Köln (ots) – Die grausame Attacke auf ihr Leben hatte bundesweit für Empörung gesorgt: Im November 2016 wurde die Deutsch-Kurdin Kader K. aus Hameln im Streit von ihrem Ex-Mann Nureddin K., ebenfalls Kurde mit deutscher Staatsangehörigkeit, mit Messerstichen und Axthieben attackiert, anschließend band er ihr einen Strick um den Hals und schleifte ihren Körper an der Anhängerkupplung seines Autos mehrere hundert Meter weit hinter sich her.
Der zweijährige Sohn der beiden saß mit im Wagen. Wie durch ein Wunder überlebte die damals 28-Jährige das Martyrium. Am Mittwoch äußerte sich Kader K. bei stern TV erstmals live zu den grausamen Ereignissen vor knapp anderthalb Jahren. „Dass ich noch lebe, ist ein Wunder, das ich dem lieben Gott verdanke“, sagte die 29-Jährige im Gespräch mit Steffen Hallaschka.
Auch 14 Monate nach der Attacke ihres Ex-Mannes leidet Kader K. noch unter Schmerzen und anderen körperlichen Folgen des Angriffs: „Mein Rücken schmerzt, mein Kopf, die Schultern, der Nacken – und ich werde sehr schnell kaputt und schlapp. Ich kann nicht mehr lange stehen.“ Auch ob sie je wieder arbeiten kann, weiß Kader K. noch nicht. Derzeit streitet sie gemeinsam mit ihrem Anwalt, Roman von Alvensleben, um Leistungen aus dem Opferentschädigungsgesetz. Diese Bemühungen verliefen aber, so von Alvensleben, derzeit noch schleppend:
„Der Fall ist noch nicht geklärt. Opfer benötigen mehr und vor allem schnellere Hilfe. Das ist in unserem Rechtssystem oftmals ein schwieriger Gang. Noch haben wir nicht die Sicherheit, die sie braucht.“
Auch von den im Prozess versprochenen 137.000 Euro Schmerzensgeld sei, so von Alvensleben, noch nichts an Kader K. geflossen. „Wir müssen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten“, kündigte der Anwalt bei stern TV an. Dass ihr Ex-Mann kaum Einsicht zeigt, überrascht Kader K. nicht. Schon bald nach der Hochzeit 2013 hatte ihr Nurretin B. sein wahres Gesicht gezeigt: „Er wollte Menschen unterdrücken, er war ein Diktator. Er hat Menschen herumkommandiert und musste immer alles kriegen, was er wollte.“ Beide sind im Osten der Türkei geboren und haben sich auf einer Kurdendemonstration in Straßburg kennengelernt. Sie war Aktivistin, er habe nur mitgemacht, um sich nach der Trennung von seiner ersten Frau abzulenken, so Kader K. im Gespräch mit Medien.
Nurretin B. hatte sich nach der Tat der Polizei gestellt. Im Mai 2017 wurde er wegen versuchten Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt. Kader K. leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Regelmäßig träumt sie von dem Mann, der ihr all das angetan hat: „Ich habe Albträume, in denen ich immer wieder sehe, dass er mich umbringen will. Ich renne immer weg oder verstecke mich und sehe, wie er hinter mir herrennt, wie er grinst und sagt: ‚Ich töte Dich!‘ Bevor er mich packt, wache ich auf.“
Eine Therapie hatte Kader K. bereits begonnen, doch sie verspürte eher eine Verschlechterung ihres Zustandes. Eine neue Therapie will sie aber so bald wie möglich antreten – auch für ihren Sohn Cudi, der bei der Tat im Auto des Vaters saß und alles mit ansehen musste: „Ich möchte mich auf jeden Fall wieder in Therapie begeben, dann aber ambulant. Für mein Kind kämpfe ich weiter, damit es Opferentschädigungsrente bekommt, weil es traumatisiert ist.“ Im November ist ein Buch über die Geschichte von Kader K. erschienen. In „Novemberwut“ verarbeitet sie die Ereignisse, die ihr Leben verändert haben. Obwohl die Erinnerung an den Gewaltexzess ihres Ex-Mannes sie immer wieder schmerzt, geht Kader K. mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Insbesondere, um anderen Gewaltopfern Mut zu machen.
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Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos
Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.
Umweltministerin kritisiert vor Grüner Woche Exportorientierung der Landwirtschaft
Osnabrück (ots) – Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat der deutschen Landwirtschaft vorgeworfen, die Exportquoten bedenkenlos in die Höhe zu treiben. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte die SPD-Politikerin vor der an diesem Freitag beginnenden Agrarmesse „Grüne Woche“:
„Es ist keine tragfähige Strategie, jeden chinesischen Kühlschrank mit Schweinefleisch aus Deutschland zu versorgen.“
Sie forderte eine flächengebundene Tierhaltung, bei der nur so viele Schweine, Rinder und Hühner gehalten werden, wie Boden zum Ausbringen von Mist und Gülle vorhanden ist. „In Deutschland werden in einigen Regionen zu viele Tiere gehalten. Das führt natürlich auch zu einer Belastung der Umwelt“, sagte Hendricks. Die Tierzahlen müssten reduziert werden und die Agrarförderpolitik der Europäischen Union dazu Umweltschutz, Artenvielfalt und Tierwohl stärker berücksichtigen.
Hendricks kritisierte in diesem Zusammenhang, dass ein Gesetzesvorschlag aus ihrem Ministerium zur Eindämmung von Riesenställen nicht umgesetzt worden ist. „Das Landwirtschaftsministerium hat das in der vergangenen Legislaturperiode blockiert, aber das muss ja nicht so bleiben.“ Es gehe um die Akzeptanz der Landwirtschaft, sagte die geschäftsführende Ministerin: „Auf Dauer werden es die Bürger im ländlichen Raum nicht hinnehmen, wenn überall Riesenställe gebaut werden.“
Belgrad (nex) – Die Präsidenten von Serbien und Kosovo, Aleksandar Vučić und Hashim Thaci, sagten am gestrigen Mittwoch, dass die Zusammenarbeit zur Stabilisierung der Situation im Kosovo für beide Seiten von entscheidender Bedeutung sei.
Der kosovoserbische Politiker Oliver Ivanovic wurde am Dienstag vor seinem Büro in der Stadt Mitrovica im Norden des Kosovo ermordet. Die beiden Staatsführer wiesen in einem Telefongespräch darauf hin, dass der Dialog zwischen Serben und Albanern entscheidend sei.
Laut einer Erklärung des Kabinetts des serbischen Präsidenten waren sich die Staats- und Regierungschefs einig, dass die Festnahme der Täter dieses Verbrechens „von zentraler Bedeutung für die Erhaltung des Friedens und des Vertrauens unter den Menschen ist“.
Nach dem Angriff verließ die serbische Delegation die Normalisierungsgespräche mit Pristina in Brüssel und kehrte in das Land zurück.
Vucic bat Thaci, die Beteiligung der serbischen Behörden an der Untersuchung des Mordes anzunehmen.
Thaci gab in einem Facebook-Post bekannt, dass er die Ermittler aufgefordert habe, eine gründliche Untersuchung des Mordes vorzuehmen.
https://www.facebook.com/HashimThaciOfficial/posts/1784255308311487
Er fügte hinzu, dass die Behörden im Kosovo „bereit sind zu kooperieren und jede Hilfe in Übereinstimmung mit der Gesetzgebung zu akzeptieren“.
Der 64-jährige Ivanovic war ein Schlüsselpolitiker im serbisch dominierten nördlichen Kosovo, einer ehemaligen serbischen Provinz.
Er hatte im Kosovo-Krieg serbische paramilitärische Gruppen kommandiert und war 2016 wegen Verbrechen gegen albanische Zivilisten während des Krieges zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof hob die Entscheidung im Jahr 2017 auf und ordnete ein neues Verfahren an.
Der Kosovo ist eine ehemalige serbische Provinz mit circa 1,8 Millionen Einwohnern, von denen 90 Prozent Kosovo-Albaner sind.
Der Kosovo erklärte am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit und wurde von über 100 Ländern anerkannt wie beispielsweise den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Türkei. Serbien, Russland und China befinden sich unter den Staaten, die das Land noch nicht anerkannt haben.
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Bericht: Kosovo fordert EU-Beitritt innerhalb von drei Monaten
Nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen Kosovos der EU beizutreten, könnte die Regierung ein Referendum über einen Beitritt zu Albanien ausrufen, sollte es auch weiter keinen Fortschritt geben.
Stuttgart (ots) – Abschiede können schmerzhaft sein: Kern der neuen PETA-Kampagne Goodbye Milch ist ein berührender Film über mütterlichen Trennungsschmerz, der Konsumenten Augen und Herzen öffnet. Dass Mutter und Kind kurz nach der Geburt für immer voneinander getrennt werden, ist für Millionen Kühe in der Milchindustrie brutale Realität. Mit dem emotionalen Motiv des Abschieds nähert sich Goodbye Milch sogenannten Milchkühen mit bisher ungesehener Empathie.
„Die Gedanken und Gefühle einer Mutter, der das eigene Kind genommen wird, bleiben den meisten von uns glücklicherweise erspart“, so Hendrik Thiele, Leiter des Bereichs Kreation und Großprojekte bei PETA und Verantwortlicher für die Kreation und Begleitung von Goodbye Milch. „Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir eine emotionale Kampagne produziert, von der wir glauben, dass sie einen starken Impact für Tierrechte haben wird.“
Goodbye Milch lockt mit zahlreichen Informationen und einer spannenden Challenge
Die Kampagnen-Website bietet neben vielen Infos zum Thema Milch auch die Gewinnchance auf No-Milk-Startersets der kooperierenden Firma Oatly sowie die Möglichkeit, an einer 21-Tage-#GoodbyeMilch-Challenge teilzunehmen. Diese fordert die Teilnehmer via Facebook-Messenger dazu heraus, dem Leben ohne Tierleid eine Chance zu geben. Für die nötige Motivation steht dabei ein Facebook-Chatbot zur Seite – dieser wurde gemeinsam mit der auf künstliche Intelligenz spezialisierten Beratung AppliedSmartness unter Leitung des Co-Gründers Eckhard Schneider entwickelt und versorgt User Tag für Tag mit wertvollen Tipps rund um den milchfreien Lebensstil.
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, setzt #GoodbyeMilch auf zahlreiche prominente Mitstreiter. Victoria van Violence, die Schauspielerinnen Caro Cult und Julia Hartmann, Musiker Moses Pelham, Bestsellerautor Dr. Mark Benecke und viele weitere veröffentlichen zum Kampagnenstart via Facebook persönliche und sehr emotionale Abschiedsvideos an die Milch – und täglich kommen weitere Videos von Menschen hinzu, die sich ebenfalls für ein Leben ohne Tierleid entschieden haben.
Hinter den Kulissen
Kreativer Kopf hinter Goodbye Milch ist Andreas Brunsch (ehemals Grabarz & Partner, Publicis Pixelpark, jetzt Kolle Rebbe), der PETA schon seit mehreren Jahren immer wieder begleitet und unter anderem für Kampagnen wie Tyke – Der letzte Auftritt verantwortlich war. In Zusammenarbeit mit der Produktion brickbeach (Executive Producer: Hellen Ewers) unter der Regie von Helen Takkin produzierten Brunsch und PETA in Estland den Kampagnenfilm Goodbye Milch. Für den Film wurden von dem polnischen Studio Platige Image eine Kuhmutter und ihr Kalb täuschend echt animiert.
Die Tierrechtsorganisation ruft Verbraucher dazu auf, den Konsum von Milch und Milchprodukten zu überdenken und beim Einkauf stattdessen zu pflanzlichen Produkten zu greifen. Genau wie Frauen sind Kühe neun Monate lang schwanger und geben nur Milch, wenn sie ein Kind zur Welt bringen. Kuhmutter und -kind haben eine enge Bindung zueinander, die ein Leben lang bleibt; Kühe erkennen ihr Kalb sogar allein am Geruch. Sie kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs und lecken die Jungtiere nicht nur nach der Geburt, sondern auch in den Tagen darauf ab. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung wird ihnen dieses natürliche Bedürfnis jedoch verwehrt. Das Neugeborene wird Kuhmüttern bereits kurz nach der Geburt entrissen – oft schreien die beiden tagelang nacheinander.
PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht da sind, um für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden.
Essen (ots) – Das Essener Sicherheitsunternehmen Kötter trennt sich vom Geschäft mit Geld- und Werttransporten. Wie Firmenchef Friedrich P. Kötter der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) sagte, übernimmt der schwedische Branchenriese Loomis die Unternehmenssparte mit rund 800 Mitarbeitern.
Loomis will den deutschen Markt für Geld- und Werttransporte aufmischen. Bereits jetzt gehört das Unternehmen mit rund 22.000 Mitarbeitern weltweit zu den großen Anbietern von Cash-Management.
„Ich gehe davon aus, dass sich Loomis den Markt bundesweit erschließen will“, sagte Kötter der WAZ. Damit gerät die Branche in Deutschland mit großen Akteuren wie Prosegur (Ratingen) und der Ziemann-Gruppe (Schallstadt bei Freiburg) in Bewegung. Kötter ist derzeit Marktführer in Nordrhein-Westfalen.
Firmenchef Friedrich P. Kötter verwies darauf, dass es langfristig weniger Bargeld geben werde. „Bargeldlose Zahlungssysteme und Kreditkarten sind auf dem Vormarsch“, sagte er. „Die Folge ist: Die Branche mit ihren Dienstleistungen rund um das Cash-Management wächst langfristig nicht mehr.“ Das schwedische Unternehmen Loomis ist in mehr als 20 Ländern weltweit aktiv und bereits jetzt stark in Europa und in den USA vertreten.
„Schon seit einigen Jahren stellen Banken und Sparkassen ihr Filialnetz auf den Prüfstand“, sagte Kötter. „Was wir bei den Kunden abholen, wird immer weniger. Das gilt auch für den Handel. Früher haben wir jeden Tag das Geld abgeholt, mittlerweile vielleicht nur noch zwei Mal pro Woche.“
In der Vergangenheit sei es wichtig gewesen, die Einnahmen des Tages schnell aufs Konto zu bekommen, um Zinsen zu erzielen. „Das ist heute angesichts der Niedrigzinsen anders.“
Genf (nex) – Eine türkische Nichtregierungsorganisation hat am Mittwoch in Genf die Schweizer Behörden kritisiert, weil sie es ihr nicht erlaubt haben, mit Plakaten auf die Opfer der PKK-Terrorgruppe in der Türkei aufmerksam zu machen.
In einer Erklärung wies die Türkische Gemeinschaft in der Schweiz, die auch als Association Turque en Suisse (ATS) bekannt ist, darauf hin, dass die Schweizer Behörden nichts unternommen hätten, als die gleichen Plakate benutzt wurden, um die Freilassung des PKK-Chefs Abdullah Öcalan zu fordern, der in der Türkei im Gefängnis sitzt.
„Im Herbst 2017 forderten verschiedene Gruppen über digitale Plakate in den Bahnhöfen des Schweizer Schienennetzes [SBB] in Basel, Bern, Luzern und Zürich die Freilassung des Führers einer globalen Terrororganisation und störten damit das friedliche Zusammenleben in der Schweiz“, so ATS in einer Stellungnahme. Plakate, die die Opfer der Terrorgruppe zeigten, seien unter dem Vorwand von Sicherheitsbedenken jedoch nicht erlaubt worden.
Das ATS bekenne sich weiterhin zum friedlichen Zusammenleben der in der Schweiz lebenden Minderheiten und Migranten. „Die ATS wurde von der SBB daran gehindert, eine Anzeige zu platzieren, die die Aufmerksamkeit auf die Opfer des Terrors richtet“, so die Organisation. „Wenn öffentliche Forderungen von verschiedenen Gruppen für die Freilassung eines inhaftierten Terroristen Meinungsfreiheit bedeutet, dann sollte auch der Aufruf von ATS zur Unterstützung von Terroropfern in gleicher Weise berücksichtigt werden“, teilte die ATS weiter mit und fügte hinzu, dass wenn die Forderungen nach der Freilassung eines internationalen Terrorchefs keine Sicherheitsbedenken bei den Schweizer Bahnhöfen aufwerfe, dann solle auch die Forderung nach der „Verurteilung des globalen Terrors mit seinen Opfern keine Sicherheitsbedenken aufkommen lassen, es sei denn, es wird mit zweierlei Maß gemessen“.
Mörserangriff der türkischen Streitkräfte auf Stellungender Terrormiliz PYD in Afrin
Afrin (nex) – Bei einem Mörserangriff der türkischen Streitkräfte auf Stellungen der Terrormiliz PYD in der syrischen Stadt Afrin sind 30 Terroristen der Terrorgruppe PYD/YPG, dem syrischen Zweig der PKK, getötet worden.
Bei diesem Angriff der türkischen Streitkräfte könnte es sich um eine vorbereitende Aktion für eine eventuelle militärische Operation der Türkei, zusammen mit rund 20.000 Mann der oppositionellen „Freien Syrische Armee“ (FSA), in Afrin gegen die PYD handeln.
Währenddessen erklärte der Sprecher der US-geführten Koalition gegen den IS, Oberst Ryan Dillon, dass „die nordsyrische Region Afrin nicht Teil der US-Operationen gegen die Terrororganisation IS“ sei.
Dillon: „Die USA unterstützt keine Elemente der sogenannten „Volksschutzeinheiten“ (YPG/PYD) in dieser Region“.
„Die Mission der Koalition hat sich nicht geändert: Wir wollen den IS (Daesh) in bestimmten Gebieten im Irak und in Syrien besiegen und Bedingungen für Folgeoperationen zur Stärkung der regionalen Stabilität schaffen“, so Dillon in einer schriftlichen Erklärung an die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.
Die USA seien in Afrin nicht aktiv. Man unterstütze lediglich die „Partner“ dabei, die verbliebenen IS-Gebiete „entlang am mittleren Euphrat-Tal“, insbesondere „nördlich von Abu Kamal“ zu erobern.
Am Sonntag hatte Dillon für Kontroverse gesorgt, als er die Aufstellung einer 30.000 Mann starken SDF-Grenztruppe ankündigte. Die „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) bestehen hauptsächlich aus Truppen des syrischen PKK-Ablegers YPG, den sogenannten „Volksschutzeinheiten“ – diese haben auch die Führung der SDF inne.
Dieser Schritt wird von der Türkei und Russland scharf kritisiert. Pentagon-Sprecher Eric Pahon sagte indes gegenüber AA, dass das Pentagon die Bedenken der Türkei bezüglich den geplanten SDF-Truppen in Syrien ernst nehme. Die Kommunikation mit der Türkei werde diesbezüglich weitergeführt.
US-Regierungsbeamte hätten sich bereits an ihre türkischen Amtskollegen gewandt, um das Problem zu thematisieren. Auf die Einzelheiten wollte Pahon jedoch nicht weiter eingehen.
Thomas Bernhard
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– Militäroperation Afrin –
Erdogan: “Die Türkei wird alle Terrornester in Syrien zerstören”
„Die Türkei wird alle Terrornester in Syrien zerstören, eins nach dem anderen, angefangen bei denen in den Regionen um Afrin und Manbidsch“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Parteitreffen der regierenden AKP am Dienstag in Ankara.
In Deutschland sind nach verschiedenen Schätzungen etwa 14.000 Anhänger der Terrororganisation PKK aktiv. Einer dieser Aktivisten der Terrormiliz steht seit heute vor dem Oberlandesgericht in der deutschen Stadt Celle. Ihm wird die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt
Der 43 Jahre alte Angeklagte soll, so die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft, in der deutschen Stadt Oldenburg als Gebietsverantwortlicher für die Terrororganisation tätig gewesen sein. In dieser Funktion sei der er, so die Anklage, für Finanzen, Personal und Propaganda zuständig gewesen.
Außerdem soll er in die Planung und Durchführung von Reisen in den Nordirak und die Rekrutierung von PKK-Kämpfern eingebunden gewesen sein. Im Fall einer Verurteilung durch das deutsche Gericht drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft.
Die Türkei, nicht nur die türkische Regierung, wirft den deutschen Behörden seit längerer Zeit ein zu lasches Vorgehen gegen die Terrormiliz PKK, die nicht nur in der Türkei, sondern auch den EU-Staaten und USA verboten ist und, auch juristisch, als Terrororganisation angesehen wird, vor. Schätzungen aus dem vergangen Jahr zufolge sind in Deutschland rund 14.000 Anhänger der Terrormiliz für diese in der einen oder anderen Form tätig.
Der deutsche Verfassungsschutz beobachtet die Terrororganisationen und deren Folgeorganisationen bereits seit längerer Zeit. Pro Jahr soll die PKK in Deutschland 25 Millionen Euro allein an „Spendengeldern“ sammeln, die für Kämpfer und Waffen ausgegeben werden. Ferner werden immer wieder Vorwürfe laut, Aktivisten der Terrormiliz seien in Deutschland auch in den Handel mit Betäubungsmitteln und die Erpressung von Schutzgeld sowie über Aktivitäten im sogenannten Rotlichtmilieu in den Menschenhandel verstrickt bzw. daran beteiligt.
Die deutsche Justiz hat nach jüngsten Zahlen ihre Ermittlungen gegen in Deutschland aktive PKK-Akivisten bereits verstärkt. Die Zahl eingeleiteter Ermittlungsverfahren sei von rund 15 im Jahr 2013 auf etwa 130 im vergangenen Jahr gestiegen, gab unlängst ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bekannt. In wieviel Fällen die Ermittlungen am Ende zu einer Verurteilung von ermittelten Beschuldigten führten, ist jedoch nicht bekannt.
Der deutsche Außenminister Gabriel sprach Anfang des Monats mit seinem türkischen Amtskollegen Çavuşoğlu auch über das Vorgehen gegen die PKK in Deutschland. Der politische Arm der Terrormiliz PKK in Deutschland, das „Demokratische Kurdische Gesellschaftszentrum Deutschland“, kritisiert jedoch die Ermittlungen und Prozesse gegen PKK-Aktivisten und spricht von „einer Kriminalisierung des kurdischen Widerstands“.
Politische Unterstützung erfahren derartige Organisationen in Deutschland oftmals durch die Oppositionsparteien „Die Linke“ und Teile der „Grünen“. Unter anderem wird aus diesem Lager der deutschen Politik immer wieder die Forderung nach einer Aufhebung des auch in Deutschland gültigen PKK-Verbots und deren Einstufung als terroristische Vereinigung erhoben. Die deutsche Bundesregierung und die sie tragenden Parteien CDU, CSU und SPD lehnen eine derartige Verbotsaufhebung ebenso ab wie CDU/CSU und SPD auch zukünftig eine Beobachtung durch den deutschen Verfassungsschutz befürworten.
Anfang Januar war ebenfalls in Celle auch gegen den 57-jährigen türkischen Staatsbürger Zahir A. aus Salzgitter Anklage wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation PKK erhoben worden.
Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, sich als Mitglied an der PKK und damit einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben. Während die militärisch strukturierte Terrororganisation in der Türkei und in den kurdischen Siedlungsgebieten Syriens versucht, ihre ideologischen Vorstellungen durch Gewaltakte gegen Sicherheitskräfte, Armeeangehörige, Zivilisten und politisch Andersdenkende zu forcieren, haben die Kader in Europa vor allem die Aufgabe, Finanzmittel für die Organisation zu beschaffen und Nachwuchs für den Guerillakampf zu rekrutieren.
Dazu die Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Celle:
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist der Angeschuldigte hinreichend verdächtig, in der Zeit von März 2014 bis Ende Juni 2015 als Gebietsleiter der Arbeiterpartei Kurdistans („Partiya Karkeren Kurdistan” – PKK) und ihrer Europaorganisation „Kurdische Demokratische Gesellschaft in Europa” (Civaka Demokratik a Kurdistan – CDK) im Gebiet Salzgitter in herausgehobener Leitungsfunktion tätig gewesen zu sein.
Im “Rahmen seiner Aufgaben” habe er nach den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Celle die organisatorischen, finanziellen, personellen und propagandistischen Angelegenheiten in seinem Zuständigkeitsbereich geregelt. Der 57-Jährige wurde Mitte Juli vergangenen Jahres in Berlin festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Berliner Gericht verurteilt Ali H. Dogan zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und vier Monaten.
Den im April 2016 verhafteten türkischen Staatsangehörigen Ali H. Dogan hatte das Kammergericht Berlin nach fünfmonatiger Verfahrensdauer im März 2017 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und neun Monate gefordert.
Drei Jahre und drei Monate für PKK-Gebietsleiter Muhsin K.
Im Juli 2017 verurteilte ein Gericht in Stuttgart den damals 47-jährigen Muhsin K. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland nach §§ 129a und b des Strafgesetzbuchs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten.
K. mit dem Codenamen “Delil” war nach längerer Observierung im Februar 2016 in Zusammenarbeit der Polizei Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Die Generalbundesanwaltschaft teilte damals in einer schriftlichen Erklärung mit, dass K. in verschiedenen deutschen Städten die Anwerbung von PKK-Mitgliedern und Eintreibung so genannter freiwilliger Spenden betrieben habe. Die Spenden werden oftmals unter massiven Drohungen eingetrieben. Desweiteren sei er der Rädelsführer der Terrorgruppe gewesen. Richter Claus Belling hatte die prominente Stellung des Angeklagten nach der Beweisaufnahme und 33 Verhandlungstagen als erwiesen angesehen.
Rücksichtsloser Kampf fordert viele Opfer unter kurdischer Zivilbevölkerung
Die PKK führt seit 1984 mit rücksichtsloser Härte einen bewaffneten Kampf in der Türkei. Der Vorsitzende Richter Claus Belling betonte, dass es sich dabei nicht um das ständig vorgetragene Recht auf Selbstverteidigung handele, sondern um Mord und Totschlag.
Sehr oft sind Zivilisten und nicht in den direkten Kampf verwickelte Polizisten unter den Opfern. In den letzten Monaten sind auch wieder – wie in den Neunzigern – verstärkt in den Osten abgeordnete meist junge Lehrerinnen und Lehrer unter den Opfern der Terrororganisation. Auch wenn der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat der PKK und ihren Ablegern einiges an Sympathien eingebracht habe, sei dies dennoch kein Freibrief, ebenso wenig wie die oft unverhältnismäßige Härte der türkischen Sicherheitskräfte.
Verstärkt aktiv in Deutschland
Das Bundesgebiet ist wegen der hier lebenden ca. 800.000 Kurden als Rückzugsgebiet und Geldquelle besonders interessant. Die Organisation ist straff hierarchisch organisiert und ahndet vermeintliche oder tatsächliche Abweichungen mit brutaler Härte. Zur Durchsetzung ihrer Ziele verfügt sie über militärisch strukturierte Guerillaeinheiten, die im Rahmen des seit 1984 geführten bewaffneten Kampfs vor allem im Südosten der Türkei Anschläge verüben, durch die vorwiegend türkische Sicherheitskräfte, immer wieder aber auch Zivilisten getötet bzw. verletzt werden.
Zweck und Tätigkeit der „PKK“ sind daher u .a. darauf gerichtet, Mord und Totschlag zu begehen. Die in Deutschland aktiven Führungskader setzen die von der Führung der PKK getroffenen Entscheidungen um und fördern damit die Fortsetzung des bewaffneten Kampfes in der Türkei und deren Grenzgebiete.
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CDU-Politiker Bareiß: “Ich kann die Kritik der Türkei an PKK in Deutschland verstehen”
Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird am 5. Februar auf Einladung von Papst Franziskus den Vatikan besuchen. Hauptpunkt ihrer Tagesordnung wird voraussichtlich die Jerusalem-Frage sein. Das teilte am Dienstag das Präsidialamt in Ankara mit.
Erdogan wird somit der erste türkische Präsident seit 59 Jahren sein, der den Vatikan besucht.
Papst Franziskus hat der Türkei bereits am 28. November 2014 einen offiziellen Besuch abgestattet und war der erste Staatsführer, der im Präsidentenkomplex in der Hauptstadt Ankara empfangen wurde.
Wie türkische Medien berichten werde sich Erdogan bei Papst Franziskus für seine Haltung zu Jerusalem bedanken. Er war einer der Führer, die Erdogan telefonisch kontaktierte, als US-Präsident Donald Trump Jerusalem am 6. Dezember zur israelischen Hauptstadt erklärt und den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv in die heilige Stadt angekündigt hatte.
Erdogan werde auch die Bedeutung gemeinsamer Bemühungen zur Erhaltung des Status Jerusalems unterstreichen sowie darauf hinweisen, dass für die Schaffung von Frieden und Stabilität in der Region die Gründung eines unabhängigen und souveränen palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt auf der Grundlage der Grenzen von 1967 notwendig sei.
Zudem werde Erdogan betonen, dass die Unterstützung von Papst Franziskus im kommenden Prozess in Bezug auf Jerusalem von Bedeutung sei.
Nach seinem Besuch im Vatikan werde Erdogan auch offizielle Besuche in südamerikanischen Ländern wie Venezuela, Brasilien und Paraguay durchführen.
Bei den Treffen in Südamerika werde Erdogan mit seinen dortigen Amtskollegen regionale und globale Frage erörtern, vor allem die Lage in Jerusalem, Syrien und Irak sowie die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Türkei und den lateinamerikanischen Staaten besprechen.
Kommissionsvorschlag für eine EU-Plastikstrategie setzt starkes Zeichen gegen die Vermüllung der Umwelt
Berlin (ots) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die heute in Brüssel von der Europäischen Kommission vorgestellte Strategie zur Vermeidung von Plastikabfall in der Umwelt und wertet dies als starkes politisches Signal. Pro Jahr werden in Europa 49 Millionen Tonnen Plastik in Verkehr gebracht. Davon landet viel als Abfall in der Umwelt. Um das Problem zu lösen, setzt die EU-Kommission im Kern auf die Wiederverwendung, höhere Kosten für Plastik und eine bessere Recyclingfähigkeit von Verpackungen und Produkten. Die DUH fordert die deutsche Bundesregierung auf, das Ausrufezeichen aus Brüssel ernst zu nehmen und eine Vorreiterrolle bei der Vermeidung und dem Recycling von Plastikabfällen einzunehmen.
Von der geschäftsführenden und zukünftigen Bundesregierung fordert die DUH die Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Abfallvermeidung. „Weil Mehrwegsysteme, wie beispielsweise Mehrwegflaschen für Getränke, der ersten Stufe der Abfallhierarchie entsprechen, müssen diese besonders gefördert werden. Durch ihre häufige Wiederverwendung leisten sie einen entscheiden Beitrag zur Abfallvermeidung und einer plastikfreien Umwelt.
Die deutsche Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die gesetzliche Mehrwegquote für Getränkeverpackungen von 70 Prozent umgesetzt wird“, fordert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Das deutsche Mehrwegsystem für Getränkeverpackungen ist das größte weltweit und beispielgebend für ganz Europa. Neben der Umsetzung der gesetzlichen Mehrwegquote für Getränkeverpackungen sind auch höhere Entgelte für Verpackungen sowie verbindliche Regeln zur Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten notwendig.
Bessere Recyclingqualität und Anreize zum Rezyklat-Einsatz notwendig
Thomas Fischer, DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft sagt: „Immer häufiger werden Verpackungen hergestellt, die faktisch nicht mehr recyclingfähig sind. Die EU-Plastikstrategie greift diesen wichtigen Punkt auf. Kompliziert und mehrschichtig aufgebaute Verbundstoffe sollen bis 2030 der Vergangenheit angehören. Hierfür müssen jedoch verbindliche Standards zur Recyclingfähigkeit festgelegt werden, welche es zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland nicht gibt. Hier muss dringend nachgebessert werden.“. Als positiv bewertet die DUH, dass die EU-Kommission biologisch abbaubare Kunststoffe nicht bevorteilt, sondern als kritisch bei Recyclingprozessen und problematisch beim Abbau in der Natur einschätzt.
Recyceltes Plastik macht bisher nur zwischen vier bis sechs Prozent der gesamten Plastiknachfrage aus. Die DUH greift daher den Hinweis der EU-Kommission zur Notwendigkeit des Einsatzes von Recyclingmaterial zur Herstellung von Kunststoffverpackungen und Produkten auf und fordert in Deutschland eine verbindliche Mindesteinsatzquote, um einen geschlossenen Wiederverwertungskreislauf zu erreichen.
Links: Informationen zum Problem Plastikflaschen http://www.duh.de/mehrweg-klimaschutz0/einweg-plastikflaschen/ Informationen zum Problem Plastiktüten http://www.duh.de/themen/recycling/verpackungen/plastiktueten/ Informationen zum Problem Coffee-to-go-Einwegbecher http://www.duh.de/becherheld-problem/ Informationen zu Verpackungen in Supermärkten und Drogerien http://www.duh.de/themen/recycling/verpackungen/supermaerkte/