Apimondia International
Kanada: Türkischer Honig als bester der Welt ausgezeichnet

Montreal – Bei einem internationalen Imkertreffen in Montreal, Kanada, wurde der Polyflorahonig des türkischen Unternehmens Egricay Bal als bester Honig der Welt ausgezeichnet. Der 46. Apimondia International Imkerkongress versammelte vom 8. bis 12. September mehr als 6.000 Teilnehmer aus 80 Ländern. Am Donnerstag fand eine Preisverleihung statt, um die internationale Veranstaltung abzuschließen.
(Foto: AA)
„Die Tradition der Bienenzucht in unserer Familie reicht mehr als 300 Jahre zurück, wir arbeiten hart daran, hochwertigen Honig zu produzieren“, sagte Celal Cay, der Besitzer von Egricay Bal, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu nach Erhalt der Auszeichnung. Das Unternehmen habe auch eine Silbermedaille bei einem Kongress in Kiew 2013 und eine Goldmedaille in Istanbul 2017 gewonnen.

Anti-Terror-Einsatz
USA melden Tod von Bin-Laden-Sohn Hamza

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Der Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden, Hamza, ist tot. Er starb laut US-Regierung bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Region Afghanistan/Pakistan. Das Weiße Haus spricht von einem Rückschlag für Al Kaida.

Wie die Tagesschau weiter berichtet, hat Washington den Tod von Hamza bin Laden bestätigt, einem Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden. Er soll eine führende Rolle in dem Terrornetzwerk gehabt haben und „wurde bei einem US-geführten Anti-Terror-Einsatz in der Region Afghanistan/Pakistan getötet“, hieß es aus dem Weißen Haus. Zum Todeszeitpunkt wurden in der Erklärung keine Angaben gemacht.

„Der Tod des Bin-Laden-Sohns stellt nicht nur aus symbolischen Gründen einen Rückschlag für Al Kaida dar, sondern unterminiert auch wichtige Aktivitäten der Gruppe“, zitiert die Tagesschau eine Mitteilung des Weißen Hauses. Bereits Anfang August hatten US-Medien berichtet, der etwa 30-Jährige sei tot. Sie beriefen sich damals auf Geheimdienstinformationen.

Kurden gegen PKK
Türkei: Künstler, Musiker und Schauspieler schließen sich Protesten kurdischer Eltern gegen HDP an

Proteste gegen die Verschleppung von Kindern weiten sich aus Der andauernde Sitzstreik gegen die Verschleppung und Rekrutierung kurdischer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, der „Demokratischen Volkspartei“ (HDP), in Diyarbakır, entwickelt sich zu einem Lauffeuer. Nachdem sich in den letzten Tagen mächtige Kurden-Clans den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die „Mütter von Diyarbakır“, wie die Aufbegehrenden genannt werden, prominente Unterstützung. Künstler, Musiker und Schauspieler unterstützen „Mütter von Diyarbakır“ Bekannte Stars aus dem türkischen Showbusiness wie Hülya Koçyiğit, Muazzez Ersoy, Gülben Ergen, Yavuz Bingöl und Hasan Kaçan besuchten die streikenden Eltern, die seit Wochen vor der Parteizentrale der HDP in Diyarbakır ausharren und bekundeten ihre Solidarität mit den Müttern und Vätern. Die Stars nahmen sich Zeit, um mit allen streikenden Eltern einzeln zu reden. Hülya Koçyiğit, Muazzez Ersoy, Gülben Ergen, Yavuz Bingöl und Hasan Kaçan hielten die Hände der verzweifelten Eltern und teilten ihren Schmerz. Als die Mütter die Fotos ihrer verschleppten Töchter und Söhne zeigten und über ihre Sehnsucht nach diesen berichteten, kam es zu hoch emotionalen Momenten. Einer der Stars, die Schauspielerin Hülya Koçyiğit, erklärte, dass sie nach Diyarbakır gekommen sei, weil sie den mutigen Aufschrei der Mütter, ihren Protest und ihren Ruf nach Rückgabe ihrer Kinder gehört habe: „Mein Gewissen hat mich hierhergebracht. Ich bin ein Mensch, eine Mutter. Ich habe den Schmerz in den Herzen der Mütter in mir selbst gespürt“, sagte Koçyiğit und versprach, dass sie immer an der Seite der Mütter und Eltern sein werde, die aufgrund der Verschleppung ihrer Kinder großen Schmerz erleiden.
(Schauspielerin Hülya Kocyigit (r)
(Foto (BIK)
Koçyiğit, die darauf hinwies, dass es in der Türkei seit 30 Jahren zu Terrorangriffen kommt, erklärte: „Das hat viel Leid gebracht, viele Leben gekostet und dazu geführt, dass viele Tränen vergossen wurden. Die Mütter sollen nicht mehr weinen. Die gesamte Türkei und wir müssen alle gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. Denn das ist eine überparteiliche Angelegenheit. Das ist eine humanitäre Aufgabe aller Menschen. Deshalb habe ich einen großen Respekt vor dieser Erhebung und bin auf der Seite dieses Protests, um ihn zu unterstützen.“ Gülben Ergen: „Nieder mit dem Terror“ Gülben Ergen, TV-Moderatorin und Sängerin, wies darauf hin, dass man den Müttern zuhören und sie unterstützen müsse, um ihre Stimmen und ihren Aufschrei zu verstärken. „Wir haben gesehen, dass sie [die Mütter, Anmerkung der Redaktion] ermutigt wurden. Wenn das Herz einer Mutter blutet, wenn eine Mutter mit einem Wehruf auf sich aufmerksam macht, kann keine Kraft dieser Welt davor stehen bleiben. Nieder mit dem Terror. Diese Mütter sind auf der Suche nach ihren Kindern. Sie rufen um Hilfe. Ihre Herzen sind am bluten.“
(Foto: BIK)
Ergen sagte zudem auch ein paar Sätze auf den tags zuvor verübten Terroranschlag durch die PKK in Kulp. Sie erinnerte daran, dass sie an der Beerdigungszeremonie, der durch den Terrorangriff verstorbenen Bürger teilnahm und sagte: „Es ist Zeit für Frieden, Geschwisterlichkeit und Eintracht. Die Mütter sind stärker als wir alle. Vor Euch [den Müttern, Anmerkung der Redaktion] wird keine Kraft aufrecht stehen können. Die Mütter werden siegen.“ „Unsere Gebete sind bei den Müttern“ Die Stimm- und Musikkünstlerin Muazzez Ersoy sagte ebenfalls, dass sie nach Diyarbakır gekommen sei, um den Schmerz der Mütter zu teilen und Mitgefühl zu demonstrieren. Sie sagte, sie könne sehr gut nachvollziehen, was die Mütter fühlen und welchen Schmerz sie erleiden müssen, da sie selbst eine Mutter sei. Ersoy wünschte den Eltern, dass sie schnellstmöglich ihre Kinder zurückbekommen: „Wir möchten, dass sie so schnell wie möglich ihre Kinder wiedersehen und glücklich mit diesen daheim leben. Unsere Gebete sind bei den Müttern. Wir sind hier, um die Mütter zu unterstützen und damit ihr Schrei endlich Gehör findet. Ich bin darüber hinaus sehr glücklich, hier zu sein.“ „Die gesamte Türkei wartet auf dieses Wiedersehen“ Der Schauspieler und Musiker, Yavuz Bingöl, sagte, er sei nach Diyarbakır gekommen, um ein gesamtgesellschaftliches Statement zu setzen, um aufzurütteln und um den Schmerz der Mütter zu teilen. „Im Namen aller Künstler möchte ich den Kindern der Mütter folgendes sagen: Tut unseren Müttern nicht länger weh, lasst sie nicht länger weinen, kommt und bereitet diesem Schmerz ein Ende. Beendet diese Sehnsucht.“ Bingöl sagte, die Mütter wollten nur noch ihre Kinder in die Arme schließen, sie küssen und an ihnen riechen. „Hoffentlich können sie [die Kinder, Anmerkung der Redaktion] unversehrt nach Hause und zu ihren Familien zurückkehren. Nicht nur die Mütter, sondern die gesamte Türkei wartet auf dieses Wiedersehen. Ich hoffe auch, dass weitere unserer Künstlerkollegen hierherkommen, um unsere Mütter zu unterstützen.“ Clans unterstützen Proteste Am Donnerstag kamen auch kurdische Clanführer, die 154 Großfamilien in der Ost- und Südosttürkei vertreten, nach Diyarbakır, um den Familien, die vor der HDP-Zentrale mit einer Sitzblockade gegen das Verschwinden ihrer Kinder protestieren, ihre Solidarität auszudrücken. Der Vorsitzende der Föderation der kurdischen Großfamilien „Kadim“, Rasim Aslan, sagte gegenüber Reportern, dass sie nach Diyarbakır gekommen seien, um den Schmerz der Mütter zu teilen und dass diese Frauen alle in der Türkei lebenden Mütter repräsentierten. Aslan wandte sich an diejenigen, die bei den Gezi-Protesten, im Ida-Gebirge oder den Waldbränden in İzmir die Menschen zum Protest bewegten und sagte: „Genießen die Mütter nicht einmal die Wertschätzung eines verbrannten Baums? Der Grund, wieso wir heute hier sind, ist, dass wir den Schmerz teilen wollen. Ich wünsche keiner einzigen Mutter auf der Welt den Schmerz des Verlusts des eigenen Kindes. Es gibt nichts Schlimmeres als diesen Schmerz. Diese Frauen stehen für alle Mütter in der Türkei. Ich hoffe, dass alle zur Gnade und Besinnung kommen und es diesen Müttern ermöglichen, ihre Kinder wiederzusehen.“ Der Führer des İzol-Clans aus der türkischen Stadt Adıyaman, Abdullah Yalçın, beklagte, dass die HDP und ihre Funktionäre nicht ihre eigenen Kinder, sondern die Töchter und Söhne anderer Familien in die Berge verschleppten. „Falls ein einziges Kind der politischen Vertreter oder Abgeordneten der HDP in den Bergen lebt, dann sind wir bereit, ebenfalls dorthin zu gehen. Diese Leute verstecken ihre eigenen Kinder und verschleppen fremde Jugendliche. Wie unmoralisch ist das?“ Mehmet Karaman, ein weinender Vater eines verschwundenen Kindes, zeigte den Journalisten das Foto seines Sohnes Ercan und sagte: „Seit 22 Jahren ist der Junge nun schon in den Bergen. Ich weiß nicht mehr, wie ich esse und schlafe.“ Der Führer des İzol-Clans Yalçın versuchte den leidenden Vater dagegen zu beruhigen und tröstete ihn.

Zum Thema

– Kurden gegen PKK – Kurden über HDP: „Ihre Kinder bereisen Europa, während unsere verschleppt werden“

Die Wut der Kurden auf die PKK-nahe Partei HDP wird immer größer. Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im vergangenen Monat begann, entwickelt sich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, ihren Unmut gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.

Kurden über HDP: „Ihre Kinder bereisen Europa, während unsere verschleppt werden“

Umweltpolitik
DIHK-Umfrage: Neun von zehn Unternehmen befürworten mehr Klimaschutz-Maßnahmen

Neun von zehn deutschen Unternehmen befürworten grundsätzlich zusätzliche Klimaschutz-Maßnahmen, damit Deutschland seine Klimaziele 2030 und 2050 erreichen kann. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 2600 Mitgliedsunternehmen hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Zugleich hat aber die Enttäuschung über den bisherigen Verlauf der Energiewende stark zugenommen: Nur noch 15 Prozent der Industrieunternehmen sehen die Energiewende als positiv für ihr eigenes Geschäft an, wie das so genannte IHK-Energiewende-Barometer zeigt. Die Energiewende wird der Umfrage zufolge von den Unternehmen unterm Strich so negativ bewertet wie seit 2015 nicht mehr. Denn im laufenden Jahr müssen der Umfrage zufolge erstmals mehr als die Hälfte der Betriebe noch mehr für den Strom bezahlen als im Vorjahr. „Wer bei diesen Unternehmen Vertrauen gewinnen will, muss ihnen Zeit für Umstellungen gewähren“, mahnte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Werde für einen besseren Klimaschutz wie erwartet eine CO2-Bepreisung eingeführt, bräuchten die Unternehmen einen zeitlichen Vorlauf, forderte Schweitzer. Eine solche Übergangszeit sei auch deshalb wichtig, weil es in vielen Fällen noch keine wirtschaftlich verfügbaren Alternativen gebe, etwa im Schwerlastverkehr. „Zentral bei einer CO2-Bepreisung ist, dass die Wirtschaft unterm Strich nicht zusätzlich belastet wird“, sagte Schweitzer. „Denn dies würde in Kombination mit den im internationalen Vergleich hohen Strompreisen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden.“ Ein wirksamer Ausgleich ließe sich für einen Großteil der Betriebe über die Senkung der Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) erzielen. Unternehmen, die wenig Strom, aber beispielsweise viel Erdgas verbrauchten, müssten zusätzlich entlastet werden. Andernfalls verliere Deutschland seine Attraktivität als Investitionsstandort.

Umweltpolitik
Studie: Abstandsregeln für Windkraftanlagen reduzieren verfügbare Fläche um bis zu 40 Prozent

Im Ringen um mehr Windkraftanlagen in Deutschland kommt eine neue Studie zu dem Schluss, dass starre Abstandsregelungen wie etwa in Bayern die verfügbare Fläche drastisch einschränken. „Pauschale Mindestabstände von 1000 Metern führen je nach untersuchter Variante zu einer Reduktion der Flächenverfügbarkeit um zehn bis 40 Prozent“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und der Unternehmensberatung Navigant, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Daraus geht auch hervor, dass ohne Abstandsregelung theoretisch rund 3100 Quadratkilometer für den Ausbau zur Verfügung stehen, mit einer sogenannten „1000-Meter-Pufferung“ sind es nur noch 2800 – oder nur rund 49.000 Megawatt statt 81.000. In Bayern müssen Windkraftanlagen in der Regel den zehnfachen Abstand ihrer Länge zu Wohngebieten einhalten. Bei einem 200 Meter hohen Windrad sind das zwei Kilometer. Derzeit streiten Union und SPD im Rahmen der Klimaschutzverhandlungen um einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien. Zuletzt gab es kaum neue Windkraftanlagen in Deutschland. Ohne einen deutlich höheren Anteil Erneuerbarer an der Stromversorgung könnten die Klimaziele für das Jahr 2030 in Gefahr geraten.

Umweltpolitik
Grünen-Politiker Özdemir: Im Rahmen des Klima-Pakets auch Diesel-Steuerprivileg abschaffen

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat die große Koalition aufgefordert, im Rahmen ihres Klimaschutz-Pakets umweltschädliche Subventionen wie das Diesel-Steuerprivileg abzuschaffen. „Wir müssen ganz klar und schnell in Richtung emissionsfreie Mobilität und Dekarbonisierung gehen beim Auto, beim Lkw, bei Schiffen und auch beim Flugzeug“, sagte Özdemir der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Dazu brauchen wir nicht allein mehr Förderungen, dazu müssen wir vor allem ran an die Strukturen. Zurzeit subventionieren wir immer noch Dieselkraftstoff mit Milliarden Euro pro Jahr. Aber wer Neues fordert, darf eben nicht gleichzeitig auch Altes fördern“, sagte der Chef des Bundestags-Verkehrsausschusses. „Wir wollen nicht nur ein bisschen emissionsfreie Mobilität on top zum fossilen Status-Quo“, warnte er. „Wir wollen eine Verkehrswende: Massive Investitionen in Bus, Bahn und Rad und ein Abschied von fossilen Kraftstoffen“, sagte der frühere Parteivorsitzende, der am 24. September für den Vorsitz der Grünen-Fraktion kandidieren will.

Ukraine
Türkei und USA nehmen an Militärübung „Rapid Trident 2019“ teil

Lwiw – Die internationale Militärübung Rapid Trident 2019 begann am Freitag in der Region Lemberg/Lwiw der Ukraine, sagte der Generalstab des Landes. An der knapp zweiwöchigen Übung  nahe der Grenze zu Polen nehmen etwa 3600 Soldaten aus 14 Staaten teil Zu den teilnehmenden Ländern gehören die USA, Großbritannien, die Türkei, Bulgarien und Moldawien, so der Generalstab der Ukraine. Die USA habe auch ihre Spezialeinheit „Delta Force“ geschickt. Bei der Rapid Trident 2019, die bis zum 28. September läuft, sollen die Fähigkeiten trainiert werden, Aggressionen unter den Bedingungen eines Hybridkriegs abzuwehren“, so die Erklärung der ukrainischen Armee. Die russische Regierung kritisierte das Manöver in den vergangenen Jahren scharf. Die Militärübung sei „eine klare Demonstration der provokativen Politik der Nato, das Vorgehen der derzeitigen Staatsführung in der Ostukraine zu unterstützen“. Bei „Rapid Trident“ – zu Deutsch „Schneller Dreizack“ – handelt es sich um eine Übungsserie im Geiste der NATO-Initiative „Partnerschaft für den Frieden“ (Partnership for Peace, PfP), die die Ukraine alljährlich in enger Kooperation mit den USA und unter Einbindung weiterer Länder durchführt. Initiator der Serie und mitverantwortlich für deren Durchführung ist das US-Oberkommando in Europa (United States European Command, USEUCOM), das seinen Sitz in den „Patch Barracks“ in Stuttgart-Vaihingen hat. „Rapid Trident“ dient der Interoperabilität der ukrainischen Streitkräfte für den Fall, dass diese an internationalen Missionen wie etwa in Afghanistan teilnehmen, berichtet das Bundeswehr Journal. 

Verkehrspolitik
Hofreiter attackiert „ruinöse Bahnpolitik der CSU-Verkehrsminister“

Grünen-Fraktionschef: Bahn braucht ordentliche Finanzspritze Osnabrück – Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat das vom Bundesrechnungshof festgestellte Milliarden-Defizit der Deutschen Bahn als „Quittung für die ruinöse Bahnpolitik der CSU-Verkehrsminister“ bezeichnet. „Der Bund muss endlich dafür sorgen, dass das Schienennetz wieder flottgemacht und ausgebaut wird“, sagte Hofreiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er forderte von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine „ordentliche Finanzspritze“ für die Bahn. „Kurzfristig müssen die Gelder verdoppelt, mittelfristig vervierfacht werden“, verlangte der Grünen-Politiker. Scheuer müsse auch liefern beim Klimaschutz im Verkehr. „Die aktuellen Vorschläge des Verkehrsministers sind ein Sammelsurium von guten wie auch unnötigen und unnötig teuren Maßnahmen“, kritisierte der Grünen-Politiker. „Ökologisch unsinnige Subventionen“ wie die Dieselsubventionen gehörten abgeschafft. Zudem ist laut Hofreiter ein festgelegtes Datum für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor überfällig. „Wenn Herr Scheuer hier nicht nachliefert, wird er die Klimaziele im Verkehr krachend verfehlen“, warnte er.

Türkei
Türkischer Ex-Premier Davutoglu: Neue Partei ist Verpflichtung gegenüber der Nation

Ankara – Der ehemalige Premierminister und damalige Vorsitzende der regierenden AKP, Ahmet Davutoglu, ist am heutigen Freitag von seiner Partei zurückgetreten, nachdem gegen ihn und drei weitere Parteimitglieder Disziplinarmaßnahmen eingeleitet wurden. „Den Vorsitzenden, die stellvertretenden Vorsitzenden, die Abgeordneten und die Provinzführer, die den Widerstand der Nacht vom 15. Juli geführt haben, der Partei zu verweisen, ist eine sehr schwerwiegende Entscheidung, die nicht mit den Gründungsprinzipien der AK-Partei und unseren demokratischen Erfahrungen und politischen Traditionen übereinstimmt“, sagte Davutoglu auf einer Pressekonferenz, auf der er seinen Rücktritt erklärte. Auch sechs weitere AKP-Mitglieder erklärten zusammen mit Davutoglu ihren Rücktritt. Auf seine jüngste Kritik an der Politik der AKP verweisend sagte Davutoglu: „Wir wollten die derzeitige AKP-Administration, die von ihren Grundprinzipien und ihrer politischen Mission abweicht, einladen, sich zu hinterfragen.“ Alle „Konsultationskanäle“ innerhalb der Partei seien geschlossen, und es gebe keinen Raum mehr für „gut gemeinte Kritik und Beratung“ in der Partei, sagte er. „Unsere Absicht und unser Ziel ist es nicht, zu widersprechen, zu teilen und zu schwächen; unser Ziel war es, die Möglichkeiten der Erneuerung unserer Partei im Rahmen der Grundprinzipien als Dolmetscher für das Unbehagen unserer Parteikader und Basis vorzustellen“, sagte er. Nachdem Davutoglu von 2003 bis 2009 als außenpolitischer Berater des derzeitigen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan tätig war, diente er von 2009 bis 2014 als Außenminister, bevor er Vorsitzender und Premierminister der AKP wurde. Im Mai 2016 trat Davutoğlu von beiden Posten zurück und wurde von Binali Yıldırım abgelöst. Davutoğlu hat in jüngster Zeit die Politik der AKP und das Bündnis mit der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) kritisiert. Auf die Frage nach der Möglichkeit, eine neue Partei zu gründen, sagte Davutoglu: „Von nun an ist es sowohl eine historische Verantwortung als auch eine Verpflichtung gegenüber unserer Nation, eine neue politische Bewegung zu starten und einen neuen Weg in Übereinstimmung mit den von uns genannten Grundprinzipien einzuschlagen“.

Reisen
Flugverspätungen in Deutschland: Auf diesen Strecken gibt es die meisten Probleme

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In Deutschland starten täglich rund 630 Flüge verspätet oder fallen aus. Doch auf welchen Flugstrecken aus oder nach Deutschland gibt es eigentlich die meisten Probleme? Dieser Frage ist das weltweit führende Fluggasthelfer-Portal AirHelp auf den Grund gegangen. Demnach sind Flugrouten in die Türkei besonders häufig von Problemen betroffen. Auf diesen Flugstrecken gibt es die meisten Probleme Die meisten Flugverspätungen und -ausfälle gibt es auf der Strecke von München nach Neu Delhi: Rund 81 Prozent aller Flüge in die indische Hauptstadt starteten in diesem Jahr nicht nach Plan. Aber auch auf dem Rückflug nach München mussten Reisende häufig viel Geduld mitbringen: 77,5 Prozent aller Flüge von Neu Delhi in die bayerische Landeshauptstadt starteten zu spät oder fielen aus. Das ist der zweitschlechteste Wert der Analyse. Komplettiert wird die „Worst Five“ des Rankings durch drei Strecken ab Frankfurt am Main: 66,4 Prozent aller Flüge vom Fraport nach Bangkok sowie 64,9 Prozent aller Flüge nach Bahrain und 63,3 Prozent aller Flüge nach Taoyuan in Taiwan waren 2019 bislang unpünktlich. Insgesamt tauchen die Flughäfen Frankfurt und München in dem Ranking der 50 problematischsten Flugstrecken 31 Mal auf: 21 der Flugrouten haben ihren Start oder ihr Ziel in der hessischen Bankenmetropole, zehn in München. Hamburg und Berlin-Tegel sind in dem Ranking jeweils fünfmal vertreten, Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart jeweils zweimal und Berlin-Schönefeld, Leipzig/Halle und Hannover je einmal. Türkei und Italien-Urlauber müssen besonders oft warten Die erste innereuropäische Flugstrecke befindet sich auf Platz sechs des AirHelp-Rankings: 62,8 Prozent aller Flüge von Hamburg ins schwedische Göteborg starteten 2019 unplanmäßig. Dahinter landen die Flugstrecken von Berlin-Tegel nach Kiew (61,6 Prozent) und von Köln/Bonn nach Istanbul (61,3 Prozent). Insgesamt sind Türkeiflüge im Ranking neunmal vertreten und somit am häufigsten. Auch Flugstrecken aus und nach Italien (sieben Mal) sowie Indien (sechs Mal) zählen zu den problematischsten Routen. Laura Kauczynski, Unternehmenssprecherin von AirHelp, kommentiert die Analyse: „Flugreisende in Deutschland müssen manchmal besonders viel Geduld mitbringen, denn auf einigen Routen starteten in diesem Jahr nicht einmal die Hälfte aller geplanten Flüge pünktlich. Vor allem Türkei-, Italien-, und Indien-Reisende waren diesbezüglich besonders häufig betroffen. Das liegt in der Regel aber nur selten an den jeweiligen Flughäfen, denn laut Eurocontrol sind die Airlines für fast die Hälfte aller Flugverspätungen selbst verantwortlich. Passagiere, die von Flugverspätungen oder -ausfällen betroffen waren, haben unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Allein während unseres Untersuchungszeitraumes hatten bereits rund 800.000 Fluggäste in Deutschland Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung aufgrund einer Flugverspätung. Wir von AirHelp unterstützen Flugreisende dabei diese durchzusetzen und ziehen, wenn nötig, sogar für sie vor Gericht.“ Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin. Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird. AirHelp kooperiert mit Verbraucherschutz Deutschland Um möglichst vielen Passagieren in Deutschland zu ihrem Recht zu verhelfen, kooperiert AirHelp seit diesem Jahr mit Verbraucherschutz Deutschland. In diesem Zusammenhang wird AirHelp aufgrund seiner Kunden- und Servicefreundlichkeit vom Verbraucherschutz Deutschland empfohlen und wird sich künftig dafür einsetzen, die Rechte der Verbraucher, die sich beim Verbraucherschutz Deutschland beschweren, durchzusetzen. Fluggäste können ihren Anspruch auf eine Entschädigung unverbindlich und kostenlos auf www.airhelp.com/de prüfen. Über AirHelp AirHelp ist die weltweit größte Organisation für Fluggastrechte. Seit der Gründung 2013 hilft das Unternehmen Reisenden dabei, Entschädigungen für verspätete oder ausgefallene Flüge sowie im Falle einer Nichtbeförderung durchzusetzen. Zudem ergreift AirHelp juristische und politische Maßnahmen, um die Rechte von Fluggästen weltweit weiter zu stärken. Das Unternehmen hat bereits mehr als 13 Millionen Menschen geholfen, ist in 35 Ländern aktiv und beschäftigt über 700 Mitarbeiter. Seit 2019 kooperiert AirHelp mit Verbraucherschutz Deutschland (www.verbraucherschutz.de/airhelp) und hilft bei der Durchsetzung der Fluggastrechte von Verbrauchern, die sich an den Verbraucherschutz Deutschland gewandt haben. Mehr Informationen über AirHelp finden Sie unter: www.airhelp.com/de/