Menschenrechtsverletzungen in China
Katar entschuldigt sich für Brief gegen Uiguren

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Von Massimo Introvigne Am 20. August haben Bloomberg und andere Quellen verkündet, dass Katar offiziell seine Unterschrift unter dem Brief vom 12. Juli zurückgezogen hat, in dem 37 Länder Chinas Internierung von drei Millionen Uiguren sowie Hunderttausenden ethnischer Kasachen und anderer Muslime in den gefürchteten Transformation-durch Bildung-Lagern in Xinjiang unterstützt haben. Bloomberg hat fälschlicherweise 22 Länder genannt, die einen Gegenbrief unterzeichnet hätten, in denen die Lager verurteilt werden. Tatsächlich haben – mit Italien – mittlerweile 23 Länder unterzeichnet. Die Länder der Achse der Schande wurden nun von 37 auf 36 reduziert. Diese sind: Russland (welches den Brief initiiert hatte), Algerien, Angola, Bahrain, Weißrussland, Bolivien, Burkina Faso, Burundi, Kambodscha, Kamerun, die Komoren, die Republik Kongo, Kuba, die Demokratische Republik Kongo, Ägypten, Eritrea, Gabun, Kuwait, Laos, Myanmar, Nigeria, Nordkorea, der Oman, Pakistan, die Philippinen, Saudi-Arabien, Somalia, der Südsudan, der Sudan, Syrien, Tadschikistan, Togo, Turkmenistan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Venezuela und Simbabwe. Während manche Medien vermuten, dass Katar sich zurückgezogen hat, weil es US-Unterstützung bei seinem regionalen Konflikt mit Saudi-Arabien benötigt, berichten Bitter Winter-Korrespondenten aus der Region, dass die Regierung sich aus anderen Gründen aus der Achse der Schande zurückgezogen hätte: In der lokalen Zivilgesellschaft und unter den Intellektuellen herrscht weit verbreiteter Unmut darüber, dass Katar die sunnitischen Glaubensgenossen, die in China verfolgt werden, im Stich gelassen hat. Dieses Jahr hat Katar bereits in letzter Minute die Deportation des uigurischen Menschenrechtsaktivisten Ablikim Yusuf nach China gestoppt und ihm stattdessen einen Flug in die USA erlaubt. Die Länder der Achse der Schande arbeiten jedoch weiterhin mit dem chinesischen Sicherheitsdienst zusammen – sie nehmen uigurische Flüchtlinge fest und deportieren sie nach China. Vor kurzem gelangten Einzelheiten über eine umfangreiche Aktion ans Licht, die 2017 heimlich von ägyptischen und chinesischen Staatssicherheitsvertretern in Ägypten durchgeführt wurde.
Erschienen auf Bitter Winter

Zum Thema

– Menschenrechte – Islam in China: Immer mehr Unternehmen werden Opfer der „Anti-Halal“-Kampagne

In den Provinzen Chinas mit einer beträchtlichen Anzahl von Hui-Muslimen werden Symbole, die mit dem Islam zu tun haben, weiterhin entfernt oder verdeckt.

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Massimo Introvigne (14. Juni 1955 in Rom) ist ein italienischer Religionssoziologe. Er ist Gründer und Geschäftsführer des Zentrums für Studien zu neuen Religionen (CESNUR), einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern, welche sich mit neuen religiösen Bewegungen auseinandersetzen. Introvigne ist Autor von mehr als 70 Büchern und über 100 Artikel im Fachgebiet der Soziologie und Religion. Er war Hauptautor der „Enzyklopädie von Religionen in Italien“. Er ist Redaktionsmitglied vom „Interdisciplinary Journal of Research on Religion“ und der Geschäftsleitung der Universitätszeitung von Kalifornien „Nova Religio“. Vom 5. Jänner bis 31. Dezember 2011 hat er in der Organisation für Sicherheit und Kooperation in Europa (OSZE) als Vorsitzender zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gearbeitet, mit speziellem Fokus auf die Diskriminierung von Christen und Mitgliedern anderer Religionen. Von 2012 bis 2015 war er Vorsitzender im Observatorium für Religionsfreiheit, eingerichtet vom italienischen Außenministerium, um Probleme der Religionsfreiheit weltweit zu überwachen.

 

Reisen
Pegasus-Airlines startet Preis-Kampagne: 1-Euro-Flugtickets!

Istanbul – Kaum zu glauben, aber wahr! Die türkische Fluggesellschaft Pegasus Airlines startete am gestrigen Donnerstag eine Mega-Preiskampagne: 1-Euro-Tickets! Man sollte sich jedoch beeilen – das Angebot gilt nur für einen kurzen Zeitraum und ist auf 50.000 Tickets beschränkt. Die Kampagne startete am gestrigen Donnerstag um 18 Uhr (17 Uhr MEZ) und endet am Sonntag, den 25.8.2019 um 23.59 Uhr  Ortszeit (22.59 Uhr MEZ). Die Käufe müssen bis zu der genannten Uhrzeit bereits abgeschlossen sein. Wie das Unternehmen mitteilt, gilt das Angebot nur auf der Seite flypgs.com und der dazugehörenden App. Allerdings gilt das Angebot nur für Direktflüge zu ausgewählten Städten im Zeitraum vom 20. November 2019 (00.01 Uhr Ortszeit) bis zum 15. Dezember 2019 (23.59 Uhr Ortszeit). Zum Flugpreis von 1 Euro kommen noch die Steuern und Gebühren hinzu. Antalya – Krasnodar – Antalya İstanbul Sabiha Gökçen – Amsterdam – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Athen- İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Barcelona – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Basel – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Belgrad – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Berlin – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Bologna – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Brüssel – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Budapeşt – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Bükarest- İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Genf – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Düsseldorf – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Frankfurt – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Grosny – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Hamburg – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Hannover – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Charkiw – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Kopenhagen – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Köln – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Krasnodar – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – London – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Lwiw – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Lyon – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Madrid – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Manchester – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Marseille – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Mailand – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Mineralnye Vody – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Moskau – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – München – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Oslo – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Paris – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Prag – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Priştina – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Rom – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Rotterdam – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Sarajewo – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Stockholm – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Stuttgart – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Tiflis – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Tirana – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Skopje- İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Venedig – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Wien – İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Saporischschja- İstanbul Sabiha Gökçen İstanbul Sabiha Gökçen – Zürich – İstanbul Sabiha Gökçen İzmir – London – İzmir Ankara – Kiew – Ankara Mehr Infos:

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Flixbus übernimmt das türkische Unternehmen Kamil Koc und weitet sein Angebot auf die Türkei aus.

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Sachsen
De Maizière: Die AfD sammelt die Unzufriedenen ein

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Die Probleme der CDU in Sachsen liegen nach Einschätzung von Ex-Innenminister Thomas de Maizière auch an mangelnder Dynamik nach fast 30 Jahren ununterbrochener Regierungsverantwortung. „Die sächsische Union wird von den Menschen für jedes mögliche Problem im Land verantwortlich gemacht. Das liegt daran, dass die CDU hier seit 1990 regiert. Sachsen hat nicht mehr die Dynamik wie in den 90er Jahren“, sagte der CDU-Politiker der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Kein Bundesland sei in den 1990er Jahren so schnell bei der Erteilung von Baugenehmigungen gewesen wie Sachsen. „Heute löst die Bürokratie oft Verdruss aus. Der ländliche Raum ist leider schlechter geredet worden, als er es ist. In Sachsen geht es dem ländlichen Raum nämlich besser als in anderen Bundesländern“, sagte de Maizière, der von 1999 bis 2005 der Regierung in Dresden angehörte. Er betonte mit Blick auf die AfD: „Für die CDU in Sachsen gilt wie für alle der Parteitagsbeschluss von 2018, den ich als Vorsitzender der Antragskommission vorbereitet habe. Wir lehnen eine Koalition und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der AfD ab.“ Im Wahlkampf sei die AfD „total passiv“. De Maiziere: „Sie ist einfach nur da und sammelt die Unzufriedenen ein.“

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Die Behörden registrieren immer mehr Gewalttaten gegen Politiker und Parteivertreter.

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Steuerpolitik
SPD will mit Vermögenssteuer Wohnen und Klimaschutz finanzieren

Die Sozialdemokraten wollen mit der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer die staatlichen Einnahmen um bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr erhöhen und damit mehr öffentliche Investitionen ermöglichen. „Nach unseren Vorstellungen sollen diejenigen, die gerade in den vergangenen Jahren überproportional von der wirtschaftlichen Lage, selbst in der Finanzmarktkrise 2008/2009, profitiert haben, einen größeren Beitrag für die nötigen Investitionen leisten, also für die Infrastruktur, fürs Wohnen und für den Klimaschutz“, sagte der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Das seien vorrangig Multimillionäre und Milliardäre. Allein im kommunalen Bereich fehlten Investitionsmittel von 150 Milliarden Euro. „Wir kalkulieren mit bis zu zehn Milliarden Euro, die aus einer Vermögenssteuer kommen können.“ Schäfer-Gümbel betonte, auch Kapitalgesellschaften sollten einbezogen werden. Er sagte weiter: „Wir orientieren uns am Schweizer Modell. Dazu gehört, dass wir Regeln einbauen wollen, die bei wirtschaftlicher Schieflage zusätzliche Probleme verhindern.“ Deshalb seien Verschonungsregeln vorgesehen. „Wir wollen mit Freibeträgen arbeiten, sodass die Vermögensteuer erst ab einem bestimmten Vermögenswert fällig wird.“ Schäfer-Gümbel will sein Vermögenssteuerkonzept am Montag ins SPD-Präsidium einbringen. Im Dezember soll es der Parteitag beschließen. Der kommissarische SPD-Chef verwies darauf, dass es in anderen Ländern deutlich höhere Vermögensteuern gibt, als die SPD sie für Deutschland plant. In den USA liege der Anteil bei 4 Prozent, in Frankreich und Großbritannien bei über 4. „Wenn wir die Vermögensteuer mit einem Prozent einführen, sehe ich nicht, dass das deutschen Unternehmen international schaden würde.“

Türkei
Erdogan: Türkei wird im östlichen Mittelmeer weiterhin nach Erdgas suchen

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Ankara – Die Türkei wird die Erkundung der „Kohlenwasserstoffressourcen im östlichen Mittelmeerraum entschlossen fortsetzen“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Ankara nach seinem Treffen mit Ersin Tatar, dem Premierminister der Türkischen Republik Nordzypern (TRNC). Erdogan machte die unversöhnliche Haltung der griechisch-zyprischen Seite für den anhaltenden Zypern-Konflikt verantwortlich. „Im östlichen Mittelmeerraum kann kein Projekt realisiert werden, das die Türkei oder die Türkische Republik Nordzypern ignoriert“, warnte der türkische Staatschef. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum wiederholt angefochten und betont, dass auch die Türkische Republik Nordzypern (TRNC) Rechte an den Ressourcen in der Region hat. Seit dem Frühjahr dieses Jahres hat Ankara zwei Bohrschiffe – Fatih und zuletzt Yavuz – in das östliche Mittelmeer geschickt, um das Recht der Türkei und der Türkischen Republik Nordzypern (TRNC) auf die Ressourcen der Region geltend zu machen. Das erste seismische Schiff der Türkei, die Barbaros Hayrettin Pasa, die 2013 in Norwegen gekauft wurde, erkundet seit April 2017 das Mittelmeer. Im Juli haben die Außenminister der EU-Staaten in Reaktion auf die umstrittenen türkischen Erdgas-Erkundungen vor Zypern Strafmaßnahmen gegen die Türkei beschlossen. Unter anderem sollen EU-Gelder für Ankara gekürzt und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen eingestellt werden. Die türkische Regierung zeigte sich jedoch unbeeindruckt von den angekündigten Strafmaßnahmen und entsandte am darauffolgenden Tag ein viertes Bohrschiff Richtung Zypern. Der EU-Beschluss, die Türkei zu sanktionieren, würde die Spaltung auf Zypern „nur vertiefen“ und hätte keine Auswirkungen auf die Türkei, sagte der Sprecher der regierenden AKP, Ömer Celik, nach den Ankündigungen. „Es ist klar, dass ihr Vorgehen nicht mehr bringen wird, als die Spaltung auf der Insel Zypern zu vertiefen. Diese Sanktionen haben keine Auswirkungen auf die Türkei“, sagte Celik vor Journalisten in Ankara. Die türkischen Bohrschiffe Fatih und Yavuz würden ihre Arbeit im östlichen Mittelmeer fortsetzen, so Celik. Auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu zeigte sich unbeeindruckt: „Wenn Sie [EU] solche Entscheidungen gegen die Türkei treffen, werden wir die Aktivitäten [im östlichen Mittelmeerraum] verstärken. Wir haben drei Schiffe im östlichen Mittelmeer. Wir werden ein viertes Schiff so schnell wie möglich entsenden. Sie sollten verstehen, dass sie mit der Türkei nicht so umgehen können. Wir entscheiden, was wir auf unserem eigenen Kontinentalschelf tun werden“, sagte Cavusoglu auf einer Pressekonferenz. Zypern wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei als Garantiemacht interveniert hatte. Die türkische Regierung hatte unter Premierminister Bülent Ecevit entschieden, am 20. Juli 1974 türkische Truppen auf die Insel zu entsenden, um eine ethnische Säuberung durch die nationalistische Regierung zu verhindern, die infolge eines von Griechenland unterstützten Putsches gegen den zyprischen Präsidenten, Erzbischof Makarios, an die Macht gekommen war. Die Putschisten strebten damals den Anschluss der gesamten Insel an das ebenfalls von einer Militärjunta regierte Griechenland an.

Bereits in den Jahren vor dieser Entwicklung hatte es vielfach Übergriffe und Pogrome gegen die türkische Bevölkerung auf Zypern gegeben. Die unter dem Namen „Operation Atilla“ durchgeführte Militäraktion führte in weiterer Folge zum Ende der Militärdiktatur in Griechenland, die türkischen Truppen blieben dennoch auf Nordzypern stationiert und 1983 erklärte der dort entstandene De-facto-Staat unter dem bis 2005 regierenden Langzeitpräsidenten Rauf Denktaş seine Unabhängigkeit. In den letzten Jahren gab es mehrere Versuche, die Insel zu einigen, 2004 scheiterte jedoch ein Referendum zur Wiedervereinigung an einer „Nein“-Mehrheit im griechischen Teil.

Frankenthal
Zu laut: Ordnungsamt beendet Fußball-Pokalspiel beim Elfmeterschießen

Weil direkte Anwohner über den Lärm auf und neben dem Spielfeld geklagt hatten, ist am Dienstagabend in Frankenthal das Pokalmatch zwischen Pirates F.C. (C-Klasse) und dem SV Studernheim (B-Klasse) mitten im Elfmeterschießen beim Stand von 3:3 von Mitarbeitern Ordnungsamtes abgebrochen worden. Wie die Tageszeitung Rheinpfalz weiter berichtet, verwies eine Sprecherin der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Blattes darauf, dass die geltende Hausordnung für den Hartplatz der Friedrich-Ebert-Schule, der mitten im Wohngebiet Pilgerpfad liegt, ein Spielende um 21.30 Uhr vorschreibe. Ab 22 Uhr gelte dann Nachtruhe, der Abbruch sei wiederum um 22.25 Uhr durchgesetzt worden. Die ausstehenden Elfmeter noch ausführen zu lassen, sei insofern keine Option gewesen, berichtet Rheinpfalz weiter. „Fünf Minuten länger – und alles wäre erledigt gewesen“, kritisiert der Vorsitzende des Fußballkreises Rhein-Pfalz, Peter Schakewitsc, am Mittwoch das aus seiner Sicht fehlende Fingerspitzengefühl der Beamten vor Ort. Er habe in den langen Jahren als Verbandsfunktionär „so etwas Kleinliches noch nicht erlebt“, schreibt Rheinpfalz. Jetzt müsse für die Wiederholung des Spiels ein neuer Termin gefunden werden, was finanziellen und organisatorischen Aufwand für Verband und Vereine bedeute. https://www.facebook.com/PiratesFC2017/posts/1090346864501976

Istanbul-Izmir
Türkei: Über 1,7 Millionen Fahrzeuge passierten neue Autobahnstrecke während der Feiertage

Rund 1.745.614 Fahrzeuge nutzten die neu eröffnete Autobahn Istanbul-İzmir während der Feiertage vom 10. bis 18. August, so Minister Cahit Turhan, Minister für Transport und Infrastruktur. „Es nutzten somit 50 % mehr Autofahrer diese Autobahn, als laut dem Betreibermodell (BOT Build Operate Transfer) notwendig wären.  So haben unsere Bürger denjenigen eine passende Antwort gegeben, die allein aufgrund ihrer oppositionellen Haltung gegen dieses Megaprojekt Einspruch erhoben haben, sagte Turhan Reportern in der Hauptstadt Ankara. An den Zahlen sähe man, dass sowohl für die neue Osman-Gazi-Brücke als auch für die neue Autobahn ein Bedarf bestehe. Das Autobahnprojekt Istanbul-İzmir hat eine Gesamtlänge von 426 Kilometern, darunter eine 384 Kilometer lange Autobahn und 42 Kilometer der Zugangsstraße. Die Osmangazi-Brücke, ein wichtiger Bestandteil des Projekts, wurde bereits 2016 eröffnet. Allein auf der Osmangazi-Brücke passierten 353.739 Fahrzeuge während der Feiertage, sagte Turhan. Das Megaprojekt, das die nach Einwohnerzahl größte Stadt der Türkei, Istanbul, mit ihrer drittgrößten Stadt, Izmir, an der ägäischen Küste, verbindet, verkürzt die Reisezeit zwischen den beiden von achteinhalb Stunden auf etwa dreieinhalb Stunden. Das Autobahnprojekt schuf während des Baus Arbeitsplätze für 8.500 Menschen, und weitere 6.100 Menschen werden während des Betriebs beschäftigt sein. „Mit der Nutzung der Autobahn wird ein Rückgang der CO2-Emissionen pro Automobil um 26 Kilogramm prognostiziert, während insgesamt für alle Fahrzeugtypen pro Jahr ein Rückgang von 375.000 Tonnen[der CO2-Emissionen] zu verzeichnen ist“, sagte Turhan.  

Interpol-Fahndung
Polnische Polizei fahndet nach mutmaßlicher Drogen-Patin Magdalena Kralka

Warschau – Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat auf Antrag der polnischen Ermittlungsbehörden die mutmaßliche Drogen-Patin Magdalena Kralka zur Fahndung ausgeschrieben. Interpol gab eine „Rote Notiz“ an ihre 194 Mitgliedsländer heraus, Die 30-jährige Polin wird beschuldigt, der Kopf einer Drogenorganisation zu sein. Kralka habe im Zeitraum von zwei Jahren in den Gebieten Woiwodschaft Westpommern und Malopolski 65 Kg Marihuana und Kokain vertrieben. Nach der Festnahme des früheren Kopfes der Organisation 2017 ist Kralka an seine Stelle getreten, so die polnische Polizei. Ihre Gruppe habe auch Verbindungen zu den berüchtigten Krakauer Fußball-Hooligans gehabt und diese auch mit Drogen beliefert, berichtet Daily Mail. Kralka ist 1,72 Meter groß und von schlanker Statur. Sie hat blonde Haare und grüne Augen. Als letzten bekannten Aufenthaltsort gab die Polizei die südpolnische Stadt Krakau an. https://www.facebook.com/Malopolska.Policja/photos/a.578930048843617/2964055066997758/?type=3&theater
(Foto: Screenshot)

Balkan
Kosovo: Parlament aufgelöst

Pristina – Das kosovarische Parlament hat sich am Donnerstag selbst aufgelöst. Bei einer Abstimmung sprachen sich 89 der 120 Abgeordneten für eine Selbstauflösung aus. Somit hat das Parlament den Weg für Neuwahlen freigemacht. Präsident Hashim Thaci muss nun innerhalb von 30 bis 45 Tagen einen Termin für vorgezogene Parlamentswahlen festlegen. Im vergangenen Monat hatten mehrere Parteien Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet.  Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK.
Ein Sondertribunal in Den Haag hat ihn wegen seiner Rolle bei dem Aufstand gegen die serbischen Streitkräfte 1998-99 als Verdächtiger für Kriegsverbrechen vorgeladen.

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– Balkan – Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt

16 Monate nach der umstrittenen Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen aus dem Kosovo in die Türkei im März 2018 sollen 22 Mitglieder der kosovarischen Polizei in einem Bericht genannt worden sein, der sie mit dem vom Polizeiinspektorat des Kosovo, IPK, veröffentlichten Fall verbindet.

Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt
 

Berlin
Nach Streit um Uiguren: Digitalausschuss sagt China-Reise ab

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Die für morgen geplante Reise des Digitalausschusses des Bundestags ist nun offiziell abgesagt. Ausschusssprecher Schipanski bedauert, dass es von Chinas Seite nicht mehr Akzeptanz gegeben hat – dennoch setzen die Parlamentarier weiter auf den Dialog mit Peking. Nach dem Streit um das Einreiseverbot für die Grünen-Menschenrechtsexpertin Margarete Bause (Grüne) musste der Bundestagsausschuss Digitale Agenda seine für Freitag geplante Reise nach China absagen. Aufgrund der geplanten Teilnahme von Bause sei der gesamten Delegation keine Einladung seitens der Volksrepublik ausgesprochen worden. „Daher kommt diese Reise nun nicht zustande“, erklärte Tankred Schipanski (CDU), Sprecher des Digitalausschusses und Leiter der Delegationsreise, auf Anfrage des „Tagesspiegel“-Fachdienstes „Background Digitalisierung & KI“. „Ich bedauere das sehr“, sagte Schipanski. Er habe „mehr Akzeptanz dafür erwartet, dass es eine selbstbestimmte Entscheidung des Bundestages ist, wer an einer Delegation teilnehmen darf.“ Dennoch setzen Peking und die Parlamentarier weiter auf einen Dialog. Die chinesische Botschaft habe mitgeteilt, dass „eine Einladung auf Grundlage der ursprünglich gemeldeten Delegation grundsätzlich zu einem späteren Zeitpunkt besteht“, sagte Schipanski. „Diese Option sollten wir prinzipiell offenhalten“, betonte er, denn: „Zum einen muss es unser Interesse als Parlamentarier sein, den Dialog fortzusetzen. Zum anderen ist China einer der führenden Akteure im Bereich digitale Technologie und Innovation“, deshalb sei der Austausch für den Ausschuss Digitale Agenda „von großem Interesse“. Insbesondere auch deshalb, „da aufgrund unserer unterschiedlichen staatlichen Systeme im Bereich der Digitalisierung auch ein unterschiedliches Verständnis von Datenschutz, Privatheit und Selbstbestimmung besteht“. Deutschland und China würden in vielen Bereichen „partnerschaftlich zusammenarbeiten“, trotzdem würden „grundsätzliche Meinungsunterschiede bezüglich der Freiheits- und Menschenrechte“ bestehen. Deshalb seien ein regelmäßiger Rechtsstaatsdialog und ein Menschenrechtsdialog etabliert worden.