Mossul-Offensive
Erdogan: Türkei wird bei Mossul-Gesprächen dabei sein

„Es ist für uns unmöglich, in dieser Angelegenheit außen vor zu bleiben, denn dieser Ort ist geschichtsträchtig für uns“, so Erdogan.

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Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am heutigen Montag, dass die Türkei nicht nur an der angelaufenen Mossul-Offensive gegen den IS (Daesh) teil-, sondern auch „am Verhandlungstisch Platz nehmen“ werde.

„Es ist für uns unmöglich, in dieser Angelegenheit außen vor zu bleiben, denn dieser Ort ist geschichtsträchtig für uns“, so Erdogan.

Der türkische Präsident, der auf einer internationalen Juristentagung in Istanbul sprach, wies darauf hin, dass Ankara „für die Ergebnisse einer Operation, an der es nicht teilnimmt, nicht verantwortlich ist“.

Die lange erwartete Mossul-Offensive zur Befreiung der Stadt vom IS (Daesh) ist nach Angaben des irakischen Premierministers Haider al-Abadi Sonntagmitternacht angelaufen.

Abadi teilte in einer Ansprache im staatlichen Fernsehen mit, dass die irakische Armee und Polizei sich in der Stadt befinden würden. Er rief die Einwohner Mossuls dazu auf, Solidarität mit den Sicherheitskräften zu zeigen.

Zuvor war berichtet worden, dass die irakische Armee sich langsam gen Mossul bewege, dessen Befreiung bis zum Jahresende die Regierungsvertreter in Bagdad versprochen hatten.

Erdogan wies auch darauf hin, dass „die Geschwister der Türkei“ – Araber, Turkmenen und kurdische Zivilisten – sich in Mossul befänden.

Zu dem türkischen Militärstützpunkt bei Mossul äußerte sich der türkische Präsident mit den Worten: „Keiner kann von uns erwarten, dass wir Baschika verlassen“, und fügte hinzu:

„Wir haben irakische Soldaten wie auch Peschmerga-Truppen zum Kampf gegen den IS (Daesh) im Lager Baschika trainiert. Wenn diese Soldaten nicht dort gewesen wären, gäbe es keine ordentliche Truppe für den Kampf.“

Erdogan warnte auch vor einer möglichen konfessionellen Gewalt: „Dieses Daraufbeharren, dass die Türkei der Mossul-Offensive fernbleiben solle, hat damit zu tun, dass wir dort eine konfessionelle Gewalt verhindern würden.“

„Wir können nicht Ja zu einem sunnitisch-schiitischen Konflikt sagen“, betonte Erdogan.

Der IS (Daesh) hatte Mitte 2014 die Mossul erobert und weite Teile des Nord- und Westiraks überrannt.

In den vergangenen Monaten hat die irakische Armee mit Unterstützung der aus 60 Ländern bestehenden und von den USA angeführten Luftallianz viele Gebiete zurückerobert. Dennoch hält die Terrorgruppe einige Teile des Landes einschließlich Mossul unter ihrer Kontrolle.

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