Syrienkonflikt
Russland: Erdogans Äußerungen sorgen für Empörung

Die Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, die türkische Militäroperation in Syrien verfolge das Ziel, die Herrschaft des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu beenden, hat in Russland Empörung ausgelöst.

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Moskau (nex) – Die Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, die türkische Militäroperation in Syrien verfolge das Ziel, die Herrschaft des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu beenden, hat in Russland Empörung ausgelöst. Der Kreml und das russische Außenministerium erwarteten Medienberichten zufolge eine Erklärung.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters teilte der Kreml am heutigen Mittwoch mit, dass Erdogans Äußerungen für Moskau überraschend gekommen seien und man auf eine Erklärung aus Ankara warte.

„Diese Ankündigung hat uns wirklich überrascht“, erklärte laut Reuters Kreml-Sprecher Dmitri Peskow und fügte hinzu:

„Dies ist eine sehr ernstzunehmende Äußerung, und es ist eine Äußerung, die anders als die vorhergehenden Erklärungen und auch anders als unser Verständnis von der Lage ist. Wir hoffen, dass unsere türkischen Partner uns eine Erläuterung dazu liefern.“

„Das wird eine gute Gelegenheit zur Klärung der Absichten sein“, soll der stellvertretende russische Außenminister, Michail Bogdanow, nach einer Meldung der Nachrichtenagentur TASS gesagt haben.

Es verstoße gegen alle internationalen Vereinbarungen, wenn die Türkei einen Krieg gegen Assad plane, so Bogdanov.

Erdogan hatte am gestrigen Dienstag erklärt, dass die türkischen Streitkräfte die Ende August gestarteten Militäroperationen zur Beendigung der Herrschaft Assads durchführten. Zuvor hatte es geheißen, die türkische Grenze werden von Terrororganisationen gesäubert.

„Warum sind wir denn einmarschiert?“, fragte der türkische Präsident. „Wir haben kein Auge auf das syrische Territorium geworfen. Es geht darum, die Macht über das Land den Menschen in Syrien wieder zurückzugeben. Wir sind da, um Gerechtigkeit herzustellen. Wir sind einmarschiert, um das Terrorregime des Tyrannen Assad zu beenden, der mit Staatsterror terrorisiert. Wir sind aus keinem anderen Grund in diesen Krieg eingetreten.“

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