Bergkarabach-Konflikt
Berlin: Aserbaidschans Botschaft kritisiert ARD wegen Interview-Kürzung

Die Botschaft von Aserbaidschan in Berlin hat "die starke Kürzung" des ARD-Interviews mit Präsident Ilham Alijew kritisiert.

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Berlin – Die Botschaft von Aserbaidschan in Berlin hat „die starke Kürzung“ des ARD-Interviews mit Präsident Ilham Alijew kritisiert. Wichtige Stellen seien rausgeschnitten worden. Die Botschaft bezeichnete dies als Zensur. Das sei wohl das Verständnis von „Pressefreiheit “ der ARD.

Am Samstagmorgen war das von dem BR-Korrespondenten Oliver Mayer-Rüth geführte Interview mit Alijew auf „tagesschau.de“ veröffentlicht worden. Von dem ursprünglich über 25 Minuten langen Gespräch werden aber nur knapp neun Minuten gezeigt, berichtet TRT Deutsch.

Die Botschaft in einer Twittermitteilung:

Das Interview wurde stark ausgeschnitten. Wie soll das verstanden werden, wenn nicht eine Zensur. Aber wir sind daran gewöhnt, wenn es um die Wahrheiten geht Pressefreiheit” a la ARD. Das volle Interview unten video.azertag.az/video/106013?u

An einer rausgeschnittenen Stelle wird Alijew gefragt, wieso Berg-Karabach für Aserbaidschan so wichtig sei. Dieser entgegnet: „Ist Bayern wichtig für Sie? Nordrhein-Westfalen? Es ist unser Land, es ist unser Territorium, international anerkannt.“ Es sei eine „Frage der Gerechtigkeit“, berichtet TRT Deutsch weiter.

Mayer-Rüth reagierte auf die Kritik an dem Interview auf Twitter: „So ist das mit der Pressefreiheit. Wir haben veröffentlicht, was wir für wichtig halten.“

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