Türkei-Wahlen 2023
Erdogan: Abschiebung syrischer Flüchtlinge wäre unmenschlich und unislamisch

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdauern hat die Wahlversprechen des Oppositionskanditaten, im Falle eines Sieges alle Flüchtlinge abzuschieben verurteilt.

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Istanbul – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Wahlversprechen des Oppositionskandidaten, im Falle eines Sieges alle Flüchtlinge abzuschieben verurteilt. Erdogan nannte dieses Vorhaben unmenschlich und unislamisch.

„Ich kann nicht dafür plädieren, syrische Flüchtlinge [zwangsweise] nach Syrien zu schicken. Das wäre eine Verfolgung. Sollen wir sie mit Tritten und Schlägen vertreiben, nur weil sie Flüchtlinge sind? Das ist nicht human und nicht islamisch“, so Erdogan bei einem Treffen mit jungen Wählern.

Während man sich in Deutschland eine Niederlage des amtierenden türkischen Präsidenten erhofft, machen sich syrische Flüchtlinge in der Türkei auf eine Flucht Richtung Deutschland bereit.

Der gemeinsame Präsidentschaftskandidat des Oppositionsbündnisses der „Allianz der Nation“, Kemal Kılıçdaroğlu, hatte versprochen, im Falle eines Wahlsieges alle Syrer abzuschieben. Sogar Geld will Kilicdaroglu zur Not Assad bieten, damit dieser die Flüchtlinge zurücknimmt. Er betonte, dass es ihm egal sei, als diskriminierend oder rassistisch bezeichnet zu werden.

In Syrien herrscht seit 2011 ein blutiger Bürgerkrieg, in dem Oppositionelle laut Menschenrechtsorganisationen zu Tausenden gefoltert und getötet werden. Auch von der Vergewaltigung Minderjähriger durch Schergen des Assad-Regimes wurde berichtet.

„Die Schmerzen nahmen kein Ende. Während der Verhöre schlugen die Häscher auf Ferad F. ein, Knüppel sausten auf seine Füße, wieder und immer wieder. Mitunter hängten sie den syrischen Filmemacher an die Decke, um ihn mit Kabeln auszupeitschen, vergewaltigten ihn mit einem Stock. Wenn die Peiniger von ihm abließen, landete er in einer Zelle mit 200 anderen Leidensgenossen. Es war stickig und eng, kein Platz, sich zu setzen. Durch die Gänge hallten Tag und Nacht die Schmerzensschreie. Wer im Gefängnis der syrischen Geheimdienstabteilung 251 im Viertel Al-Khatib in Damaskus landete, fürchtete täglich um sein Leben“, berichtete unter anderem der Focus.

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