Türkei
Istanbul wird Schauplatz historischer US-Iran-Gespräche

Geheimdiplomatie in Istanbul: Die USA und der Iran planen am Freitag Verhandlungen in der Türkei. Mit dabei: Jared Kushner. Hakan Fidan mahnt zur Deeskalation.

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Istanbul – Am kommenden Freitag, den 6. Februar 2026, rückt die Metropole am Bosporus ins Zentrum der Weltpolitik. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, bereitet die Türkei den Boden für direkte Geheimverhandlungen zwischen der Trump-Administration und der Führung in Teheran.

Kushner und Witkoff: Trumps „A-Team“ in Istanbul

Laut Berichten des US-Portals Axios und Bestätigungen durch Reuters werden der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff und der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Freitag in Istanbul zusammentreffen.

Die Sensation: Auch Jared Kushner, der Schwiegersohn des US-Präsidenten und Architekt der Abraham-Accords, soll an den Gesprächen teilnehmen. Ziel ist es, in letzter Minute einen massiven Militärschlag der USA abzuwenden, nachdem Trump zuvor mit einer gewaltigen „Armada“ im Persischen Golf gedroht hatte.

Hakan Fidan: „Schritt für Schritt“ statt Alles-oder-Nichts

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat in den vergangenen Tagen wiederholt zur Besonnenheit gemahnt und die strategische Position Ankaras klargestellt. Fidan warnte davor, dass eine großflächige Instabilität im Iran „weit über die Kapazitäten der Region“ hinausgehen würde.

In einem aktuellen Interview mit Al-Jazeera empfahl Fidan den US-Gesprächspartnern eine Taktik der kleinen Schritte: „Mein Rat an die amerikanischen Freunde: Schließt die Akten mit den Iranern eine nach der anderen. Beginnt mit dem Atomprogramm, schließt es ab, und widmet euch dann dem nächsten Punkt.“

Laut Fidan sei ein umfassendes „Gesamtpaket“ für Teheran schwer verdaulich und könne als demütigend empfunden werden, was Verhandlungen im Keim ersticken würde.

Der türkische Vorschlag: Uran unter Bosporus-Aufsicht

Die Türkei agiert in dieser Krise nicht nur als Gastgeber, sondern als aktiver Gestalter. Berichten zufolge liegt ein brisanter Vorschlag Ankaras auf dem Tisch:

Die Türkei bietet an, das iranische angereicherte Uran (ca. 440 kg) unter eigene Aufsicht zu nehmen. Damit würde die Türkei als garantierende Macht fungieren, um das Misstrauen zwischen Washington und Teheran zu überbrücken – ein Modell, das die Rolle der Türkei als internationales „Powerhouse“ zementiert.

Regionale Allianz gegen den Krieg

Das Treffen am Freitag ist keine rein bilaterale Angelegenheit. Auch Vertreter aus Saudi-Arabien, Ägypten, Katar und den VAE werden erwartet. Hakan Fidan betonte hierzu, dass die Türkei jegliche militärische Intervention gegen das Nachbarland ablehne: „Wir glauben nicht, dass militärische Optionen funktionieren. Was in Syrien, dem Irak und Gaza geschah, ist uns noch frisch im Gedächtnis.“

Mit der Bereitstellung dieser Plattform für Witkoff, Kushner und Araghchi unterstreicht die Türkei ihre Absicht, eine diplomatische Brücke zu schlagen, bevor die militärischen Drohungen in einen offenen Konflikt umschlagen.

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