Der Fall Alexej Nawalny
Nowitschok-Entwickler nennt Deutschlands Vergiftungs-Vorwürfe „politischer Quatsch”

Der russische Chemiewaffen-Spezialist Leonid Rink nannte die Vorwürfe Berlins, dass Kremlkritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde, "reiner politischer Quatsch”.

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Moskau – Der russische Chemiewaffen-Spezialist Leonid Rink nannte die Vorwürfe Berlins, dass Kremlkritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde, „reiner politischer Quatsch”.

Laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti arbeitete Rink an der Entwicklung des Nervengiftes „А-234 Nowitschok“.

Nach Ansicht Rinks wird Deutschland keine Beweise für die angebliche Vergiftung des Kremlkritiker Alexej Nawalny an Russland übergeben, berichtet Sputnik. 

„Sie verstehen, dass niemand die Proben übergeben wird. Das Gleiche geschah mit Litwinenko und den Skripals”, sagte Rink gegenüber RIA Novosti am Mittwoch, berichtet Sputnik weiter.

Demnach nahmen Rink zufolge russische Ärzte alle notwendigen Proben und überprüften sie auf mögliche Vergiftungen.

„Alles, was in ihm war, wurde nicht nur von den Omsker Ärzten, sondern auch von führenden Moskauer Instituten und Forschungszentren untersucht”, zitiert Sputnik den Wissenschaftler.

Nawalny ist nach neuen Erkenntnissen „zweifelsfrei“ mit dem chemischen Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Das habe die toxikologische Untersuchung eines Bundeswehr-Labors ergeben.

Das erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das Gift war auch benutzt worden, um den früheren britischen Spion Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien zu vergiften. Die beiden überlebten nur knapp, berichtet die tagesschau. 

Das Auswärtige Amt bestellte am Mittwoch den russischen Botschafter Sergej Netschajew ein, um Russland dazu aufzufordern, „vollumfänglich und mit voller Transparenz aufzuklären“, berichtet dpa.

 

 

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