Kindesmissbrauch
Mutter und Stiefvater ließen 11-Jährige von LKW-Fahrern missbrauchen

Über zwei Jahre soll der Stiefvater das elfjährige Mädchen sexuell missbraucht und an Autobahnraststätten gegen Geld auch LKW-Fahrern angeboten haben. Die Mutter soll den Missbrauch toleriert haben. Beide befinden sich inzwischen in U-Haft.

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Schweinfurt – Über zwei Jahre soll der Stiefvater das elfjährige Mädchen sexuell missbraucht und an Autobahnraststätten gegen Geld auch LKW-Fahrern angeboten haben. Die Mutter soll den Missbrauch toleriert haben. Beide befinden sich inzwischen in U-Haft.

Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, alarmierte ein LKW-Fahrer die Polizei, nachdem ihm das Kind auf einem Parkplatz auf der A70 angeboten worden sei.

Beamte der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck hatten damals im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung die Minderjährige und den Lebensgefährten ihrer Mutter angetroffen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde inzwischen gegen die Mutter des Kindes, deren Lebensgefährten und einen weiteren Mann die Untersuchungshaft angeordnet.

Von Ende 2018 bis Juli 2020 soll der Stiefvater in regelmäßigen Abständen und einer Vielzahl von Fällen sexuelle Handlungen an dem in diesem Zeitraum neun- bis elfjährigen Mädchen vorgenommen haben. Die Taten ereigneten sich vorwiegend in der gemeinsamen Wohnung. Zum Teil wurden von den Missbrauchsfällen Bild- und Videoaufnahmen gefertigt. Der Beschuldigte war zudem in Besitz einer Vielzahl von kinderpornografischen Dateien, die er sich offenbar über das Internet verschafft hatte, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

In mindestens zwei Fällen soll der Beschuldigte das Kind einem 50-Jährigen, der ebenfalls aus der Region stammt, zur Durchführung von sexuellen Handlungen zugeführt haben.
Im Zeitraum vom 26. Juli bis zum 31. Juli 2020 soll der Lebensgefährte das Kind auf der Autobahn Lkw-Fahrern zur Durchführung von sexuellen Handlungen gegen Entgelt angeboten haben. Ein bislang noch unbekannter Täter soll ein entsprechendes Angebot auch angenommen haben.

Der Mutter soll seit spätestens Ende 2018 bewusst gewesen sein, dass es regelmäßig zu sexuellen Handlungen ihres Lebensgefährten an ihrer damals neunjährigen Tochter gekommen war. Da sie die Tathandlungen toleriert haben soll, lautet der Tatvorwurf in diesem Zusammenhang Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen.

Tatvorwurf gegen den 50-Jährigen

Nachdem das Mädchen einem 50-Jährigen für sexuelle Zwecke angeboten worden war, kam es den Ermittlungen zufolge zunächst zum Austausch von pornografischen Bildern zwischen dem Mann und dem Kind. Im weiteren Verlauf soll der 50-Jährige in zwei Fällen sexuelle Handlungen mit dem Mädchen durchgeführt haben. Bei den beiden Taten, die sich im Juli 2020 in der Wohnung des Beschuldigten ereignet hatten, soll auch der Lebensgefährte der Mutter zugegen gewesen sein.

Der 50-Jährige befindet sich seit September wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Schriften und sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen in Untersuchungshaft.

Ermittlungen gegen Inhaftierte abgeschlossen – Ein Täter noch unbekannt

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen die Inhaftierten sind inzwischen abgeschlossen und der Vorgang wurde der zuständigen Staatsanwaltschaft Schweinfurt vorgelegt. Lediglich in Hinblick auf den bislang noch unbekannten Lkw-Fahrer, der auf dem Autobahn-Parkplatz sexuelle Handlungen mit dem Kind vollzogen hatte, dauern die Ermittlungen noch an.

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