E-Mobilität
Izera: Erstes polnisches E-Auto wird ab 2024 produziert

Der Start der Fertigung verzögere sich um ein Jahr gegenüber einem Ende Juli angekündigten Plan.

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Warschau – Die Produktion von Polens erstem im Inland hergestellten Elektrofahrzeug Izera wird in der südlichen Stadt Jaworzno in der Industrie- und Bergbauregion Oberschlesien angesiedelt sein, teilte ElectroMobility Poland (EMP) – das für das Projekt zuständige staatliche Unternehmen – am 15. Dezember mit. Der Start der Fertigung verzögere sich um ein Jahr gegenüber einem Ende Juli angekündigten Plan.

Polen hatte ehrgeizige Pläne, die Zahl der E-Fahrzeuge auf seinen Straßen bis 2025 schnell auf eine Million zu erhöhen, wie Premierminister Mateusz Morawiecki 2016 versprach.

(Foto: EMP)

Die Produktion des Fahrzeugs werde etwa 3.000 Arbeitsplätze im Werk Jaworzno sowie etwa 12.000 bei Zulieferern und verbundenen Unternehmen schaffen, so EMP in einer Erklärung auf seiner Website. Verantwortlich für die Außen- und Innenoptik ist die italienische Designschmiede Studio Torino. Die Kosten für den Start der Produktion werden auf 4 bis 5 Mrd. PLN (900 Mio.-1.1 Mrd €) geschätzt, teilte das Unternehmen im Julli mit.

Das polnische E-Auto, das nach einem Gebirgszug in Südpolen benannt ist, wird in einer SUV- und einer Schrägheckversion hergestellt werden. EMP betonte, dass das Werk in Jaworzno in der Lage sein wird, 200.000 Autos pro Jahr zu produzieren. Polnische Unternehmen werden anfangs 30 Prozent der Komponenten für das Auto liefern. Es wird erwartet, dass dieser Anteil mit der Zeit auf 80 Prozent ansteigt.

Das Unternehmen hat noch keine vollständigen Details zu den technischen Daten des Autos bekannt gegeben. EMP hat bisher nur gesagt, dass die Nennreichweite des Fahrzeugs mit einer  Ladung bei 400 Kilometern liegen soll. Das Auto wird in der Lage sein, in etwa acht Sekunden von Null auf 100 km/h zu beschleunigen, so EMP weiter. Preise wurden noch nicht genannt

Die Izera-Autos werden nicht in einem traditionellen Verkaufsmodell erhältlich sein, sondern über ein Mietsystem mit monatlichen Zahlungen, die auch die Kosten für den Strom decken. Die Anteilseigner von EMP sind die vier staatlichen Energieversorger Polens: PGE, Tauron, Enea und Energa.

 

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