Treffen in Istanbul
Erdogan fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas

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Istanbul (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte in seiner Eröffnungsrede zum Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. „Wir haben uns heute hier versammelt, um den Missbrauch von Jerusalem, der ersten Kiblah (Gebetsrichtung der Muslime Anm Red), zu bewerten“, sagte Erdogan. „Jeder, der sich auf die Straßen dieser heiligen Stadt begibt, wird erkennen, dass sie unter Besatzung steht. Der globale und regionale Frieden kann nicht erreicht werden, solange die Palästina-Frage nicht auf gerechte Weise gelöst ist“, so Erdogan weiter. Die Türkei erkenne Jerusalem als Hauptstadt des „besetzten Palästina“ an und Erdogan rief die ganze Welt dazu auf, dasselbe zu tun. Die Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten Trump Jerusalem als die Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen, bezeichnete Erdogan als „schweren Schlag gegen die Menschheit“ und sei „null und nichtig“. Israel nannte er „Besatzungs- und Terrorstaat“. Um auf die Entscheidung von Trump eine gemeinsame Stellungnnahme auszuarbeiten, hat die Türkei die Führer von über 50 muslimischen Nationen zum heutigen Treffen in Istanbul eingeladen. Der Beschluss über Jerusalem belohne „Israels Terrorakte“. sagte Erdogan in seiner Rede und fügte hinzu: „Wir rufen alle Länder auf, Jerusalem als Hauptstadt des Staates Palästina anzuerkennen“. Palästinenserführer Mahmut Abbas, der ebenso an dem Treffen teilnimmt, sagte:“Trump übergibt Jerusalem als ein Geschenk an Israel. Er verhält sich so, als ob er der einzige Entscheidungsträger dieser Welt ist. Wir werden die USA nicht mehr als Vermittler anerkennen. Jerusalem ist unsere ewige Hauptstadt.“ Am Treffen in Istanbul nahm auch der Staatspräsident Venezuelas, Nicolas Maduro, teil.
(Foto: AA)

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– New York – Orthodoxe Juden demonstrieren gegen Trumps Jerusalem-Beschluss

An den weltweiten Protestaktionen gegen den Beschluss des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, beteiligten sich am gestrigen Freitag auch antizionistisch-orthodoxe Juden.

Orthodoxe Juden demonstrieren gegen Trumps Jerusalem-Beschluss
         

Autonomiebestrebungen
Wahlen: Bayernpartei gratuliert Parteienbündnis „Für Korsika“

München (ots) – Bei der Wahl zur korsischen Regionalversammlung am Sonntag hat das Parteienbündnis, das für mehr Autonomie der Insel eintritt, einen Sieg errungen. Nach Auszählung aller Stimmen der zweiten Runde kam das Bündnis „Für Korsika“ von Gilles Simeoni und Jean-Guy Talamoni auf 56,5 Prozent. Die Bayernpartei gratuliert dem Bündnis, dem auch die Partnerpartei PNC angehört. Das siegreiche Parteienbündnis hat bereits angekündigt, mehr Autonomie, mehr Selbstständigkeit erreichen zu wollen. So soll Korsisch als zweite Amtssprache eingeführt werden und auch „die Zeiten des Ausverkaufs der touristisch interessanten Gebiet an internationale Investoren durch die französische Zentralregierung“ sollen vorbei sein. „Von dieser Wahl geht ein ganz starkes Signal aus, gerade da sie in einem so zentralistischen Staat wie Frankreich stattgefunden hat. Die Zeit für mehr Regionalität und Subsidiarität, für mehr Selbstbestimmung und Selbstständigkeit und auch für Eigenständigkeit in Europa ist einfach reif“, kommentierte der Parteivorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, das Ergebnis. Die Menschen würden ihr Schicksal in die eigene Hände nehmen und wichtige Entscheidungen keinen „weit entfernten und abgehobenen Zentralen in Paris, Brüssel oder auch Berlin“ überlassen wollen, so Weber. Diese Wahl und auch die Ereignisse in Katalonien seien Signalwirkung weit über diese Gebiete hinaus. Laut Weber zeigten diese Ereignisse einen europaweiten Trend. „Ein Trend, den wir auch in der Bayernpartei erleben und der uns für die Landtagswahlen im Herbst 2018 Rückenwind geben wird“, so Weber.

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Die Bayernpartei hat die angebliche Solidarität deutscher Politiker bei Unabhängigkeitsbestrebungen diverser Volksgruppen wie etwa der Kurden als „Lippenbekenntnisse“ kritisiert.

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Umfrage
Präsident Erdogan beliebtester Politiker des Nahen Ostens

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Washington (nex) – Eine Umfrage des in Washington D.C ansässigen amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center ergab, dass den Befragten zufolge die Türkei unter den Ländern mit dem größten Einfluss in der Politik des Nahen Ostens den höchsten Anstieg verzeichne.

Im Vergleich zu den Umfrageergebnissen von 2007 habe es für die Türkei demnach eine Zunahme von über 63 Prozent gegeben. Mit einem Anstieg von 76 Prozent habe es in Jordanien die größte Zunahme gegeben.

Neben der Türkei sind die USA und Russland die Länder, deren Einfluss im Nahen Osten am stärksten zugenommen hat.

Meinung über Politiker

Allgemein wurden alle politischen Führer von den Umfrageteilnehmern negativ bewertet, mit Ausnahme des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der insgesamt gute Bewertungen erhielt. Laut den Umfrageergebnissen ist Erdogan der Staatsmann, der in der Region am positivsten gesehen wird.

Wie BBC Turkish berichtet, wurde Erdogan in Jordanien mit 66 Prozent am positivsten bewertet, gefolgt von Tunesien mit 59 Prozent. In Israel wurde er am ungünstigsten beurteilt. Hier gaben nur 15 Prozent an, eine positive Meinung vom türkischen Präsidenten zu haben.

Tunesien (plus 10 Prozentpunkte seit 2014) und Jordanien (plus 7 Punkte seit 2015) sind die Länder mit dem größten Anstieg für Erdogan.

Im Libanon ist die Anzahl seiner Befürworter seit 2015 um acht Prozent gesunken.

Netanjahu am unbeliebtesten

Die Menschen im gesamten Nahen Osten haben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu schlechter als jeden anderen führenden Repräsentanten des Nahen Ostens bewertet, einschließlich des syrischen Präsidenten Baschar Assad.

Laut den Umfrageergebnissen haben 79 Prozent der Türken eine negative Meinung über Netanjahu. Nur 7 Prozent der Befragten gaben an, dass sie positiv über ihn denken.

Eine überwältigende Mehrheit der befragten Libanesen und Jordanier gaben eine schlechte Bewertung des israelischen Premierministers ab: 99 Prozent der Libanesen und 96 Prozent der Jordanier sagten, dass sie Netanjahu negativ sehen.

El-Sisi in Israel am beliebtesten

Israelis haben die positivste Meinung über den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi, aber israelische Araber (22%) sehen ihn deutlich weniger positiv als israelische Juden (49%). Sisi erhält die negativsten Bewertungen in der Türkei, wo ihn nur 12% positiv beurteilen. Erdogan, der damalige Premierminister, hatte sich öffentlich gegen den Sturz von Sisis Vorgänger Mohamed Mursi ausgesprochen.

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– Wiederaufbauarbeiten in Gaza – Gaza: Türkei baut neun im Krieg zerstörte Moscheen wieder auf

Die türkische Religionsanstalt Diyanet teilt mit, dass neun von ihr wiederaufgebaute Moscheen im Gazastreifen ab sofort wieder benutzt werden können. Die Gotteshäuser waren infolge der militärischen Eskalation zwischen der israelischen Armee und der Hamas im Sommer 2014 zerstört worden.

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Recherche
Verstöße gegen Mitarbeiterrechte: Kontrollverfahren gegen Amazon eingeleitet

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Hamburg (ots) – Der Versandhandel Amazon verstößt in seinem Werk in Winsen (Luhe) offenbar gegen Arbeitnehmerrechte und den Datenschutz. Das haben Recherchen des NDR Politikmagazins „Panorama 3“ ergeben. Im neuen Logistikzentrum von Amazon in Niedersachsen arbeiten rund 2000 Mitarbeiter. Der Standort ist das erste Logistikzentrum in Deutschland, das Transportroboter einsetzt. Es gilt als hochmodern. Computer blenden den Mitarbeitern auf Monitoren ein, welchen nächsten Arbeitsschritt sie auszuführen haben. Die Arbeitsschritte werden registriert: Ist eine Aufgabe erledigt, folgt die nächste. Amazon schreibt auf Anfrage des NDR:
„Die dabei erfassten Daten helfen den Mitarbeitern bei der Ausführung ihrer Aufgaben und bei der akkuraten, pünktlichen Zustellung von Kundenbestellungen.“
Nach Recherchen von „Panorama 3“ werden die Daten aber auch zur Leistungskontrolle genutzt. Mitarbeiter bekommen Zielvorgaben, zum Beispiel wie viele Arbeitsschritte sie in der Stunde zu erledigen haben. Sie werden von Vorgesetzten angesprochen, wenn sie die Zielvorgaben nur knapp oder nicht erreichen. Laut Amazon halte sich das Unternehmen an geltende Datenschutzgesetze. Nach Informationen des NDR hat die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Barbara Thiel, jedoch ein aufsichtsbehördliches Kontrollverfahren eingeleitet. Zu den Recherchen des NDR sagte Thiel: „Das ist eine Leistungskontrolle, wenn z.B. die Arbeitsgeschwindigkeit erfasst wird. Eine solche Leistungskontrolle ist in der Regel unzulässig, wenn quasi jeder Handgriff überwacht und ausgewertet wird.“ Amazon muss dazu nun bis kommende Woche Stellung beziehen. Amazon hat in seinem Logistikzentrum in Winsen zudem eine Vielzahl an Kameras installiert. Überwacht werden die Mitarbeiter auch in den Gängen und in einem Bereich, in dem die Spinde für die Arbeiter sind. Amazon rechtfertigt diese Maßnahme, sie erfolge, „um Diebstahl vorzubeugen“. Nach Auffassung des Arbeitsrechtlers Hajo Köhler ist eine solche Überwachung nicht erlaubt: „Das ist völlig unverhältnismäßig. Da müsste der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran haben, dass der da guckt, da gibt es so ein berechtigtes Interesse nicht. Das halte ich für absolut unzulässig.“ Nach Recherchen von „Panorama 3“ sind auch im Bereich der Arbeitsplätze augenscheinlich Kameras installiert. Mitarbeiter gehen davon aus, dass sie dauerhaft beobachtet werden. Amazon weist dies mit dem Hinweis zurück, es gebe keine Kameraüberwachung an den Arbeitsplätzen. Für Arbeitsrechtler Hajo Köhler ist es jedoch nicht allein entscheidend, ob die Überwachung tatsächlich stattfindet oder nicht:
„Der psychische Anpassungsdruck wird dadurch nicht genommen. Die Arbeitnehmer wissen nicht, ob die Kamera an ist oder nicht. Auch das wäre ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, der unverhältnismäßig ist und damit unzulässig.“ Auch die Datenschutzbeauftragte Thiel kritisiert nach den Recherchen die Systeme bei Amazon. Wenn Mitarbeiter ständig überwacht würden, fände „mit Sicherheit eine Form von Verhaltenssteuerung, von Verhaltenslenkung statt.“
Und genau das sei der Punkt, der nicht gewollt sei im Sinne des Grundrechtsschutzes.

Türkei
Erdogan gratuliert Juden zum Chanukka-Fest

Ankara (tp/nex) – Weltweit feiern Juden dieses Jahr vom 12. bis zum 20. Dezember das Channuka-Fest, auch Lichterfest genannt. Dabei wird an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.) erinnert. Erstmals feierten die türkischen Juden den Channuka (Hanuka) in der Türkei nach über 90 Jahren in einem öffentlichen Raum im Jahre 2015 in Istanbul. Zuvor richeteten die türkischen Juden ihr Fest in ihren Synagogen im Land aus. Diesmal findet das Channuka-Fest in Istanbul im „Jüdischen Museum der Türkei“ in Karaköy zusammen mit Vertretern der Regierung und der Stadtverwaltung statt. Dabei werden Kerzen zeremoniell angezündet, im Anschluss daran traditionell in Öl gebackene Speisen wie Sufganiyah (Krapfen) angeboten und die traditionelle Lieder wie “Hanukkiah Li Yesh”, “Ocho Kandelikas” oder “S’vivon Sov Sov Sov” angehört. Auch dieses Jahr gratulierte Staatspräsident Erdoğan die Juden im Land zum Channuka. In einer Rede in Bestepe sagte Erdoğan, „in der Vergangenheit wie in der Zukunft sollte für uns äußerst wichtig, dass jeder seine Religion und Tradition frei ausüben kann. Das ist etwas wesentliches für die Jahrhunderte alte Einigkeit und den Zusammenhalt in unserem Land. Wir haben eine Kultur verinnerlicht, in der die Vielfalt groß geschrieben wurde, unter allen Widrigkeiten das Recht und Gerechtigkeit obsiegt und alle Menschen in Würde, Respekt und Liebe zueinander gemeinsam Leben. Ich gratuliere allen Juden, allen voran unseren jüdischen Mitbürgern, mit denen wir seit Jahrhunderten zusammenleben und die ein unentbehrlicher Teil unserer Gesellschaft ist, zum Channuka-Fest. Ich wünsche ihnen viel Glück und Frieden.“

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In der historischen Neve-Shalom-Synagoge in Istanbul hat erstmals eine türkische Amtsperson eine jüdische Hochzeit abgehalten. Nach den Chanukka-Feiern unter freiem Himmel im Dezember erlebte die jüdische Gemeinde in der Türkei damit eine weitere weit über die Grenzen der Stadt wahrgenommene Großveranstaltung.

Neve-Shalom-Synagoge: Juden beten für Erdogan und Türkei

EU-Beitritt der Türkei
Türkei: Fast 80 Prozent für EU-Beitritt

Istanbul (nex) – Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie befürworten fast 80 Prozent der Türken einen EU-Beitritt der Türkei. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. 78,9 Prozent der Befragten stimmten für eine EU-Mitgliedschaft – dies sei ein Anstieg von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, so das Ergebnis der Economic Development Foundation, einer in Istanbul ansässige Gruppe, die sich auf die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei spezialisiert hat. Der Anstieg habe Beobachter überrascht, da die Türkei im vergangenen Jahr in mehrere diplomatische Auseinandersetzungen mit EU-Mitgliedern verwickelt war, insbesondere mit Deutschland und den Niederlanden. Laut der Umfrage, die im vergangenen Monat in 18 Provinzen der Türkei erhoben wurde, glaubten allerdings 68,9 Prozent der Befragten nicht an einen baldigen Beitritt der Türkei. Für die Datenerhebung habe man 1.300 Menschen persönlich befragt. Unter den Türken, die die EU-Mitgliedschaft befürworteten, seien wirtschaftliche Gründe als Hauptgrund genannt worden. Fast die Hälfte habe Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung als Grund für den Beitrittswunsch genannt. Freie Reise- und Bildungsmöglichkeiten seien von 38,1 Prozent der Befragten angegeben worden, während weitere 34,5 Prozent einen verstärkten Schutz der Demokratie und der Menschenrechte als Grund genannt hätten. Unter denjenigen, die gegen eine Mitgliedschaft stimmten, habe ein großer Teil als Begründung den Verlust der „türkischen Identität und Kultur“ genannt. Für diese Gruppe habe die EU zudem keine Zukunft und werde sich auflösen. Die Türkei hatte 1987 den Aufnahmeantrag in die EU gestellt, die Beitrittsverhandlungen waren 2005 aufgenommen worden. 2007 war es jedoch wegen der Haltung der Türkei in der Zypernfrage zu einem Stillstand in den Verhandlungen gekommen. Auch die deutsche und französische Regierung hatten sich gegen die volle EU-Mitgliedschaft der Türkei gestellt.

Hilfe nach dem Erdbeben
Mexiko: Präsident Nieto dankt Türkischem Rotem Halbmond

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Ankara (nex) – Für die nach dem verheerenden Erdbeben in Mexiko im September geleistete Hilfe hat sich der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto beim Leiter der Hilfsorganisation Türkischer Roter Halbmond (Türkiye Kızılay Derneği) nun mit einem Brief bedankt. „Wir Mexikaner sind dankbar für die humanitären Bemühungen dieser edlen Institution sowie für die Beiträge, die sie für die Opfer geleistet haben“, schrieb Nieto laut einer Mitteilung der Hilfsorganisation an den Kizilay-Chef Kerem Kinik und ergänzte: „Ich wünsche Ihnen alles Gute und möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen erneut meinen Respekt auszusprechen.“ Die nationale Rothalbmond-Gesellschaft der Türkei hatte nach den Erdbeben in den Bundesstaaten Pueblo und Morelos Nahrungsmittelhilfe an rund 17.000 Menschen verteilt und dem mexikanischen Roten Kreuz finanzielle Hilfe geleistet. Mexiko wurde am 19. September von einem zerstörerischen Erdbeben der Stärke 7,1 getroffen, bei dem über 200 Menschen ums Leben kamen.

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– Türkische Schule in Kolumbien eröffnet – Schuleröffnung: Kolumbiens Präsident Santos dankt Erdogan

Die türkische Entwicklungshilfeorganisation TIKA hat im ländlichen Kolumbien eine Schule errichtet. Am Dienstag fand eine feierliche Einweihungszeremonie unter Beisein des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos statt.

Schuleröffnung: Kolumbiens Präsident Santos dankt Erdogan
   

Fakenews
Türkischer Popstar Tarkan: „Die BILD lügt“

Istanbul (tp/nex) – „Der türkische Popstar Tarkan Tevetoğlu (45) will die Türkei verlassen und dauerhaft nach Deutschland ziehen! “ will die BILD-Zeitung am Mittwoch herausgefunden haben. Grund: der Pop-Star hatte zuvor beim deutschen Generalkonsulat in Istanbul einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis beantragt. Tarkan erklärt jedoch, dass das nicht beabsichtigt sei, was berichte. Tarkan und die Duisburgerin Pinar D. sind seit Mai 2016 verheiratet und hatten erst vor Kurzem eine Villa in Köln erworben, um immer wieder nach Deutschland zu reisen und die Familie in Duisburg zu besuchen. Für die Dauer des Aufenthalts, so schreibt Tarkan in einem Statement am Samstag im sozialen Netzwerk Facebook, benötige er aber auch eine Aufenthaltserlaubnis, die mit einem Antrag auf Familienzusammenführung einhergehe. Die habe er am Mittwoch im Generalkonsulat in Istanbul beantragt. Demnächst werde er für die weitere behördliche Prozedur nach Köln reisen, teilte der 45-jährige mit. https://www.facebook.com/tarkan/posts/1682359511787133

Rüstungsdeal
Katar kauft britische Kampfjets für acht Milliarden Dollar

Doha (nex) – Katar hat am vergangenen Sonntag ein Multi-Milliarden-Dollar-Abkommen zum Kauf von 24 Eurofighter Typhoon aus Großbritannien unterzeichnet. Wenige Tage zuvor hatte das Emirat bereits ein Verteidigungsabkommen abgeschlossen. In der Region herrscht zurzeit die schlimmste politische Krise seit Jahren. Der Acht-Milliarden-Deal wurde Medienberichten zufolge in Doha von Katars Verteidigungsminister Khalid bin Mohammed al-Attiyah und seinem britischen Amtskollegen Gavin Williamson unterzeichnet. Williamson sagte, dies sei der größte Auftrag für Eurofighter Typhoon in einem Jahrzehnt. Am vergangenen Donnerstag hatte der Mini-Golfstaat bereits ein milliardenschweres Abkommen zum Erwerb von 12 französischen Dassault Rafale Kampfflugzeugen unterschrieben. „Diese beeindruckenden Jets werden das katarische Militär bei ihrer Mission stärken, die Herausforderungen zu bewältigen, die wir beide im Nahen Osten haben, die Stabilität in der Region zu unterstützen und Sicherheit im eigenen Land zu gewährleisten“, sagte der britische Minister. Der Deal beinhaltet auch eine Absichtserklärung Katars, weitere militärische Ausrüstung aus Großbritannien zu kaufen. Es handelt sich dabei um Hawk-Flugzeuge. A statement from Qatar’s armed forces said the two ministers also signed an „agreement for building up a Joint Operational Squadron“ between the two countries‘ air forces to provide security during the 2022 football World Cup, which the Gulf state will host. In einer Erklärung der katarischen Streitkräfte heißt es, dass die beiden Minister auch ein „Abkommen zum Aufbau eines gemeinsamen Operationellen Geschwaders“ zwischen den Luftstreitkräften beider Länder unterzeichnet hätten, um während der Fußballweltmeisterschaft 2022, die der Golfstaat ausrichten wird, Sicherheit zu gewährleisten. Das Abkommen, das in der vergangenen Woche mit Frankreich unterzeichnet wurde, beinhalte auch eine Absichtserklärung zum Kauf von 490 VBCI-gepanzerten Fahrzeugen von Nexter, einem französischen Waffenproduzenten, mit einem möglichen Geschäftswert von 1,5 Milliarden Euro, gab das französische Präsidialamt bekannt.

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– Rüstungsindustrie – Rekord-Deal: Katar bestellt 1.500 türkische Panzerfahrzeuge

Die Streitkräfte von Katar haben ihren in der Geschichte größten Rüstungsdeal abgeschlossen. Der türkische Rüstungshersteller BMC wird 1.500 Panzerfahrzeuge vom Typ Amazon 4×4 für die katarische Armee und Polizei bauen.

Rekord-Deal: Katar bestellt 1.500 türkische Panzerfahrzeuge

#abgasalarm
Stickoxid-Werte in Berlin flächendeckend zu hoch

rbb|24 und Technische Universität messen an 73 Berliner Straßen Stickoxid-Belastung über dem gesetzlichen Grenzwert. Berlin (ots) – Weitaus mehr Berliner als bislang bekannt sind von einer zu hohen Stickoxid-Belastung in der Atemluft betroffen. Das zeigen die Ergebnisse einer großen Stickoxid-Messreihe, die rbb|24 in Kooperation mit der TU Berlin durchgeführt hat. Die Wissenschaftler der Technischen Universität haben an 73 von 110 Messpunkten an Berliner Straßen Belastungen festgestellt, die über dem zulässigen EU-Grenzwert liegen. Am Görlitzer Bahnhof wird Grenzwert um fast das Doppelte überschritten Die höchste Belastung im Oktober/November 2017 wurde mit 77 Mikrogramm am Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg gemessen. Gesetzlich erlaubt ist im Jahresmittel eine Belastung von höchstens 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Auch am Kurt-Schumacher-Damm in Tegel (74 Mikrogramm) und dem Kleinen Tiergarten in Mitte (72 Mikrogramm) ergab die vierwöchige Messkampagne eine hohe Durchschnittsbelastung. Der höchste vom Land Berlin gemessene Wert lag im vergangenen Jahr bei 66 Mikrogramm. „Grenzwerte flächendeckender und stärker überschritten“ „Die Stickoxid-Grenzwerte werden in Berlin flächendeckender und stärker überschritten, als die bisher verfügbaren Messergebnisse es zeigen“, fasst Umweltchemiker Dr. Wolfgang Frenzel vom Institut für Technischen Umweltschutz der TU Berlin die Ergebnisse zusammen. Das Messnetz des Landes umfasst nur 39 Standorte. Unter rbb24.de/abgasalarm sind alle Ergebnisse der rbb|24-Messkampagne sowie der Messstellen des Landes Berlin auf einer interaktiven Karte verzeichnet. Dort können Berlinerinnen und Berliner eine Adresse eingeben und erfahren, wie hoch die Belastung in ihrer Nähe ist. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet zu diesem Thema am Dienstag umfangreich in Hörfunk und Fernsehen. In der Abendschau ist die zuständige Berliner Umweltsenatorin Regine Günther zu Gast. Umwelthilfe: „Berlin kommt um ein Fahrverbot nicht herum“ Die Debatte über Diesel-Fahrverbote in Berlin dürfte nach den neuen Erkenntnissen über die Stickoxidbelastung weiter an Fahrt aufnehmen. „Der Berliner Senat wird durch diese Veröffentlichung stärker unter Druck kommen. Es wird nicht reichen, mit Tempo-30-Zonen zu arbeiten. Berlin kommt um ein Fahrverbot nicht herum“, bewertet Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die Ergebnisse. Die DUH hat das Land Berlin und rund 60 weitere Kommunen verklagt, weil die Stickoxid-Grenzwerte dauerhaft überschritten werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2018 wird die Klage gegen das Land Berlin verhandelt. In dem Verfahren will die DUH die Messergebnisse von rbb|24 und der TU Berlin einbringen und eine amtliche Nachuntersuchung erzwingen. Durch die Messreihe wird deutlich, dass viele Bewohner verkehrsreicher Straßen in der Berliner Innenstadt von gesundheitsgefährdender Luftverschmutzung betroffen sind. Belastung in Innenhöfen geringer Betroffene können sich kaum gegen die Belastung durch Stickoxide schützen. Die rbb|24-Messdaten zeigen jedoch, dass die Luftqualität in Innenhöfen zum Teil deutlich besser ist als zur Straße hin. Bei hohem Verkehrsaufkommen empfiehlt es sich, nicht zur Straßenseite hin zu lüften. Zur Methode: Die Messungen wurden vom Institut für Technischen Umweltschutz der TU Berlin mit sogenannten Passivsammlern durchgeführt. Auch das Land Berlin misst an 23 seiner 39 Mess-Standorte mit dieser Methode. Die Messungen erfolgten in drei Messzyklen über einen Zeitraum von vier Wochen hinweg im Oktober und November 2017. An jedem Standort wurden jeweils zwei geöffnete Passivsammler und ein verschlossener Sammler zur Nullmessung angebracht und anschließend im Labor der Technischen Universität photometrisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden auf ihre Plausibilität hin überprüft. Die Messunsicherheit dieser Methode beträgt laut TU Berlin rund zehn Prozent.