Terrorismus
Türkischer EU-Minister: Rechtsradikale sind Europas IS

Ankara (nex) – Der türkische EU-Minister verglich am Samstag rechtsextreme Gruppen und Rassisten mit Terrororganisationen und warnte vor der Bedrohung, die sie für alle in Europa darstellten.

„Rechtsextreme Gruppen und Rassisten sind dasselbe wie der IS“, sagte Ömer Celik in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN Turk.

Wenn diese Gruppen stärker würden, wäre dies eine „große Bedrohung für demokratische, unschuldige Menschen in Europa, vor allem auch für Muslime und Türken“, sagte Celik. Die Türkei zeigt sich über den Aufstieg von fremdenfeindlichen Parteien in Europa in den letzten Jahren sehr besorgt und hatte Anfang des Jahres bekannt gegeben, dagegen vorgehen zu wollen. So hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Januar angekündigt, gegen Islamophobie und Rassismus zu kämpfen. Diese seien “zu einem schwerwiegenden Sicherheitsrisiko für unsere im Ausland lebenden Mitbürger geworden”, hatte er erklärt. Erdogan hatte darauf hingewiesen, dass „manche westlichen Politiker, die nicht in der Lage sind, wirtschaftliche und finanzielle Probleme zu lösen“, sich an die Islamophobie wie an einen Rettungsring klammerten. “Und deshalb werden wir Zeugen einer Zunahme der Anschläge auf Gebetsstätten, Geschäfte und Einrichtungen von Muslimen”, hatte er gewarnt und hinzugefügt: “Das ist ein Spiel mit dem Feuer. Unsere Sorge über die Sicherheit muslimischer Minderheiten wächst wegen des erstarkenden Rassismus im Westen.” Unterdessen haben Deutschtürken eine unabhängige Untersuchungskommission zum Vorgehen der Behörden im Zusammenhang mit den Morden des NSU gefordert. Wie der Türkische Bund in Berlin und Brandenburg (TBB) am vergangenen Donnerstag mitteilte, blieben sechs Jahre nach Auffliegen des rechtsextremen Gruppe trotz parlamentarischer Untersuchungsausschüsse viele Fragen offen. Besonders die Verwicklung staatlicher Institutionen sowie Vorurteile in Behörden müssten aufgeklärt werden. „Eine unabhängige Kommission bestehend aus Experten, Akademikern, pensionierten Richtern, ehemaligen Polizeibeamten und NGO-Vertretern würde eine tiefere Untersuchung der Verbindungen des NSU zu anderen rechtsextremen Gruppen und möglichen extremistischen Netzwerken innerhalb staatlicher Institutionen ermöglichen“, sagte Ilker Duyan der Nachrichtenagentur Anadolu. „Nur durch eine uneingeschränkte öffentliche Aufarbeitung der Geschehnisse kann das Vertrauen in die staatlichen Institutionen wiederhergestellt werden“, erklärte TBB-Sprecherin Ayse Demir.

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– Islamophobie – Bericht: Hass gegen Muslime mit über 200 Millionen US-Dollar gefördert

Nach einem gemeinsam veröffentlichten Bericht des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR) und des Center for Race and Gender der California Berkeley Universität sind in den USA zwischen 2008 und 2013 circa 206 Millionen US-Dollar in Organisationen geflossen, die den Hass gegen Muslime fördern.

Bericht: Hass gegen Muslime mit über 200 Millionen US-Dollar gefördert

Antikorruptionskampagne
Saudi-Arabien: Milliardär Prinz Al-Walid bin Talal verhaftet

Riad (nex) – Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA hat die saudische Führung im Zuge einer Antikorruptionskampagne elf Prinzen und zahlreiche frühere Regierungsminister festnehmen lassen. „Einige schwache Seelen“ hätten ihre Interessen über die Interessen der Öffentlichkeit gestellt, um „illegal Gelder anzuhäufen“. hieß es in einer offiziellen Erklärung. Zudem seien zahlreiche Regierungspolitiker und ranghohe Militärs entlassen worden. Laut SPA wurden unter anderem der Wirtschaftsminister, der Minister für die Nationalgarde und der Kommandeur der Marine abberufen. Wie der US-Nachrichtensender CNBC berichtet, befindet sich unter den Betroffenen auch der Milliardär Prinz Al-Walid bin Talal. Bin Talal, der Vorsitzender der Investmentgesellschaft Kingdom Holding Company ist und Holdings in einer Reihe internationaler Unternehmen, unter anderem Twitter und Citigroup besitzt, zählt zu den reichsten Menschen im Nahen Osten. Beobachter vermuten hinter den Entlassungen den saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman. Er leitet eine kürzlich geschaffene Anti-Korruptions-Kommission. Erst vor wenigen Monaten wurde Mohammed von seinem Vater, König Salman, zu dessen künftigen Nachfolger ernannt.

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„Verstoß gegen islamisches Recht“  Prinz Al-Walid: Autofahrverbot verstößt gegen Frauenrechte

Der saudische Milliardär Prinz al-Walid ibn Talal hat darauf hingewiesen, dass es an der Zeit sei, saudische Frauen ans Steuer zu lassen.

Prinz Al-Walid: Autofahrverbot verstößt gegen Frauenrechte
     

Düsseldorf
Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos

Düsseldorf (nex) – Erneut ist es bei einer Demonstration von PKK-Sympathisanten zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Wie bei den Demos in Stuttgart im vergangenen Jahr oder in Berlin im Juni dieses Jahres mit 19 verletzten Polizisten habe es auch heute verletzte Beamte gegeben. Mehrere tausend Kurden versammelten sich in Düsseldorf zu einer Demonstration für die Freilassung des seit 1999 in der Türkei inhaftierten PKK-Gründers Abdullah Öcalan. Polizeiangaben zufolge schwenkten viele Demonstranten Fahnen mit dem in Deutschland verbotenen Abbild Öcalans, woraufhin der Demonstrationszug gestoppt worden sei. Die Teilnehmer wurden laut Zeugenberichten mehrfach aufgerufen, die Fahnen niederzulegen oder einzurollen. Stattdessen seien Einsatzkräfte aber mit Gegenständen beworfen und Fahnenstangen angegriffen worden. Die Beamten mussten infolgedessen Pfefferspray einsetzen, es wurden fünf Demonstranten festgenommen. Vier Polizisten seien bei den Zusammenstößen verletzt worden. Gegenüber Medien sagte ein Sprecher der Demonstranten, sie seien von der Polizei umstellt worden. Ein Polizeisprecher antwortete darauf, dass alle Teilnehmer jederzeit die Demonstration hätten verlassen können, sobald ihre Öcalan-Fahnen eingerollt gewesen seien. Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.
(Screenshot/Facebook)
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(Screenshot/Twitter)
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Die 1978 gegründete PKK hatte seit den 1980-er Jahren gegen die Türkei für die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates gekämpft. Später änderte sie ihr Ziel und verlangt seitdem die Autonomie der überwiegend von Kurden bewohnten Regionen der Türkei. Die von den USA, der Türkei und Deutschland  als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben. Sigmar Gabriel hatte im Juli dieses Jahres Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der PKK eingeräumt. Gabriel glaube, die Türkei habe damit recht, Deutschland zu warnen und zu fordern, nicht zuzulassen, dass die PKK Propagandaaktivitäten in Deutschland durchführe, hatte er auf einer Pressekonferenz im Bundesaußenministerium erklärt. Er denke auch, dass es inakzeptabel sei, Auftritte türkischer Politiker zu verbieten, während gleichzeitig Plakate mit Öcalan-Porträts zugelassen würden, so Gabriel weiter. Er spielte damit auf  Versammlungen von PKK-Anhängern in Deutschland  an, bei denen Flaggen der Terrorgruppe und des Gründers Abdullah Öcalan zur Schau getragen worden waren. Deutschland hat die PKK 1993 als Terrororganisation eingestuft, aber die Behörden sträuben sich dagegen, strenge Maßnahmen gegen deren Propaganda, Finanzierung und Rekrutierungsaktivitäten einzuleiten. Auch in der EU und den USA wird sie als Terrororganisation gelistet. Die PKK sei nicht nur für die Türkei, sondern auch für Deutschland eine Bedrohung, warnte Gabriel.

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– 74 Strafermittlungsverfahren – Berlin: 19 verletzte Polizisten und über 100 Festnahmen bei Kurden-Demos

Bei einer Kurden-Demo in Berlin attackierten Demonstrationsteilnehmern mit Fahnenstangen, Faustschlägen und Tritten, teilweise direkt gegen den Kopf, Polizisten. Die Beamten setzten sich unter Einsatz von körperlicher Gewalt, des Schlagstocks und Pfeffersprays zur Wehr und drängten die Angreifer zurück oder nahmen sie fest.

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Balkan
Serbien: 500 Tonnen „Sandžačke Mantije“ auf dem Weg in die Türkei

Belgrad (nex) – Eine Region in Serbien mit einem reichen osmanischen Erbe bereitet sich darauf vor, 500 Tonnen eines ihrer traditionellen Gerichte in die Türkei zu exportieren. Ein neues Freihandelsabkommen, das der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während seines Besuchs in Serbien im Oktober unterzeichnete, sorgte für Aufregung unter den lokalen Produzenten in der Region Sandschak, im mehrheitlich muslimischen Süden des Landes. „Mantije nach sandschakischer Art“ sind Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen wie Käse oder Fleisch. Sie sind aber auch ohne zusätzliche Zutaten genießbar und werden normalerweise mit Joghurt serviert. Fifa Koca, ein Experte für lokale Gerichte aus der sandschakischen Stadt Novi Pazar, sagte der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Mantije-Rezepte seiner Region Jahrhunderte zurückreichten und von Generation zu Generation weitergegeben worden seien. Es würde keine spezielle Kochausrüstung benötigt, um die Teigtaschen zuzubereiten, aber „Liebe und Selbstaufopferung sind der Schlüssel für köstliche Sandžačke Mantije“, so Koca weiter. Im Rahmen des revidierten Freihandelsabkommens, das letzten Monat unterzeichnet wurde, kann Serbien zollfrei 5.000 Tonnen Fleisch, 25.000 Tonnen rohes Sonnenblumenöl, 10.000 Tonnen raffiniertes Sonnenblumenöl, 15.000 Tonnen Sonnenblumenkerne, 5.000 Tonnen Soja sowie 500 Katzen- und Hundefutter exportieren.

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– Internationale Küche – Türkei: Uşaks Tarhana-Suppe soll die Welt erobern

Die in der türkischen Küche sehr beliebte Tarhana-Suppe (Tarhana Çorbası) wird gebietsweise unterschiedlich zubereitet und ist ein urtürkisches Gericht, das auf die umherziehenden Nomadenstämme zurückgeht.

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Krise in Spanien
Bayernpartei: Madrid setzt auf Polizeistaat statt auf Dialog

München (nex) – Die Bayernpartei (BP) verurteilt das Drehen der spanischen Zentralregierung an der Eskalationsschraube. Die Androhung von bis zu 30 Jahren Haft für den katalanischen Ministerpräsidenten wegen „Rebellion“ sei eines demokratischen Gemeinwesens nicht würdig, so die Bayernpartei in einer Stellungnahme. Ganz im Gegensatz zu den spanischen Zentralbehörden, die am 1. Oktober, dem Tag des Referendums, auf friedliche Menschen mit Gummigeschossen feuern ließen, hätten Puidgemont und die katalanische Unabhängigkeitsbewegung bei der Verfolgung ihrer Ziele ausschließlich friedliche Mittel angewendet, so die Bayernpartei weiter. Bayernpartei-Vorsitzender Florian Weber betont, sie hofften inständig, : „dass die Situation in Katalonien friedlich bleibt. Wenn es aber friedlich bleibt, dann ist das nicht das Verdienst der spanischen Zentralregierung. Statt auf Dialog setzt man in Madrid ganz offensichtlich auf den Polizeistaat – etwas, das viele Katalanen an eine für sie dunkle Zeit erinnert.“

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– „Europa der Regionen“ – Bayernpartei: Deutsche Politiker fordern Unabhängigkeit nur außerhalb der EU

Die Bayernpartei hat die angebliche Solidarität deutscher Politiker bei Unabhängigkeitsbestrebungen diverser Volksgruppen wie etwa der Kurden als „Lippenbekenntnisse“ kritisiert.

Bayernpartei: Deutsche Politiker fordern Unabhängigkeit nur außerhalb der EU

Marke Gut&Günstig
Rückruf: Kunststoffteile in „Knusper-Dinos“

Dortmund (nex) – Die Firma Vossko ruft das Tiefkühlprodukt „Knusper Dinos“ in der 400 Gramm-Packung der Marke Gut & Günstig zurück. Wie „foodwatch“ berichtet sei ausschließlich Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04.10.2018 und dem Genusstauglichkeitskennzeichen DE  EV  254 EG. Andere Artikel seien nicht betroffen.

Es sei nicht auszuschließen, dass sich Kunststofffremdkörper in einzelnen „Knusper Dinos“ befinden. Verkauft wurde das Produkt vorwiegend bei Netto, EDEKA und Marktkauf.

Die betroffenen Handelsunternehmen hätten die Ware vorsorglich aus dem Verkauf genommen.

Kunden die das entsprechende Produkt gekauft haben, können dieses gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben.

Karriere
Arbeit auf Kreuzschiffen: 100.000 offene Stellen in kommenden fünf Jahren

Berlin (ots) – Job-Maschine Kreuzfahrt: In den kommenden fünf Jahren benötigt die boomende Kreuzfahrtbranche für 75 neue Schiffe 100.000 zusätzliche Besatzungsmitglieder. Die Kreuzfahrtbranche wächst rasant: In den kommenden Jahren werden von den Reedereien mehr als 75 Neubauten vom Stapel gelassen – und für jedes Schiff werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Auf „careerjoblounge“ kommen die zukünftigen Crew-Mitglieder mit ihren neuen potentiellen Arbeitgebern zusammen, um geeignete Mitarbeiter für offene Stellen an Bord von mehr als 300 Hochsee- und Flusskreuzfahrtschiffen sowie in nationalen Top-Hotels zu finden.

Kreuzfahrt-Quereinsteiger willkommen: Kindergärtner, Fotografen, Grafiker

Auch Kreuzfahrt-Quereinsteiger sind in der Branche sehr willkommen: Es werden sowohl Mitarbeiter, die einschlägige Erfahrungen in der Hotellerie oder im Gastgewerbe aufweisen können, als auch Fachkräfte aus vielen anderen Bereichen gesucht – wie beispielsweise Sport- und Wellness-Experten, Fremdenführer, Friseure oder sogar Floristen und IT-Experten. Der Grund dafür: Kreuzfahrtschiffe, insbesondere die geplanten Neubauten, werden immer größer, moderner und locken mit Attraktionen, die auf hoher See zunächst nicht vermutet werden. Das schafft Tausende neuer Arbeitsplätze – und neben den kreuzfahrttypischen Jobs zugleich neue Berufsfelder an Bord. So werden verstärkt Techniker für den Entertainmentbereich, Show-Koordinatoren, Grafiker oder Kindergärtner angeheuert. Einzigartige Karrierechancen an Bord „Mit dem Bau weiterer Kreuzfahrtschiffe wächst der Bedarf an Crew-Mitgliedern natürlich konstant“, so Daniela Fahr, Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur Connect. .  

Gelsenkirchen
Leichen im Massagesalon: Polizei Gelsenkirchen fahndet nach Chinesen

Gelsenkirchen (nex) – Am Sonntag, den 29.10.2017, fand die Gelsenkirchener Polizei, gegen 15:00 Uhr, nach einem Zeugenhinweis zwei weibliche Leichen in einem asiatischen Massagesalon in der Kirchstraße, in der Gelsenkirchener Altstadt. Die Ermittlungen der eingesetzten Mordkommission und der zuständigen Staatsanwaltschaft in Essen führten nun zu dem tatverdächtigen 37-jährigen chinesischen Staatsbürger Linpeng LIN. Linpeng LIN ist ca. 183 cm groß und von schlanker Statur. Er hat kurzes dunkles Haar. Zur Bekleidung des Tatverdächtigen liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun nach Zeugen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Täters machen können. Sachdienliche Hinweise bitte unter 0209/365-7171 (Mordkommission), – 8240 (Kriminalwache) oder – 2160 (Einsatzleitstelle).

Fußball
BVB-Manager gegen Austragung von Bundesliga-Spielen im Ausland

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Berlin (nex) – Borussia Dortmunds-Marketingdirektor Carsten Cramer hat davor gewarnt, die Kommerzialisierung der Bundesliga zu übertreiben. „Nur weil die Engländer oder Spanier zehn Anstoßzeiten haben, sollten wir nicht auch diesen Weg gehen. Wenn man nur auf die Wettbewerber achtet, neigt man schnell zu eigenen Fehlern“, sagte Cramer der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‚ „Wir müssen unser eigenes Rennen fahren.“ Konkret wandte sich der BVB-Manager gegen Ideen, einzelne Bundesliga-Partien wie das Top-Spiel Borussia Dortmund gegen Bayern München oder das DFB-Pokalfinale in Zukunft in China auszutragen, um die Vermarktung anzukurbeln. Carsten Cramer: „Die Bundesliga ist nicht die Formel 1“ „Wir können nicht wie bei der Formel 1 alle Sachen zusammenpacken und die Bundesliga von einem Land ins andere fahren“, sagte Cramer. „Die Bundesliga muss zuhause funktionieren. Nur dann haben wir eine Story, für die sich auch die Fans im Ausland interessieren.“ Erste USA-Reise im Sommer bestätigt In dem Gespräch mit ‚Capital‘ bestätigte der Marketingdirektor, dass der BVB im Sommer 2018 nach den jüngsten drei Sommertouren nach Asien erstmals in die USA reisen wird. „Wir wollen jetzt den nächsten Schritt Richtung Westen machen“, sagte er. „Mit Christian Pulisic haben wir auch einen Spieler, der in der amerikanischen Öffentlichkeit auf ein sehr großes Interesse stößt.“ Mehrere Freundschaftsspiele seien geplant, derzeit arbeite der Verein an einem Programm für die Reise. Keine eigene Repräsentanz in den USA geplant Anders als der FC Bayern planen die Dortmunder derzeit nicht, in den USA eine eigene Repräsentanz zu eröffnen. Wichtiger sei es, über ein Fußballthema eine Verbundenheit zu dem Land aufzubauen – zum Beispiel über eine Kooperation mit einem Verein, sagte Cramer.

Tourismus
Türkei: Fernost Ziel neuer Tourismus-Strategie

Ankara (nex) – Um ihre Abhängigkeit vom sehr volatilen und unberechenbaren deutschen Tourismusmarkt mit seinen Boykotten und Drohungen zu reduzieren, hat die Türkei begonnen, neue Strategien zu entwickeln, um die riesigen Märkte im fernen Osten zu erschließen. Die Türkei beabsichtigt als Teil ihrer Strategie, eines der Top-3-Tourismusziele zu werden und neue Märkte in den Ländern des Fernen Ostens zu erschließen. Dies gab der türkische Kultur- und Tourismusminister Numan Kurtulmus am gestrigen Donnerstag bekannt. „Wir legen drei wichtige Strategien fest. Eine davon ist die Erschließung neuer Märkte in Ländern des Fernen Ostens wie China, Indien, Südkorea, Japan, Indonesien und Malaysia“, erklärte Kurtulmus gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.

Die fernöstlichen Länder habe man im Tourismus „längst vergessen“, und die Türkei strebe danach, „neue Türen zu öffnen“, so der Minister weiter.

„In Indien gibt es eine Bevölkerung von 350 Millionen Bürgern, die eine enorme Macht mit einer wachsenden, großen Kaufkraft darstellt“, betonte er und ergänzte: „In China gibt es mehr als 300 Millionen Einwohner, die der Mittelschicht angehören. Deshalb werden wir unsere Beziehungen zu diesen Ländern verbessern.“ Kurtulmus erinnerte auch daran, dass China die Türkei für das Jahr 2018 zum Tourismusland erklärt habe und im Rahmen dessen 50 Veranstaltungen durchführen werde. “Wir hoffen, dass die Zahl chinesischer Touristen in den nächsten Jahren steigen wird”, sagte der türkische Außenminister Cavusoglu bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi im August. Man hoffe, dass drei Millionen der hundert Millionen Chinesen, die jährlich ins Ausland reisen, die Türkei besuchen werden. Als Teil der neuen Strategie strebe sein Land auch den Eintritt in den Tourismusmarkt an, indem es verschiedene Kreuzfahrtpakete mit Aserbaidschan, Armenien, Iran, Zypern und Griechenland lanciere, so der Minister weiter.

Die Türkei befindet sich derzeit laut Kurtulmus in der Tourismusbranche weltweit auf Platz  sechs. Die Leistung des Landes könnte es aber, unterstrich er, in den kommenden zehn Jahren auf die Top-3-Liste der Tourismusziele hieven.

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– Tourismus – China erklärt Türkei zu “Tourismusland 2018”

Während deutsche Medien und Politiker durch Boykottaufrufe türkischer Tourismusgebiete, die sich traditionell in den Händen der Opposition befinden, Erdogan weiter stärken, hat China die Türkei zum „Tourismusland 2018“ erklärt.

China erklärt Türkei zu „Tourismusland 2018“