Baden-Württemberg
BVB-Anschlag: Verdächtiger Russe festgenommen – es ging um Millionen

Anderthalb Wochen nach dem Bombenanschlag auf Borussia Dortmund scheint den Ermittlern der große Durchbruch in dem Aufsehen erregenden Fall gelungen zu sein.

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Dortmund (nex) – Anderthalb Wochen nach dem Bombenanschlag auf Borussia Dortmund scheint den Ermittlern der große Durchbruch in dem Aufsehen erregenden Fall gelungen zu sein. Spezialkräfte der GSG 9 haben am frühen Freitagmorgen in Baden-Württemberg den mutmaßlichen Täter gefasst. Es handelt sich um den 28-jährigen Sergej W. aus dem Raum Tübingen. Das berichtet Spiegel Online.

Demnach waren dem Erfolg intensiv geführte Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei vorausgegangen. Die Behörden hätten den Verdächtigen seit einer Woche im Visier gehabt und ihn seither pausenlos observiert.

https://twitter.com/bka/status/855284434270011393

Der BILD zufolge erfolgte die Festnahme, kurz bevor der Tatverdächtigte seine Arbeitsstelle in Rottenburg am Neckar erreichte. Aktuell liefen vier Hausdurchsuchungen, mehrere hundert Beamte von GSG 9, Bundeskriminalamt (BKA) und der Landespolizei Baden-Württemberg seien beteiligt. Auch eine Staatsanwältin vom Bundesgerichtshof sei vor Ort.

Sergej W. sei den Angestellten des Hotels kurz nach der Explosion der Sprengsätze aufgefallen. Während alle Gäste aufgeregt durch das Hotel gelaufen seien, sei der Russe in aller Seelenruhe ins Restaurant gegangen und habe ein Steak bestellt.

Auch beim Einchecken ins Hotel habe er ungewöhnliche Wünsche geäußert. Nach BILD-Informationen aus Ermittlerkreisen lehnte er das erste zugewiesene Hotelzimmer ab, weil es kein Fenster zur Straße hatte. Vom neuen Zimmer aus habe es einen unmittelbaren Blick auf den Anschlagsort gegeben. Und von dort habe er auch die Möglichkeit gehabt, die hinter einer Hecke des Zufahrtweges versteckten Bomben per Fernzündung auszulösen, berichtet BILD weiter.

Nach BILD-Recherchen fanden die Ermittler heraus, dass Sergej W. vom Hotel aus online ein Aktienpaket von 15 000 Optionsscheinen für 78 000 Euro kaufte. Mitarbeiter der „Comdirect“-Bank hätten der Polizei eine Verdachtanzeige gegen den Russen wegen Geldwäsche übermittelt, der Kauf sei ihnen verdächtig erschienen.

Die Ermittler hätten das Konto überprüft und festgestellt, dass Sergej die Ankäufe über die IP-Adresse des Hotels L‘ Arrivée tätigte. Wie BILD weiter berichtet, habe er auf diese Weise einen Kurssturz der BVB-Aktie erzwingen und mit sogenannten Put-Optionen ein Millionen-Vermögen verdienen wollen. Laut Bundeskriminalamt hätte er einen Gewinn von bis zu 3,9 Millionen Euro erzielt. „Zeit Online“ zufolge sei er im Technischen Bereich der Uniklinik Tübingen beschäftigt gewesen.

Mitteilung der Generalbundesanwaltschaft

 

 

 

 

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