Werbung
Glücksspielstaatsvertrag: Der aktuelle Stand zu Regulierungen für Online Casinos in Deutschland

Bereits seit Jahren wird in den Bundesländern über die Regelungen für das Angebot von Glücksspiel in Deutschland diskutiert. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag, der nicht nur das landbasierte Angebot von Spielen, sondern auch die Spielformen im Internet einheitlich, bundesweit und EU-gesetzeskonform reguliert, wird benötigt.

Teilen

WERBUNG

Bereits seit Jahren wird in den Bundesländern über die Regelungen für das Angebot von Glücksspiel in Deutschland diskutiert. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag, der nicht nur das landbasierte Angebot von Spielen, sondern auch die Spielformen im Internet einheitlich, bundesweit und EU-gesetzeskonform reguliert, wird benötigt.

Die aktuellen Regelungen, die das Glücksspielangebot in staatlicher Hand vorsehen, verbieten das private Anbieten von Online Casinos im Internet. Lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein, das in der Vergangenheit bereits zwölf Casinolizenzen an private Anbieter im Netz vergab, baut auf eigene Regelungen. Auch 2019 und weiterhin 2020 laufen die Diskussionen zu einem neuen Glücksspielstaatsvertrag heiß, Einigungen konnten bisher noch keine getroffen werden.

Die Gesetzeslage heute 

In Deutschland ist das Angebot von Online Casinos verboten. Entsprechend des bestehenden Glücksspielstaatsvertrages ist in Deutschland ausschließlich der Staat dazu in der Lage, Glücksspiele, Spielbanken, Sportwetten und Lotto anzubieten. Unter anderem ist dies aufgrund des Spielerschutzes der Fall. Obwohl die Bundesländer eigenständig entscheiden können, ob sie diesen Regelungen folgen, hat in der Vergangenheit lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein einen anderen Weg eingeschlagen und insgesamt zwölf Lizenzen an Casinoanbieter im Internet vergeben. Diese wurden erst kürzlich bis Mitte 2021 verlängert, nachdem sie 2019 auslaufen sollten. Das Bundesland geht damit weiterhin den eigenen Weg.

(Symbolfoto: pixa)

Eine Grauzone durch EU-Recht 

Trotz dieser bestehenden Regelung ist der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland ein großer. Laut Schätzungen sollen Deutsche rund 14 Milliarden Euro pro Jahr beim Glücksspiel einsetzen, während der Online-Markt zwischen 2017 und 2019 um rund 140 Prozent angestiegen ist. Dass in Deutschland trotz des Glücksspielstaatsvertrages gespielt werden kann, liegt am EU-Recht, welches vorsieht, dass Anbieter aus der EU auch in Deutschland ihre Leistungen anbieten dürfen. Demnach erwerben vertrauenswürdige Anbieter, wie die besten Online Casinos auf NetEnt, eine Glücksspiellizenz in einem europäischen Staat wie etwa auf Malta und können damit gesetzeskonform auch in Deutschland ihr breites Spielangebot von Poker, Roulette, Blackjack und Co. zuverlässig und rechtlich abgesichert anbieten.

Die Vorteile einer Regulierung des Online-Marktes

Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag könnte diese langen Diskussionen endlich beenden. Diverse Herausforderungen, aber auch zahlreiche Vorteile könnten für den deutschen Staat damit einhergehen. So soll der weltweite Online-Glücksspielmarkt laut Statista 2016 Bruttospielerträge in Höhe von 40 Milliarden Euro verzeichnet haben. Diese sollen Prognosen zufolge bis 2023 auf knapp 65 Milliarden Euro ansteigen.

Aktuell erzielt der deutsche Fiskus von diesen Umsätzen keine Einnahmen, denn durch die ausländischen Lizenzen erhalten lediglich diese Länder Abgaben und Steuern. Da ein bundesweites Verbot ohnehin nicht wirkungsvoll sei, da ausländische Angebote genutzt werden können, könnte eine Regulierung des Online-Marktes in Deutschland für Steuereinnahmen und eine erhöhte Kontrolle sorgen. Eine Problematik wird mit Hinblick auf das staatlich angebotene Lottospiel gesehen, das den Ländern momentan jährlich einen Milliardenbetrag an Einnahmen bringt. Ein regulierter Markt der Online Casinos könne diesen Befürchtungen zufolge gefährden.

Weiterhin werden in Deutschland keine Entscheidungen bezüglich eines neuen Glücksspielstaatsvertrages getroffen. Bereits seit Jahren diskutieren die Bundesländer über mögliche Änderungen und Neuerungen des Vertrages, der das Glücksspiel bundesweit einheitlich regulieren soll. Sowohl das landbasierte als auch das im Internet angebotene Glücksspiel soll damit in Deutschland reguliert werden. Weiterhin bleibt es also spannend, ob bzw. wann die Verhandlungen zu einem Ende kommen werden.

Auch interessant

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

Mamdani: „Wir haben immer Geld für den Krieg, aber nicht um die Armen zu ernähren“

New York – Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat den US-Krieg gegen den Iran in der NBC-Sendung „Meet The Press" scharf verurteilt und...

Linken-Kandidat für Parteivorsitz Luigi Pantisano: „Ich will die Arbeiterinnen und Arbeiter zurückgewinnen“

Berlin - Luigi Pantisano, der im Sommer die Nachfolge von Linken-Chef Jan van Aken antreten will, hat deutlich gemacht, dass er nach einer Wahl...

Polen: Abgeordneter vergleicht Israel mit Nazi-Deutschland

Warschau - Abgeordneter zeigt israelische Flagge mit Hakenkreuz im Parlament. „Israel begeht vor unseren Augen Völkermord mit besonderer Grausamkeit. Israel ist ein neues Drittes...

Spanien will EU-Abkommen mit Israel kündigen

Madrid - Der für seine israelkritischen Äußerungen weltweit gefeierte spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat einen historischen Schritt angekündigt: Spanien wird der EU vorschlagen, das...

Headlines

Spanien: Israel sollte wie Russland behandelt werden

Luxemburg - Minister aus Spanien, Belgien und Irland haben die Angriffe Israels auf den Libanon und das harten Vorgehen...

Mamdani: „Wir haben immer Geld für den Krieg, aber nicht um die Armen zu ernähren“

New York – Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat den US-Krieg gegen den Iran in der NBC-Sendung „Meet...

Spanien will EU-Abkommen mit Israel kündigen

Madrid - Der für seine israelkritischen Äußerungen weltweit gefeierte spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat einen historischen Schritt angekündigt: Spanien...

Polen: Abgeordneter vergleicht Israel mit Nazi-Deutschland

Warschau - Abgeordneter zeigt israelische Flagge mit Hakenkreuz im Parlament. „Israel begeht vor unseren Augen Völkermord mit besonderer Grausamkeit....

Meinung

Court bans Deutsche Welle claims against Abramovich

Hamburg – The Hamburg Regional Court has issued a preliminary injunction against Deutsche Welle (Case No. 324 O 117/26), prohibiting the public-service international broadcaster...

Spanien: Israel sollte wie Russland behandelt werden

Luxemburg - Minister aus Spanien, Belgien und Irland haben die Angriffe Israels auf den Libanon und das harten Vorgehen gegen palästinensische Rechte vehement verurteilt,...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...