Krimkrise
Russland: Teilen nicht die Ansichten der Türkei zur Krim

Kreml-Sprecher Dimitriy Peskow äußerte sich am Montag zu den Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bezüglich der Krim-Tataren und deren Status. Peskow sagte, dass Russland die Ansichten der Türkei über die Volksgruppe nicht teile.

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Moskau – Kreml-Sprecher Dimitriy Peskow äußerte sich am Montag zu den Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bezüglich der Krim-Tataren und deren Status. Peskow sagte, dass Russland die Ansichten der Türkei über die Volksgruppe nicht teile.

Der russische Präsident Wladimir Putin habe seinen Amtskollegen daher auf die Halbinsel eingeladen, damit der türkische Präsident sich selbst ein Bild von der dortigen Situation machen könne. Die Einladung sei noch immer aktuell.

Erdogan hatte zuvor gesagt, dass die Türkei die Annexion der Krim nicht anerkenne und auch nicht zukünftig anerkennen werde. Der türkische Präsident erklärte: „Wir beobachten die Situation und die Probleme der Türken auf der Krim sehr genau“.

Kreml-Sprecher Peskov äußerte sich vor Journalisten zu den Worten Erdogans und sagte: „In dem Punkt stimmen wir mit unseren türkischen Partnern überhaupt nicht überein und finden auch die gewählten Worte unpassend.“ Die Bedenken bezüglich der Krim-Tataren seien unbegründet, was man auch schon oftmals zur Sprache gebracht habe, so Peskov.

Putin habe bei mehreren Treffen und Gesprächen mit Erdogan die „wahre Situation“ auf der Krim erörtert.
Peskov sagte ferner, dass Putin seinen türkischen Amtskollegen auf die Halbinsel eingeladen habe, „damit er alles sieht“. Diese Einladung gelte nach wie vor.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte gesagt, dass die Türkei die Situation der Krim-Türken sehr genau beobachte und sich dazu auch im ständigen Austausch mit den ukrainischen Behörden befinde. „Die Situation unserer Geschwister auf der Krim sind fortwährend von höchster Priorität und Gegenstand unserer Gespräche mit Kiev“, so Erdogan.

Erdogan befindet sich seit Montag bei einem Staatsbesuch in der Ukraine.

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