Serbien
Restaurant serviert nur Gerichte der Länder, die Kosovo nicht anerkannt haben

Belgrad (nex) – Während das Kosovo in diesem Jahr sein elfjähriges Bestehen feiert und im vergangenen Dezember die Gründung einer ersten eigenen Armee ankündigte, serviert ein Restaurant in Belgrad seit jüngstem nur Gerichte der Länder. die Kosovo nicht als Staat anerkannt haben. Madagaskar-Hackbraten, laotischer Schweinehals, Lesotho-Hühnerkebse oder schwarze Riesengarnelen, die mit einer pikanten Orangensauce getränkt sind. Bei den scharfen Garnelen handelt es sich um das Nationalgericht von Palau, einem wenig bekannten Archipel im Pazifischen Ozean, das im vergangenen Monat das letzte Land war, das die Anerkennung des Kosovo, einer ehemaligen serbischen Provinz, widerrief. „Jetzt kennt jeder in Serbien Palau“, sagte Vojin Cucic, der 29-jährige Besitzer des Restaurant mit dem Namen Korcagin, der Nachrichtenagentur AFP. Dieses spezielle Menü gebe es seit August 2017 „Seitdem haben wir Gerichte aus 65 Ländern zubereitet, von denen 13 auf der Liste besonders bevorzugt wurden, weil sie ihre Anerkennung des Kosovo entzogen haben.“ https://www.instagram.com/p/BqhndOZA7xn/ Zwei Jahrzehnte nachdem sich die ethnisch albanische Mehrheits-Provinz in einem Bürgerkrieg von Serbien gelöst hat, sind die Nachbarn immer noch feindlich gesinnt. Kosovo hat etwa im vergangenen Dezember begonnen, auf Waren, die aus Serbien und Bosnien-Herzegowina in den Kosovo importiert werden, 100 Prozent Zoll zu erheben.  Diese Entscheidung fiel nach einer Reihe von internationalen Rückschlägen für den jungen Balkan-Staat durch diplomatische Interventionen Belgrads. Unter anderem wurde Kosovo die Mitgliedschaft in der internationalen Polizeibehörde Interpol abgelehnt. Serbien, von Russland kräftig unterstützt, feiert dies als großen Sieg. 

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„Nachfahren der Osmanen“  Albanien: Restaurant nach Präsident Erdogan benannt

„Es wäre mir eine Ehre, ihn als meinen Gast willkommen heißen zu dürfen“, so Marinel Balla, Besitzer des Restaurants, gegenüber NEX24. „Im Menü gibt es auch eine Pizza mit dem Namen Erdogan“, betont Balla. Tomatensauce, Pizzakäse, Sahnecreme, Pastirma (getrockneter Schinken), Champignons und Thunfisch seien die Zutaten dieser Spezialität. Er habe das Restaurant so genannt, weil er ein großer Freund Erdogans und der Türkei sei.

Albanien: Restaurant nach Präsident Erdogan benannt
       

Russland
Uni-Gebäude in St.Petersburg eingestürzt: 21 Menschen unter Trümmern vermutet

St Petersburg (nex) – In der russischen Stadt St. Petersburg ist am Samstag ein Gebäude der Universität teilweise eingestürzt. Medienberichten zufolge seien mindestens 60 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Es wird vermutet, dass sich mindestens 21 Menschen unter den Trümmern befinden. Zu den Gründen wurden bisher noch keine Angaben gemacht. Über Opfer ist bisher nichts bekannt. Laut Medienberichten wurden in dem Gebäude  Reparaturarbeiten vorgenommen.      

Türkei
Istanbul: Weiteres Gebäude eingestürzt

Istanbul (nex) – Im Stadtteil Fatih der türkischen Millionenmetropole Istanbul, ist am Samstag ein dreistöckiges Gebäude eingestürzt. Ersten Erkenntnissen zufolge gebe es keine Verletzte. Feuerwehr und Rettungskräfte seien bereits vor Ort. Zum Zeitpunkt des Einsturzes habe sich niemand im Gebäude befunden. Zu den Gründen des Einsturzes wurden noch keine Erklärungen abgegeben. https://twitter.com/TC_OZEL_BURO/status/1096756348899909632 Immer wieder stürzen in der Türkei illegal errichtete Gebäude ein. 21 Menschen starben erst letzte Woche, als ein mehrstöckiges Gebäude in Istanbul einstürzte. Medienberichten zufolge seien drei der Stockwerke illegal errichten worden. Es gab bereits Festnahmen.  

Euphrat und Olivenzeig
Nach türkischen Militäroffensiven: 310.000 Syrer zurückgekehrt

Ankara (nex) – Nach den Militäreinsätzen der Türkei in Syrien seien bisher bereits 310.000 Syrer zurückgekehrt, sagte Ibrahim Kalin, Sprecher des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, in einem Tweet am Freitag. Dies sei eine „wichtige Errungenschaft der türkischen Friedensdiplomatie“, so Kalin weiter. Die Türkei werde sich weiterhin „ohne Diskriminierung für die Sicherheit und Würde aller Menschen einsetzen“. Nach vermehrten Terroranschlägen auf türkischem Boden, führte die Türkei zwischen 2016 und 2018 gegen die Terrororganisationen YPG und IS zwei grenzüberschreitende Militäreinsätze in Syrien durch – „Schutzschild Euphrat“ und „Olivenzweig„. Mit über drei Millionen Syrern beherbergt die Türkei die meisten Flüchtlinge aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land. Nach den Worten des türkischen Innenministers Süleyman Soylu habe die Türkei für die Beherbergung von Flüchtlingen bislang mehr als 25 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

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– Syrienkrieg – Syrische Kurden: YPG nicht unser Vertreter

Nuri Brimo, Vertreter des „Kurdischen Nationalrates“ (KNC) in Syrien, hat erneut verdeutlicht, dass die Terrororganisation PKK und ihr syrischer Ableger PYD nicht die Vertreter und auch kein Sprachrohr der Kurden sind. Auch seien diese keine militärisch-kurdische Armee. Darüber hinaus habe die terroristische Organisation stets Feindseligkeit zwischen Kurden und Arabern geschaffen.

Syrische Kurden: YPG nicht unser Vertreter

Kommunalwahlen in der Türkei
Alanya: Russin Anastasia Cetinkaya ist nun offiziell Bürgermeisterkandidatin

Alanya (nex) – Die russischstämmige Anastasia Petrova Cetinkaya hat sich am Mittwoch für die bevorstehenden Kommunalwahlen, die am 31. März in der Türkei stattfinden sollen, offiziell um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Alanya beworben. Laut ihren eigenen Angaben ist sie die erste, die sich beworben hat. Angekündigt hatte Cetinkaya ihr Vorhaben bereits Anfang Januar und schlug damit hohe Wellen in den türkischen Medien. Für die bevorstehenden Kommunalwahlen wurde in der Urlaubsmetropole Alanya erstmals eine in Russland geborene türkische Staatsangehörige als Bürgermeisterkandidatin nominiert. „Ich bin sehr aufgeregt und glücklich“, sagte sie gegenüber NEX24 am Donnerstag. „Wir setzen unsere Arbeit fort und informieren die Bürger Alanyas über unsere geplanten Projekte. Es gibt ein sehr großes Interesse“, so Cetinkaya. Vor allem junge Menschen und Frauen seien sehr unterstützend. „Wir können Alanya wohlhabender und effizienter machen. Wir glauben, dass Alanya das Potenzial hat. Ich bedanke mich bei allen für ihre Hilfe und werde mich weiter für Alanya einsetzen“, sagte die Bürgermeisterkandidatin in einem Gespräch mit NEX24. „Die Türkei hat mir so viel gegeben, und jetzt ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben. Die Türken schauen bei ihrem Gegenüber weder auf die Sprache, die Hautfarbe noch auf die Religion. Sie interessieren sich für dich als Menschen und deine Person. Da gibt es zwischen dem Osten und dem Westen oder den Tourismushochburgen keinen Unterschied. Man kann in Afyon, Mardin oder Gaziantep unterwegs sein und wird auch von Menschen, die man nicht kennt als Gast willkommen geheißen“, so Cetinkaya.  „Alanya ist eine perfekte Stadt und hat ein unglaubliches Potenzial. Es hat auch einige Probleme, die wir lösen sollten“, so die 36-Jährige. Die 1983 in Murmansk geborene Journalistin und Politologin Anastasia Petrova Cetinkaya hat im vergangenen Jahr die türkische Staatsbürgerschaft angenommen und lebt bereits seit acht Jahren in Alanya. Die unabhängige Kandidatin studierte in Russland und Norwegen und spricht fünf Sprachen. Sie habe sich drei Jahren lang auf die Wahlen am 31. März vorbereitet.

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– NEX24-Interview – Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“

Für die bevorstehenden türkischen Kommunalwahlen im März, wurde in der Urlaubsmetropole Alanya erstmals eine in Russland geborene türkische Staatsangehörige als Bürgermeisterkandidatin nominiert. In ihrem ersten Interview mit einem ausländischen Medium sprach Cetinkaya in ihrem Büro in Alanya mit NEX24.

Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“

Polizei-Schikane in Wien
Österreich: Fremdenpolizei verunstaltet Visafoto von türkischer Künstlerin Dilruba Balak

Wien (nex) – Bei einem Termin bei der Wiener Fremdenpolizei wurde der türkischen Künstlerin Dilara Balak das Visum verunstaltet. Obwohl sie vom niederländischen Generalkonsulat in Istanbul ein Drei-Monate-Visum für den Schengenraum erhielt, habe der Wiener Fremdenpolizist dieses nicht akzeptiert und es eine Fälschung genannt. Wie die österreichische Tageszeitung „der Standard“ weiter berichtet, habe der Beamte bei der Annullierung wie sonst üblich nicht nur die Barcodes übermalt, sondern auch das Foto von Balaks Gesicht mit heftigen Strichen unkenntlich gemacht. „Heutzutage ist ein jeder ein Künstler“, habe man ihr zu Beginn der englischsprachigen Befragung gesagt, so „der Standard“. „Dann hat mich der zuständige Amtsassistent raus auf den Gang geschickt und mich eine Stunde warten lassen“, zitiert „der Standard“ die Künstlerin. „Und als ich wieder eintreten durfte, wollte er meinen Pass haben.“ Der Mann habe den Kuli gezückt und drauflosgekratzt – und ihr das zerstörte Visum überreicht. Sein Kommentar: „Deal with it“ („Komm damit klar“). Ein Schreiben des Istanbuler Art Projects vom 28. Dezember sollen die Beamten vom Tisch gewischt haben. Ihren Plan, in Sachen Kunstprojekt nach Amsterdam zu reisen, habe sie aufgeben müssen. Stattdessen sei sie nach Istanbul zurückgekehrt, um das niederländische Visum von dort aus neu zu beantragen.  

Karriere
Arbeiten von überall – der Trend der Digitalen Nomaden

Die Art zu arbeiten steht in einem ständigen Wandel. Gab es früher noch keine Alternative zum typischen Nine-to-Five-Job im Büro, sieht dies heute schon ganz anders aus. Gleitzeiten, durch die sich Mitarbeiter ihren Arbeitsbeginn und Feierabend zu einem gewissen Grad selbst festlegen können, sorgten bereits vor einigen Jahren für mehr Flexibilität bei der Arbeit. Strikte Arbeitszeiten sind außer beim Schichtbetrieb heutzutage kaum noch üblich. Noch mehr Flexibilität und Unabhängigkeit konnte durch das zunehmende Angebot von Homeoffice-Lösungen erzielt werden. Mehr und mehr Unternehmen ermöglichen es heute ihren Mitarbeitern, zumindest tageweise von zu Hause aus zu arbeiten. Noch einen Schritt weiter gehen diejenigen, die vollkommen online arbeiten und sich ihren Lebensunterhalt über das Internet verdienen. Der Trend steigt stetig an mit immer mehr sogenannten digitalen Nomaden, die Reisen und Arbeiten miteinander verbinden und vollkommen ortsunabhängig Geld verdienen.

Die Arbeitswelt wird global

Durch die Digitalisierung verlieren Ländergrenzen zunehmend an Bedeutung. Konferenzen finden heute immer mehr virtuell statt, über das Internet kann auch mit Kollegen am anderen Ende der Welt in hoher Qualität telefoniert werden. Tatsächlich vor Ort zu sein wird somit immer unbedeutender. Unternehmen sehen darin Chancen und bieten ihren Mitarbeitern Homeoffice-Lösungen an. Zumindest zu einem gewissen Grad kann so die Arbeit auch von zu Hause oder jedem anderen Ort der Welt erledigt werden. Besonders wenn die Tätigkeit digital durchgeführt werden kann, wie etwa beim Programmieren, Schreiben und Designen, eignet sich das neue Arbeitskonzept. Viele bieten ihre Dienste vollkommen digital über das Internet an. Für Firmen ergeben sich so neue Möglichkeiten der Spezialistenrekrutierung, da diese nicht mehr zwingend im Büro erscheinen müssen und dementsprechend auch in einem anderen Land angeheuert werden können.

Selbstständig im Internet

Doch nicht nur Angestellte arbeiten zunehmend mobil, denn auch die Anzahl der Menschen, die sich mit einer digitalen Tätigkeit selbstständig machen, steigt. Das Internet hat eine Vielzahl an neuen Jobmöglichkeiten ins Leben gerufen. Viele Selbstständige schreiben ihren eigenen Blog, betreiben Affiliate Marketing oder verkaufen etwas über das Internet. Softwareentwickler, Web-Designer, Übersetzer und Texter bieten ihre Services häufig in Form eines Freelancer-Daseins an, und auch dem Coaching und Videostreaming kommt zunehmend Bedeutung zu. So werden inzwischen verschiedenste Kurse über das Internet angeboten, so gibt es Tutorials zum Thema Online Arbeiten, Yogastunden erfolgen über Video und Sprachen werden über Skype unterrichtet. Auch Spiele werden heute über Videoplattformen übertragen. Professionelle eSportler und Pokerspieler streamen ihre Spiele online und verdienen damit Geld, indem andere ihnen zusehen und von den besten Strategien im Poker und Videospiel lernen. Durch Videoplattformen wie Twitch und YouTube werden solche Tätigkeiten heute ermöglicht.

Der digitale Nomade

(Beispielfoto: pxhere)
Durch neu gefundene Arten des Geldverdienens im Internet hat sich der Trend der digitalen Nomaden entwickelt. Immer mehr Menschen machen sich selbstständig, um online zu arbeiten während sie die Welt bereisen. Anstatt im Büro zu sitzen, wird im Café, am Strand oder auch in sogenannten Coworking Spaces gearbeitet, und das vollkommen orts- und häufig auch zeitunabhängig. Wahre Hotspots für eine solche Art zu Arbeiten sind in erster Linie Ziele in Südostasien, wie Bali und Thailand, und Südamerika, wie Chile. Beim Arbeiten online kann man sich an solchen Orten unterschiedliche Lohnniveaus zunutze machen, indem man starke Währungen wie Dollar verdient, während man auf günstigen Währungen wie Pesos lebt. Auch bei einem verhältnismäßig geringen Einkommen kann man so eine hohe Kaufkraft erlangen. Digitale Nomaden erfüllen sich mit dieser Art zu Leben den Traum vom unbegrenzten Reisen. Eine solche Arbeitsweise kommt mit vielen Freiheiten und viel Flexibilität, allerdings sind Eigenverantwortung, eine Entgrenzung der Arbeitszeit und Freizeit und damit einhergehende Risiken ständige Begleiter. Der Alltag wird in der heutigen Zeit ständig digitaler, da bleibt auch die Arbeitswelt nicht verschont. Die Art zu arbeiten hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. An Stelle von strikten Arbeitszeiten und fest definierten Arbeitsplätzen treten ein höherer Grad an Flexibilität und Ortsunabhängigkeit. Homeoffice-Lösungen werden stärker unterstützt und remote Arbeit für digitale Nomaden immer beliebter. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Markt auch in Zukunft noch entwickeln wird.

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– Amt für Auslandstürken – Hochschulbildung: „Die Türkei entwickelt sich zum globalen Zentrum“

Die Türkei wird bis zum Jahr 2020 etwa 200 Tausend ausländische Studenten zulassen und somit ein globales Zentrum für Hochschulstudium werden, so der Vorsitzende des Amtes für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften (YTB), Abdullah Eren.

Hochschulbildung: „Die Türkei entwickelt sich zum globalen Zentrum“

Amt für Auslandstürken
Hochschulbildung: „Die Türkei entwickelt sich zum globalen Zentrum“

New York (nex) – Die Türkei wird bis zum Jahr 2020 etwa 200 Tausend ausländische Studenten zulassen und somit ein globales Zentrum für Hochschulstudium werden. Bei einer Rede im UNO-Hauptquartier in New York City sprach der Vorsitzende des Amtes für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften (YTB), Abdullah Eren, „Türkei-Stipendien“ an, mit dem man ausländischen Bewerbern in der Türkei ein Studium ermöglicht, berichtet TRT. Laut den Zahlen von 2019 gäbe es weltweit etwa sieben Millionen Studenten, die im Ausland studieren, davon mehr als 150 Tausend in der Türkei. Diese Zahl sei in den vergangenen 10 Jahren um das 7-Fache gestiegen, so Eren weiter. Die YTB vergebe an 17.000 ausländischen Studenten Stipendien. „Die Türkei möchte bis 2020 etwa 200 Tausend ausländische Studenten zulassen. Wir haben das Ziel, die Türkei zu einem globalen Zentrum des Hochschulstudiums zu verwandeln“, zitiert TRT Eren. Bei seinem Besuch in New York kam Eren im Generalkonsulat der Türkei auch mit türkischen Studierenden zusammen. Das YTB ist ein Amt der türkischen Republik und hat etwa 300 Mitarbeiter. Das Amt wurde gesetzlich am 6. April 2010 errichtet und untersteht dem Präsidenten der Türkei.
Zu den Aufgaben gehört die Zusammenarbeit mit den türkischen Staatsangehörigen, Türkeistämmigen und ihren Verbänden im Ausland zu entwickeln und Aktivitäten zu koordinieren. Das Amt arbeitet auch mit den Muslimen auf dem Balkan zusammen. Es verfügt über ungefähr 300 Mitarbeiter.

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– Frauen in der Wissenschaft – Türkei: Anteil weiblicher Wissenschaftler höher als in Frankreich oder Deutschland

Der Anteil weiblicher Wissenschaftler und Ingenieure in der Türkei lag 2017 laut Eurostat-Erklärung vom Montag deutlich über dem EU-Durchschnitt.

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Berlin
Türkei begrüßt Schließung von PKK-Verlagen in Deutschland

Berlin (nex) – Die Türkei begrüßte am Donnerstag die jüngste Entscheidung Deutschlands, zwei PKK-nahe Verlage zu verbieten. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte die türkische Botschaft in Berlin der Nachrichtenagentur Anadolu und fügte hinzu, dass die Türkei von den deutschen Behörden weitere Schritte erwartete, um „die Propaganda-, Rekrutierungs- und Spendenaktionen der terroristischen Organisation zu unterbinden“. Am Dienstag verbot das Bundesinnenministerium zwei Vereinigungen, die zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehören sollen. Nach Ministeriumsangaben nutzt die Terrororganisation Deutschland als Rückzugsraum und zur Rekrutierung von Nachwuchs. Bei den Verlagen handelt es sich um die „Mezopotamien Verlag und Vertrieb GmbH“ sowie die „MIR Multimedia GmbH“ im nordrhein-westfälischen Neuss. „Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an. Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“, schreibt dazu Eva Quadbeck in der Rheinischen Post am Mittwoch. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.

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„Deutscher Imperialismus“: PKK droht BRD mit Terror

PKK-nahe Organisationen drohen in einer Erklärung Deutschland mit Terror. Der Krieg in Nordsyrien gegen die YPG werde vor allem seitens des deutschen Kapitals unterstützt und finanziert.

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Warnstreiks
Mehr Gehalt für Stahlarbeiter: IG Metall verteidigt Forderungen

Düsseldorf – Die IG Metall hat ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt und einem Urlaubsgeld von 1800 Euro für die Stahlarbeiter verteidigt. Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und zugleich Verhandlungsführer, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Das Volumen ist ordentlich, aber angemessen.“ Den Verweis auf ein sich eintrübendes konjunkturelles Umfeld ließ er nicht gelten: „Für die Arbeitgeber war entweder das zurückliegende Jahr zu schwierig, oder aber die Konjunkturaussichten sind zu düster. Da wünsche ich mir mehr Realitätssinn“, sagte er. Wenn man die Arbeitgeberseite reden höre, wähne man sich in der Rezession, sagte der Gewerkschafter. „Wir befinden uns in einer stabilen Seitwärtsbewegung, und da bekommt man auch ordentliche Tarifabschlüsse hin.“ Giesler warnte zugleich mit Blick auf die anhaltenden Warnstreiks: „Wenn die Arbeitgeber auch beim nächsten Treffen unbeweglich bleiben, dann, glauben Sie mir, wird die Branche mit dem höchsten gewerkschaftlichen Organisationsgrad die passende Antwort darauf finden. Steigerungsfähig sind wir.“ Der letzte richtige Streik sei 40 Jahre her. „Die Arbeitgeber sollten sich deshalb aber nicht in Sicherheit wiegen: Wir könnten das aus dem Stand heraus. Wir fordern derzeit bereits die Beschäftigten dazu auf, Notdienstvereinbarungen in ihren Betrieben zu schließen.“