Künstlerkollektiv ZPS
Zentralrat der Juden sagt Gespräche mit Aktionskünstlern ab

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ein vereinbartes Gespräch mit der Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit (ZPS) abgesagt. Das berichtet die Düsseldorfer "Rheinische Post".

Teilen

Düsseldorf – Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ein vereinbartes Gespräch mit der Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit (ZPS) abgesagt. Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“.

Als Reaktion auf die massive Kritik an der sogenannten Gedenkstätte der Künstlergruppe in Berlin sagte ein Sprecher des ZPS, dass das gesamte weitere Vorgehen der Aktion „nur in enger Absprache“ mit dem Zentralrat der Juden weiterentwickeln werde.

„Wir führen diesbezüglich Gespräche mit den Verantwortlichen.“ Ziel sei es, eine gemeinsame Linie zu entwickeln. Dem widersprach Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es entspreche nicht der Wahrheit, dass das weitere Vorgehen in Abstimmung mit dem Zentralrat stattfinde, sagte Schuster der „Rheinischen Post“. „Das Künstlerkollektiv hatte um ein Gespräch gebeten, was aber noch nicht stattgefunden hat. In diesem Gespräch wollten sie ihre Aktion näher erläutern.“

Die Vorgehensweise des Zentrums für politische Schönheit nannte Schuster unseriös. Sie diene offensichtlich ausschließlich dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. „Das geplante Telefonat wurde daher von unserer Seite abgesagt.“ Das ZPS hatte am Montag auf dem Gelände der ehemaligen Krolloper in Berlin eine sogenannte Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Teil der Aktion ist eine Stahlsäule, die nach Angaben der Gruppe Asche von Opfern der Massenmorde der Nazis enthält.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte die Aktion bei Twitter „problematisch“ genannt. Sollte es sich tatsächlich um Asche von Schoa-Opfern handeln, dann wurde die Totenruhe gestört“, teilte die Organisation mit.

Auch interessant

– Nahostkonflikt –
Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Die israelische Besatzung hat Palästina in 17 Jahren (von 2000 bis 2017) rund 48 Milliarden US-Dollar gekostet.

Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Auch interessant

Eurasische Wurzeln: Ein historisches Urteil über das Deutschsein

Ein Gastkommentar von Çağıl Çayır Unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machte in seiner Festaktrede zum 60. Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens am 05. Oktober 2021 in Berlin...

Israel verurteilt Sanktionen aus Europa

Tel Aviv - Der Druck auf Israel wegen der Siedlungspolitik im besetzten Westjordanland nimmt zu. Zwölf westliche Staaten haben angekündigt, den Handel mit Waren...

„Das Massaker von Atça Çomaklı Ovası“ feiert Premiere

Atça/Aydın - Ein wenig bekanntes Kapitel der Geschichte Westanatoliens ist auf die Kinoleinwand gebracht worden: Der Kurzfilm „Das Massaker von Atça Çomaklı Ovası“ hat...

Penzberg: Imam Benjamin Idriz erhält Schreiben mit „NSU 2.0“-Bezug

Penzberg – Nach mehreren islamfeindlichen Schmierereien in Penzberg ist es zu einem weiteren Vorfall gekommen. Imam Benjamin Idriz hat nach eigenen Angaben ein anonymes...

Historiker Çayır: „Die Türken sind Erben der Skythen“

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır Die Geschichte der Türken beginnt nicht erst mit ihrer Ankunft in Anatolien im Mittelalter. Ihre Wurzeln reichen tief in die eurasische...

Headlines

Israel verurteilt Sanktionen aus Europa

Tel Aviv - Der Druck auf Israel wegen der Siedlungspolitik im besetzten Westjordanland nimmt zu. Zwölf westliche Staaten haben...

US-Kommentatorin Hernandez – Darf ich vorstellen: Alice Weidel

Ein Gastkommentar von Mariana Hernandez Am Sonntag holte ihre Partei in einem deutschen Bundesland fast 44 Prozent. Sie führte ihren...

Netanjahu zum 7. Oktober: „Sie haben mich nicht geweckt“

Tel Aviv - Im Vorfeld der anstehenden Parlamentswahlen in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schwere Vorwürfe gegen die eigene...

Israels Verteidigungsminister Katz fordert Massenvertreibung aus dem Gazastreifen

Tel Aviv - Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat sich erneut für eine großangelegte Übersiedlung der palästinensischen Bevölkerung aus...

Meinung

Uri Poliavich: Gemeindeentwicklung und Schulen

Eine Schule kann mehr als nur ein Ort für Unterricht sein, wenn Familien, Pädagogen und lokale Initiativen denselben Bildungsraum nutzen. Uri Poliavich wird als...

Israel verurteilt Sanktionen aus Europa

Tel Aviv - Der Druck auf Israel wegen der Siedlungspolitik im besetzten Westjordanland nimmt zu. Zwölf westliche Staaten haben angekündigt, den Handel mit Waren...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...

Wall Street Journal: Türkiye’nin durdurulması gerekiyor

Konuk Yazar: Özgür Çelik Bradley Martin tarafından kaleme alınan ve 4 Mart 2026 tarihinde Wall Street Journal'da yayımlanan "Türkiye'yi Dizginlemek İçin Acil Bir İhtiyaç" (An...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...