Sport
Kampfsport als gute Trainingsmöglichkeit: Was macht Kampfsport so gesund für den Körper?

Immer wieder werden Kampfsportler als brutale Typen bezeichnet, die sich gegenseitig Schmerzen zuführen. Aber ist das richtig? Nein. Kampfsport ist alles andere als eine „Haudrauf“-Sportart, sondern vielmehr eine Methode, um seinen Körper fit zu bekommen und fit zu halten.

Wer sich für den Kampfsport entscheidet, kann zu einem wahren Fitness-Allrounder werden, der mitunter auch Traditionen und Werte vermittelt bekommt, die tausende Jahre alt sind.

Kampfsport hilft, um Stress abzubauen

Man kann sich für MMA Wetten Schweiz interessieren, aber kann auch selbst zum MMA Kämpfer werden. Während das Wetten vermutlich für Stress sorgt, weil man nie im Vorfeld weiß, wer gewinnen wird, kann MMA hingegen Stress abbauen. Sehr wohl sorgt Kampfsport dafür, dass Glückshormone freigesetzt werden, die dann die Stresshormone reduzieren.

Wichtig ist, sich zu motivieren. Die Tatsache, ein regelmäßiges Training zu absolvieren, mag vor allem für Anfänger, die bislang wenig bis gar nichts mit Sport zu tun hatten, eine wahre Hürde sein. Aus diesem Grund sollte man den Sport in den Tagesablauf miteinfließen lassen. Das heißt, mehrmals pro Woche ein Zeitfenster für den Kampfsport reservieren.

Idealerweise hat man noch einen Partner an seiner Seite, sodass man noch eine weitere Motivation hat, zum Training zu gehen. Sich gegenseitig anzufeuern kann durchaus Spaß machen.

 Viele verschiedene Techniken und Stile

 Entscheidet man sich für Kampfsport, so ist das zugleich auch ein Kampf gegen die Langeweile. Denn Kampfsport gehört mit Abstand zu den abwechslungsreichsten Sportarten der Welt. Nicht nur, dass man verschiedene Techniken erlernen kann, gilt es auch, sich auf die verschiedenen Stile einzustellen. Das Training ist daher sehr kurzweilig.

 Jede Basistechnik besteht aus Aufbau-, Abwehr- und Kontertechniken. Zudem geht es noch um Kraft- sowie Ausdauerelemente und das Sparring. Dabei wird die Kampfsimulation mit einer rund 70%igen Kampfintensität durchgeführt. Langeweile mag im Bereich Kampfsporttraining daher ein Fremdwort sein.

Reduziert das Kampfsporttraining das Verletzungsrisiko?

Damit man den perfekten Schlag, den perfekten Wurf oder auch den perfekten Tritt ausführt, muss man beweglich sein. Koordination und Beweglichkeit sind zwei Bereiche, die in einigen Sportarten vernachlässigt werden, im Kampfsport aber besonders wichtig sind. Das heißt, es geht hier nicht nur um Ausdauer und Kraft, sondern auch um die Bewegungsmechanik. Und wer beweglich und koordiniert ist, der reduziert automatisch das Verletzungsrisiko.

Zudem kann man durch bestimmte Schlag- und Trittabfolgen bestimmte Muskelansteuerungen trainieren. So lernt der Kampfsportler nicht nur, wie er seinen Körper aktivieren und entspannen kann, sondern lernt auch, welche Muskelgruppen wie zum Einsatz kommen.

Aufgrund der Tatsache, dass man durch die Kampfsporteinheiten seinen Körper besser kennenlernt, kann man auch gezielte Muskelgruppen trainieren.

(Symbolfoto: pixabay)

Kampfsport ist ein Fettkiller

Kampfsport ist auch ideal, um Fett zu verbrennen. Pro Stunde kann man mit einem klassischen Boxtraining rund 700 kcal verbrennen. Wer läuft, der kann pro Stunde zwischen 500 und 600 Kalorien verbrennen – davon abhängig, wie schnell und wie schwer man ist.

All jene, die also ihren Hüftspeck schmelzen lassen wollen, sind gut beraten, sich für den Kampfsport zu interessieren. Denn hier kann man effektiv Kalorien verbrennen und somit Gewicht verlieren.

Letztlich wird man zudem noch zu einem wahren Fitness-Allrounder. Ganz egal, ob es sich um den gut trainierten Läufer oder den Bodybuilder handelt: Wer sich für den Kampfsport interessiert, stellt fest, dass man hier zu einem Allrounder wird. Man muss nicht nur Kraft aufbauen, sondern auch Ausdauer trainieren, darf die Koordination nicht vergessen und muss auch an seiner Geschwindigkeit arbeiten.

Vermittlung von Werten und Tradition

Einige der Kampfsportarten sind über hundert, mitunter sogar über tausend Jahre alt. Hier blickt man also auf eine große Tradition zurück. Auch viele Kampfsportzentren legen hohen Wert darauf, welche Werte vermittelt werden – in erster Linie geht es um die Disziplin. Das respektvolle Miteinander wird von allen erwartet, die sich im Training bzw. in weiterer Folge im Kampf mit einem Gegner befinden.

Beim Kampfsport sind der ethnische Hintergrund, die Religion oder der ausgeübte Beruf ohne Bedeutung.

E-Mobilität
Türkisches E-Auto TOGG auf deutschen Autobahnen gesichtet

Berlin – Die Vorbestellungen in der Türkei für das mit Spannung erwartete erste türkische Auto, das E-Auto TOGG, sollen ab diesem Monat möglich sein. Jedoch wurde möglicherweise bereits schon jetzt ein Model auf deutschen Autobahnen gesichtet. Die Türkei hatte ihr Projekt im Jahr 2018 gestartet und begann im vergangenen Oktober mit der Massenproduktion. Hinter dem Elektroauto-Start-Up steht ein mächtiges Konsortium türkischer Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen, das aus der Anadolu Grubu Holding A.Ş., BMC Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş., Turkcell İletişim Hizmetleri A.Ş., Zorlu Holding A.Ş. und der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei besteht. Produziert werden die Elektrofahrzeuge in einem neuen Werk nahe Gemlik, in der Region Bursa, das Ende Oktober nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit offiziell eröffnet wurde. Das erste Modell, ein SUV, soll mit verschiedenen Akkupaketen und Reichweiten zwischen 300 bis 500 Kilometern angeboten werden. Das Fahrzeug werde 200 PS als Hinterradler oder 435 PS als Allradversion leisten. Die Preise sollen türkischen Medienberichten zufolge bei umgerechnet 50.000 Euro starten. „Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, mehr als nur ein Auto zu bauen. Als wir uns vor vier Jahren aufmachten, hatten wir zwei strategische Ziele. Das erste war, mit TOGG eine weltweit wettbewerbsfähige Marke für Mobilitätstechnologie zu entwickeln. Unser zweites Ziel war die Schaffung eines offenen und zugänglichen Ökosystems rund um unsere intelligenten Geräte und digitalen Produkte zu schaffen, bei dem der Nutzer im Mittelpunkt steht“, so TOGG-Chef Gürcan Karakaş. Wie Elektroauto News (EN) weiter berichtet, soll das Mobilitäts-Ökosystem rund um eine Digitalplattform namens Trumore in den kommenden Wochen starten. Trumore ist eine cloudbasierte, ready-to-use und on-demand Infrastruktur zur Nutzung verschiedenster Technologien. „Diese Infrastruktur haben wir mit Blockchain verstärkt. Wir haben die Plattform so konzipiert, dass sie an jedem Ort der Welt und in jeder Cloud funktioniert“, zitiert EN Gürcan Karakaş, „Trumore ist eine Plattform, die für ihre Nutzer Geld verdient, sie herumfährt, sie unterhält und sich ständig weiterentwickelt.“ TOGG auf deutschen Atobahnen gesichtet In Europa soll das erste türkische Auto erst ab dem kommenden Jahr zum Kauf angeboten werden, laut türkischen Medienberichten wurde jedoch bereits ein erstes Model auf deutschen Autobahnen gesichtet. An den Meldungen ist nicht ersichtlich, auf welcher Autobahn das Auto gesehen wurde, jedoch handelt es sich dabei womöglich um eines der vielen Testfahrzeuge, die derzeit weltweit unterwegs sind.

Zum Thema

– Türkei – TOGG-Konkurrent Tesla kommt in die Türkei

„Eigentlich wollten sie schon früher in die Türkei kommen, aber der Prozess hat aufgrund ihrer eigenen internen Bewertungen etwas länger gedquert“, so Varank.

TOGG-Konkurrent Tesla kommt in die Türkei
   

Dortmund
Tödliche Schüsse: Anklage gegen 5 Dortmunder Polizisten steht bevor

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Dortmund – Rund ein halbes Jahr nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 16 Jahre alten senegalesischen Flüchtling in Dortmund stehen die Ermittlungen vor dem Abschluss. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit Verweis auf Justizkreise berichtet, droht den fünf beschuldigten Beamten eine Anklage. Der zuständige Oberstaatsanwalt Christoph Dombert wollte dies auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen fünf der zwölf beteiligten Polizisten, darunter gegen den Todesschützen und den Einsatzleiter. Die Vorwürfe reichen von gefährlicher Körperverletzung im Amt über Anstiftung bis hin zu Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise Totschlag. Nach wie vor geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Einsatz unverhältnismäßig abgelaufen ist, der Tod des Jugendlichen durch falsche Polizeitaktik verursacht wurde. Nach Informationen der Zeitung wirft die Beweislage allerdings etliche Fragen auf: Demnach belegen die Aussagen von Augenzeugen nicht eindeutig die Schuld der Beamten. Elf Polizisten und Sozialarbeiter der Jugendhilfe-Einrichtung haben die Geschehnisse an jenem Nachmittag im August in ihren Vernehmungen weitgehend ähnlich geschildert. Einzig der Schütze schweigt bisher. Der unbegleitete minderjährige Flüchtling Mouhamed D. ist am 8. August vergangenen Jahres in der Dortmund Nordstadt gestorben. Ein Polizist hat ihn mit seiner Maschinenpistole erschossen, nachdem der 16-Jährige zunächst mit einem Messer gedroht habe, sich selbst zu verletzen.

Synagogen-Anschlag
Türkei verurteilt Anschlag auf Synagoge in Ost-Jerusalem

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Ankara – Das türkische Außenministerium hat den jüngsten bewaffneten Angriff auf eine Synagoge im besetzten Ostjerusalem am Freitag verurteilt. Das Ministerium zeigte sich besorgt über die jüngste Zunahme von Spannungen und Gewalt und rief alle Seiten auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Das Ministerium rief auch zur Zurückhaltung auf und sprach den Familien der Opfer sowie der israelischen Regierung und Bevölkerung sein Beileid aus und wünschte den Verletzten baldige Genesung. Sieben Menschen wurden getötet und 10 weitere verletzt, nachdem ein Schütze am Freitag das Feuer auf eine Synagoge im besetzten Ostjerusalem eröffnet hatte. Der Täter sei gegen 20:30 Uhr Ortszeit in eine Synagoge in der illegalen israelischen Siedlung Neve Yaakov gegangen und habe das Feuer eröffnet, teilte die Polizei mit. Er sei noch am Tatort durch die Polizei erschossen worden. Die Sicherheitslage in Israel und Palästina hat sich in den letzten Tagen drastisch verschlechtert. Ein Sprecher der Hamas-Bewegung, die den Gazastreifen beherrscht, erklärte, der Angriff am Freitag sei eine Vergeltung für einen Angriff der israelischen Armee auf das Flüchtlingslager Dschenin im Westjordanland am Donnerstag. Bei der israelischen Razzia in Dschenin wurden neun Palästinenser, darunter eine ältere Frau, getötet und 20 weitere verletzt. Das palästinensische Gesundheitsministerium beschuldigte die israelischen Streitkräfte, absichtlich Tränengas in die Kinderstation eines Krankenhauses geschossen zu haben, so dass die Kinder erstickten – eine Behauptung, die von einem Sprecher der israelischen Armee bestritten wurde, der hinzufügte, dass das Gas möglicherweise durch ein Fenster in die Klinik eingedrungen sei.

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– Juden der Türkei – Oberrabbiner Ishak Haleva: „Erdogan liebt die Juden“

Der Oberrabbiner der Türkei, Ishak Haleva, hat dem allgemeinen Tenor der deutschen Medienlandschaft, wonach die türkische Regierung juden- oder christenfeindlich sei, widersprochen.

Oberrabbiner Ishak Haleva: „Erdogan liebt die Juden“
 

Ukraine-Krieg
„Deutschland hätte auf russischen Atomangriff keine Antwort“

Osnabrück – Atomwaffen-Experte Severin Pleyer von der Bundeswehr-Universität in Hamburg hat eine mangelnde Abwehrbereitschaft für den Fall eines russischen Atomangriffs beklagt. „Wir haben tatsächlich die Situation, dass Russland sehr viele taktische Atomwaffen hat, auch mit der Iskander-M, und wir haben nichts dergleichen. Wir haben keine Antwort“, sagte der Fachmann für Nuklearstrategie im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Angesichts der Entwicklungen im Ukraine-Krieg forderte Pleyer die Stationierung von konventionellen Langstreckenraketen auf deutschem Boden, weil diese auch Ziele in Russland bedrohen könnten. „An dieser Debatte, die in den USA bereits geführt wird, sollten wir uns beteiligen“, sagte der Militärexperte. Die nukleare Teilhabe Deutschlands „nur“ mit Tornado-Kampfjets, die in einigen Jahren durch amerikanische F-35 ersetzt werden sollen, reiche im Ernstfall nicht aus. Deutschland brauche die nukleare Teilhabe, aber richtig durchdenken wolle das derzeit niemand, „weil es einige unschöne Wahrheiten enthält“, sagte Pleyer der „NOZ“. Sollte Russlands Präsident Wladimir Putin tatsächlich Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen, wie es häufiger in russischen Staatsmedien thematisiert wird, dann werde die Nato trotzdem nicht militärisch eingreifen, sagte der Stratege weiter. „Sonst hätten wir einen Atomkrieg.“ Zu erwarten sei in dem Fall aber eine Verschärfung der westlichen Sanktionen, auch China würde dann „möglicherweise“ Sanktionen gegen Russland verhängen.

Schweden
Putin-Fan zahlte für Koran-Verbrennung in Schweden

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von Nabi Yücel Der rechtsextreme schwedische Politiker und Anwalt Rasmus Paludan plant an diesem Wochenende eine weitere Koran-Verbrennung vor der türkischen Botschaft in Stockholm. Die anfallende Gebühr für die Beantragung einer Demonstrationserlaubnis bei der Polizei in Stockholm zahlte laut Angaben schwedischer Medien der Inhaber der Nachrichtenseite Nyheter idag und Moderator des Videokanals Riks, der Journalist Chang Frick. Schwedische Medien vermuten, dass Moskau hinter den Koran-Verbrennungen steckt, um Schwedens Bewerbung um die NATO-Mitgliedschaft zu sabotieren. Laut den Berichten bestätigte Chang Frick die Zahlung der Gebühr in Höhe von 320 Kronen. Der Zeitpunkt der Aktion ist von besonderer Bedeutung, da sie kurz vor dem geplanten Besuch des schwedischen Verteidigungsministers Pal Jonson in der Türkei stattfand, der nach der Ankündigung des Protests abgesagt wurde. Frick habe die Zahlung geleistet, weil es für Paludan nicht möglich gewesen sei, aus Dänemark rechtzeitig zurückzukommen und die Genehmigung einzuholen sowie die Gebühr zu bezahlen. Frick weiter: „In diesem speziellen Fall unterstütze ich diese Art von Aktivismus, wenn es um die Türkei und Recep Tayyip Erdoğan geht. 300 Kronen ist ein kleiner Betrag, damit sollte es nicht stehen und fallen.“ In Schweden hält man von dieser Erklärung nicht viel, weil in einem Medienbericht zuvor Frick erklärt hatte, selbst an Paludan herangetreten zu sein, um eine weitere Koran-Verbrennung zu kaufen. Chang Frick gilt als ein Putin-Anhänger, der für den russischen Staatssender RT gearbeitet hat, mehrfach nach Moskau reiste und seine eigene „alternative“ schwedische Nachrichtenseite, Nyheter Idag, aufgebaut hat. In einem Artikel der New York Times von 2019 wurde Frick erstmals in Verbindung mit Russland gebracht. Demnach arbeite Russland daran, die schwedische Gesellschaft zu polarisieren, indem es Provokationen inszeniert und gleichzeitig das Wachstum rechtsextremer Medien unterstützt. Frick sei in Schweden mit seinem Alternativmedium Nyheter Idag ein Verstärker, so die New York Times. Angesichts dieser Faktenlage scheint der Beitritt Schwedens zur NATO möglicherweise von Russland sabotiert worden zu sein, erklären mehrere Beobachter aus Schweden. Dieser Vorfall spiele eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen zwischen der Türkei und Schweden. Am Freitag wollte ein schwedischer Schriftsteller mit ägyptischem Migrationshintergrund vor der israelischen Botschaft in Stockholm eine Tora sowie die Bibel verbrennen. Die örtlichen Behörden gaben der Protestaktion anders als bei der Koran-Verbrennung diesmal keine Erlaubnis. Die jüdische Gemeinde wie auch die israelische Regierung hatten bei der schwedischen Regierung Protest eingelegt.

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– Schweden – Thora-Verbrennung vor israelischer Botschaft nicht erlaubt

Ein schwedischer Schriftsteller wollte vor der israelischen Botschaft in Stockholm eine Thora sowie die Bibel verbrennen. Die örtlichen Behörden gaben der Protestaktion anders als bei der Koran-Verbrennung keine Erlaubnis.

Thora-Verbrennung vor israelischer Botschaft nicht erlaubt

Schweden
Thora-Verbrennung vor israelischer Botschaft nicht erlaubt

von Nabi Yücel Ein schwedischer Schriftsteller mit ägyptischem Migrationshintergrund wollte vor der israelischen Botschaft in Stockholm eine Thora sowie die Bibel verbrennen. Die örtlichen Behörden gaben der Protestaktion anders als bei der Koran-Verbrennung keine Erlaubnis. Laut der Erklärung des 34-jährigen Schweden wollte er diese Aktion durchführen, um eine Diskussion anzustoßen, berichten schwedische Medien unter Berufung auf die schwedische Zeitung Dagens Nyheter. Die Protestaktion sollte heute auf dem Sergels-Platz im Stockholmer Stadtzentrum stattfinden, wofür der Mann die Demonstration am Donnerstag polizeibehördlich vorangemeldet hatte. Demnach wollte der Mann auf dem Platz die hebräischen Bibel sowie die christliche Bibel verbrennen. Eigenen Aussagen zufolge finde der Mann die Aktion zwar selbst widerlich, angesichts der anhaltenden Koran-Verbrennungen habe er es jedoch satt, dass seine Steuergelder für Meinungs- und Demonstrationsfreiheit eines Rechtsextremisten wie Rasmus Paludan verwendet werden würden, ohne dass dabei eine Diskussion stattfinden oder diese Art von Protest sanktioniert werden würde. „Ich wurde von der muslimischen Gemeinde in Södermalm angerufen, die mich bat, dies nicht zu tun. Sie sagen, es sei gegen den Islam und ich vertrete die Muslime nicht, wenn ich eine Kopie der Thora vor der israelischen Botschaft verbrenne. Das ist in Ordnung – ich vertrete mich selbst. Ich habe so viele Jahre lang von Imamen gehört, dass wir Muslime keinen Zorn zeigen sollten, wenn der Koran verbrannt wird. Jetzt möchte ich eine Debatte anstoßen“, sagt der 34-Jährige. Die Ankündigung in Schweden eine Tora zu verbrennen, sorgte vor allem Unmut bei der israelischen Regierung. Einer, der am heftigsten reagierte, war der israelische UN-Botschafter Gilad Erdan, berichtet die Nachrichtenseite Israel National News. Erdan forderte die schwedische Regierung auf, dem Treiben ein Ende zu setzen und einzugreifen. Mit „es ist schockierend. Es gibt einen Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und einer schrecklichen Tat. Wo du eine Tora-Rolle verbrennst, verbrennst du Menschen“, reagierte der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen und erklärte des Weiteren: „Ich fordere die schwedische Regierung auf, einzugreifen und dieses schockierende Ereignis zu verhindern, und ab morgen werde ich den schwedischen Botschafter bei den Vereinten Nationen diesbezüglich kontaktieren.“ Laut einem aktuellen Beitrag des israelischen Botschafters Ziv Nevo Kulman auf Twitter, wurde der Aktion des Mannes ein Riegel vorgeschoben. Die angekündigte Protestaktion sei behördlich untersagt worden, so Kulman. Offensichtlich hatte die jüdische Gemeinde wie auch die israelische Regierung darauf hingearbeitet, die Demonstration in Stockholm zu verhindern. Vergangene Woche hatte der Politiker und Anwalt Rasmus Paludan vor der türkischen Botschaft in Stockholm ein Exemplar des Koran unter Polizeischutz verbrannt – nicht das erste Mal. Die schwedische Regierung bedauerte zwar die Verbrennungsaktion, berief sich aber auf die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, die in Schweden hochgehalten werde. Die Grünen-Reichstagsabgeordnete Märta Stenevi hatte im schwedischen Fernsehen die Koran-Verbrennungsaktion trotz der großen Protestwelle in islamisch-geprägten Ländern verteidigt. Die Koran-Verbrennung hatte anschließend für Missstimmung bei der türkischen Regierung gesorgt, was zur Folge hat, dass die NATO-Beitrittsverhandlungen mit Schweden vorerst auf Eis gelegt werden. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg appellierte daraufhin an die Türkei, die Meinungsfreiheit eines europäischen Landes zu respektieren: „Die Meinungsfreiheit ist in allen Nato-Ländern ein hohes Gut“, so Stoltenberg. Anschließend hatte sich der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu zu der Koran-Verbrennung geäußert, die am vergangenen Wochenende vor der türkischen Botschaft in Stockholm stattgefunden hatte. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hatte die Koran-Verbrennung vor der türkischen Botschaft als eine abscheuliche Tat und als ein Hassverbrechen bezeichnet. „Es ist ein rassistischer Akt. Niemand sollte versuchen, uns einzureden, dass dies Meinungsfreiheit sei“, erklärte Çavuşoğlu am Mittwoch. Çavuşoğlu betonte, dass es jetzt „sinnlos“ sei, sich mit Schweden und Finnland über den NATO-Beitrittsprozess erneut an ein Tisch zu setzen.

Kommentar
Erdoğans deutsche Wahlkampfhelfer

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Noch ehe die türkische Opposition ihren Spitzenkandidaten auserkoren und vorgestellt hat, haben Haustürken in Deutschland den Wahlkampf offiziell eröffnet. Im Magazin STERN scheint man offensichtlich über die Führungsstärke der Bundesregierung nicht begeistert zu sein, weshalb man gleich mehrere Seiten Recep Tayyip Erdoğan gewidmet hat. Na denn, besser kann es für Erdoğan ja nicht laufen!

Die in dieser Woche losgetretene allgegenwärtige Dämonisierung Erdoğans und der einseitige Kampagnenjournalismus in Deutschland wird die AKP-Wähler noch mehr zusammen rücken lassen, unentschlossene türkische Wähler aufgrund der allgegenwärtigen Hasstiraden, Wutreden und dem Geschirrlärm veranlassen, auf den Tisch zu hauen. Nicht das erste Mal, dass das für die AKP wahlentscheidend war. Erdoğan gewinnt, die türkische Opposition verliert wieder einmal. Weshalb? Deshalb:

Wahlkampfflaute in der Türkei

Die türkische Opposition steht immens unter Druck. Erdoğan ist ein gewiefter Taktiker, ein Politiker durch und durch, weshalb er als ersten Schritt die Wahlen auf den 14. Mai vorgezogen hat. Damit steht der 6-er Tisch vor dem Dilemma, ihren Spitzenkandidaten so schnell wie möglich vorzustellen, der gegen Erdoğan antreten soll. Aber wer und vor allem, wenn nicht jetzt, wann dann?

HDP als Steigbügelhalter für den 6-er Tisch

Heute hat das türkische Verfassungsgericht einen Eilantrag der völkisch-kurdischen Partei HDP abgewiesen. Im Antrag forderte die HDP das Verfassungsgericht auf, das Parteiverbotsverfahren erst nach den Wahlen zu erlauben. Damit scheiterte die HDP jetzt, weshalb das Verfahren fortgesetzt wird. Das heißt, das Gerücht, wonach die von der Terrororganisation PKK initiierte HDP ihre Sitze und Stimmen dem 6´er Tisch zuschanzen könnte, bekommt mit diesem Urteil eine neue Dynamik.

6-er Tisch muss sich von der PKK distanzieren oder nicht!

Der 6-er Tisch mit den Hauptakteuren CHP sowie IYI-Partei müssen nun Tacheles reden, was es mit diesen Gerüchten auf sich hat. Stimmt es nun, dass man der HDP die Hintertür offenlassen will, um noch halbwegs eine Chance zu bekommen? Inzwischen hat der stellvertretende Vorsitzende der IYI-Partei, Cihan Paçacı, seine Ämter in der Partei niedergelegt, nachdem er zuvor während des heutigen Treffens des 6-er Tisches sein Veto gegen eine Kandidatur des CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu öffentlich bekannt gegeben hatte. Das sind die ersten größeren Risse am Tisch, die zu einer Spaltung führen kann.

Haustürken setzen auf Völkerrechtlerin Baerbock

Und in all diesem Trubel setzen Haustürken dem noch nach, die offensichtlich meinen, den türkischen Wahlkampf, der naturgemäß auch nach Deutschland schwappt, zugunsten der Opposition beeinflussen zu können; auch mithilfe der Bundesregierung. Die ist unter der Ampelregierung, vor allem in Bezug zur Völkerrechtlerin Annalena Baerbock geradezu erpicht darauf, der Türkei die Leviten zu lesen, weshalb es auch einen „Schuss vor den Bug“ gab, in dem man den türkischen Botschafter einbestellte.

Nur, wen tangiert das? Die Türken in Deutschland verfolgen jede Handlung, jede Geste, jedes Wort sehr genau. Es überrascht sie keineswegs, wenn Baerbock auf Ezidisch Tweets vom Stapel lässt, aber bislang noch keine Silbe türkisch zu stammeln imstande war.

Baerbock und Kılıçdaroğlu sind Fehl am Platz!

Irgendwie erinnert Baerbock die Türken an den Oppositionellen Kemal Kılıçdaroğlu, der genauso wenig Ahnung von nationaler oder internationaler Politik hat, geschweige denn redegewandt ist. Da bietet sich Recep Tayyip Erdoğan geradezu an, wiedergewählt zu werden, weil man sich die Türkei ohne ihn schon gar nicht mehr vorstellen kann; was auch eine richtige Schlussfolgerung des STERN-Journalisten Jonas Breng ist.

Und was sagt Breng noch so? Erdoğan sei „auf der internationalen Bühne derzeit der Mann der Stunde. Ein gewiefter Strippenzieher, der alle Fäden in der Hand hält, der hier Konflikte forciert, sie dort wieder beruhigt.“

(Foto: Screenshot)

Die Waffenbruderschaft

Für einen Augenblick könnte man nach dem Durchlesen der Zeitschrift STERN der Annahme verfallen, Breng sehne sich inmitten einer anhaltenden Weltwirtschaftskrise, dem Ukraine-Krieg sowie den anderen wirkmächtigen geopolitischen Gewitterwolken ebenfalls nach einer starken politischen Führung.

Man kann es Jonas Breng nicht verübeln, wenn im Artikel Wehmut durchklingt. Sein Kanzler hadert mit sich selbst und der Welt, die Außenministerin stammelt was von Völkerrecht und ist kurz davor, eine Kriegserklärung zu überbringen. Währenddessen jongliert der Waffenbruder seit Monaten, ja Jahren gekonnt auf einem schmalen Grat, was nicht nur die Weltgemeinschaft entzückt, sondern das türkische Volk selbst.

Und das ist ja das entscheidende in der Türkei. Es sind Macher gefragt, Politiker, auf die Verlass ist, die seit Jahren mehr Erfolge vorweisen können als Niederlagen. Politiker, die die Zukunft malen, statt Zukunft düster zu zeichnen, Visionen vorstellen, statt diese Visionen in Abrede zu stellen.

Deutsche Monopolstellung über türkischen Wahlkampf

Über die politischen Lagergrenzen der Türkei hinweg ist im Laufe der letzten Jahre das Misstrauen gegenüber den politischen und medialen Meinungsführern der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland stets gestiegen. Insbesondere die etablierten politischen Parteien in Deutschland und die Leitmedien werden von vielen Türken als Instrumente einer „gelenkten Demokratie“ wahrgenommen, die bewusst darauf angelegt ist, bestimmte politische Lager zu stigmatisieren.

Geschadet hat es letztendlich den türkischen Oppositionsparteien selbst, die stets damit konfrontiert wurden, verlängerte Arme eines imperialistischen Westens zu sein. Dieser Vorwurf mag stimmen oder nicht, dieser Glaube hat sich aber mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches etabliert und mit der jungen Türkischen Republik sogar verfestigt. Soeben wird dieser Glaube wieder populär, gerade weil Haustürken mit involviert sind. Dieses parasitäre Hintergrundrauschen war mitentscheidend dafür, dass das türkische Volk die letzten 20 Jahre auf Erdoğan gesetzt hat; nicht so sehr die wahlberechtigten Türken in Deutschland, deren Stimmenanteil marginal und kaum wahlentscheidend ist.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Erdogans steigende Popularität – Deutsch-Türken: „Deutsche Medien Grund für Erdoğans Popularität“

Nicht wenige Beobachter politischer Entwicklungen in Deutschland und der Türkei diagnostizieren bereits seit Längerem, eine allgegenwärtige Dämonisierung Erdoğans und einseitiger Kampagnenjournalismus bewirkten eine Solidarisierung der Türken mit ihrem Präsidenten weit über die Anhängerschaft der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) hinaus.

Deutsch-Türken: „Deutsche Medien Grund für Erdoğans Popularität“

Venezuela
Maduro: Venezolaner lieben Erdogan

Caracas – Die Venezolaner lieben den türkischen Präsidenten, weil er „wohlwollend und großherzig“ ist, sagte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro am Dienstag. Der venezolanische Präsident empfing am Dienstag den türkischen Handelsminister Mehmet Mus und die ihn begleitende Delegation im Miraflores-Palast. Die türkische Behörde für Außenwirtschaftsbeziehungen (DEIK) und das Internationale Zentrum für produktive Investitionen (CIIP) der Bolivarischen Republik Venezuela unterzeichneten während des Besuchs der türkischen Delegation eine Absichtserklärung, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Nach der Unterzeichnungszeremonie sagte Maduro: „Wir hatten ein wunderbares Treffen mit dem Minister Mus, bei dem wir die großen Ziele des Handelsaustauschs und die Fortschritte bei der Integration von Investitionen und der effizienten wirtschaftlichen Entwicklung unserer Länder bestätigt haben.“ Wohlstand, Reichtum und gegenseitiger Nutzen werden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Venezuela und der Türkei in Zukunft prägen, so Maduro. Zur Freundschaft zwischen den beiden Ländern sagte Maduro: „Wir betrachten den (türkischen) Präsidenten (Recep Tayyip) Erdogan als großen Bruder unseres Landes. Das türkische Volk sollte wissen, dass wir Erdogan sehr lieben, weil er wohlwollend und großherzig ist“. „Erdogan hat Venezuela in unseren schwierigsten Jahren, in den schlimmsten Bedingungen, die wir erlebt haben, immer zur Seite gestanden. Er hat unserem Land seine Hand der Liebe und des Mitgefühls gereicht. Grüße an das türkische Volk und Erdogan“, fügte er hinzu.

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– Erdogan in Südamerika – Trotz Sanktionen: Türkischer Goldimport entlastet Venezuela

Die krisengebeutelte Wirtschaft Venezuelas hatte dieses Jahr sehr von den Goldexporten in die Türkei profitiert. Gold im Wert von 900 Mio. US-Dollar wurden in die Türkei verkauft. Die Einnahmen halfen dem südamerikanischen Land, den Einbruch im Ölgeschäft abzumildern.

Trotz Sanktionen: Türkischer Goldimport entlastet Venezuela

NATO-Beitritt
Koranverbrennung: Türkei stoppt NATO-Gespräche mit Finnland und Schweden

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Ankara – Türkei vertagt Gespräche über NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands. Die Entscheidung erfolgte, nachdem ein rechtsextremer Politiker in Stockholm einen Koran verbrannt und damit eine Krise ausgelöst hat. Das meldete der öffentlich-rechtliche türkische Rundfunk TRT unter Berufung auf Quellen im türkischen Außenministerium. Ein Termin für das Treffen, das im Februar in Brüssel stattfinden sollte, wurde noch nicht festgelegt. Der Schritt erfolgte, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag erklärt hatte, dass Schweden nicht länger mit einer Unterstützung Ankaras für einen NATO-Beitritt rechnen könne, nachdem Stockholm eine Koranverbrennung genehmigt hatte. „Diejenigen, die diese Perversion fördern oder entschuldigen, haben zweifellos auch die Folgen bedacht. … Tut mir leid, aber Sie werden von uns keine Unterstützung für die NATO bekommen“, sagte Erdogan am Montag vor den Kabinettsmitgliedern. Der rechtsextreme dänisch-schwedische Politiker Rasmus Paludan hatte am Samstag in der Nähe der türkischen Botschaft in Stockholm ein Exemplar des heiligen Buches des Islam verbrannt. Das türkische Außenministerium verurteilte die Tat „aufs Schärfste“ und bezeichnete sie am Samstag als „verachtenswert“. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärte außerdem, dass Ankara den für diese Woche geplanten Besuch des schwedischen Verteidigungsministers in der Türkei abgesagt habe. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Besuch des schwedischen Verteidigungsministers Pal Jonson am 27. Januar in der Türkei nicht mehr wichtig und sinnvoll. Deshalb haben wir ihn abgesagt“, sagte er. Stockholm bemüht sich um die Zustimmung Ankaras zum NATO-Beitritt. Finnland und Schweden haben ihre historische Neutralitätspolitik aufgegeben und sich angesichts der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar um einen NATO-Beitritt beworben. Helsinki, das bereits im Juni angekündigt hatte, dass es aus Solidarität mit seinem westlichen Nachbarn nicht ohne Schweden der NATO beitreten werde, deutete am Dienstag jedoch an, dass Finland dem Bündnis auch ohne Schweden beitreten könnte. Der finnische Außenminister Pekka Haavistohave sagte am Montag, Helsinki müsse „die Situation bewerten, wenn sich herausstellt, dass Schwedens Antrag auf lange Zeit hinausgezögert wird“. Finnland fordert eine „Auszeit“ in den Gesprächen mit der Türkei über die nordische NATO-Mitgliedschaft Finnland fordert eine „Auszeit“ von den Gesprächen mit der Türkei über den Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO. „Wir brauchen eine Auszeit, bevor wir zu den Drei-Parteien-Gesprächen zurückkehren und sehen, wo wir stehen, wenn sich der Staub nach der aktuellen Situation gelegt hat. Ich denke, es wird eine Pause von ein paar Wochen geben“, sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit Reuters. Schwedens Premierminister rief nach den Protesten vom Wochenende zu Ruhe und Zurückhaltung auf und erklärte, er hoffe, den Dialog mit dem NATO-Mitglied Türkei so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können. „Keine andere Frage der nationalen Sicherheit ist wichtiger als die, dass wir zusammen mit Finnland schnell Mitglied der NATO werden“, sagte Ministerpräsident Ulf Kristersson vor Reportern. Kristersson sagte, es gebe keinen Widerspruch zwischen der Wahrung des Rechts auf freie Meinungsäußerung in Schweden und dem Fortschreiten des NATO-Beitrittsprozesses.