71. UN-Generalversammlung
UNO: Türkei weltweit Nummer eins bei Aufnahme von Flüchtlingen

Nach den Worten eines UN-Vertreters hat die Türkei in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres mehr Flüchtlinge als jedes andere Land der Welt aufgenommen.

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Rabat (nex) -Wie der Leiter des UN-Informationszentrums in der marokkanischen Hauptstadt am gestrigen Donnerstag erklärte, hat die Türkei in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres mehr Flüchtlinge als jedes andere Land der Welt aufgenommen.

„Die Türkei belegt bei der Aufnahme von Flüchtlingen weltweit den ersten Platz“, sagte Fathi al-Dababi während einer Pressekonferenz, die anlässlich des für den kommenden Montag geplanten UN-Gipfels zu Flüchtlingen und Migranten abgehalten wurde.

„UN-Daten zeigen, dass die Türkei in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres mehr als 1.838.000 Flüchtlinge aufgenommen hat“, fügte al-Dababi hinzu.

„Den zweiten Platz belegt Pakistan, das etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge aufnahm, danach kommen der Libanon, der Irak, Äthiopien, Jordanien, Kenia, Uganda, der Tschad und der Sudan“, so der UN-Vertreter.

Er teilte weiter mit, dass in jeder Minute 24 Menschen aus der ganzen Welt ihr Heimatland verließen.

Al-Dababi wies auch auf die hohe Sterblichkeitsrate unter Migranten und Flüchtlingen hin und merkte an, dass sie oft Menschenhändlern ausgeliefert und anderen Gefahren ausgesetzt seien.

Auf der Pressekonferenz am gestrigen Donnerstag betonte der Residierende UN-Koordinator Philippe Poinsot die Notwendigkeit, eine Lösung „für die großen Flüchtlings- und Migrantenströme zu finden, die ihr Land wegen Konflikten, extremer Armut und Ernährungsunsicherheit, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und anhaltender Menschenrechtsverletzungen verlassen“.

„Zum ersten Mal wird ein Weltgipfel zur Erörterung dieses Themas gehalten werden“, erklärte er in Bezug auf den Gipfel in New York, auf dem die UNO-Generalversammlung voraussichtlich eine Reihe von ‚Verpflichtungen‘ zum Schutz von Flüchtlingen und Migranten verabschieden wird.

„Sobald diese Verpflichtungen verabschiedet sind, sollen sie als New Yorker Erklärung bezeichnet werden“, heißt es dazu in einer Erklärung der UNO. „Die Staaten erklären darin ihre Solidarität gegenüber Menschen, die gezwungen sind zu fliehen, verpflichten sich auf die uneingeschränkte Wahrung der Menschenrechte von Flüchtlingen sowie Migranten und sagen Ländern, die von großen Flucht- und Migrationsbewegungen betroffen sind ihre uneingeschränkte Unterstützung zu.“

Die Türkei bietet aktuell über drei Millionen syrischen und irakischen Flüchtlingen Schutz, die vor dem Konflikt in ihren Heimatländern fliehen mussten.

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