Militäroffensive in Syrien
AfD-Politiker Berg fordert endgültige Einstellung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

Lars Patrick Berg, Mitglied der Fraktion Identität und Demokratie (ID), hat die EU eindringlich aufgefordert, alle Verhandlungen über den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union endgültig einzustellen.

Berg argumentierte, dass die Türkei kein europäisches Land sei und nicht im Einklang mit den europäischen Werten handle. So seien Rechtsstaatlichkeit und Freiheit der Opposition nicht gewährleistet. Auch der benachteiligende Umgang mit Minderheiten wie Christen und Kurden sei höchst inakzeptabel.

„Wir von der ID-Fraktion fordern eine Entschließung des Europäischen Parlaments, in der die kriegerischen Handlungen der Türkei in Nordsyrien verurteilt werden“, so der AfD-Politiker Berg und stellt dabei fest: „Die Türkei verhält sich wie ein Schurkenstaat. Sie untergräbt die Sicherheit einer ganzen Region und gibt dem Terrorismus damit frischen Nährboden!“

Es bestünden, so Berg, große Bedenken, dass das Verhalten der Türkei Terrororganisationen wie dem IS erneut die Möglichkeit böten, sich wieder in der Region auszubreiten und neue Anhänger zu rekrutieren. Auch angesichts der Drohung der Türkei, die Tore für eine noch große Einwanderungswelle aus dem Nahen Osten nach Europa zu öffnen, sei die Sorge berechtigt, dass erneut auch Terroristen und Straftäter nach Deutschland eindringen könnten.

„Die deutschen Interessen stehen im diametralen Gegensatz zu denen der Erdogan-Regierung“, analysiert Berg und fordert: „Je früher wir uns mit der destabilisierenden Politik der Türkei auseinandersetzen, desto eher werden wir wieder Schutz an den europäischen Außengrenzen haben. Ich hoffe, dass die Mitgliedstaaten nächste Woche einer Isolierung der Türkei zustimmen werden. Dem Treiben Erdogans muss die Stirn geboten werden!“

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– Militäroffensive in Syrien – Christen: Durch türkische Militäroffensive endlich Hoffnung auf Ende des YPG-Terrors

In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), sagten Vertreter aramäischer Christen Syriens, dass „kurdische Nationalisten“ die größte Gefahr für sie darstellten.

Christen: Durch türkische Militäroffensive endlich Hoffnung auf Ende des YPG-Terrors

Militäroffensive "Friedensquelle"
Türkei: Erdogan veröffentlicht Memorandum zur Anti-Terror-Offensive in vielen Sprachen

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Erdogan-Memorandum: Keine Invasion, sondern ein Kampf gegen den Terror Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat über die sozialen Medien ein Kommuniqué zur Anti-Terror-Operation „Friedensquelle“ veröffentlicht. In dem am Mittwoch über Twitter und Facebook verbreiteten Denkschrift, beurteilt der türkische Staatspräsident die vor einer Woche begonnene Offensive der türkischen Streitkräfte zur Beendigung des Terrors und zur Schaffung einer Sicherheitszone in Nordsyrien. Indem auf türkisch, englisch, französich und arabisch veröffentlichte Memorandum sagt Erdogan, dass die Türkei in Syrien weder Kurden, noch Araber noch irgendeine andere Gruppierung, sondern nur Terroristen im Visier habe. Die Türkei führe auf dem syrischen Boden keine Besatzung und Invasion, sondern einzig und allein eine Operation zum Kampf gegen den Terror durch. „Wir kämpfen nicht gegen das syrische Volk, sondern gemeinsam mit der syrischen Bevölkerung gegen die Tyrannen und Unterdrücker“, so Erdogan.   PKK/YPG wird von bestimmten Kreisen geschützt und als Druckmittel gegen die Türkei genutzt Zudem sagte der türkische Präsident, dass die Türkei schon von Beginn an erklärt habe, dass sie bereit stehe, die Verantwortung für die IS-Mitglieder, die sich im nordsyrischen Operationsgebiet aufhielten, zu übernehmen. Erdogan warf einigen Staaten und Akteuren, ohne nähere Namen zu nennen, vor, die PKK/YPG Terroristen zu unterstützen. Der türkische Präsident sagte: „Die Terrororganisation PKK/YPG hingegen, die von bestimmten Kreisen beharrlich gedeckt und geschützt wird, hat damit begonnen, die IS-Angehörigen, die sie als Druckmittel nutzt, freizulassen.“ Er versprach außerdem sowohl die „Ausschaltung der Terroristen der PKK/YPG als auch der IS“, in den von der Türkei kontrollierten Gebieten. Territoriale Integrität und politische Einheit Syriens hat Priorität Erdogan wies darüber hinaus darauf hin, dass die Türkei die territoriale Integrität und politische Einheit Syriens respektiere. „Wir werden die Führung und Verwaltung der Gebiete, deren Sicherheit wir derzeit gewähren, dann zurückgeben, sobald eine rechtmäßige Regierung gegründet ist, welche alle Gruppierungen des Landes repräsentiert“, so der Präsident. Erdogan: „Wir notieren diejenigen, die uns Steine in den Weg legen“ Erdogan, der bereits am Tag davor erklärte, dass ein Waffenstillstand oder Verhandlungen mit Terroristen nicht zur Diskussion stehe, unterstrich in dem Memorandum, das die „Operation Friedensquelle“ so lange fortgeführt werde, bis die angekündigte 30-35 Kilometer tiefe Sicherheitszone errichtet sei. Dabei hob der Präsident ein wichtiges Detail hervor: „Wir vermerken und notieren“, so Erdogan, während der Operation Friedensquelle „diejenigen, welche uns unterstützen und solche, die uns Steine in den Weg legen.“ Schnelle Rückkehr der syrischen Flüchtlinge Das Kommuniqué beinhaltet ferner, den Wunsch der Türkei, bis zu zwei Millionen Syrer schnell in ihre Heimat zurückzuführen. „Es ist die Aufgabe der gesamten Welt, die Arbeiten, das syrische Volk von dem Leid der letzten acht Jahre zu befreien, zu unterstützen“, sagte Erdogan. Keine Verhandlungen mit Terroristen Die Türkei sei ein Land, das genügend Erfahrung und Fähigkeit besitze und im Klaren sei, dass man mit Terroristen nicht verhandle. „Diejenigen, die seit Jahren Schoß an Schoß mit den Terroristen leben, können mit diesen ihre gewünschten Verhandlungen führen, jedoch werden wir niemals diesen Weg einschlagen“, sagte der Präsident.

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Sport
Fußball-Verband Mittelrhein warnt Amateur-Fußballer vor Militär-Grüßen bei Spielen

Köln – Nach ersten Fällen von Militär-Saluten in Kreisligen in Recklinghausen hat der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) die Spieler der Amateurvereine aufgefordert, auf politische Gesten und Statements zu verzichten. „Politisch motivierte Stellungnahmen haben auf unseren Fußballplätzen nichts zu suchen“, sagt FVM-Präsident Bernd Neuendorf dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „In der FVM-Satzung ist verankert, dass der FVM und seine Vereine parteipolitisch und weltanschaulich neutral sind. Daher appellieren wir dringend an unsere Vereine, auf politische Gesten und Statements auf dem Fußballplatz zu verzichten.“ Im FVM sei bisher keine Nachahmung der politisch motivierten Jubel-Geste der türkischen Nationalspieler bekannt. „Sollten wir dazu Kenntnis erlangen, werden wir kurzfristig Stellungnahmen der Vereine einholen und über eine Abgabe an das Verbandssportgericht entscheiden“, sagt Neuendorf. Der Fußball-Verband Mittelrhein ist der siebtgrößte der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der FVM betreut rund 380000 Einzelmitglieder in 1106 Vereinen.

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– Terrordrohung – Türkei: Podolski salutiert vor türkischer Flagge und wird von PKK bedroht

Für den Beitrag erntete der Profifußballer viel Beifall in der türkischen Community, allerdings nahmen vor allem links- und rechtsradikale Deutsche sowie Anhänger der terroristischen PKK den Tweet zum Anlass, um Pöbeleien auf seinen Social-Media-Accounts zu hinterlassen.

Türkei: Podolski salutiert vor türkischer Flagge und wird von PKK bedroht
 

Terrorismus
Trump: PKK größere terroristische Bedrohung als Terrormiliz IS

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Washington – US-Präsident Donald Trump hat die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK mit IS verglichen und gesagt, die PKK sei vermutlich eine größere Gefahr. „Die PKK, die – wie Sie wissen – Teil der Kurden ist, ist vermutlich in vielerlei Hinsicht schlimmer beim Terror und eine größere terroristische Gefahr als der IS“, so Trump während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Sie seien „keine Engel“. Verbote in Deutschland In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich Im Februar verbot das Bundesinnenministerium zwei Vereinigungen, die zur PKK gehören sollen. Nach Ministeriumsangaben nutzt die Terrororganisation Deutschland als Rückzugsraum und zur Rekrutierung von Nachwuchs. Bei den Verlagen handelt es sich um die „Mezopotamien Verlag und Vertrieb GmbH“ sowie die „MIR Multimedia GmbH“ im nordrhein-westfälischen Neuss. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer in einer Mitteilung. Eva Quadbeck schreibt dazu in der Rheinischen Post:

„Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an. Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“.

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“
 

Brexit-Kompromiss
Top-Ökonomen fordern von Merkel Einsatz für Brexit-Deal

Deutsche Spitzenökonomen haben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag für den angestrebten Brexit-Kompromiss der EU-Kommission mit Großbritannien zu werben. „Einen geregelten Brexit zu erreichen, ist für ganz Europa von grundlegender Bedeutung, weil er eine zentrale Grundlage für die künftige Zusammenarbeit zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU sein wird“, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Für Deutschland ist er besonders bedeutend, weil das Vereinigte Königreich einer unserer wichtigsten Handelspartner ist“, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. „Hinzu kommt dass die Konjunktur in Deutschland derzeit fragil ist, so dass ein negativer Impuls durch einen harten Brexit derzeit besonders schädlich wäre“, warnte Fuest. „Deutschland sollte sich daher dafür einsetzen, dass es zu einer Einigung kommt. Dafür müssen beide Seiten Kompromissbereitschaft zeigen“, sagte Fuest. Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warb für den Kompromiss mit Großbritannien ohne weitere Zeitverluste. „Die Unsicherheit über den Brexit verursacht bereits jetzt signifikanten Schaden für die deutsche Wirtschaft“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“.

Düsseldorf
Polizeigewerkschaft: NRW-Verfassungsschutz soll Clans beobachten

Bei der Bekämpfung der Clankriminalität in NRW soll nach Forderung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) künftig auch der Verfassungsschutz eingeschaltet werden. „Immer öfter werden Zusammenhänge zwischen der organisierten und der politisch motivierten Kriminalität erkannt“, sagte der DPolG-Landesvorsitzende Erich Rettinghaus der „Rheinischen Post“. Der Verfassungsschutz habe für dieses Kriminalitätsfeld bislang aber weder eine Zugriffspflicht noch ein Zugriffsrecht. „Die Gesetze wären dazu anzupassen. Die Polizei könnte dann effektiver arbeiten, so Rettinghaus. Konkret verspricht man sich bei der Polizei, durch die Einbindung des Verfassungsschutzes mehr Erkenntnisse über die Strukturen der abgeschotteten arabischen Großfamilien zu erlangen. Unterstützung für den Vorstoß der Deutschen Polizeigewerkschaft kommt von der CDU in NRW. „Wir müssen im Kampf gegen kriminelle Clans alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Dazu gehört auch, dass wir nachrichtendienstliche Mittel gegen diese Strukturen einsetzen sollten. Darüber gilt es eine Debatte zu führen. Die Landesregierung sollte prüfen, inwieweit die Befugnisse des Verfassungsschutzes erweitert werden können“, sagte CDU-Innenexperte Gregor Golland der „Rheinischen Post“. In Bayern, Hessen, Thüringen und dem Saarland gehört die organisierte Kriminalität bereits mit zu den Zuständigkeiten des Verfassungsschutzes.

Berlin
Bund plant neues Turbo-Baurecht für Verkehrsprojekte

Minister Scheuer will ausgewählte Vorhaben einfach per Gesetz genehmigen lassen Osnabrück –  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer strebt eine Revolution im deutschen Planungsrecht an: Ausgewählte Projekte will der CSU-Mann nicht mehr durch langwierige Planfeststellungsverfahren von Behörden genehmigen lassen, sondern durch ein Gesetz des Bundestags. Eine entsprechende Reform kündigte Scheuers Staatssekretär Enak Ferlemann laut einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Dienstagabend auf einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein in Berlin an. „Wir wollen damit im Dezember ins Bundeskabinett“, sagte Ferlemann und betonte, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Pläne unterstütze. Testen will Scheuer d as Bauen per Gesetz zunächst an sechs Ausbauprojekten – fünf auf dem Wasser und einem auf der Schiene. So sollen laut Ferlemann die Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals und die Erweiterung des Wesel-Datteln-Kanals ebenso vom Bundestag genehmigt werden wie die Vertiefung von Unter- und Außenweser, Mittelrhein und Untermain. Zudem soll der zweigleisige Ausbau der Marschbahnstrecke vor und auf der Insel Sylt gesetzlich beschlossen werden. „Wir wollen mal sehen, ob das so schneller geht“, sagte CDU-Politiker Ferlemann. Vorbild Dänemark Die Planung per Gesetz könnte deshalb für mehr Tempo sorgen, weil keine langen und oft mehrstufigen Klageverfahren gegen eine Baugenehmigung mehr möglich wären. Einziger Weg zur Verhinderung eines Projekts wäre dann eine Klage gegen das vom Bundestag beschlossene Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht. Die aber können nur die Bundes- oder eine Landesregierung oder ein Viertel der Abgeordneten beantragen, nicht Bürger oder Verbände. Dänemark etwa hat per Gesetz den Fehmarnbelt-Tunnel viel schneller geplant als Deutschland, wo er noch immer nicht genehmigt ist. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz begrüßte die Ankündigung eines Baugesetzes für die Marschbahn nach Sylt. Er gab aber zu bedenken, dass das Bundesverfassungsgericht eine generelle Planung per Gesetz für grundgesetzwidrig erklärt hat, weil so Zuständigkeiten von Legislative und Exekutive unzulässig vermischt würden. Auch Ferlemann räumte ein, dass nicht jede Baumaßnahme per Gesetz genehmigt werden könne. „Aber für einige Projekte würde es gehen“, sagte er.

Militäroffensive in Syrien
Erdogan: Adana-Abkommen von 1998 erlaubt Offensive in Syrien

Das Abkommen von Adana Von Nabi Yücel In Europa und in den USA wird die Militäroperation „Friedensquelle“ als völkerrechtswidrige Handlung betrachtet. Politiker fordern den sofortigen Stop der militärischen Intervention. Der türkische Präsident Erdogan hat erneut darauf hingewiesen, dass die türkische Armee nicht weichen wird und beruft sich dabei auf das Adana-Abkommen. Die Türkei befindet sich seit Anfang des Jahres im Sicherheitsmodus und beruft sich dabei einerseits auf die UN-Konvention Art. 51 sowie auf das Adana-Abkommen. Das bedeutet, dass die Türkei ihre Staatsdoktrin „Ya Istiklal, ya ölüm! – Entweder Unabhängigkeit oder Tod!“ anwendet, ein Zitat die Atatürk zu Beginn des Befreiungskrieges in Sivas vor der neugegründeten Nationalversammlung erklärte. Am Mittwoch wiederholte der türkische Präsident Erdogan dieses Zitat und unterstrich damit, dass die Militäroperation in Nordsyrien keineswegs beendet wird, bis die Gefahr beseitigt ist. Der erneute heftige Deutungsstreit in Europa und in den USA um die Militärintervention der Türkei in Zusammenhang mit der Militäroperation „Friedensquelle“ in Nordsyrien will nicht abreißen. Erst Anfang des Jahres, während des Treffens zwischen Erdogan und seinem russischen Amtskollegen Putin, hatte der russische Präsident das Abkommen von Adana angesprochen und der Türkei insofern nach geltenden internationalen Verträgen zur letzten Operation in Afrin, die zwischen Januar 2018 und März 2018 durchgeführt wurde, Recht gegeben. Wie jetzt auch, hatte schon damals das syrische wie russische Außenministerium die türkische Intervention auf syrischem Territorium verurteilt. Die Türkei ließ sich damals davon nicht beeindrucken. Die Türkei hat bislang mehrmals in Syrien interverniert. Mit der militärischen Operation „Schutzschild Euphrat“ begann die Intervention im syrischen Bürgerkrieg, die nun mehr seit acht Jahren andauert. Lange zuvor hatte die Türkei mit einer diplomatische Intervention, die mit Androhung einer militärischen Operation einherging, den damals syrischen Machthaber Hafiz al-Assad gezwungen, den Forderungen nachzugeben. Die Türkei erreichte 1998, dass der Vater des heutigen Regimemachthabers Baschar al-Assad das Abkommen von Adana unterzeichnete. Die Folge war, dass der damalige syrische Machthaber die Führungsebene der Terrororganisation PKK, die über Syrien Terroranschläge in der Türkei koordinierte, aus dem Land herauswerfen musste. Zudem ließ Hafiz al-Assad unter den Argus-Augen der Türkei, Terroristen verhaften und vor Gericht bringen, die mit Attentaten in der Türkei in Verbindung gebracht wurden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird seit der „Operation Olivenzweig“ nicht müde, die gegenwärtige Operation mit einem bilateralen Abkommen aus dem Jahr 1998 zu verteidigen. Dieses erlaubt auch nach Ansicht des ehemaligen türkischen Diplomaten und CHP-Abgeordneten Onur Öymen der Türkei, syrisches Territorium bei einer bestehenden Bedrohung für die Türkei, militärisch zu intervenieren.
(Screenshot/Milliyet/1998)
Nicht nur Öymen sprach in diesem Zusammenhang von einer „Staatsdoktrin“, die die Türkei bis zum äußersten Treiben würde, auch viele europäischen Politiker und Regierungsvertreter, haben inzwischen verstanden, dass die Türkei an dieser Doktrin, eine Terrororganisation an seinen Landesgrenzen nicht zu dulden, festhalten wird. Es spielt insofern auch keine Rolle, wer derzeit die Regierungsspitze anführt. Wenn die türkischen Sicherheitsinteressen auf syrischen Territorium mit einer von den USA unterstützten sogenannten autonomischen Behörde mit einer Terrororganisation angegriffen werden, schaltet sich das Selbstverteidigungsmodus ein. Das war den USA bewusst, als sie die Terrororganisation YPG kurz nach Beginn des syrischen Bürgerkrieges in „Syrischen Demokratischen Kräfte“ umbenannten. Wenn die USA, die NATO oder Europa diese Interessen der Türkei ernster genommen hätten, gebe es diese Militäroperationen nicht. Im europäischen Gemengelage ist diese verständliche Reaktion der Türkei also auf das Chaos im Zuge einer territorialen Neuordnung Syriens zurückzuführen. Wladimir Putin: „Bis heute gilt das Abkommen zwischen Syrien und der Türkei aus dem Jahr 1998, in dem es gerade um den Kampf gegen den Terror geht“, so Putin. „Ich glaube, das ist eine Grundlage, die sehr viele Fragen hinsichtlich der Gewährleistung der eigenen Sicherheit durch die Türkei an ihren Südgrenzen deckt.“ Das Abkommen von Adana vom 20. Oktober 1998 zwischen der Türkei und Syrien regelt die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus. Der Vertrag wurde aufgrund der damaligen Terrorbedrohung durch die PKK, die über Syrien in die Türkei sickerten, unterzeichnet und am 21. Dezember 2010 in 23 Punkten erneuert und um die Terrororganisation Kongra-Gel, erweitert. Syrien hatte in diesem ersten Abkommen der Türkei zugesichert:
  • Abdullah Öcalan und Mitglieder sowie Funktionäre der PKK nicht im Land zu beherbergen.
  • Mitglieder oder Funktionäre die mit Verbrechen beschuldigt werden, der Justiz zu überführen.
  • Der PKK nicht mehr zu gestatten, gegen die Türkei zu agitieren.
  • Die PKK als Terrororganisation einzustufen.
Laut Onur Öymen hat sich Syrien verpflichtet, den Terrorismus im Land, vor allem in Nordsyrien zu bekämpfen bzw. bei Bedarf Unterstützung anzufordern. Die wichtigste Bestimmung in diesem Abkommen beruft sich dabei auf die Wahrung der Unabhängigkeit und Souveränität sowie territorialen Integrität Syriens. Öymen zufolge habe Putin das Abkommen angesprochen, um Ankara davon zu überzeugen, sich mit Damaskus wieder an den Tisch zu setzen und eine Verständigung sowie eine einvernehmliche Lösung zu finden. 1998 habe sich Damaskus mit Ankara auf diplomatischem Wege verständigt und zugesichert, den PKK-Terrorismus, der aus Nordsyrien in die Türkei hineingetragen wurde, abzustellen. Ferner habe Damaskus der Forderung zugestimmt, den PKK-Führer Abdullah Öcalan aus dem Land zu verweisen, was auch danach geschehen sei. Derzeit seien laut Öymen 33 Prozent des nordsyrischen Territoriums noch immer unter der Kontrolle der Partei der Demokratischen Union (PYD, einem syrischen Ableger der PKK) sowie des syrischen Regimes. Erstere sei völkerrechtswidrig auf diesem Territorium und verstoße somit gegen das Adana-Abkommen. Jedoch betont Öymen weiter, müsse das Abkommen zuerst unter dem Aspekt der friedlichen Beilegung durchgesetzt werden, ehe man auf militärische Intervention zurückgreife. Es gebe hierzu mehrere Möglichkeiten, einen friedlichen Weg zu finden, das syrische Regime davon zu überzeugen, die Kontrolle über Nordsyrien nicht der PYD zu überlassen. Ob dieser Weg von Ankara gegangen worden sei, um dann fruchtlos die Möglichkeit der militärischen Intervention in Erwägung zu ziehen, entziehe sich seiner Kenntnis. Es habe aber 1998 gezeigt, dass der diplomatische Weg damals gefruchtet habe. Die Bundesregierung hält sich mit einer völkerrechtlichen Einordnung der türkischen Kampfeinsätze in Syrien bislang zurück. Eine Expertise des Bundestags zu „Operation Olivenzweig“ hingegen besagt, dass die Türkei im „Lichte betrachtet“ völkerrechtswidrig in Nordsyrien vorgegangen ist. Das wissenschaftliche Gutachten wurde von der Linksfraktion an den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags in Auftrag gegeben. Der Weg zum Adana-Abkommen Die damalige Regierung unter Ministerpräsident Mesut Yilmaz (Mutterlandspartei) sowie Staatspräsident Süleyman Demirel (Gerechtigkeitspartei) hatte in einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrat am 24. Juli 1998 festgestellt, dass der Terrorismus der PKK aus Syrien entfacht werde. Am 16. September 1998 erklärte der damalige Heeresgeneral Atilla Ateş in Hatay, dass die Geduld gegenüber Syrien nicht endlos sei, dass die Erwartungen gegenüber Damaskus bislang nicht erfüllt worden seien und sie mit einer militärischen Intervention rechnen müsse. Ateş erklärte des Weiteren, dass das ein Kriegsgrund sei. Ende September 1998 kam der Nationale Sicherheitsrat erneut zusammen, um Damaskus vor einer militärischen Intervention zu warnen. Man dürfe die Entschiedenheit der Türkei nicht auf die Probe stellen. Unter Vermittlung des ehemaligen Präsident Ägyptens Husni Mubarak begangen die Verhandlung zwischen Ankara und Damaskus in Adana. Am 20. Oktober 1998 wurde das Abkommen von Ankara dann ratifiziert. Konsequenzen nach dem Abkommen Am 9. Oktober 1998 flüchtete der Führer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, aus Syrien, versuchte während der Flucht erst in Zypern, dann in Griechenland und Russland Asyl zu bekommen. Am 12. November reiste Öcalan in Begleitung eines italienischen Abgeordneten aus Moskau weiter nach Italien, wo er aufgrund eines deutschen Haftbefehls festgenommen wurde. Nachdem die Bundesregierung am 23. November aber erklärt hatte, dass auf ein Auslieferungsgesuch verzichtet wird, wurde Öcalan im Dezember 1998 aus dem Hausarrest entlassen. Versuche Öcalans, in Europa politisches Asyl und Unterstützung für eine politische Lösung zu erhalten, schlugen fehl. Im Januar 1999 verließ der PKK-Führer Rom. Am 15. Februar 1999 wurde Öcalan in Kenia nach dem Verlassen der griechischen Botschaft vom türkischen Geheimdienst aufgegriffen und in die Türkei gebracht. Er trug einen zyprischen Pass bei sich, der auf den Namen „Lazaros Mavros“ ausgestellt war.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Militäroffensive in Syrien
VW-Werk Türkei: Bulgarien nach Militäroffensive wieder im Rennen

Wolfsburg – Volkswagen hat die Planungen für eine neue Fabrik nahe Izmir in der Türkei gestoppt. Die türkische Militäroffensive im Norden Syriens schaffe ein Umfeld, in dem es kein Votum für den Standort Türkei geben könne. Wie die Bild Zeitung unter Berufung auf eine Meldung der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, bewirbt sich Bulgarien wieder um die Milliarden-Investitionen des deutschen Autobauers. Um sich den Zuschlag für das neue Werk zu sichern, sei Bulgarien bereit, die von Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan (65) angebotenen Subventionen zu verdoppeln. „Wir haben einen Weg gefunden, dem Volkswagen-Konzern statt 135 Millionen Euro 250 bis 260 Millionen Euro anzubieten“, zitiert die Bild den bulgarischen Ex-Staatschef und Präsident des „Automobilclusters“ in Sofia, Rossen Plewneliew (55), der mit der FAZ sprach. Demnach sei VW das Angebot unterbreitet worden, die Antwort stehe jedoch noch aus, so Plewneliew. Rechne man die Infrastruktur hinzu – etwa die Anbindung an die Schiene, an die Autobahn und die U-Bahn –, biete Sofia 800 Millionen Euro, damit VW die neue Fabrik in Bulgarien baue, berichtet Bild weiter. Der türkische Einmarsch in Nordsyrien zwinge die Wolfsburger zu einer Neubewertung, berichtete das Handelsblatt am Dienstag. Die Unterschrift unter den Verträgen werde es daher vorerst nicht geben. Wie die Deutsche Welle berichtete, bestätigte am Dienstag ein Unternehmenssprecher die Berichte: „Die endgültige Entscheidung für das neue Werk wurde vom Vorstand der Volkswagen AG vertagt.“

Zum Thema

– Syrienkrieg – Kommentar: Abkommen von 1998 erlaubt türkische Intervention in Syrien

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am vergangenen Freitag den Militäreinsatz seines Landes in Nordsyrien mit einem bilateralen Abkommen aus dem Jahr 1998 gerechtfertigt. Dieses erlaubt auch nach Ansicht von Onur Öymen der Türkei, syrisches Territorium bei einer bestehenden Bedrohung für die Türkei, militärisch zu intervenieren.

Kommentar: Abkommen von 1998 erlaubt türkische Intervention in Syrien

Energiepolitik
DIHK-Präsident fordert stärkere Strompreissenkung durch Klimapaket

Düsseldorf – Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Strompreis im Rahmen des Klimapakets durch eine stärkere Senkung der EEG-Umlage spürbarer zu senken als bisher geplant. „Neun von zehn Unternehmen unterstützen grundsätzlich zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen. Zugleich ist die große Mehrheit aber gegen insgesamt höhere Belastungen“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Es ist daher von zentraler Bedeutung, die Unternehmen von den zusätzlichen Kosten aus der CO2-Bepreisung an anderer Stelle zu entlasten. Das gilt insbesondere für den Strompreis“, sagte Schweitzer. „Für die Unternehmen ist das Bekenntnis der Bundesregierung zur Reduzierung der EEG-Umlage zwar ein gutes Signal, der Umfang ist aber viel zu niedrig“, sagte der DIHK-Chef. „Allein die neue Steigerung der EEG-Umlage zehrt die in Aussicht gestellte Reduktion bereits vollständig auf“, so Schweitzer. „Zudem steht die geplante Entlastung von rund 900 Millionen Euro im Jahr 2021 in keinem angemessenen Verhältnis zu den höheren Staatseinnahmen aus dem CO2-Preis für Diesel und Erdgas in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro.“ Daher müsse die Koalition bei der EEG-Entlastung noch deutlich nachlegen, um die Zusage einzulösen, die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung an Wirtschaft und Bürger zurückzugeben, sagte Schweitzer.