Kampf gegen den Terror
Razzia im Morgengrauen: Türkei nimmt 21 IS-Kämpfer fest

Ankara: EU verweigert Auskünfte über IS Terror Touristen

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In einer Kommandoaktion in vier Provinzen gelang es türkischen Antiterrorkräften am Sonntagmorgen, 21 mutmaßliche IS-Aktivisten festzunehmen.

Ankara (nex) – Die Türkei hat ihre Gangart gegenüber der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) weiter verschärft. Am 29. Juni hatte Premierminister Ahmet Davutoğlu im Rahmen des jüngsten Treffens des Nationalen Sicherheitsrates angekündigt, er wolle zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gegen die Terroristen in Geltung setzen und diese zeitnah durchsetzen. Nachdem bereits zu Beginn des Monats dutzende Personen, die verdächtigt werden, Verbindungen zum IS aufzuweisen, festgenommen worden waren, gelang den türkischen Sicherheitskräften am Freitag ein weiterer Schlag. In den frühen Morgenstunden wurden in vier Provinzen Razzien gegen insgesamt 30 mutmaßliche IS-Aktivisten durchgeführt. Dabei wurden 21 von ihnen verhaftet, darunter drei ausländische Staatsangehörige. Die Antiterroraktionen fanden in Istanbul, Kocaeli und den südtürkischen Provinzen Mersin und Şanlıurfa statt.
Im Zuge der Razzia, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt wurde, stieß man unter anderem auf zwei automatische Waffen, eine große Menge Munition, organisationsbezogene Dokumente und Militäruniformen. Die drei festgenommenen Ausländer sollen im Begriff gewesen sein, nach Syrien zu gehen.
Während die türkische Regierung immer wieder kritisiert hatte, dass die Versorgung mit geheimdienstlichen Dokumenten über potenzielle IS-Terrortouristen aus EU-Ländern seitens der europäischen Partner sehr schleppend vonstattengehe und durchaus noch ausbaufähig sei, hat Ankara Antiterrormaßnahmen im eigenen Land ausgebaut und die Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen, Busterminals und Autovermietungen verschärft.
Seit die Türkei den IS, damals noch „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“ (ISIS), am 10. Oktober 2013 offiziell zur terroristischen Vereinigung erklärt hatte, wurden dem Amt des Premierministers zufolge 1350 Personen als mutmaßliche IS-Anhänger aus der Türkei ausgewiesen und insgesamt 13 500 Personen aus 98 Nationen wurde die Einreise in die Türkei verweigert.

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