Corona-Pandemie
Virologe Klaus Stöhr geht von schwerer Winterwelle aus

Der Virologe Klaus Stöhr geht davon aus, dass die vierte Welle in Deutschland schwer ausfallen wird. "Es wird eine sehr heftige Winterwelle geben, weil die Influenza im vergangenen Jahr keine große Rolle gespielt hat. Hier konnten die natürlichen Auffrischungen nicht stattfinden", sagt er im Podcast "Die Wochentester".

Teilen

Der Virologe Klaus Stöhr geht davon aus, dass die vierte Welle in Deutschland schwer ausfallen wird. „Es wird eine sehr heftige Winterwelle geben, weil die Influenza im vergangenen Jahr keine große Rolle gespielt hat. Hier konnten die natürlichen Auffrischungen nicht stattfinden“, sagt er im Podcast „Die Wochentester“.

„Deshalb hoffen wir, dass keine neue Variante auftaucht, weil die Impfstoffe für die Winter-Impfung ja bereits produziert sind. Und: Von den jungen Erwachsenen hatten sehr viele keine Antikörper, anders als bei anderen Atemwegserkrankungen. Die Jüngeren werden in der heftigen Winterwelle stärker erkranken.“ Der Virologe kritisiert im Gespräch mit Gastmoderator Hans-Ulrich Jörges, der Wolfgang Bosbach vertritt, und Christian Rach das politische Festhalten an Corona-Inzidenzwerten: „Mit der Meldeinzidenz wieder die Maßnahmen im Herbst zu begründen, ist für mich völlig daneben. Es gibt nicht mehr viele Länder, die noch die Meldeinzidenz verwenden. Man muss die Inzidenz endlich altersgruppenspezifisch in Bezug auf die Risikogruppen definieren.“

Der Virologe, der bis 2006 in führenden Positionen bei der Weltgesundheitsorganisation WHO gearbeitet hat, ist der Meinung, man müsse „die Verhältnismäßigkeit und Normalität in den Köpfen wieder herstellen. Die Pandemie hört in meinem Gedankengebäude auf, wenn alle ein Impfangebot haben.“ Auf Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten, könne man keine Rücksicht nehmen. „Die Impfung ist der schnelle Exit aus der Pandemie. Wer sich nicht impfen lassen möchte, muss auch nicht vom Staat geschützt werden.“

Auch interessant

– Corona-Pandemie –
Hohe Sterblichkeit bei schwer erkrankten Covid-Patienten auch nach dem Krankenhausaufenthalt

Mehr als ein Viertel der stationär behandelten Patientinnen und Patienten mit Covid-19 mussten nach ihrem Klinikaufenthalt erneut im Krankenhaus behandelt werden. Das zeigt die erste bundesweite Langzeitstudie, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) auf Basis der Abrechnungsdaten von AOK-versicherten Patientinnen und Patienten durchgeführt hat.

Hohe Sterblichkeit bei schwer erkrankten Covid-Patienten auch nach dem Krankenhausaufenthalt

Auch interessant

Der Sieg des Turkismus gegen den “Staatsterror”: Der 3. Mai 1944

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik Der 3. Mai 1944 ist ein Datum, das sich wie mit glühendem Eisen in das Gedächtnis der türkischen Nationalismusgeschichte eingebrannt...

Türkei: Erdogan gratuliert zum Europatag

Ankara – Zum Europatag am 9. Mai hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Botschaft an die europäischen Völker gerichtet, in der er...

US-Analyst warnt: „Israel produziert mehr Radikale als es tötet“

Chicago - Robert Pape, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Chicago und einer der weltweit führenden Sicherheitsexperten, der seit 2001 jedes Weiße Haus in...

Über 300 Tote: UN bezeichnet Gaza als Todesfalle für Journalisten

Genf/New York – Zum Weltpressefreiheitstag am 3. Mai hat UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk eindringliche Worte gefunden. „Israels Krieg in Gaza ist zu einer Todesfalle...

Herero-Völkermord: Namibias Parlament fordert Mitsprache mit Deutschland

Windhoek/Berlin – Eine namibische Parlamentsdelegation hat bei einem offiziellen Besuch in Berlin ernsthafte Bedenken über den festgefahrenen Stand der Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland...

Headlines

Türkei: Erdogan gratuliert zum Europatag

Ankara – Zum Europatag am 9. Mai hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Botschaft an die europäischen...

Herero-Völkermord: Namibias Parlament fordert Mitsprache mit Deutschland

Windhoek/Berlin – Eine namibische Parlamentsdelegation hat bei einem offiziellen Besuch in Berlin ernsthafte Bedenken über den festgefahrenen Stand der...

Trotz US-Sanktionen: Spanien verleiht Albanese Auszeichnung

Madrid - Trotz US-amerikanischer Sanktionen und drohender Strafverfolgung in Deutschland hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez der UN-Sonderberichterstatterin für die...

Schwerer Imageschaden: Israel steigert Hasbara-Ausgaben auf über 700 Mio Dollar

Jerusalem - Israel hat sein Budget für öffentliche Diplomatie auf ein historisches Rekordniveau angehoben. Die Knesset verabschiedete im vergangenen Monat...

Meinung

Türkei: Erdogan gratuliert zum Europatag

Ankara – Zum Europatag am 9. Mai hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Botschaft an die europäischen Völker gerichtet, in der er...

Immer mehr Juden wandern in Deutschland ein

Berlin - Was lange undenkbar schien, wird zur messbaren Realität: Immer mehr Juden aus Israel und den USA beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft. Laut dem...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...