PKK-Terror
Davutoğlu: HDP muss sich zwischen dem Volk und der PKK entscheiden

Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu hat in einem Fernsehinterview zu jüngsten innen- und außenpolitischen Verwicklungen Stellung genommen. Er wies Drohungen des Irak mit einem Militäreinsatz gegen türkische Soldaten im Land zurück und rief die HDP zu einer Distanzierung von der PKK auf.

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Ankara (nex) – Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu erklärte, er habe dem Irak empfohlen, seine Streitkräfte nicht gegen helfende türkische Soldaten, sondern gegen die Terrororganisation IS einzusetzen.

Davutoğlu, der in einer Livesendung eines privaten Fernsehsenders Fragen von Journalisten beantwortete, reagierte damit auf die Worte des irakischen Außenministers Ibrahim Al Jaaferi, der der Türkei jüngst mit einer Militäroperation gedroht hatte, sollte diese ihre Soldaten nicht aus Mosul abziehen.

Die Millionenstadt war vonseiten der irakischen Streitkräfte im Juni 2014 nahezu kampflos der Terrormiliz Daesh (IS) überlassen worden. Davutoğlu sagte, er habe mit dem irakischen Ministerpräsidenten Abadi telefoniert und deutlich gemacht, der einzige Grund für die Anwesenheit türkischer Soldaten sei der IS. Er habe Premier Abadi gegenüber Respekt für die territoriale Integrität Iraks und Entschlossenheit zur Gewährleistung der Sicherheit des Landes zum Ausdruck gebracht.

Weiter sagte Davutoğlu, die Operationen in den Städten des Südostens der Türkei würden solange andauern, bis alle Stadtteile von terroristischen Elementen gesäubert wären. Die öffentliche Ordnung werde wiederhergestellt, alle Gräben und Barrikaden würden entfernt, die Operation werde Schritt für Schritt erfolgreich fortgesetzt. Ferner sagte der Premierminister, die Führer der Demokratischen Partei der Völker (HDP) müssten sich von der Terrororganisation PKK distanzieren.

HDP müsse sich entscheiden, ob sie eine politische Partei oder der parlamentarische Arm der Terrororganisation sein wolle. Auch die Stadtverwaltungen unter HDP-Führung sollten sich entscheiden, ob sie den Bürgern der Stadt dienen wollten oder der PKK. Davutoğlu warf Staaten, die im Streit mit der Türkei liegen, vor, die PKK für ihre Zwecke zu benutzen. So habe bereits Israel nach dem Mavi-Marmara-Zwischenfall Kontakte zur PKK aufgenommen, nun habe Russland die PKK entdeckt und die HDP zu Gesprächen geladen. Auch der Iran habe infolge der Meinungsverschiedenheiten mit der Türkei Gespräche mit der PKK aufgenommen, all dies sei der Türkei bekannt.

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