Mexiko
Mexiko: Cártel de Jalisco Nueva Generación veröffentlicht Drohvideo an Regierung

Die kriminelle Organisation Jalisco Nueva Generación hat ein Video mit einer Nachricht an die mexikanische Regierung veröffentlicht.

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Guadalajara – Die kriminelle Organisation Jalisco Nueva Generación hat ein Video mit einer Nachricht an die mexikanische Regierung veröffentlicht. Seit der Verrhaftung von El Chapo 2016 gilt sie als das mächtigste mexikanische Drogenkartell. Unter den Mitgliedern und Führungskräften sollen sich auch Ex-Militärs und Polizisten befinden.

In dem veröffentlichten Video posieren Dutzende Mitglieder
in Uniformen, gepanzerten Lieferwagen und Waffen
die eigentlich ausschließlich für die Nutzung in der Armee bestimmt seien.

Die mexikanische Regierung überprüfe nun die Echtheit des Videos.

„Das einer kriminellen Bande zugeschriebene Propagandavideo wird analysiert, um seine eventuelle Authentizität und Zeitlichkeit zu bestätigen“, schrieb Sekretär Alfonso Durazo auf Twitter.

Das in der Sierra de Jalisco im Bundesstaat Westmexiko aufgenommene Video ist eine „mehr als klare Botschaft an die Bundesregierung“, erklärte Falko Ernst, Senior Analyst bei der International Crisis Group, einer Organisation, die bewaffnete Konflikte in mehreren Ländern analysiert. Er bestätigte die Authentizität des Videos.

„Aus meiner Sicht ist es mehr als eine Kriegserklärung, der Status quo in einem entscheidenden Moment zu halten, in dem die Bundesregierung ihre Position definieren muss“, schrieb Ernst in in einem Beitrag in einem Kommentar.

Das CJNG hat seine Hochburg im Bundesstaat Jalisco. Nemesio Ruben Oseguera Cervantes (alias El Mencho) wird als Gründer des CJNG und als aktueller Anführer bezeichnet.

Angesichts einer Welle der Gewalt hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador die mächtigen Verbrechersyndikate des  Landes gewarnt. Im Gegensatz zu den Vorgängerregierungen werde er keine Absprachen mit den Drogenkartellen treffen, um sich Ruhe zu erkaufen.

Wie Nau.ch unter Berufung auf eine Mitteilung der Behörden weiter berichtet, wurden im Bundesstaat Guanajuato Anfang Juli fünf Polizisten getötet. Wenig darauf erschossen Angreifer 24 Menschen in einer Entzugsklinik in der Stadt Irapuato. Zuvor wurde der Polizeichef von Mexiko-Stadt bei einem Attentat verletzt und ein Richter im Bundesstaat Colima getötet, berichtet Nau.ch weiter.

Der ehemalige Kartellboss „El Chapo“ sitzt seit etwa einem Jahr in einem US-Gefängnis. In seiner Heimat Mexiko geht der Drogenkrieg mit unverminderter Härte weiter. Dort kämpfen die Söhne des 63-jährigen Ex-Bosses mittlerweile gegen einen ehemaligen Verbündeten.

 

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