Antiterroroffensive Olivenzweig
Syrien: Einwohner Afrins beten gemeinsam mit türkischen Truppen

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Einwohner Afrins und türkische Truppen verrichteten heute ihr erstes gemeinsames Freitagsgebet Afrin (nex) – Türkische Truppen verrichteten heute zusammen mit Einwohnern der nordwestsyrischen Stadt Afrin ihr erstes gemeinsames Freitagsgebet seit der Befreiung der Stadt von Milizen der Terrororganisation YPG. In der zentralen Moschee Afrins standen die Einheimischen Seite an Seite mit den türkischen Truppen und den Kämpfern der Freien Syrischen Armee (FSA), um das wöchentliche islamische Gebet durchzuführen.

Wie Medien berichten, dankte der Imam [Vorbeter, Anm. Red.] der Moschee den türkischen Armeekommandeuren für die Befreiung der Stadt von Terroristen und sagte, dass die Bewohner Afrins nun in Einheit zusammenstehen sollten.

(Foto: AA)
Einige der Gläubigen bedankten sich nach dem Gebet bei den anwesenden türkischen Soldaten persönlich, während andere ihre Freude darüber zum Ausdruck brachten, dass sie die Freitagsgebet zum ersten Mal seit langem in Frieden verrichten konnten.

Nach der Befreiung des Stadtzentrums von Afrin – zuvor ein Hauptrückzugsort und Unterschlupf für Milizen der YPG/PKK – begann die türkische Armee am Sonntag, Maßnahmen zur Überwachung der Sicherheit und Ordnung dort zu ergreifen.

Türkische Streitkräfte übernahmen am frühen Sonntagmorgen im Rahmen der Antiterroroffensive Olivenzweig gemeinsam mit der syrischen FSA die vollständige Kontrolle über das Stadtzentrum von Afrin. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar diesen Jahres Stellungen der YPG/PKK im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Berichte von HRW, AI, der UN Commission of Inquiry on Syria, KurdWatch und SNHR belegen, dass die PYD systematisch schwere Menschenrechtsverletzungen begeht und bereits Kinder unter Zwang rekrutiert. Laut Berichten von NGOs und Flüchtlingen hat die PYD mindestens Hunderttausende Syrer vertrieben, insb. Araber und Turkmenen. Die PYD übt massive Gewalt gegen andere kurdische Gruppen aus und erlaubt keinen Dissens. In internen Dokumenten werden Parteimitglieder angewiesen, die Bevölkerung zu überwachen.

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– Militäroperation Olivenzweig – Syrien: Türkische Truppen in Afrin jubelnd empfangen

Türkische Truppen und Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) wurden bei ihrem Einmarsch in die nordsyrische Stadt Afrin heute jubelnd und mit offenen Armen empfangen.

Syrien: Türkische Truppen in Afrin jubelnd empfangen

Antiterroroffensive Olivenzweig
Erdogan kündigt Ausweitung der Offensive auf Manbidsch und Idlib an

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Erdogan: „Ich habe Putin und Trump gesagt, dass wir in Syrien keinen Schritt zurück machen werden“ Istanbul (nex) – Die Antiterroroffensive der Türkei im Nachbarland Syrien sei nicht mit der „Befreiung Afrins“ beendet, sondern würde noch auf Manbidsch und idlib ausgeweitet, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Freitag. „Wir werden in Syrien keinen Schritt zurück machen und Afrin ist nicht das Ende. Manbidsch und Idlib sind als Nächstes dran“, sagte Erdogan bei einer Kundgebung im Istanbuler Stadtteil Bağcılar vor einem Provinzkongress seiner regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP). Er habe sowohl dem US-Präsidenten Donald Trump als auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mitgeteilt, dass „die Türkei in Syrien nicht zurück machen wird“. USA werden Manbidsch nicht verlassen Trotz der Ankündigung Ankaras, Manbidsch von „den Terroristen der YPG zu reinigen“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums bereits am gestrigen Donnerstag, dass die Vereinigten Staaten nicht die Absicht haben, Manbidsch zu verlassen. „Die US-Streitkräfte sind in Manbidsch stationiert. Wir haben der türkischen Regierung sehr deutlich gemacht, dass wir dort auch weiterhin stationiert bleiben werden“, erwiderte Heather Nauert bei einer Pressekonferenz auf die Frage nach der Haltung der USA zu den Plänen der türkischen Regierung für Manbidsch. Nauert sagte auch, dass die Gespräche mit Ankara noch nicht abgeschlossen seien und Washington bereit sei, diese fortzusetzen. Erdogan und Trump führen am Donnerstag Telefongespräch Wie Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin am Donnerstagabend mitteilte, hätten der türkische Präsident und sein US-Amtskollege Donald Trump am Telefon über bilaterale Beziehungen und regionale Fragen gesprochen. „Unser Präsident führte ein Telefongespräch mit US-Präsident Trump. Bilaterale und regionale Themen wurden im Gespräch erörtert“, sagte Kalin in einer schriftlichen Erklärung. Türkische Streitkräfte übernahmen am frühen Sonntagmorgen im Rahmen der Antiterroroffensive Olivenzweig gemeinsam mit der syrischen FSA die vollständige Kontrolle über das Stadtzentrum von Afrin. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar diesen Jahres Stellungen der YPG/PKK im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”.

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Terrorismus
Frankreich: Geiselnahme im Supermarkt – IS bekennt sich zur Tat

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Trèbes (nex) – Wie französische Medien berichten, ist bei einer Schießerei in Südfrankreich ein Polizist verletzt worden. Nach ersten Informationen sei am Freitag gegen elf Uhr ein Mann in einen Supermarkt in Trèbes eingedrungen und habe die Kunden als Geiseln genommen. Das französische Innenministerium kündigt auf Twitter einen laufenden Polizeieinsatz an. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge habe der mutmaßliche Täter behauptet, der Terrorgruppe IS anzugehören.

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– Terrorismus – Islam-Experte: Terroristen werden meist nicht in muslimischen Gemeinden radikalisiert

Für den Islam-Experten Olivier Roy ist nicht eine gescheiterte Integration die Ursache für die Radikalisierung islamischer Jugendlicher. Auch würden diese in der Regel nicht in muslimischen Gemeinden radikalisiert, sagte er in einem Interview.

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#freeahedtamimi
Türkische Menschenrechtsaktivistin fordert Ahed Tamimis Freilassung

Ankara (nex) – Die türkische Menschenrechtsaktivistin und Rechtsanwältin Gülden Sönmez fordert in einem offenen Brief an Israel die Freilassung der gestern zu acht Monaten Haft verurteilten 17-jährigen Palästinenserin Ahed Tamimi. „Ahed ist ein Kind, lasst sie frei und nehmt stattdessen micg”, ist in der Überschrift des auf Türkisch verfassten Briefes zu lesen. Sönmez fordert in ihrem Schreiben die israelische Regierung auf, umgehend alle palästinensischen und jüdischen Kinder, die aus politischen Gründen inhaftiert sind, freizulassen.
Lasst Kinder in Ruhe und frei. Kinder dürfen nicht zum Werkzeug eures Kriegs werden. Krieg wird in allen Religionen und Ideologien nach einer gewissen Ethik und nach einem Rechtsverständnis geführt. Kinder genießen in sämtlichen Religionen in Kriegszeiten Immunität und Schutz. Mit der Festnahme von Kindern wird ein Verstoß gegen die Menschlichkeit begangen.    
Tamimi wurde in der Nacht des 18. Dezember vergangenen Jahres bei einer Razzia der israelischen Sicherheitskräfte in ihrem Haus in Nabi Saleh im Westjordanland festgenommen. Ihre Mutter wurde kurz darauf ebenfalls festgenommen, als sie ein Haftzentrum östlich von Ramallah besuchte, um nach ihrer Tochter zu sehen. Aufgrund ihrer heftigen Proteste gegen Israels jahrzehntelange Besetzung palästinensischer Gebiete wurden Aheds Vater, ihre Mutter sowie ihre Brüder von den israelischen Behörden wiederholt festgenommen. Tamimis Vater zufolge reagierte seine Tochter auf die Erschießung ihres Cousins Mohammed al-Tamimi durch israelische Soldaten. Der 14-jährige Junge sei bei Demonstrationen gegen die Entscheidung Donald Trumps, Jerusalem als die Hauptstadt Israels anzuerkennen, angeschossen worden. Er liege jetzt im Koma. Im Jahr 2012 erhielt Ahed den Hanzala Courage Award der Verwaltung des Istanbuler Landkreises Basaksehir für den Widerstand gegen israelische Soldaten, die gerade ihren Bruder verhaftet hatten. Damals hatten der damalige türkische Premierminister und heutige Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Frau das palästinensische Mädchen getroffen, um ihre Bewunderung für ihre Tapferkeit zum Ausdruck zu bringen.

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– Kommentar – Strohmeyer: Palästinensische Kinder sollen seelisch gebrochen werden

Immer mehr Juden in Deutschland fühlen sich nach eigenen Angaben bedroht und sprechen von „anwachsendem Antisemitismus“. Es ist schwer nachzuprüfen, ob diese „Bedrohung“ einen realen Hintergrund hat oder nur hysterische Panikmache ist. Ein Kommentar.

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Transfer-News
Fußball: Ibrahimovic vor Wechsel in die USA

Manchester (nex) – Wie Manchester United auf seiner Homepage bestätigte, ist der eigentlich noch bis Sommer laufende Vertrag mit dem schwedischen Stürmer Zlatan Ibrahimovic (36) mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Medienberichten zufolge stehe ein Wechsel zu dem US-Club Los Angeles Galaxy bevor. Ibrahimovic wurde elfmal mit dem Guldbollen als schwedischer Fußballer des Jahres ausgezeichnet, davon zehnmal in Folge. Seit Dezember vergangenen Jahres stand der 36-Jährige wegen einer Verletzung und Trainingsrückstands nicht mehr auf dem Platz. „Auch großartige Dinge gehen zu Ende. Nach zwei fantastischen Saisons für Manchester United ist es Zeit für den nächsten Schritt. Danke an den Klub, die Fans, das Team, den Coach, die Mitarbeiter und alle, die diese Zeit meiner Karriere mit mir geteilt haben“, so Ibrahimovic auf Instagram. https://www.instagram.com/p/BgoldQCgw86/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=embed_profile_upsell_test

"Zinsänderungsrisiken"
Bundesbank rät Finanzwirtschaft zur Vorsorge vor Zinsanstieg

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Präsident Weidmann betont Bedeutung von Effizienzsteigerung und Konsolidierung Osnabrück (ots) – Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, sieht den deutschen Bankensektor weiterhin unter beträchtlichen Druck. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Chef der Notenbank, „insbesondere müssen für die mit einem Zinsanstieg verbundenen Zinsänderungsrisiken jetzt Rückstellungen gebildet werden“. Eine Normalisierung des Zinsumfelds wirke sich zwar auf Dauer positiv für die Institute aus, bringe „aber vorübergehend noch einmal Belastungen mit sich“. Effizienzsteigerung und Konsolidierung „bleiben deshalb auf der Agenda“, warnte Weidmann die Banken und Sparkassen vor nachlassenden Anstrengungen. Hintergrund ist, dass die Banken zuletzt viele langfristige Kredite zu sehr niedrigen Zinsen ausgegeben haben. Im Falle eines deutlichen Zinsanstiegs für Guthaben würden sie für diese vorübergehend deutlich mehr Zinsen anrechnen müssen, als die bei Darlehen einnehmen. Grundsätzlich gelte, dass die Banken seit der Finanzkrise ihr Eigenkapital deutlich aufgestockt hätten, sagte Weidmann. Die Regulierung habe entscheidend dazu beigetragen, „dass die Banken widerstandsfähiger und besser aufgestellt sind als vor der Krise“, erklärte er. Es gebe auch Fusionen und Kooperationen, die zu Effizienzgewinnen beitrügen. „Die Wettbewerbsintensität in Deutschland ist hoch“, betonte der Bundesbankpräsident aber andererseits, und es gebe „mehrere Einflüsse, die das Bankgeschäft erschweren und die auf der Ertragskraft der Banken lasten“. Vor diesem Hintergrund „müssen die Banken hierzulande sicherlich auch die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsmodelle überprüfen“, riet der Ökonom.

Handeslsstreit
Oettinger schließt EU-Zollsenkungen für US-Produkte aus

Düsseldorf (ots) – Im Handelsstreit mit den USA hat EU-Kommissar Günther Oettinger die Senkung von EU-Einfuhrzöllen auf bestimmte US-Produkte als Teil einer Verhandlungslösung ausgeschlossen. „Die unterschiedlichen Zölle auf unterschiedliche Produkte auf beiden Seiten des Atlantiks sind Teil eines ausbalancierten Systems“, sagte Oettinger der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Diese Balance wolle man nicht gefährden. US-Präsident Donald Trump will ab Freitag umgekehrt US-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe auch aus Europa verhängen. “ Wir hoffen noch immer darauf, dass es Ausnahmen für Europa als Ganzes geben wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt nicht bei Null, aber unter 50 Prozent“, sagte Oettinger. „Sollten die US-Sanktionen gegen europäische Exporte nicht zu verhindern sein, wird die Kommission dem EU-Gipfel eine begrenzte Liste von US-Produkten vorschlagen, auf die die EU Zölle neu erheben soll“, sagte Oettinger vor dem Gipfeltreffen am Donnerstag und Freitag in Brüssel.

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– Handelskrieg – Levi’s und Harley Davidson kritisieren geplante Strafzölle

Die US-Unternehmen Harley Davidson und Levi Strauss & Co haben mit Unverständnis auf die Strafzölle reagiert, die EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf ihre Produkte einführen will.

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Türkei
„Kätzchen“ Ceylan Özgül flieht von Adnan Oktar-Anwesen

Istanbul (nex) – Eine Frau aus den Fernsehsendungen der umstrittenen TV-Persönlichkeit Adnan Oktar – außerhalb der Türkei auch besser bekannt als „Harun Yahya“ – teilte in den sozialen Medien mit, dass sie aus der Villa geflohen sei, in der sie mit Oktars Gefolgschaft gelebt hatte. Ceylan Özgül schrieb auf ihrem Instagram-Konto, dass sie während der gesamten Zeit, die sie auf Oktars Anwesen verbrachte, „isoliert“ gewesen sei. „Ist eine Person frei, wenn sie seit 20 Jahren nicht mehr in einem Lebensmittelladen war? Wenn sie nicht selbst Medikamente aus der Apotheke gekauft hat? Wenn sie nicht einmal weiß, wie eine türkische Lira aussieht, weil die Banknoten vor Jahren geändert wurden?“ so Özgül. https://www.instagram.com/p/BelZrsWgzXY/?hl=tr&taken-by=ceylan_ozgul2017 Özgül fügte hinzu, dass sie seit 20 Jahren nicht mehr über ihr eigenes Gewicht oder ihre Frisur entscheiden durfte. Allerdings wies ein anderes Mitglied der Bewegung Özgüls Anschuldigungen zurück und sagte, dass sie das Haus freiwillig verlassen habe. „Ceylan Özgül lebte 15 Jahre lang ein luxuriöses Leben. Sie trug die Kleidung teurer Marken, besaß hunderte von Jacken, Hosen und Schuhen und nahm an Feierlichkeiten in Herrenhäusern teil. In dem Video, das sie kürzlich veröffentlicht hat, ist sie in einem durchschnittlichen Haus und durchschnittlicher Kleidung zu sehen. Könnte sie nun einen  Groll gegen uns haben, weil sie das luxuriöse Leben nun verloren hat?“ fragte Tülay Kumaşçı. Sie beschuldigte Özgül zudem, ein „Spion für Großbritannien“ zu sein. Oktar ist in der Türkei sehr bekannt und eine umstrittene Persönlichkeit. Er diskutiert in einer Talkshow, die in seinem eigenen TV-Sender ausgestrahlt wird, über soziale und religiöse Fragen. Dabei umgibt er sich mit einer Gruppe weiblicher Assistentinnen – die er als seine „Kätzchen“ bezeichnet und die optisch aus der Playboy Mansion stammen könnten.
(Foto: Screenshot)
Oktar wird als „berüchtigtster Kultführer der Türkei“ bezeichnet und hat zahlreiche verschwörungstheoretische Bücher über Kreationismus und Freimaurerei geschrieben. Nur wenige Wochen vor Özgüls „Flucht“, am 6. Februar, verhängte der türkische Medienwächter, der Oberste Rat für Radio und Fernsehen (RTÜK) eine Geldstrafe gegen Oktars Fernsehsender A9.

Deutsche Lehnwörter aus dem Arabischen
Allahs Sonne leuchtete über dem Abendland

Von Peter Z. Ziegler  Im Jahre 1499 wurde auf Befehl des Erzbischofs Jiménez de Cisneros von Toledo auf dem Marktplatz von Granada ein Scheiterhaufen errichtet, um Bücher zur islamischen Theologie, Philosophie, Geschichtsschreibung und Naturwissenschaft zu verbrennen. Es wurde ausradiert, was die arabische Kultur und mit ihm der Islam geschaffen haben. Allah´s Sonne hatte aufgehört über dem Abendland zu scheinen. Der Slogan „Der Islam gehört nicht zu Europa“ ist zum Wahlspruch der europäischen Islamphobie geworden und in Deutschland besonders beliebt. Welcher angetrunkene Neonazi weiss schon, dass Alkohol ein Lehnwort aus dem Arabischen ist, ebenso wie seine (Bomber-) Jacke, die er trägt. Der Zucker im Kaffee von Frauke Petry ist ebenso arabischen Ursprungs wie die Matratze in ihrem Bett. Die AfD-Chefin ist promovierte Chemikerin – auch der Begriff Chemie kam über das Griechische, Spanische und Arabische nach Deutschland. Selbstverständlich hat auch Beatrix von Storch im Gymnasium Algebra gelernt und kann mit Algorithmen umgehen. Die Liste der arabischen Lehnwörter, die in das Deutsche eingingen ist ellenlang und nicht alle werden in Wikipedia aufgeführt. Ein unterhaltsames Buch des ägyptischen Germanisten Nabil Osman erschien 2010 als Neuauflage in der Beck’schen Reihe. Der Autor hat rund 500 deutsche Wörter arabischer Herkunft versammelt. Er weist ihre ursprüngliche arabische Bezeichnung nach, erläutert sie und erzählt ihre – oft abenteuerliche – Geschichte, eine Geschichte, die vieles von der Ausbreitung der arabischen Kultur – von Byzanz bis Spanien – zu berichten hat. Manche Wörter sind inzwischen aus unserem Sprachschatz verschwunden, andere blieben in literarischen Werken lebendig, etwa in Goethes „West-östlichem Diwan“, bei Rückert, Schlegel und Platon – und haben nicht selten über diese Dichtungen wieder Eingang in unsere Sprache gefunden. Es ist keineswegs so, dass Deutsche vor 1000 oder 500 Jahren regelmässig  interkulturellen Verkehr mit Arabern pflegten und bei diesen bilingualen Gesprächen rasch eben mal ein Wort die Sprachgrenze überschritt. Fast alle arabischen Wörter sind auf indirekten Wegen im Deutschen angekommen.  Fehlende geographische wie historische Gegebenheiten verhinderten einen nennenswerten unmittelbaren arabisch-deutschen Lehnwortaustausch. Auf verschlungenen und heute nicht mehr nachvollziehbarem Pfad reiste auch ein Wort zu uns, dass sogar die Lehnwörter Kabel, Jackeund Watte an äußerlicher Deutschheit noch übertrifft: Mütze erscheint jedem heute geradezu als kerndeutsch, weil es einen Umlaut hat. Und doch ist dieses Wort ein arabischer Einwanderer. Das Wort leitet sich her vom mittellateinischen almutia oder almucia, dem man die Herkunft aus Arabien noch deutlich anmerkt. Direkten Kontakt zum Arabischen gibt es in Deutschland heute durch die Migranten. Das Wort Jalla ist ein Beispiel für den Einfluss des Arabischen in jüngster Zeit. Es kam über das sogenannte Kiezdeutsch, das von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gesprochen wird, in die hiesige Jugendsprache. Die wichtigste Errungenschaft, die Europa von den Arabern erhielt, waren zweifellos die arabischen Zahlen. Die heutige Numerik, Mathematik und Algebra verwendet nach wie vor das arabische Ziffernsystem – inklusive der Null (die Einführung der Null war der Geniestreich schlechthin). Die Ehre der „Erfindung“ der ersten Zahlenschrift mit der Basis Zehn gehört Indien – und das schon vor ca. 1500 Jahren. Arabische Gelehrte haben durch wissenschaftliche Kontakte nach Indien die Zahlen in die arabischen Länder importiert. Arabische Gelehrte haben auch griechisches Wissen konserviert, das von fanatischen Christen zerstört worden ist. Doch Vorsicht: die arabischen Zahlen, die wir heute schreiben,  entsprechen nicht jenen, die traditionell in Ägypten und in Arabien zu lesen sind. Das arabische Reich teilte sich im 13. Jahrhundert in zwei Teile – der ostarabische Teil mit seinem Zentrum Bagdad und Damaskus und der westarabische Teil mit seinem kulturellen Zentrum in Cordoba. So nahmen auch die Zahlen zwei unterschiedliche Entwicklungen. Haben Reisende  Pech, dann hat sind die älteren Waggons der ägyptischen Staatsbahn mit ostarabischen Ziffern angeschrieben. Auch die Autokennzeichen in den meisten arabischen Ländern sind (noch) ostarabisch geschrieben. „Die Deutschen sind schwer von Begriff bei der Einführung der arabischen Zahlen“, beklagte einst der Augsburger Kaufmann Fugger, der diese aus Cordoba mitbrachte. „Sie sagen zu allen Ziffern obwohl doch nur die Null Siffr heisst und die anderen Zahlen „Figura“. So ist es bis heute geblieben. Im modernen Arabisch wird die 0 einer Telefonnummer in der Regel mit „Zero“ durchgegeben, aber auch ein Siffr wird verstanden. Fast schon zum Kalauer geworden ist der Hinweis an die islamphoben Europäer: Versucht doch einmal mit römischen Zahlen zu multiplizieren! Die Quelle des Wissens war einst das Kalifat von Córdoba, ein islamischer Staat auf dem Gebiet der Iberischen Halbinsel von 929 bis 1031. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba, das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. 1236 wurde es im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien erobert. Ebenso erging es dem Königreich Granada. Am 2. Januar 1492 kapitulierte der letzte muslimische Herrscher Muhammad XII. und übergab die Stadt an Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón, die so genannten „Katholischen Könige“. Damit war die Reconquista, die „Rückeroberung“ der iberischen Halbinsel für das Christentum, abgeschlossen. Gemäß einem Passus des dabei abgeschlossenen Vertrages durfte die maurische Bevölkerung in Granada einige Jahre ihre Religion frei ausüben, die Elite musste die Gegend verlassen und übersiedelte in das Gebiet des heutigen Marokko. Der Vertrag wurde schnell gebrochen, die spanischen Christen hielten nicht Wort. Die in Spanien verbliebenen Muslime, die so genannten Morisken, wehrten sich gegen den erlogenen Friedensschluss und die Unterdrückung (Verbot der Religionsausübung, Enteignung). Durch ihre neuen Herrscher wurden sie in den Jahren 1569–1571 erst in andere Teile der iberischen Halbinsel zwangsumgesiedelt und 1609–1611 nach Afrika vertrieben. Viele siedelten sich im heutigen Tunesien und Algerien an und prägten dort die Kultur. Granada verfiel zugleich in wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit wie zuvor schon Cordoba. Europa aber hat sein arabisches Erbe vergessen. Um den Titel eines Buches von Sigrun Hunke zu zitieren: Einige Jahrhunderte lang leuchtete Allah´s Sonne über dem Abendland.  

"Nachfahren der Osmanen"
Albanien: Restaurant nach Präsident Erdogan benannt

Durrës (nex) – Im Gegensatz zu Deutschland und anderen europäischen Ländern ist er anderswo beliebt wie noch nie: Im Balkan, im Nahen Osten, in zahlreichen afrikanischen Ländern, ja, selbst in fernen Gebieten wie Malaysia und Indonesien kann sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einer sehr großen Anhängerschaft erfreuen. In Umfragen erreicht er regelmäßig sensationelle Werte und wurde auch zum beliebtesten Politiker des Nahen Ostens gewählt.

Sympathisanten in Gaza (Archivfoto: AA)

Albanisches Restaurant bietet „Erdogan-Pizza“ an

In der albanischen Hafenstadt Durrës an der adriatischen Küste benannte sogar ein Unternehmer sein Restaurant nach dem türkischen Präsidenten.

„Es wäre mir eine Ehre, ihn als meinen Gast willkommen heißen zu dürfen“, so Marinel Balla, Besitzer des Restaurants, gegenüber NEX24. „Im Menü gibt es auch eine Pizza mit dem Namen Erdogan“, betont Balla. Tomatensauce, Pizzakäse, Sahnecreme, Pastirma (getrockneter Schinken), Champignons und Thunfisch seien die Zutaten dieser Spezialität. Er habe das Restaurant so genannt, weil er ein großer Freund Erdogans und der Türkei sei.


Das Restaurant „Recep Tayyip Erdogan“ in der Lagjia Nr. 13 ist seit der Eröffnung im Jahre 2015 bei den Einwohnern der Stadt sehr beliebt. Mittlerweile eröffnete Balla bereits ein zweites Restaurant und nannte es „Erdogan 2“.

„Der türkische Präsident Erdogan ist auf dem Balkan sehr beliebt. Die meisten Albaner und Bosnier sehen sich als Nachfahren der Osmanen“, so Ardian Shilloba, ein Gast, der extra aus 100 Kilometer Entfernung angereist ist. Er erwähnt den von der Türkei mitfinanzierten Bau der Großmoschee von Tirana.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 13. Mai 2015 mit dem damaligen albanischen Präsidenten Bujar Nishani, dem türkischen Amtskollegen  Erdogan und dessen Frau Emine. Sie soll die größte Moschee des Balkans werden und auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern Platz für fast 5000 Gläubige bieten. Der Bau soll bis Ende 2018 vollendet sein.

Erdogans Fans in der Promi-Welt

Aber nicht nur unter der normalen Bevölkerung genießt der türkische Politiker eine hohe Popularität. Auch in der Welt der Prominenten hat er Sympathisanten.

In einem Interview mit der Express-Zeitung sagte die deutsche Schauspielerin Wilma Elles etwa, dass sie den in „Deutschland weitverbreiteten Hass auf Erdogan nicht nachvollziehen“ kann. „Ich bin der lebende Beweis, dass er die Deutschen letzten Endes doch mag“, so Elles lächelnd gegenüber der Zeitung.

US-Schauspielerin Lindsay Lohan lobt Erdogans Flüchtlingspolitik

US-Schauspielerin Lindsay Lohan lobte Erdogan nach einem Besuch eines syrischen Flüchtlingslagers in der Türkei dafür, dass er den Flüchtlingen „die Tore geöffnet“ habe und äußerte in einem Interview, wie es auch der türkische Präsident wiederholt getan hatte, Kritik an der Zusammensetzung der UNO, wo fünf mächtige Staaten die Weltpolitik gestalteten.

In einem Gespräch mit der türkischen Kolumnistin Hilal Kaplan brachte Lohan ihre Unterstützung für die Forderung aus Ankara zum Ausdruck, die Struktur des Sicherheitsrats im Sinne der Länder außerhalb dieser fünf ständigen Mitglieder zu ändern, um Ersteren mehr Gewicht bei internationalen Angelegenheiten zu verleihen.

Lohan bekräftigte ihre Unterstützung für Erdogans Slogan „Die Welt ist größer als die Fünf“ und erklärte, dass nicht fünf Staaten über das Schicksal von Millionen Menschen unterschiedlichen Glaubens und aus unterschiedlichen Kulturen entscheiden sollten. Dies sei ein problematisches System und sollte einer Prüfung unterzogen werden, so Lohan.

Social Media-Phänomen Jerome Jarre bitte Erdogan um Hilfe

Das Social Media-Phänomen Jerome Jarre, der zuvor gemeinsam mit der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines auch eine Hilfsaktion für Somalia gestartet hatte, wandte sich im November vergangenen Jahres mit einer weiteren Kampagne an Erdogan.

Jarre twitterte:

„Wir brauchen euch alle! Wir fordern Hilfe vom türkischen Präsidenten für unsere Arakan-Mission! Retweetet @RT_ERDOGAN! Nutzt auch den Hashtag #ErdoganHelpRohingya. Wenn wir ihn erreichen, wird unser Anliegen überall auf der Welt erhört. Wenn ein weltbekannter Staatsmann uns seine Unterstützung gibt, wird alles besser und schneller voranschreiten.“

Die Kampagne wurde von Love Army, einem Hilfsnetzwerk unter der Leitung von Jarre, in den sozialen Netzwerken gestartet und ging binnen kürzester Zeit viral. Zehntausende haben sich dem Aufruf angeschlossen und den türkischen Präsidenten für die verfolgten Rohingya-Muslime mit dem Hashtag #ErdoganHelpRohingya um Hilfe gebeten.

(pka)