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Kommentar: Die USA unterstützen eine im eigenen Land verbotene Terrororganisation

Der IS (Daesh) ist, sowohl in Syrien, wie auch im Irak militärisch besiegt. Was jetzt folgen muss, ist ein demokratischer Neuaufbau, besonders in Syrien. Weiterer Terrorismus muss dann mit polizeilichen und nachrichtendienstlichen Mitteln verfolgt werden. Doch genau das Land, welches Jahrzehnte gegen derartige Terrorgruppen und Terroristen kämpfte, will in Syrien weiter Krieg führen lassen, diesmal durch Terroristen! Ein Kommentar.

(Archivfoto: AA)
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Von Thomas Bernhard

Es war einmal…ein Land, das Terrororganisationen und Terroristen bekämpfte…

Irgendwie verstehe ich, der doch schon einige Jahrzehnte Weltgeschichte erlebt und verfolgt hat, die Welt nicht mehr. So lange ich persönlich denken kann, gab es, auch ohne spezielle Abkommen und Verträge, eine Allianz der demokratisch freien Welt zum Kampf gegen Terror, Terroristen und Terrororganisationen. Und die USA waren nicht nur ein Bestandteil dieser Allianz, sondern standen mit einigen Anderen meist an deren Spitze.

Deshalb ist es mir unverständlich, warum genau dieses Land mit seinem Präsidenten Donald Trump an der Spitze nunmehr endgültig ohne Sinn und Zweck, sowie ohne Not, gemeinsame Sache mit Terroristen macht.

In Syrien und nicht nur dort, ist die Terrormiliz IS (Daesh) militärisch besiegt. Was dort jetzt folgen muss, ist ein demokratischer und friedlicher Neuaufbau im Sinne der syrischen Bevölkerung. Noch vorhandener oder sich neu organisierenden Terror muss auch dort mit polizeilichen und nachrichtendienstlichen Mitteln bekämpft werden.

Doch das Weiße Haus und das Pentagon in Washington haben das noch nicht kapiert. Man möchte stattdessen in vom Bürgerkrieg bereits arg gebeutelten Syrien weiterhin „Hand an die Zündschnur legen“ und diese brennen lassen. Und das auch noch, indem man Terroristen nicht bekämpft, sondern sich Dieser bedient und dadurch unterstützt.

Oder wie soll man es denn verstehen, wenn die Amerikaner, unter dem Deckmantel des in ihren Augen weiterführenden militärischen Kampfes gegen den militärisch geschlagenrn IS, nun in Syrien eine sogenannte Grenzschutztruppe mit 30.000 Mann unter maßgeblicher Beteiligung und Führung „der Veteranen der syrischen Demokratischen Kraft (SDF)“ aufzubauen, die dann auch die Hälfte der beteiligten Kämpfer stellen sollen.
Dazu muss man dann natürlich wissen, dass diese SDF nicht nur personell, sondern auch organisatorisch und kommandierenden weitgehend mit der PYD, dem syrischen Ableger der Terrororgarnisationen PKK, identisch ist.

Dieser Schritt, wenn er denn real würde, träge weder zur weiteren Dezimierung von IS-Gedankengut in den Köpfen Mancher, noch zur Befriedung Syriens bei, er würde stattdessen den internationalen Terrorismus der PKK-Miliz und all ihrer direkten und indirekten Ableger stärken und fördern. Und zur weiteren Erinnerung, genau diese Terrororganisationen PKK ist nicht nur in der Türkei und den EU-Staaten aus gutem Grund staatlich verboten, auch in den USA!

Wie ist das nun eigentlich zu bewerten, wenn die Trump-Administration über das amerikanische Pentagon in einem anderen Land Teile einer Terrororganisationen unterstützt, die im eigenen Land verboten ist?

Und, wie war das mit den Waffen, die die USA dieser von der YPD dominierten SDF für den Kampf gegen den IS zur Verfügung stellte und die, nachdem dieser militärisch besiegt sein würde, wieder „eingesammelt werden“ sollten? Mit Teilen dieser amerikanischen Waffen verübte die PKK, nachweislich, Terroranschläge in der Türkei. Sowohl gegen Angehörige der türkischen Sicherheitsbehörden, als auch gegen die Zivilbevölkerung der Türkei und in dem Land schutzsuchende syrische Flüchtlinge aus nicht-kurdischen syrischen Gebieten.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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