Gesundheit
Den Nikotinkonsum mit E-Zigaretten reduzieren: Tipps & Infos

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Die E-Zigarette hat sich etabliert und gilt nicht mehr als Exotenprodukt. Umso wichtiger ist es, bei der Nikotinreduktion via E-Zigarette alles richtig zu machen. Das fängt mit dem richtigen Basiswissen an. Nikotin als entscheidender Faktor Nach jahrelangem Fortschritt hat die E-Zigarette oft genug bewiesen, dass sie bei der Entwöhnung von herkömmlichen Zigaretten helfen kann. Die konstant sinkenden Einnahmen durch die Tabaksteuer sind eine Folge dessen. Die Quote liegt zwar längst nicht bei hundert Prozent, ist aber höher als bei zahlreichen anderen Therapiemethoden. Doch auch wenn die E-Zigarette keinen unangenehmen Geruch verursacht und langfristig günstiger sein kann, ist sie nicht als Allheilmittel und Dauerlösung für die Zukunft zu sehen. Im Idealfall hilft sie, den Tabakkonsum zu beenden; auf lange Sicht sollte allerdings auch sie nicht mehr zu den täglichen Gewohnheiten gehören. Um dieses Ziel langfristig zu erreichen, spielt das Wissen über die verschiedenen Nikotinstärken beim Dampfen eine wichtige Rolle. Denn der Produktüberblick führt oft zu einem Trugschluss. So sollten Zigaretten-Umsteiger bei der ersten E-Zigarette keineswegs auf null mg Nikotin setzen, auch wenn das nach der am wenigsten ungesunden Variante klingt.</p> Der Körper ist das Suchtmittel schließlich noch gewöhnt, ein kalter Entzug würde unter diesen Umständen bald zum Rückfall führen. Deswegen ist ein Plan gefragt und dieser sieht vor, mit einer höheren Nikotinstärke zu beginnen. Mehr als 18 mg/ml sind laut Gesetz nicht erlaubt und dieser Wert fühlt sich ohnehin schon sehr kräftig in Hals und Lunge an. Starke Raucher steigen folglich oft auf dieser Stufe ein, damit sie die erhoffte Suchtbefriedigung bei der E-Zigarette empfinden und dadurch nicht mehr zur Tabakzigarette greifen. Nikotin-Reduktion mit der E-Zigarette: Gewusst, wie Ist dieser Umstieg erst einmal gelungen, ist eine Reduzierung des Nikotinlevels möglich. Und zwar schrittweise am Sortiment entlang: Nach den 18 mg/ml folgen 12 mg/ml, was bereits einer Senkung um ein Drittel entspricht. Der nächste Schritt, nämlich auf 6 mg/ml, bedeutet sogar eine Halbierung, genau wie anschließend auf 3 mg/ml herab. Auf dieser Stufe ist das Nikotingefühl bereits nur noch sehr schwach spürbar, wie sich bei der Inhalation deutlich bemerkbar machen kann. Dennoch sollte der finale Schritt zum nikotinfreien Liquid nicht unterschätzt werden. Hier gilt erneut: Zu großer Optimismus wird nicht selten mit plötzlich aufwallendem Verlangen bestraft, da sich das Suchtgedächtnis fragt, warum dem Körper plötzlich kein Nikotin mehr zugeführt wird. Im Zweifelsfall gilt also: Lieber etwas länger bei der aktuellen Konzentration bleiben und es mit der Reduzierung nicht überstürzen.  

Musik
Die türkische Rockband Duman: Zwischen Grunge und anatolischem Rock

 Von Kemal Bölge  An der amerikanischen Westküste zu Beginn der 90er-Jahre: Kaan Tamgöze kommt in Seattle an und will dort eigentlich Wirtschaft studieren. Neben seinem Studium arbeitet er mit Yakup Trana an Musikprojekten, bei dem er den englischsprachigen Text zum Grunge Song „La, la, la, la“ schreibt und zwei Alben veröffentlicht. Seattle galt in den 90ern als das Zentrum der Grunge-Musik, aus dem Bands wie Mad Season, Pearl Jam, Nirvana oder auch Skin Yard hervorgingen. Nach dem Tod des Nirvana-Frontmanns Kurt Cobain war der Hype um die Grunge-Musik eigentlich vorbei. Kaan Tamgöze spielte mit Ari Barokas in der türkischen Grunge-Musikgruppe Mad Madame unter anderem bei einem Auftritt 1994 in Ortaköy/Istanbul. 1999 gründen Kaan Tamgöze, Ali Barokas, Batuhan Mutlugil und Cengiz Baysal die Band Duman, was auf Deutsch übersetzt Rauch bzw. Qualm heißt. Aus dem Album Eski Köprünün Altında (Unter der alten Brücke) ist das Lied Köprüaltı (Unter der Brücke). Der Song ist eine Erinnerung an die alte Galata-Brücke in Istanbul, die durch einen Brand zerstört wurde. Es gibt zum Video zu Köprüaltı noch ein interessantes Detail. In dem ersten Musikvideo der Band kommt Ahu Paşakay vor. Sie ist damals die große Liebe von Kaan Tamgöze, denn einige seiner Texte widmete er seiner damaligen Freundin. Während die Musiker von Mad Madame noch in ausgewählten Bars und Klubs noch spielten, wurde Duman mit dem erwähnten Album über Nacht einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Hier ein Auszug aus diesem bedeutungsvollen Song, den ich sinngemäß ins Deutsche übersetzt habe. Denizler aştım geliyorum Bilirsin derdim seninle Yolumdan döndüm kopuyorum Bilirsin derdim seninle Denizler aştım geliyorum İster eğlen benimle Yüzünü bir görsem yeter Yolumuz ayrı biliyorum Ölmeden son bir defa Belini kavrasam yeter Ich habe die Meere überwunden und bin auf dem Weg Wie du weißt bist du mein Problem Ich kehre von meinem Weg zurück, trenne mich Wie du weißt bist du mein Problem Ich habe die Meere überwunden und bin auf dem Weg Habe Spaß mit mir Es reicht, wenn ich nur dein Gesicht sehe Ich weiß, dass wir unterschiedliche Wege gehen werden Vor dem Tod ein letztes Mal Es reich mir, wenn ich dich einmal umarme Vielleicht einer der besten Songs von Duman ist Bu Akşam (Heute Abend), das im Jahre 2002 veröffentlicht wurde. Ein absolut punkig-kraftvoller Titel ist Hayatı Yaşa (Genieß das Leben), bei dem man dem Takt der E-Gitarren genau lauschen sollte. Übrigens: Das Konzertvideo ist aus dem Jahre 2003 in Bostancı/Istanbul. Mit dem Album Belki Alışman Lazım (Vielleicht musst du dich daran gewöhnen) gelang ihnen der endgültige Durchbruch unter den vielen Musikbands der Türkei. Viel rockiger geht es zu mit dem gleichnamigen Titel des Albums Belki Alışman Lazım. Weitere Alben mit Seni kendime sakladım (Du gehörst mir), En Güzel Günüm Gecem (Meine schönste Zeit). 2013 veröffentlichten die Musiker das Album Darmaduman (Verwüstet) und aus diesem ist der Protestsong Eyvallah und weitere Lieder in den darauffolgenden Jahren. Die Musiker wurden in einem Interview einmal gefragt, was das Geheimnis ihres musikalischen Erfolgs sei. Sie würden Musik aus Ernsthaftigkeit, Überzeugung und um die eigenen Ideen in ihren Songs wiederzugeben, machen.

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– Musik – Tarkan: Der König der türkischen Popmusik

Er gilt als einer der ganz Großen der türkischen Popmusik, der nicht nur in der Türkei, sondern auch international Erfolge feiern konnte. Seine Konzerte waren selbst in Buenos Aires oder in Moskau ausverkauft.

Tarkan: Der König der türkischen Popmusik

#BoycottFrenchProducts
Nach Macron-Äußerungen: Muslime weltweit boykottieren „Made in France“

Paris – Nachdem sich der französische Präsident Emmanuel Macron Anfang Oktober kritisch gegenüber dem Islam äußerte und ankündigte „islamistischen Separatismus“ zu bekämpfen, wird die Kritik in muslimischen Ländern bezüglich seinen Äußerungen immer lauter. In Kampagnen fordern weltweit immer mehr Muslime einen Boykott französischer Waren. Hashtags wie der #BoycottFrenchProducts in englischer Sprache verbreiten sich in Ländern wie Kuwait, Katar, Palästina, Ägypten, Algerien, Jordanien, Saudi-Arabien und der Türkei.  In sozialen Netzwerken waren Videos zu sehen, wie Mitarbeiter eines Supermarkts in Jordaniens Hauptstadt Amman französische Milchprodukte aus dem Kühlregal räumen. Anfang dieses Monats verpflichtete sich Macron, den „islamistischen Separatismus“ zu bekämpfen, der seiner Meinung nach in einigen muslimischen Gemeinden in Frankreich die Kontrolle zu übernehmen droht. Er beschrieb den Islam auch als eine Religion, die sich weltweit „in der Krise“ befinde. Er hatte sich am Mittwoch zudem auf Seite derjenigen gestellt, die Mohammed-Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen. Seine Äußerungen führten zu einer Kampagne in den sozialen Medien, in der zum Boykott französischer Produkte aus Supermärkten in arabischen Ländern und der Türkei aufgerufen wurde. In Kuwait beschlossen der Vorsitzende und die Vorstandsmitglieder der Al-Naeem Cooperative Society, alle französischen Produkte zu boykottieren und sie aus den Regalen der Supermärkte zu entfernen, berichtet der Nachrichtensender Aljazeera.  „Auf der Grundlage der Position des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seiner Unterstützung für die offensiven Karikaturen gegen unseren geliebten Propheten beschlossen wir, alle französischen Produkte bis auf weiteres vom Markt und von den Filialen zu entfernen“, zitiert Aljazeera den Händlerverband Dahiyat al-Thuhr. Dem Bericht zufolge, hätten mehrere arabische Lebensmittelkonzerne als Reaktion auf Macrons Äußerungen französische Produkte bereits aus Supermärkten entfernt In Katar kündigte der Molkereikonzern Wajbah Dairy einen Boykott französischer Produkte an und versprach Alternativen anzubieten. „Wir haben französische Produkte sofort und bis auf weiteres aus unseren Regalen genommen“, so auch der katarische Lebensmittelkonzern Al Meera Consumer Goods Company, in einer Mitteilung auf Twitter. „Wir bekräftigen, dass wir als nationales Unternehmen nach einer Vision arbeiten, die mit unserer Religion, unseren etablierten Sitten und Gebräuchen in Einklang steht, und zwar in einer Weise, die unserem Land und unserem Glauben dient und den Wünschen unserer Kunden entspricht“, so der Konzern. Auch die Universität von Katar schloss sich der Kampagne an. Ihre Verwaltung hat eine Veranstaltung der Französischen Kulturwoche unter Berufung auf den „absichtlichen Missbrauch des Islam und seiner Symbole“ auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch in Marokko nahmen Menschen an der Kampagne teil „Als Marokkanerin akzeptiere ich nicht, wie sich der französische Präsident gegenüber dem Islam verhält, deshalb unterstütze ich die Kampagne zum Boykott französischer Produkte“, so Rania Lamlahi auf Twitter. Der Aktivist Siham Sark wiederum kritisierte in einem Tweet die Art und Weise, wie Macron mit dem Thema der anstößigen Karikaturen umgegangen ist: „Trotz seiner Behauptung, dass Frankreich ein Land ist, das Freiheiten garantiert“. Der Influencer Jalal Aouita schrieb auf Facebook: „Es gibt keinen Unterschied zwischen Frankreich in der Vergangenheit und dem heutigen Frankreich, abgesehen von Make-up-Trends und den nächtlichen Lichtern von Paris. Der gleiche Hass, die gleiche Diskriminierung, die gleiche Einschüchterung, die gleiche Mentalität“. Aouita fügte hinzu: „Ich habe die Karikaturen absichtlich veröffentlicht, damit sich jeder des Grolls der französischen Entscheidungsträger gegen den Islam bewusst wird“. In einem Facebook-Posting verurteilte auch ein Sprecher der Stadtverwaltung von Rabat Frankreich: „Es ist ein trauriger Tag in der Geschichte der Muslime, ein trauriger Tag im wahrsten Sinne des Wortes. Ist Frankreich verrückt geworden?“, so Hisham El-Harch.

Zum Thema

– Türkei – Erdogan: Macron sollte in psychiatrische Behandlung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Samstag, dass sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron wegen seiner Islamfeindlichkeit „psychiatrische Behandlung“ benötige.

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Gastbeitrag
Kommentar: Muhammed Karikaturen – Blasphemie oder Meinungsfreiheit?

Ein Gastbeitrag von M. Teyfik Oezcan Jedem Staat und jeder Gesellschaft steht es in einer Demokratie zu, die Grundlagen des friedlichen Zusammenlebens zu definieren und als Gesetz in ihrer Verfassung zu verankern. Der französische Staat hat vor ca.100 Jahren den Laizismus (Trennung von Staat und Religion) eingeführt und so die Religionen praktisch für Privatsache erklärt, um die weitreichende Macht und den großen Einfluss der Kirchen auf die Gesellschaft sowie Politik nachhaltig zu brechen. Aus diesem Grund stellt Blasphemie heute in Frankreich keinen hinreichenden Straftatbestand dar. Da Deutschland sich im Gegensatz zu Frankreich aber nicht als laizistischer, sondern als ein säkularer Staat versteht, existiert bei uns der § 166 StGB, Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen: „Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Jetzt stellt sich der interessierte Bürger die Frage, kann man im laizistischen Frankreich Karikaturen des Propheten Muhammed auf öffentliche Gebäude projizieren und sich dabei auf die Meinungsfreiheit berufen oder werden hier schon die Grenzen der moralischen Normen überschritten? Die Freiheit des Individuums hört aber in Demokratien da auf, wo die Würde eines anderen Menschen verletzt wird. Sich bei der Blasphemie lapidar auf die gesetzlich festgeschriebene Meinungsfreiheit zu berufen, ist eine Debatte, die nicht nur von zynischer Natur zeugt, sondern auch die ganze Verlogenheit der Debattenkultur offenlegt. Dies zeigt sich eindrucksvoll in der öffentlichen Zurschaustellung von Karikaturen unserer Propheten, was alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit geduldet werden muss, aber einen Mythos, wie den angeblichen Genozid an den Armeniern, der bei einer Leugnung unter Strafe stellt wird, aber vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit nicht mehr gedeckt wird. Eine eingehende Untersuchung der Vorfälle im ersten Weltkrieg durch eine international besetzte und unabhängige Historikerkommission unter Beteiligung der betroffenen Staaten wird nicht gefördert, damit die Wahrheit für die Öffentlichkeit im Verborgenen bleibt und man dieses Thema permanent politisch instrumentalisieren kann. Die Deutungshoheit über die Grenzen der Meinungsfreiheit obliegt der französischen Nationalversammlung, die der Verletzung der Gefühle von ca. 1,7 Milliarden Menschen bedeutungslos zusieht und damit zur Polarisierung sowie Radikalisierung der Gesellschaft im In- und Ausland maßgeblich beiträgt. Als Resultat dieser Gotteslästerung gibt es schon in einigen muslimisch geprägten Ländern einen Aufruf französische Produkte zu boykottieren, um damit gegen die dekadente Politik des Präsidenten Frankreichs Macron öffentlich zu protestieren. Um einen Erklärungsversuch für diese Provokation zu starten, ist es von Bedeutung, das politische Kalenderjahr 2020 für Macron einmal Revue passieren zu lassen. Das Jahr 2020 wird in die Annalen als das Jahr der Demütigungen und Niederlagen des französischen Präsidenten eingehen, der weder eine vernünftige Lösung in der Innenpolitik für die Gelbwestenproteste vorlegen konnte und die Aufstände durch brutale Polizeigewalt versuchte einzudämmen, noch bisher in der Lage war, im Gegensatz zu Deutschland, die Coronakrise ohne größere Todesfälle zu meistern. Auch in der Außenpolitik hat er reihenweise Demütigungen über sich ergehen lassen müssen. In der Libyenfrage hat er, entgegen der westlichen Werte, auf die man in der Vergangenheit immer stolz war und mit Humanismus in Verbindung brachte, sich auf die Seite des Putschisten gestellt und nicht wie die Türkei den völkerrechtlich anerkannten Präsidenten unterstützt. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt. Durch die aktive Unterstützung der Türkei hat der amtierende Präsident Libyens wieder die Kontrolle über wichtige Regionen in Libyen bekommen und damit den Einfluss- und Machtbereichs Macrons und seines Putschisten stark eingeschränkt. Ferner hat er sich beim Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei ebenfalls verzockt. Seinem Wunsch nach Sanktionen gegen die Türkei wurde von der Europäischen Union nicht stattgegeben. Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet, ist er mit seiner aggressiven und einseitigen Politik persönlich gescheitert. Anstatt die vermittelnde Rolle einzunehmen, hat er mit seiner aggressiven Rhetorik nicht zur Deeskalation der Gesamtsituation beigetragen, was ihm gut zur Gesicht gestanden hätte. Auch im Armenienkrieg hat er das Völkerrecht wissentlich ignoriert und sich, innenpolitisch getrieben, bedingungslos an die Seite Armeniens gestellt und damit das Völkerrecht ad absurdum geführt. Bei dem Thema Libanon hat seine medienwirksame Intervention außerdem nicht zum gewünschten Ziel geführt, was die betroffenen Menschen ihm persönlich anlasten. In der Konsequenz wird er mittlerweile in vielen Regionen der Welt als Leichtmatrose verschmäht und verspottet. In dieser schwierigen innenpolitischen sowie außenpolitischen Gemengelage versucht Macron mit Islamfeindlichkeit und Rassismus in der Innenpolitik zu punkten und geht dabei das kalkulierbare Risiko ein, das eigene Volk zu spalten und das Konfliktpotential zu erhöhen. Leidtragende sind zum einen die muslimische Bevölkerung, die unter Generalverdacht gestellt wird und zum anderen die Bürger, die nicht angstfrei ihrer beruflichen Tätigkeit, wie die des Lehrers, nachgehen können oder im Worstcase sogar Opfer von irregeleiteten und psychisch instabilen Kriminellen werden. Der französische Präsident Macron sollte sich gut überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, sein politisches Handeln unter dem Gesichtspunkt Respekt und Wertschätzung für Minderheiten zu reflektieren und damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden beizutragen. Der Respekt vor Menschen, vor Religionen oder Weltanschauungen sollte die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellen und darf nicht verhandelbar sein. Auch nicht vom französischen Präsidenten Macron!
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Russland
„Berg-Karabach-Konflikt beeinträchtigt türkisch-russische Zusammenarbeit in Syrien nicht“

Moskau – Der stellvertretende russische Außenminister hat erklärt, dass der Berg-Karabach-Konflikt die Zusammenarbeit Moskaus mit der Türkei in Syrien nicht beeinträchtigen wird. Sergei Vershinin wies Befürchtungen zurück, dass die Kämpfe im Südkaukasus die Beziehungen zwischen den beiden Staaten zerrütten könnten. Im Mittelpunkt müsse die Arbeit an einem dauerhaften Waffenstillstand in der Region Berg-Karabach stehen. „Ich werde nicht [darüber] sprechen“, sagte er am Donnerstag Reportern. „Wir werden mit unseren türkischen Amtskollegen eine Reihe internationaler und regionaler Fragen besprechen. In diesem Fall werden wir uns auf Fragen konzentrieren, die für unsere beiden Länder von gemeinsamem Interesse sind. Sie wissen, dass wir einen guten Austausch sowohl über Syrien als auch über Libyen haben, und wir werden ihn fortsetzen.“ „Ich kann nur sagen, dass die Situation im UN-Sicherheitsrat diskutiert wurde, und die gemeinsame Meinung ist, dass der Waffenstillstand heute die Schlüsselaufgabe ist, genau das haben wir gesagt, als die [armenischen und aserbaidschanischen] Außenminister mit unserem Außenminister zusammentrafen“, erklärte er. „Wir pflegen einen guten Austausch über Syrien und Libyen, und wir werden diesen Austausch fortsetzen“. Vershinin erklärte, dass die Berg-Karabach-Frage nichts mit der russisch-türkischen Zusammenarbeit in Bezug auf Syrien zu tun habe. „Um ehrlich zu sein, sehe ich hier keinen Zusammenhang“, so Vershinin gegenüber den Reportern der russischen Nachrichtenagentur TASS. Zur Situation bei der Wiederaufnahme der gemeinsamen Patrouillen auf der Autobahn M4 im syrischen Idlib bemerkte Vershinin, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen dem russischen und dem türkischen Militär gebe, und betonte, dass sie „diese Fragen glänzend lösen werden“. Der erneute Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um Berg-Karabach, das international als Teil von Berg-Karabach anerkannt ist, aber von armenischen Streitkräften besetzt ist, hat die Besorgnis geweckt, dass es zu einer neuen Front werden könnte, in der die Türkei und Russland die gegnerischen Seiten unterstützen würden. Das ist die Lage in Syrien und Libyen.

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– Ausland – Spanischer Botschafter: Wir glauben nicht an Sanktionen gegen die Türkei

Entgegen den Meldungen über eine angebliche Isolation der Türkei, loben immer mehr Länder die guten Beziehungen mit Ankara.

Neben Fernoststaaten wie Malaysia und Atommacht Pakistan oder arabischen Staaten wie Libyen und Katar loben auch zunehmend europäische Länder wie SerbienUkraine und EU-Mitlieder wie Ungarn, Bulgarien sowie jüngst auch Spanien die guten Beziehungen zur Türkei. Diese Staaten sprechen sich für einen weiteren Ausbau der Kooperationen aus.

Spanischer Botschafter: Wir glauben nicht an Sanktionen gegen die Türkei

Ausland
Spanischer Botschafter: Wir glauben nicht an Sanktionen gegen die Türkei

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Ankara – Entgegen den Meldungen über eine angebliche Isolation der Türkei, loben immer mehr Länder die guten Beziehungen mit Ankara. Neben Fernoststaaten wie Malaysia und Atommacht Pakistan oder arabischen Staaten wie Libyen und Katar loben auch zunehmend europäische Länder wie Serbien, Ukraine und EU-Mitlieder wie Ungarn, Bulgarien sowie jüngst auch Spanien die guten Beziehungen zur Türkei. Diese Staaten sprechen sich für einen weiteren Ausbau der Kooperationen aus. Spanischer Botschafter gegen Türkei-Sanktionen Der spanische Botschafter in Ankara sprach sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu gegen Türkei-Sanktionen aus. Sowohl die Türkei als auch Griechenland seien „sehr gute Freunde“, Spanien „glaube jedoch nicht an Sanktionen gegen die Türkei“. „Wir glauben nicht an Sanktionen, was wir glauben, ist, dass wir der Türkei, eine Möglichkeit der Annäherung an die Union, eine Perspektive bieten müssen“, so Javier Hergueta. Hergueta fügte hinzu, dass der Chef der EU-Außenpolitik, Josep Borrell, „ein Mandat des Rates hat, genau dies zu untersuchen“. „Der Weg, dies zu erkunden, besteht darin, dass wir den Beginn oder die Wiederaufnahme von Verhandlungen in bestimmten Aspekten, die noch ausstehen, beschleunigen, wie zum Beispiel Visafreiheit, die Migrationsfrage und das Abkommen über die Zollunion“, betonte der spanische Botschafter. Bezüglich der Beziehungen zwischen Madrid und Ankara sagte der spanische Botschafter, dass „es sehr wenig Raum für Verbesserungen“ gebe, da die beiden Beziehung beider Länder „ausgezeichnete“ seien.

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– Ausland – Ukraine lobt Beziehungen zur Türkei

Die Beziehungen der Ukraine zur Türkei haben einen noch nie dagewesenen Höhepunkt erreicht, betonte der ukrainische Präsident am Dienstag.

Ukraine lobt Beziehungen zur Türkei
 

UFC 254
Nach Versprechen an seine Mutter: Khabib tritt nach Sieg gegen Justin Gaethje zurück

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Abu Dhabi – Der dagestanische Rekord MMA-Meister Khabib Nurmagomedov hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Nach seinem Sieg gegen den US-Amerikaner Justin Gaethje bei der UFC 254 in Abu Dhabi sagte Khabib:
„Das war mein letzter Kampf. Keine Chance, dass ich ohne Vater weiterkämpfe“
Sein Vater Abdulmanap Nurmagomedov verstarb Anfang Juli an den Folgen einer COVID-19-Infektion. Er habe es zudem seiner Mutter versprochen, nach diesem Kampf zurückzutreten. „Ich habe [meiner Mutter] versprochen, dass dies mein letzter Kampf sein würde. Wenn ich mein Wort gebe, muss ich mich daran halten.“ Nurmagomedov (29-0) hat bei UFC 254 eindrucksvoll seinen Leichtgewichts-Titel gegen Interims-Champion Justin Gaethje (22-3) verteidigt. Der 32-Jährige gewann durch Submisson in der 2. Runde. Nach dem Kampf kniete Khabib sich nieder und legte den Kopf in seine Hände. Tränen flossen aus seinen Augen. Die Last, die er in den letzten drei Monaten getragen hatte, war von ihm genommen worden. Nurmagomedow erklärte, er habe kein Interesse daran, gegen den Sieger eines geplanten Kampfes zwischen Conor McGregor und Dustin Poirier im Januar zu kämpfen. Er betonte, dass er beide Männer bereits besiegt habe. Bevor er den Saal verließ, warf er seine Handschuhe auf die Kampfmatte.
„Heute möchte ich sagen, dass dies mein letzter Kampf war“, sagte Nurmagomedow. „… Es war der Traum meines Vaters.“
„Ich weiß, dass er seinen Vater so stolz gemacht hat“, so Gaethje. Nurmagomedov (29:0) blieb ungeschlagen, und dieser Sieg verbindet ihn mit BJ Penn und Benson Henderson mit den meisten Titelverteidigungen in der Geschichte des Leichtgewichts der UFC. Der gebürtige Russe aus Dagestan hat Siege über ehemalige Meister wie McGregor, Poirier und Rafael dos Anjos errungen.  

London
Fans verurteilen Arsenals politischen Nigeria-Tweet

London – Tausende Twitter-User haben einen Tweet des FC Arsenal scharf verurteilt. Viele Fans bezeichneten den Tweet als politisch und nannten Arsenal „heuchlerisch“, weil der Club sich im vergangenen Dezember von Mesut Özil distanzierte, als dieser die Unterdrückung der Uiguren in der autonomen Republik Xinjiang durch China verurteilte und sich mit der muslimischen Minderheit solidarisch zeigte. „Was die Kommentare von Mesut Özil in den sozialen Medien betrifft, muss Arsenal eine klare Aussage machen“, hieß es in einer Stellungnahme des Clubs damals. „Der veröffentlichte Inhalt ist Özils persönliche Meinung. Als Fußballverein hat sich Arsenal immer an den Grundsatz gehalten, sich nicht in die Politik einzumischen“, so der Arsenal. In Solidarität mit den Demos in Nigeria äußerte sich der Londoner Fußballclub am Samstagmorgen jedoch sehr politisch:
An unsere nigerianischen Fans Wir sehen Euch, wir hören Euch, wir fühlen mit Euch Wir haben unsere Replies gelesen Wir haben das Filmmaterial gesehen Wir können uns den Schmerz nicht vorstellen Unsere Gedanken sind bei allen in Nigeria Bleiben Sie stark. Bleiben Sie sicher
Viele Fans bezeichneten den Tweet heuchlerisch „Aber als Özil versuchte, so etwas zu tun, habt ihr ihn rausgedrängt. Ihr erhebt euch nur, wenn es euch finanziell nicht schadet“, so  twitterte etwa ein User mit dem Namen „Dave“. „Vielen Dank, aber Özil ist auch ein Mensch wie unsere nigerianischen Brüder. Sie sprechen von Menschlichkeit, wenn Sie unseren eigenen loyalen Spieler erniedrigen. Das nennen wir Heuchelei auf hohem Niveau. Schämen Sie sich für das Management von Arsenal“, schrieb ein Fan aus Kenia. Twitteruser „Byron Wan“ aus Los Angeles schrieb:
„Heuchelei in ihrer hässlichsten Form. Hat Arsenal den Schmerz der Uiguren gespürt? Mesut Özil twitterte Bemerkungen, in denen er die Uiguren unterstützte und mit ihnen sympathisierte. Im letzten Dezember hat sich Arsenal dem Druck Chinas gebeugt; gegen China haben sie nie ein Wort gesagt. Jetzt auf einmal spüren sie den Schmerz der Nigerianer.“
China nimmt Özil aus Videospielserie Nach den kritischen Äußerungen des ehemaligen deutschen Nationalspielers, wurde er in China aus der Fußball-Simulation Pro Evolution Soccer genommen. Der chinesische Hersteller des Spiels, NetEase, begründete das Löschen von Özils virtuellem Charakter mit dessen „extremen Aussagen“ über China. „Wir können es nicht verstehen, akzeptieren oder entschuldigen!“ Die chinesischen Spiele „Pro Evolution Soccer“, „Pro Evolution: Kings Assembly“ und „Pro Evolution Club“ wiesen keinen Spieler „Mesut Özil“ mehr auf, hieß es weiter.
(Screenshot/Twitter)

Türkisch-französische Krise
Nach Erdogan-Aussage: Frankreich beruft Botschafter aus der Türkei ab

Paris – Frankreich hat seinen Botschafter aus Ankara abberufen, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, dass sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron wegen seiner Islamfeindlichkeit „psychiatrische Behandlung“ benötige. „Exzess und Unhöflichkeit sind keine Methode. Wir fordern, dass Erdogan den Kurs seiner Politik ändert, weil sie in jeder Hinsicht gefährlich ist“, so eine Mitteilung des französischen Präsidialamtes.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Samstag, dass sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron wegen seiner Islamfeindlichkeit „psychiatrische Behandlung“ benötige.

„Was ist Macrons Problem mit dem Islam und den Muslimen? Er braucht eine psychiatrische Behandlung“, zitiert die englischsprachige Daily Sabah den türkischen Staatschef, der auf dem Kongress der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in der zentralen Provinz Kayseri eine Rede hielt. „Was kann man einem Staatsoberhaupt sagen, das Millionen von Angehörigen einer religiösen Minderheit in seinem Land auf diese Weise behandelt? ‚Lass erst einmal deinen geistigen Zustand überprüfen!'“, so Erdogan.

Bereits am Dienstag warf Erdogan seinem französischen Amtskollegen vor, „anti-islamische und anti-muslimische Debatten für seine Zwecke zu instrumentalisieren“. Es sei das wirksamste Mittel für westliche Politiker, um eigene Fehler zu vertuschen, sagte Erdogan am Dienstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu. Diese Initiativen hätten zum Ziel, Muslime „passiv“ und „ängstlich“ zu machen. Islamkritische Politiker griffen laut Erdogan die Religion an, indem sie selbstverursachte Krisen vorschieben würden

Schon vor dem brutalen Mord des Lehrers Samuel Paty durch einen Moslem, bezeichnete Macron in einer Rede den Islam als problematische Religion, die eingedämmt werden müsse.

Salt Bae
Dallas: Türkischer Star-Metzger Nusret Gökce eröffnet weiteres Steakhaus in den USA

Dallas – Die Eröffnung des lang erwarteten Nusr-Et Steakhauses des türkischen Star-Gastronoms Nusret Gökce in der US-Stadt Dallas, steht kurz bevor. Wie US-Medien berichten, wird sich das neue Restaurant in der Pearl Street 1900 im Arts District der Stadt befinden. Der Arts District ist mit seinen Museen und Opernhäusern das kulturelle Zentrum der Innenstadt. Laut dem US-Restaurantführer „Eater“ findet die Eröffnung am 16. November statt. Laut einem Pressesprecher könnte die Eröffnung jedoch auch bereits eine Woche früher, also am 9. November stattfinden. Stellenangebote, die auf Indeed und anderen Job-Portalen veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass das Nusr-Et derzeit für sein Debüt Personal für alles Mögliche einstellt, von Mitarbeitern an der Eingangstür bis hin zu Köchen und einem Weinkellner, berichtet Eater weiter. Gökce habe Dallas bereits 2017 besucht, um mögliche Standorte zu erkunden. Salt Bae Gökce, weltweit auch als Salt Bae bekannt, erlangte internationale Berühmtheit, nachdem er anfing, Fotos seiner theatralischen Salzstreu-Pose in den sozialen Netzwerken zu teilen. Dutzende Restaurants weltweit und ein 50-Millionen-Dollar-Hotel, gehören mittlerweile zu seiner Unternehmensgruppe. Nur fünf Jahre Schule Gökce sei nur fünf Jahre zur Schule gegangen und habe anschließend angefangen, als Metzger zu arbeiten. In Argentinien habe er seine Fleischschneidekünste dann perfektioniert. Kommunikation durch Fleisch Er habe zwar keine Fremdsprachen sprechen können, erzählte er in einem Gespräch mit türkischen Medien, habe jedoch „mit den Menschen durch das Fleisch kommuniziert“. „Die Leute bezeichnen mich als ungehobelt“, sagte er. „Ich bin der Sohn eines Bergarbeiters. Mein Vater und meine Mutter waren Analphabeten. Ich konnte aus finanziellen Gründen nicht zur Schule gehen. Ich war 14, als ich bei einem Metzger in die Lehre ging. Fleisch wurde zu meiner Leidenschaft.“

Zum Thema

– Türkei – Istanbul: Nusret eröffnet sein 50-Millionen-Dollar-Hotel

Vom Metzger zum Multimillionär – für Nusret Gökce ein wahr gewordener Traum. Nach Dutzenden Restaurants weltweit, eröffnet er am heutigen Freitag sein im vergangenen Jahr gekauftes Hotel in Istanbul.

Istanbul: Nusret eröffnet sein 50-Millionen-Dollar-Hotel