Gesundheit
Check: Diese Tricks helfen gegen Blutzuckerspitzen

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Blutzucker, Insulin und Übergewicht hängen eng zusammen: Das Hormon Insulin schleust den Zucker aus dem Blut in die Zellen. Es bewirkt aber auch, dass überschüssiger Zucker als Fett eingelagert wird. Ist der Insulinspiegel oft erhöht, beispielsweise durch Snacken, fällt das Abnehmen schwer. Die Lösung: Blutzuckerspitzen vermeiden. Tipps dazu kursieren im Internet viele, doch nicht alle sind ausreichend belegt. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau hat die häufigsten genau geprüft.

Kleiner Spaziergang nach dem Essen

Salat als Vorspeise zu essen ist ein Tipp, der immer wieder zu lesen ist. Tatsächlich gelangen durch die Ballaststoffe die Kohlenhydrate langsamer ins Blut. Außerdem stillt die Vorspeise den ersten Hunger, die Hauptspeise könnte kleiner ausfallen. Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner in Hamburg, sagt: „Eine gute Gewohnheit, durch die verhindert werden kann, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt.“ Allerdings ist es beim Dressing wichtig, dass es nicht zu viel Zucker oder ungesunde Fette enthält. Auch ein kleiner Spaziergang nach dem Essen ist ein guter Trick, um Blutzuckerspitzen vorzubeugen. Denn die Bewegung führt zu einem erhöhten Glukoseverbrauch in den Muskeln. „Jeder Schritt zählt“, ermutigt Experte Matthias Riedl. „Schon fünf bis zehn Minuten können bewirken, dass der Blutzucker leicht sinkt.“ Sinnvoll ist es auch, Kohlenhydrate schlau zu kombinieren. Vor allem weißer Reis oder Nudeln sollten mit Ballaststoffen aus zuckerarmem Gemüse wie Spinat oder Karotten, sowie Eiweiß und Fetten gegessen werden. Durch diese Mischung werden die Kohlenhydrate langsamer verdaut.

Süße Snacks gleich nach der Hauptmahlzeit

Absehen sollte man davon, viel mit Zimt zu würzen, auch wenn dies im Internet oft als Tipp genannt wird. Zwar verfeinert Zimt den Geschmack von Speisen und wirkt sich durchaus auch auf den Blutzucker aus, das zeigen mehrere Studien. Diabetologe Riedl rät in der „Apotheken Umschau“ dennoch davon ab, Zimt gezielt als Blutdrucksenker einzusetzen. „Dafür ist der genaue Effekt auf den Blutzucker bei Menschen mit Diabetes und Stoffwechselgesunden einfach zu unklar.“ Vorsicht ist auch bei Zimt-Präparaten geboten. Denn die enthalten manchmal Kumarin, das in größeren Mengen leberschädigend sein kann. Oft ist als Tipp auch zu lesen, dass man auf Snacks verzichten sollte. So pauschal lässt sich das aber nicht sagen. Fürs Abnehmen sind drei Mahlzeiten am Tag ideal. Wenn dazwischen vier bis fünf Stunden vergehen, sinkt der Insulinspiegel. Nur dann kann der Körper Fett abbauen. Wer sich etwas Süßes gönnen möchte, sollte dies besser direkt nach einer gesunden Hauptmahlzeit tun. So empfiehlt es auch Diplom-Ökotrophologin Dr. Astrid Tombek aus Bad Mergentheim und erklärt: „Der Zucker gelangt dann nicht so rasant ins Blut.“

Fall Ayhan Bora Kaplan
Yücel: „Hat Deutschland hier erneut seine Finger im Spiel?“

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel

In Ankara stolpern gleich mehrere Polizeibeamte des höheren Dienstes ausgerechnet über den eigenen Kronzeugen eines Mafia-Prozesses, der nicht nur die Mafiastruktur selbst, sondern auch die Regierungskoalition belasten soll. Das Komplott der Beamten gleicht dabei den Komplotts zwischen 2006 bis 2013, bei der Hunderte Politiker, Journalisten und Militärs in Massenprozessen verurteilt wurden. Zwischen 2013 bis 2016 stellte sich schließlich langsam heraus, dass die FETÖ (Organisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen) die gesamte Staatsstruktur infiltrieren ließ, um einen Regierungsumsturz zu erzwingen.

Nur ein Jahrzehnt später nach den letzten Rehabilitationen der Verurteilten der Massenprozesse: Erk Acarer, ehemaliger Journalist der linksoppositionellen Tageszeitung Birgün und seit April 2017 im „Exil“ in Berlin lebend, erklärt Anfang Mai, „alle Nachrichten, die ich mache, wollen insbesondere das LKA und das Bundesinnenministerium. Und die höhere Ebene will es auch!“

Ist nichts neues, aber vielsagend, dass die deutschen Sicherheitsbehörden ein großes Interesse gegenüber Strukturen zeigen, die in der Türkei negativ aufgefallen, ja sogar am letzten Putschversuch beteiligt oder in Komplotts verwickelt waren. Insbesondere aber jene aufnehmen, hegen und pflegen, die die türkische Regierung ständig im negativen Rampenlicht halten.

Da wäre z. B. die Aussage von Bruno Kahl, dem Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, der die Fethullah Gülen-Bewegung nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei in einem Interview 2017 wie einen Gartenverein repräsentierte. Oder wie das LKA in Berlin 2018 noch rechtzeitig die Blackbox der Gülen-Sekte, Adil Öksüz, vor der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı in Sicherheit brachte, die nach langer Recherchearbeit in Deutschland auf die Nummer zwei der Gülen-Sekte in Berlin Neukölln stieß; ein Haupttatverdächtiger, der während des gescheiterten Putschversuchs auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Akıncı die Befehle für die Angriffe, u. a. auf das türkische Parlament, austeilte.

Aber zurück zum Anfang dessen, das gegenwärtig in Ankara für Furore sorgt. Vor 8 Monaten wurde auf spektakuläre Weise der Kopf einer mafiösen Struktur namens Ayhan Bora Kaplan nach Ankunft in der Türkei irgendwo auf einer Landstraße zwischen dem Flughafen Esenboga und der Hauptstadt Ankara verhaftet. Bei der Verhaftung anwesend: Murat Çelik, stellvertretender Polizeichef von Ankara, dann der Direktor der Abteilung für organisierte Kriminalität, Kerem Öner und vermutlich auch Şevket Demircan, ein Oberkommissar im gehobenen Dienst in derselben Abteilung.

Überaus kurios, denn seit wann stellen sich Polizeichefs oder deren Stellvertreter und Assistenten des höheren Dienstes sich mitten auf die Straße, ziehen die Waffe und richten es auf ein herannahendes Fahrzeug, um einen Schwerstkriminellen festzunehmen? Aber es kommt noch besser! Nicht das schwerbewaffnete Einsatzkommando der Polizei zieht den Mafiosi aus dem Fahrzeug, sondern der stellvertretende Polizeichef höchstpersönlich packt Ayhan Bora Kaplan am Genick und zerrt ihn aus dem Sitz hinaus und drückt ihn auf den Boden, der sich geradezu erkenntlich zeigt und keine Gegenwehr gegen einen Bürokraten leistet.

Angesichts der rigorosen Verfolgung von Mafiabanden in der Türkei durch den türkischen Innenminister Ali Yerlikaya und dem ständigen Einsatz entsprechender schwerbewaffneter Kräfte, sticht das Verhaftungs-Szenario in Ankara erst im Mai dieses Jahres geradezu hervor; wie all die anderen gestellten Szenarien, die zu den Massenverhaftungen in den Ergenekon- und Vorschlaghammer-Prozessen zwischen 2009 bis 2013 führten und erst im nachhinein in ausgiebigen neu aufgerollten Ermittlungs- und Prozessverfahren aufgedeckt werden konnten.

Das Ende vom Lied damals: All die vorgelegten Beweise und Lasten zu Ungunsten der inhaftierten und verurteilten Politiker, Journalisten, Militärangehörigen in den Massenprozessen waren entweder fingiert oder unter Androhung von Kronzeugen erpresst worden. Erst jetzt begriff man, was allen widerfahren war und alle richteten ihre Blicke auf die Fethullah Gülen Sekte und sein Machtapparat in Medien, Politik und Staat. Seither wird die Sekte juristisch verfolgt; wenn die türkische Justiz denn derer habhaft werden kann. Die Köpfe dieser Sekte setzten sich rechtzeitig ins Ausland ab und leben seither unter dem Schutz westlicher Länder.

Kommen wir wieder zur Gegenwart. Die große Frage, die sich derzeit Land auf Land ab viele namhafte Journalisten stellen ist:  wer ist noch in diesen jüngst aufgedeckten Komplott involviert und ist das Ausland darin verwickelt?

Kurz nach der spektakulären Verhaftungsszene in Ankara und für wenige Wochen, leistete Erk Acarer wie gewohnt die Vor- und Nacharbeit dazu, welche Kontakte Ayhan Bora Kaplan womöglich über Dritte oder Vierte mit ehemaligen oder noch im Amt befindlichen Kabinettsmitgliedern gepflegt haben soll. Das Thema ebbte jedoch ab; auch weil es diesmal niemanden in der Türkei wirklich bewegte und vor allem, auch wachsame Journalisten zugegen sind, die Acarer genau auf die Finger schauen.

Anfang Mai dieses Jahres betrat Erk Acarer auf YouTube wieder mit dem Namen Ayhan Bora Kaplan die Weltbühne; oder sollen wir lieber von einer deutschen Leinwand sprechen? Acarer hatte Serdar Sertçelik auf YouTube eingeladen, einem Kronzeugen, der innerhalb der mafiösen Struktur von Ayhan Bora Kaplan beheimatet sein soll. Sertçelik sprach dabei von einem Komplott gegen Kabinettsmitglieder, auch ehemalige, wie dem Innenminister Süleyman Soylu, von einem abgetakelten Spiel gegen die Koalitionsregierung. Als Hebel sollen Ayhan Bora Kaplan und er dienen, hätten unter Zwang als Kronzeugen gegen namhafte Politiker aussagen und belasten sollen, seien ihm hierzu vorgedruckte Geständnisse vorgelegt worden, die er unterschreiben sollte.

Nach dem Korruptionsskandal von 2013 und dem Skandal um den türkischen Nachrichtendienst MIT, der 2013 angeblich Waffen an die IS geliefert haben soll – Can Dündar hatte das zwar in die europäischen Gazetten getragen, sich aber nach Jahren von dieser Aussage wieder notgedrungen und klammheimlich während einer ZDF Talkshow mit Markus Lanz distanziert – nun ein weiterer Skandal, der die Regierung diesmal mit Mafia-Verbindungen zu Fall bringen soll?

Nicht überraschend, wenn man seit mehr als einem Jahrzehnt die erhobenen Korruptionsvorwürfe – u. a. von Erk Acarer, Cevheri Güven oder Can Dündar – verfolgt und nüchtern feststellen muss, dass die Vorwürfe inhaltlich bislang nicht bekräftigt werden konnten.

Das Ergebnis nach bekanntwerden der Details von Sertçelik: seit dem 9. Mai wurden 8 Polizeibeamte im höheren Dienst des Polizeipräsidiums in Ankara, darunter Murat Çelik, Kerem Öner und Şevket Demircan erst vom Dienst suspendiert, dann festgenommen. Sie stehen seither unter Verdacht, ein Komplott organisiert und dabei u. a. Beweise fingiert, „Kronzeugen“ rechtswidrig außer Landes gebracht und bedroht haben.

Die Blicke haben sich von den suspendierten und verhafteten Polizeibeamten abgewendet und richten sich seitdem u. a. auf Engin Dinç, dem Polizeidirektor von Ankara, der schon als Polizeipräsident von Trabzon beim Mordfall Hrant Dink keine rühmliche Figur abgab und auch sonst in diesem Zusammenhang mit ganz anderen Verfahren zu kämpfen hat, die stets in Richtung Fethullah Gülen zeigen – auch der Mordfall Hrant Dink.

Das Problem besteht darin, dass diese Beamten nicht allein gehandelt haben könnten – so die Mutmaßungen -, ohne dass die Vorgesetzten oder der Polizeipräsident Wind davon bekommen hätten. Es handelt sich nämlich u. a. um eine Verhaftung eines tatverdächtigen Mafiabosses, der in elektronischen Fußschellen kurze Zeit später unter Mitwirkung der beschuldigten Beamten die europäische Grenze überschreitet, um nach kurzer Zeit dann zurückgepfiffen und unmittelbar nach der Landung in Esenboga von selbigen verhaftet zu werden. In einer Zeit, in der nicht einmal mehr türkische Industrielle ohne weiteres ein EU-Visum erhalten, um mit ihren Produkten einer Messe in Europa beizuwohnen, werfen solche Schlagzeilen einen langen dunklen Schatten bis nach Europa.

Das es sich dabei um eine Vorbereitung eines Komplotts handelt, wird durch die bisherigen Untersuchungsergebnisse des Innenministeriums bestärkt, die langsam durchsickern. So sollen die Beamten Kontakt mit den Kronzeugen gepflegt haben, in dem sie die Handys von Mitbeschuldigten der Kronzeugen benutzten und nie die eigenen Dienst- oder Privathandys. Und dann diese Theatralik um die Verhaftung von Ayhan Bora Kaplan, bei der die Polizeibeamten selbst Hand anlegten. Mittlerweile lacht die halbe Türkei über dieses gestellte Szenario in Ankara.

Nichtsdestotrotz lobt sich Erk Acarer selbst für die offensichtliche Erst-Enthüllung, die er aber in einer anderen ihm genehmen Konstellation vorstellt. Er sei es, der diesen Skandal in Ankara eigentlich aufgedeckt habe; versucht dabei jedoch weiterhin, politische Persönlichkeiten in die negativen Schlagzeilen zu ziehen. Hat Acarer wirklich Recherchearbeit geleistet oder bekam er wie alle anderen den Brandbrief zu Gesicht und verwertete es sofort, ohne nachzuforschen und es bestätigen zu lassen – vielleicht um sich aus dem Schussfeld zu begeben?

Nur zwei Wochen nach Acarer trat Parteichef Devlet Bahceli vor die MHP-Fraktion, warnte eindringlich vor einem Komplott, die der Regierung, der Koalitionspartei MHP, der Rechtstaatlichkeit und Mitgliedern der großen Nationalversammlung schaden solle.

Bahceli und viele andere Parteichefs des türkischen Parlaments, die Ministerien wie auch die Polizeibehörden und Medien, hatten jedoch von Serdar Sertçelik dieselbe Hiobsbotschaft als Brandbrief erhalten. Wann dieser Brief an die Adressaten verschickt wurde, ist nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass die Angeschriebenen sich erst vergewissern wollten, wer der Verfasser ist, ob der Inhalt für bare Münze genommen werden kann und ob die Vorwürfe stimmig sind, um damit an die Öffentlichkeit zu treten.

Bahceli trat also genau 10 Tage nach Erk Acarer vor die MHP-Fraktion und sprach erstmals über diesen „Komplott“ gegen seine Partei wie auch die Regierung. Offensichtlich waren die Erläuterungen im Brandbrief bis dahin gegengecheckt worden und man hielt es schließlich für wichtig, damit an die Öffentlichkeit zu treten. Aber wieviel Zeit hatte Acarer, die Angaben aus Deutschland heraus zu überprüfen und beinahe zeitnah die Hiobsbotschaft loszuwerden? Kurios dabei: in seiner YouTube-Folge mit Serdar Sertçelik, flippte Acarer geradezu aus, als Serdar Sertçelik immer wieder betonte, dass das Ziel die Türkei, die Regierung und Kabinettsmitglieder seien.

Es gab in diesem YouTube-Video für Acarer nur eine richtige Antwort, die von ihm akzeptiert werden konnte, um seine Vorwürfe gegenüber der türkischen Regierung weiterhin aufrechtzuerhalten. Nur eine Antwort die Serdar Sertçelik bei ihm geltend machen konnte, sich jedoch nicht beugte und bei seiner Feststellung blieb. Sertçelik musste ja schon einmal als Kronzeuge den Polizeibeamten unfreiwillig die vorgegebene Antwort geben, und jetzt sollte er danach auch einem aus Deutschland nachgeben, dass zu sagen, was man von ihm verlangt. Er tat es jedoch nicht.

Die große Frage lautet derzeit in der Türkei: Hat Deutschland, hat der Westen hier erneut seine Finger im Spiel und sind Erk Acarer, Can Dündar oder Cevheri Güven nur Marionetten eines großangelegten Komplotts gegen die türkische Regierung? Bei den Letzteren ist man sich sicher! Beweggründe gibt es zuhauf, was Europa bzw. den Westen anbelangt: Der Konflikt der Türkei mit der PKK in Nordsyrien und Nordirak; die Haltung zu Israel; die Haltung zu Libyen und in diesem Zusammenhang das Seerechtsabkommen, die den Transport von Gas aus dem Erdgasfeld Leviathan nach Europa verkompliziert; und natürlich die Zypern-Frage.

Die Geschichte des Nahen Ostens hat gezeigt, dass genehme Regierungen länger an der Macht bleiben als unangenehme und im Widerspruch zu den westlichen Interessen stehende Regierungen. Dabei hat auch Deutschland seinen Stempel aufgedrückt, wenn auch nur als williger Helfer.

Das muss nicht meine Meinung widerspiegeln, dass ist nur meine Beobachtung dazu, denn dies ist derzeit das Gesprächsthema in sehr vielen politischen Talkshows in der Türkei. Gründe gibt es genug: Die „Operation Rubikon“, bei der Deutschland half, das Verbündete wie die Türkei abgehört werden, oder der Lauschangriff auf die Türkei, die 2014 publik wurde…

Die Türkei hat sich nach der Aufdeckung der FETÖ, vor allem nach dem gescheiterten Putschversuch gesamtgesellschaftlich verändert; das sagt auch der ehemalige Oberst Gürsel Tokmakoglu. Als Opfer der Fethullah Gülen-Sekte standen ihm vor einem Jahrzehnt weder Medien, noch die Politik beiseite, so Tokmakoglu in einem Beitrag auf X. Laut eigenen Angaben hätten alle mit der Begründung abgewiegelt, ebenfalls bedroht zu werden.

Das Ergebnis sei gewesen, dass Personen wie Adil Öksüz, Ramazan Akyürek und weitere, ihre Plätze eingenommen und sich 10 Jahre lang auf den Putsch vorbereitet hätten. Tokmakoglu zufolge gebe es dahingehend wieder Aktivitäten im Land, deren Ziel es sei die Regierung zu stürzen. Er sei aber zuversichtlich, dass man es diesmal ohne Märtyrer wie in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 diese schwere Zeit meistern werde. Diesmal würden die Medien und die Politik zuhören und entsprechend handeln, seien wachsamer als zuvor, so Tokmakoglu.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
 

Algerien
Französischer Fußballtrainer Patrice Beaumelle zum Islam konvertiert

Algier – Zahlreiche Prominente sind seit Beginn des Gaza-Krieges zum Islam konvertiert. Nach dem Rapper Lil Jon und der brasilianischen Kampfsportlegende Royce Gracie, hat nun auch der Trainer des renommierten algerischen Fußballklubs Mouloudia Club d’Alger (MC Alger), Patrice Beaumelle, seinen Übertritt zum Islam bekannt gegeben. Ein viral gegangenes Video zeigt Beaumelle in einer algerischen Moschee, wie er mithilfe eines Imams die Schahada, das islamische Glaubensbekenntnis, ausspricht. Beaumelle habe nun den Namen Amir angenommen. In einem Video erklärte Beaumelle, seine Konversion sei von den Ereignissen in Gaza beeinflusst und von der Widerstandsfähigkeit des palästinensischen Volkes inspiriert worden. Beaumelle hat sowohl als Spieler als auch als Trainer Karriere gemacht. Als Spieler war er Verteidiger, vor allem in den Jugendmannschaften von Stade Beaucairois und Nîmes. Seine Bekanntheit beruht jedoch auf seiner Trainerkarriere. Er war vor allem als Assistenztrainer an der Seite von Herve Renard für verschiedene Mannschaften tätig, darunter die Nationalmannschaft von Angola, USM Alger, Sambia und die Elfenbeinküste. Beaumelle hat auch Führungsaufgaben übernommen, wie z. B. seine Zeit als Cheftrainer der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste und seine derzeitige Position als Cheftrainer des algerischen Vereins.

Fall Ayhan Bora Kaplan
Bütün: „Unterwanderung türkischer Behörden noch nicht vorbei?“

Ein Gastkommentar von Marina Bütün

Das türkische Wort für „Putsch“ lässt aktuell jeden hellhörig werden, der den Putsch am 15. Juli 2016 in der Türkei miterlebt hat. Dieser Tag ging an keinem Bürger der Türkei spurlos vorüber. Verschiedenen türkischen Medien zufolge, seien kürzlich die Häuser von drei Polizeibeamten, die in den Ermittlungen gegen die kriminelle Organisation Ayhan Bora Kaplan erwähnt und vom Innenministerium suspendiert worden waren, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die kriminelle Vereinigung Ayhan Bora Kaplan soll es sich um die Häuser des vom Dienst suspendierten stellvertretenden Polizeichef von Ankara, Murat Çelik, des Direktors der Abteilung für organisierte Kriminalität, Kerem Öner, und seines Assistenten Şevket Demircan, sowie um das Haus einer Person , die von dem Geheimzeugen Serdar Sertçelik als „Ufuk-Kommissar“ bezeichnet wurde, handeln.

Der Prozess gegen Ayhan Bora Kaplan und seine Bande, die im Rahmen der von Innenminister Ali Yerlikaya seit seinem Amtsantritt angestrebten Operationen gegen kriminelle Organisationen verhaftet wurden, ist aktuell in vollem Gange.

Kaplan weigerte sich, über ein Foto auszusagen, das er während des Putschversuchs am 15. Juli 2016 mit einer Pistole vor dem TRT-Gebäude aufgenommen hatte. Er sperrte sein Telefon, das nicht untersucht werden konnte, und akzeptierte keine Anklage.

Am 6. Mai wurde eine Untersuchung aufgrund von Vorwürfen eingeleitet, die von Nummer 2 des Verbrechersyndikats Ayhan Bora Kaplan, dem flüchtigen Serdar Sertçelik, erhoben wurden, einem geheimen Zeugen in diesem Fall. Die Vorwürfe richten sich gegen die Sicherheitsdirektion der Provinz Ankara. In einem Gespräch mit dem Journalisten Erk Acarer behauptete Sertçelik, dass er unter dem Druck von Polizeibeamten der Polizeidirektion Ankara zu einem „geheimen Zeugen“ geworden sei und dass er hinsichtlich des Inhalts seiner Aussage unter Druck gesetzt und manipuliert worden sei.

Nach dieser Entwicklung betonte der Vorsitzende der Regierungskoalitionspartei MHP, Devlet Bahçeli, in seiner Erklärung vor ein paar Tagen, dass es sich um eine Verschwörung handele, die nicht mit der Suspendierung einiger Polizeichefs abgetan werden könne.

Bahçeli:

„Wenn wir uns jenen beugen, die in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Justiz die Wiederholung des Putschversuchs vom 17. bis 25. Dezember planen, möge man uns den Hals umdrehen“.

Nach Bahçelis Äußerungen traf Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Abend im Präsidialkomplex mit Justizminister Yılmaz Tunç und dem Chef des Inlandsgeheimdienstes İbrahim Kalın zusammen. Nach diesem kritischen Gipfel, über den man in der Türkei durch das Nachrichtenmedium A Haber erfuhr, richteten sich alle Augen auf die Fraktionssitzung der AK-Partei, die kurz darauf von Präsident Recep Tayyip Erdoğan abgehalten wurde.

Bei dieser Korruptions- und Bestechungsoperation vom 17. bis 25. Dezember handelt es sich um Ermittlungen, die 2013 und 2014 durchgeführt wurden und bei denen einige öffentliche Einrichtungen und Organisationen sowie Beamte, darunter vier Minister, des Fehlverhaltens und der Bestechung beschuldigt wurden. 89 Personen wurden damals verhaftet!

Bei der von der stellvertretenden Istanbuler Generalstaatsanwältin Zekeriya Öz damals koordinierten Operation wurden 89 Personen festgenommen, darunter Barış Güler, der Sohn des damaligen Innenministers Muammer Güler, Salih Kaan Çağlayan, der Sohn des damaligen Wirtschaftsministers Zafer Çağlayan, Abdullah Oğuz Bayraktar, der Sohn des damaligen Umwelt- und Urbanisierungsministers Erdoğan Bayraktar, der Generaldirektor der Halkbank Süleyman Aslan, die Geschäftsleute Ali Ağaoğlu und Reza Zarrab sowie der Bürgermeister von Fatih Mustafa Demir.

Das Zwischenurteil und die nächste Anhörung finden jetzt am 20. Mai 2024 statt.

Das Zwischenurteil wurde im Prozess gegen 61 Angeklagte verkündet, davon wurden 28 festgenommen, die im Rahmen der Ermittlungen gegen die kriminelle Vereinigung angeklagt waren. 8 der 28 verhafteten Angeklagten wurden unter Auflagen der Justizkontrolle freigelassen. Die nächste Anhörung wurde auf den 20. Mai vertagt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Quellen:

https://www.ahaber.com.tr/gundem/2024/05/15/kulliyede-gece-saatlerinde-kritik-toplanti-baskan-erdogan-mit-baskani-kalin-ve-adalet-bakani-tuncu-cagirdi-tum-gozler-ak-parti-grup-toplantisinda/amp?fbclid=iwzxh0bgnhzw0cmtaaar3pokph3v6ozu3bc_nxoo8y39dqtn74tid6thnctpy5elbua6swnkfrk_c_aem_acfudpsmsuercybissolklu8ed9kw1f7lrjtapffwodyfjwfro-cc10oeydveysw3zw7rkfz7th-za25iggpdvdq

https://gazeteoksijen.com/turkiye/ayhan-bora-kaplan-sorusturmasi-gorevden-uzaklastirilan-polis-mudurlerinin-evinde-arama-211221

https://tr.euronews.com/my-europe/2021/12/17/17-aralikin-17-aktoru-bugun-nerede

https://medyascope.tv/2024/04/19/15-temmuzda-trt-onundeki-silahli-fotograf-telefonunu-kilitlemesi-ve-daha-fazlasi-iste-ayhan-bora-kaplan-davasinda-yasananlar/

Die Kunst des Marmorierens
Ebru-Malerei: Kunstausstellung in Frankfurt am Main

Von Kemal Bölge

Die Ursprünge der Ebru-Kunst, also der Technik des Malens auf Wasser, reichen bis ins 8. und 9. Jahrhundert. In Asien, genauer gesagt in Turkestan, aber auch in Japan ist diese uralte Kunst des Marmorpapiers bekannt. Über die berühmte Seidenstraße und Persien gelangte sie nach Anatolien, wo Scheich Sadık Efendi als einer der Wegbereiter dieser Kunst gilt. Im Osmanischen Reich wurde die Bewegung der Farben auf dem Wasser hoch geschätzt, denn sie galt nicht nur als Kunst, sondern hatte auch eine meditative Wirkung. Nach Europa gelangte die türkische Maltechnik im 17. Jahrhundert unter dem Namen „Marmoriertes Papier“ oder „Türkisches Papier“. Von dem russischen Maler Wassily Kandinsky stammt der Satz: „Farbe ist eine Kraft, die direkt auf die Seele wirkt“.

Es sind besondere Farben, die auf das Wasser aufgetragen werden, sich nicht vermischen und es zu einem Kunstwerk werden lassen. Grundlage ist eine mit Carrageen angereicherte Flüssigkeit, die dafür sorgt, dass das Wasser dickflüssig bleibt. Denn die Beschaffenheit des Wassers spielt in der Ebru-Kunst eine große Rolle. Eine weitere wichtige Substanz ist das sogenannte „Öd“, die Gallenflüssigkeit des Rindes. Gemalt wird mit Pinsel und speziellen Farben in einem speziellen Becken. Mit dem Pinsel wird die Farbe aufgenommen und ins Wasser getupft. Dann werden die Metallstäbe geformt. Anschließend wird ein Blatt Papier auf die Wasseroberfläche gelegt. Nachdem das Muster auf der Wasseroberfläche haftet, wird es langsam abgezogen und zum Trocknen beiseitegelegt.

Eine Kunstausstellung im Türkischen Kulturzentrum in Frankfurt am Main widmet sich dieser traditionellen türkischen Kunst. Veranstalter sind das türkische Bildungsministerium und der Kulturattaché des Generalkonsulats Frankfurt. Die Besucher können sich einen ersten Eindruck von den Arbeiten des Ebru-Kurses verschaffen. Musikalisch umrahmt wird der Abend mit einem Konzert auf der Längsflöte (Ney).

Türkisches Kulturzentrum, 25. Mai 2024 Beginn 18 Uhr, Eintritt frei Adresse Höhenstraße 44 60385 Frankfurt am Main  

Gkücksspiel
Die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Glücksspiel: Hierauf kommt es beim Spielen an

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Die ein oder andere Runde im Online-Casino gehört mittlerweile zur festen Routine vieler Spieler. Grundsätzlich verwundert das nicht, da die Anbieter nicht nur eine Chance auf Gewinne lassen, sondern auch mit ihrem Sortiment überzeugen. Das bringt eine große Menge an Spielspaß, der sich sogar ohne große Einsätze leicht erreichen lässt. Doch für Neulinge wirkt das Thema häufig noch etwas abstrakt, weshalb wir gerne über die wichtigsten Begriffe in der Welt der Online-Casinos aufklären möchten.

Die Lizenz schafft die Basis

Während Online-Casinos früher einen zweifelhaften Ruf genossen, hat sich die Reputation im Laufe der Zeit verbessert. Das liegt daran, dass der Gesetzgeber die rechtlichen Aspekte in einen klaren Rahmen überführt hat und Spieler damit mehr Gewissheit über die Betreiber erlangen. Das entscheidende Kriterium bildet dabei die deutsche Lizenz, welche ein klares Signal für legales und vertrauenswürdiges Glücksspiel im Internet darstellt. Solche Anbieter müssen festgelegte Anforderungen erfüllen und nachweisen, dass sie die Sicherheit ihrer Spieler ernst nehmen. Das ist ein großer Unterschied zu unlizenzierten Anbietern, bei denen aufgrund der rechtlichen Unsicherheit Vorsicht geboten ist. Ob ein Betreiber alle Vorgaben erfüllt, sehen Spieler durch einen genauen Blick auf die Startseite der jeweiligen Plattform. Ist dort eine andere Lizenz als die deutsche angegeben, besteht Grund zur Skepsis.

Provider und RTP: Auf der Suche nach den besten Gewinnchancen

Der passende Anbieter ist gefunden? Dann kann es endlich mit dem Spielen losgehen, oder? Noch nicht so ganz, denn vor den ersten Einsätzen lohnt sich ein Blick auf den Provider. Damit sind die Hersteller der unterschiedlichen Spiele gemeint, da es hierbei mitunter zu größeren Unterschieden kommt. Vertrauenswürdige Plattformen arbeiten nämlich nur mit bewährten Providern zusammen, die beispielsweise die besten Merkur Slots anbieten. Das ist deshalb so wichtig, weil namhafte Provider faire Gewinnchancen bieten. Dadurch ist es wahrscheinlicher, tatsächlich den ein oder anderen Gewinn einzufahren und nicht permanent mit Verlusten aus der virtuellen Spielhalle herauszugehen. Dafür relevant: die sogenannte RTP. Dieser Wert gibt an, welchen Anteil eines Einsatzes ein Spieler auf lange Sicht zurückerhält. Ideal sind deshalb Werte möglichst nahe der Marke von 100 Prozent.

Umsatzanforderungen, Zahlungslimits und Co.

Nahezu jeder Anbieter wirbt im Kampf um neue Spieler mit Bonusangeboten, die als Lockmittel für die eigene Spielhalle dienen. In der Werbung liegt der Fokus immer auf extrem hoch wirkenden Summen oder Gutschriften, die häufig aber nur auf den ersten Blick attraktiv scheinen. Denn es gibt eine Einschränkung: Die Wettanforderungen oder auch Rollover-Bedingungen genannt. Diese sagen, wie oft ein erhaltener Bonusbetrag für weitere Spiele einzusetzen ist, bevor ein Gewinn zur Auszahlung qualifiziert ist. Ja, das klingt nicht nur kompliziert, sondern ist es auch, weshalb wir vor Einsätzen einen Blick in die AGB empfehlen. Gute Betreiber erklären dort eindeutig, wie ein Bonusbetrag richtig genutzt wird und liefern idealerweise Beispiele mit. Das Gleiche gilt für Zahlungslimits, die aussagen, welche Summen auf einen Schlag den Weg aufs eigene Konto finden können und wo die Grenze liegt. Haben Sie diese Begriffe im Hinterkopf abgespeichert, sind zumindest die wesentlichen Voraussetzungen für spannende Spielrunden gegeben – der Rest ergibt sich dann durch gesammelte Erfahrungen.

Reisen
Immer gut versorgt – Tipps für die ideale Reiseapotheke

Für das Wohlbefinden auf jeder Reise ist es wichtig, sich ein paar Gedanken zur medizinischen Ausstattung zu machen. Mit der richtigen Reiseapotheke im Gepäck lässt sich so manche Schwierigkeit auch fern von zuhause meistern. Worauf dabei zu achten ist, sehen wir uns in diesem Artikel an.

Vorsorge bei Verletzungen und Infektionen

Im ersten Schritt sollte die Reiseapotheke dazu in der Lage sein, gut mit kleineren Verletzungen und Infektionen umzugehen. Hierfür sind zunächst Medikamente gegen Schmerzen und Fieber essentiell. Geeignete Packungen von Ibuprofen oder Paracetamol sind in jeder Apotheke und auch ohne Rezept erhältlich. Sie können nicht nur im Falle von Verletzungen und Infektionen weiterhelfen. Außerdem erfüllen sie eine wichtige Funktion, wenn zum Beispiel starke Kopfschmerzen auftreten. Ebenso sinnvoll ist es, noch ein kleines Fieberthermometer mit in die Reiseapotheke zu packen. Dieses zeigt binnen weniger Augenblicke an, ob vielleicht eine erhöhte Temperatur vorliegt, die behandelt werden muss. So können harmlose Infektionen leichter von solchen unterschieden werden, die eine Schonung und eine gezielte Behandlung erforderlich machen.

Gewappnet gegen Erkältungen

Auch im Urlaub und auf Reisen kann es leider sein, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort sind und uns dort eine Infektion einfangen. In dem Fall helfen abschwellende Nasentropfen dabei, die Atemwege freizuhalten und weiter gut Luft zu bekommen. Ein für solche Fälle geeignetes Nasenspray ist hier auf dieser Seite zu finden. Im Bereich der Tropfen kommen zum Beispiel Oxy- oder Xylometazolin für die Behandlung in Betracht. Nicht selten geht eine Erkältung auch mit Husten einher. Damit dieser nicht den Aufenthalt stören kann, gibt es verschiedene Medikamente und Mittel gegen Husten. Ein simpler Hustensaft in der Reiseapotheke reicht schon aus, um schnell für Linderung zu sorgen. Ebenso wichtig ist es, Medikamente für die individuellen Beschwerden und Krankheiten dabei zu haben, die womöglich einer dauerhaften Behandlung bedürfen.

Die wichtigsten Kontakte dabei haben

Ebenso wichtig ist es, die richtigen Ansprechpartner an der Seite zu haben, wenn es während der Reise zu einer Erkrankung kommt. Zuhause ist es für uns meist kein Problem, schnell die Telefonnummer unseres Arztes herauszubekommen. Doch wie sieht es während des Aufenthalts im Ausland aus? Für den Fall bietet es sich an, stets die Nummer des reisemedizinischen Informationsdiensts auf dem Handy eingespeichert zu haben. Dieser liefert nicht nur eine erste Einschätzung zu den Symptomen, sondern kann binnen kurzer Zeit die wichtigen Rufnummern bekanntgeben. Auch die eigenständige Recherche ist ein wichtiger Baustein von der Versorgung im Ausland. Welche Ärzte befinden sich in der unmittelbaren Umgebung? Diese Nummern werden am besten direkt aufgeschrieben und ebenfalls in der Reiseapotheke aufbewahrt.

Vorsicht vor Reisekrankheit

Ganz typisch für den Urlaub ist für viele Menschen die Reisekrankheit. Sie kann den Traum von Erholung und Entspannung schnell zunichte machen. Doch mit Dimenhydrinat, Domperidon und Akupressurbändchen gibt es diverse Methoden und Mittel, um gegen das Phänomen vorzugehen. Wer bereits von sich oder den Mitreisenden weiß, dass ein solches Problem häufiger auftritt, der kann bereits vorsorgen. Die entsprechenden Mittel gibt es auch in kleinen Dosen, sodass sie nicht viel Platz in der Tasche beanspruchen.

Gesundheit
Progesteronmangel bei Frauen: Häufig vernachlässigte Hormonstörung

Die beiden Gegenspieler Östrogen und Progesteron sind maßgeblich für den Zyklus der Frau verantwortlich. Befinden sie sich im Einklang, wird von einem gesunden Hormonspiegel gesprochen. Ein Progesteronmangel bedeutet, dass im Körper zu wenig Progesteron gebildet wird und es zu Zyklusstörungen kommen kann. Oft wird der eigentliche Auslöser übersehen, da ein Hormoncheck nicht rechtzeitig durchgeführt wird. Nachfolgend berichten wir, welche Symptome ein Progesteronmangel hat und wie Frauen ihn behandeln können.

Symptome des Progesteronmangels bei Frauen

Für die Produktion von Progesteron ist der Gelbkörper verantwortlich. Besteht eine Gelbkörperschwäche, kann nicht genug des Hormons hergestellt werden und es kommt zu einer Östrogendominanz. Je nach Ausprägung des Mangels zeigt der Progesteronmangel Symptome leichter Natur oder in stärkerer Ausprägung. Erkennen lässt er sich bei einer Blutuntersuchung, allerdings nur, wenn diese zum richtigen Zeitpunkt im Zyklus durchgeführt wird. Die typischen Symptome sind:

  • Zyklusstörungen unterschiedlicher Ausprägung
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Gewichtszunahme ohne Veränderung der Ernährung
  • Schlafstörungen
  • Wassereinlagerungen
  • Haar- und Hautbeschwerden

Wichtig zu wissen: Zu Beginn der Menopause ist ein nachlassender Progesteronspiegel normal. Das führt unter anderem zu den gefürchteten Wechseljahrsbeschwerden.

Natürliche Behandlung bei Frauen ohne Kinderwunsch möglich

Durch regelmäßige Bewegung und Fitness können sich Frauen selbstständig behelfen und ihren Hormonstatus ein Einklang bringen. Das funktioniert aber nur dann, wenn der Mangel nicht stark ausgeprägt ist. Die endgültige Entscheidung über die richtige Therapie trifft der Gynäkologe. Besteht bei der betroffenen Frau ein Kinderwunsch, sind andere Maßnahmen nötig als zur reinen Symptomlinderung.

Natürliche Nährstoffe gegen Progesteronmangel

Bei schwachen Symptomen oder zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden gibt es eine Reihe natürlicher Wirkstoffe, die dem Progesteronmangel entgegenwirken können. Dazu gehört unter anderem die Yamswurzel, die als sogenannte Energiepflanze gilt. In ihr ist Diosgenin enthalten, ein Stoff, der dem natürlich vorkommenden Progesteron sehr ähnlich ist. Ebenfalls gilt Passionsblumenextrakt als wirksame Hilfe, wenngleich er den Progesteronspiegel nicht direkt anhebt. Stattdessen soll Passionsblume gegen verschiedene Wechseljahrsbeschwerden hilfreich sein , darunter Depressionen, Angstzustände, Hitzewallungen und wiederkehrende Kopfschmerzen. Ein dritter Ansatz ist die Nutzung von Mönchspfeffer, einem ebenfalls natürlichen Produkt, das unter anderem die Produktion von Progesteron anregen kann. Wichtig ist bei der Einnahme, dass auch hier zuvor mit dem Gynäkologen gesprochen wird. Es gibt selbst bei natürlichen Hilfsmitteln Kontraindikationen, so zum Beispiel die Einnahme der Antibaby-Pille oder anderer hormoneller Hilfsmittel.

Gesunde Ernährung, Sport und Gewichtsabbau

Frauen mit erhöhtem Körpergewicht leiden statistisch gesehen häufiger unter Hormonbeschwerden als schlanke Personen. Zwar lässt sich das nicht auf jede Frau übertragen, die Reduktion des schädlichen Bauchfetts kann sich aber positiv auf den Hormonhaushalt auswirken. Auch eine gesunde Lebensweise gilt als hormonfördern. Dazu gehören gesunde Ernährung, bestehend aus Proteinen, guten Fetten und Kohlenhydraten, sowie regelmäßiger Sport. Durch die Bewegung wird die Hormonproduktion angeregt und eine Dysbalance kann sich regulieren. Manchmal wird die Antibaby-Pille als Hilfsmittel gegen Hormonstörungen verordnet. Hier muss sich die betroffene Frau im Klaren sein, dass sie dann für die Zeit der Einnahme nicht schwanger werden kann. Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Entscheidung daher kontraproduktiv.

Fußball International
Süper Lig: José Mourinho könnte zu Fenerbahçe wechseln

Istanbul – Fenerbahçe, einer der renommiertesten türkischen Fußballvereine, ist nach einer möglichen Trennung von İsmail Kartal wahrscheinlich bereits auf der Suche nach einem neuen Trainer. Dies hat den Spekulationen Tür und Tor geöffnet, wobei sich ein bestimmter portugiesischer Manager mit einer Vorliebe für Tafelsilber als überraschender Favorit herausgestellt hat: José Mourinho. Aziz Yildirim, der legendäre Ex-Präsident von Fenerbahçe, hat seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt angekündigt und dabei große Pläne enthüllt. In einem Interview mit TRT Spor äußerte sich Yildirim zu seinen Plänen, sollte er gewählt werden, und betonte dabei die Notwendigkeit einer „großen Aktion“, um die Fans glücklich zu machen. Wie Sport1 weiter berichtet, offenbarte Yildirim gegenüber türkischen Medien, dass er ein zweistündiges Gespräch mit dem portugiesischen Trainer José Mourinho geführt hat. „Ich habe Mourinho letzte Woche persönlich getroffen. Am Ende unseres zweistündigen Gesprächs habe ich ihm gesagt: ‚Fenerbahçe braucht dich und du brauchst Fenerbahçe‘“, zitierte Yildirim aus dem Gespräch. Er fügte hinzu, dass er Mourinho ermutigt habe, unabhängig davon, wer die Präsidentschaftswahlen gewinnt, zu Fenerbahçe zu kommen, berichtet Sport1 weiter. Mourinho, dreimaliger Champions-League-Sieger mit Porto, Inter Mailand und Real Madrid, hat einen prall gefüllten Trophäenschrank mit nationalen und europäischen Titeln vorzuweisen. Allerdings waren seine letzten Stationen als Trainer nicht so erfolgreich, so dass er 2021 Tottenham Hotspur und dieses Jahr Roma verließ.

Warum also die Verbindung zu Fenerbahçe?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens ist Mourinhos Erfahrung als Trainer unbestreitbar. Trotz der jüngsten Schwierigkeiten ist seine Fähigkeit, Spieler zu motivieren und Trophäen zu gewinnen, ein verlockendes Angebot für jeden ambitionierten Verein. Zweitens könnte Fenerbahçe, das sich danach sehnt, wieder türkischer Meister zu werden, in Mourinhos Erfahrung den Schlüssel sehen, um den Erzrivalen Galatasaray endlich zu entthronen. Drittens ist da der finanzielle Aspekt. Mourinho ist zwar teuer, aber er könnte erhebliche Sponsorengelder und Aufmerksamkeit auf den Verein lenken, was die finanziellen Aufwendungen für seine Dienste kompensieren könnte. Doch es bleiben Zweifel. Mourinhos Fußball, der oft als pragmatisch und defensiv beschrieben wird, könnte bei Fenerbahçes leidenschaftlicher Fangemeinde, die an einen offensiveren Stil gewöhnt ist, keinen Anklang finden. Darüber hinaus werfen seine Schwierigkeiten, sich auf jüngere Spieler einzustellen, und seine gut dokumentierten Auseinandersetzungen mit Schiedsrichtern und Vereinsfunktionären die Frage auf, ob er für den derzeitigen Umbruch des Klubs der richtige Mann wäre. Es bleibt abzuwarten, ob Mourinho in der nächsten Saison in der Süper Lig auf dem Platz stehen wird. Eines ist jedoch sicher: Die Aussicht, dass der „Special One“ Fenerbahçe leiten wird, hat die türkische Fußballszene in Aufruhr versetzt und verspricht ein spannendes Kapitel, sollte es zustande kommen.

Griechisch-türksiche Beziehungen
Türkei und Griechenland wollen Beziehungen weiter verbessern

Ankara – Die Wiederannäherung der früheren Erzfeinde Türkei und Griechenland geht in vollem Umfang weiter. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan empfing am Montag den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis im Präsidentschaftskomplex in Ankara. Es gebe keine unlösbaren Probleme zwischen Athen und Ankara, sagte Erdoğan, als er und Mitsotakis bei dem wegweisenden Treffen den Stand der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn lobten und sich verpflichteten, die bilateralen Beziehungen weiter auszubauen. „Wir hatten ein konstruktives und positives Treffen und haben Probleme in den türkisch-griechischen Beziehungen erörtert. Wir werden die Probleme im Dialog lösen“, sagte Erdoğan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mitsotakis. Erdoğan sagte, Ankara und Athen seien entschlossen, Probleme durch „gute nachbarschaftliche Beziehungen und internationales Recht“ zu lösen, wie es in der Athener Erklärung über freundschaftliche Beziehungen und gute Nachbarschaft vom letzten Jahr heißt. Erdoğan dankte dem griechischen Premierminister für seinen Besuch. „Natürlich gibt es Themen, über die wir unterschiedlich denken, aber die Zahl der Themen, bei denen wir uns einigen können, ist nicht klein“, sagte er am Sonntag zudem in einem Interview mit der griechischen Zeitung „Kathimerini“. Erdoğan sprach von einem „Klima der Harmonie“ zwischen ihm und Mitsotakis. Mitsotakis erklärte, dass die Verbesserung der bilateralen Beziehungen mit der Türkei konkrete und positive Ergebnisse zeigten. „Es war das vierte Treffen in den letzten zehn Monaten, was meiner Meinung nach beweist, dass die beiden Nachbarn diesen Ansatz des gegenseitigen Verständnisses nicht mehr als Ausnahme, sondern als produktive Normalität etablieren können, die nicht durch die bekannten Unterschiede in unseren Positionen negiert wird“, sagte Mitsotakis. Er sagte, dass die bilateralen Beziehungen, wie von den Parteien vereinbart, auf drei Ebenen Fortschritte gemacht haben: politischer Dialog, positive Agenda und vertrauensbildende Maßnahmen. „Ich glaube, dass dies eine positive Entwicklung in einer schwierigen Zeit für den internationalen Frieden, aber auch für die allgemeine Stabilität in unserer Region ist“, sagte der griechische Regierungschef. Zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der irregulären Migration sagte Mitsotakis, Athen unterstütze mehr EU-Hilfe für die Türkei, die ebenfalls unter dem Problem leide. „Unsere gemeinsamen Bemühungen, Menschenhändlern das Handwerk zu legen, haben zu Ergebnissen geführt. Türkiye hat in dieser Hinsicht einen positiven Beitrag geleistet“, sagte er.

Meinungsverschiedenheiten zu Hamas

Bei den Meinungen zur Hamas gab es jedoch Unterschiede. Mitsotakis bezeichnete die Hamas als Terrororganisation. Darauf entgegnete der türkische Präsident, er sehe das anders. „Ich sehe die Hamas nicht als Terrorgruppe“, so Erdogan. „Ich sehe sie als eine Gruppe von Menschen, die versucht, ihr eigenes Land zu schützen.“ Mitsotakis sagte daraufhin: „Einigen wir uns darauf, dass wir uns in dieser Frage nicht einig sind. Aber wir können uns darauf einigen, dass ein sofortiger Waffenstillstand notwendig ist, weil auch das palästinensische Volk Opfer dieser rücksichtslosen Politik ist.“