Islamophobie
Britische Polizei entschuldigt sich für „Allahu Akbar“-Ruf

Die Polizei von Manchester hat zugegeben, dass der ‚Allahu akbar‘-Ruf während eines gestellten Selbstmordanschlags im Rahmen einer Anti-Terror-Übung Teil des Skripts gewesen sei. „Wir sehen unseren Fehler ein und entschuldigen uns für das Ärgernis, das der Zwischenfall hervorgerufen hat", so die Polizei in einem Statement.

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Manchester (nex) – Die Polizei von Manchester hat zugegeben, dass der ‚Allahu akbar‘-Ruf während eines gestellten Selbstmordanschlags im Rahmen einer Anti-Terror-Übung Teil des Skripts gewesen sei.

Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung „The Guardian“ am heutigen Mittwoch habe die Polizei zugegeben, dass es vorher geplant gewesen sei, den Darsteller des Selbstmordattentäters den Satz, der im Arabischen „Gott ist groß“ bedeutet und in Gebeten verwendet wird, sprechen zu lassen. Es sei also keine Improvisation vonseiten des Darstellers gewesen.

Die Übung wurde am gestrigen Dienstagvormittag in Trafford Centre, dem größten Einkaufszentrum Manhattans, durchgeführt. Teilnehmer waren die Polizei, Sondereinsatzkräfte, Krankenwagenteams und etwa 800 anwesende Personen.

Der Zwischenfall rief bei Menschenrechtsorganisationen und in der muslimischen Gemeinde Empörung hervor, da solche Aktionen Muslime stigmatisierten und den Islam mit Terror in Verbindung brächten.

Am Dienstagnachmittag entschuldigte sich die Polizei von Manchester. Sie sehe ein, dass es inakzeptabel sei, diese religiöse Phrase unmittelbar vor dem gestellten Selbstmordanschlag zu benutzen, wodurch die Übung direkt mit dem Islam in Verbindung gebracht worden sei. In dem Statement heißt es unter anderem:

„Wir sehen unseren Fehler ein und entschuldigen uns für das Ärgernis, das der Zwischenfall hervorgerufen hat.“

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