Ein Gastbeitrag von Dr. Michael Reinhard Heß
Das Leben der Khanstochter, Dichterin und Mäzenin Churschidbanu Natäwan veranschaulicht das Potenzial aserbaidschanischer Frauen am Beginn der Moderne und bietet ein Panorama der Geschichte Karabachs.
Churschidbanu Natäwan (1837-1897) war eine in vieler Hinsicht außergewöhnliche Frau. Sie entstammte der letzten Herrscherfamilie von Karabach und zählt gleichzeitig zu den bedeutendsten aserbaidschanischen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts. Berühmtheit erlangte sie auch als Leiterin des literarischen Zirkels „Versammlung des vertrauten Umgangs“ (Mädschlisi-Üns) in ihrer Heimatstadt Schuscha.
Dort hinterließ sie auch als Unternehmerin und Sponsorin bleibende Spuren, unter anderem in Form eines Wasserleitungssystems. Teile davon haben selbst die Verwüstungen eines Jahrhunderts voller Unruhen, Massaker und Besatzung überstanden und sind bis heute sichtbar geblieben.
Das eigentlich Interessante am Leben dieser bemerkenswerten Frau ist, dass all die Rollen, die sie spielte oder spielen musste, sowohl miteinander als auch mit der politischen und Kulturgeschichte Karabachs und Aserbaidschans im 19. Jahrhunderts zu einem einzigen, untrennbaren (kultur-)historischen Gesamtbild verwoben scheinen.
Spross einer bedeutenden Dynastie
Geboren wurde Churschidbanu Natäwan im Jahr 1837 (nach manchen 1830 oder 1832) als Tochter von Mehdigulu (1763-1845). Dieser regierte von 1806 bis 1822 nominell als letzter Khan Karabachs, stand währenddessen aber unter russischer Tutel. Mütterlicherseits war Churschidbanu außerdem mit der damals über Persien herrschenden Dynastie der Kadscharen, außerdem mit der vormaligen Khansfamilie von Gändschä – das heute die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans ist – und mit dem berühmten Karabacher Dichter Gasim Bey Zakir (1784-1857) verwandt.
Das Haus in dem Natäwan lebte, Schuscha. (Foto: Wikimedia)
Der Namensbestandteil „Churschidbanu“ ist der eigentliche Geburtsname, während Natäwan nur der später (möglicherweise erst im Jahr 1872) angenommene Dichtername ist. „Natawan“ bedeutet wörtlich „die Schwache“. Das Pseudonym spielt offensichtlich auf die fragile körperliche Verfassung und die zahlreichen persönlichen Krisen und Rückschläge an, mit denen die Dichterin zeit ihres Lebens fertig werden musste.
Wer aus ihrer Feder erhaltene Gedichte liest, wird in vielen von ihnen einen traurigen, nicht selten klagenden Ton ausmachen. Dieser geht wohl über das Maß des Jammervollen, das in der von Liebesschmerz und der Wahrnehmung von Liebe als Heimsuchung und Krankheit geprägten klassischen orientalischen Dichtung ohnehin üblich ist, noch hinaus. Im Volk war Churschidbanu daneben aber auch als die „Khanstochter“ (Kaan kizi) oder „Einzigartige Perle“ (Dürri-yäkta) bekannt.
Das Private wird politisch
Der Tod ihres Vaters war für Churdschidbanu Natäwan nicht nur ein schwerer persönlicher Schlag, sondern leitete auch einen ganz neuen Lebensabschnitt ein. Bis dahin war sie entsprechend ihrer Abkunft eine hervorragend ausgebildete, in den obersten Schichten und Intellektuellenkreisen verkehrende junge Aristokratin gewesen. Doch Mehdigulus Tod führte sie immer stärker ins öffentliche Leben hinaus.
Ihre Rolle als eine der letzten Überlebenden der prestigereichen Herrscherfamilie von Karabach führte nunmehr dazu, dass sich Brautwerber für sie zu interessieren begannen. Zunächst versuchte Churdschidbanus Cousin Dschäfärgulu (1787-1866), ebenfalls ein prominentes Mitglied der Khansfamilie, sie mit seinem Sohn zu verbinden, blitzte mit dem Ansinnen aber ab.
Ungefähr 1848 interessierte sich dann der höchste russische Repräsentant im Kaukasus, Vizekönig Graf Michail Semenovič Voroncov (1782-1856), persönlich für die heiratsfähige Khanstochter. Hieran sieht man, dass Russland auch auf dem Weg der Heiratspolitik konsequent daran arbeitete, seine Kontrolle über die eine Generation zuvor einverleibten kaukasischen Territorien für immer fest zu verwurzeln.
Den Wünschen des mächtigen Namestnik (Vizekönigs) konnte sich Churschidbanus Mutter bei den Heiratsverhandlungen in Tiflis kaum widersetzen. So gelang es der russischen Seite, einen ihr genehmen Kandidaten durchzusetzen, nämlich Fürst Chasaj Ucmiev (1808-1867). Ucmiev war ein in russische Dienste getretener Adeliger osmanisch-kumükischer Abstammung.
Das Paar heiratete 1850 in Schuscha, zog jedoch kurz danach an Ucmievs Dienstort Tiflis um. Die Heirat mit Ucmiev bedeutete für die Khanstochter einerseits eine Einschränkung ihrer Freiheit. Anderseits durfte sie sich aufgrund des Fürstenrangs ihres Gattin ebenfalls Fürstin (russisch: knjagina) nennen, was ihren gesellschaftlichen Status erhöhte und absicherte.
Eine Ehe mit Dissonanzen
Die ersten Ehejahre verliefen nicht einfach. Zunächst wurden sie von ernsten gesundheitlichen Problemen Churdschidbanus überschattet. Auf Empfehlung von Ärzten, die ihr Blutarmut diagnostizierten, kehrte sie bereits 1852 nach Schuscha zurück. Allerdings entstand neues Ungemach dadurch, dass eine ersehnte Schwangerschaft auf sich warten ließ.
Hinzukam, dass sich Spannungen in der jungen Ehe abzeichneten, vor allem, nachdem auch der als herrschsüchtig beschriebene Ucmiev seinen Wohnsitz 1853 von Tiflis nach Schuscha verlegt hatte. Glücklicherweise besserte sich Churschidbanus Gesundheitszustand und war Ende 1853 wieder vollkommen hergestellt.
Um der ausbleibenden Schwangerschaft auf die Sprünge zu helfen, reiste das Ehepaar 1854 nach Baku, um die Bibiheybät-Moschee aufzusuchen. Diese Stand im Ruf, bei derartigen Problemen Hilfe von oben zu vermitteln. Und wirklich gebar Churschidbanu 1855 einen Sohn und ein Jahr darauf eine Tochter.
Begegnungen in Baku
Ebenfalls in Baku fand die legendär gewordene Begegnung des Ehepaars mit Alexandre Dumas dem Vater (1802-1870) statt, der während seiner Kaukasusreise 1858 durch die Stadt kam. Während des gemeinsamen Abendessens im Haus des Bakuer Polizeichefs schenkte Churschidbanu dem berühmten französischen Schriftsteller einen von ihr selbst hergestellten Tabaksbeutel, von dessen Schönheit sich Dumas entzückt zeigte.
Die Bibi-Heybat-Moschee (Bibiheybət məscidi) ist eine Moschee am Stadtrand von Baku, die ursprünglich im 13. Jahrhundert, in der Zeit des Schirwahshahs, nach Entwürfen des Architekten Mahmud ibn Saad errichtet wurde. (Foto: Wikimedia)Neubeginn trotz immer neuer Rückschläge
Die Harmonie, welche das Ehepaar bei der Begegnung mit Dumas ausgestrahlt hatte, war jedoch nur scheinbar. Die latente Krise der Ehe brach sich in den folgenden Jahren wieder ihre Bahn, insbesondere nachdem Churdschidbanus 1861 mit ihrer Mutter eine wichtige Stütze in ihrem Leben verloren hatte.
Schon 1864, sechs Jahre nach dem Treffen mit Dumas, verließ Ucmiev seine Gattin für immer. Drei Jahre später beging er – angeblich – Selbstmord. Bis heute halten sich Gerüchte, dass sein Tod etwas mit Verbindungen zu tun haben könnte, die er zum kaukasischen Erzfeind Russlands unterhalten haben soll, dem Imam Schamil (1797-1871).
Churschidbanu ließ sich von all diesen neuerlichen Wendungen des Schicksals nicht unterkriegen, sondern blickte nach vorn und nahm die Zukunft in die eigenen Hände. Ihr Erfolg wurde unter anderem auf der Weltausstellung von Paris im Jahr 1867 sichtbar, auf der aus ihrer Zucht stammende Karabacher Pferde gezeigt wurden. Auch führte Churschidbanu Agrarunternehmen, mit denen sie im weiteren Verlauf ihres Lebens erfolgreich war. Unter anderem wurden ihre landwirtschaftlichen Produkte auf Messen in Tiflis und Moskau ausgestellt und mehrfach preisgekrönt.
1869 heiratete sie erneut, und diesmal war es keine arrangierte Ehe. Mit dem Hutmacher Seyid Hüseyn hatte sie drei Söhne und zwei Töchter. Das Leben der Khanstochter war nun in seine letzte und vielleicht interessanteste Phase eingetreten, in der sie sich als Wohltäterin, Unternehmerin, Mäzenatin und Dichterin einen bis heute nicht verblassenden Ruhm erwarb.
Churschidbanu und die Blüte der Kultur Karabachs
In das Jahr 1872 fielen diesbezüglich zwei wichtige Ereignisse. Zum einen wurde das als „Quellen der Khanstochter“ bekannte Wasserleitungssystem Schuschas fertiggestellt, das sie mit 100 000 Rubel aus ihrem Privatvermögen finanziert hatte. Zum anderen war es das Jahr, in dem sie die Leitung des literarischen Klubs Mädschlisi-Üns übernahm.
Die in Churschidbanus Stadtpalast oder dessen Garten stattfindenden Treffen des literarischen Zirkels können als Sternstunden der aserbaidschanischen Kultur bezeichnet werden. Er versammelte die Crème der Dichter, Musiker, Künstler und Intellektuellen Karabachs, zu der auch die Gastgeberin selber zählte.
Die letzten Jahre
Allerdings bestand auch diese letzte, aus dem Nachhinein betrachtet glanzvollste Phase im Leben der Karabacher Khanstochter nicht nur aus Sonnenseiten. 1884 verstarb in jugendlichem Alter Mir Abbas, der heißgeliebte erste Sohn aus ihrer zweiten Ehe. Etliche ihrer Verse betrauern diesen fürchterlichen Verlust. Hinzukamen zunehmende finanzielle Schwierigkeiten, die sich auch aus Streitigkeiten um ihr Erbe ergaben. Diese Probleme zwangen sie schließlich sogar zur Einstellung ihrer geliebten „Versammlung des vertrauten Umgangs“.
Am 2. Oktober 1897 verstarb Churschidbanu Natäwan in ihrer Geburtsstadt. Sie wurde im Familiengrab der Khansdynastie von Karabach, dem sogenannten Imarät, in der Stadt Aghdam beigesetzt.
Michael Reinhard Heß ist promovierter und habilitierter Turkologe und seit 2019 Privatdozent an der FU Gießen. Thema der Habilitation waren Leben und Sprache des aserbaidschanischen Dichters İmadәddin Nәsimi (1370–1417). Zum Thema Karabach hat er die Bücher „Panzer im Paradies“ (Dr. Köster 2016) und „Karabakh from the 13th century to 1920“ (Gulandot, 2020) verfasst.
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Vor dem Hintergrund der türkisch-armenischen Wiederannäherung gibt es seit dieser Woche wieder Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern.
Urla (nex) – Eine internationale islamische Organisation hat vor Koran-Apps für Android-Handys, die Fehler enthalten, gewarnt.
In einer Erklärung teilte die Internationale Organisation für Koran-Auswendiglernen (Holy Quran Memorization International Organization (HQMI)) mit, dass sie Beschwerden über Fehler in kostenlosen Koran-Apps aus den digitalen Vertriebsplattformen Apple Store und Google Play erreicht hätten.
Als Beispiel sind in dem Statement einige falsche Wörter in Versen und Satzzeichenfehler aus den Anwendungen angegeben.
„Einige Seiten [des Korans] waren auch gelöscht, ob mit oder ohne Absicht, sei dahingestellt“, so die Organisation weiter, die zur Islamischen Weltliga (DGM) angehört.
Die HQMI ruft in ihrer Erklärung die Muslime dazu auf, kostenlose Koran-Apps mit Vorsicht zu genießen und nennt einige vertrauenswürdige Quellen, die man verwenden könne, wenn man Interesse daran habe, das Heilige Buch der Muslime auf dem Smartphone oder am PC zu lesen und zu studieren.
Die im Jahr 2000 im saudi-arabischen Dschidda ins Leben gerufene Organisation erklärt, dass sie zum Ziel habe, Muslimen beizubringen, wie man den Koran auswendig lernt, diese Fähigkeit perfektioniert und die Bedeutung des Erlernten versteht.
Ankara – Der türkische Raketenhersteller Roketsan hat am 31. März auf einer Pressekonferenz in seinem Werk in Ankara eine neue Raketenfamilie namens „ÇAKIR“ vorgestellt.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Lenkrakete zu Lande, zu Wasser und in der Luft flexibel eingesetzt werden können und mit einem effektiven Gefechtskopf zur Stärkung der Streitkräfte beitragen.
Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt ab, werde der Marschflugkörper mit einer Reichweite von über 150 Kilometern von Starr- und Drehflüglern, Kampfdrohnen, taktischen Landfahrzeugen sowie Marineplattformen abgefeuert werden können. Außerdem bietet er vielseitige Einsatzmöglichkeiten gegen Ziele über dem Boden oder auf See sowie in Höhlen, berichtet Anadolu.
Roketsan:
Ausgestattet mit dem von Kale Arge entwickelten nationalen KTJ-1750-Turbotriebwerk und durch seine hohe Wendigkeit erfüllt ÇAKIR problemlos Aufgaben, wie etwa bei der digitalen Missionsplanung festgelegte 3D-Wegpunkte abzufliegen. Mit einer einzigartigen Sprengkopf- und Zielauswahl bietet die Cruise Missile eine hohe Zerstörungskraft gegen feindliche Ziele. Die Fähigkeit, Ziele unter allen Wetterbedingungen mit hoher Präzision zu bekämpfen, verdankt ÇAKIR seinen fortschrittlichen Lenkungssystemen in der Mittel- und Endphase. Die netzgestützte Datenverbindung erleichtert dem KI-System die Zielaktualisierung, den Angriff/Wiederangriff auf das Sekundärziel während des Fluges und zum Missionsabbruch.
Das Raketensystem befinde sich noch in der Entwicklungsphase und die ersten Tests seien für Ende dieses Jahres geplant. Die Integration in die Plattform soll 2023 erfolgen.
– Ukraine-Krise –
TB2-Bayraktar: Ukraine kauft weitere türkische Kampfdrohnen
Türkische Kampfdrohnen haben sich auch im aktuellen Ukraine-Konflikt als äußerst effektiv erwiesen. Medienberichten zufolge hat Kiew nun den Erwerb von weiteren Drohnen aus der Türkei angekündigt.
Essen – Die FDP-Fraktion im NRW-Landtag hat sich für eine weitgehendere Lockerung der Corona-Quarantäneregeln ausgesprochen.
„Ich würde mir persönlich noch mehr Mut wünschen. Wer symptomfrei ist, sollte sich bereits nach drei Tagen freitesten können“, sagte Fraktionschef Christof Rasche der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Dies sei ein Mittelweg zwischen den im europäischen Vergleich sehr strengen deutschen Regeln und der in einigen Ländern bereits geltenden Praxis, auf Quarantäne zu verzichten.
„Über nächste Schritte bis zur völligen Aufhebung der Quarantäneregeln sollten wir zügig sprechen und die Entwicklung auch in den Nachbarländern aufmerksam beobachten“, forderte Rasche weiter. Das Bundesgesundheitsministerium hat den Ländern vorgeschlagen, die Dauer der Absonderungen generell auf fünf Tage zu verkürzen. Zudem soll Infizierten empfohlen werden, freiwillig Kontakte zu reduzieren und nach fünf Tagen wiederholt Tests zu machen.
Bislang dauert die Isolation in der Regel zehn Tage und kann mit einem negativen Test frühestens nach sieben Tagen beendet werden. Dies hatte trotz oftmals milder Krankheitsverläufe zu erheblichen Personalausfällen auch in der kritischen Infrastruktur geführt. Rasche lobte, dass sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und das Robert-Koch-Institut (RKI) nun neu positionierten: „Es ist gut, dass sich Gesundheitsminister Lauterbach und das RKI bei der Quarantäne bewegen.“
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Soziale Netzwerke und Messengerdienste spielen eine wichtige Rolle für die politische Meinungsbildung in der digitalisierten Gesellschaft. Doch gerade in der Corona-Krise sind sie zunehmend zu einem Umschlagplatz für gefährliche Desinformation und Verschwörungerzählungen geworden.
Berlin – Verbraucher müssen damit rechnen, dass Brot und Brötchen noch teurer werden. Die steigenden Personal-, Rohstoff- und Energiekosten „zwingen die Bäckereien dazu, ihre Kalkulation zu überprüfen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Daniel Schneider, dem „Tagesspiegel„.
Von Preisen wie zehn Euro für ein Brot, die aus den Reihen des Bauernverbands genannt worden waren, sei man „aber noch ein gutes Stück entfernt“, betonte Schneider. Zudem rechnet der Verband damit, dass sich der Wettbewerb zwischen handwerklichen Bäckern und industriell arbeitenden Betrieben weiter verschärft.
Neben den steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe machen den Bäckern vor allem die höheren Personalkosten zu schaffen. Diese sind schon durch den neuen Mindestlohn im Januar gestiegen, im Oktober steht eine weitere Anhebung auf zwölf Euro in der Stunde an.
Das, so Schneider, führe insgesamt zu steigenden Löhnen, da auch die Löhne für die Fachkräfte im Bäckerhandwerk erhöht werden müssten, um den Abstand zu ungelernten Kräften zu wahren.
Darunter litten vor allem die Handwerksbäcker. Der Wettbewerb mit den industriell produzierten „Käfigbrötchen“ werde sich verschärfen, fürchtet Schneider. „Die Industrie spürt, weil es eben keine Handarbeit ist, den Druck aus den Personalkosten nicht.“
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Budapest – Bei der Ringer-EM in Ungarn hat der türkische Freistil-Ringer Taha Akgül im Schwergewicht am Mittwoch Gold gewonnen und wurde somit zum neunten Mal Europameister.
Olympiasieger Akgül setzte sich in der ungarischen Hauptstadt Budapest in der Klasse bis 125 kg Freistil gegen seinen georgischen Gegner Geno Petriashvili mit 5:2 durch und holte sich seinen neunten EM-Titel.
Mit 141 Punkten und sechs Medaillen beendete die Türkei das Turnier als Zweiter hinter Aserbaidschan, das 159 Punkte und sieben Medaillen holte.
Akgül does it again!! 🥇
Taha Akgül defeats Georgia’s Geno Petriashvili 5-2 in the freestyle 125kg final at the European Wrestling Championships.
That’s a NINTH European title for our European, World and Olympic champion wrestler Taha Akgül
Congrats! 👏🇹🇷 pic.twitter.com/zTG9ycTN1w
Baku – Heute vor 104 Jahren, am 31. März 1918, verübten russische Bolschewiki und armenische Milizen in Baku und in anderen Städten Aserbaidschans zahlreiche Massaker an aserbaidschanischen Zivilisten, bei dem nach offiziellen Angaben alleine in der Hauptstadt Baku 12.000 und insgesamt mehr als 50.000 unschuldige Menschen zum Opfer fielen. Die Massaker gingen als „März-Ereignisse“ in die Geschichte ein.
Von März – April 1918 wurden durch Gewaltexzesse in Baku, Schemacha, Guba, Mugan und Lenkoran mehrere Zehntausend Aserbaidschaner bestialisch getötet. Systematisch wurden in Schemacha 53 Dörfer, im Kreis Guba 167, in Berg-Karabach 150, in Sangesur 115, in der Region Eriwan 211 und in Kars 92 Ortschaften vollkommen zerstört.
Der ethnische Armenier Stepan Shaumian, der außerordentlicher Kommissar für den Kaukasus war, gab zu, dass 6.000 bewaffnete Soldaten des Baku-Sowjets und 4.000 Mitglieder der Dashnaksutjun-Partei an den Massakern gegen das aserbaidschanische Volk beteiligt waren. [«Шаумян С.Г Избранные произведения», том 2, Москва 1978, стр. 259-260]
Seit 1998 gedenkt die aserbaidschanische Bevölkerung am 31. März als Gedenktag der Toten von vor 104 Jahren, das sich tief in das Bewusstsein des aserbaidschanischen Volkes eingegraben hat.
Die 1890 in Tiflis gegründete Armenische Revolutionäre Föderation (ARF) der Daschnaken, die für die Ermordung von Zehntausenden von türkischen und aserbaidschanischen Zivilisten verantwortlich gemacht wird, nutzte den Ersten Weltkrieg und die russische Oktoberrevolution von 1917, um unter dem Vorwand „revolutionärer Ideen“ ein Großarmenien zu gründen.
Unter dem Deckmantel der „Bekämpfung konterrevolutionärer Elemente“, entwickelte das Bakuer Sowjet einen Plan, das von Armeniern dominiert wurde, die die Eliminierung der aserbaidschanischen Bevölkerung in der Provinz Baku vorsah. In der aserbaidschanischen und türkischen Geschichtswissenschaft hat sich der Begriff Mezalim als Fachtermini durchgesetzt, das massenhafte Gewaltverbrechen an Zivilisten umschreibt und auch für den Genozid vom 31. März 1918 benutzt wird.
Die Regierung Aserbaidschans richtete 1918 eine außerordentliche Untersuchungskommission ein, um die schweren Verbrechen zu untersuchen. Die Untersuchungskommission bestand aus verschiedenen Nationalitäten – Russen, Juden, Polen, Georgiern und sogar Armeniern. Sie hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Beweise zu diesen Ereignissen zu bewahren und die Weltgemeinschaft über diese Gräueltaten zu informieren.
Die Untersuchungskommission leitete auf der Grundlage der Beweise Strafverfahren gegen 194 Personen ein, denen verschiedene Verbrechen gegen die friedliche Bevölkerung vorgeworfen wurden. 24 Personen in Baku und etwa 100 Personen in Shamakhi wurden damals festgenommen.
Am 26. März 1998 unterschrieb der damalige Präsident der Republik Aserbaidschan, Heydar Aliyev das Dekret „Über den Völkermord an den Aserbaidschanern“. Mit diesem Erlass wurde der 31. März offiziell zum Tag des Genozids an den Aserbaidschanern erklärt.
Kemal Bölge/pka
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20. Januar 1990: Der Tag, an dem die Sonne in Aserbaidschan nicht aufging
Einunddreißig Jahre sind seit den Ereignissen des 20. Januar 1990 vergangen, die in die Geschichte des aserbaidschanischen Volkes als die Tragödie des blutigen Januars eingegangen sind.
Die Niedrigzinsphase scheint sich dem Ende zuzuneigen. Seit einigen Wochen steigen die Zinsen für Baudarlehen rapide an.
Wer jetzt eine Wohnung kauft, muss für die Darlehensrückzahlung mehrere hundert Euro pro Monat mehr bezahlen als noch Anfang des Jahres. Eine immoweltAnalyse zeigt für die 14 größten deutsche Städte, wie stark sich die Annuitätenrate beim Kauf einer 80 Quadratmeter großen Bestandswohnungen erhöht hat.
Zinsanstieg von 1,38 Prozent Anfang Januar auf derzeit 2,05 Prozent: Die monatliche Belastung von Wohnungskäufern erhöht sich um bis zu 430 Euro
Am stärksten ist der Einfluss in den teuersten Städten. Bei Angebotspreisen von aktuell 764.000 Euro für eine 80-Quadratmeter-Wohnung in München und einer Tilgungsrate von 2,5 Prozent belief sich die monatliche Belastung Anfang des Jahres auf 2.470 Euro. Im Januar wurden 10-jährige Baudarlehen allerdings noch zu einem Zinssatz von 1,38 Prozent angeboten. Nur rund drei Monate später liegt dieser bereits bei 2,05 Prozent.
Das hat Folgen: Die Annuität erhöht sich auf 2.900 Euro, also 430 Euro mehr pro Monat. Für viele Deutsche dürfte der Traum von den eigenen vier Wänden dadurch nicht mehr leistbar sein. Denn aufgrund der hohen Kaufpreise waren bereits in der Vergangenheit viele Finanzierung mit wenig finanziellem Spielraum angelegt.
In München (430 Euro), Hamburg (300 Euro) und Frankfurt (290 Euro) sind die Mehrkosten am stärksten
In München sind die Mehrkosten am größten, da Immobilien mit Abstand am teuersten sind. Doch auch in den anderen Städten müssen Käufer jetzt deutlich mehr bezahlen. Wohnungskäufer in Hamburg mussten Anfang des Jahres noch 1.730 Euro für die eigene Wohnung zahlen, aktuell sind es schon 2.030 Euro. Das sind monatliche Mehrkosten von 300 Euro.
In Frankfurt fallen inzwischen 1.980 Euro monatlich an, was zusätzliche Kosten von 290 Euro sind. Auch in Stuttgart (250 Euro), Köln (240 Euro), Düsseldorf (230 Euro) und Berlin (220 Euro) steigt die Belastung deutlich.
Szenario: Über 1.000 Euro Mehrkosten bei 3 Prozent Zinsen
Es ist möglich, dass die Zinsen noch stärker steigen – vor allem dann, wenn die Europäische Zentralbank zusätzlich den Leitzins anheben sollte. So ist im Laufe des Jahres ein Zinssatz von 3 Prozent für Darlehen mit 10 Jahren Sollzinsbindung durchaus denkbar. Falls dieses Szenario eintritt, erhöht sich die Annuitätenrate nochmals deutlich. Für Käufer in München würde das Mehrkosten von 1.030 Euro pro Monat im Vergleich zum Januar dieses Jahres bedeuten. In Hamburg (720 Euro), Frankfurt (700 Euro) und Stuttgart (610 Euro) würde die Belastung auch stark steigen.
Bei monatlichen Kosten von über 2.000 Euro oder gar über 3.000 Euro im Fall von München dürfte die Nachfrage deutlich nachlassen. Denn immer weniger Deutsche können sich dann die hohen Kaufpreise gepaart mit den hohen Zinszahlungen leisten. Auch wer in der Vergangenheit gekauft und eine Anschlussfinanzierung benötigt, steht möglicherweise vor finanziellen Schwierigkeiten.
Wie stark der Einfluss der gestiegenen Zinsen auf die Immobilienpreise letztlich ist, bleibt abzuwarten. Es sind verschiedene Möglichkeiten denkbar: So könnte es sein, dass die Kaufpreise auf ein Plateau zusteuern und letztlich stagnieren. Je nachdem wie stark die Nachfrage aufgrund der mangelnden Finanzierbarkeit zurückgeht, kann es aber auch zu sinkenden Preise kommen. Besonders dann, wenn viele Anschlussfinanzierungen nicht mehr leistbar sind und Objekte verkauft werden müssen.
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Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent
Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben.
Virtuelle Realität ist eine moderne Technologie, von der schon viele Bereiche und Gebiete des menschlichen Lebens geprägt sind. Virtuelle Realität wird in zahlreichen Branchen und Industrien eingesetzt wie zum Beispiel im Sport, Bildung, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Logistik, Medien und Unterhaltung.
Virtuelle Realität beeinflusst allerdings vor allem die Entertainment-Branche: Softwareentwickler integrieren VR-Technologien in moderne Spiele und Anwendungen. Man kann nicht nur interaktiv an Fussball Wetten online teilzunehmen, sondern auch ein immersives Spielerlebnis zu genießen
SPORT UND VIRTUELLE REALITÄT
Um das Sporterlebnis zu verbessern und eine große Zahl von Zuschauern anzulocken, arbeitet die Sportbranche mit vielen Softwareentwicklern zusammen und macht sich aktiv Gedanken über die Einführung von AR- und VR-Technologien. VR-Technologien ermöglichen die Übertragung von Live-Sportveranstaltungen.
Virtuelle Realität ermöglicht es Sportexperten und Fans auch, wichtige Echtzeitinformationen über das Stadion, den Tennisplatz, den Golfplatz usw. zu erhalten. Solche Informationen können viele Parameter wie Geschwindigkeit und Flugbahn des Balls, Wetterdaten, Biografie und Erfolgsbilanz des Spielers oder andere wichtige Informationen erfassen. Sicherlich kann die AR/VR-Technologie die Emotionen eines echten Zuschauers während eines Spiels nicht ersetzen, aber sie kann für viele eine gute Alternative dazu sein.
VIRTUELLE REALITÄT UND JOBSSUCHE
Und was ist mit Jobsuche? Metro-Goldwyn-Mayer bereitet sich auf die Eröffnung eines großen Unterhaltungskomplexes in Japan vor und wird eine neue Technologie zur Auswahl von Mitarbeitern einsetzen. Die Basis bilden Virtual-Reality-Headsets, mit denen die Atmosphäre am Arbeitsplatz mit all ihren Vor- und Nachteilen geschildert werden kann. Die Arbeitssuchenden können sich aus erster Hand ein Bild von allen Nuancen machen, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Dieser Idee liegt ein Gedanken zugrunde, es müssen verschiedene Tricks angewandt werden, um Leute zur Arbeit zu locken. Die Arbeit mit Hotel- und Kasinogästen bedeutet viele schwierige Situationen, unangenehme Dialoge und die Notwendigkeit, widersprüchliche Kundenwünsche zu erfüllen. Und die neuen Mitarbeiter können damit alle Einzelheiten der neuen Jobs mit Hilfe der Virtual-Reality-Software lernen. Diese Technologie hat sich bereits in anderen Industrien bewährt, so dass man sich entschlossen hat, die auf die Personalabteilung auszuweiten.
AUSTRALIEN, VR UND SONDERPÄDÄGOGIK
Die Jackson School in Victoria, Australien, hat einen Weg gefunden, das Lernen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen einfacher und interaktiver zu gestalten. Sie benutzten ein Oculus-Rift-Headset, um bestimmte Lektionen zu visualisieren und den Kindern ein besseres Verständnis für das zu vermitteln, was sie lernen.
So können moderne Schulen für Schüler mit besonderen Bedürfnissen ihre therapeutischen Aktivitäten in der VR durchführen, wodurch sie mehr nützliche Informationen lernen können. Und diese Technologie wird langsam zum Mainstream.
VIRTUELLES LABOR UND VIRTUELLE REALITÄT
Einige Unternehmen bieten eine sichere Umgebung für die Erkundung von technischen Fächern an, indem die neuen virtuellen Labore für Praktikanten und Mitarbeiter schaffen. Auch Chemielehrer können von dieser Innovation stark profitieren. Indem die Schülerinnen und Schüler in einer sicheren virtuellen Umgebung frei an ihren Experimenten arbeiten können, können sich die Lehrkräfte stattdessen auf die Präsentation des Materials konzentrieren.
Virtuelle Realität kann auch den Schülern eine Möglichkeit geben, die Bildungseinrichtungen zu bewerten, für die sie sich interessieren. Einige Institutionen haben bereits damit begonnen, ihre eigenen Touren durch das VR-Gebiet anzubieten. Mit 360-Grad-Bildern und -Videos vom Campus können Studierende ganz einfach potenzielle Universitäten virtuell erkunden.
So kann die VR-Technologie, wie Sie sehen, in einer Vielzahl von Bildungsbereichen eingesetzt werden. Diese innovative Technologie kann Schülern, Lehrern und Schulen helfen, ein höheres Bildungsniveau zu erreichen. Die Technologie wird vielleicht nicht gleich morgen in jedem Klassenzimmer zum Einsatz kommen, aber in naher Zukunft kann es mit Sicherheit passieren.
SCHLUSSFOLGERUNG
Virtuelle Realität scheint enorme Vorteile für verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens zu bringen. So können zum Beispiel die Inhaber von Unterhaltungsunternehmen, die ein neues Publikum anziehen und ihre Interaktion verbessern möchten, Integration von neuen digitalen Technologien in bestehende Spiele in Betracht ziehen. Arbeitgeber können Ihre Unternehmen viel attraktiver für Arbeitssuchende machen. Sonderpädagogie profitiert davon auch. Virtuelle Realität ist also nicht mehr eine Zukunft, die ist ein Teil unserer Realität.
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Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen
Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.
Düsseldorf – Der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) hat einen weiteren juristischen Erfolg gegen das umstrittene Neu-Rechte Medium „Tichys Einblick“ erringen können.
„Wir hoffen mit diesem Schritt auch anderen muslimischen Vereinen Mut zu machen, keine juristische Auseinandersetzung zu scheuen“, so ein KDDM Vorstandsmitglied gegenüber NEX24.
Das Landgericht Frankfurt untersagte dem Onlinemagazin des Journalisten und Publizisten Roland Tichy bereits im Juli 2021 ein Vorstandsmitglied des KDDM als „mutmaßlich islamistischer Akteur“ zu bezeichnen und stufte die Bezeichnung als „eine rechtswidrige Meinungsäußerung“ ein, wie auch die NRZ berichtete. Im selben Artikel behauptete das Magazin fälschlicherweise zudem, dass Mitglieder der Gruppe vom Verfassungsschutz als extremistisch eingeschätzt würden.
Tichy war jedoch der Auffassung, dass sie nicht verpflichtet seien eine Richtigstellung abzudrucken. Das LG Frankfurt folgte nun der Rechtsauffassung der Rechtsanwälte und verurteilte Tichy zum Abdruck der Richtigstellung. Denn die Aussage sei „eine deutlich unwahre Tatsachenbehauptung, die auf eine erhebliche und fortdauernden Rufbeeinträchtigung für den KDDM abziele“. Das Landgericht Frankfurt teile insbesondere nicht die Auffassung der Gegenseite, wonach die aufgestellte Behauptung mehrere Interpretationsweisen zulasse und sie deshalb als Meinungsäußerung gewertet werden könne.
Hierzu die Anwaltskanzlei der KDDM:
Durch die Berichterstattung wurde das engagierte Mitglied des KDDM massiv in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt, weil über ihn identifizierend im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Islamismusvorwürfen berichtet wurde. Er ist jedoch, anders als durch das Online-Magazin behauptet, weder ein islamistischer Akteur noch steht er dieser Ideologie nahe. Vielmehr setzt er sich für Werte ein und vertritt eine Auffassung, die auch für gemäßigte Muslime als ungewöhnlich liberal bezeichnet werden kann.
Zudem setzt er sich auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung für interreligiöse Zusammenarbeit zwischen Christen, Juden und Muslimen ein – um bestehende wechselseitige Vorurteile abzubauen – sowie für die Förderung der Demokratie in Deutschland ein. Zahlreiche Medien berichten regelmäßig positiv über diese Bemühungen und das ehrenamtliche Engagement. Dies hindert Tichy jedoch nicht, dies falsch und verzerrt darzustellen.
In der NDR-Sendung Zapp „Wie Medien die Stimmung anheizen“ hat man sich u.a. mit Tichys Methoden kritisch auseinandergesetzt.
Shitstorm statt Debatte: Wie Medien die Stimmung anheizen | ZAPP
Corona, Klimawandel, Verkehrspolitik: Bei vielen Themen ist die Stimmung in den sozialen Netzwerken schnell aufgeheizt. Häufig kommt es zu Shitstorms und sogar zu Morddrohungen. Diese Polarisierung wird offenbar auch von einigen Medien befeuert. Vor allem von jenen, die sich bewusst als „Gegenstimme“ zum geschmähten „Mainstream“ sehen. Warum wird so stark polarisiert? Welche Rolle spielen dabei die sozialen Netzwerke? Und wie finden wir zurück zu einer besseren Streitkultur?