellen, dass wir uns stärker diversifizieren, damit wir nicht politisch erpressbar werden. Das hängt natürlich davon ab, wie sich Russland in den nächsten Wochen verhält.“ Hardt spricht sich allerdings dagegen aus, Russland als Sanktionsmaßnahme aus dem internationalen Zahlungssystem Swift herauszuwerfen. Auch Deutschland müsse schließlich seine russischen Gasrechnungen bezahlen, außerdem könnte die Welt künstlich in zwei Finanzwelten gespalten werden: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man in Peking einen solchen Schritt ausgesprochen begrüßen würde, weil man selbstverständlich Russland anbieten würde, auf der Basis chinesischer Finanzmacht ein entsprechendes Zahlungssystem zu entwickeln. Ich glaube, die Idee, Swift als Keule zu verwenden, ist nicht ausgereift.“

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Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und designierte FDP-Generalsekretär, Bijan Djir-Sarai, hält Russlands Forderungen nach Sicherheitsgarantien für unbegründet.

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Albanien
Lac: Platz im Stadtzentrum nach Erdogan benannt

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Tirana – In der nordwestalbanischen Stadt Lac wurde heute ein Platz im Zentrum nach dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan benannt. Erdogan ist am Montag auf Einladung des albanischen Premierministers in Begleitung einer hochrangigen Delegation zu einem Staatsbesuch in Albanien eingetroffen, wo er von Edi Rama empfangen wurde. Außenminister Mevlut Cavusoglu, Verteidigungsminister Hulusi Akar, Innenminister Süleyman Soylu, Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel Murat Kurum, Jugend- und Sportminister Mehmet Muharrem Kasapoglu sowie Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy sind Teil der Delegation. Bei seinem ersten Stopp besuchte der türkische Staatschef die im Nordwesten Albaniens liegende Stadt Lac, wo er die von der Türkei errichteten Wohnungen für die Opfer des Erdbebens von 2019 einweihte. Bei dem Beben kamen 51 Menschen ums Leben und mehr als 900 wurden verletzt. Fast 17.000 Menschen wurden obdachlos. Dem Erdbeben der Stärke 6,3 im November 2019 war im September ein Erdbeben geringerer Stärke vorausgegangen. Die Stadt Lac gehörte zu den am stärksten betroffenen Gebieten, wo die meisten Häuser stark beschädigt wurden. Bei der Übergabezeremonie für über 500 Wohnungen sagte Erdogan, dass die Türkei stets in Freundschaft an der Seite Albaniens stehen werde. Dies bedeute, dass man da sei, wenn man gebraucht werde, „ohne auf einen Anruf zu warten“. „Wir krönen die Freundschaft zwischen der Türkei und Albanien mit der Übergabe dieser Häuser“, sagte er. Während der Zeremonie wurde Erdogan auch die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kurbin verliehen. „Es ist eine Ehre, ein Freund des türkischen Präsidenten zu sein“ Auch der albanische Premierminister Edi Rama sprach bei der Zeremonie und bezeichnete den Tag als „etwas ganz Besonderes“. Rama erinnerte an ein Gespräch, das er mit Erdogan hatte, bevor er 2013 Premierminister wurde: „[Erdogan] sagte mir, dass ‚Albanien und der Kosovo in seinem Herzen sind. „Die Albaner sind in den Herzen des türkischen Volkes. Ich möchte, dass du mein Bruder bist“, habe Erdogan gesagt. „Ich fühle mich geehrt, mich als Erdogans Freund zu betrachten“, erklärte Rama während seiner Rede. Rama werde häufig auf seine enge Freundschaft mit dem türkischen Präsidenten angesprochen, hierauf antworte er:  „Erdogan ist ein Mann, der macht, was er sagt und sagt, was er macht“. Mechan Marra, ein 67-jähriger albanischer Staatsbürger, lobte das Wohnungsbauprojekt: „Nicht einmal Tirana hat ein solches Viertel… Es hätte nicht besser sein können“, sagte Marra gegenüber Daily Sabah und fügte hinzu, dass Rama und Erdogan ihr Versprechen gehalten hätten. Nikoll Chupi, ein 57-jähriger Bewohner, zeigte sich ebenfalls erfreut: „Wir freuen uns sehr über den Beitrag der türkischen Regierung und von Erdogan… Als Familie sind wir mehr als dankbar“, sagte Chupi. Der Anwohner Mark Thanaj bezeichnete das neue Viertel als „fantastisch“ und bedankte sich ebenfalls bei Erdogan für seine Unterstützung. Im vergangenen Jahr baute die Türkei zudem ein neues Krankenhaus, um Albanien bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zu helfen. Zahlreiche Abkommen unterzeichnet Bei seinem Besuch in Tirana unterzeichnete der türkische Staatschef gemeinsam mit dem albanischen Premierminister insgesamt sieben Abkommen in den Bereichen Katastrophen- und Notfallmanagement, Medien, Staatsarchiv, Kultur und Kunst, Sicherheit, Jugend und Sport.

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„Es wäre mir eine Ehre, ihn als meinen Gast willkommen heißen zu dürfen“, so Marinel Balla, Besitzer des Restaurants, gegenüber NEX24. „Im Menü gibt es auch eine Pizza mit dem Namen Erdogan“, betont Balla. Tomatensauce, Pizzakäse, Sahnecreme, Pastirma (getrockneter Schinken), Champignons und Thunfisch seien die Zutaten dieser Spezialität. Er habe das Restaurant so genannt, weil er ein großer Freund Erdogans und der Türkei sei.

Albanien: Restaurant nach Präsident Erdogan benannt

Fußball International
Europäische Topligen im Überblick: Der Kampf um den Titel

Die Frühjahressaison 2022 ist angebrochen und bevor es am Jahresende zur Weltmeisterschaft geht, stehen im Frühjahr wichtige nationale Entscheidungen an. Dabei sind alle Topligen bereits in die Rückrunde gestartet, in der englischen Premier League gab es überhaupt keine Pause. Hier wird traditionell am „Boxing Day“ eine Runde ausgetragen und auch der erste Fußballtermin des Jahres 2022 war in England zu finden. In Deutschland gibt es ebenfalls wieder Bundesligafußball, wobei die erste Runde mit dem Spiel Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt eine Toppartie aufbot. Nach der Hälfte der Saison ist es deswegen spannend, sich die Favoriten und Überraschungen der europäischen Topligen genauer anzuschauen.
 
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Bundesliga Trotz der Auftaktniederlage gegen Borussia Mönchengladbach gibt es in Deutschland nur einen Favoriten: FC Bayern München. Unter Julian Nagelsmann wurde nichts von der bekannten Qualität eingebüßt, im Gegenteil, die Bayern fahren von Sieg zu Sieg und haben bereits ein gemütliches Polster auf den Konkurrenten aus Dortmund. Das zeigt sich auch bei Bundesliga Wetten, wo die Münchner eine Quote von 1,02 auf den Titel hat (Stand: 12.01.). Der einzig weitere mögliche Konkurrent wird hier in Dortmund gesehen. Diese sind unter Marco Rose jedoch zu inkonstant, werden am Ende aber die Vizemeisterschaft erhalten. Die größten Überraschungen der bisherigen Saison waren die TSG Hoffenheim und SC Freiburg, die beide derzeit auf einem Champions League Platz verweilen. Premier League Was die Münchner in der Bundesliga sind, ist Manchester City in der Premier League. Dank eines starken Dezembers, wo jede Partie gewonnen wurde, hat man bereits zehn Punkte Vorsprung auf das Verfolgerduo Chelsea London und dem FC Liverpool. Nachdem sich die Mannschaft von Pep Guardiola in der Vergangenheit bereits als stabiler Punktesammler präsentiert hat, steht einer Titelverteidigung nichts im Wege. Die Verfolger Chelsea und Liverpool haben dünnere Personaldecken als der Ligakrösus und mussten den Preis dafür mit einigen Punkteverlusten im Dezember bezahlen. Die Überraschung der bisherigen Saison ist definitiv Arsenal London. Zwar sind die Nordlondoner noch immer eines der bekanntesten Teams der Liga und gefühlt eine Topmannschaft, in den letzten Jahren folgte jedoch ein Absturz, welcher mit dieser Saison gestoppt wurde. Nach drei Niederlagen zu Beginn ahnte man bereits Böses, die jungen Spieler im Team zeigen aber immer bessere Leistungen, mit welchen man mittlerweile auf einem Champions League Platz liegt.
 
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La Liga Spannender als in den oberen beiden Ligen geht es in der spanischen La Liga zu. Hier gibt es wenigstens einen Zweikampf, selbst wenn nur eine der beiden Mannschaften vor der Saison als Favorit galt. So führt derzeit Real Madrid die Tabelle vor FC Sevilla an. Die Andalusier präsentieren sich bereits die ganze Saison als eine starke Mannschaft und musste in der Herbstsaison nur zwei Niederlagen und 13 Gegentreffer hinnehmen. Ebenso viele Niederlagen hat Real Madrid zu Buche stehen, wenn auch Real im Durchschnitt mehr Tore erzielt. Anstatt von den Überraschungen zu sprechen, ist es in La Liga leichter von der Enttäuschung der Saison zu reden: FC Barcelona. Die Katalanen haben vor der Saison Lionel Messi verloren und damit den wichtigsten Spieler im Verein. Die Geldprobleme ziehen sich durch den ganzen Verein, weswegen Fantasien von einer Verpflichtung von Erling Braut Haaland als unwahrscheinlich wirken. Mit dem neuen Trainer Xavi hat man sich wieder etwas stabilisiert, trotzdem könnte es mit einem Champions League Platz knapp werden. Serie A Einen Zweikampf gibt es ebenfalls in der Serie A. Hier sogar einen spannenden Inter-Mailand-Konflikt. Derzeit führt Inter die Tabelle vor dem Stadtrivalen AC Milan an. Trotz der finanziellen Probleme hat Inter wieder einen starken Kader zur Verfügung und musste erst eine Saisonniederlage einstecken. Nachdem AC Milan bereits in der abgelaufenen Saison sich dem Rivalen geschlagen geben musste, ist der Hunger auf den Meistertitel groß. Richtig positive Überraschungen gibt es in der Liga nicht. Negativ tritt weiterhin Juventus Turin in Erscheinung. Nach einem der schlechtesten Starts aller Zeiten liegt man nur auf dem fünften Rang und muss bereits auf Ausrutscher der Tabellennachbarn hoffen, um nächstes Jahr einen Platz in der Champions League zu erhalten.
 
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Das Fußballjahr 2022 verspricht ein spannendes zu werden, mit einem feurigen Finale bei der Weltmeisterschaft in Katar. Davor stehen noch finale Entscheidungen in den europäischen Topligen an. Die Meistertitel sind dieses Jahr jedoch so wenig umkämpft, wie kaum zuvor. Während es in Spanien und Italien wenigstens einen Zweikampf gibt, existiert dieser in Deutschland und England überhaupt nicht. Wenigstens gibt es noch die Champions League, wo die Liga Krösusse sich den Titel untereinander ausmachen müssen.

Ukraine
Designierter FDP-Generalsekretär Djir-Sarai: Russland hat Angst vor Demokratie

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Bonn – Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und designierte FDP-Generalsekretär, Bijan Djir-Sarai, hält Russlands Forderungen nach Sicherheitsgarantien für unbegründet. Es sei eine „Fake-Diskussion“, die Russland aus propagandistischen Gründen führe, so Djir-Sarai im phoenix-Interview. Russland fühle sich nicht militärisch durch die NATO oder einzelne Länder wie Polen, Ukraine oder Deutschland bedroht, sondern es habe in erster Linie Angst davor, dass vor seiner Haustür „demokratische Staaten entstehen, die möglicherweise auch wirtschaftlich sehr erfolgreich sind“. Zum Beispiel sei es für Russland „ein Alptraum“, wenn die Ukraine eines Tages „europäisch, demokratisch und wirtschaftlich erfolgreich wäre“, so Djir-Sarai. Dies sei auch der Grund dafür, weshalb Russland in Belarus einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet habe, dass die Demokratiebewegung unterdrückt werde. „Russland hat Angst vor Veränderung, Russland hat Angst vor Demokratisierung, Russland hat Angst vor freien Menschen“ und dementsprechend sei die größte Sorge Moskaus, „dass es eines Tages auch eine sehr starke Demokratiebewegung in Russland“ geben werde. Deutliche Kritik äußerte der FDP-Außenpolitiker an dem Festhalten der Bundesregierung an der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland. Es sei nicht richtig, Nordstream 2 als „privatwirtschaftliches Vorhaben“ zu bezeichnen. Die FDP habe auch schon die frühere Koalition dafür kritisiert und auf die politische Dimension dieses Projekts verwiesen. „All diese Bedenken sind ignoriert worden und es sind Fakten geschaffen worden, Rahmenbedingungen, die man fast schon nicht mehr zurückdrehen kann, und jetzt ist man in der Situation, in der man sich befindet.“ Denn der Konflikt mit Russland bekomme möglicherweise eine neue Dimension und „dann muss man auch darüber reden, wie es mit Nordstream 2 weitergehen soll“, sagte Djir-Sarai bei phoenix.

Energiepolitik
Ex-NATO-Generalsekretär Rasmussen gegen Nord Stream II

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Hamburg – Der ehemalige dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen, 68, sieht in der Ostsee-Pipeline Nord Stream II ein geopolitisches Projekt zum Schaden Europas. Im Interview mit dem stern sagte der ehemalige NATO-Chef, sie solle „Europas Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zementieren und die Ukraine und andere Staaten ihrer Transit-Einnahmen berauben.. Um eine Betriebsgenehmigung für die Pipeline zu erreichen, habe Russland seine Gaslieferungen nach Europa gedrosselt und die Gaspreise so in die Höhe getrieben. „Das ist Erpressung“, sagt Rasmussen und fordert: „Deutschland sollte die Inbetriebnahme von Nord Stream II nicht genehmigen“ – ganz gleich, wie der aktuelle Konflikt um die Ukraine sich entwickle. Rasmussen, in dessen Amtszeit als NATO-Generalsekretär (2009-2014) die russische Annexion der Krim und die von Russland militärisch unterstützte Abspaltung der Gebiete um Donezk und Luhansk in der Ostukraine fällt, kennt Russlands Präsidenten Vladimir Putin aus zahlreichen Begegnungen. Auf den gegenwärtigen russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine müsse die NATO entschieden reagieren, findet er, mit zusätzlichen Truppenstationierungen in den östlichen NATO-Staaten und weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine – auch aus Deutschland. „Im Umgang mit Diktatoren führt eine Politik der Beschwichtigung nicht zum Frieden, sondern zu Krieg und Konflikt“, so Rasmussen. Hoffnung für einen entschiedeneren Kurs Deutschlands gegenüber Russland setzt Rasmussen in die neue Außenministerin Annalena Baerbock. „Ich verfolge sie mit großem Interesse“, so Rasmussen. Bundeskanzler Olaf Scholz solle einen Kurswechsel im deutschen Verhältnis zu Russland einleiten, fordert der ehemalige NATO-Chef. „Tut er das nicht, wird diese neue deutsche Regierung eine Riesenenttäuschung für Europa.“ Die von der Regierung Merkel über Jahre gepflegte deutsche Sensibilität gegenüber Russland sei angesichts dessen zunehmend aggressiven Auftretens „fehl am Platz“.

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– Energiepolitik – TurkStream-Gaspipeline versorgte Europa 2020 mit 5,8 Mrd. m3 Gas

Seit der Inbetriebnahme im Januar vergangenen Jahres, wurde 2020 über 5,8 Milliarden Kubikmeter russisches Gas durch die TurkStream Gaspipeline über die Türkei nach Europa geliefert. Verbraucher in Bulgarien, Griechenland, Mazedonien und Rumänien wurden durch die Pipeline mit Erdgas versorgt.

TurkStream-Gaspipeline versorgte Europa 2020 mit 5,8 Mrd. m3 Gas

Wirtschaft
Biontech steht für fast ein Fünftel des deutschen Wirtschaftswachstums

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Mainz – Deutschland verdankt fast ein Fünftel seines Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr dem Unternehmen des deutsch-türkischen Power-Paars Ugur Sahin und Özlem Türeci. Der Aufschwung wäre ohne den Erfolg von Biontech mit seinem Covid-19-Impfstoff wohl deutlich kleiner ausgefallen, berichtet die Wirtschaftszeitung Manager Magazin. Demnach ist Deutschlands Volkswirtschaft einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes zufolge 2021 um 2,7 Prozent gewachsen, ohne den Biontech-Erfolg hätte es nur zu 2,2 Prozent gereicht. „Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2021 von Biontech um etwa ein halbes Prozent angekurbelt worden sein“, sagte IfW-Konjunkturchef Nils Jannsen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein einzelnes deutsches Unternehmen jemals so stark zum Wachstum beigetragen hat“, zitiert die Zeitung Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), der mit der Nachrichtenagentur Reuters sprach. Es gebe einen deutlichen „Biontech-Effekt“,

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Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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