Syrien
Assad: Trump ist der beste amerikanische Präsident

Damaskus – Der syrische Machthaber Baschar Al Assad lobte in einem Interview mit dem syrischen Staatsfernsehen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump für seine „Transparenz und Ehrlichkeit“. „Alle amerikanischen Präsidenten begehen Verbrechen und nehmen am Ende den Nobelpreis entgegen. Sie treten als Verteidiger der Menschenrechte und der ‚einzigartigen und brillanten amerikanischen oder westlichen Prinzipien‘ auf, aber alles, was sie sind, ist eine Gruppe von Kriminellen, die nur die Interessen der amerikanischen Lobbys großer Konzerne an Waffen, Öl und so weiter vertreten“, so Assad. Trump sei wenigstens ehrlich und sage: „Wir wollen das Öl“. Dies sei die Realität der amerikanischen Politik seit dem zweiten Weltkrieg. „Ich sage ihnen, er ist der beste amerikanische Präsident. Warum? Nicht weil seine Politik gut ist, sondern weil er der transparenteste Präsident ist. Was wollen wir mehr als einen transparenten Gegner?“, so der syrische Staatschef.

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– Militäroffensive Friedensquelle – Syrien: Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen

Im Rahmen eines im Oktober unterzeichneten Abkommens, haben die Türkei und Russland am Freitag mit gemeinsamen Patrouillen an der türkisch-syrischen Grenze begonnen. Dies teilte das türkische Verteidigungsministerium mit.

Syrien: Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen
     

Asylantrag von Ibrahim Miri
Wendt: Miri-Wiedereinreise Schlag ins Gesicht der Polizei

Osnabrück – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat empört auf die Wiedereinreise und den neuen Asylantrag von Clan-Chef Ibrahim Miri reagiert. „Für die Polizistinnen und Polizisten, die täglich mit Abschiebungen beschäftigt sind, ist das wie ein Schlag ins Gesicht“, sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Wegen Kontrolldefiziten an den deutschen und europäischen Grenzen sei das aber „kein Einzelfall und bestimmt nicht verwunderlich“, so Wendt weiter. Die Grenzen seien „offen wie Scheunentore“. Wer abgeschoben worden sei und – wie Miri – mit einem Wiedereinreiseverbot belegt sei, „der muss ja nur im EU-Ausland in einen Flixbus steigen, und schon ist er wieder da“. Der Polizeigewerkschaftschef fordert von der Politik, zwei Konsequenzen aus dem Fall Miri zu ziehen: „Wenn einmal geprüft und dann abgeschoben worden ist, dann muss auch mal gut sein. Dann darf ein Folgeantrag gar nicht möglich sein“, sprach sich der DPolG-Bundesvorsitzende für eine Verschärfung des Asylrechtes aus. „Wir können aus dem Asylverfahren kein Perpetuum mobile machen, nach dem Motto ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘.“ Zweitens brauche die Bundespolizei „dringend wieder Kontroll- und Zurückweisungsbefugnisse, sonst wird es immer wieder passieren“, sagte Wendt der NOZ weiter. Derzeit werde lediglich an drei Stellen an der Grenze zu Österreich kontrolliert, und „jeder, der ‚Asyl‘ sagen kann, hat die Möglichkeit eines mehrjährigen Aufenthalts“. So gelinge es nicht, illegale Migration zu stoppen, sagte Wendt und fügte hinzu: „Die Bundespolizei sollte das Recht zur Zurückweisung, das im Polizeigesetz steht, wieder wahrnehmen können. Wir sollten Menschen, die aus sicheren Herkunftsländern kommen, nicht einfach ins Land lassen.“

NRW
Laschet und Reker werben um Umzug der IAA nach Köln

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) macht sich dafür stark, die internationale Automobilausstellung (IAA) nach Köln zu holen. „Wenn Frankfurt nicht mehr will – in NRW und in Köln ist die IAA zu jeder Zeit immer herzlich willkommen“, schreibt der Ministerpräsident in einem Gastbeitrag für den „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die besucherstärkste Messe Deutschlands findet bislang in Frankfurt statt. Der dortige Oberbürgermeister Peter Feldmann sieht die Spitzenshow allerdings kritisch und stellte sich im September an die Seite der Klimaaktivisten, die gegen die IAA demonstrierten. „Die Mobilität der Zukunft geht nur mit und nicht gegen die Autobranche“, erklärte Laschet. Der CDU-Politiker verwies darauf, dass allein in NRW 200.000 Menschen in rund 800 Unternehmen in der Automobilindustrie tätig seien. Lediglich in Baden-Württemberg gebe es in der Branche mehr Beschäftigte. „Deshalb verwundert es, in welcher Art und Weise, in welchem Ton, in welcher Häme und in welcher Abfälligkeit manche über die Schlüsselindustrie unseres Landes reden.“ Für viele scheine das Ende des motorisierten Individualverkehrs das Ziel schlechthin zu sein. „Sie sägen am Ast des Wohlstands unseres Landes“, warnte der Ministerpräsiden. Unterstützung sagte auch Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu, „um das Thema Mobilität in voller Breite und Tiefe voranzutreiben, zu stärken und auf eine neue Ebene zu heben. Köln ist bereit, neue Mobilitätskonzepte und -technologien erfahrbar zu machen.“

Militäroffensive Friedensquelle
Syrien: Türkei und Russland beginnen gemeinsame Patrouillen

Gaziantep – Im Rahmen eines im Oktober unterzeichneten Abkommens, haben die Türkei und Russland am Freitag mit gemeinsamen Patrouillen an der türkisch-syrischen Grenze begonnen. Dies teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Das Moskauer Verteidigungsministerium bestätigte, dass die erste Patrouille zur örtlichen Mittagszeit begonnen habe. Sie bewege sich in Richtung Westen die syrisch-türkische Grenze entlang. Insgesamt seien „neun Einheiten, Sicherungsfahrzeuge und Transporter der russischen Militärpolizei“ auf einer Route von mehr als 110 Kilometern unterwegs, berichtet die Welt. Dem Abkommen nach sollten sich Kämpfer der YPG, welche ein verlängerter Arm der Terrororganisation PKK in Syrien ist und von Menschenrechtsorganisationen für Gewalt gegen christliche Minderheiten in Nordsyrien verantwortlich gemacht wird, auf 30 Kilometer von der türkischen Grenze zurückziehen. Christliche Minderheiten wie Assyrer und Aramäer begrüßten das Abkommen.
(Screenshot)
Am 9. Oktober hatte die Türkei, gemeinsam mit syrischen Oppositionellen, eine Militäroffensive gegen den IS und die YPG begonnen, nachdem die USA ihre Truppen aus dem Gebiet abgezogen hatten. Nach einem Treffen in Sotschi pausierte die Türkei die Offensive auf Bitten Russlands am 23. Oktober für weitere 150 Stunden, nachdem Washington am 17. des vergangenen Monats eine fünftägige Waffenpause ausgehandelt hatte. Die Türkei möchte an ihrer Grenze zu Syrien eine 440 km lange und 30 km tiefe Sicherheitszone schaffen, um zwei Millionen syrischen Flüchtlingen eine Rückkehr zu ermöglichen.
(Foto: Screenshot/Twitter)

Film
Türkische Serie Immortals trägt zur allgemeinen Vampir-Beliebtheit bei

Vampire faszinieren Menschen schon seit jeher. Wenn Sie an die Thematik denken, ist Graf Dracula sicherlich einer Ihrer ersten Gedanken. Das ist auch nicht verwunderlich, denn das Vampirgenre begann mit der Veröffentlichung des ersten Draculabuches im Jahre 1897. Die Zeit der Fernsehserien hat den Vampiren natürlich einen neuen Popularitätsauftrieb verschafft. Als Serienklassiker gilt Buffy – Der Vampir-Killer, welcher noch vor der Jahrtausendwende startete. Im 21. Jahrhundert waren es sicherlich True  Blood und Vampire Diaries, die die Herzen der Fans eroberten. Besonders letzterer Titel schaffte es zu großer Beliebtheit, weshalb es  das Spin-off The Originals gab, welches bis 2018 lief. Seit 2019 hatte die türkische Serie Immortals (org.  Yasamayanlar) es bei Netflix auf die internationale Bühne geschafft. Bei Immortals handelt es sich um den ersten türkischen Fantasy-Thriller, welcher es auf Netflix schaffte, die weiterhin laut Netzwelt die beliebteste Streamingplattform ist. Die erste Staffel von Immortals wurde im März 2019 auf Netflix veröffentlicht und beinhaltete acht Episoden. Doch worum ging es überhaupt? Die Geschichte ist in Istanbul angesiedelt und handelt von Vampirin Mia (Elçin Sangu), welche auf der Suche nach Dimitry (Kerem Bürsin) ist, der sie in eine Blutsaugerin verwandelt hat. Sein Tod würde sie wieder zurück in einen Menschen verwandeln. Dies erklärt ihre Motivation, ihn zu finden, und gibt dem ganzen Feldzug von Mia ein festes Fundament, welches  über Rache hinausgeht. Im Verlaufe der Geschichte verbündet sie sich ebenfalls mit einem anderen Vampir, der seine Menschlichkeit aufgrund eines anderen Vampirs verlor. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Situation wesentlich komplexer ist, als man anfangs vermutet hatte. Die Serie hat dem Vampirgenre in der Türkei neues Leben eingehaucht und damit den Zeitgeist eingefangen. Vampire genießen eine große Beliebtheit in der Populärkultur. Dies liegt an den eingangs erwähnten Serien, aber auch bei Videospielen wird die Thematik immer wieder gerne aufgegriffen. So erschien 2018 der Titel Vampyr für Windows, Xbox und PS4. Der Titel ist Anfang der 1900er angesiedelt und spielt in einem fiktiven Stadtteil Londons. Als Spieler können Sie freie Entscheidungen treffen, welche direkte Konsequenzen auf den Spielverlauf und Ihre Umgebung haben. Sie können mehr über die Spielmechanik im Testbericht der Gamestar erfahren. Im Internet finden sich ebenfalls eine Menge Browserspiele, die sich für zwischendurch eignen. Im Speedy Casino finden sich gleich mehrere Vampirslots, wie BloodLore  Vampire Clan oder Vampire Hunters  vor. Lesen Sie mehr bei CasinoWings, um sich einen Überblick über die Spiele zu verschaffen. Wenn Sie lieber mit anderen Spielern interagieren wollen, empfiehlt sich der Browsertitel Aetolia, in dem man gegen andere Spieler antreten kann.
(Foto: pixa)
Wer im Vampirfieber ist, wird bei der großen Spieleauswahl sicherlich einen guten Zeitvertreib finden, bis die nächste Vampirserie einen wieder an den Bildschirm fesselt. Doch wie sieht es bei Immortals mit einer zweiten Staffel aus? Diese wurde bislang noch nicht bestätigt. Man kann jedoch sagen, dass eine Fortsetzung der Serie zuerst in der Türkei veröffentlicht werden würde, bevor sie es auf Netflix schafft. Fans sollten Ausschau nach Teasern halten, welche ein guter Indikator für eine weitere Staffel sein könnten. Schließlich endete die erste Staffel mit einem  großen Cliffhanger.

Berlin
Spahn warnt CDU, Fehler der SPD zu machen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Ordnungsruf an seine Partei gesendet und davor gewarnt, dass sie die gleichen Fehler begeht wie die SPD. „Wir sind auf dem Weg, den Fehler zu machen, den eine andere große Volkspartei gemacht hat, wenn es nämlich um die Frage geht, dass Verfahrensfragen vor Ideen stehen oder Personen vor Lösungen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch beim Netzwerktreffen „Düsseldorf IN“ der „Rheinischen Post“. „Wofür ich werbe, ist, dass wir uns viel, viel stärker auf Sachfragen fokussieren“, sagte Spahn. Die CDU habe gerade erst einen Parteivorsitzenden-Wettbewerb gehabt, bei dem sich die Partei mit der Frage beschäftigt habe, wie es weitergeht. „Und nun führen wir ein Jahr später schon wieder eine Debatte“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe eine große Ambivalenz im Land und in der Partei. „Viele Bürger, CDU-Mitglieder auch viele Kollegen im Bundestag, sind dankbar für die Arbeit der Kanzlerin in den letzten 14 Jahren. Da gibt es eine hohe Anerkennung. Und gleichzeitig spüren alle, dass es so nicht weitergehen kann, das Vertrauen verloren wurde.“ Es gebe das starke Bedürfnis nach Führung, nach einer Idee, „wo wir mit Deutschland hinwollen in den 20er- Jahren“. Aus diesem Spannungsfeld entstehe die Anspannung. Auf die Kritik seines Parteikollegen Friedrich Merz, der der Bundesregierung zuletzt „ein grottenschlechtes Erscheinungsbild“ ausstellte, entgegnete Spahn: „Das, was wir in den 18 Monaten, die wir mit der Regierung im Amt sind, gemacht haben, kann sich ziemlich gut sehen lassen, finde ich.“ Zum Beispiel in der Pflege, bei der Infrastrukturbeschleunigung, beim Digitalpakt oder beim Aufbau der Bundespolizei, sagte Spahn. Er schränkte jedoch ein, dass die Groko zwar ziemlich viel umgesetzt habe. „Aber wir haben es gleichzeitig geschafft, dass es keiner merkt.“ Auf die Frage, ob Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem Parteitag Ende November noch Parteichefin sein werde, antwortete Spahn: „Ja“.

Eurostat
Armutsrisiko bei Arbeitslosigkeit in Deutschland höher als in allen anderen EU-Ländern

Mehr als zwei von drei Erwerbslosen von Armut bedroht Osnabrück – Mehr als zwei von drei Erwerbslosen in Deutschland sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Quote lag 2018 bei 69,2 Prozent, wie aus Zahlen von Eurostat hervorgeht, die die Linksfraktion ausgewertet hat und die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegen. Innerhalb Europas sind die Erwerbslosen hierzulande besonders stark von Armut gefährdet. Im EU-Durchschnitt waren es im vergangenen Jahr 48,7 Prozent und somit 20,5 Punkte weniger als in Deutschland. Am zweithöchsten war die Quote in Litauen mit 62,3 Prozent, wie aus den Eurostat-Zahlen hervorgeht. Linkspartei: „Armutszeugnis“ für Regierung „Die Befunde sind für den Sozialstaat Deutschland im wahrsten Sinne ein Armutszeugnis“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, Sabine Zimmermann, der NOZ. Durch die Einführung von Hartz IV habe sich Armut ausgebreitet und verfestigt. Es sei „ein Skandal“, dass die Bundesregierung nicht gegensteuere. Die Linken-Politikerin forderte: „Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden, die wirklich vor Armut schützt und Teilhabe ermöglicht.“ Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnitts-Einkommens zur Verfügung hat. 2018 lag die Grenze für alleinstehende Personen in Deutschland bei 13.628 Euro pro Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch waren 2018 in Deutschland insgesamt 15,3 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das waren 18,7 Prozent der Gesamtbevölkerung und 200.000 Menschen beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte weniger als 2017.

Naher Osten
Kommentar: „Viele sind heilfroh, Erdoğan an der Spitze zu haben“

„Sind sie zu stark, bist Du zu schwach“ – Die Türkei und der Westen Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Nun hat der Westen gegenüber der Türkei vollends seine Glaubwürdigkeit verloren: Das US-Repräsentantenhaus verabschiedet just am Tag des türkischen Nationalfeiertags ein Memorandum zur Armenier-Frage; das US-Militär macht während des Rückzugs aus Nordsyrien eine Stippvisite auf den vielversprechenden Ölfeldern Syriens und entscheidet kurzerhand, dort nach dem Rechten zu gucken; das französische Parlament wie auch der Senat verurteilen in einer gemeinsamen Note die türkische Operation „Friedensquelle“. Seit 1980 haben zahlreiche Vorstöße der US-armenischen Lobby vor dem US-Repräsentantenhaus oder dem US-Senat nicht gefruchtet. Der Stichtag war immer wenige Monate vor dem 24. April, dann erwachte die armenische Lobby aus Ihrem Dämmerschlaf, um die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses oder des Senats zu umgarnen. Auch dieses Jahr war schmeicheln und schleimen angesagt, aber die Abgeordneten waren wieder einmal nicht bereit, den 24. April anzuerkennen. Am 29. Oktober dieses Jahres, also weder kurz vor oder nach dem Stichtag, entschied sich das Repräsentantenhaus wie aus heiterem Himmel, den sogenannten 24. April anzuerkennen. Als Betroffener würde ich das entschieden ablehnen, ja darüber sogar ziemlich verärgert sein, schließlich hatte das jetzt einen besonders pikanten politischen Charakter; was es in anderen Zeiträumen eigentlich auch nicht besser macht. Politische Bewertungen hatten noch nie eine entscheidende Bedeutung über geschichtliche Ereignisse. Aber wer ist man denn auch, über diese lächerliche Entscheidung ein Urteil zu treffen? Die Entscheidung selbst ist auch nicht das Problem, mittlerweile haben ja mehrere Parlamente und Abgeordnetenhäuser entsprechende Bewertungen vorgenommen; das US-Repräsentantenhaus ist nur eines von rund 20. Die Türkei hat es bislang nicht tangiert; es gibt schließlich noch rund 170 weitere Staaten, die das nicht anerkannt bzw. bewertet haben, und da der Straftatbestand „Völkermord“ nicht rückwirkend angewendet werden kann, erübrigt sich auch jede weitere politische Diskussion darüber. Nächster Tagesordnungspunkt?! Offenbar haben wir es bei den USA mit einem slawischen Drachen zu tun, dessen drei Köpfe unabhängig agieren und kein Kopf so recht weiß, was der andere tut. US-Präsident Trump entscheidet sich für den kompletten Abzug aus Syrien, während das Pentagon auf die Tränendrüse drückt und Ihren Verrat an „Kurden“ zum Ausdruck bringt. Die CIA scheint sich jetzt durchzusetzen, denn plötzlich machen die US-Gi´s kehrt und bewachen fortan Ölfelder im Nordosten von Syrien, während Trump weiterhin feucht fröhlich twittert. Wer meint, dass dies in den USA hätte kein System hätte, der irrt aber gewaltig. Während Trump nun vorgaukeln kann, alles getan zu haben, um aus diesem verflixt teuren Schlamassel zu entkommen, poliert er nebenbei seine nächste Kandidatur auf. Währenddessen bereiten hinter verschlossenen Türen das Pentagon und die CIA schon den nächsten Coup vor, um den Nahen Osten weiterhin im Würgegriff zu behalten. Seit knapp einem Monat marodieren irakische wie libanesische Demonstranten. Im Irak wollen die Demonstranten den Sturz des schiitischen Ministerpräsidenten Adil Abd al-Mahdi. Im Libanon wurde bereits Premier Saad Hariri zum Rücktritt getrieben. Inzwischen hat der Iran angedeutet, zu intervenieren. Was die USA samt dem Westen seit Jahrzehnten mit den „Kurden“ im Irak (Saddam) und in Syrien mit den YPG-Kurden getrieben haben, treiben sie derzeit auch mit den Sunniten im Irak und dem Libanon. Diese mit Linien gezeichneten Länder und deren Bevölkerung werden aus Ihrer Geschichte auch weiterhin nichts lernen und sich weiterhin gegenseitig an den Hals fallen. Deshalb fällt es den USA und dem Westen auch leicht, die dortige Bevölkerung aufzuwiegeln. Man will im Grunde den Iran wieder auf den Status quo zurückdrängen, den man im Ersten Golfkrieg hatte. Die Türkei will bei diesem Spiel seit dem gescheiterten Putschversuch jedenfalls nicht mehr nur ein Zuschauer sein, sie will in der Region selbst Impulse setzen, um die geopolitische Situation in der Region aus dem Chaos zu führen. Was ist derzeit im Nahen Osten akut? Der Irak ist quasi zwischen dem Iran und den USA aufgeteilt, steht wieder kurz vor dem Kollaps. Die Lage der prowestlichen Saudis wird in Zusammenhang mit dem Jemen-Krieg immer prekärer, wogegen man im Libanon (ebenfalls in prowestliche und proiranische Lager geteilt) nicht einschätzen kann, wohin es steuert. Grundsätzlich lässt sich die extreme Destabilisierung des Nahen Ostens auf die westliche Kriegspolitik seit 2001 zurückführen. Der Westen hat zu viele Fehler gemacht, steht mit dem Rücken zur Wand und braucht strategische Partner. Nur, mit einer Türkei, an deren Spitze ein starker Mann sitzt, ist eine strategische Partnerschaft in weite Ferne gerückt. Es gibt zwar noch immer sehr viele kritische Töne innerhalb der Türkei gegenüber dem türkischen Präsidenten Erdoğan, die aus allen Lagern tönen, aber es hat sich auch der Eindruck breitgemacht – und das ist auch das Dilemma der Opposition, dass gerade jetzt sehr viele heilfroh sind, Erdoğan an der Spitze zu haben. Ohne das Präsidialsystem per Referendum wäre auch Erdoğan nicht mehr in der Lage, die Türkei halbwegs sicher durch stürmische Zeiten zu führen. Jeden anderen Staatspräsidenten oder Ministerpräsidenten ohne Präsidialsystem, würden diese Wölfe zum Frühstück verspeisen. Gerade weil die Türkei einen starken Mann an der Spitze hat und dieser sich auf starke Persönlichkeiten wie den ehemaligen Generalstabschef Hulusi Akar oder den Nachrichtendienstchef Hakan Fidan verlassen kann, scheinen in Europa die Transatlantiker langsam die Eiszeit überwinden zu wollen. Weshalb sonst hat denn der ehemalige Vizekanzler und Bundesvorsitzender der SPD, Sigmar Gabriel, gegenüber der Türkei plötzlich versöhnliche Worte übrig? Der Westen steckt selbst in einem Dilemma: Einerseits will man die Türkei nicht vollends verlieren, andererseits will man im Nahen Osten noch immer das Sagen haben und sucht nach starken Verbündeten, wie z.B. Ägypten, das man sich mit einem Militärputsch (2013) gesichert hat. Nur, Ägypten ist nicht die Türkei und ohne die Türkei ist der Iran, die Region, kaum zu kontrollieren. Wenn man jetzt von westlichen Sofa- und Fliesentischexperten hört, dass die Türkei noch immer der kranke Mann am Bosporus sei und bald am Tropf des IWF hängen werde, dann muss man diesen Pappnasen vorhalten, dass dieser beständige Druck des Westens auch seine positive Seite hat. Inzwischen baut man eigene Waffen und Waffensysteme, ist auf die deutschen Kampfpanzer gar nicht mehr angewiesen – Panzer haben in Konflikten keinen Mehrwert mehr – und hat sich auf eigene bewaffnete wie unbewaffnete Drohnen spezialisiert, die auch gegenwärtig gegen die PKK im Inland wie auch gegen die YPG im Ausland eingesetzt werden. Damit wird langfristig das Ziel verfolgt, unabhängig zu werden, fit genug zu sein, um in dieser Region für Ordnung und Sicherheit, Wohlstand und Frieden zu sorgen. Die aktuellen medialen wie politischen Angriffe des Westens gegenüber der Türkei sind eigentlich parteipolitische Opportunitäten gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdoğan. Ja, vielleicht ginge es den türkischen Staatsbürgern prima, man wäre in der PR des Westens auch weiterhin der „demokratische Musterstaat islamisch-säkularer Prägung“, mit traumhaften wirtschaftlichen Wachstumsraten, wenn man sich nicht mit Israel angelegt und die 180-Grad-Wende des Westens nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi im „Arabischen Frühling“ mitgetragen hätte. Indes: Erdoğan war vorher Erdoğan und ist auch heute Erdoğan. Weder war Erdoğan vorher der Musterdemokrat, als der Westen ihn noch so verkaufte, ihn damals so protegierte, noch ist er der Despot, als den ihn dieselben Kreise heutzutage zu dämonisieren pflegen. Wie sagt man bei uns im Türkischen? „Taş yerinde ağırdır“. In der Welt der Putins, Trumps, Merkels und Macrons, kann man dieser Tage jedenfalls heilfroh sein, Erdoğan an der Spitze des Staates zu wissen, denn wie das Sprichwort andeutet, ist der Nächste einem nicht fremd, man kennt es, man weiß um ihn Bescheid, man kann ihn abschätzen. Aus der Ferne kann es nicht bewertet werden, findet es auch nicht die entsprechende Gebühr. Der Türkei ist aber die USA und der Westen fremd und fern geworden, sie kann nicht mehr einschätzen, auf welcher Seite die USA und der Westen stehen. Denn, wie kann diese westliche Wertegemeinschaft es sich erklären, dass der IS seit Jahren in einem ganz kleinen Gebiet eingeschlossen, gewissermaßen auf Standby geschaltet wurde, ohne, dass ihm seitens der Anti-IS-Koalition der Todesstoß versetzt wird, obgleich Trump ihn seither mehrfach für besiegt erklärt hat. Jetzt „gelingt“ es Trump zusammen mit Unterwäscheschnüfflern der YPG der „Enthauptungsschlag“ gegen den IS? Zum anderen würde es die Türkei interessieren, warum die USA der YPG buchstäblich bis zur letzten Sekunde vor dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien über einen sehr sehr langen Zeitraum insgesamt 40 Tausend Lkw-Ladungen (teils schwere) Waffen geliefert haben. Die letzten seitens der türkischen Aufklärung dokumentierten US-Laster mit Waffen kamen in der Nacht vor dem Einmarsch. Wofür all diese Waffen, wenn der IS doch faktisch militärisch schon längst besiegt wurde? Der Hintergrund dieser Fragestellung: all dies passt nicht zur allseits gepflegten Erzählung, dass die Kooperation zwischen den USA und der PKK-YPG einzig der IS-Bekämpfung geschuldet gewesen sein soll. „Und dann dieser „General Mazlum Kobane“, der nicht nur mit Trump telefonisch in Kontakt tritt, sondern bald auch von Kanada mit dem Prädikat „sauberster Krieger“ ausgezeichnet wird… Man müsste Trump und diesen Trudeau mal fragen, auf welcher Militärakademie der „Gute“ sein Offizierspatent erworben hat. Mazlum Kobane, eigentlich Ferhad Abdi Şahin, ist ein seit Jahrzehnten international gesuchter Topp-Terrorist aus Öcalans nächstem Umfeld. Dieser soll ihn als seinen „Ziehsohn“ betrachtet haben. In den Neunzigern war Ferhad Abdi Şahin in der türkischen Provinz Hakkari unter dem Decknamen „Şahin Cilo“ für zahllose Anschläge der PKK verantwortlich. Aus dieser Zeit wird ihm die Ermordung von insgesamt 63 Menschen zur Last gelegt, bevor er ab 1997 für die PKK nach Europa „versetzt“ wurde. Heute verdrängt dieser Terrorist in sozialen Netzwerken inzwischen jeden anderen akuten Hashtag und genießt Popularität. Wie fremd die USA und der Westen zu dieser und anderer Materie geworden sind, erkennt man auch an den medialen Ausführungen zu den Deals zwischen Erdoğan, Putin und Trump. So erklärt man diese nun zum Adana-Abkommen, die auf Druck Erdoğans „aktiviert“ worden sein sollen. Nun ist es allerdings so, dass Putin der Türkei das Adana-Abkommen seit etlichen Monaten feilbietet wie „saures Bie..“ Pardon, „Ayran“. Erdogan will vom Adana-Abkommen eigentlich nichts wissen, weil dies als indirekte politische Anerkennung des Assad-Regimes gilt. Wir dürfen in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass die Türkei nach wie vor nicht vergessen hat, dass dieser Assad rund 250.000 Menschen über die Klinge springen ließ und damit den berüchtigten IS-Kalifaten al-Baghdadi rund 40-mal übertrumpfen konnte; bislang versteht sich. Putin hat ein Interesse daran, das Verhältnis zwischen dem Assad-Regime und Ankara Schritt für Schritt zu normalisieren. Deswegen wurde das Übereinkommen von Sotschi so gestaltet, dass die Türkei zwar letztlich bekommt, was sie will, aber das Damaszener-Regime als Akteur eingebunden wird. Die Türkei zahlt also einen politischen Preis für die Gestaltung der nordsyrischen Verhältnisse nach Ihrem Gusto, in dem sie notgedrungen hinnimmt, dass Putin der Türkei sukzessive zu einer Normalisierung der Beziehungen zu Damaskus nötigt. Von all dem bekommt man natürlich nichts mit, wenn man sich – wie offenkundig die Journalisten hierzulande – aus Quellen informiert, die dem PKK-Ableger YPG zuzurechnen sind. Für diese Vermutung sprechen auch die mitunter abenteuerlichen Gerüchte über Scharmützel zwischen russischen und türkischen Streitkräften. Tatsächlich ist es so, dass die YPG seit Beginn der Deals erhebliche Anstrengungen unternimmt, um die türkischen Streitkräfte unter dem Radar der USA und Russland zu militärischen Aktionen zu provozieren; nicht, weil man etwa glaubt, es mit den Türken auf dem Felde aufnehmen zu können, sondern weil man verzweifelt darauf hofft, die Übereinkommen von Ankara und Sotschi doch noch irgendwie vom Tisch zu bekommen. Aber da wären wir auch schon beim Titel dieses Artikels angelangt: Es heißt schlicht „Sind sie zu stark, bist Du zu schwach.“ Sind die Türken mit Erdoğan also zu stark, bist du, USA, Westen, YPG, PKK einfach zu schwach und reagierst ziemlich kindisch. Was soll denn dieses Memorandum, was bringen denn diese medialen Schnappatmungen, was hat euch denn diese Propaganda bislang eingebracht? Nichts!
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Weltmännertag
Studie: „Kerngesunde Kerle gibt’s kaum noch“

Kerngesunde Kerle gibt’s kaum noch, stattdessen klagen selbst die Jüngsten über Verspannungen und Kopfschmerzen. Der Weltmännertag am 3. November ist deshalb bitter nötig, um das Gesundheitsbewusstsein zu schärfen. 44 Prozent der Männer bis 35 Jahre fühlen sich nicht rundum gesund. Maßgeblich beeinträchtigt zu viel Stress ihre Gesundheit, entsprechend klagen 48 Prozent der jungen Männer über häufige muskuläre Verspannungen, jeder dritte hat oft Kopfschmerzen. Den Befragten ist jedoch auch bewusst: Es ist ihr ungesunder Lebensstil, der krank macht. Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Gesundheit 2019“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“. Mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland zwischen 14 und 34 Jahren wurden dafür befragt. Die Gesundheit der jungen Männer wird nicht allein vom Stress negativ beeinflusst. Rund zwei von drei Befragten machen unter anderem auch eine schlechte Ernährung und Bewegungsmangel verantwortlich. Die meisten Männer plagt dabei ein schlechtes Gewissen: 74 Prozent würden gerne mehr für ihre Gesundheit tun, finden dafür im Alltag aber keine Zeit. Die Volksdrogen Alkohol (14 Prozent) und Rauchen bzw. Dampfen (22 Prozent) werden hingegen nur von einer Minderheit genannt. Gute Vorsätze aber alte Verhaltensmuster „Die Zahlen geben Anlass zur Sorge“, weiß Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger Krankenkasse, und sieht im „Weltmännertag am 3. November einen willkommenen Anlass, mehr auf die eigene Gesundheit zu achten.“ An guten Vorsätzen mangelt es nicht: Die überwiegende Mehrheit der jungen Männer möchte gerne mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren. Eine langfristige Ernährungsumstellung und regelmäßiger Sport sollten nach Ansicht von Hantke in den Lebensstil integriert werden. Wie wichtig diese Umstellung ist, belegen Zahlen zur Lebenserwartung: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sterben Männer nahezu fünf Jahre früher als Frauen. Die Stiftung Männergesundheit sieht in der geringeren Lebenserwartung keine biologischen Gründe. Vielmehr seien die Unterschiede im Lebensstil, in den sozialen Rollen aber auch in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entscheidend. Männer wissen um die Defizite Die meisten Männer wissen, dass sie mehr Eigeninitiative zeigen müssen. Immerhin stimmen fast neun von zehn der Aussage zu, dass „jeder Mensch selbst für ein gesundheitsbewusstes Leben verantwortlich ist.“ „Öffentliche Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen sprechen immer öfter Männer direkt an“, weiß Hantke. „Damit sind wir einen Schritt weiter, aber es bleibt noch viel zu tun, spezifische Männerrisiken zu minimieren und das ‚geschwächte Geschlecht‘ zu stärken.“ Der seit dem Jahr 2000 begangene Weltmännertag verdiene deshalb besondere Aufmerksamkeit, um auf eine rechtzeitige Gesundheitsvorsorge und die realistische Einschätzung der eigenen gesundheitlichen Verfassung aufmerksam zu machen.

Militäroffensive Friedensquelle
Syrien: Assyrische Christen melden Plünderungen und Gewalt durch YPG-Milizen

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die Kurden der PYD (Partei der Demokratischen Union und politischer Arm der YPG/PKK) führten ihre Politik der Zwangs-Kurdisierung in Nordsyrien unter dem Kampfbegriff „Rojava“ und unter den Augen der Europäischen Gemeinschaft bislang weitgehend ungestört fort. Seit dem Einmarsch türkischer Truppen und Koalitionspartner der Freien Syrischen Armee (FSA) in Nordsyrien, nutzen die fliehenden YPG-Kämpfer die Gunst der Stunde und bereichern sich jetzt an der christlichen Bevölkerung oder versuchen dabei die ausgeübte Gewalt der FSA anzuhängen, berichten nun assyrische Minderheitenvertreter.
(Screenshot/Twitter)
Die PYD, der syrische Ableger der türkischen Terrororganisation PKK, versuchte seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges, einen unabhängigen Staat im Norden von Syrien mit militärischen Hilfe der USA, Frankreich, der Niederlande, Großbritannien und Deutschland zu schaffen. Seit die PYD mit ihrem bewaffneten Arm YPG in diese Gebiete in den 1980er Jahren als politische Flüchtlinge eingezogen waren, hatte der kurdische Unterdrückungsapparat es nicht vermocht, unter den Augen des syrischen Regimes ihre völkischen Pläne umzusetzen. Mit Beginn des syrischen Bürgerkrieges und dem entstandenen Machtvakuum, begann die PYD jedoch, eine Politik der Zwangs-Kurdisierung der arabischen und christlichen Bevölkerung durchzusetzen. Die Politik bestand darin, die einheimische Bevölkerung von Arabern, Assyrern, Aramäern und Chaldäern, ja auch die Jesiden, wenn möglich zu vertreiben, ihr Hab und Gut kurdischen Siedlern zu übergeben. Auf der anderen Seite wurde die Lokalbevölkerung oftmals ohne Entschädigung enteignet. Die obligatorische Wehrpflicht wurde eingeführt, dabei auch Jugendliche rekrutiert, um sie in ihre Milizen der Anti-IS-Koalition einzugliedern. Daneben wurde die Sprache der Minderheiten verboten, Lokalstrukturen abgesetzt, den Schulen von Minderheiten kurdische Lehrplänen aufgezwungen, mit dem einzigen Ziel die Ideologie der PKK wachzuhalten. Der spektakulärste Fall ereignete sich am 7. August 2018, als die assyrische christliche Schule von Derbiseye (Al-Darbasiya) trotz der Ermahnungen des assyrischen Erzbischofs von al-Hasaka Maurice Amsih, geschlossen wurde, weil sie dieses Kurdifizierungsprogramm nicht akzeptiert hatte. Merkwürdigerweise schrillten in Europa nicht die Alarmglocken, obwohl schon damals bekannt war, welche Menschenrechtsverletzungen die weltweiten Menschenrechtsorganisationen über die PYD/YPG aufgezählt hatten.
(Screenshot/The Telegraph)
Mit einer Fülle von Gesetzen und Verordnungen versuchte die PYD Symbole von assyrischem Kulturgut zu verbieten, gewählte Bürgermeister abzusetzen, Schulen und Kirchen zu schließen. Die Meldungen darüber erreichten aber in der europäischen Gemeinschaft bislang nicht die nötige Aufmerksamkeit. Auch gegenwärtig scheinen die Hilferufe der christlich-aramäischen Gemeinschaft in Nordsyrien zu verhallen. Laut der in Schweden ansässigen Assyria TV, werden derzeit entlang des Flusslaufs des Khabur, in den Kleinstädten Tell Jemaah und Tell Tamer Häuser von Assyrern durch YPG-Kurden geplündert, die christlichen assyrischen Bewohner aus ihren Häusern vertrieben. Offenbar soll es auch Todesopfer geben, melden unabhängige Beobachter über Twitter. In einem Exklusiv-Interview der Assyria TV mit einem Vertreter der Assyrischen Föderation in Schweden teilte man mit, dass die Lage vor Ort angespannt sei, die YPG offenbar die selbst angezettelten chaotischen Zustände propagandistisch befeuere, um die heranrückenden Rebellenmilizen der FSA damit in Zusammenhang zu bringen.

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– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

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