74 Strafermittlungsverfahren
Berlin: 19 verletzte Polizisten und über 100 Festnahmen bei Kurden-Demos

Bei einer Kurden-Demo in Berlin attackierten Demonstrationsteilnehmern mit Fahnenstangen, Faustschlägen und Tritten, teilweise direkt gegen den Kopf, Polizisten. Die Beamten setzten sich unter Einsatz von körperlicher Gewalt, des Rettungsmehrzweckstocks und Pfeffersprays zur Wehr und drängten die Angreifer zurück oder nahmen sie fest.

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Berlin (nex) – Insgesamt 19 Polizisten wurden am Sonnabend bei zwei Demonstrationen in Moabit und Gesundbrunnen verletzt. Gleichzeitig nahmen Beamte 112 Personen fest. Das berichtet der Tagesspiegel.

Demnach sei eine  pro-kurdische Demonstration für 12 Uhr mit dem Thema „Solidarität mit Rojava und Shengal“ in Moabit angemeldet worden.

Bereits vor Beginn hätten Polizisten 18 Fahnen sichergestellt. Wie der Tagesspiegel weiter berichtet liefen nach Polizeiangaben gegen 13.45 Uhr knapp 300 Demonstranten über die angemeldete Demonstrationsstrecke zur Straße Alt-Moabit Ecke Turmstraße.

Dort habe der Aufzug gegen 14.15 Uhr angehalten, da immer wieder verbotene kurdische Vereinssymbole gezeigt und über den Lautsprecherwagen Lieder mit verbotenen Texten abgespielt worden seien, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf eine Polizeimitteilung.

In der Rathenower und Perleberger Straße hätten Demo-Teilnehmer Steine und Flaschen in Richtung von Personen, von denen sie sich verbal provoziert fühlten, geworfen. Einige Passanten hätten den sogenannten „Wolfsgruß“ in Richtung der Aufzugsteilnehmer gezeigt. Polizisten seien eingeschritten, um ein Aufeinandertreffen der Konfliktparteien zu verhindern.

Nach dem Ende der Demo gegen 16.30 Uhr wurden die Polizisten am U-Bahnhof Schwarzkopfstraße von ehemaligen Teilnehmern der Kurden-Demo mit Fahnenstangen, Faustschlägen und Tritten, teilweise direkt gegen den Kopf, attackiert. Wie die Polizei weiter berichtet, setzten die Beamten sich unter Einsatz von körperlicher Gewalt, Rettungsmehrzweckstöcken und Pfeffersprays zur Wehr und drängten die Angreifer zurück oder nahmen sie fest.

Dem Tagesspiegel zufolge beklagten sich Teilnehmer der pro-kurdischen Demonstration über Polizeigewalt. Mit einem Twitter-Video wollen sie belegen, dass die eingesetzte Gewalt durch die Polizei ungerechtfertigt und übertrieben gewesen sei.

Auf dem Video sei zu sehen, wie ein Polizist einem Teilnehmer der Demo gegen den Kopf schlägt. Der Mann sei daraufhin blutend umgefallen. 112 Personen habe die Polizei festgenommen. Die Beamten leiteten 74 Strafermittlungsverfahren u. a. wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, schweren Landfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und Verstößen gegen das Versammlungs- , Vereins- und Waffengesetz ein, berichtet der Tagesspiegel weiter.

https://www.facebook.com/RAPERIN21/videos/1888077551431175/

 

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