Ägypten
Kairo: 14 Muslimbrüder zum Tode verurteilt

Ein Militärgericht in Ägypten verurteilte am gestrigen Sonntag 14 mutmaßliche Mitglieder der Muslimbruderschaft zum Tode.

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Kairo (nex) – Ein Militärgericht in Ägypten verurteilte am gestrigen Sonntag 14 mutmaßliche Mitglieder der Muslimbruderschaft zum Tode.

24 der Männer wurden zu lebenslangen Haftstrafen und fünf weitere zu 15 Jahren Haft verurteilt. Zwei sind freigesprochen worden. Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen.

Die Verurteilten, von denen vier flüchtig seien, werden beschuldigt, Mitglieder der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft zu sein und Anschläge an mehreren Orte in Alexandria durchgeführt zu haben. Des Weiteren wird den Männern vorgeworfen, auf Fahrzeuge des Justizministeriums geschossen zu haben.

Die Mutmaßlichen Mitglieder Abdurrahman al-Bir und Mohammad Saad Aliva wurden  freigesprochen.

Nach ägyptischem Recht können die Angeklagten innerhalb von 60 Tagen Berufung einlegen.

Trotz den enormen Menschenrechtsverletzungen in dem nordafrikanischen Staat beliefert Deutschland das Land – wie zuletzt im Oktober – immer wieder mit Waffen. Auch hält sich die Kritik insgesamt gegenüber Ägypten, etwa im Vergleich mit der Türkei, durch deutsche Medien oder Politiker sehr in Grenzen.

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