Syrienkrise
Kommentar: Gefahr einer Eskalation in Syrien

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Ein Gastkommentar von Kemal Bölge – kboelge@web.de

Die Landschaftlich reizvolle und von Olivenhainen umgebene Stadt Afrin liegt im äußersten Nordwesten Syriens. An diesem Tag saßen Zohra und Samira mit ihren Mitschülern gerade in ihrem Klassenzimmer und folgten dem Mathematikunterricht, als mehrere Explosionen den Klassenraum der Schüler/innen erschütterten.

Zahlreiche Schüler/innen wurden durch die Wucht der Explosionen auf den Boden geschleudert und andere schrien von Angst und Verzweiflung. Die Terrororganisation PKK/YPG feuerte mit „4 Grad Raketen“ auf zwei Schulen und eine Moschee, bei dem nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums ein Schüler getötet und sieben weitere verletzt wurden.

Es sind vor allem blutige Anschläge auf Zivilisten, mit der die Terrororganisation PKK/YPG versucht die syrische Bevölkerung zu demoralisieren. Von Oktober bis Dezember 2019 hat die PKK/YPG bei Anschlägen auf unschuldige Zivilisten in Nordsyrien 45 Menschen getötet und 244 verletzt.

Bei gezielten Autobombenanschlägen der Terroristen starben 23 Zivilisten und 189 wurden verletzt. Die türkische Armee hatte die Stadt Afrin durch eine Militäroffensive 2018 vom Joch der PKK/YPG befreit.

Nach Medienberichten sind bei einem Angriff der syrischen Armee auf einen Verstärkungskonvoi der türkischen Armee in der syrischen Provinz Idlib sieben türkische Soldaten gefallen. In der Provinz Idlip hatte die Türkei im Rahmen des Astana Prozesses Beobachtungsposten eingerichtet, um die dortige Zivilbevölkerung vor den Angriffen der syrischen Armee zu schützen.

Als Reaktion darauf griff die türkische Armee Stellungen der syrischen Armee mit Artillerie und Kampfflugzeugen an, bei dem nach Angaben türkischer Medien mehr als „40 Soldaten“ der syrischen Armee getötet wurden.

Der syrische Angriff auf den türkischen Armeekonvois ist ein klarer Bruch der bisherigen Übereinkunft mit Russland und dem Iran über Syrien und könnte zu einer gefährlichen Eskalation führen.


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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