Islam
Zentralrat der Muslime: Illegales Schächten ist Reaktion auf staatliche Überregulierung

Mazyek verteidigt Ausnahmegenehmigungen: Schwer mit Importen zu lösen Osnabrück – Der Zentralrat der Muslime in Deutschland verteidigt Ausnahmegenehmigungen zum Schächten von Tieren anlässlich des islamischen Opferfestes. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek: „Die Tradition sagt, dass eine Familie zum Beispiel ein Lamm schlachtet und es selbst verteilt. Das ist etwas schwierig mit Importen zu lösen.“ Vor dem Hintergrund der Debatte um ein Schächtverbot in Niedersachsen kritisierte Mazyek auch die staatlichen Vorgaben für diese Schlachtmethode: Neben Ausnahmen und Importen „wird auch illegal geschächtet, ohne staatliche Aufsicht“. Das sei ein Problem, so Mazyek. „Es ist aber eine Reaktion auf die staatliche Überregulierung in diesem Bereich, vor der wir schon damals gewarnt haben.“

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– Opferfest – Türkei: 35.000 verletzte Amateur-Schlachter bei Opferfest

Obwohl ihnen hohe Geldstrafen drohen schlachten viele Türken beim islamischen Opferfest ihre Schafe und Rinder auf der Straße oder an anderen nicht dafür geeigneten Orten. Wie jedes Jahr aufs Neue, verletzten sich dabei auch heuer Tausende Amateur-Schlachter.

Türkei: 35.000 verletzte Amateur-Schlachter bei Opferfest

Islamfeindlichkeit
Bombendrohungen: Zentralrat der Muslime fordert mehr Polizeischutz für Moscheen

Mehr Bombendrohungen als bislang bekannt  Osnabrück – Der Zentralrat der Muslime in Deutschland fordert angesichts von Übergriffen und Bombendrohungen mehr Polizeischutz für Moscheen. Der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, er plädiere für „ein neues Sicherheitskonzept, denn die Gefahrensituation für muslimische Einrichtungen hat sich grundlegend verändert“. Bundesweit seien in diesem Jahr nur wenige Fälle von Bombendrohungen gegen Moscheen öffentlich geworden, es gebe aber mehr, erklärte Mazyek. „Wir als ZMD wissen von 18 Fällen, die Dunkelziffer dürfte noch höher sein.“ Viele Moscheen wollten jedoch nicht, dass entsprechende Informationen nach außen drängen, denn sie fürchteten Trittbrettfahrer. „Es braucht Symbolpolitik“ Mazyek forderte Politiker auf, betroffene Moscheen zu besuchen. „Das ist zwar Symbolpolitik, aber es braucht Symbole in diesem Zusammenhang.“ Wenn dieses ausbleibe, hätten alle verloren. „Und wenn eine Minderheit angegriffen wird, dauert es nicht lange, bis es die nächste Minderheit trifft.“ Der Zentralratsvorsitzende kritisierte: „Es ist fatal, wenn die öffentliche Empörung ausbleibt und diese Vorgänge nicht als Gefahr gegen die Demokratie als solche verstanden werden.“

Panorama
Im Kreis Euskirchen mehrere Kinder ohne Hand geboren

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Im Kreis Euskirchen hat es offenbar ähnlich wie in Gelsenkirchen eine ungewöhnliche Häufung von Neugeborenen mit Handfehlbildung gegeben. Das berichtete der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Kölnischen Rundschau“. „Ich weiß von drei Fällen aus den letzten Monaten, in denen Kinder mit nur einer Hand geboren wurden“, so Seif. In einem Schreiben bat er Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), ein Frühwarnsystem auf Bundesebene anzustoßen. So könne möglicherweise festgestellt werden, ob bestimmte äußere Einflüsse verantwortlich seien, auch wenn nicht immer die Ursache ermittelt werden könne. Bei seinen Nachforschungen vor sechs Monaten habe sich keine öffentliche Stelle verantwortlich gesehen, so Seif. Statistisch werde bundesweit und kreisweit lediglich ermittelt, wie viele Menschen mit Behinderungen es gebe. Darüber hinausgehende individuelle statistische Erhebungen, ob bei Neugeborenen eine Behinderung vorliege und um welche Art von Behinderung es sich handele, gebe es nicht.

Fernsehen
Türkische TV-Serien: Fans aus den USA, Kanada und Südamerika besuchen Türkei

Istanbul – Eine internationale Gruppe von Fans türkischer TV-Serien organisierte eine Reise in die Türkei, bei der sie am Samstag in einem Hotel in Istanbul mehrere Fernsehstars trafen. Etwa 47 Frauen aus den USA, Kanada und Südamerika verbrachten zwei Wochen damit, berühmte und historische Stätten im südwestlichen Kas der Türkei, im zentralen Kappadokien und in Istanbul zu besuchen. Während ihres Besuchs traf die Gruppe in Istanbul auch türkische TV-Branchenstars – darunter den Regisseur und Drehbuchautor Hilal Saral und den Schauspieler Erkan Avcı -. Turkish Airlines habe die Reise der Gruppe gesponsert. Internationale Fans türkischer Serien treffen sich in einer Facebook-Gruppe namens Turkish Dramas Appreciation Group, mit mehr als 9.000 Mitgliedern aus der ganzen Welt. „Es begann vor drei Jahren, als eine Dame auf Facebook eine Gruppe gründete, um türkische Serien und Kultur zu diskutieren“, sagte Lena Gibson, 34, eine Rehabilitationsberaterin aus Chicago, der Nachrichtenagentur Anadolu. Gibson gehört zu den Admins der Social Media Gruppe, in der sich die Mitglieder über die neuesten türkischen Dramen, deren Schauspieler und Schauspielerinnen austauschen und sich gegenseitig beim Finden englischer Untertitel unterstützen. „Wir haben Frauen, die aufgehört haben, amerikanisches Fernsehen zu schauen. Sie schauen nur Türkisch“, sagte Gibson. „Die detaillierteren und ausgearbeiteten Erzählungen sind reichhaltiger und familienorientierter“, sagte sie über das, was türkische Serien von Hollywood-Filmen unterscheidet. Pam Hemphill, aus Mississippi, USA, betont, dass sie kein amerikanisches Fernsehen mehr schaue. „Eine türkische Serie zieht einen wie keine andere an. Schon eine Episode genügt, dass sie einen gefangen nimmt und man dann unbedingt die nächste und wieder nächste sehen möchte“, sagt sie. Türkisch lernen, um die Serien besser zu verstehen Adrienne Lüdeking, 23, aus Florida, habe sogar Türkisch gelernt um die Serien zu verstehen. „Ich habe ein Wörterbuch bei mir und schaue nach Wörtern, die ich nicht kenne. Ich drücke auf Pause und suche sie heraus“, sagt sie und fügt hinzu, dass sie online einen Sprachlehrer gefunden habe, der ihr hilft, Türkisch zu üben. „Ich möchte bald für ein Jahr in der Türkei leben, um die Sprache wirklich zu lernen“, betont Lüdeking. Ihre erste türkische Serie sei Ask-i Memnu gewesen, nachdem eine Freundin ihr davon erzählt hatte. „Und ich habe mich in die Art und Weise verliebt, wie türkische Serien Geschichten erzählen, die ein langsames Tempo haben und menschliche Momente von Anfang bis zum Ende erzählen“, so Lüdeking. Lüdekings Lieblingsschauspielerinnen seien Serenay Sarikaya und Beren Saat, während Hilal Saral ihr Lieblingsregisseur und Drehbuchautor sei.

Türkische TV-Serien steigern Möbelexporte

Nicht nur für die Türkei als Urlaubsziel oder die türkische Sprache sei das Interesse aufgrund der TV-Serien gestiegen, auch die Immobilien- und Möbelbranche erlebe einen Boost.

Türkische Produktionen gehören schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten weltweit und in den Studios am Bosporus werden nach den USA die meisten TV-Serien produziert. Sie haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt. Nicht nur für die Türkei als Urlaubsziel oder die türkische Sprache sei das Interesse aufgrund der TV-Serien gestiegen, auch die Immobilien- und Möbelbranche erlebe einen Boost. „Möbel, die in türkischen Fernsehserien verwendet werden, haben bei Ausländern zu einer erhöhten Nachfrage dieser türkischen Möbel geführt“, so Nuri Gürcan, Leiter eines türkischen Möbelverbandes.

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– Fernsehserien – „Die Türken sind zurück, und sie haben ganz Israel abhängig gemacht“

Das weltweite Interesse für türkische TV-Serien ist ungebrochen. Nach den arabischen Ländern, Russland, Polen, dem Balkan und weit entfernten Orten wie Südamerika, wächst auch in Israel eine immer größer werdende Anhängerschaft.

„Die Türken sind zurück, und sie haben ganz Israel abhängig gemacht“

WM in China
Basketball: Spanien ist Weltmeister

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Spanien gewinnt bei der Basketball-WM in China das Finale gegen Argentinien deutlich. Die Südamerikaner liegen dabei schon zur Pause klar hinten. Spanien ist zum zweiten Mal Weltmeister im Basketball. Wie Sport1 berichtet, gewann das Team um NBA-Champion Marc Gasol von den Toronto Raptors das Finale in der chinesischen Hauptstadt Peking nach einer starken Vorstellung hochverdient mit 95:75 (43:31) gegen Argentinien. Den Spaniern war 2006 in Japan der erste WM-Triumph gelungen, Argentinien wartet weiter auf seine zweite Goldmedaille. Die Südamerikaner hatten 1950 bei der ersten Auflage der Geschichte zu Hause gesiegt, berichtet die ARD-Sportschau.

Nis-Merdare-Pristina
„Aussöhnung mit Kosovo“: Außenminister Pacolli gratuliert Serbien zum Bau der Autobahn

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Pristina (nex) Behgjet Pacolli, der scheidende Außenminister und Vize-Premierminister des Kosovo, sagte am Freitag, dass die Unterzeichnung des Abkommens über den Bau der Autobahn, die die südliche serbische Stadt Nis mit der kosovarischen Hauptstadt Pristina verbindet, „ein großer Schritt nach vorn zur Aussöhnung mit dem Kosovo“ sei. Er gratulierte der serbischen Regierung und Präsident Aleksandar Vucic, der sich das Geld für den Bau der Autobahn gesichert hat. „Die Fortsetzung des Baus der Autobahn von Serbien bis zur Grenze zum Kosovo, Merdar, ist ein wichtiger Schritt zum Frieden mit dem Kosovo. Ich gratuliere der serbischen Regierung und dem Präsidenten Vučič zu diesem Unternehmergeist. Frieden ist der einzige Weg, um eine strahlende Zukunft aufzubauen!“, schrieb Pacolli auf Twitter am Freitag.
(Foto: Screenshot/Twitter)
Die Autobahn sollte bis 2020 gebaut sein, ein Teil der Mittel wurde jedoch erst am Donnerstag von der Europäischen Investitionsbank zugesichert. Das Projekt wird auch durch Zuschüsse im Rahmen der Investitionsrahmenplattform für die westlichen Balkanländer (WBIF) in Höhe von 48 Mio. EUR unterstützt, die sich aus einem Investitionszuschuss von 40,6 Mio. EUR und einem Zuschuss für technische Hilfe in Höhe von 7,4 Mio. EUR zur Vorbereitung von Projekten zusammensetzen, erklärte die EIB in einer Erklärung vom Donnerstag. Das 255 Mio. EUR teure Projekt betrifft den Bau des ersten 32 km langen Abschnitts von insgesamt 100 km Länge einer Autobahn – auch Friedensachse genannt -, die Nis, eine der größten Städte Serbiens, mit Pristina im Kosovo verbindet. „Diese Autobahn wird die Verkehrssicherheit und -effizienz verbessern und gleichzeitig eine bessere Anbindung innerhalb der Region ermöglichen. Umso mehr ist dieses Projekt ein konkretes Beispiel für die zunehmende Zusammenarbeit und Versöhnung zwischen den Völkern Serbiens und des Kosovo“, sagte die für Mobilität und Verkehr zuständige EU-Kommissarin Violeta Bulc laut der Erklärung. Das Projekt umfasst den Bau von vier Anschlussstellen, sechs Tunneln mit einer Länge von 200 bis 1.200 Metern, neun großen Brücken mit einer Länge von 100 bis 1.000 Metern sowie Rastplätzen, einer lokalen Leitstelle und Plattformen für Tankstellen. Bis Ende 2024 soll das Projekt abgeschlossen sein. „Diese Autobahn ist sowohl für ihre regionale Anbindung – da sie Serbien mit albanischen Häfen an der Adria verbinden wird – als auch für eine schnellere Entwicklung der Regionen in Süd- und Zentralserbien, die durch die neue Autobahn verbunden werden, von Bedeutung“, sagte der stellvertretende serbische Premierministerin und Ministerin für Bau, Verkehr und Infrastruktur Zorana Mihajlovic. Die Autoput Nis–Merdare ist eine geplante serbische Autobahn, die bei Niš beginnt und an der kosovarischen Grenze bei Merdare endet. Die Autobahn ist ein Teilstück des ehemaligen jugoslawischen Autoput Bratstvo i jedinstvo und damit Bestandteil des Paneuropäischen Verkehrskorridors X.

Tierschutz
Westpol: Erneut schockierende Bilder von leidenden Tieren

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Die Bilder schockierten nicht nur Landespolitiker: Vor zwei Jahren tauchten Aufnahmen von offenkundig leidenden Tieren in NRW auf. Die Bilder zeigten Schweine mit zum Teil abgebissenen Schwänzen und entzündeten Gelenken – und waren ausgerechnet auf dem Hof der damaligen NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) entstanden.

Jetzt weist der Verein „tierretter.de e.V.“ erneut auf Bildmaterial hin, das auf Höfen in Schulze Föckings Heimat, dem Kreis Steinfurt, aufgenommen wurde. Das WDR-Magazin „Westpol“ hat die Aufnahmen exklusiv ausgewertet. Zu sehen ist ein Tier mit einem Nabelbruch: „Da schleifen eindeutig die Innereien über den Boden, der ganze Beutel ist blutig“, so Ilja Briggs vom Verein „tierretter.de e.V.“.

Christoph Brundiers, Leiter des Veterinäramtes im Kreis Steinfurt, kennt die Höfe, auf denen die Aufnahmen entstanden sind. „Das sind natürlich keine Zustände, die so akzeptabel sind“, räumt er ein. Bei etwa jeder zehnten Kontrolle stößt Brundiers nach eigenen Angaben auf Tierschutzmängel. Behandelt werden sie zumeist als Ordnungswidrigkeiten.

Die Höfe müssen dann oft Zahlungen im dreistelligen Bereich leisten. Dabei wurden im letzten Jahr nur 16 Prozent der Betriebe im Kreis Steinfurt überhaupt kontrolliert. 2014 – vor dem Fall Schulze Föcking – war es sogar nur jeder zehnte Betrieb. Aus Sicht von Karl Fikuart, der viele Jahre als Veterinär im Kreis Steinfurt tätig war, zeigen die aktuellen Bilder „klare Straftatbestände“.

Seine Vermutung, warum viele Tiere nicht tierärztlich behandelt werden: „Der Wert des Schweines ist wesentlich niedriger, als die Kosten, die dadurch entstehen.“ Eigentlich gibt das Tierschutzgesetz klare Regelungen vor: Wer einem Wirbeltier anhaltende Schmerzen oder Leiden zufügt, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft.

Für Ursula Heinen-Esser (CDU), Nachfolgerin von Christina Schulze Föcking im Amt der NRW-Umweltministerin, sind die aktuellen Bilder Einzelfälle. Dennoch kündigt sie neben dem geplanten Tierschutzbeauftragten für die kommenden Wochen „ein ganzes Paket“ an Maßnahmen an, „um das System besser aufzustellen.“

So soll es künftig in NRW eine Tiergesundheitsdatenbank geben. „Helfen wird hoffentlich auch das Tierwohl-Label, das dem Verbraucher klare Hinweise gibt, wie die Tiere gehalten wurden“, so Heinen-Esser. Allerdings war unter den Betrieben, in denen die aktuellen Aufnahmen entstanden sind, auch mindestens ein „Tierwohl“-Hof.

Türkei
Protestierende Kurden: Die HDP nimmt Kinder mit Gewalt und übergibt sie der PKK

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Diyarbakir – Am zwölften Tag der Protestbewegung „kurdischer Mütter“ gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, schlossen sich weitere Familien dem Sitzstreik an. „Mein Neffe war ledig und hatte nichts mit der HDP oder der PKK zu tun. Seitdem er entführt wurde, leidet mein Bruder psychisch und wird behandelt. Aus diesem Grund bin ich anstelle von ihm gekommen“, so etwa Muhittin Avunan, der extra aus Elazig angereist sei, um sich für seinen Neffen Emrah Avunan den protestierenden Familien anzuschließen, gegenüber Reportern. Emrah sei 2015 gezwungen worden, sich der Terrororganisation anzuschließen. Avunan wirft der HDP vor, als Ableger der PKK zu fungieren. „Die HDP nimmt Kinder mit Gewalt und übergibt sie an die PKK, und die PKK bringt sie in die Berge.“, so Avunan. Avunan sagt, sie hätten die Hoffnung auf seinen Neffen verloren gehabt, bis sie in den Nachrichten die gegen die PKK protestierenden Mütter sahen. Letzten Monat veranstaltete eine weitere Mutter, Hacire Akar, einen ähnlichen Protest in der Nähe des Büros der Partei. Ihr Sohn kehrte einige Tage später nach Hause zurück und gab einer Reihe von Müttern Hoffnung, die unter den gleichen Umständen leiden. „Als sie meine Tochter [Songul] entführten, war sie 15 Jahre alt und seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört“, sagte Fatma Akkus, eine der Mütter die sich kürzlich dem Streik angeschlossen haben, gegenüber Reportern. Die Terrororganisation habe ihre Tochter vor fünf Jahren einer Gehirnwäsche unterzogen und sie mitgenommen. so Akkus. „Ich habe die Nachrichten über den Beitritt meiner Tochter zur Terrorgruppe in den sozialen Medien gesehen“, sagte Akkus und bekräftigte ihre Unterstützung für die protestierenden Mütter. Mehmet Karaman, ein weiterer Kurde der sich dem Streik angeschlossen hat, habe seinen 18-jährigen Sohn vor 22 Jahren an die PKK verloren. „Ich will einfach nur von meinem Sohn hören“, sagte Kahraman und fügte hinzu, dass er auf den Tod seines Sohnes vorbereitet sei. „Es zerreißt mir einfach das Herz. Es ist jetzt 22 Jahre her und es ist immer noch nicht einfach,“ so Karaman. „Ihre Kinder reisen durch Europa, während unsere entführt werden. Wenn sie wollten, könnten sie unsere Kinder zurückbringen“, sagen Halime Sehitoglu und Macide Uslu, zwei Tanten der entführten Kinder, die sich ebenfalls für ihre Neffen dem Sitzstreik anschlossen. Gemeint sind die Politiker der oppositionellen HDP.

Im August hatte Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakır einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen.

In der darauffolgenden Woche setzte sich Fevziye Cetinkaya, eine weitere kurdische Mutter, die behauptet, ihr 17-jähriger Sohn sei über Mitglieder der HDP in die Reihen der Terrorgruppe aufgenommen worden.

„Alles, was ich von ihnen (HDP-Mitglieder) will, ist, dass mein Kind zu mir zurückgebracht wird“, sagte sie. „Entweder haben sie mein Kind hier versteckt oder es woanders hingebracht…. Ich werde nicht gehen, bis mein Kind zurück ist“, fügte sie hinzu. Der Vater warf HDP-Mitgliedern vor, ihre Kinder zum Beitritt zur PKK zu ermutigen. „Sie schicken Kinder von armen Menschen [zur PKK]…. Ich will meinen Sohn zurück, sonst nichts. Wir haben diese Kinder unter schwierigen Bedingungen aufgezogen und in die Schulen geschickt“, sagte er. Die türkische Regierung beschuldigt die HDP seit langem, Verbindungen zur PKK-Terrorgruppe zu haben. Mehr als 30-jährige Terrorkampagne In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer in einer Mitteilung im Februar dieses Jahres. Eva Quadbeck in der Rheinischen Post:

„Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an.

Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“.

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– Kurden gegen PKK – Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Der andauernde Sitzstreik gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, entwickelt sich zu einem Lauffeuer. Nachdem sich in den letzten Tagen mächtige Kurden-Clans den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die „Mütter von Diyarbakır“, wie die Aufbegehrenden genannt werden, prominente Unterstützung.

Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an
   

MMA-News
UFC: Dustin Poirier dankt Khabib Nurmagomedov für Spende

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Via Twitter dankte der US-amerikanische MMA-Kämpfer Dustin Poirier dem russischen UFC-Champion Khabib Nurmagomedov für eine „großzügige Spende“ an seine Stiftung „Good Fight Foundation“. „Vielen Dank für Deine großzügige Spende an The Good Fight und dafür, dass Du ein Mann Deines Wortes bist. Dein Beitrag wird so vielen Menschen helfen!“, zitiert die Nachrichtenagentur Sputnik eine Mitteilung der Stiftung.
(Foto: Screenshot/Twitter)
Nurmagomedov holte bei der UFC 242 in Abu Dhabi am 7. September mit einem Sieg gegen Poirier den Titel zurück. Wie Sputnik berichtet, tauschten die Rivalen unmittelbar nach dem Kampf T-Shirts aus. Nurmagomedov habe dem Amerikaner versprochen, dessen Kleidung auf einer Auktion zu verkaufen und das Geld an die Wohltätigkeitsstiftung von Poirier zu überweisen. Numagomedov bezwang Poirier in Runde drei nach einem Rear Naked Choke via Submission. Mit einer Bilanz von 28 Siegen und null Niederlagen ist der 30-jährige Leichtgewichtsmeister in seiner Karriere somit weiter ungeschlagen. Sieg gegen McGregor Nurmagomedov hatte im vergangenen Oktober den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den Iren McGregor bei der UFC 229 deutlich gewonnen und blieb weiter ungeschlagen. Der Russe aus der autonomen russischen Republik Daghestan dominierte den Kampf über vier Runden und siegte schließlich verdient. Nurmagomedov wurde jedoch eine neunmonatige Sperre auferlegt, weil er nach dem Kampf gegen McGregor aus dem Oktagon in die Ecke des McGregor-Teams sprang und auf dessen Teammitglieder einschlug. Der Russe entschuldigte sein Verhalten im Nachhinein und nannte Beleidigungen gegen ihn und seine Familie als Grund des Ausrasters.

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Der ehemalige UFC-Champion Conor McGregor hat Nurmagomedov zu einem Kampf herausgefordert.

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Teknofest 2019
Istanbul: Russische Kampfjets SU-35 in der Türkei gelandet

Istanbul – Russlands Kampfjet Sukhoi Su-35 ist am Samstag für das Teknofest 2019, das vom 17. bis 22. September in Istanbul stattfindet, in der Türkei gelandet. „Der Mehrzweck-Kampfflugzeug Sukhoi Su-35 ist am türkischen Atatürk-Flughafen angekommen, um an der Teknofest-Ausstellung teilzunehmen“, so ein Sprecher der russischen United Aircraft Corporation (UAC) gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Der UAC-Pressedienst fügte hinzu, dass andere russische Flugzeuge – sowohl Passagier- als auch Sonderflugzeuge – für das Technologie-Festival erwartet würden, etwa die MC-21 und SSJ-100 Flugzeuge sowie dem Amphibienflugzeug Be-200. Ankara habe auf der internationalen Luftfahrtschau MAKS 2019 in Russland, sein Interesse für Kauf der russischen Kampfflugzeuge Sukhoi Su-35 und Su-57 geäußert.
(Foto: Screenshot/CNN Türk
Washington hat es verboten, den Joint-Strike-Fighter F-35 an die Türkei auszuliefern. Die türkischen Kampfpiloten, die in den USA eine Ausbildung an dieser Maschine durchliefen, werden nach Hause geschickt – und müssen bald womöglich das Steuern der russischen Su-35 erlernen. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik unter Bezugnahme auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung Yeni Safak weiter berichtet, hat Ankara das türkische Militär und die Industrie aufgefordert, die russische Suchoi Su-35 als möglichen Kampfjet für die türkische Luftwaffe zu prüfen. „Wenn Ankara den russischen Kampfjet kauft, dann würde das die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der Türkei nach der Umsetzung des S-400-Deals weiter festigen“, zitiert Sputnik den Sicherheitsforscher und Politologen, Mehmet Seyfettin Erol, vom Forschungszentrum Ankasam. Moskau bereit zu liefern Moskau hatte bereits im April die Bereitschaft signalisiert, russische Kampfjets an die Türkei zu verkaufen, falls die Vereinigten Staaten die Lieferung von F-35-Kampfflugzeugen einstellen. Alexander Mikheev, Leiter des russischen staatlichen Waffenexporteurs sagte, dass Russland bereit sei, diese Option zu besprechen, so die Nachrichtenagentur Interfax. „Wenn die türkische Seite bei uns Konsultationen beantragt, werden wir bereit sein, uns im Rahmen unserer Möglichkeiten mit der russischen United Aircraft Company zu beraten“, sagte er. Russland begrüß die „harte Haltung“ des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegenüber den USA. Moskau sagte, dass man die „harte Haltung“ Erdogans gegenüber den USA begrüße.

„Der Druck war in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV im Mai. Russland und die Türkei gehörten laut Peskow zu den wenigen Länder auf der Welt, die souverän und selbstständig handeln könnten.

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte daraufhin mit einem Kauf russischer Kampfjets. „Es gibt die F-35, aber es gibt auch Flugzeuge, die in Russland hergestellt werden. Wenn wir keine F-35 kaufen können, wird die Türkei ähnliche Flugzeuge aus anderen Ländern kaufen. Und das wird so lange so fortgeführt, bis wir mit der Produktion unserer eigenen Kampfjets der fünften Generation beginnen“, zitiert der türkische Nachrichtensender NTV Cavusoglu. Russisch-türkischer Kampfjet Im vergangenen Mai haben Ankara und Moskau auch Pläne für die gemeinsame Entwicklung eines Kampfjets der fünften Generation angekündigt. Dafür seien bereits erste Testberatungen aufgenommen worden. „Wir beraten über die Kampfjets der Generation 4 ++ und führen auch die ersten Testberatungen zur fünften Generation durch, obwohl die Entscheidung auf höchster Ebene getroffen wird“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Sputnik den Vize-Generaldirektor des russischen Rüstungskonzerns Rosoboronexport, Sergej Ladygin. Ladygin habe zudem betont, dass Russland der Türkei helfen werde, eine nationale Raketenabwehr mit höherer Fernwirkung aufzubauen, berichtet Sputnik unter Berufung auf ein Interview mit dem russischen TV-Sender „Swesda“ weiter.

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– „Jahrhundertschlacht“ – Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22

Kampfjets Su-57 und F-22: Der eine ist rücksichtlos auf Wendigkeit, der andere auf Tarnkappenfähigkeit ausgelegt. Beide Maschinen haben ihre eigenen Stärken.

Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22