Gastbeitrag
Türkische Außenpolitik mit Hakan Fidan

ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der russische Präsident Wladimir Putin ist nicht nur in die Ukraine einmarschiert, um einen Teil der Schwarzmeerküste zurückzuerobern. Er war noch ehrgeiziger: Er wollte die Weltordnung ändern; um dem Westen zu zeigen, dass es nicht mehr allein das Sagen hat. Aber seine multipolare Welt hatte das schlechteste Debüt überhaupt. Die Ukraine mutiert zu einer militärischen Katastrophe. Russland hat in 17 Monaten des Kampfes mindestens doppelt so viele, möglicherweise sogar dreimal so viele Männer verloren wie die sowjetische Armee in fast einem Jahrzehnt Krieg in Afghanistan. Putin hat es auch nicht geschafft, seine Verbündeten China und Iran an seiner Seite zu halten. Welche Worte auch immer Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping tauschen, um ihre Beziehung zu beschönigen, die nackte Wahrheit ist, dass China militärisch noch mindestens ein Jahrzehnt von der Rolle des globalen Herausforderers Washingtons entfernt ist. Putins Invasion hat China in eine Rolle gedrängt, für die es noch nicht bereit ist. Chinas wichtigstes strategisches Ziel besteht darin, seinen Handel mit Deutschland zu stärken, und nicht darin, ihm regelmäßig mit nuklearem Armageddon zu drohen, wie es Putins enger Kreis tut. Auch Russlands anderer Hauptverbündeter in diesem Unterfangen ist nicht glücklich. Der Blick nach Norden ist für Teheran nicht mehr so attraktiv, wie es vor einem Jahr zunächst schien. Das macht sich vor allem in der Kaukasus-Region bemerkbar, wo iranische und russische Interessen aufeinanderprallen, wenn es um Armenien, Aserbaidschan und der Türkei geht. Damals war eine Delegation der Chefs der führenden iranischen Staatsautomobilkonzerne mit großen Hoffnungen in den Augen aus Moskau zurückgekehrt. Die Sanktionen des Westens hatten gerade die russische Automobilindustrie getroffen, und Russland wollte sich Irans Expertise bei der Aufhebung von Sanktionen zunutze machen. Russland kaufte alles, was der Iran produzierte: Motorblöcke, Achsen, Drohnen und vieles mehr. Vergleichen Sie das mit der Stimmung in Teheran heute. Der aktuelle Streit dreht sich um die brisante Entscheidung Russlands, den Anspruch der Vereinigten Arabischen Emirate auf drei Inseln in der Nähe der Straße von Hormus zu unterstützen, von denen Teheran behauptet, sie seien iranisch. Ein hochrangiger Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarden, Mohsen Rezaei, sagte, Russland sollte „seine Position überdenken“. Prominente Konservative wie Mohammad-Javad Larijani und Mohammad Bagher Ghalibaf werfen Moskau vor, im Golf „das amerikanische Spiel zu spielen“. Es gibt noch andere Risse in den russisch-iranischen Beziehungen. Zum Beispiel das jüngste „informelle und ungeschriebene“ Abkommen zwischen den USA und dem Iran, in dem sich Iran im Austausch für eine gewisse Lockerung der Sanktionen dazu verpflichtete, seine Zusammenarbeit mit internationalen Nuklearinspektoren auszuweiten und ballistische Raketen nicht nach Russland zu schicken und Angriffe auf US-amerikanische Koalitionspartner in Syrien und im Irak zu stoppen. Als Vertragspartei des Atomabkommens von 2015 steht Russland einem Interimsabkommen mit Argwohn gegenüber. Der Iran stellte fest, dass es schwieriger ist, sich in der neuen Weltordnung zurechtzufinden, als mitzuerleben, wie die alte zusammenbricht. Aber nicht alle Mächte des Nahen Ostens folgen dem Iran auf diesem Weg. Es gibt ein Land, die Türkei, das mit dem Chaos um sich herum überaus gut klarkommt, auch wenn es in der Vergangenheit ebenfalls regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit Russland und der NATO gekommen ist. Und es gibt eine Ernennung, die Präsident Recep Tayyip Erdoğan kürzlich vorgenommen hat und die sich in dieser Hinsicht als entscheidend erweisen könnte. Während sich alle auf die Kehrtwende in seiner Geldpolitik mit der Ernennung eines neuen Teams von Wirtschafts- und Finanzberatern unter der Leitung von Mehmet Şimşek konzentrierten, setzte Erdoğan eine weitere Person ein, die für seine dritte und letzte Amtszeit ebenso wichtig ist. Es handelte sich um die Beförderung von Hakan Fidan, dem ehemaligen Direktor des MIT, dem nationalen Nachrichtendienst der Türkei, zum Außenminister. Als Faustregel gilt weltweit, dass die Leitung eines nationalen Geheimdienstes Hartgesottenen vorbehalten ist. Solche Posten sind vor allem für Autokraten des Nahen Ostens so wichtig, dass sie es nur an nahe Verwandte, einen älteren Bruder oder Sohn vergeben. Fidan brach diese Regeln. Er ist ein Politikwissenschaftler, der vom schottischen Historiker und Lehramtsträger der Universität Cambridge sowie Oxford, Norman Stone, in Politikwissenschaften eingeführt wurde. Fidan ist kein militärischer Haudegen, obwohl er in der türkischen Armee gedient hat. Er ist ein Intellektueller, kein Schläger. Er liest Bücher, was man von einigen türkischen Präsidenten der letzten Dekaden nicht behaupten kann. Sein Englisch ist ebenso fließend, wie seine intellektuelle Neugier groß ist. Die Debatte über die dürftigen Aussichten einer schottischen Unabhängigkeit ist für ihn genauso angenehm wie die islamische Theologie. Aus diesen Gründen wurde Fidans Ernennung zum Chef des MIT im Jahr 2010 vom türkischen Sicherheitsestablishment mit großem Misstrauen aufgenommen. Er war keiner von ihnen. Er war zu jung. Er würde nicht durchhalten. Und die Kritik kam nicht nur von ihnen: Ehud Barak, der damalige israelische Verteidigungsminister, bezeichnete Fidan als „Freund des Iran“ und erklärte, dass mit der Türkei geteilte Geheimnisse „in den nächsten Monaten an den Iran gelangen könnten“. Bevor Fidan die Macht übernahm, war der MIT genauso nach innen gerichtet wie alle anderen türkischen Institutionen. Ein Witz über den türkischen Nachrichtendienst lautete, dass das MIT die Namen der Geliebten aller Minister und Abgeordneten kenne, nicht aber den Namen des Geheimdienstchefs der syrischen Armee. Fidan erhielt seine Feuertaufe. Bevor er zum MIT kam, beteiligte sich Fidan, der damals stellvertretender Staatssekretär im Büro des Premierministers war, an geheimen Verhandlungen mit der Terrororganisation PKK in Norwegen. Die PKK zeichnete das Gespräch auf und die Aufzeichnung kam ans Licht, als ein PKK-Mitglied von der belgischen Polizei festgenommen wurde. Sie gaben es an ihre Kollegen in der Türkei weiter, die von Gülenisten kontrolliert wurden, die es weiterverbreiteten. Das sollte Fidan zum Verhängnis gemacht werden. Gülenisten hatten weite Teile des türkischen Staates infiltriert: seine Polizei, die Justiz und einen großen Teil der Medien. Sie verfügten über eigene Universitäten und ein Netzwerk von Privatschulen. Der MIT war die letzte Bastion innerhalb des Sicherheitsapparats, die die islamistische Sekte noch einnehmen mussten, um ungestört vom Staat im Staat in den Staat überzugehen. Gülenisten drängten Ramazan Akyürek, der einige Jahre zuvor zum Chef des Nachrichtendienstes der Landespolizei ernannt worden war, 2010 auf den Posten des MIT-Chefs. Unterdessen setzten Gülenisten alles daran, Fidans Reputation anzugreifen, darunter die Behauptung des israelischen Verteidigungsministers zu wiederholen und als „pro-iranisch“ hinzustellen. Erdoğan blieb hartnäckig, obwohl der endgültige Bruch mit den Gülenisten und heute als Terrororganisation FETÖ bekannten Sekte  nicht entgültig vollzogen war. Das sollte sich auszahlen. Akyürek, der für den Posten von der FETÖ nominiert und medial beworben wurde, saß später auf der Anklagebank. Er wurde beschuldigt, bei der Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink sowie beim illegalen Abhören von Intellektuellen und Politikern der FETÖ zugearbeitet zu haben. Im Mordfall Dink wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Die FETÖ blieben auch nach der Ernennung von Hakan Fidan zum MIT-Chef nicht untätig und versuchte mehrmals, Fidan zu stürzen und die MIT zu übernehmen. Am 7. Februar 2012 umstellten Polizeieinheiten auf Anordnung einer Sonderstaatsanwaltschaft unter der Leitung von Bilal Bayraktar und Sadrettin Sarıkaya eine Außenstelle der MIT in Ankara, in der vier hochrangige MIT-Mitarbeiter (Emre Taner, Fatma Afet Güneş, Yaşar Hakan Yıldırım, Hüseyin Emre Kuzuoğlu) sowie Fidan anwesend waren. Just zu der Zeit, als Erdoğan auf dem Operationstisch lag. Grund: die Oslo-Verhandlungen mit der PKK. Nur einem Zufall war es zu verdanken, dass Erdoğan auf der Fahrt ins Krankenhaus eine Stippvisite unternahm und damit den Termin für die OP nicht einhielt. Fidan entkam so der fingierten Verhaftung. Am 15. Juli 2016 dann der nächste Schlag gegen Fidan. Das alte MIT-Hauptquartier in Ankara war das erste Regierungsquartier, das bei dem gescheiterten Putsch per Kampfhubschrauber bombardiert wurde. Erst danach wurde das Hauptquartier der Sonderstreitkräfte in Ankara angegriffen, eine Basis der Elitetruppen der türkischen Armee. Stundenlang dachten alle, Fidan sei tot. Nicht zum ersten Mal unterschätzten viele die Fähigkeiten des stillen Mannes, der im Hintergrund knallharte Fakten schaffte. Fidan war schon immer fasziniert von der Beziehung zwischen Geheimdienst und Außenpolitik, die Gegenstand seiner Doktorarbeit war. 1999 fertiggestellt, liest es sich heute etwas ironisch, denn Fidan nutzt als Basis seiner Arbeit die CIA und den britischen MI6 als Vorbilder, an denen sich der türkische Nachrichtendienst orientieren sollte. Zu dieser Zeit erreichte die US-amerikanische Macht ihren Höhepunkt. Der Sieger des Kalten Krieges wurde als unbestrittener militärischer und wirtschaftlicher Anführer der Welt gefeiert. Die folgenden zwei Jahrzehnte brachten den „Krieg gegen den Terror“ hervor, in Afghanistan, im Irak, im Jemen, in Syrien und Libyen und jetzt in der Ukraine. Sie alle sind große Versäumnisse westlicher Nachrichtendienste und der daraus resultierenden Außenpolitik. Aber 1999 sollte alles zurückkommen. Damals glaubten die USA wirklich, sie könnten Länder nach Belieben zerschlagen und neu erschaffen. Aber was Fidan an den Nachrichtendiensten der USA und Großbritanniens faszinierte, war die Art und Weise, wie sie als Institutionen organisiert und im Staat eingebettet waren, nicht so sehr, was sie in der Welt anrichten. Dies war ein Hauptaugenmerk Fidans, da das Land unter diesem Defizit besonders litt. Fidan wollte das ändern und machte sich daran, den MIT zu einer professionellen, zuverlässigen Institution umzugestalten, die Ergebnisse liefert. Dasselbe tat er auch mit der TIKA, dem türkischen Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination. Fidan nutzte TIKA als Instrument zur Ausweitung des türkischen Einflusses auf dem Balkan, zu einer Zeit, als der Kessel des ethnischen Krieges brodelte. Fidan hat das MIT in den letzten 13 Jahren als Leiter neu aufgebaut. Er stellte es als eine Organisation wieder her, die sich weiterentwickelt und sich an neue Bedrohungen anpasst. Er gründete eine Abteilung für strategische Analysen und eine für Cyber-Kriegsführung. Es ist eine unpolitische Organisation. Fidan setzte das um und blieb lange Jahrer der Leiter der MIT. Für die Türkei ist es ungewöhnlich, dass man durch Verdienste in der Rangliste aufsteigt und dafür mit weiteren Amtszeiten belohnt wird. Besonders wichtig ist ein überparteilicher Nachrichtendienst. Hätte Joe Bidens Wunschkandidat Kemal Kılıçdaroğlu die Präsidentschaftswahlen gewonnen, wäre der MIT zusammen mit drei anderen Ministerien an den rechtsextremen Parteivorsitzenden der Zafer, Umit Özdağ, übergeben worden. Dies war Inhalt eines Geheimprotokolls, das der Verlierer Kılıçdaroğlu gerade erst gezwungenermaßen zugeben musste, nachdem Özdağ das publik machte. Fidan ist kein Politiker, obwohl seine Beziehung zu Erdoğan eng ist. Erdoğan hat ihm mehr als einmal den Rücken freigehalten, und Fidan blieb vor allem loyal, als andere um ihn herum – wie das frühere Kabinettsmitglied und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, der sich abwandte und der Opposition anschloss. Der Schlüssel zum Erfolg von Fidan liegt darin, dass er sich nicht nur als Diener des Staates, sondern als dessen Hüter verstand. Schon vor seinem Wechsel ins Außenministerium verfügte der MIT über einige wichtige Akten aus Konfliktgebieten. Es war diese staatliche Stelle, die Aserbaidschan den Sieg im letzten Gefecht mit Armenien sicherte. Es war diese Stelle, die den türkischen Vorstoß gegen die russische Wagner-Gruppe und den abtrünnigen General Khalifa Haftar in Libyen leitete. Er handelte das inzwischen aufgelöste Getreideabkommen zwischen der Ukraine und Russland sowie unzählige Gefangenenaustausche aus. Im Laufe seiner Amtszeit schuf sich der MIT aber auch viele Feinde. Konkurrierende Nachrichtendienste mögen keine Konkurrenz auf dem gleichen Schachbrett, insbesondere keinen, das die eigene Arbeit unterhöhlt. Bei Fidans Ernennung zum Außenminister schien die Meinung im Iran geteilt zu sein. Der den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Telegram-Kanal Afsaran-ir lobte Fidan für seine Verbindungen zu ihnen, nachdem israelische Streitkräfte 2010 die Ship-to-Gaza-Flotte überfallen hatten. Das Onlineportal Iranian Diplomacy ging in die entgegengesetzte Richtung und Islam Zolqadrpour schrieb: „Zwischen 2010 und 2020 setzte die Türkei unter Fidans Führung Sicherheits- und Geheimdienststrategien ein, die alle den Interessen Irans in der Region zuwiderliefen.“ Der Nationale Geheimdienst der Türkei ist der Hauptsponsor von Terror- und Kriegstreiberorganisationen in Nordsyrien, und Fidan ist die Hauptfigur, die ihre Politik organisiert.“ Der Standpunkt, gegen die Interessen Irans zu handeln, ist teilweise richtig. Aber es kommt darauf an, wie man Interessen definiert und aus welcher Perspektive man es betrachtet. Der MIT hat zehn verschiedene iranische Mordkommandos aller drei iranischen Nachrichtendienste vereitelt, die es nicht nur auf Israelis und Juden auf türkischem Boden abgesehen hatten, sondern in einem Fall auch die Türkei als Sprungbrett für eine Operation im Kaukasus nutzen wollten. Nur einige dieser Operationen der MIT sind bekannt, die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein. Auch Israel hat seine Sicht auf Fidan überarbeitet. War er noch ein „pro-iraner“, ist er derzeit in den Augen Israels einer, der die Beziehungen kitten will. Als er 2010 zum MIT-Direktor ernannt wurde, berichtete die israelische Tageszeitung Haaretz über Bedenken des israelischen Verteidigungsministeriums. Nun wird ihm der Wiederaufbau der Beziehungen zur Führung der israelischen Mossad zugeschrieben. Was die israelischen Medien nicht erwähnen, ist, dass Mossad-Operationen in der Türkei von der MIT weiterhin vereitelt werden. Während seiner Amtszeit hat sich Fidan zu einer Art Experte für die Golf-Politik entwickelt. Auch dies wurde ihm aufgezwungen. Er war der Erste, der saudische Anrufe entgegennahm und darum angefleht wurde, die Affäre um den verpfuschten Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul zu begraben. Er war der Erste, der dafür sorgte, dass die Aufzeichnungen des Mordes veröffentlicht wurden, und der Erste, der CIA-Direktorin Gina Haspel über ihre Bedeutung informierte. Ebenso war er der Erste, der die türkischen Beziehungen zu dem Mann wiederherstellte, der Khashoggis Ermordung angeordnet hatte, Kronprinz Mohammed bin Salman. Jetzt liegen Mohammed bin Salman und der emiratische Herrscher Muhammad bin Zayid Al Nahyan im Streit, aber beide Lager unterhalten herzliche und wachsende Beziehungen zur Türkei. Dies alles wäre eine interessante politikwissenschaftliche Expertise wert, nachdem Fidan in den Ruhestand geht. Der Titel dieser Untersuchung könnte lauten: „Wie man sich mit den beiden Männern anfreundet, die ihr Bestes taten, um mich töten zu lassen.“ Fidans schwierigste Aufgabe liegt noch vor ihm. Die alte Weltordnung ist auf dem Weg zum Untergang, auch wenn die NATO sich dessen nicht bewusst zu sein scheint. Aber die neue Weltordnung ist noch weit davon entfernt, sich herauszukristallisieren. Was das bislang hinterlassen hat, ist ein diplomatisches Minenfeld, das genauso dicht und mit Sprengfallen versehen ist wie das, dem sich ukrainische Truppen gegenübersehen, die versuchen, verlorenes ukrainisches Territorium zurückzuerobern. Die Aufteilung der Welt in gegensätzliche Blöcke – Demokratien und Autokratien – scheitert als konzeptionelles Modell an der ersten Hürde. Um ihre Lebensweise zu schützen, geben liberale Demokratien ihren Liberalismus langsam auf, insbesondere gegenüber ethnischen Minderheiten, und werden im Ausland immer deutlicher merkantilistisch. Die schlimmsten Menschenrechtsverletzer werden mit Rettungsaktionen und Waffenverkäufen belohnt. Diese Situation erfordert Nuancen, Intelligenz und die Fähigkeit, zuzuhören und Informationen zu bewerten. Es braucht jemanden, der viel Zeit in den Aufbau persönlicher Beziehungen investiert hat und nun über die Mittel verfügt, Außenpolitik umzusetzen. Es erfordert einen Intellekt, der in der Lage ist, der Außenpolitik Stimme und Form zu verleihen. Das hat der neue türkische Außenminister in Hülle und Fülle. Andere Außenminister täten gut daran, ihn und die Türkei langsam ernst zu nehmen, um selbst zu überleben.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– Ukraine Recovery Conference – Ex-Geheimdienstchef Fidan trifft Annalena Baerbock

Der türkische Außenminister Hakan Fidan traf am Mittwoch bei der Wiederaufbaukonferenz in London mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock zusammen.

Ex-Geheimdienstchef Fidan trifft Annalena Baerbock

Türkei-Erdbeben
EU-Bank: Weitere Millionen für Erdbebenopfer der Türkei

Brüssel – Europas Entwicklungsbank erklärte am Freitag, dass sie dem größten privaten Kreditgeber in der Türkei ein Darlehen in Höhe von 109 Mio. USD zur Weiterleitung an Unternehmen und Privatpersonen gewährt, die von den verheerenden Erdbeben im Südosten des Landes betroffen sind. Das Darlehen an die Işbank ist Teil des Rahmenprogramms der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) für die Katastrophenhilfe in der Türkei, das nach den Erdbeben Anfang Februar, bei denen über 50 000 Menschen ums Leben kamen, aufgelegt wurde. Die Katastrophe brachte Hunderttausende von Gebäuden zum Einsturz, machte Millionen Menschen obdachlos und beschädigte die Infrastruktur der südöstlichen Region schwer. Unternehmensgruppen, Wirtschaftswissenschaftler und die Regierung haben erklärt, dass der Wiederaufbau mehr als 100 Milliarden Dollar kosten könnte. Die Darlehensmittel werden dazu verwendet, einen Teil der wirtschaftlichen Schäden in der Region zu beheben und die Lebensgrundlagen und das Humankapital in den betroffenen Städten zu erhalten, so die EBRD in einer Mitteilung. Durch die finanzielle Unterstützung von Unternehmen und Einzelpersonen zielt das Darlehen darauf ab, den dringendsten Finanzierungsbedarf der Bevölkerung in diesen Städten zu decken und den privaten Sektor der Region finanziell zu entlasten. Die EBRD hatte zuvor einen zweijährigen Investitionsplan in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für die Region angekündigt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Katastrophe zu mildern. Arthur Poghosyan, stellvertretender Leiter der EBRD-Abteilung Türkiye, Finanzinstitutionen, sagte: „Unsere raschen Fortschritte bei den Transaktionen im Rahmen des Türkiye Disaster Response Framework sind für die Erholung und den Wiederaufbau der Region von entscheidender Bedeutung. Wir sind zuversichtlich, dass die İşbank als unser langjähriger Partner diese Mittel effizient und erfolgreich an diejenigen auszahlen wird, die finanzielle Hilfe benötigen, während sie ihr wirtschaftliches Wohlergehen wiederherstellen.“ Der 600-Millionen-Euro-Rahmen für die Türkiye-Katastrophenhilfe, der erste Rahmen dieser Art in den EBRD-Regionen, zielt darauf ab, Unternehmen und Einzelpersonen, die von der Katastrophe betroffen sind, zu unterstützen sowie neue Darlehen für Unternehmen bereitzustellen, die sich an den Wiederherstellungs- und Wiederaufbaubemühungen in dem Gebiet beteiligen, um die Rolle des Privatsektors bei der Katastrophenhilfe zu stärken. Bis heute wurden, einschließlich des Darlehens an die İşbank, den Partnerbanken der EBWE in diesem Rahmen fast 350 Millionen US-Dollar zugewiesen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der İşbank, Gamze Yalçın, sagte:
„Wir bei der İşbank freuen uns, dass wir unsere langjährige Zusammenarbeit mit der EBRD durch diese Darlehensvereinbarung, die für die Unterstützung der betroffenen Region von großer Bedeutung ist, weiter stärken können. Die unschätzbare Unterstützung der EBRD für die türkische Wirtschaft und die betroffene Region im Rahmen des DRF wird sehr geschätzt. Auch die İşbank Group wird mit ihrem eigenen Katastrophenpaket in Höhe von 10 Milliarden TRY die Region mit dieser neuen Fazilität weiter unterstützen.“
Bis heute hat die EBRD mehr als 18 Milliarden Euro in verschiedene Sektoren der türkischen Wirtschaft investiert, vor allem in den privaten Sektor.

Türkei
Türken sehen in Migration größere Bedrohung als in Terror

Istanbul – Laut einer Umfrage des Umfrageinstitutes MetroPoll glauben in der Türkei fast 44 Prozent der Bevölkerung, dass die irreguläre Migration die größte Bedrohung für die Türkei darstellt. An erster Stelle stehen mit 66 Prozent Wähler der oppositionellen IYI Partei. Interessant ist, dass mit 58,1 Prozent auch die mehrheitlich kurdischstämmigen Wähler der HDP in der irregulären Migration die größte Gefahr für die Türkei sehen. Nur 21,1 Prozent der Befragten sehen die Terrorgruppe PKK als  Bedrohung an. „Fremde Mächte“ liegen mit 19,4 Prozent an dritter Stelle. Nur 9,8 Prozent sehen in der Organisation Fethullah Gülens, der FETÖ, eine Gefahr für die Türkei.

Wohnraummangel
Vonovia-Chef Buch fordert niedrigere Bauzinsen und weniger Bauvorschriften

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Essen – Vonovia-Chef Rolf Buch fordert, den Neubau auch mit staatlicher Hilfe anzukurbeln. „Das Problem ist inzwischen so gewaltig, dass einzelne Maßnahmen nicht mehr reichen. Wir brauchen ein Gesamtpaket der Bundesregierung, um die Baukosten wieder auf ein Niveau zu senken, bei dem sich Neubau wieder lohnt“, sagte Buch der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Besonders wichtig ist dem Vorstandsvorsitzenden des größten deutschen Wohnungskonzerns: „Die Bauzinsen müssen runter, da muss die Politik ran, wenn der Neubau kurzfristig wieder in Gang kommen soll“, sagte Buch und nannte Frankreich als Vorbild. Dort gebe es „zinsvergünstigte Darlehen für den Wohnungsbau oberhalb des Sozialwohnungsbaus und damit für Menschen mit mittleren Einkommen“. Zudem fordert der Chef des Bochumer Dax-Konzerns eine Eingrenzung der Mietbremsen: „Die Mietpreisbremsen in den Metropolstädten sollen die Leistungsträger ohne hohes Einkommen schützen, da bin ich sehr dafür, aber nicht jeden unabhängig davon, wie hoch sein Einkommen ist. Aktuell schützen die Mietbremsen auch den Gutverdienenden in Berlin, Hamburg und Frankfurt. Das sollte man ändern“, sagte Buch. Zudem seien 40 Prozent der Baukosten „staatlich intendiert“, vor allem durch Mehrwert- und Grunderwerbsteuern. „Wir müssen aber bei größeren Neubauten auch Kindergärten und Spielplätze bauen. Hier ist zu hinterfragen, ob die Bauträger und damit letztendlich Mieterinnen und Mieter diese hohen Kosten tragen sollen.“

Auch interessant

– Türkei – Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent

Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben.

Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent

Disney-Entscheidung
Atatürk-Film: Türkei machtlos gegen Armenier-Lobby

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Wachsender Lobbyismus schafft gesellschaftliche Ungleichheiten und verfestigt Machtstrukturen im Staat und Mehrheitsgesellschaft. Das Spüren vor allem Auslandstürken in Zusammenhang mit der armenischen Diaspora in der Welt. Der US-amerikanische Streamingdienst Disney+ hat die ursprünglich geplante Serie, in der es um den türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk geht, abgesetzt. Disney+ wollte eigentlich zum 100. Jahrestag der türkischen Staatsgründung, am 29. Oktober, die Serie in der Türkei zeigen. Daraus wird nun nichts. Das armenische Nationalkomitee von Amerika hatte wochenlang Disney+ massiv dazu gedrängt, die Serie nicht zu veröffentlichen. Seit Ende Juni rief die Armenian National Committee of America (ANCA) den Streamingdienst dazu auf, von der Ausstrahlung einer Atatürk „glorifizierenden“ Serie abzusehen. Der Staatsgründer sei ein Diktator und Völkermörder, an dessen Händen das Blut von Millionen von Menschen klebe. Die Armenier werfen Atatürk vor, wegen seiner Rolle als Offizier in der osmanischen Armee am Völkermord an den Armeniern beteiligt gewesen zu sein. Ob Atatürk in den Wirren des Ersten Weltkriegs tatsächlich mit der Umsiedlung von Bevölkerungsteilen zu tun hatte, steht zunächst mal offen zur Debatte, zumal er damals mit den Alliierten in Gallipoli schwer beschäftigt war. Ob die Umsiedlung selbst einen sogenannten Völkermord subsumiert, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Das ist für Follower in Sozialen Medien auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie stark man in Gesellschaft und Politik diese These vertritt. ANCA startete mit dem Hashtag #CancelAtaturk auf sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung, den bisher über sechs Millionen Follower geteilt haben. Das ist ein starkes Zeichen. Ob der Film „Atatürk“ aber von Disney+ aufgrund dieses starken Engagements der ANCA abgesetzt wurde, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass Disney+ mehrere türkische Filme bereits aus dem Portfolio genommen hatte, darunter „Kral Şakir: Geri Dönüşüm“, „Ben Gri“ und „Kaçış“. Und nun traf es eben „Atatürk“. Also doch nur ein Zufall, dass die Forderung der ANCA und die Entscheidung des Streamingdienstes zeitnah zusammenfielen? Offensichtlich versucht Disney+ seit geraumer Zeit die internationale Filmsparte auszudünnen, weshalb auch viele türkische Filme nicht mehr gestreamt werden. Bob Iger, CEO von Disney+, hatte zuvor erklärt, dass das Unternehmen seine internationalen Originale reduzieren und sich auf weltweite Veröffentlichungen konzentrieren werde. Dabei gehe es um rund 5 Milliarden US-Dollar, die es einzusparen gelte. Ferner wolle sich Disney+ nicht auf Kulturkriege einlassen, so Iger. Das heißt, Disney+ setzte bereits türkische Filme ab, ehe ANCA auf die Idee kam, ein Film ins Visier zu nehmen. Interessant in diesem Zusammenhang ist aber doch, dass es im Gegenzug nahezu keine gegensätzliche Meinung oder Protest gab, die diesem Social-Media-Massenphänomen, der von der ANCA angestoßen wurde, etwas entgegensetzen konnte. Weder hatte die Ataturk Society of America (ASA) von sich reden gemacht, noch irgendeine andere türkische Organisation in den USA. Zwar hatte die türkische Botschaft in Washington D.C. energisch protestiert, aber das ist in Anbetracht der offiziellen türkischen Lesart in der westlichen Sphäre nicht durchdringend genug. Die ANCA bewies immer wieder, wie man in modernen Gemeinschaften als kleine und vermeintlich schwache Gruppe sich durchsetzen kann. Diese relativ kleine Interessengruppe, die Sonderinteressen verfolgt, mischt sich in die Modernisierung von F-16 Kampfflugzeugen ein, versucht den Verkauf von F-35 Kampfflugzeugen zu verhindern oder setzt sich für den Auslandsmilitäreinsatz in Nordsyrien ein. Wo auch immer die Türkei ihre Interessen verfolgt, konterkariert diese kleine Interessengruppe diese türkischen Ziele. Das ist kaum verwunderlich, herrscht doch innerhalb dieser Gruppe eine gemeinsame Meinung, ist straff organisiert und hat einen hohen Interaktionsgrad. Damit gewinnt ANCA immensen Einfluss auf die Politik wie auch Mehrheitsgesellschaft, kann in Sozialen Medien Trends setzen und auf Situationen aufmerksam machen, die sie zu beeinflussen versucht. Und wie sieht es bei türkischen Interessengruppen weltweit aus? Offensichtlich sind sie zu groß, damit schwerfällig, besitzen unterschiedliche Meinungen und können sich nicht auf einen Nenner einigen – oder wieso hört man von denen nichts? Zudem setzt sich offenbar auch der Drang jedes Einzelnen in den Vordergrund, sich politisch zu profilieren, vielmehr die eigenen Interessen zu befriedigen als die Interessen der Gruppe zu verfolgen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die ASA kam in den USA nicht einmal in die Pötte, um dem Hashtag #CancelAtaturk etwas entgegenzusetzen. Als jedoch die Entscheidung der Disney+ bekannt gegeben wurde, übte man sich in Entrüstung, die seinesgleichen sucht. Etwas zu spät wie ich meine. Das ist in Europa oder in Deutschland nicht anders. Eine starke türkische Interessengruppe, die die Interessen der Auslandstürken z.B. in Deutschland vertritt, sucht man vergebens. Vielmehr sind es kleine wie große Gruppen, die mehr schlecht als recht Einzelinteressen verfolgen und dabei tunlichst vermeiden, mit anderen Gruppen in Kontakt zu treten oder langfristig zusammen zu arbeiten. Im Nachhinein zeigt man sich bei gegensätzlicher Entscheidung politischer oder gesellschaftlicher Natur jedoch stets entrüstet, das aber schnell vom Alltag verdrängt. Im Zusammenspiel all dieser Akteure würden sich die Machtverhältnisse in Deutschland oder in den USA aber gravierend verändern. Diesen mit entscheidenden Punkt wollen die Spitzen dieser Interessengruppen offenbar nicht aufgreifen. Dabei würde man damit die öffentliche Diskussion beeinflussen, mit Politikern kommunizieren, die eigene Weltsicht und Interessen voranbringen. Etwas, worauf die Auslandstürken seit Jahrzehnten vergeblich warten.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– Rezension – Buch: Geschichte im Fadenkreuz der armenischen Lobby

In dieser interdisziplinären Arbeit thematisiert Cannon die Zweckentfremdung der Geschichtsforschung für politische Ziele. Weder die Forderung der Türkei, das Thema Historikern zu überlassen noch die Forderung der armenischen Diaspora die Geschehnisse dem moralisch-politischen Urteilsvermögen nationaler Parlamente zu übergeben spiegelt die Realität des Diskurses wider.

Denn Tatsache ist, und das ist das eigentlich Bedenkliche, dass das Thema im Wesentlichen von hochspezialisierten lobbyistischen Gruppierungen öffentlichkeitswirksam immer wieder platziert wird und vielmehr im parlamentarischen Geschäftsbetrieb zirkuliert als in akademischen Lehrkreisen offen und ehrlich behandelt wird.

Buch: Geschichte im Fadenkreuz der armenischen Lobby

Dating
Erster Eindruck beim Dating: Von Anfang an überzeugen

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Wenn es zum Treffen kommt: Was macht einen guten ersten Eindruck beim Dating aus?

Bei einem ersten Treffen geht es darum, sich zu öffnen und eine mögliche gemeinsame Wellenlänge auszuloten. Doch bevor sich zwei Menschen überhaupt näher kennenlernen können, steht der entscheidende Moment des ersten Eindrucks bevor. Dieser kann den Verlauf einer Beziehung maßgeblich prägen und ist daher ein entscheidender Faktor für das Gelingen einer möglichen Partnerschaft. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Bedeutung des ersten Eindrucks beim Dating und untersuchen, wie er weitere Annäherungsbemühungen beeinflussen kann.

Die Bedeutung des ersten Eindrucks im digitalen Zeitalter

In Zeiten des Online-Datings und der Social-Media-Plattformen spielt der erste Eindruck eine noch größere Rolle. Dating-Tipps und -Ratgeber sind sich weitestgehend einig: Profilbilder und kurze Texte auf Dating-Plattformen entscheiden darüber, ob jemand die Chance für ein persönliches Treffen bekommt. Zudem sind die Auswahlmöglichkeiten deutlich größer als noch vor einigen Jahrzehnten, wodurch der erste Eindruck wichtiger denn je wird.

Die Elemente eines guten ersten Eindrucks

Beim ersten Aufeinandertreffen mit einer anderen Person formt sich instinktiv in wenigen Sekunden ein Bild. Diese rasche Einschätzung basiert auf äußerlichen Merkmalen wie Aussehen, Kleidung, Körpersprache und Stimme. Unser Gehirn muss gleichzeitig viele Nachrichten und Sinneseindrücke verarbeiten. Evolution und Lebenserfahrung haben dafür gesorgt, dass es potenzielle Bedrohungen oder Chancen schnell erkennen kann. Daher hat der erste Eindruck eine wichtige Funktion: Er hilft uns, eine vorläufige Meinung über unser Gegenüber zu bilden.
(Foto: pixa)

Authentizität und Selbstbewusstsein

Echtheit und Selbstsicherheit strahlen Attraktivität aus. Menschen, die sich selbst treu bleiben und sich wohl in ihrer Haut fühlen, machen einen positiven ersten Eindruck. Es ist wichtig, nicht in die Falle zu tappen, sich zu verstellen, um dem Gegenüber zu gefallen. So schafft Authentizität eine solide Basis für eine mögliche Beziehung.

Kommunikation und aktives Zuhören

Eine gute Kommunikation ist der Schlüssel zum erfolgreichen ersten Eindruck. Es geht nicht nur darum, über sich selbst zu sprechen, sondern auch aktiv zuzuhören und auf das Gegenüber einzugehen. Interesse und Empathie sind hierbei von großer Bedeutung und tragen dazu bei, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Gepflegtes Erscheinungsbild

Das äußere Erscheinungsbild spielt eine entscheidende Rolle beim ersten Eindruck. Ein gepflegtes Äußeres zeigt, dass man sich Mühe gibt und Wertschätzung für das Treffen und das Gegenüber hat. Es ist nicht notwendig, perfekt auszusehen, aber ein sauberes und ordentliches Auftreten wird positiv wahrgenommen.

Die Auswirkungen des ersten Eindrucks auf das weitere Kennenlernen

Der erste Eindruck ist nicht nur ein flüchtiges Urteil, sondern wird in aller Regel auch das weitere Kennenlernen beeinflussen.

Einfluss auf die Anziehungskraft

Ein positiver erster Eindruck kann die Anziehungskraft zwischen zwei Menschen verstärken. Er schafft eine Grundlage, auf der sich eine mögliche romantische Beziehung entwickeln kann. Andererseits kann ein negativer erster Eindruck das Interesse des anderen mindern und den Weg für eine vertiefte Verbindung erschweren.

Lange Nachwirkung

Der erste Eindruck kann auch lange nach dem ersten Treffen nachwirken. Ein schlechter erster Eindruck kann dazu führen, dass eine weitere Annäherung und ein weiteres Kennenlernen ausbleiben. Es bedarf oft einer überzeugenden Wiedergutmachung oder eines positiven Folgeeindrucks, um diesen Effekt zu überwinden.

Fazit: Keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck

Der erste Eindruck beim Dating ist ein entscheidender Moment, der über den Verlauf einer möglichen Beziehung mitbestimmt. Authentizität, Selbstbewusstsein, Kommunikation und ein gepflegtes Erscheinungsbild sind Schlüsselfaktoren für einen guten ersten Eindruck. Obwohl er in Sekunden gebildet wird, kann der erste Eindruck eine lang anhaltende Wirkung haben, die das weitere Kennenlernen beeinflusst. Besonders in der heutigen digitalen Ära spielt er eine herausragende Rolle, da das Online-Dating die Wichtigkeit des ersten Eindrucks noch verstärkt. Es lohnt sich daher, bewusst an einem positiven ersten Eindruck zu arbeiten und so die Chance auf eine erfüllende Beziehung zu erhöhen.

Irak
„PKK verhindert Jesiden-Rückkehr nach Sindschar“

Erbil – Die Jesiden können wegen des PKK-Terrors nicht nach Sindschar zurückkehren, erklärte das türkische Generalkonsulat in Erbil am Donnerstag. „Am Jahrestag des Massakers, das die Terrororganisation DEASH (IS) vor neun Jahren an irakischen Jesiden verübte, erinnern wir uns mit tiefer Trauer an das Leid der jesidischen Gemeinschaft“, so das Generalkonsulat auf Twitter. „Die Jesiden, die aufgrund des DAESH-Terrorismus aus ihrer Heimat vertrieben wurden, können heute aufgrund des PKK-Terrorismus nicht nach Sindschar zurückkehren. Unser Land wird der jesidischen Gemeinschaft weiterhin gegen die Gräueltaten und Bedrohungen, denen sie ausgesetzt ist, zur Seite stehen“, fügte es hinzu. Bei einem Angriff am 3. August 2014 auf den Sindschar-Distrikt, in dem Jesiden leben, entführte und tötete der IS Tausende von Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, oder hielt sie in von ihm kontrollierten Gebieten gefangen. Vor den Angriffen lebten etwa 300 000 Menschen im Sindschar, zwei Drittel davon Jesiden, die übrige Bevölkerung bestand aus sunnitischen Kurden und Arabern. Der Terrororganisation PKK gelang es 2014, unter dem Vorwand, die jesidische Gemeinschaft vor dem IS zu schützen, im Sindschar Fuß zu fassen. Hunderttausende Jesiden, die nach dem Angriff aus ihrer Heimat fliehen mussten, leben in den Lagern der kurdischen Regionalregierung (KRG) im Nordirak unter harten Bedingungen.

Zum Thema

– Terrorismus – Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Gastkommentar
Todesstrafe für blutigen Anschlag auf Synagoge – ist das richtig?

ein Gastkommentar von Michael Thomas Mir ist völlig klar, dass das Thema Todesstrafe zum Teil heftige Kontroversen hervorruft. Zu den Fakten: Vor fünf Jahren stürmte der 50-jährige Robert Bowers schwer bewaffnet die „Lebensbaum“-Synagoge in Pittsburgh, brüllte: „Alle Juden müssen sterben!“ und eröffnete das Feuer. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. Bowers vertrat bereits vor der Tat rechtsradikale, antisemitische Ideen und war für eine weiße Vorherrschaft. Er hat die Tat nie bereut. In welche Lage hat er nun die Gesellschaft und die Justiz gebracht? Wie können und müssen beide angemessen darauf reagieren? Kann es hier noch den allseits vertretenen Rehabilitierungsansatz in der Suche nach einem Strafmaß geben? Ich vertrete hier einen ganz bestimmt höchst unpopulären Standpunkt und stimme für die Verhängung der Todesstrafe. Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist den Angehörigen der Todesopfer zu folgen, die sich einmütig ebenfalls für die Todesstrafe ausgesprochen haben. Ihr Leid und ihr Schmerz ist schier unfasslich; sie müssen nicht nur mit dem Tod ihres Angehörigen leben, sondern auch noch dazu mit der widerlichen Niedrigkeit des Motivs, das dem Mord zugrundeliegt. Wenn man auch aus spirituellen und psychologischen Gründen anempfehlen könnte, zu verzeihen, so wird man größtes Verständnis dafür aufzubringen haben, wenn dies nicht gelingt. Es muss eine ungeheure Qual für sie sein, mitzuerleben, wie Bowers einen Tag nach dem anderen weiterlebt – selbst wenn es nur noch gezählte bis zu seiner Hinrichtung sein werden Hinzu kommt für mich ein Schutz- und Vertretungsversprechen, welches jede halbwegs funktionierende Gesellschaft jedem seiner Individuen schuldet, solange es ihm die Möglichkeit, selbst Justiz auszuüben, entzieht. Wenn das Individuum in einem Fall wie diesem nicht selbst Hand an den Täter legen darf und kann, schuldet ihm die Gesellschaft dies. Denn reflektiv hat auch die Gesellschaft ein Recht darauf, den Täter angemessen bestraft zu sehen; auch wenn die Opfer in diesem Fall ausschließlich Juden waren, so waren diese Juden Teil der US-amerikanischen Gesellschaft. Und so haben eben nicht nur die Angehörigen der Toten ein Recht auf die Bestrafung, sondern alle 323 Millionen US-Bürger, die die Tat ebenfalls schockierte, verletzte, verängstigte und anwiderte. Wie könnte einer dieser nicht direkt betroffenen Bürger jemals Vertrauen in eine Gesellschaft haben, die Taten eines solchen Ranges nicht so bestraft, wie er es für zwingend erforderlich hält? Wie man die Todesstrafe für zwingend erforderlich halten kann? Eine Tat wie diese entzieht sich allem, was man an Grautönen in einem Fehlverhalten erkennen könnte, denn im Grunde genommen ist nichts nur weiß oder nur schwarz. Selbst grausame Verbrechen können ein Motiv haben, das die Tat in Teilen relativieren könnte. Nehmen wir das Beispiel eines behinderten Mannes, der der buchstäblich entsetzlichen Ermordung eines anderen Mannes überführt wurde. Er hatte sich keineswegs mit einer „einfachen“ Tötung begnügt; man fand die Leiche furchtbar entstellt und zerstückelt auf. Im Verfahren konnte der Täter eindrucksvoll nachweisen, von seinem Opfer über viele Jahre schwerst misshandelt, beleidigt, geschlagen und bestohlen worden zu sein. Obschon er mehrfach um Hilfe gebeten und versucht hatte, anderweitig über legale Kanäle Abhilfe zu schaffen, gelang ihm dies nie. Zahllose Stellen haben hier kläglich versagt. Hier ist die Frage zu stellen: wieviel vermeidbares Leid hat sich aufbauen müssen, um den Mörder zu einer derartigen Tat zu verleiten? Aber im Fall des Antisemiten Bowers liegen die Dinge anders: jede Faser seines Motivs ist ekelerregend und widerwärtig – und tatsächlich unentschuldbar, unverständlich, strafwürdig. Es gibt nichts, gar nichts, was die Schwere seiner Tat relativieren könnte. Eine Gesellschaft, die zivilisiert, kultiviert, gebildet, frei und progressiv sein will, muss jeden Ansatz zu einem Gedankengut wie das von Bowers zerstören und immer sofort da eliminieren, wo er sich zeigt. Das klingt zunächst wie ein Widerspruch, ist aber keiner. Es gilt, unbedingte Tabus einzurichten; Grenzen zu definieren, die nicht nur nicht überschritten werden dürfen, sondern nicht überschritten werden können. Dabei kennen wir diese psychologische Technik reflexhaft seit Jahrtausenden überaus gut: wir nehmen es einfach nicht hin, dass sich jemand nackt auszieht und durch die Straßen läuft (wenn man von definierten Kunstaktionen einmal absieht). Es ist nicht okay für uns, beispielsweise in einem Kaufhaus, auf der Straße, im Büro zu defäkieren. Selbstverständlich würden und müssten wir mit scharfen Reaktionen unserer Umwelt rechnen, wenn wir dies täten. Es ist uns unmöglich. Niemand von uns hat Derartiges selbst einmal getan. Keiner. Nie. Wir diskutieren das auch gar nicht. Wir denken nicht darüber nach. Wir müssen und dürfen auch nicht darüber diskutieren, ob Hass auf andere irgendwie akzeptabel sein könnte, denn er ist es nicht und wird, kann es niemals sein. Es gilt, ein solches Tabu zu errichten.Und wer ein solches Tabu bricht, so wie es Bowers getan hat, hat meiner Meinung nach ohne Diskussion aus der Gesellschaft und dem Leben entfernt werden. Wir sind es uns selbst, den Opfern und den Angehörigen der Opfer schuldig. Dennoch trete ich dafür ein, die Todesstrafe abzuschaffen. Wenn es kluge Rechtsgelehrte gäbe, die eine scharfe Grenze zu ziehen wüssten, damit „Menschen“ wie Bowers hingerichtet werden können und andere nicht, müsste man sich dem widmen. Meine persönliche Fantasie reicht dazu nicht aus und schweren Herzens muss ich anerkennen, dass ein solch machtvolles Instrument wie die Todesstrafe im Handumdrehen pervertiert und missbraucht würde. Sie ist der schwerste Hammer, mit dem Menschen Fehlverhalten ahnden könn(t)en, die ultimative Strafe, das letzte Mittel, der furchtbarste Richterspruch. Sie ist wie die Atombombe; mit dem Willen, mit ihr Kriege zu verhindern, hat sie bereits Millionen von Menschen das Leben gekostet und liegt heute zehntausendfach in Arsenalen. Eigentlich ist jedem völlig klar, dass irgendwann die Stunde schlägt, in der mit ihnen neue, allumfassende, vernichtende Kriege begonnen werden. Es reicht nicht aus zu sagen: „Wir haben sie, setzen sie aber nie ein!“, denn sie wurde bereits eingesetzt und verführt dazu, mit ihnen Politik und Erpressung zu betreiben. Es kann keine unantastbare Grenze für die Todesstrafe geben, jenseits derer sie zuverlässig niemals zur Anwendung gebracht werden könnte. Deshalb muss die Menschheit dies Instrument aus der Hand legen. Muslimen fällt dies eher leicht, denn sie wissen, dass keine Strafe härter und furchtbarer ausfallen kann als die, dier der Höchste verhängt und vollzieht.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor 
Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

ARD-DeutschlandTrend
AfD verbessert sich auf neuen Höchstwert

Berlin – Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD aktuell auf 17 Prozent (-1 im Vgl. zu Juli). Die Union wäre mit 27 Prozent stärkste Kraft (-1). Die Grünen hätten nach leichten Zugewinnen 15 Prozent in Aussicht (+1). Die FDP käme unverändert auf 7 Prozent. Die AfD könnte mit 21 Prozent ihren Höchstwert aus dem Vormonat nochmals übertreffen (+1) und läge weiter an zweiter Stelle. Die Linke käme derzeit auf 4 Prozent und läge damit unterhalb der Mandatsschwelle. Auf alle anderen Parteien würden momentan 9 Prozent entfallen. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.297 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Mit der Arbeit der Bundesregierung sind die Deutschen weiterhin mehrheitlich unzufrieden. Aktuell sind 21 Prozent mit der Arbeit der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP sehr zufrieden bzw. zufrieden (-2 im Vgl. zu Juli). 78 Prozent sind damit weniger bzw. gar nicht zufrieden (+3). Jeder Fünfte (19 Prozent) ist der Ansicht, eine von der Union geführte Bundesregierung würde die anstehenden Aufgaben und Probleme in Deutschland besser lösen (+2 im Vgl. zu Dezember 2022). Ebenfalls jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung würde das schlechter tun als die Ampel-Regierung (-3). Für eine Mehrheit würde eine unionsgeführte Regierung ähnlich gut (17 Prozent, -5) bzw. ähnlich schlecht (36 Prozent, +6) arbeiten. Dass der Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz ein guter Bundeskanzler wäre, glauben 16 Prozent der Wahlberechtigten; unter CDU-Anhängern sind es 32 Prozent. Drei von zehn Deutschen (31 Prozent) bezeichnen Friedrich Merz als guten CDU-Parteivorsitzenden; in der eigenen Anhängerschaft ist es jeder Zweite (50 Prozent). Derweil ist jeder Dritte (33 Prozent) der Meinung, bei der CDU wisse man genau, wofür sie steht; 61 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. Knapp jeder Dritte (31 Prozent) ist auch der Ansicht, die CDU habe ein Gespür dafür, was die Menschen in Deutschland bewegt; knapp zwei Drittel (64 Prozent) stimmen dieser Aussage nicht zu. In der Politikerzufriedenheit fällt Friedrich Merz auf seinen schlechtesten Wert, seit er im Januar 2022 zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt worden ist: Jeder vierte Wahlberechtigte (24 Prozent) ist mit seiner Arbeit derzeit sehr zufrieden bzw. zufrieden (-1 im Vgl. zu Juli); zwei Drittel (66 Prozent) sind damit unzufrieden. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) muss Einbußen in seiner Beliebtheit hinnehmen. Nur noch drei von zehn Wahlberechtigten (31 Prozent) zeigen sich mit seiner Arbeit als Bundeskanzler zufrieden (-3) – auch für ihn der niedrigste Zufriedenheitswert im ARD-DeutschlandTrend seit Amtsantritt. Angeführt wird die Politikerliste des ARD-DeutschlandTrends wie in den Vormonaten von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der von mehr als der Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) positiv beurteilt wird (+1). Das bedeutet für ihn einen neuen persönlichen Bestwert im ARD-DeutschlandTrend. Er ist weiterhin der einzige Politiker, dessen Arbeit von der Bevölkerung mehr Zustimmung als Ablehnung erfährt. Ihm folgt nach leichten Verbesserungen zum Vormonat (+3) mit einem Zuspruch von 40 Prozent Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne); 55 Prozent sind mit ihrer Arbeit unzufrieden. Finanzminister Christian Lindner (FDP) kommt weiter auf 29 Prozent Zufriedenheit; mit ihm sind 64 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verbessert sich auf 28 Prozent Zufriedenheit (+5); zwei Drittel (65 Prozent) sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Mit Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sind 23 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-1) und 54 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel verbessert sich leicht auf 20 Prozent Zufriedenheit (+2 im Vgl. zu Juni) und damit einen persönlichen Bestwert im ARD-DeutschlandTrend; sechs von zehn Wahlberechtigten (60 Prozent) sind mit ihrer Arbeit indes unzufrieden. Mit FDP-Verkehrsminister Volker Wissing sind 18 Prozent zufrieden (+1 im Vgl. zu Juli); jeder Zweite (48 Prozent) ist mit ihm unzufrieden. Mit der Arbeit des Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch sind derzeit 17 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (+4) und 37 Prozent unzufrieden; fast jeder Zweite (46 Prozent) kennt ihn nicht bzw. traut sich kein Urteil zu.

Türkei
Erdogan ernennt erstmals Frau als Marine-Chefin

Ankara – Im Juni ernannte Erdogan erstmal in der Geschichte der Türkei eine Frau als Zentralbankchefin. Jetzt folgt ihr Oberstleutnantin Gökçen Fırat als erste Admiralin in den Marinestreitkräften. Die Sitzung des Obersten Militärrats unter dem Vorsitz des türkischen Staatschefs fand heute nach einem obligatorischen Besuch des Mausoleum Atatürks statt. Bei dem Treffen wurde über die Beförderung von Führungsoffizieren der türkischen Streitkräfte und die Verlängerung bzw. Beendigung ihrer Amtszeit entschieden. Während General Metin Gürak Kommandeur der 2. Armee wurde, gab es bei der Marine eine Premiere. Im Marinekommando wurde die 45-jährige Oberstleutnantin Fırat mit Beschluss des Obersten Militärrats die erste weibliche Admiralin in der Geschichte der türkischen Streitkräfte. Gökcen Fırat, die 1998 die Marineakademie in Tuzla einem Medizinstudium in Istanbul bevorzugte, diente danach fünf Jahre lang auf der Fregatte Yavuz. Fırat absolvierte 2004 die Marine-Führungsakademie als erste weibliche Schiffskommandantin und betrat damit Neuland in einer Männerdomäne. Ab dem 30. August 2023 wird Fırat im Rang eines Admirals dienen. yücel/pka

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die ehemalige Wall-Street-Bankerin Hafize Gaye Erkan zur neuen Zentralbankchefin des Landes ernannt

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