Bogen-EM Essen
Türkischer Bogenschütze Mete Gazoz wird Europameister

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Essen – Der türkische Bogenschütze Mete Gazoz ist weiterhin auf Erfolgskurs. Nach einer Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020 und einem Weltmeistertitel im vergangenen Jahr in Berlin, wurde er bei der EM in Essen nun auch Europameister. Im Alter von nur 16 Jahren vertrat er die Türkei erstmals bei den Europaspielen 2015 in Baku, Aserbaidschan. Gazoz besiegte im Finale den Slowenen Den Habjan Malavasic mit 6:0 und wurde am Sonntag Europameister. Noch nie war jemand gleichzeitig Olympiasieger, Weltmeister und Europameister im Bogenschießen. Der Türke ist somit der erste Bogenschütze in der Geschichte, der drei große Titel gleichzeitig hält. „Ich mag große Wettkämpfe“, sagte er, nachdem er heute Morgen in Essen im Halbfinale das französische Nachwuchstalent Baptiste Addis geschlagen hatte. „Wir bereiten uns gerade auf große Wettkämpfe vor. Da kann ich mein Top-Niveau zeigen. Und das habe ich sehr gut gemacht.“ Zu seinen ersten Gratulanten gehörte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der ihn persönlich anrief. „Ich gratuliere unserem Bogenschützen Mete Gazoz, der Europameister im Freiluftbogenschießen wurde, von ganzem Herzen. Ich wünsche Mete Gazoz, der uns stolz gemacht hat, indem er seinen Olympia- und Weltmeisterschaften die Europameisterschaft hinzugefügt hat, weiterhin viel Erfolg“, schrieb der türkische Staatschef zudem auf X. Der 25-Jährige wurde im vergangenen Jahr außerdem vom Weltbogensportverband in seiner jährlichen Umfrage zum besten Recurve-Bogenschützen der Männer für 2023 gewählt.

Gastkommentar
Thomas: Israel befindet sich in einer desaströsen Lage

Ein Gastkommentar von Michael Thomas An der allgemein desaströsen Lage, in der sich Israel befindet, kann kein Zweifel mehr bestehen. Und das Land steuert noch immer tiefer in den Abgrund. Nicht erst mit dem Vernichtungskrieg gegen Gaza, sondern schon Jahre zuvor hat es einen Weg eingeschlagen, der niemals zu einem Erfolg führen konnte. Jetzt aber riskiert Israel alles, was die Welt für die Sicherheit der Juden zur Verfügung gestellt hatte und wird zu einem Pariastaat. Wie konnte es soweit kommen? Betrachten wir die Lage in Gaza. Wie David Hearst in MiddleEastEye (MEE) schreibt (1), besteht für Israel keinerlei Hoffnung, irgendeines seiner Kriegsziele zu erreichen. Ausschließlich nur in den zwei zurückliegenden Monaten, in denen die israelische Armee Khan Younis bombardierte, konnte die Hamas wegen der recht hohen Ausfallquoten bei den Bomben etwa fünf Tonnen Sprengstoff aus den Blindgängern bergen. Zudem laufen ihr aufgrund der völligen Verzweiflung und anwachsenden Wut Leute in Scharen zu, die ihre angeblich nur noch vier Bataillone mit höchstmotivierten Kämpfern verstärken. Die Rede ist von Zehntausenden. Und richtig genug registriert Al-Jazeera, dass die israelischen Soldaten in Gaza in schwere Kämpfe verwickelt sind. (2) Hearst zitiert Reserve-Generalmajor Yitzhak Barik, der sagt, dass Benjamin Netanyahus über die völlig festgefahrene, militärische Situation sehr wohl informiert ist. Die israelische Armee kann nicht überall präsent sein. Wenn sie sich jedoch von einem als gesichert angenommenen Punkt fortbewegt, wird dieser unverzüglich von der Hamas erneut übernommen und kontrolliert. Nichts funktioniert. Auch der Vorstoß, Clanführer von Stämmen in Gaza dazu zu bewegen, die Region unter sich aufzuteilen um Spannungen im Innern zu erzeugen, schlug fehl. Aber Gaza ist nicht der einzige Punkt, der die israelische Armee zur Gänze stresst. Denn sie hat auch die zwischenzeitlich völlig außer Kontrolle geratenen „Siedler“ im Westjordanland zu beschützen, die eine Vielzahl von Konfliktherden schaffen. Die Notwendigkeit, ein Zurückschlagen der palästinensischen Bevölkerung dort zu verhindern, bindet nicht unwesentliche Kräfte der Armee. Hinzu kommt die Grenze zum Libanon, an der es nun beinahe täglich zu Schusswechseln und Raketenstarts kommt und ebenfalls von der israelischen Armee überwacht und gesichert werden muss. Insgesamt betrachtet hat auch die israelische Reaktion auf den Start von beinahe dreihundert Raketen aus dem Iran die begrenzten Möglichkeiten der israelischen Armee aufgezeigt: ohne massive Unterstützung von jordanischen, US- und französischen Abwehrsystemen wäre die Zerstörung in Israel selbst katastrophal ausgefallen und hätte zu dramatischen Verlusten geführt. Israel allein wäre kaum in der Lage dazu gewesen, den Schwarm anliegender Raketen und Drohnen abzufangen. Und ob selbst diese Unterstützung ohne die iranische Vorankündigung, die den Verbündeten Zeit genug für Vorbereitungen gelassen hatten, wirksam gewesen wäre, ist zweifelhaft. Doch auch die Lage in Israel selbst ist völlig unübersichtlich. Während sich um Einav Zangauker, die Mutter einer Geisel, die sich in Händen der Hamas befindet, eine größere Gruppe namens „Frauenmarsch“ gebildet hat, scheinen sich derzeit nach Angaben der „Times of Israel“ (3) nur 56 Prozent der Israelis für die Annahme eines Waffenstillstandsdeals auszusprechen. Allerdings zeigt sich die genannte Gruppe offenbar überaus entschlossen und gab an, von sich aus Kontakte mit dem Ausland mit Dem Inhalt aufgenommen haben zu wollen, Druck auf die israelische Regierung auszuüben, den von der Hamas bereits akzeptierten Deal endlich anzunehmen. Verlässliche Daten und Stimmungsbilder sind aufgrund der vielfältigen Art von Verboten gegen die freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und das Demonstrationsrecht nur schwer zu erhalten. Allerdings zeigten entsprechende Umfragen noch vor dem Krieg, dass mit knapp siebzig Prozent eine Mehrheit der Israelis für den konservativ-zionistischen Kurs ihrer Regierung votieren, der auch für den Fall, dass Netanyahu stürzen sollte, beibehalten werden soll. Eine klar erkennbare Mehrheit spricht sich für die totale, wenn auch illegale, Übernahme des Westjordanlandes und Gazas aus. Was kaum Beachtung findet ist die bedenklich schwierige, wirtschaftliche Lage Israels. In den letzten Monaten brachen viele Geschäftskontakte ab, gerade das Flaggschiff Israels, der Sicherheitskonzern Elbit Systems, hat mit dem erzwungenen Verkauf eines Standortes in England einen herben Rückschlag erlitten. (4) Trotzdem scheinen seine Geschäfte zu florieren. Allerdings steht die israelische Wirtschaft dennoch unter einem hohen Druck, da die einberufenen Reservisten keine Steuereinnahmen mehr generieren, aber ausgerüstet und transportiert werden müssen. Die vorher geleistete Rückstellung in Höhe von etwa zweihundert Millionen Dollar war schnell aufgebraucht, mittlerweile belasten Kosten von etwa zwanzig Milliarden Dollar die Staatskasse. (5) Dieser immense Kostendruck wird sich schnell bemerkbar machen. Nachdem die Ratingagentur Fitch ihre Bewertung der Kreditwürdigkeit Israels im Februar auf „negativ“ herabstufte, hievte sie diese später wieder auf „A+“ mit allerdings negativer Anmerkung wieder hoch. Die Agentur Moody’s hingegen verharrt auf ihrer negativen Bewertung (6). Dies verteuert die Kreditaufnahme Israels auf dem Weltfinanzmarkt erheblich. Alles in allem zeigt sich, dass sich die Aussichten Israels im Innern ganz erheblich mit jedem weiteren Kriegstag verschlechtern. Neben der militärischen Abnutzung und Ermüdung werden wirtschaftliche und soziale Schwierigkeiten dramatisch zunehmen. Schon jetzt hat ein hoher Militär die dringliche Empfehlung abgegeben, Soldaten zu Kampfpausen abzuordnen, damit sie die Arbeit wieder aufnehmen können. Internationale Ketten wie KFC und Starbucks etwa erleiden durch Boykotte wegen ihrer Unterstützung Israels herbe Verluste. International steigt die Notwendigkeit Israels Unterstützer, entweder zu immer härteren Maßnahmen gegen die aufsteigende Kritik zu greifen, oder Israel zum Niederlegen der Waffen zu zwingen. Auf welchem Wege auch immer. Sehr klar scheint, dass der US-Präsident Joe Biden massiv Gefahr läuft, seine Wiederwahl wegen Gaza zu verlieren. Ob der Druck, ihn zur Vermeidung der Wahl Donald Trumps zu wählen, ausreicht, ist von Tag zu Tag fraglicher. Die zuweilen brutalen Maßnahmen, mit denen seine Regierung derzeit versucht, Proteste allgemein und die Camps an den Universitäten aufzulösen, verkehren sich ins Gegenteil. Sie erzeugen erheblich mehr Kritik an seiner Regierung und wecken neue Proteste gegen Israel, als sie verhindern. Ganze muslimische Communitys verweigern Biden ihre Stimme. Auch Deutschland hat sich dramatisch verrannt. Seinen vermeidbarsten, eklatantesten und entlarvendsten Fehler hat es begangen, als es den ehemaligen, griechischen Finanzminister Yannis Varoufakis mit einem Einreise- und Redeverbot wegen seiner geplanten Rede vor dem Palästinakongress überzog. Gerade an diesem Vorgehen, wie auch an dem gegen Dr. Ghassan Abu Sittah, den das gleiche traf, erkennt die Welt, wie weit Deutschland auf seinem Weg, Israels Vorgehen zu beschützen, gehen will. Varoufakis Fragen an die deutschen Behörden, aus welchem Grunde diese Verbote gegen ihn verhängt wurden, sind unter dem Hinweis auf „nationale Sicherheit“ ignoriert worden, weshalb er nun eine Klage gegen Deutschland anstrengt (7). Da die Proteste in allen europäischen Ländern gegen Israel dramatisch zunehmen und zwischenzeitlich Millionen auf die Straße bringen, nimmt der Druck auf ihre Regierungen deutlich zu. Flankiert wird die Szenerie von mehreren, sowohl vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) als auch vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gegen Israel und seine unterstützenden Staaten angestrengten Verfahren. Zahlreiche europäische Staaten wie Irland, Belgien, Malta, Spanien und Slowenien werden in Kürze Palästina als Staat offiziell anerkennen, weitere haben angekündigt, dies ebenfalls zu tun. Dies wird die EU dazu zwingen, sich mit dem Thema öffentlich auseinanderzusetzen und zu einer Entscheidung zu gelangen. Erst am siebten Mai stellte Joseph Borrell, der Außenbeauftragte der EU völlig ernüchtert und lapidar fest, dass Israel noch erheblich mehr Zivilisten töten werde und sich nicht darum schere, dass zahlreiche Staaten die Offensive in Rafah ablehnen (8). Auch auf dieser Ebene wird der Druck auf die Unterstützer wie Deutschland, Frankreich und England neben den anwachsenden Protesten auf ihren Straßen noch zusätzlich gesteigert, da selbst die UN in ihrer jüngsten Generalversammlung in überwältigender Mehrheit dafür gestimmt hat, Palästina weitaus mehr Rechte als Mitgliedsstaat gewähren zu wollen, damit es den Status als bisheriger Beobachterstaat in Richtung einer regulären Mitgliedschaft mit vollen Stimmrechten verlassen kann. All das zeigt überzeugend, dass sowohl Israel, als auch seine unterstützenden „Freunde“ den Krieg um Definitionen, um Bilder, um Informationen und die Wahrnehmung seines Tuns vollständig verloren haben. Sie befinden sich auf dem Weg in eine Isolierung. Das Massaker in Gaza und im Westjordanland wird von der Welt jeden Tag klarer als das gesehen, was es tatsächlich ist – nämlich nicht die „Verteidigung eines Opfers“, sondern als ein imperialistischer Krieg mit genozidalen Zügen eines brutalen Angreifers, der zudem für den Aggressor tatsächlich ungewinnbar ist und eine furchtbare Zukunft für sich nach sich ziehen wird. Denn schon jetzt zeigt sich deutlich, dass die Juden der Welt nach den Palästinensern die Hauptleidtragenden sind, weil ihnen zunehmend Hass und Verachtung entgegenschlägt. Denn die Politik der Unterstützer Israels ignoriert und erstickt die vielen Hunderttausend Stimmen von Juden, die sich lautstark gegen das Handeln Israels empören und weltweit rufen „Not in our name!“. Israel will sie mit der Hilfe seiner „Freunde“ zu Geiseln seiner Politik machen und setzt sie damit großen Gefahren durch Menschen aus, die israelisches mit jüdischem Handeln verwechseln und vermischen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

  1. https://www.middleeasteye.net/opinion/rafah-attack-defeat-sight-how-can-netanyahu-declare-victory
  2. https://www.aljazeera.com/news/2024/5/7/israel-takes-control-of-rafah-crossing-gazas-lifeline-whats-going-on
  3. https://www.timesofisrael.com/protesters-briefly-block-tel-aviv-highway-to-demand-deal-freeing-hostages-in-gaza/
  4. https://www.aa.com.tr/en/europe/israeli-arms-company-elbit-forced-to-sell-tamworth-factory-in-uk/3177877#
  5. https://www.fr.de/politik/israel-krieg-gaza-bodenoffensive-kosten-armee-nahost-konflikt-palaestinenser-zr-92754356.html
  6. https://www.moodys.com/credit-ratings/Israel-Government-of-credit-rating-423305
  7. https://diem25.org/yanis-varoufakis-sues-the-german-state/
  8. https://www.reuters.com/world/middle-east/more-civilians-will-be-killed-israels-rafah-offensive-whatever-they-say-eus-2024-05-07/

Aktienmarkt
Mögliche Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Aktienmärkte

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Ein Gastkommentar von Mariolina Esposito

Die US-Aktienmärkte haben seit der Einführung von künstlicher Intelligenz deutlich zugelegt, nicht nur der Technologieindex Nasdaq, sondern auch der S&P 500. Neben der hervorragenden Performance der Aktienmärkte hat sich auch die Zusammensetzung der Marktindizes deutlich verändert.

So macht der Technologiesektor 29 % des S&P500-Index aus. Hinzu kommt der Sektor Kommunikationsdienste, in dem die Internetunternehmen die traditionellen Unternehmen als Marktführer nach Marktkapitalisierung abgelöst haben. Auch im Konsumgütersektor sind Unternehmen vertreten, deren Kerngeschäft die technologische Innovation ist.

Der Finanzsektor schließlich umfasst Unternehmen, die bis vor kurzem noch zum Technologiesektor im engeren Sinne zählten. Man kann also sagen, dass der Technologiesektor heute über 40 % des wichtigsten amerikanischen Aktienindexes auf sich vereint und dass sich die Zusammensetzung und der Charakter des Technologiesektors in den letzten 35 Jahren dramatisch verändert haben: Software und Internet haben heute einen Anteil von 45 % an der Marktkapitalisierung des Technologiesektors, während es 1988 nur 5 % waren.

Nach einer Analyse von Bernstein stellt der Technologiesektor heute 18 % der Unternehmen und 34 % der Marktkapitalisierung der 1.500 größten Unternehmen in den USA. Schließlich zeigt diese Analyse, dass sich die Zusammensetzung des Technologiesektors radikal verändert hat: Heute stellen Hardware-Unternehmen 5 % aller Unternehmen im Technologieuniversum und 2 % der Marktkapitalisierung, während es 1988 noch 32 % der Unternehmen und 66 % der Marktkapitalisierung waren.

Fünf Sektoren im Fokus 

Informationstechnologie, Industrie, Gesundheitswesen, Automobilindustrie und Internet für den E-Commerce stehen derzeit im Fokus. Produktions-, aber auch Dienstleistungsunternehmen, die KI-basierte Lösungen einsetzen, werden ihre betriebliche Effizienz steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können.

Wir sind davon überzeugt, dass sich KI-Aktien in einem Szenario sinkender Zinsen positiv entwickeln werden, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen können Unternehmen, die diese Technologie entwickeln, zu günstigeren finanziellen Bedingungen Kapital aufnehmen und ihre Umsetzung beschleunigen, wodurch sich ihr Vermögensprofil und gegebenenfalls ihre Schuldenstruktur verbessern. Zum anderen könnten Investoren auf der Suche nach höheren Renditen als auf dem Anleihemarkt dazu veranlasst werden, in Sektoren zu investieren, die als wachstumsstärker angesehen werden, wie z. B. KI-Sektoren.

KI wird viele Branchen beeinflussen

Die durch KI vorangetriebene industrielle Revolution wird viele Branchen und weit mehr Länder als die USA betreffen. Auch in Asien und Europa gibt es entsprechende Entwicklungen. Staatliche Maßnahmen zur Förderung von technologischer Innovation und digitaler Infrastruktur werden daher dazu beitragen, ein günstiges Umfeld für Unternehmen zu schaffen, die im Bereich KI tätig sind.

Es gibt bereits europäische oder asiatische Unternehmen, die zum Beispiel im Halbleitersektor tätig sind, die unweigerlich von amerikanischen Unternehmen beeinflusst werden, die an der Spitze der Entwicklung stehen und ohne deren produktiven Beitrag es nicht möglich wäre, die globale industrielle Kapazität zu steigern.

Weltweit sind derzeit verschiedene Makrotrends zu beobachten. Darunter wird das Thema Cybersicherheit für die Verwaltung und Speicherung von Daten, die übertragen und aufbewahrt werden müssen, insbesondere bei der Implementierung von KI-Technologien, zunehmend an Bedeutung gewinnen.


Mariolina Esposito, Fondsmanagerin des Eurizon Fund Equity Innovation bei Eurizon

Jerusalem Conference
Gastkommentar: Zionismus und Islamophobie

Ein Gastkommentar von Ahmet İnam – inam.ahmet@web.de

Die BILD-Zeitung hat dieser Tage wieder einmal gezeigt, was sie kann. Mit der Schlagzeile „Deutsche Kinder konvertieren aus Angst zum Islam“ hat sie wieder einmal gezeigt, welch wertvolle Arbeit sie im Namen des Zionismus leistet. Die BILD-Zeitung gehört zur Verlagsgruppe Axel Springer SE, einem der größten Medienkonzerne Deutschlands.

Sie unterhält nicht nur diese Zeitung, sondern auch andere Zeitungen wie die „Welt“. Beide genannten Zeitungen haben immer wieder deutlich gemacht, wie sie mit reißerischen, rassistischen oder pauschalisierenden Aufmachern zu Ausländern und insbesondere zu Muslimen stehen. Nicht ohne Grund.

In einem Interview mit TRT-World erklärt der Soziologieprofessor David Miller, der wegen seiner Forschungen und Äußerungen zum Zionismus mehrfach des Antisemitismus beschuldigt und von der Universität Bristol suspendiert wurde, sich aber vor dem Arbeitsgericht erfolgreich dagegen wehrte, dass der Zionismus die heutige Form der Islamophobie maßgeblich geprägt habe.

Obwohl ich wusste, dass der Zionismus eine islamfeindliche Ideologie ist, war mir nicht bewusst, dass die heutige Islamophobie durch zwei Konferenzen geprägt wurde, die der Zionist Benjamin Netanyahu 1979 und 1984 organisierte. Vielleicht liegt es an den wenigen Büchern, die ich zu diesem Thema besitze, denn es ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet, aber ich habe diese Behauptung in deutschsprachigen Büchern nicht gefunden.

Ich habe dann in englischsprachigen Büchern gesucht und bin fündig geworden. Sie enthalten das, was Miller im Interview gesagt hat, nämlich dass vor allem diese beiden Konferenzen dazu beigetragen haben, dass seither in Wissenschaft, Politik und Medien immer wieder von „islamischem Terror“ die Rede ist.

Beide Konferenzen mit dem Titel „International Terrorism Conference“ wurden vom Jonathan Institute organisiert. „Jonathan“ ist der Name des Bruders des derzeitigen israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu. Benjamin und sein Vater gründeten das Institut im Gedenken an Jonathan, der als Soldat bei der Befreiung jüdischer Geiseln getötet wurde. Die Geiseln waren von kommunistischen (palästinensischen und deutschen) Terroristen entführt worden.

1979 fand in Jerusalem die erste Konferenz zu diesem Thema statt, zu der Politiker wie der damalige Präsidentschaftskandidat und CIA-Chef George Bush Sr. oder Akademiker wie Richard Pipes, Vater des islamophoben Daniel Pipes, der gerne über den „islamischen Terror“ schreibt, eingeladen waren. Die Gäste lauschten Netanyahus Definition von Terrorismus, die eher als Vorspiel zur Durchsetzung zionistischer Interessen gegen Palästinenser/Muslime verstanden werden kann. Dabei nahm er bestimmte Ereignisse wie die iranische Revolution oder Entführungsaktionen zum Anlass.

War der „islamische Terrorismus“ auf dieser ersten Konferenz noch nicht Hauptthema der Vorträge und Diskussionen, so sollte sich dies mit der zweiten Konferenz 1984 in Washington ändern. Auch an dieser Konferenz nahmen wieder bekannte Gesichter aus Politik, Wissenschaft und Medien teil.

Unter den Teilnehmern waren Politiker der Reagan-Administration wie Außenminister George Shultz, britische Politiker wie Lord Chalfont, Akademiker wie Bernard Lewis, Paul Johnson oder Elie Kedourie und mehrere Autoren und Journalisten wie Claire Sterling oder Arnaud de Borchgrave. (1)

Auch diese Konferenz fand in Politik und Medien große Beachtung. Der Inhalt der Vorträge wurde später von Benjamin Netanyahu in seinem Herausgeberwerk „Terrorism: How the West Can Win“ veröffentlicht. Über dieses Buch, das ein Bestseller werden sollte, sagte Edward Said, es enthalte mehrere Essays von akademischen Experten über den Islam, die „in jedem anderen Bereich als schlimmster Rassismus oder schlimmste Inkompetenz gelten würden“. (2)

In dieser zweiten Konferenz war die Sitzung zum Thema „Terrorism and the Islamic World“ besonders bemerkenswert, da in dieser Sitzung (und später im Buch) die Grundlagen für die rassistische Agenda vom „islamischen Terrorismus“ gelegt wurden.

Es war vor allem Bernard Lewis, der in dieser Sitzung mit seiner „Expertise“ den Islam als politische Ideologie zeichnete und für seine inkompetenten (und zionistischen) Behauptungen aus dem Leben des Propheten Muhammad fischte. Muhammad habe einen politischen Staat gegründet, daher sei der Islam eine politische Ideologie. Deshalb könne man von „islamischem Terrorismus“ sprechen, nicht aber von „christlichem“ oder „jüdischem Terrorismus“.

Dass einige biblische Propheten auch „Staatsmänner“ waren, wird dabei natürlich ausgeklammert. Seit dieser zweiten Konferenz wurden Publikationen, Dokumentationen, Berichte und Pressemeldungen über den angeblichen „islamischen Terrorismus“ programmatisch und systematisch gefördert und verbreitet. Insbesondere nach dem Anschlag vom 11. September, über den sich Netanjahu freute und dessen erste Äußerung „very good“ war, weil er damit die amerikanische Unterstützung im „Krieg gegen den Terror“ größer und uneingeschränkter hielt (3), überschlugen sich die „akademischen“ Publikationen aus aller Welt.

Eine Studie von Sarah Marusek von der Universität Leeds zeigt, wie stark der Zionismus bei der Verbreitung von Islamophobie vertreten ist. Von den 60 Wohltätigkeitsorganisationen, von denen bekannt ist, dass sie islamfeindliche Netzwerke finanziell unterstützen, sind 45 für ihre Unterstützung der israelischen Besatzungspolitik und der illegalen Siedlungen bekannt. Zwischen 2009 und 2013 sollen diese Organisationen 169 Millionen Dollar für diese illegalen Zwecke gespendet haben. (4)

Womit wir wieder bei Axel Springer wären. Während die Welt-Zeitung den Slogan „From the River to the Sea“ als einen antiisraelischen Slogan, als „einen Code für die Auslöschung des Staates Israel“ (5) deklariert, sehen die Springer-Medien kein Problem darin, ihr Werbeportal Yad2 zu nutzen, um mit eben diesem Slogan für illegale Siedlungen zu werben. (6)

So veröffentlichen sie einerseits islamfeindliche und antipalästinensische Nachrichten und Berichte in ihren Zeitungen WELT und BILD, beschäftigen sogenannte Islamexperten, die von morgens bis abends wie Chorknaben „Der Islam ist böse“ singen, schwärmen gerne vom „islamistischen Terror“ und tragen maßgeblich zur Verbreitung der Islamophobie in Deutschland bei, während sie andererseits die illegalen Siedlungen in Israel unterstützen.

Christlicher Zionismus

Der Zionismus ist nicht nur eine jüdisch-rassistische Ideologie, sondern vor allem eine christlich-rassistische und messianische Ideologie. (7)

Noch vor den jüdischen Zionisten haben ihre christlichen „Brüder“ diese Ideologie begründet und zum Blühen gebracht. Warum „Brüder“ in Anführungszeichen? Wenn man die verschiedenen evangelikalen und jüdischen Doktrinen des Zionismus durchdenkt, wird sofort klar, dass beide Gruppen sich gegenseitig ausnutzen und betrügen, um ihre ultimativen Ziele zu erreichen.

Amerikanische Präsidenten, ob Demokraten oder Republikaner, unterstützen Israel nicht für das Wohl der Juden, sondern für das christliche „Tausendjährige Reich“. Aber vorher muss Groß-Israel gegründet werden, alle Juden der Welt müssen dort sein und der Messias muss kommen. Je nachdem, welcher Messias kommt, werden entweder alle Nichtjuden oder alle Nichtchristen getötet.

Das mag für manche LeserInnen in Deutschland absurd klingen, doch es gibt nicht wenige mächtige Personen, die an solche Heils- (bzw. Vernichtungs-)Vorstellungen glauben. Dazu gehören Ronald Reagan, George W. Bush, aber auch der jetzige US-Präsident Joe Biden, der sich öffentlich als Zionist bezeichnet hat.

Ob es sich bei der Axel Springer SE um die gleichen Intentionen handelt, kann ich nicht sagen, auch wenn die gleichen Muster (Islam ist böse, Israel über alles) erkennbar sind. Axel Springer „ließ alle seine Mitarbeiter unterschreiben, dass sie sich für eine „Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen“ einsetzen sowie die „Lebensrechte des israelischen Volkes“ unterstützen.“

Ein Grundsatz, der noch heute im Verlag gilt“ (8)

Und wer eine pro-palästinensische Haltung einnehme, solle, so der heutige Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, „kündigen“. (9)

Ob Springer, der im NS-Regime Karriere machte und für die NS-Propaganda mitverantwortlich war, wirklich in einen Gewissenskonflikt geriet und einseitig Israel als Mittel zur Versöhnung zwischen Deutschen und Juden unterstützte, lässt sich nicht sagen. Dass er aber in einer christlich-zionistischen Gemeinschaft, der Marienschwesternschaft, seine geistige Heimat fand, schon. (10)

Und auch der heutige Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns, Mathias Döpfner, hat mit seinem Bekenntnis „Ich bin ein nichtjüdischer Zionist“ (11) seine einseitige Parteinahme für Israel allzu deutlich gemacht als er von der Hamas und anschließend über den „islamistischen Fanatismus“ sprach.

Mit dem letzten Punkt meinte er undifferenziert alle Muslime, stilisierte gleichzeitig alle palästinensischen Mütter zu Brutstätten von Selbstmordattentätern und erwähnte mit keinem Wort, wofür der Zionismus steht. Kein Wort also über den Fanatismus der christlichen oder jüdischen Zionisten.

Döpfners Brief hätte auch von Benjamin Netanjahu stammen können, der auf seine beiden „International Terrorism Conference“ stolz sein kann, zumal die rassistische und zionistische Agenda dieser Konferenzen bis heute nachwirkt.

Ob diese Hassbotschaften auch in Zukunft wirksam sein werden, bis der nach zionistischer Vorstellung keineswegs friedliche, sondern blutrünstige Messias kommt, wird sich zeigen.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


1 Für die Liste aller Teilnehmer, siehe: Ronald Reagan Presidential Library Digital Library Collections.

2 Terrorism, Media, Liberation (Ed. J. David Scolum), S. 153.
3 The Islamophobia Industry, Nathan Lean, S. 144.
4 Vgl. What is Islamophobia? (Ed. U.a. David Miller), S. 200.
7 Für weitere Infos, siehe: Vernetzte Islamfeindlichkeit, Oliver Wäckerlig.

Palästina-Resolution
Israel-Botschafter zerschreddert UN-Charta

New York – Der israelische Botschafter Gilad Erdan vernichtete in einer wütenden Rede nach einer Abstimmung über die Mitgliedschaft Palästinas mit einem Papierschredder eine UN-Charta. Die Generalversammlung stimmte mit 143 zu 9 Stimmen dafür, den Sicherheitsrat zur Anerkennung Palästinas aufzufordern, 25 Länder enthielten sich. Die USA und Israel stimmten dagegen Derzeit ist Palästina in den Vereinten Nationen als „Beobachterstaat“ anerkannt. Nur der Sicherheitsrat kann über die volle Anerkennung eines Staates in der UNO entscheiden. Der palästinensische Vorstoß für eine Vollmitgliedschaft kommt sieben Monate nach Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas. Der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Farhan Haq, sagte am Freitag, auch wenn der israelische Botschafter ein Exemplar der Charta geschreddert habe, bleibe sie intakt, solange die Vereinten Nationen existierten, und von allen Mitgliedstaaten werde erwartet, dass sie ihrer Verpflichtung zur Achtung des Gründungsdokuments nachkämen. Der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Vasily Nebenzya, kommentierte die Resolution mit den Worten, dass die Vollmitgliedschaft in der UNO Palästina in den Verhandlungen auf eine Stufe mit Israel stellen würde, berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik.  Palästina hat seit 2012 einen ständigen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen, während Israel seit 1948 Vollmitglied der Organisation ist.
Die Charta der Vereinten Nationen (UN-Charta) ist der Gründungsvertrag der Vereinten Nationen (United Nations). Ihre universellen Ziele und Grundsätze bilden die Verfassung der Staatengemeinschaft, zu der sich alle inzwischen 193 Mitgliedstaaten bekennen.
Sie wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco am Ende der Konferenz der Vereinten Nationen für internationale Organisation unterzeichnet und trat am 24. Oktober 1945 in Kraft. Das Statut des Internationalen Gerichtshofs ist ein wesentlicher Bestandteil der Charta.

Rüstungsnews
Türkischer Kampfjet TFX Kaan absolviert zweiten Testflug

Ankara – Während die Verhandlungen über die Verkäufe des US-Jets F-16 mit der Türkei noch laufen, hat das erste Kampfflugzeug der Türkei, der TFX-Kaan, weniger als drei Monate nach seinem Erstflug seinen zweiten Testflug absolviert. Ein weiterer Meilenstein in den Bemühungen des Landes, seine Luftwaffe aufzurüsten und die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern. Der Testflug fand in Begleitung eines F-16 der türkischen Luftwaffe am 6. Mai statt, bei dem das Flugzeug nach Angaben des Sprechers des Sekretariats für Verteidigungsindustrie (SSB), Prof. Haluk Görgün, 14 Minuten lang in der Luft blieb und eine Höhe von 10.000 Fuß (3.050 Meter) sowie eine Geschwindigkeit von 230kt erreichte. Der Erstflug wurde am 21. Februar dieses Jahres durchgeführt. „Heute haben wir einen weiteren bedeutenden Tag in der Geschichte der türkischen Luftfahrt und der türkischen Verteidigung erlebt“, sagte Görgün. „Ich gratuliere von ganzem Herzen allen unseren Unternehmen, Angestellten und institutionellen Mitarbeitern, die zu diesem Projekt beigetragen haben, insbesondere unseren Ingenieuren, Piloten und dem technischen Team der Turkish Aerospace Industries (TAI)“, sagte er und fügte hinzu, dass sie feste Schritte in Richtung Massenproduktion unternehmen. Er lobte die Bemühungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der gemeinsam mit dem Land einen solchen Erfolg erzielt hat, und sagte, der türkische Luftraum sei mit lokalen und nationalen Technologien in „sicheren Händen“. In einem Interview bekundete der ukrainische Botschafter in Ankara ein Kaufinteresse der Ukraine.

„Wir (die Ukraine) werden den KAAN-Kampfjet nicht nur kaufen, sondern auch einsetzen, und wir wissen, wo er zum Einsatz kommen wird“, so Wasyl Bodnar in einem Interview mit CNN Türk. Bodnar ist der Ansicht, dass KAAN das Potenzial hat, mit anderen Kampfjets der fünften Generation wie der F-35 und der F-22 aus amerikanischer Produktion zu konkurrieren.

  https://youtu.be/fXiLcui2Hjk?t=63  

Mode
Online-Bekleidungsgeschäfte: Schauen Sie sich die Sommermode für Teenager an – Trends und Farben mit besten Vibes

Mode ist insbesondere für junge Menschen besonders wichtig, um sich zu definieren und um sich in Szene zu setzen. Dabei ist es nicht unwichtig, um welche Marke es sich handelt. Allerdings zeigt sich in den letzten Jahren ein ganz klarer Trend. Große Logos und Allover-Logos sind out. Es lebe das No-Logo-Zeitalter. Denn gerade die großen und bekannten Luxusmarken setzen jetzt darauf, dass nicht zu erkennen ist, um welches Label es sich handelt. Im Grunde weiß so nur der Träger, welche Marke er gerade trägt. Für Menschen, die nicht im Luxuslabelsektor mitmischen können, ist dies natürlich sehr willkommen. Denn es gibt durchaus hochwertige und trendige Kleidung, die nicht von Gucci, Dolce & Gabbana oder Dior stammt.

Hochwertige Bekleidung zum erschwinglichen Preis

Qualitativ hochwertige und moderne Trendklamotten gibt es aber nicht nur aus der Luxusschneiderei. Auch andere Unternehmen wissen, was gerade im Trend ist und setzten ebenfalls auf erstklassige Materialien und beste Verarbeitung. Dies ist beispielsweise auch bei Bolf der Fall. Das Unternehmen hat trendige, moderne und ausgezeichnete Ware, die gerade bei Teenagern sehr beliebt ist. Dabei sind die Oberteile und Hosen in tollen Farben und natürlich in vielen unterschiedlichen Größen erhältlich. Auch bei den Designs lässt sich das Unternehmen etwas einfallen. Die vielfältigen und außergewöhnlichen Designs garantieren, dass für jeden Typ das passende Kleidungsstück zu finden ist. Weitere Informationen finden Sie unter Bolf.

Geiz ist geil – dieser Spruch wird out!

Jahrelang war der Spruch „Geiz ist geil“ beliebt und genau nach diesem Motto wurde geshoppt. Egal, ob es sich dabei um Lebensmittel, Bekleidung oder auch Technik handelte. Es wurde immer nach dem günstigsten Preis gesucht und so gut wie gar nicht auf die Qualität geachtet. Glücklicherweise hat sich dies ebenfalls geändert und selbst Teenager und junge Erwachsene wissen, gute Qualität zu schätzen. Daher setzen diese mittlerweile oft auf qualitativ hochwertige Ware, die dann auch deutlich hochpreisiger ist. Dies hängt natürlich nicht nur mit der Qualität, sondern auch mit dem Umweltschutz zusammen. Hat man Jugendliche vor einigen Jahren gefragt, wie lange sie ihre Kleidung trugen, filterte sich heraus, dass sie oftmals nur eine einzige Saison im Kleiderschrank war und dann im Müll landete. Dies ist anders. Selbst die Jugend hat in der Zwischenzeit gemerkt, dass Oberteile oder Hosen und Röcke durchaus auch mehrere Jahre getragen werden können. Hier muss natürlich die Qualität stimmen. Billigware, die nach mehreren Waschgängen schon wie ein Putzlappen ausschaut, übersteht die Saison meist nicht. Auserwählte Bekleidung hingegen kann viele Jahre ein Begleiter sein und so schnell zum Lieblingsstück mutieren. Schaut man sich Discounter-Bekleidung und Markenbekleidung an, merkt man schnell den Unterschied. Das Material sowie die Verarbeitung lassen beim Discounter zu wünschen übrig, was sich natürlich auch im Preis zeigt. Wer länger von seinem Kleidungsstück haben möchte, sollte daher besser auf hochwertige Textilien setzen. Auch wenn diese etwas hochpreisiger sind, spart man am Ende dabei.  

Kommentar
Schwedische Zentralbank vor der ersten Zinssenkung

von Svein Aage Aanes

Die jüngsten Äußerungen und Signale der schwedischen Zentralbank (Riksbank) wurden von den Marktteilnehmern dahingehend interpretiert, dass eine erste Zinssenkung bevorsteht.

Auch die Entwicklung der schwedischen Wirtschaft deutet weitgehend auf eine erste Zinssenkung noch vor dem Sommer hin: Die Inflation ist zurückgegangen und das Wirtschaftswachstum war im bisherigen Jahresverlauf eher schwach. Der Markt erwartet derzeit eine Zinssenkung auf der Juni-Sitzung der Riksbank, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung auf der Sitzung am 8. Mai bei etwa 50 % liegt.

Der genaue Zeitpunkt der Zinssenkung scheint nicht allzu wichtig zu sein, d.h. ob die Zinssenkung im Mai oder im Juni erfolgt. Es ist wahrscheinlich, dass eine Zinssenkung im Mai zu einem leichten Rückgang der kurzfristigen schwedischen Zinsen und möglicherweise zu einer leichten Schwächung der SEK führen wird, auch weil der Markt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Juni etwas erhöhen könnte.

Um jedoch stärkere Markteffekte zu erzielen, müssten wir wahrscheinlich entweder keine Zinssenkung im Mai/Juni oder Zinssenkungen auf beiden Sitzungen sehen. Wir rechnen weiterhin mit einer Zinssenkung in Schweden vor dem Sommer.

Schwedische Anleihen angemessen bewertet

Die Zinsentwicklung in Europa und den USA wird für den zukünftigen Zinspfad in Schweden und Norwegen von Bedeutung sein, nicht zuletzt aufgrund des Einflusses auf die Wechselkurse. Die besser als erwartete wirtschaftliche Entwicklung in den USA und die damit verbundene wahrscheinliche Verschiebung von Zinssenkungen in den USA machen Zinssenkungen in der nordischen Region etwas schwieriger. Andererseits wirken die Signale der EZB, die auf eine mögliche erste Zinssenkung im Juni hindeuten, in die entgegengesetzte Richtung.

Bei der Entscheidung über den Zeitpunkt von Zinssenkungen werden daher auch die inländische Wachstums- und Inflationsentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Im Falle Schwedens, wo Wachstum und Inflation in letzter Zeit eher schwach waren, deutet dies auf relativ frühe Zinssenkungen hin. In Norwegen, wo Wachstum und Inflation höher waren, dürfte dies langsamer geschehen. Für die mittel- bis längerfristigen Zinsaussichten ist natürlich die Zinsentwicklung in den USA und Europa von großer Bedeutung.

Der schwedische Markt erwartet in den nächsten 12 Monaten kumulierte Zinssenkungen von etwa einem Prozentpunkt. Angesichts der Entwicklung der schwedischen Wirtschaft und der Signale der Zentralbank erscheint uns dies vernünftig und deutet darauf hin, dass schwedische Anleihen angemessen bewertet sind.

Wir halten die Aussichten für die nordischen Anleihemärkte insgesamt für recht attraktiv. Der genaue Pfad der Zinssenkungen ist noch sehr unsicher, aber es ist wahrscheinlich, dass wir uns von einer Phase (starker) Zinserhöhungen zu einer Phase der Zinssenkungen durch die Zentralbanken bewegen. In solchen Phasen entwickeln sich die Rentenmärkte in der Regel recht gut.

Die Kreditspreads in der nordischen Region sind seit ihrem Höchststand im Oktober 2022 zurückgegangen, aber die Spreads sind immer noch auf einem recht anständigen Niveau. Nicht zuletzt am Hochzinsmarkt. Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte für Hochzins- und Investment-Grade-Anleihen bis Ende 2024 gut entwickeln werden.


Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB Asset Management:

Gaza-Krieg
Türkei stellt jeglichen Handel mit Israel ein

Ankara – Die Türkei hat den gesamten Handel mit Israel unter Hinweis auf die „sich verschlimmernde humanitäre Tragödie“ in den palästinensischen Gebieten gestoppt, was scharfe Kritik des israelischen Außenministers hervorrief. „Export- und Importtransaktionen mit Israel wurden gestoppt, und zwar für alle Produkte“, teilte das türkische Handelsministerium mit. „Die Türkei wird diese neuen Maßnahmen strikt und entschlossen umsetzen, bis die israelische Regierung einen ununterbrochenen und ausreichenden Fluss humanitärer Hilfe nach Gaza zulässt.“ „Seit dem ersten Tag ist unser Land den Menschen in Gaza zu Hilfe geeilt, hat zehntausende Tonnen humanitärer Hilfe mit Schiffen und Flugzeugen in die Region gebracht, insbesondere Lebensmittel, Gesundheits- und medizinische Hilfsgüter, hat Tausende von Patienten evakuiert und unseren palästinensischen Brüdern und Schwestern in diesen schwierigen Tagen beigestanden“, so das Ministerium. Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte am Freitag, die Türkei habe das Handelsverbot verhängt, weil sie der Gewalt in Gaza nicht länger „tatenlos zusehen“ könne. „Wir haben die Tür (zum Handel) geschlossen, als ob es dieses Handelsvolumen nicht gäbe“, sagte Erdoğan nach dem Freitagsgebet vor Reportern in Istanbul. Das türkische Handelsministerium kündigte Anfang April erstmals Ausfuhrbeschränkungen für Israel an und stoppte die Ausfuhr von Eisen- und Stahlerzeugnissen und Baumaschinen. Die beiden Länder hatten im Jahr 2023 ein Handelsvolumen von 6,8 Mrd. USD.

Israel verurteil Entscheidung

Israels Außenminister Israel Katz warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan nach Bekanntwerden der Beschränkungen vor, wie ein „Diktator“ zu handeln. Katz sagte, Erdoğan breche „Vereinbarungen, indem er Häfen für israelische Importe und Exporte blockiert“. Katz: „So verhält sich ein Diktator, der die Interessen des türkischen Volkes und der Geschäftsleute missachtet und sich über internationale Handelsabkommen hinwegsetzt.“ Katz fügte hinzu, dass Israel versuchen werde, alle verlorenen Produkte durch lokale Produktion und Importe aus anderen Ländern zu ersetzen.  

Klage gegen israel
Türkei will sich Klage gegen Israel anschließen

Ankara – Die Türkei wird sich der Klage Südafrikas vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) anschließen, das Israel des Völkermordes im Gazastreifen beschuldigt, sagte der Außenminister des Landes am Mittwoch. „Die Türkei hat beschlossen, sich der Völkermordklage Südafrikas gegen Israel vor dem IGH anzuschließen“, sagte Hakan Fidan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem indonesischen Amtskollegen Retno Marsudi, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Bei einem Treffen in der Hauptstadt Ankara sprachen die beiden unter anderem über Palästina und die Lage in Gaza. „Mit diesem Schritt hoffen wir, dass der Prozess vor dem IGH in die richtige Richtung geht“, fügte Fidan hinzu. Fidan wies darauf hin, dass die Bemühungen der Türkei um den Antrag schon „sehr lange“ andauerten und Ankara seine juristische Arbeit an dem Fall bald abschließen werde. „In der Zwischenzeit werden wir mit allen befreundeten und verbündeten Ländern weiter daran arbeiten, was in dieser Angelegenheit noch getan werden kann und welche Länder weitere Anträge stellen können“, fügte er hinzu. Südafrika hatte im Dezember 2023 Klage gegen Israel eingereicht und dem Land die Verletzung der Völkermord-Konvention vorgeworfen.

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