"Welttag der humanitären Hilfe"
Syrien ist tödlichster Ort der Welt: Immer mehr Helfer werden zur Zielscheibe

Die deutsche Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland nimmt den Welttag der Humanitären Hilfe zum Anlass, um auf den verstärkten Rückzug der humanitären Akteure aus Syrien aufmerksam zu machen. „Es ist verheerend genug, dass täglich Zivilisten umkommen. Doch wenn diejenigen, die humanitäre Hilfe leisten und Leben retten, um ihr eigenes Leben bangen müssen, muss die internationale Staatengemeinschaft eingreifen. Deswegen bleibt Islamic Relief Deutschland ihrem humanitären Mandat verpflichtet“, sagt Geschäftsführer Tarek Abdelalem von Islamic Relief Deutschland angesichts der Herausforderungen in Syrien. Insbesondere in Nordwestsyrien hat sich die Lage in den vergangenen Monaten zugespitzt. Seit Ende April 2019 sind Hunderte Zivilisten durch Luftangriffe und Beschuss getötet worden, darunter auch viele Kinder und humanitäre Helfer. Es gab Angriffe auf viele Gesundheitseinrichtungen und Schulen. Syrien ist das Land, in dem die meisten Helfer ums Leben kommen. Aufgrund der verschärften Sicherheitslage ziehen sich immer mehr Nichtregierungsorganisationen, die bis jetzt humanitäre Hilfe geleistet haben, zurück. Islamic Relief gehört zu den letzten internationalen Hilfsorganisationen vor Ort und hält die Stellung mit ihrem Projekt zur medizinischen Grundversorgung in Nordwestsyrien, wo Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen finanziert werden. Insgesamt wurden seit 2013 über 1,5 Millionen Menschen kostenlos medizinisch behandelt. Unterstützt wird die medizinischen Grundversorgung der syrischen Zivilbevölkerung auch vom Auswärtigen Amt der deutschen Bundesregierung und Aktion Deutschland Hilft. Islamic Relief Deutschland implementiert ihre Hilfe in Zusammenarbeit mit Islamic Relief Türkei und dem Deutsch-Syrischen Verein zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte e.V. Die sich häufenden tödlichen Angriffe behindern humanitäre Hilfsprojekte und tragen dazu bei, dass der Gesundheitssektor in Syrien stetig an Kapazität einbüßt. Zusätzlich wird der Zugang für humanitäre Akteure zu vielen Gebieten innerhalb Syriens zunehmend schwieriger. Auch dies führt dazu, dass sich humanitäre Organisationen aus dem Land zurückziehen und somit die Bedarfe der Menschen nicht gedeckt werden können. Der Gesundheitssektor in Syrien steht also vor extremen Herausforderungen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach medizinischer Versorgung aufgrund extremer Fluchtbewegungen seit dem Frühjahr 2019 stetig an. Krankenhäuser geraten aufgrund übermäßiger Patientenaufkommen an die Grenze ihrer Kapazitäten: Ärzte und Krankenschwestern sind überlastet, Medikamente reichen nicht aus. So waren Ende Juli nur 26 Prozent des Humanitarian Response Plan der UN für Syrien finanziert. Es besteht demnach eine Finanzierungslücke in Höhe von ungefähr 2,46 Milliarden US-Dollar allein für dieses Jahr. Viele Gesundheitseinrichtungen wissen nicht mehr, wie sie ihre laufenden Kosten decken sollen. Die medizinische Versorgung der ohnehin schon vulnerablen Bevölkerung wird dadurch dramatisch eingeschränkt. Derzeit leben 3 Millionen Menschen in Nordwestsyrien, darunter 1,3 Millionen Binnenvertriebene. Davon sind die Hälfte Kinder und 25 Prozent Frauen. Seit April haben aufgrund der Kämpfe in Süd-Idlib und Nord-Hama 452.623 Menschen ihre Heimat verlassen und sind in andere Regionen geflüchtet, die schon überbevölkert sind und wo das humanitäre System bereits überlastet ist. Viele der Geflüchteten sind traumatisiert und benötigen neben Unterkunft, Nahrung, medizinischer Versorgung und Schulbildung auch psychologische Betreuung. Erst im August setzte sich Außenminister Heiko Maas vor dem UN-Sicherheitsrat für die Förderung und Stärkung humanitären Völkerrechts ein. „Die Finanzierung von Krankenhäusern für die ärztliche Versorgung notleidender Menschen in Syrien, bleibt weiterhin in Zukunft eine dringliche Herausforderung“, betont Tarek Abdelalem. Islamic Relief Deutschland ist eine gemeinnützige deutsche Nichtregierungsorganisation mit humanitärem Auftrag. Sie vertritt die Überzeugung, dass wir uns in Deutschland in einer privilegierten Lage hinsichtlich der Verwirklichung universeller humanitärer Ziele befinden und daraus eine besondere Verantwortung erwächst, den weniger Begünstigten zur Seite zu stehen. Humanitäre Arbeit und großherziges Geben lindern Not in der Welt und fördern zudem das gegenseitige Verständnis und dienen dem Frieden. Richtschnur ihres Handelns sind universelle humanitäre Ziele: Schutz des Lebens und der Würde des Menschen, Schutz der Familien und Kinder, Anrecht auf materielle Sicherheit sowie freie geistige und spirituelle Entfaltung. Wir haben uns dazu verpflichtet, Armut und Leid der Ärmsten dieser Welt zu lindern – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Kultur.

Erziehung
Psychologin: Schon während der Schwangerschaft smartphonefreie Zeit schaffen

Viele Babys und Kleinkinder müssen sich die Aufmerksamkeit ihrer Eltern schon mal mit dem Smartphone oder Tablet teilen. In einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Bilendi für das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ gaben 48 Prozent der Mütter und Väter von unter Vierjährigen an, dass sie schon mal ein schlechtes Gewissen hatten, weil sie mehr auf ihr Smartphone/Tablet geachtet haben als auf ihr Kind. Mehr als ein Drittel der Eltern (36 Prozent) räumte ein, während der gemeinsamen Familienmahlzeiten auch schon mal auf das Smartphone zu schauen. Experten warnen vor einem solchen Verhalten. „Der Schlüssel für eine gute Entwicklung ist gute und ungeteilte Aufmerksamkeit“, sagt Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Gudrun Schwarzer von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Kinder brauchen „Kontingenz“, also die ständige Erfahrung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Handeln und einer Reaktion gibt. Wenn ein Baby nun im Buggy sitzt, ein Auto sieht und „Da!“ ruft, reagieren Eltern richtig mit „Oh ein Auto!“ und tun das in der Regel prompt und automatisch. „Kommt die Reaktion aber verspätet, weil sich Mama oder Papa mit dem Handy beschäftigt, kriegt das Kind gar nicht mehr die Verbindung“, betont Schwarzer. Das sei fatal und stehe der Entwicklung einer verlässlichen, vertrauensvollen Bindungsbeziehung entgegen. Empfehlenswert ist, sich schon während der Schwangerschaft möglichst sechsmal am Tag für 20 Minuten eine smartphonefreie Zeit zu schaffen. Denn in etwa so oft und lange wird die Mutter später im Schnitt tagsüber ihr Kind stillen. Dabei geht es darum zu lernen, die Muße zu genießen. Keine laute Musik, kein Film. Sechsmal am Tag für 20 Minuten Nichts. Diese Übung kann der werdenden Mutter und dem werdenden Vater helfen, später eine intensivere Verbindung mit dem Baby aufzubauen. Quelle: Eine repräsentative Online-Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“, durchgeführt von Bilendi bei 500 Müttern und Vätern von Kindern bis zu 10 Jahren, darunter 124 Eltern von Kleinkindern unter 4 Jahren. Befragungszeitraum: 6. bis 12. Juni 2019.

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China
Chinesische Lager: Sechster uigurischer Häftling auf Foto identifiziert

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Ein uigurischer Häftling auf einem Foto mit Dutzenden von Männern, die in einem Internierungslager in der Autonomen Region Xinjiang in China sitzen, wurde als LKW-Fahrer namens Mettursun Eziz identifiziert, wie ein ehemaliger Bekannter bestätigte. Die neuen Informationen erhöhen die Zahl der Personen, die auf Fotos identifiziert wurden, auf sechs, berichtet Radio Free Asia. Ursprünglich wurde das Foto auf dem WeChat-Konto der Justizverwaltung Xinjiangs veröffentlicht. Auf dem Foto sind uigurische Häftlinge zu sehen, die im April 2017 in einem Lager im Bezirk Lop (Luopu) der Präfektur Hotan (auf Chinesisch, Hetian) einer Rede zur „Entradikalisierung“ zuhören. Eziz – ein 35-jähriger Vater von vier Kindern, der seit fast 10 Jahren als Fahrer für eine Zementfabrik im Township Lop arbeitet – wurde von einem Freund aus der Gegend, der heute im Exil in der Türkei lebt, erkannt. Wie Radio Free Asia weiter berichtet, wurde Eziz Anfang 2017 wegen „Mitfahrens eines Nachbarn, um dessen Sohn im Gefängnis zu besuchen“, inhaftiert. Seiner Familie sagte man zuerst, dass er nur 15 Tage lang in einem Internierungslager festgehalten werden würde. . Eziz und andere Männer auf dem Foto gehören zu den bis zu 1,5 Millionen Uiguren und anderen muslimischen ethnischen Minderheiten, denen vorgeworfen wird, „starke religiöse Ansichten“ und „politisch falsche“ Ideen zu haben, und die seit April 2017 in politischen „Umerziehungslagern“ über den XUAR festgehalten werden. Während die Bezirksregierung und die Zementfabrik von Lop nicht bestätigen konnten, dass Eziz festgehalten wurde, sagte ein Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees von Lops Bezirk Nr. 1 gegenüber RFA, dass er den Fahrer kenne und er ins „Kaifaququ Camp“ gebracht worden sei… mehr als vor einem Jahr…“. Vier uigurische Häftlinge des Internierungslagers Kaifaqu in der Grafschaft Lop, deren Namen in Uyghur geschrieben stehen, sind (L-R) Mamtimin, Aziz Haji Shangtang, Eli Ahun Qarim und Abdulla Haret. Ein fünfter Mann, Abduleziz Haji, wurde ebenfalls identifiziert.

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Russland
16-Jähriger tötet mit Axt fünfköpfige Familie

Im russischen Gebiet Uljanowsk hat ein 16-Jähriger fünf Mitglieder seiner Familie brutal ermordet und anschließend sich selbst gerichtet. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Ermittler hat der Minderjährige womöglich an Schizophrenie gelitten. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik weiter berichtet, wurde gegen den Jugendlichen ein Mordverfahren eröffnet, nachdem am Sonntagmorgen im Haus seiner Familie im Dorf Patrikejewo fünf Leichen entdeckt worden waren. Bei den Opfern soll es sich um einen 66-jährigen Mann, zwei Frauen im Alter von 69 und 42 Jahren sowie zwei vierjährige Kinder handeln. Der tote Junge sei in der Nähe des Ortes gefunden worden. Der Täter habe seine Angehörigen mit einer Axt getötet und sich daraufhin das Leben genommen, berichtet Sputnik unter Berufung auf eine Mitteilung der regionalen Staatsanwaltschaft am Sonntag. Eine schizophrene Psychose sei nicht auszuschließen, da der Jugendliche in einem Abschiedsbrief erklärt habe, er wolle „seine Familie mitnehmen, damit sie nicht trauern müssen“. berichtet Sputnik weiter. Der minderjährige Täter stamme aus einer wohlhabenden Familie und galt in der Schule als Klassenbester.

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Medizin
Studie: Neue Lichttherapie schützt vor Herzinfarkten

Eine neuartige Anwendung der intensiven Lichttherapie kann nicht nur vor Herzinfarkten schützen, sondern auch helfen, die Gewebeschäden bei Herzinfarkten zu verringern, offenbaren neue Forschungen an Mäusen. Die Studie, die von der University of Colorado stammt und in der Zeitschrift Cell Reports veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Unterbringung von Mäusen unter intensiven Lichtbedingungen für eine Woche den Schutz des Herzens erheblich verbessert, was zu einer drastischen Verringerung der Herzgewebeschäden nach einem Herzinfarkt führte. Die Forschung deutet auch darauf hin, dass dieses Verfahren dem Menschen zugute kommen könnte, und die Forscher beschreiben den Grund dafür. „Wir wussten bereits, dass intensives Licht vor Herzinfarkten schützen kann, aber jetzt haben wir den Mechanismus dafür gefunden“, sagt der Senior-Autor der Studie, Dr. Tobias Eckle, Professor für Anästhesiologie an der University of Colorado School of Medicine in Aurora. In der Studie entdeckten die Forscher, dass intensives Licht die Funktionen des PER2-Gens beeinflusst. Durch die Stärkung dieses Gens durch eine intensive Lichttherapie entdeckten die Forscher, dass das Herzgewebe der Mäuse zusätzlichen Schutz erhielt, wenn es Probleme mit Sauerstoff hatte, wie zum Beispiel bei einem Herzinfarkt. Darüber hinaus erhöht dieses intensive Licht auch das kardiale Adenosin, eine spezielle Chemikalie, die bei der Regulierung des Blutflusses hilft. In Übereinstimmung trugen beide Vorteile zum Schutz der Herzgesundheit bei. Blinde Mäuse profitierten laut der Studie jedoch nicht von der Schutzwirkung des Herzens durch das Licht. Dies legt die Notwendigkeit einer visuellen Wahrnehmung von Licht nahe, um von den Vorteilen der Lichtbestrahlung zu profitieren. Als nächstes untersuchten die Forscher, ob intensives Licht ähnliche Auswirkungen auf gesunde menschliche Freiwillige hatte. Die Teilnehmer wurden 30 Minuten lang intensivem Licht ausgesetzt. In diesem Fall wurden die Freiwilligen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen 10.000 LUX ausgesetzt. Die Forscher führten auch serielle Blutabnahmen durch. Die Forscher fanden heraus, dass die PER2-Werte als Reaktion auf die Lichttherapie bei Teilnehmern genau wie bei den Mäusen zunahmen. Die Dauer der Lichtbestrahlung sei laut der Studie nicht so wichtig wie die Intensität. Quelle:

Intense Light-Mediated Circadian Cardioprotection via Transcriptional Reprogramming of the Endothelium

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Handel
Onlinehändler Otto: Wir vernichten keine Retouren

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Der Onlinehändler Otto sieht bei der Vernichtung von schadhaften Rücksendungen keinen Handlungsbedarf. „Die Vernichtung betrifft bei uns nur Sachen, bei denen jeder auf den ersten Blick sagen würde: Ok, das ist wirklich Schrott“, sagte Otto-Vorstand Marc Opelt dem „Tagesspiegel“ . Der Anteil der zu zerstörenden Retouren liege „im Promillebereich“. „Das sind ein paar tausend Stück im Jahr“, räumte er ein. „Wenn man allerdings weiß, dass wir allein in unserem Lager in Haldensleben pro Tag 120.000 Pakete verschicken, relativiert sich diese Zahl.“ Folglich gebe es „für uns keinen Handlungsbedarf“. Otto möchte perspektivisch auch Artikel aus Supermärkten und Drogerien am selben Tag liefern. „Wir wollen auch Dinge des täglichen Bedarfs anbieten“, kündigte Opelt an. „Genau so arbeiten wir an der Umsetzung von Same-Day-Delivery Services.“ Hintergrund ist eine Kooperation mit dem Shopping-Mall-Betreiber ECE, die Otto jüngst abgeschlossen hat. Damit sollen Händler aus den Einkaufscentern ihre Waren über otto.de verkaufen sollen – perspektivisch sogar Lebensmittel. Um verlässlichere Lieferungen zu ermöglichen, nimmt Opelt auch die Verbraucher in die Pflicht. „Wir haben das generelle Problem, dass die Kunden nicht bereit sind, den echten Preis für die Logistik zu zahlen“, so der studierte Betriebswirt. In diesem Teil des Systems sei nicht ausreichend Geld, um ihn zufriedenstellend zu gestalten. „Und ja, das könnte auch dazu führen, dass Haustürzustellung irgendwann teurer wird“, sagte Opelt dem „Tagesspiegel“. (ots)

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Dem E-Commerce-Riesen Amazon wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr bis zu drei Millionen unverkaufte Produkte aus französischen Lagern zerstört zu haben.

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Wirtschaft
Ukraine: Exporte um 5,9 Prozent gestiegen

Im ersten Halbjahr 2019 wurden aus der Ukraine Waren und Dienstleistungen in Höhe von 29,5 Mrd. USD exportiert, um 5,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2018. das berichtet das Nachrichtenportal Ukrinform unter Bezugnahme auf eine Mitteilung des staatlichen Statistikdienstes der Ukraine.
Im ersten Halbjahr 2019 beliefen sich die Exporte von Waren und Dienstleistungen auf 29.544,4 Mio. USD oder 105,9 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018, Importe – 31.163,7 Mio. USD oder 107,9 Prozent“, berichtet Ukrinform weiter.
Auch das reale Bruttoinlandsprodukt der Ukraine sei im zweiten Quartal 2019 im Vergleich mit dem zweiten Quartal des Vorjahres um 4,6 Prozent gestiegen, berichtet Ukrinform.
„Das Wirtschaftswachstum der Ukraine im zweiten Quartal des laufenden Jahres ist im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 4,6 Prozent gewachsen, was das beste Ergebnis seit 2,5 Jahren ist. Nach Angaben des staatlichen Statistikdienstes der Ukraine betrug das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres 1,6 Prozent, was ebenfalls ein Spitzenergebnis ist“, schreibt Ukrinform.

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Afghanistan
IS bekennt sich zu Anschlag auf Hochzeit in Afghanistan

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Die Terrorgruppe IS hat sich zum Anschlag auf eine Hochzeit in Kabul, bei dem mindestens 63 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, getötet wurden, bekannt. Die Taliban verurteilten den Angriff als „verboten und ungerechtfertigt“ und lehnten jede Beteiligung ab. Nahe einer Bühne, an der sich eine Gruppe von Kindern aufgehalten hatte, zündete Mitten in einer Hochzeitsfeier ein Attentäter den Sprengsatz, berichten Augenzeugen. „Unter den Opfern sind Frauen und Kinder“, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums. Es seien zudem mindestens  182 Menschen verletzt worden.  

Antisemitismus
Zentralrat der Juden warnt vor AfD

Der Präsident des Zentralrats der Juden warnt vor Regierungsteilhabe der Rechtspopulisten in Sachsen und Brandenburg. Die AfD hetze gegen Minderheiten und schüre damit auch ein Klima gegen Juden. Das berichtet die Welt. „Die AfD ist meiner Meinung nach viel enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Sie schürt Ängste und fördert ein Klima der Ausgrenzung von Minderheiten“, so Josef Schuster im Interview mit der WELT AM SONNTAG. Die AfD verbände Anschläge islamistisch motivierter Täter mit populistischer Propaganda, um generell gegen Minderheiten zu hetzen, und schüre damit ein Klima letztlich auch gegen Juden. Wie die Welt weiter berichtet, warnt Schulz im Interview mit der WELT AM SONNTAG vor der Möglichkeit, dass sich Parteien nach der Wahl in Sachsen und Brandenburg in einer Minderheitsregierung von der AfD dulden lassen.
„Eine Minderheitsregierung unter Tolerierung der AfD würde bedeuten, dass sie bei ihren Entscheidungen immer auch nach rechts schielen müsste, um zu überleben. Das wäre für mich ein Vorbote dafür, dass eine der demokratischen Parteien über kurz oder lang doch ein Bündnis mit der AfD schließen würde.“

Norwegen
Angriff auf Moschee verhindert: Norwegische Polizei dankt muslimischen Senioren

Die norwegische Polizei bedankte sich am Samstag bei den zwei muslimischen Senioren, die einen Angreifer auf eine Moschee überwältigten und somit eine mögliche Tragödie verhinderten.

Lisbeth Hammer von der örtlichen Polizei begrüßte Mohamed Rafiq (65) und Mohamed Iqbal Jave (70) im Präsidium mit Blumen. Polizeichefin Beate Gangas Krog dankte den beiden Männern für ihren Mut und sagte, dass ihre heldenhaften Taten viele Leben gerettet hätten.

Der mutmaßlich rechtsextreme Phillip Manshaus war am 10. August mit mit zwei Schrotflinten und einer Pistole  in eine Moschee in einem Vorort von Oslo eingedrungen.

Manshaus wollte offenbar ein Massaker anrichten wie der von ihm verehrte Brenton Tarrant im März in Neuseeland. Der Australier hatte in Christchurch in zwei Moscheen 51 Muslime erschossen. Der 21-Jährige wird zudem verdächtigt, vor dem Angriff auf die Moschee seine 17-jährige Stiefschwester getötet zu haben. Ihre Leiche wurde in seiner Wohnung gefunden.