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NRW-Landtag will Immunität eines AfD-Politikers aufheben
Fußball International
Dortmund-Star Nuri Şahin tritt aus türkischer Nationalmannschaft zurück
Flüchtlingspolitik
Umfrage: Fast 75 Prozent der Syrer in der Türkei wünschen Einbürgerung
Istanbul (nex) – Die Mehrheit der vom Bürgerkrieg in die Türkei geflüchteten Syrer scheinen sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Laut einer heute veröffentlichten Studie wünschen fast 75 Prozent von ihnen eine Einbürgerung.
Die von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebene und von der Istanbul Policy Center sowie Human Development Foundation durchgeführte Umfrage ergab des Weiteren, dass etwa 52 Prozent der Befragten dem Satz „Ich möchte, dass meine Kinder weiterhin in der Türkei leben“, zustimmten. Dieselbe Prozentzahl wünschte auch sich und seiner Familie „eine Zukunft in der Türkei“.
Für die Datenerhebung habe man in zehn türkischen Städten, in denen 79 Prozent der syrischen Migranten leben, rund 1.300 Personen persönlich befragt.
In Istanbul, Izmir, Bursa, Adana, Mersin, Kilis, Gaziantep, Mardin und Şanlıurfa sprachen die Forscher mit insgesamt 1.282 Syrern.
Der Studie zufolge gehen in der Türkei derzeit rund 650.000 Syrer arbeiten, was etwa 31 Prozent der Gesamtzahl aller Flüchtlinge dort entspricht. Ein Großteil dieser Beschäftigten sei jedoch nicht registriert. Laut einer früheren Bekanntgabe des türkischen Arbeitsministeriums liegt die Zahl der offiziellen Arbeitserlaubnisse zwischen 10.000 und 15.000. Während 17 Prozent der Befragten angaben, bei einem türkischen Arbeitgeber beschäftigt zu sein, teilten fünf Prozent mit, für einen Syrer zu arbeiten. 15 Prozent gaben an, selbstständig zu sein. 49 Prozent der Syrer betrachten sich laut der Studie als Teil der türkischen Gesellschaft und etwa die Hälfte der Befragten sagte, bei der Integration Schwierigkeiten zu haben. Des Weiteren stimmten 44 Prozent der Befragten dem Satz, „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich keineswegs in ein europäisches Land ziehen“ zu, während 42 Prozent bei gegebener Möglichkeit nach Europa gehen würden.Auch interessant
– Flüchtlingslösungen – Weltbank: Türkei beherbergt mehr Flüchtlinge als jedes andere Land
Die Weltbank gab am gestrigen Mittwoch den Beginn eines internationalen Projekts bekannt: Mehr als 50 Bildungseinrichtungen – vor allem für syrische Flüchtlinge – sollen in den südlichen Provinzen der Türkei gebaut werden.
Weltbank: Türkei beherbergt mehr Flüchtlinge als jedes andere Land
Kampf gegen Terror
Türkei: Mindestens 31 PKK-Terroristen bei Anti-Terror-Operationen getötet
Ankara (nex) – Nachdem bei Kämpfen zwischen türkischen Sicherheitskräften und Kämpfern der Terrormiliz PKK heute Morgen sechs Soldaten und zwei kurdische Dorfschützer ums Leben kamen, sind bei darauffolgenden großangelegten Operationen türkischer Streitkräfte mindestens 31 PKK-Kämpfer getötet worden. Das gab das türkische Innenministerium heute Nachmittag bekannt.
19 Terroristen seien im Landkreis Semdinli der südosttürkischen Provinz Hakkari und neun im LandkreisNazimiye der Provinz Tunceli getötet worden. In der Provinz Sirnak hätten Sicherheitskräfte drei weitere Terroristen ausgeschaltet, heißt es weiter in der Mitteilung des Innenministeriums.
Einem Statement der türkischen Streitkräfte zufolge seien die 19 Terroristen in Semdinli getötet worden, als sie versucht hätten, in den Irak zu fliehen. Die 1978 gegründete PKK hatte seit den 1980-er Jahren gegen die Türkei für die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates gekämpft. Später änderte sie ihr Ziel und verlangt seitdem die Autonomie der überwiegend von Kurden bewohnten Regionen der Türkei. Die von den USA, der Türkei und Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben.Auch interessant
– Kampf gegen den Terror – Sigmar Gabriel gesteht Fehler Deutschlands bei Bekämpfung der PKK-Propaganda einBundesaußenminister Sigmar Gabriel hat Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der Terrororganisation PKK ein.
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Windenergie-Projekt
Microsoft kündigt eines der größten Windenergie-Abkommen in den Niederlanden an
Luftfahrt-News
Baublies nennt offenen Brief der Eurowings-Beschäftigten „irreführend“
(Foto: Wikimedia)
Kampf gegen den Terror
Türkei: Bei Kämpfen gegen PKK acht Sicherheitskräfte ums Leben gekommen
Hakkari (nex) – Acht Sicherheitskräfte, darunter sechs Soldaten und zwei kurdische Dorfschützer, sind heute in einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen den türkischen Streitkräften und der PKK im Landkreis Semdinli der südosttürkischen Provinz Hakkari ums Leben gekommen.
Wie ein Armeesprecher gegenüber Medien mitteilte, sei es zwischen den türkischen Sicherheitskräften und Milizen der Terrororganisation zu Kämpfen gekommen, als diese versuchten, im Schutz des vorherrschenden Nebels über den Irak in die Türkei einzudringen. Bei den Gefechten seien fünf Terroristen getötet worden. Sicherheitskräfte hätten mit Einsatz von Hubschraubern die Verfolgung weiterer Terroristen aufgenommen. Die 1978 gegründete PKK hatte seit den 1980-er Jahren gegen die Türkei für die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates gekämpft. Später änderte sie ihr Ziel und verlangt seitdem die Autonomie der überwiegend von Kurden bewohnten Regionen der Türkei. Die von den USA, der Türkei und Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben.Zum Thema
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"Migration.Integration.Regionen"
Interaktive Karte zu Ausländern und Flüchtlingen veröffentlicht
Ausländeranteil nach der Bevölkerungsfortschreibung:
Vor allem Ballungsräume wie das Ruhrgebiet, das Rhein-Main-Gebiet sowie die Großräume Stuttgart und München sind durch einen hohen Anteil an Ausländerinnen und Ausländern gekennzeichnet. Deutschlandweit am höchsten fiel der Ausländeranteil 2015 im Landkreis Offenbach am Main, Stadt aus: Hier hatte rund ein Drittel der Bevölkerung ausschließlich einen ausländischen Pass.
Ausländische Bevölkerung nach dem Ausländerzentralregister:
Viele Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland stammen aus EU-Staaten. In einigen Grenzregionen machten sie 2016 mehr als 70 % der ausländischen Bevölkerung aus – beispielsweise in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Kleve: Hier leben besonders viele Personen aus den benachbarten Niederlanden.
Da in den ostdeutschen Flächenländern der Ausländeranteil generell in vielen Kreisen vergleichsweise niedrig ist, sind dort Schutzsuchende aus Staaten wie Syrien, die im Zuge der Flüchtlingskrise auf die einzelnen Kreise verteilt wurden, verhältnismäßig stärker vertreten als in anderen Regionen. Bezogen auf die gesamte ausländische Bevölkerung fällt der Anteil der Syrerinnen und Syrer in vielen Kreisen in den neuen Ländern besonders hoch aus – am höchsten in den Landkreisen Stendal (Sachsen-Anhalt) und Gera, Stadt (Thüringen; jeweils 29 %).Schutzsuchende nach dem Ausländerzentralregister:
Oftmals ist der Anteil der Schutzsuchenden an der ausländischen Bevölkerung in den Kreisen besonders hoch, in denen generell eher wenige Ausländerinnen und Ausländer leben. Die vier Landkreise Elbe-Elster und Oder-Spree in Brandenburg sowie Mansfeld-Südharz und Stendal in Sachsen-Anhalt verzeichneten 2016 mit jeweils über 50 % deutschlandweit die höchsten Anteile.
Ausländerinnen und Ausländer am Arbeitsmarkt nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit:
Die Beschäftigungsquote von Ausländerinnen und Ausländern fällt in vielen Kreisen in Süddeutschland höher aus als im Rest der Bundesrepublik. Am höchsten lag sie im Juni 2016 im Landkreis Dingolfing-Landau (71 %). Die hohen Anteile im Süden sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Beschäftigungsquote dort generell relativ hoch ist. Außerdem leben in Süddeutschland anteilig mehr Ausländerinnen und Ausländer, die sich schon seit vielen Jahren in Deutschland aufhalten und dementsprechend gut in den Arbeitsmarkt integriert sind.


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