Alle Krisen im Nahen Osten, auf dem Balkan und im Kaukasus betreffen die Türkei direkt oder indirekt. Als ob das nicht schon den diplomatischen Spagat ausgereizt und die Türkei inzwischen auf einen schmalen Grat herangeführt hat, war die Türkei in den letzten Jahren gezwungen, sich den geopolitischen Akteuren wie Russland anzupassen und gleichzeitig ihre eigene Sicherheit im Nahen Osten zu schützen. Einer Region, die von Machtkämpfen zwischen China und den USA geprägt ist. Gleichzeitig erlebt sie Spannungen im Mittelmeerraum und der Ägäis, selbst mit europäischen Ländern, mit denen sie über die NATO verbündet ist. Kurz gesagt: Die Türkei ist heute auf drei Seiten vom Meer und auf vier Seiten von Konflikten und Bedrohungen umgeben. Unter diesen Umständen muss sich die Türkei schützen und neu positionieren, so die Devise innerhalb der türkischen Gesellschaft. Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan betonte während des jüngsten NATO-Gipfels in Den Haag in Zusammenhang mit Artikel 5 des Nordatlantikvertrags (NATO-Vertrag), dass dieser Artikel im Grundprinzip nie wirklich auf die Probe gestellt worden sei – eine Anspielung darauf, dass die Türkei womöglich stehen allein gelassen wird? Erdoğan hatte bereits 2019 in einer Rede seinen Missmut darüber bekundet, dass die Türkei keine Atomwaffen haben soll. „Einige Länder haben Raketen mit nuklearen Sprengköpfen. Nicht nur eine oder zwei.“ Der Türkei würde man jedoch sagen, sie solle keine Atomraketen haben. „Das akzeptiere ich nicht“, sagte Erdoğan auf einem Wirtschaftsforum in der zentraltürkischen Stadt Sivas. In der Öffentlichkeit herrscht seit längerem die Meinung, dass die westlichen Verbündeten bei Ausrufung des Artikel 5, das Land im Falle eines Angriffs nicht schützen werden.Diese Ergebnisse spiegeln die wachsende Besorgnis der Öffentlichkeit angesichts der eskalierenden regionalen Konflikte im Nahen Osten, auf dem Balkan und im Kaukasus wider. Das allgegenwärtige Gefühl einer Bedrohung von außen veranlasst die türkische Gesellschaft dazu, Sicherheitsmaßnahmen in Betracht zu ziehen, die bislang tabu waren, darunter auch das Streben nach nuklearer Abschreckung – Erdi Ozturk, Professor an der London Metropolitan University
Çarpıcı anket: Yüzde 70 Türkiye nükleer silah edinmeye başlamalı diyor. – Bölgedeki çatışmaların tırmanması ardından yapılan ankette #NATO‚ya güvensizlikle #nükleer #silah eğilimi paralel gidiyor. ✍️Ahmet Erdi Öztürk @ahmeterdiozturk @YetkinReport https://t.co/Tl9ANzOHwO
— YetkinReport (@YetkinReport) July 17, 2025
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
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