Corona-Pandemie
Eurowings bereitet Corona-Schnelltests in Düsseldorf vor

Düsseldorf – Nachdem die Lufthansa am Donnerstag begonnen hat, Passagiere einzelner Flüge von Hamburg nach München Corona-Schnelltests zu unterziehen, bereitet der Konzernableger Eurowings ein vergleichbares Procedere in Düsseldorf vor. Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Verweis auf eine Auskunft des Unternehmens. Schon in den kommenden Wochen sollen Urlauber bei Reisen zu einem der gängigen Ferienziele vor Abflug getestet werden. Vor dem Rückflug soll die gleiche Prozedur erfolgen. Bei Erfolg soll das Angebot auf andere Airports ausgedehnt werden. Ein großer Tourismuskonzern ist laut Eurowings Partner bei dem Projekt. Der Flughafen Düsseldorf teilte mit, er befürworte Schnelltests. Diese könnten „Bausteine sein, um den Flugverkehr wieder zu beleben“. Der Airport Köln-Bonn will die neue Technik ebenfalls nutzen. Ein Sprecher teilte mit: „Wichtig ist, diese Schnelltests so schnell wie möglich fest in die Teststrategie zu integrieren, um Quarantänezeiten zu verkürzen und Labore zu entlasten.“

Terrorismus
Irak: Assyrische Christen verurteilen PKK-Gewalt

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Erbil – Assyrische und aramäische Christen sowie Jesiden im Irak und Syrien wenden sich seit Jahren an die Weltgemeinschaft und klagen über Schikanen und Gewalt der Terrororganisation PKK. Bedauerlicherweise bleiben diese Hilferufe auch in Deutschland immer noch ungehört. Diese Minderheiten sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört. Freie Berichterstattung sei in Europa zwar erlaubt, aber man käme bei kritischen Fragen, Einwänden oder Vorwürfen gegenüber den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG bzw. ihrer Demokratischen Kräfte Syriens SDF fast gar nicht mehr durch. Selbst indirekte Fragen über die YPG an europäische Experten, Politiker oder Medien würden übergangen, beklagte etwa der in Schweden lebende assyrische Journalist Dikran Ego auf Hujådå-Online. Erst im August hatte auch der Zentralrat der Jesiden in Deutschland die Terrororganisation PKK aufgefordert, die „von ihr entführten Jesidinnen und Jesiden unverzüglich freizulassen“. Dazu sagte der stellv. Bundesvorsitzender des Zentralrates der Eziden in Deutschland (ZÊD), Dr. Said Saydo:

,,Die PKK lockt zunächst Ezidinnen und Eziden damit, sie nur militärisch ausbilden zu wollen, um sich gegen einen möglichen Angriff des IS wehren zu können. Ferner würden sie ein monatliches Gehalt bekommen, mit dem sie ihre Familie ernähren könnten. Nachdem sie der Anwerbung zugestimmt haben, werden sie für die ideologische Indoktrination in das abgelegen und unwegsame Kandil-Gebirge gebracht. Ab dem Tag der Zustimmung können sie nicht mehr zurück. Wer es trotzdem wagt zu fliehen, wird bestraft. Entweder mit dem Tode oder mit dem Gefängnis. Nach der ideologischen Indoktrination werden sie dann überall, wie zum Beispiel in der Türkei, im Irak oder in Syrien eingesetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Rekrutierten noch minderjährig sind.“

Assyrer im Irak verurteilen PKK Am vergangenen Dienstag hat auch ein in Washington DC ansässiger Dachverband der Assyrer die Terrororganisation verurteilt und aufgefordert das Gebiet zu verlassen.
(Screenshot/twitter/assyrianpolicy)
„Die PKK muss Nahla und andere von Assyrern und anderen gefährdeten Bevölkerungsgruppen bewohnte Gebiete verlassen. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Bundes- und Regionalbehörden eine entschlossene Haltung gegen Gewalt einnehmen, da in den meisten Fällen marginalisierte Gruppen die Hauptlast tragen und am meisten leiden“, fordert das Assyrian Policy Institut. Die jüngsten Entwicklungen im Nahla-Tal, einer historisch assyrischen Region im heutigen Dohuk im Irak, hätten den Einheimischen unnötige Härten zugefügt. Nach Berichten über Zusammenstöße zwischen der KDP und der PKK wurden an wichtigen Zufahrtsstraßen, die nach Nahla führen, neue Kontrollpunkte eingerichtet. Kämpfer der PKK besetzten verschiedene assyrische Dörfer in Nahla, darunter Rabatke, Oberhezani und Unterhezani, sowie die umliegenden Berge. Dies habe viele „dramatische Folgen für die einheimischen Assyrer“ verursacht, wie z.B. „die Bedrohung ihrer Sicherheit und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit“. Nechirvan Barzani: PKK soll kurdische Autonomieregion verlassen Auch Nechirvan Barzani, Präsident der kurdischen Autonomieregion, fordert die PKK immer wieder auf, die Region zu verlassen. „Einige Gruppen berücksichtigen nicht den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlung akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw das Staatsoberhaupt.

Zum Thema

– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“
 

Türkei
Spionagevorwurf: Freispruch für Anwalt der deutschen Botschaft in Ankara

Ankara – Ein Kooperationsanwalt der deutschen Botschaft in Ankara ist freigesprochen worden. Der Anwalt war unter anderem wegen Spionage und Geheimnisverrat angeklagt. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte ihn, sich in der Türkei illegal geheime Informationen beschafft und dann an die deutschen Behörden weitergegeben zu haben. Der Botschaftsanwalt war im September 2019 verhaftet worden und ein halbes Jahr später aus der Untersuchungshaft freigekommen. Wie der Spiegel unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa berichtet, sah das Gericht in Ankara keine Beweise für die Vorwürfe einer Verletzung der Privatsphäre und des Erwerbens oder Verbreitens persönlicher Daten. Ein weiterer angeklagter Anwalt sei ebenfalls in allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Bei seiner Verhaftung am 17. September 2019 waren vertrauliche Unterlagen über Asylbewerber aus Deutschland in die Hände türkischer Behörden gelangt. Deutsche Behörden gehen davon aus, dass Daten von mindestens 83 Betroffenen in die Hände der Türkei gelangt sind. Bei einer späteren Durchsuchung des Büros des Anwalts seien die Dokumente von weiteren fast 300 Fällen durch die türkischen Behörden sichergestellt worden. Der Kooperationsanwalt der deutschen Botschaft hatte seit mehr als zwanzig Jahren im Auftrag des Auswärtigen Amtes unter anderem Angaben von Türken überprüft, die in Deutschland Asyl beantragt hatten.

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– Russland – Moskau: Charlie-Hebdo-Veröffentlichung in Russland „absolut unmöglich“

Kreml: Eine satirische Zeitschrift, ähnlich Charlie Hebdo, wird man in Russland nicht erlauben.

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Corona-Krise
Lehrer- und Elternverbände reagieren auf frühere NRW-Weihnachtsferien unterschiedlich

Düsseldorf – Lehrerverbände in Nordrhein-Westfalen haben auf den früheren Beginn der Weihnachtsferien in NRW verhalten reagiert. „Diese Idee ist nicht dienlich“, sagte Sabine Mistler, Landesvorsitzende des Philologenverbands, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Wichtig ist aus ihrer Sicht vor allem, dass insbesondere Oberstufenschüler noch ihre Klausuren schreiben können, denn in der jetzigen Situation gebe es kaum eine Verschiebemöglichkeit. Andreas Bartsch, Präsident des NRW-Lehrerverbands, hält die Entscheidung über vorgezogene Weihnachtsferien für verfrüht: „Je nach Infektionslage sollten dann Virologen beurteilen, ob dies sinnvoll ist.“ Es sei zudem nicht sicher, ob die Schüler sich in dieser Zeit in Quarantäne begäben. Die NRW-Schulministerin hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien in NRW nun der 18.12 und nicht erst der 22.12. sei. „Diesen Vorschlag wird Nordrhein-Westfalen umsetzen“, sagte Gebauer der „Rheinischen Post“. Dabei gehe es jetzt vor allem um die Frage, wie der Ausfall der beiden Unterrichtstage im laufenden Schuljahr kompensiert werden könne – im Besonderen für anstehende Prüfungen der Abschlussjahrgänge – und auch, wie eine Notbetreuung für Kinder und Jugendliche an diesen beiden Tagen sichergestellt werden könne. „Darüber werde ich mit den Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden in den kommenden Tagen sprechen“, so Gebauer. Die Landeselternschaft der Gymnasien steht dem Vorstoß positiv gegenüber: „Grundsätzlich ist eine solche langfristige Festlegung gut, weil sie Planungssicherheit für die Feiertage und für die Reise- und Touristikbranche bringt“, sagte der Vize-Vorsitzende Dieter Cohnen. Zu klären wäre aus seiner Sicht noch, wo die beiden zusätzlichen Ferientage herkommen sollen.

Rentenpolitik
Rentenexperten kritisieren „Ungerechtigkeiten“ bei Erwerbsminderungsrenten

Osnabrück – Aus Gewerkschaften und Wissenschaft gibt es neue scharfe Kritik an den Regeln für die Erwerbsminderungsrente, die zuletzt für Neurentner verbessert worden ist, aber nicht für sogenannte Bestandsrentner. DGB-Bundesvorstandsmitglied Anja Piel sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Menschen, die eine Erwerbsminderungsrente erhalten, bestreiten ihren Lebensunterhalt oft ausschließlich aus ihrer Rente und sind zu oft auf Grundsicherung angewiesen. Deshalb muss es endlich Verbesserungen für den Bestand der Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentner geben.“ Der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Eckhart Bomsdorf kritisierte gegenüber der NOZ, diejenigen, die bereits vor 2019 eine Erwerbsminderungsrente erhielten, seien zuletzt bei den Verbesserungen der Zurechnungszeiten leer ausgegangen. „Das ist ungerecht, da diese Menschen auch nicht von der Grundrente profitieren – obwohl sie sehr häufig niedrige Renten empfangen oder sogar Grundsicherung beantragen mussten.“ Mit den Zurechnungszeiten werden die Bezüge von Erwerbsgeminderten aufgewertet, indem man rechnerisch unterstellt, die Betroffenen hätten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt weitergearbeitet. Diese Zurechnungszeiten sind mehrfach geändert worden. Laut Bomsdorf ergeben sich je nach Zeitpunkt des Rentenbeginns „gravierende Unterschiede im Portemonnaie von Erwerbsminderungsrentnern“. Er nannte das Beispiel einer 55-Jährigen. Sie konnte nach seinen Angaben im Dezember 2014 eine Zurechnungszeit von fünf Jahren erwarten, im Dezember 2018 eine Zurechnungszeit von sieben Jahren und drei Monaten und zu Beginn des Jahres 2019 eine Zurechnungszeit von zehn Jahren und acht Monaten. Auch aus Sicht von Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand, „besteht dringender Handlungsbedarf, um die vorhandenen Ungerechtigkeiten endlich zu beseitigen“. Er forderte eine Neuberechnung und Anpassung der Zurechnungszeiten aller Ende 2018 bestehenden Erwerbsminderungsrenten. „Am einfachsten wäre es, diese Erwerbsminderungsrenten so aufzuwerten, als hätten alle sogenannten Bestandsrentner bis 65 gearbeitet. Alternativ könnten sich die Zurechnungszeiten am gesetzlichen Rentenzugangsalter orientieren, das im Jahr des erstmaligen Bezugs der Erwerbsminderungsrente gegolten hat.“ Dies wäre nach den Worten von Hofmann eine pragmatische und praktische Art, die Bestandsrentner mit den Neuzugängen methodisch gleichzusetzen.

Bergkarabach-Konflikt
Bergkarabach: Russland und Türkei kündigen gemeinsame Beobachtungsposten an

Moskau – Russland und die Türkei haben am Mittwoch die Einrichtung eines Beobachtungszentrums für die Einhaltung des Waffenstillstands in Bergkarabach angekündigt. Wie das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, wurde das Memorandum über die Einrichtung eines gemeinsamen russisch-türkischen Zentrums zur Überwachung des Waffenstillstands in Bergkarabach nach den Videokonferenzgesprächen zwischen dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu und seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar, unterzeichnet. „Die Türkei wird sich den Friedenstruppen in der [Bergkarabach-]Region anschließen, um die Umsetzung des Abkommens mit Russland zu überwachen“, sagte Recep Tayyip Erdogan vor einer Fraktionssitzung seiner Partei in der Hauptstadt Ankara. Das gemeinsame Zentrum, das auf den von der armenischen Besatzung befreiten aserbaidschanischen Gebieten eingerichtet werden soll, wurde heute Morgen unterzeichnet, fügte Erdogan hinzu. „Alle Maßnahmen gegen den Bruch des Waffenstillstands in Bergkarabach werden von diesem Zentrum ergriffen werden“, erklärte er. Das Zentrum werde Informationen über die Umsetzung des Waffenstillstands durch die Parteien und andere Handlungen, die gegen die getroffenen Vereinbarungen verstoßen, sammeln, zusammenfassen und überprüfen.. Es hat auch die Aufgabe, Verstöße durch visuelle Überwachung und UAVs zu dokumentieren sowie Daten aus anderen Quellen auszuwerten. Das Zentrum wird zu einem Gremium, das alle Beschwerden, Fragen oder Probleme bezüglich der Verletzung der getroffenen Vereinbarungen prüft. Montagnacht unterzeichneten Russland, Aserbaidschan und Armenien ein Waffenstillstandsabkommen. Der 30-jährige Konflikt um Bergkarabach war am 27. September erneut eskaliert. Seitdem waren schwere Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan ausgebrochen.

Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die Kämpfe. Baku erklärte, die Armee habe eine „Gegenoffensive“ gestartet, „um Armeniens militärische Aktivitäten zu stoppen und die Sicherheit der Bevölkerung zu schützen“. Es handelt sich um die schwerste Eskalation seit Jahrzehnten.

Aliyev sagte, dass seit dem 27. September über 200 Dörfer, Städte und Siedlungen von der armenischen Besatzung befreit worden seien. Nach der Bekanntgabe feierten viele Aserbaidschaner auf den Straßen die Befreiung mit Hupkonzerten. Zahlreiche dankten auch dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für seine Unterstützung. Der Sprecher des aserbaidschanischen Außenministeriums, Hikmet Hajiyev, dankte in einem Tweet der Türkei für ihre Unterstützung in dem Konflikt. „Danke Brudernation Türkei“, schrieb Hajiyev.

In Bergkarabach leben überwiegend Armenier, die Region gehört jedoch völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Seit einem blutigen Krieg in den frühen 1990er Jahren, bei dem Zehntausende Aserbaidschaner von armenischen Milizen vertrieben wurden, wird Bergkarabach von Armenien kontrolliert. Dabei kam es zu Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung, wie zum Beispiel in Chodschali am 25. Februar 1992, bei dem Hunderte Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet wurden.

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– Russisch-türkische Beziehungen – 100 Milliarden Dollar Handelsvolumen: Russland und Türkei unterzeichnen weiteres Abkommen

Entgegen den Berichten über eine angebliche Abkühlung der Beziehungen zwischen Moskau und Ankara, festigen der türkische Präsident und sein russischer Amtskollege mit unzähligen Vereinbarungen die Zusammenarbeit.

100 Milliarden Dollar Handelsvolumen: Russland und Türkei unterzeichnen weiteres Abkommen

Russland
Moskau: Charlie-Hebdo-Veröffentlichung in Russland „absolut unmöglich“

Moskau – Ein satirisches Magazin, ähnlich dem französischen Charlie Hebdo, das für seine Karikaturen des Propheten Mohammed berüchtigt ist, könne in Russland niemals veröffentlicht werden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Reportern. Aufgrund der geltenden Gesetzgebung, sei die Herausgabe einer solchen Zeitschrift in Russland „absolut unmöglich“, so Peskow „Das liegt daran, dass Russland teilweise ein muslimisches Land ist, in dem bis zu 20 Millionen Muslime leben. In Russland ist das Christentum die Hauptreligion, unsere Bürger sind überwiegend Christen. Unser Land ist einzigartig, weil es multiethnisch und multireligiös ist, wobei alle Konfessionen in vollem Respekt füreinander leben“, zitiert die Nachrichtenagentur TASS den Kremlsprecher. Peskow äußerte sich nicht zu der Frage, ob religiöse Karikaturen akzeptabel seien. „Die Sache ist die, dass es sich um eine sehr komplexe Substanz handelt und es unmöglich ist, sich an dieser Diskussion von irgendeiner offiziellen Stelle aus zu beteiligen“, erklärte er. „Sicherlich ist es inakzeptabel, die Gefühle der Gläubigen zu beleidigen, und gleichzeitig ist es inakzeptabel, Menschen zu töten. Beides ist absolut inakzeptabel“, betonte Peskow. In einer Oktober-Ausgabe stellte Charlie Hebdo den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan als halbnackte Karikatur dar, die sagt: ‚Hier ist der Prophet‘, während er den Rock eines Dienstmädchens hebt, das ein Kopftuch und ein Kleid trägt. Die Karikatur ist mit einer Bildunterschrift versehen, die lautet: „Erdogan ist in seinem Privatleben ein sehr lustiger Mann“.

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– Russland – Moskau: Putin und Erdogan eröffnen neue Zentralmoschee

Putin: „Muslimische Meinungsführer haben stets zur Entwicklung von Frieden und gesundem Menschenverstand gegen Extremismus in Russland beigetragen.“

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Türkei
Türkische Lira: Höchster Kursanstieg seit über zwei Jahren

Istanbul – Am Samstag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan überraschend den Chef der türkischen Zentralbank , Murat Uysal, nach kaum anderthalb Jahren im Amt gefeuert. Naci Agbal wurde zum neuen Notenbankchef ernannt. Am Tag darauf reichte auch Erdogans Schwiegersohn, Finanzminister Berat Albayrak, seinen Rücktritt ein. Seitdem hat die türkische Lira schlagartig zum Dollar und Euro an Wert gewonnen. Nachdem die Lira am Samstag gegenüber dem Euro mit 10,12 einen neuen Tiefstand erreichte, stieg ihr Wert in nur wenigen Tagen um beachtliche 9,2 Prozent auf 9,1891 und erreichte somit den höchsten prozentualen Anstieg seit über zwei Jahren. Als Grund für den Wertanstieg nennen Wirtschaftsanalysten auch eine aktuelle Mitteilung der türkischen Bankenaufsicht. Ausländischen Investoren wird demnach erleichtert, Zugang zu Finanzierung in Lira zu erhalten. Damit hebt man Beschränkungen schrittweise auf, die in den letzten Jahren eingeführt wurden. Die Bankenaufsicht erhöht den Umfang der Währungs-Swaps und Derivate-Geschäfte, die türkische Banken mit ausländischen Gegenparteien durchführen können. Dadurch wird es ausländischen Investoren ermöglicht mehr Lira durch Dollar-Swaps zu halten, nachdem ihre Möglichkeiten dazu bislang begrenzt waren, berichtet finanzmarktwelt.
(Screenshot TRT)
     

NRW
Einbrecher erbeuten 6,5 Millionen Euro aus Zollamt

Krefeld – Bei einem Einbruch in das Zollamt von Nordrhein-Westfalen haben Einbrecher 6,5 Millionen Euro erbeutet. Unbekannte Täter haben bei einem Einbruch in das Hauptzollamt Emmerich in NRW etwa sechseinhalb Millionen Euro erbeutet. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizei Krefeld berichtet, nutzten die Täter dafür unter anderem einen Kernbohrer, um in den Tresorraum zu gelangen. Der Einbruch sei professionell geplant und ausgeführt worden. Die Tat habe sich bereits am 1. November ereignet. Am Mittwoch machte die Polizei nun erstmals Angaben über die Höhe der Beute. Für Hinweise, die zur die Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter führen, wurde eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt. Hierzu das Polizeipräsidium Krefeld: Auf Beschluss des Amtsgerichts Kleve fahndet die Polizei öffentlich mit Fotos nach einem Mann, der mutmaßlich am Einbruch in das Hauptzollamt Duisburg, Außenstelle Emmerich am Rhein (Kreis Kleve) beteiligt war. Nach den bisherigen Erkenntnissen der beim Polizeipräsidium Krefeld geführten „Ermittlungskommission Kern“ wurde der Einbruch professionell geplant und durchgeführt: So sollen drei bislang unbekannte Täter einen Kernbohrer eingesetzt haben, um im Keller des Gebäudes von einem Nebenraum in den Tresorraum zu gelangen. Von dort entwendeten sie etwa 6,5 Millionen Euro Bargeld. Zeugen hatten am Sonntag, den 1. November 2020 gegen 6 Uhr Bohrgeräusche gehört und gegen 10:45 Uhr bemerkt, wie drei dunkel gekleidete Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude am Parkring 6 mehrfach verließen, um einen weißen Transporter mit Schiebetür, an der Beifahrerseite, zu beladen. Anschließend fuhren sie mit dem Fahrzeug mit Klever Kennzeichen (KLE) weg. Ein weiterer Zeuge wurde auf den nunmehr Tatverdächtigen aufmerksam, der zur Tatzeit in der Nähe des Hauptzollamtes auffällig auf- und ablief, weshalb der Zeuge ihn fotografierte. Er war später in ein Auto gestiegen und in die gleiche Richtung gefahren, wie zuvor der weiße Transporter (Parkring Richtung Industriestraße). Nach diesem Mann wird nunmehr öffentlich mit diesen Fotos gefahndet. Die Zollverwaltung hat für Hinweise, die zur Feststellung, Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter und/oder zur Wiedererlangung der entwendeten Gelder führen, eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt.
(Foto: ots)
Die Fotos des Tatverdächtigen sind im Fahndungsportal der Polizei NRW abrufbar: https://ots.de/9OEPEI Hinweise für die Ermittlungskommission „Kern“ werden erbeten unter Telefon 02821/5045200 oder per Mail an Hinweise.krefeld@polizei.nrw.de (541)

Islamismus
Wiener Rabbi Schlomo Hofmeister: Islam hat nichts mit Attentat zu tun

Der Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister nimmt den Islam nach dem Terroranschlag in Wien in Schutz. „Der Täter hat nicht unterschieden, wen er töten wollte“, sagt Hofmeister der ZEIT-Beilage Christ & Welt. „Er hat sich einer Religion bedient, um seine Tat zu rechtfertigen, doch die Religion selbst hat nichts mit dem Anschlag zu tun.“ Das Attentat habe ihn, Hofmeister, an seine Studienzeit in Jerusalem erinnert. Auch dort habe es viele Anschläge in Bars und Restaurants gegeben. „Die Attentäter verfolgten kein religiöses Ziel, außer so viele Menschen wie möglich zu töten“, sagt Hofmeister, der auch Landes-Oberrabbiner von Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Kärnten ist. Am 2. November hatte ein Attentäter in Wien vier Menschen erschossen und weitere zum Teil schwer verletzt. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz forderte daraufhin von der EU ein größeres Engagement gegen den politischen Islam. Hofmeister sagt Christ & Welt nun, dass Ausgrenzung der „Nährboden radikalen Gedankenguts“ sei. „Wer ständig gesagt bekommt, dass Islamismus Teil seiner Kultur sei, macht sich das irgendwann zu eigen.“ Man müsse dafür sorgen, dass sich alle Mitglieder der Gesellschaft angenommen fühlten.