Investment
Forex-Trading: Erfolgreich im Devisenhandel

Der Devisenmarkt, auch Foreign Exchange (Forex) genannt, ist der größte Finanzmarkt auf der Welt – es werden täglich beinahe 5 Billionen US-Dollar umgesetzt. Der Devisenmarkt hat lange Handelszeiten, eine hohe Volatilität und eine enge Verknüpfung mit grundlegenden Faktoren wie dem Wirtschaftswachstum, dem internationalen Handel und den Zinssätzen. Dank all dieser Elemente gibt es beim Devisenhandel bzw. Forex-Trading viele Möglichkeiten für Anleger, einen Profit zu schlagen. Um ein erfolgreicher Devisenhändler zu werden, muss man sich jedoch zuvor gut informieren, den Markt und die beteiligten Währungen verstehen und eine Strategie entwickeln, bevor man in den Markt einsteigt. Dieser Leitfaden wird Ihnen die Einzelheiten des Devisenhandels und die Techniken erläutern, die Sie verwenden können, um erfolgreich zu sein. Was ist Forex? Der Devisenhandel (Forex) ist, einfach ausgedrückt, der Kauf einer Währung gegen eine andere. Der Handel findet überwiegend auf dem Freiverkehrsmarkt (OTC-Markt, kurz für over-the-counter-Markt) statt, man kann manchmal aber auch mit Terminkontrakten (Futures) handeln sowie Finanzderivate wie Differenzkontrakte (Contracts for Difference, kurz CFDs) nutzen. Wie funktioniert der Devisenhandel? Wie Sie zum ersten Mal mit dem Devisenhandel beginnen, müssen Sie zunächst wissen, dass Währungen in Paaren gehandelt werden. Sie sollten zudem wissen, wie Sie diese Paare richtig lesen können. Die erste Währung des Paars wird Basiswährung genannt, während die zweite Währung die Notierungs- oder Kurswährung ist. Der Wechselkurs zwischen den beiden Währungen wird in der Notierungswährung dargestellt. Wenn Sie zum Beispiel den Euro und US-Dollar (EUR/USD) heranziehen, dann kaufen Sie Euro und verkaufen Dollar. Wenn der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnt, dann erzielen Sie einen Gewinn. Sollte der Euro gegenüber dem Dollar fallen, dann werden Sie einen Verlust verzeichnen. In diesem Fall, wenn der EUR/USD zu einem Kurs von 1,1322 notiert wird, würde dies bedeuten, dass der Wert von 1.000 € gegen 1.132.20 $ gehandelt wird. Die Währungspaare können einer der folgenden vier Kategorien entsprechen:
  • Hauptwährungspaare (Majors)
  • Kreuzwährungspaare (Minors)
  • Währungskreuze (Crosses)
  • Exotische Währungspaare (Exotics)
Alle Hauptwährungspaare (Majors) umfassen den USD, der gegen eine andere Hauptwährung gehandelt wird. Bei Kreuzwährungspaaren wie Minors und Crosses wird eine Hauptwährung gegen eine kleinere Währung mit geringeren Mengen gehandelt. Das am meisten gehandelte Währungspaar mit dem höchsten Volumen und der größten Liquidität ist EUR/USD, knapp gefolgt von USD/JPY (japanischer Yen). Dieses Währungspaar hat ein hohes Volumen aufgrund der Größe der japanischen Wirtschaft und ihrer bedeutsamen Rolle im globalen Handel. Britische Pfund und USD (GBP/USD) sind ebenfalls ein beliebtes Währungspaar. Erfolgreiche Forex-Strategien Die Strategien beim Forex-Trading können in zwei Kategorien eingeteilt werden: fundamentale und technische Analysen. Eine Fundamentalanalyse umfasst eine Analyse der Variablen, die die Wirtschaft beeinflussen können und einen positiven oder negativen Effekt auf ein Währungspaar haben können. Dazu zählt auch, bestimmte Ereignisse im Wirtschaftskalender zu verstehen, wie etwa das Veröffentlichungsdatum eines Wirtschaftsberichts. Davon ausgehend kann ein Forextrader die Informationen analysieren oder über den Inhalt des Berichts spekulieren, um zu sehen, ob er die Kursbewegung eines Währungspaars aufzeigt. Die technische Analyse verwendet neben Indikatoren und Trendmustern auch Charts und Daten von früheren Marktentwicklungen, um eine Prognose darüber zu erstellen, in welche Richtung die Währung als nächstes schwanken könnte. Einige Indikatoren oder Trends involvieren die Analyse, wann ein Währungspaar zu stark gekauft oder verkauft wird oder eine Vorhersage über das Volumen und die Kursbewegung. Händler können eine Mischung aus einer technischen und fundamentalen Analyse nutzen, um potenzielle Anlagemöglichkeiten zu bewerten. Aber wenn Sie einmal eine Forex-Strategie gefunden haben, die Ihrem Handelsstil entspricht, sollten Sie Ihre Techniken zunächst mit einem kostenlosen  Demokonto ausprobieren. So ein Demokonto können Sie auf den meisten Handelsplattformen finden. Auf diese Weise werden die Bewegungen des realen Markts widergespiegelt, ohne echtes Kapital investieren zu müssen. Das ist der beste Weg, um Ihre Strategien wirklich auszutesten, bevor Sie sich dem Devisenhandel mit echtem Geld widmen.
Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlung für eine bestimmte Währung. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

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Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.

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Ferienverkehr
Stauprognose: Acht Bundesländer starten in die Osterferien

Wer an diesem Wochenende unterwegs ist, wird dem Stau kaum entgehen. Acht Bundesländer und einige Nachbarstaaten starten in die Osterferien, was auf den Ballungsraumautobahnen und den wichtigsten Reiserouten am Freitagnachmittag und Samstag zu teilweise starkem Verkehr führen wird. Die Schulen schließen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind schon seit einer Woche in den Ferien. Die meisten Urlauber und Urlauberinnen fahren in die Alpen, in südliche Länder oder zur Küste. Die Spitzenzeiten liegen am Freitag von 13 bis 19 Uhr, am Samstag und Sonntag von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 20 Uhr. Ein Stauchaos erwartet der ADAC aber nicht. Die anhaltende Corona-Krise, die extrem hohen Spritpreise und die wirtschaftlichen Sorgen, ausgelöst durch den Ukraine-Konflikt, dürften die Reiselust nicht weniger Deutscher bremsen. Das sind die besonders belasteten Autobahnen: – Großräume Frankfurt, München, Köln und Stuttgart – A 1 Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln – A 1/A 3/A 4 Kölner Ring – A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin – A 3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau – A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden – A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel – A 6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – A 7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte – A 7 Flensburg – Hamburg – A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg – A 9 Berlin – Nürnberg – München – A 10 Berliner Ring – A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen – A 81 Stuttgart – Singen – A 93 Inntaldreieck – Kufstein – A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen – A 99 Umfahrung München Auf den Fernstrecken der benachbarten Alpenländer herrscht zeit- und abschnittsweise ebenfalls lebhafter Verkehr durch Osterurlauber. Unter anderem beginnen nun in allen österreichischen Bundesländern die Ferien. Dasselbe trifft auf die meisten Schweizer Regionen zu. Staugefährdet sind Brenner-, Tauern- und Gotthard-Route. Die Bundesstraßen in und aus den Wintersportzentren sind phasenweise ebenfalls etwas voller. Wartezeiten von ca. 30 Minuten sind an den Hauptgrenzübergängen einzukalkulieren.

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Ungarn
Ringer-EM: Türke Rıza Kayaalp zum elften Mal Europameister

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Budapest – Der türkische Ringer Riza Kayaalp ist auf dem besten Weg, den Rekord des Sowjet-Russen Alexander Karelin von 12 EM-Goldmedaillen zu brechen. Mit dem Gewinn seiner 11. Goldmedaille in Budapest ist er diesem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen. Der vierfache Weltmeister besiegte im Finale der Ringer-EM in Ungarn in der Gewichtsklasse bis 130 kg am Samstag im griechisch-römischen Stil den italienischen Ringer Danila Sotnikov mit 4:0. „Dies ist mein zwölftes Finale und mein elfter Sieg, das ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte Kayaalp.
„Es motiviert mich immer, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Ich möchte meine Karriere an der Spitze beenden. Mein Ziel ist es, die Rekorde der Ringerlegende Karelin zu brechen.“
Auf den Vergleich zwischen sein erstes und sein letztes EM-Gold angesprochen, erklärte der 32-Jährige, dass er das Alter langsam spüre. „Es ist jedes Mal schwieriger, den Titel zu gewinnen“, sagte er. „Ich fühle mich ein bisschen älter. Ich liebe das Ringen und es ist ein Teil meines Lebens, und ich bin sehr glücklich und stolz, dass ich diesen Sport seit meinem sechsten Lebensjahr ausüben kann.“

Kommentar
Erdogan – vom Autokraten zum Friedensnobelpreis

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel „Als Mitglieder der Delegation haben Sie eine historische Verantwortung übernommen“, sagte der türkische Präsident Erdogan am vergangenen Dienstag, bevor sich die Delegationen aus Russland und der Ukraine zu internen Gesprächen zurückzogen. Diese Treffen der Delegationen aus Russland und der Ukraine in Istanbul oder Ankara kamen bei vielen in Europa augenscheinlich gut an. In einer niederländischen Meinung ist auch die Rede von einem Friedensnobelpreis für Erdogan. Wenn man aber genauer hinhört, schwingt, vor allem in deutschen Feuilletons und Editorials, in der Leistungsbeurteilung eines Erdogans stets ein „aber“ und damit Neid, Missgunst und Verärgerung mit. Die Türkei sei in den Schoß der NATO zurückgekehrt, heißt es u.a., um dabei geflissentlich zu übergehen, dass die Türkei ja selbst als einziges NATO-Land sich nicht an den Sanktionen des Westens gegen Russland beteiligt hat.
(Screenshot/Standard)
Mit dem typisch-deutschen sympathisch-optimistischen Grundgedanken, welche Potentiale die Türkei entfalten könne, wenn sie sich vom „islamischen Konservatismus“ und dem „Nationalismus“ verabschiede, verstehen all die Kritiker der türkischen Regierungen von 1923 bis 2022, die Türkei brilliant zu erklären. Ich glaube 95 Prozent aller Türken – Konservative, Nationalisten, Religiöse und Kemalisten – würden sich nach Durchsicht der einen oder anderen Meinung in Deutschland nur noch an den Kopf fassen. Man könnte den Grundgedanken auch so umschreiben: „… was wäre die Türkei für ein tolles Land, wenn bloß diese Türken nicht wären!“ Ich weiß nur, dass diese Kritiker eine andere Agenda verfolgen, die NATO nicht einheitlich agiert und sich einzelne Mitglieder daher hoffnungsvoll an die Türkei wenden. Schließlich hat man ja alle offenen Kanäle zu Putin innerhalb der EU selbst verbaut, sprich, erst geschossen, dann gefragt. Jetzt setzt man auf Erdogan, der als einziger noch offene Kanäle zu Putin besitzt, damit der Krieg nicht die senile europäische Wirtschaft in die Knie zwingt, die öffentliche Ordnung zusammenbricht. Ich denke, die Sanktionen treffen die Europäer inzwischen mehr als die Russen. Ich darf mit Fug und Recht auch behaupten, dass sich Europa ihrer historischen Verantwortung bis heute gar nicht erst bewusst war und sich stattdessen ständig Fehltritte erlaubt hat. Die Türkei hat jedenfalls den Mist, der dabei stets hinterlassen wurde, so gut es geht wieder aufgeräumt. Finde, dass das schon eine starke Leistung ist. Nur mal in kleinen Stichpunkten: In Libyen z.B. hatte sich die EU von General Haftar mehr erhofft als von der UN-anerkannten Einheitsregierung unter Sarradsch. Entsprechend zuvorkommend wurde Warlord Haftar behandelt, Regierungschef Sarradsch dafür unter Druck gesetzt. Sarradsch konnte sich in letzter Minute mithilfe der Türkei gegen Haftar militärisch durchsetzen. Haftar musste sich eingestehen aufs falsche Pferd gesetzt zu haben: Frankreich, Deutschland oder Russland. In Ägypten unterstützte die EU ebenfalls einen Generalissimus, der nach der gewaltsamen Machtübernahme sich in einen regelrechten Shopping-Trip rund um die Welt begab, um die westliche Rüstungs- und Energieindustrie wiederzubeleben. Heute ist der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi mehr mit dem bevorstehenden Wirtschaftskollaps beschäftigt, als mit den Muslimbrüdern, die in Europa als Feindbild die diktatorische Herrschaft al-Sisis erst begründeten. Fast ausnahmslos alle in Deutschland und in Europa, die die Operationen der Türkei in Syrien heftig kritisiert haben, kritisierten merkwürdigerweise den US-Abzug aus Syrien, den Trump 2018 angekündigt hatte. Vor allem deutsche Kritiker befürchteten, dass in Nordsyrien statt Tornado-Fotosafaris und Amazonen-Kulturreisen, der türkische Lira und Kebab Einzug erhält. Die Scheinheiligkeit der Europäer ist jedenfalls nicht auszuhalten. Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) meinte einst auf einem CSU-Parteitag, die „Kurden“ hätten auf syrischen Boden den IS (Islamischer Staat) für die USA bekämpft. Schon klar, AKK hatte daran natürlich auch gar keinen Nutzen! Dasselbe Kabinett und die EU hatten die völkerrechtswidrige Intervention der USA im Irak oder in Syrien nicht etwa kritisiert, sondern im Wesentlichen mitgetragen, indem sie Botschaften schlossen, sowie Sanktionen gegen diese Länder erließen und weit über das hinausgingen, was Putin in der Gegenwart in der Ukraine veranstaltet. Bevor hier einer glaubt, den hiesigen Türken oder Erdogan mit Feuilletons und Editorials ans Bein pinkeln zu können; sie sollten sich vielleicht mal fragen, ob da nicht etwas gewaltig schiefläuft, wenn die PKK (YPG / SDF) – eine dem strukturellen Wesen nach terroristische Vereinigung – weiterhin durchweg anonymisiert mit „die Kurden“ assoziiert wird, während man auf der anderen Seite offenbar gehörigen Aufwand betreibt, um mit der Lupe nach singulären Verbrechen und fragwürdigen Biografien auf der Seite der türkischen Verbündeten (oppositionelle Rebellen) in Syrien zu suchen, um sie als terroristisch zu diffamieren. Genauso ist der Schrei nach Sanktionen gegen Russland nirgends dümmer als in Deutschland. Staaten wie die USA nutzen die Gelegenheit, um mit ihrem überteuerten und fragwürdigen Fracking-Gas, mit ebenso schmutzigen und teuren Transportmitteln einen unliebsamen Rivalen aus dem europäischen Gasmarkt zu drängen, während die ganze Absurdität des devoten deutschen Bücklings gegenüber den transatlantischen Strippenziehern in einem Bild kulminiert, das einen grünen deutschen Wirtschaftsminister in demütig gebückter Haltung gegenüber einem katarischen Scheich zeigt. Aber die Türkei sei in den Schoß der NATO zurückgekehrt? Alles klar! Nebenbei bemerkt: Russland kann von der EU global betrachtet nicht einmal ansatzweise so sanktioniert und boykottiert werden, wie kleinere Länder mit weit geringerem politischen Gewicht. Tatsächlich schafft man es ja nicht einmal, dass die westlichen Staaten Russland einheitlich boykottieren. Gut 80 Prozent der Staaten in der Welt macht den Unfug erst gar nicht mit. Wer ist also wo eingedämmt? Castro hat mehrere US-Präsidenten überlebt. Die nordkoreanische Kim-Dynastie kann inzwischen einen privaten Atomwaffen-Spielplatz sein Eigen nennen. Es ist erst der zweite Ajatollah, der den Iran durch die umfassenden US- und EU-Sanktionen führt, aber der wievielte US-Präsident, der die Sanktionsmaßnahmen ausweitet? Die Frage ist doch, wie sich „Einflüsterer“ trotz alledem in der Nähe der großen europäischen Politik halten können? Wer protegiert diese Leute? Sind wir alle von Nippelblitzern umgeben, die die europäische Sicherheitsarchitektur mitgestalten?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Ukraine-Konflikt
Ukraine-Botschafter fordert Klarheit zu Waffenlieferungen

Berlin – Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, fordert von Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) dringend eine bessere Zusammenarbeit bei geplanten Waffenlieferungen an die Ukraine. „In dieser Woche haben wir mit Verwunderung aus den Medien erfahren, dass die Ampel nach sehr langer Geheimhaltung angeblich eine Liste mit Waffen vorlegt, die geliefert werden könnten. Da geht es um 308 Millionen Euro“, sagte Melnyk in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ (Sonntag). Das Verteidigungsministerium habe die ukrainische Seite aber nicht informiert über diese Liste. Merz: Bundesregierung spielt bei Waffenlieferungen nicht mit offenen Karten Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag, hat der Bundesregierung im Zusammenhang mit deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine Heimlichtuerei vorgeworfen. „Wir diskutieren ja ständig die möglichen Wege und Mittel, wie dieser Krieg so schnell wie möglich beendet werden kann. Deshalb werden auch Waffen an die Ukraine geliefert“, sagte Merz der Westfalenpost (Online und Montag-Ausgabe). „Aber die Bundesregierung spielt dabei nicht mit offenen Karten.“ Sie liefere nur sehr zögerlich und mache aus angeblichen Sicherheitsbedenken ein großes Geheimnis daraus, was sie eigentlich wirklich schon geliefert habe, kritisierte der 66-Jährige. „Ein kleines Land wie Estland liefert offenbar mehr als die große Bundesrepublik Deutschland“, sagte Merz der Westfalenpost. Er zeigte Verständnis dafür, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bisher nicht in die Ukraine gereist ist. „Als Regierungschef muss man abwägen, ob man sich einem solchen persönlichen Risiko aussetzen will. Das lässt sich nicht von außen beantworten“, sagte Merz. Zur Frage, ob er sich selbst eine Reise in das angegriffene Land vorstellen könne, sagte er: „Ich habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet.“

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Friedensvermittler Erdogan
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Rotterdam – Aufgrund ihrer freundschaftlichen Beziehungen sowohl zu Russland als auch zur Ukraine befindet sich die Türkei in einer einzigartigen Position und wurde für ihre Bemühungen um eine Beendigung des Krieges weithin gelobt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan traf sich am 29. März mit der ukrainischen und der russischen Delegation vor deren Treffen in Istanbul, das von beiden Seiten als „konstruktiv“ bezeichnet wurde. Ein ukrainischer Verhandlungsführer, der nach dem Treffen mit der russischen Delegation in Istanbul mit Reportern sprach, erklärte, dass die Ukraine acht Länder, darunter die Türkei, als Garantiestaaten sehen möchte. Am 10. März war die Türkei zudem Gastgeberin für die russischen und den ukrainischen Außenminister in der südlichen Urlaubsstadt Antalya, dem höchsten Treffen der beiden Seiten seit Beginn des Krieges am 24. Februar. Für seine starken Bemühungen um eine Lösung inmitten der russischen Invasion in der Ukraine könnte Erdoğan den Friedensnobelpreis erhalten, so die niederländische Journalistin Saskia van Westhreenen in einem Artikel, der in der Tageszeitung Algemeen Dagblad veröffentlicht wurde. „Plötzlich, aus dem Nichts, gibt es einen Hoffnungsschimmer für die Ukraine. Ein Friedensabkommen scheint in Reichweite. Noch nie zuvor in den letzten Wochen waren die Zeichen für ein baldiges Ende dieses Krieges so positiv“, so Westhreenen. Die niederländische Journalistin betonte, dass die Türkei „auf einen Schlag zu einem wichtigen Akteur auf der Weltbühne“ geworden sei, und verglich sie mit anderen Vermittlerländern wie Israel, das mit einem russischen Boykott vorgegangen sei. „Wenn alles klappt, könnte Erdogan mit seiner derzeitigen Haltung fast einen Friedensnobelpreis gewinnen. Ein Mark Rutte oder Joe Biden sind davon weit entfernt. Und ehrlich gesagt ist das etwas, worüber man nachdenken sollte“, so van Westhreenen weiter. Auch der sonst sehr Erdogan-kritische Auslandskorrespondent der TAZ, Jürgen Gottschlich, musste in einem Beitrag (Vom Paria zum Staatsvermittler) die Erfolge des türkischen Staatschefs als Vermittler eingestehen:
Bei aller massiver Kritik an Erdoğan, seinem repressiven Regime und der weitgehenden Ermüdung über seine One-Man- Show in großen Teilen der Bevölkerung schafft er es dennoch, den Eindruck zu vermitteln: Wenn es drauf ankommt, hat der Präsident die Sache im Griff.

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Expo 2020 Dubai
Auszeichnung für Pavillon Aserbaidschans

Dubai – Die Weltausstellung Expo 2020 in Dubai ging am 31. März mit einem pompösen Feuerwerk, einer Licht- und Lasershow sowie einem Auftritt von Christina Aguilera und Norah Jones zu Ende. Wegen der Corona-Pandemie musste die Eröffnung der Expo mehrfach verschoben werden, bis die Weltausstellung am 1. Oktober 2021 ihre Tore für Besucher öffnen konnte. Das Motto der Ausstellung in der Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate lautete „Gedanken verbinden, die Zukunft gestalten“, mit dem Besucher thematisch sich über die Mobilität, Nachhaltigkeit und Möglichkeiten der Zukunft auseinandersetzen sollten. 23 Millionen Besucher auf Weltausstellung  Vom 1. Oktober 2021 – 31. März 2022 lockte die Expo 23 Millionen Besucher in die Metropole der Emirate am Persischen Golf an. Den Pavillon von Aserbaidschan besuchten in den sechs Monaten der Weltausstellung 2,5 Millionen Menschen und damit avancierte der Stand Aserbaidschans zu einem der meistbesuchten Pavillons in Dubai. Zeitschrift Exhibitor ehrt Aserbaidschans Stand auf Expo 2020 Vor Kurzem hat die Zeitschrift Exhibitor, die seit 30 Jahren die Weltausstellungen der Expo evaluiert, die Pavillons der Aussteller bewertet und dabei wurde der Stand Aserbaidschans als „Bester mittelgroßer Pavillon“ und „Bester Themenpavillon“ auserkoren. Auf dem Expo-Ausstellungsstand Aserbaidschans, der von der Heidar-Aliyew-Stiftung organisiert wurde, hatten Besucher die Möglichkeit, sich über die Geschichte Aserbaidschans, das tägliche Leben, touristische Sehenswürdigkeiten sowie über den Wiederaufbau der von der aserbaidschanischen Armee im zweiten Karabach-Krieg von Armenien befreiten Gebiete in Berg-Karabach (Dağlık Karabağ) zu informieren. Am 15. Februar 2022 hielt sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu einem Staatsbesuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf und besuchte dabei auch den Pavillon Aserbaidschans auf der Ausstellung. Nach der erfolgreichen Darbietung auf der Expo 2020 Weltausstellung in Dubai bereitet sich Aserbaidschan auf die Expo 2025 im japanischen Osaka vor. Kemal Bölge

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Oscar-Verleihung
Die Oscars 2022

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Die Oscar-Verleihung ist die prestigeträchtigste Preisverleihung in Hollywood, die jedes Jahr stattfindet. Sie hat die Form eines Mega-Events angenommen, und jeder, der direkt oder indirekt mit Hollywood zu tun hat, wartet sehnsüchtig auf die Oscar-Nacht. Die Popularität der Oscar-Verleihung hat im Laufe der Zeit zugenommen und auch dieses Jahr können wir wieder auf die Gewinner tippen. Ein Blick zurück in die Geschichte der Oscar-Verleihung zeigt, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), die 1927 gegründet wurde, die Idee zu dieser Auszeichnung hatte. Die Gründung der Akademie war eine gemeinsame Anstrengung von 36 der prominentesten Persönlichkeiten der Filmindustrie. Der Hauptzweck der Preisverleihung bestand darin, die talentierten Künstler der Filmindustrie zu ehren. Die erste Verleihung der Academy Awards fand am 16. Mai 1929 im Hollywood Roosevelt Hotel statt, abseits der Öffentlichkeit. Es war eine sehr private Angelegenheit mit nur zweihundertsiebzig Gästen. Die erste Oscar-Verleihung umfasste 12 Kategorien, abgesehen von zwei Sonderpreisen. Mit den Preisen sollten Personen geehrt werden, die in den Jahren 1927 und 1928 für filmische Leistungen verantwortlich waren. Der erste Oscar für den besten Darsteller ging an den deutschen Tragödiendarsteller Emil Jannings für „Das letzte Kommando“ und „Der Weg allen Fleisches“. Der Preis für die beste Schauspielerin ging an Janet Gaynor für „Seventh Heaven“, „Street Angel“ und „Sunrise“. In der Kategorie Regie gab es zwei Preise, für den dramatischen und den komödiantischen Film, die von Frank Borzage bzw. Lewis Milestone gewonnen wurden. Die Oscar-Verleihung wurde von Anfang an öffentlich übertragen. Bis 1953 wurde die Verleihung im Radio übertragen, danach wurde sie im Fernsehen gezeigt. In den ersten zehn Jahren wurden die Ergebnisse der Preisverleihung den Zeitungen zur Veröffentlichung um 23 Uhr in der Nacht der Preisverleihung übergeben. Dieses System wurde jedoch von der Los Angeles Times zunichte gemacht, als sie die Gewinner noch vor Beginn der Preisverleihung bekannt gab. Seitdem werden die Namen der Gewinner nur noch in einem versiegelten Umschlag bekannt gegeben. Im Jahr 1966 wurde die Verleihung der Academy Awards erstmals in Farbe übertragen. Dies ermöglichte es den Zuschauern zu Hause, die schillernde Faszination der Veranstaltung zu erleben. Danach gab es kein Zurück mehr, und die Popularität der Preisverleihung erreichte unüberwindliche Höhen. Heute werden die Oscars international ausgestrahlt und erreichen Filmfans in über 200 Ländern. Seit 2002 wird die Preisverleihung aus dem Kodak Theatre übertragen und zieht sowohl das lokale als auch das internationale Publikum in ihren Bann. Die Academy setzt sich aus rund 7.000 Filmemachern und Filmschaffenden zusammen, die für die Oscars stimmen. Man muss entweder ein strenges Bewerbungsverfahren durchlaufen oder eingeladen werden, der Academy beizutreten (fast jeder Nominierte erhält eine Einladung), und die Organisation selbst ist in 17 spezifische Abteilungen unterteilt. Es gibt eine Abteilung für Schauspieler, eine für Regisseure, eine für den Schnitt und so weiter. Die Nominierten für die einzelnen Kategorien werden durch die Stimmen der Mitglieder dieser spezifischen Abteilungen ausgewählt. So wählen beispielsweise nur Schauspieler die Nominierten für die Schauspielkategorien aus, und nur Regisseure die Nominierten für die beste Regie. In der Kategorie Bester Film darf jedoch jeder seine Stimme abgeben. Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) präsentiert dieses Jahr die 94. Verleihung der Academy Awards, wobei die besten Filme, die zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2021 veröffentlicht wurden, ausgezeichnet werden. Die Liste der Filme, die in zehn Kategorien nominiert sind, wurde am 21. Dezember bekannt gegeben und die Nominierungen am 8. Februar 2022 von den Schauspielern Tracee Ellis Ross und Leslie Jordan. Es ist das erste Mal seit der 83. Oscar-Verleihung 2011, dass die Verleihung von mehreren Moderatoren begleitet wird. Das Moderatoren-Trio besteht aus den Schauspielerinnen Regina Hall, Amy Schumer und Wanda Sykes, während andere Stars wie Sean „Diddy“ Combs, Mila Kunis, Lady Gaga, Wesley Snipes, Kevin Costner, Rami Malek, Uma Thurman und John Travolta die Preise verleihen. Außerdem gibt es Live-Auftritte von Billie Eilish und Beyonce sowie den Encanto-Megahit „We Don’t Talk About Bruno“. Die Prognosen vor der Verleihung sahen wie folgt aus: Allein durch den Umfang der Nominierungen ist Netflix so nah dran wie noch nie an der Statuette für den prestigeträchtigsten Preis der Academy. Jane Campions „The Power of the Dog“ hat die meisten Kritikerpreise für den besten Film gewonnen, und auch bei den BAFTA- und DGA-Zeremonien, die von den Oscar-Wählern mitbestimmt werden, wurde der Film mit der höchsten Auszeichnung bedacht. Insgesamt 16 Filme sind dieses Jahr nominiert und hier stellen wir diejenigen mit den besten Chancen vor: 1. The Power of the Dog Es ist ein düsterer Western, in dem ein Rancher die neue Frau seines Bruders und ihren Sohn grausam quält. Mit insgesamt 12 Oscar-Nominierungen stehen die Chancen auf ein Oscar sehr gut. Er führt das Feld an und hat gute Chancen, den besten Film und die beste Regie für Jane Campion zu gewinnen, die als erste Frau zweimal für die beste Regie nominiert wurde. Campion ist auch für das Drehbuch nominiert. Cumberbatch, Dunst und Plemons sind ebenfalls nominiert, ebenso wie Jonny Greenwood von Radiohead für die Filmmusik und eine Reihe von Talenten, die hinter den Kulissen des Films tätig sind. 2. Coda Ruby ist die einzige hörende Person in ihrer Familie, eine Coda (Kind von gehörlosen Erwachsenen). Sie möchte Musik studieren, hat aber auch das Gefühl, dass sie ihren Eltern in ihrem schwierigen Geschäft helfen muss. Dieser hat zwar nur drei Oscar-Nominierungen, die Chancen stehen aber trotzdem sehr gut, denn Troy Kotsur gilt als Favorit in der Kategorie bester Nebendarsteller, Sian Heder ist für das beste adaptierte Drehbuch nominiert, und der Film ist derzeit der größte Herausforderer von „The Power of the Dog“ in der Kategorie bester Film. 3. Dune Es handelt sich um eine Neuverfilmung von Frank Herberts Science-Fantasy-Roman über den Sohn einer Adelsfamilie und seine Rolle bei der Bewahrung der wertvollsten Substanz der Galaxis. Mit insgesamt 10 Oscar-Nominierungen wird dieser Film zahlenmäßig wahrscheinlich die meisten Oscars gewinnen, denn er ist der Favorit in handwerklichen Kategorien wie Kamera, Schnitt, Produktionsdesign, Ton und visuelle Effekte sowie für die Filmmusik von Hans Zimmer. Er ist auch für den besten Film nominiert, aber Regisseur Denis Villeneuve wurde überraschenderweise nicht berücksichtigt, und es gibt keine Nominierungen für die Schauspielerei. 4. Don’t Look Up Zwei Astronomen begeben sich auf eine weltweite Medientour, um die Welt vor einem tödlichen Kometen zu warnen, der auf die Erde zurast. Es ist ein Außenseiter für den besten Film und das beste Originaldrehbuch für Adam McKay, der 2016 den Oscar für das adaptierte Drehbuch für „The Big Short“ gewann. Keiner der normalerweise Oscar-würdigen Darsteller wie Leonardo DiCaprio hat es aber in den Schauspielkategorien geschafft. 5. Encanto Mirabel Madrigal ist ein junges Mädchen, das als einziges Mitglied ihrer großen Familie nicht mit einer magischen Gabe gesegnet ist. Encanto brachte den Riesenhit „We Don’t Talk About Bruno“ hervor – doch der wurde nicht für den besten Song eingereicht. Stattdessen ist eine andere Komposition von Lin-Manuel Miranda, Dos Oruguitas, bei den Oscars nominiert. Encanto ist auch für die beste Filmmusik nominiert und hat gute Chancen auf den Preis für den besten Animationsfilm. Das Rennen um die begehrteste Trophäe des Abends, die des Besten Films, gewann der Film Coda, welcher mit einer rührenden Ansprache in Gebärdensprache vom Ensemble entgegengenommen wurde. Top Favorit, The Power Of The Dog, welcher mit 12 Nominierungen der Academy in den Wettkampf startete, gewann schlussendlich nur einen Preis für die beste Regie. Neben dem üblichen Hollywood Glamour sorgte Will Smith, der Gewinner für den besten Hauptdarsteller, für einen Eklat. Er ohrfeigte Comedian Chris Rock, nachdem dieser einen geschmacklosen Witz über Smiths Ehefrau machte. Alle weiteren Glücklichen Gewinner eines der begehrten Goldmänner, könne Sie auch hier nachlesen. Drei Filme halten mit jeweils 11 Oscars den Rekord für die meisten Oscar-Gewinne: Ben-Hur (1959), Titanic (1997) und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003). Von diesen Filmen erhielt Titanic mit insgesamt 14 Nominierungen die meisten Nominierungen. Walt Disney ist derjenige, der am häufigsten bei den Oscars triumphiert hat. Der berühmteste Filmemacher Amerikas hat sage und schreibe 26 Oscars gewonnen, davon vier Ehrenpreise, und er hält auch den Rekord für die meisten Nominierungen: 59.

Zum Thema

– Oscar-Scandal – Will Smith entschuldigt sich bei Chris Rock für Ohrfeige

Während der Oscarverleihung am Sonntag hatte Hollywoodstar Will Smith dem Komiker Chris Rock eine Ohrfeige verpasst. Am Montag hat er sich bei Rock öffentlich entschuldigt. Die Academy prüfe jedoch ungeachtet dessen Konsequenzen für die Tat.

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Rüstung
Raketenabwehrsystem: Türkei und Italien für Wiederaufnahme

Brüssel – Die Türkei, Italien und Frankreich werden die trilaterale Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich wieder aufnehmen, sagte der italienische Ministerpräsident Mario Draghi und fügte hinzu, dass sich die drei Länder bald treffen würden. Die Türkei unterzeichnete 2017 eine Absichtserklärung mit Italien und Frankreich, um die Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Produktion von Luft- und Raketenabwehrsystemen zu verstärken.

Im Januar 2018, während Recep Tayyip Erdoğans Besuch in Frankreich, wurde dann ein Vertrag mit EUROSAM für das Langstrecken-Luft- und Raketenabwehrprojekt mit den türkischen Partnern Aselsan und Roketsan mit einer Laufzeit von 18 Monaten unterzeichnet. Der Prozess wurde jedoch aufgrund der politischen Haltung Frankreichs gestoppt, so eine frühere Erklärung der türkischen Verteidigungsbehörden.

„Ja, Eurosam“, sagte Erdoğan vor Reportern auf dem Rückflug von einem außerordentlichen Gipfeltreffen der NATO-Staats- und Regierungschefs in Brüssel in der vergangenen Woche. „Wir haben dieses Thema mit [dem italienischen Premierminister Mario] Draghi besprochen, ebenso wie mit [dem französischen Präsidenten Emmanuel] Macron“. Draghi hat dieses Thema auch bei seinem Treffen mit Macron nach mir angesprochen. „Wir haben beschlossen, unsere Bemühungen fortzusetzen, um die  Schritte, die wir gemeinsam mit Frankreich und Italien unternommen hatten, wiederzubeleben. Ich hoffe, dass wir diesen neuen Prozess nach den Wahlen [in Frankreich] energisch in Angriff nehmen werden“, so Erdoğan. In Frankreich werden im April Präsidentschaftswahlen stattfinden. Draghi:
„Eines der Kooperationsforen, die in den letzten Jahren geschaffen, aber später unterbrochen wurden, war die Gruppe zwischen der Türkei, Frankreich und Italien. Wir haben beschlossen, diese Gruppe wiederzubeleben und werden bald ein Treffen zwischen den drei Ländern abhalten“.
Die Aster SAMP-T ist eine europäische Flugabwehrrakete, die vom EUROSAM-Konsortium hergestellt wird. Die Aster wurde als „Anti-Alles-Rakete“ zur Abwehr von massierten Salven aus verschiedenen Richtungen unter schweren elektronischen Gegenmaßnahmen konzipiert. Zu den Bedrohungen zählen schnelle, manövrierfähige Fluggeräte mit Stealth-Eigenschaften, ballistische Raketen (mit Aufwuchspotential), Anti-Radar-Raketen und überschallschnelle, tieffliegende Seezielflugkörper, die im Zickzack-Flug angreifen.

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Aserbaidschan
Das Leben Churschidbanu Natäwans – ein Spiegelbild von Karabachs Geschichte und Kultur

Ein Gastbeitrag von Dr. Michael Reinhard Heß Das Leben der Khanstochter, Dichterin und Mäzenin Churschidbanu Natäwan veranschaulicht das Potenzial aserbaidschanischer Frauen am Beginn der Moderne und bietet ein Panorama der Geschichte Karabachs. Churschidbanu Natäwan (1837-1897) war eine in vieler Hinsicht außergewöhnliche Frau. Sie entstammte der letzten Herrscherfamilie von Karabach und zählt gleichzeitig zu den bedeutendsten aserbaidschanischen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts. Berühmtheit erlangte sie auch als Leiterin des literarischen Zirkels „Versammlung des vertrauten Umgangs“ (Mädschlisi-Üns) in ihrer Heimatstadt Schuscha. Dort hinterließ sie auch als Unternehmerin und Sponsorin bleibende Spuren, unter anderem in Form eines Wasserleitungssystems. Teile davon haben selbst die Verwüstungen eines Jahrhunderts voller Unruhen, Massaker und Besatzung überstanden und sind bis heute sichtbar geblieben. Das eigentlich Interessante am Leben dieser bemerkenswerten Frau ist, dass all die Rollen, die sie spielte oder spielen musste, sowohl miteinander als auch mit der politischen und Kulturgeschichte Karabachs und Aserbaidschans im 19. Jahrhunderts zu einem einzigen, untrennbaren (kultur-)historischen Gesamtbild verwoben scheinen. Spross einer bedeutenden Dynastie  Geboren wurde Churschidbanu Natäwan im Jahr 1837 (nach manchen 1830 oder 1832) als Tochter von Mehdigulu (1763-1845). Dieser regierte von 1806 bis 1822 nominell als letzter Khan Karabachs, stand währenddessen aber unter russischer Tutel. Mütterlicherseits war Churschidbanu außerdem mit der damals über Persien herrschenden Dynastie der Kadscharen, außerdem mit der vormaligen Khansfamilie von Gändschä – das heute die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans ist – und mit dem berühmten Karabacher Dichter Gasim Bey Zakir (1784-1857) verwandt.
Das Haus in dem Natäwan lebte, Schuscha. (Foto: Wikimedia)
Der Namensbestandteil „Churschidbanu“ ist der eigentliche Geburtsname, während Natäwan nur der später (möglicherweise erst im Jahr 1872) angenommene Dichtername ist. „Natawan“ bedeutet wörtlich „die Schwache“. Das Pseudonym spielt offensichtlich auf die fragile körperliche Verfassung und die zahlreichen persönlichen Krisen und Rückschläge an, mit denen die Dichterin zeit ihres Lebens fertig werden musste. Wer aus ihrer Feder erhaltene Gedichte liest, wird in vielen von ihnen einen traurigen, nicht selten klagenden Ton ausmachen. Dieser geht wohl über das Maß des Jammervollen, das in der von Liebesschmerz und der Wahrnehmung von Liebe als Heimsuchung und Krankheit geprägten klassischen orientalischen Dichtung ohnehin üblich ist, noch hinaus. Im Volk war Churschidbanu daneben aber auch als die „Khanstochter“ (Kaan kizi) oder „Einzigartige Perle“ (Dürri-yäkta) bekannt. Das Private wird politisch Der Tod ihres Vaters war für Churdschidbanu Natäwan nicht nur ein schwerer persönlicher Schlag, sondern leitete auch einen ganz neuen Lebensabschnitt ein. Bis dahin war sie entsprechend ihrer Abkunft eine hervorragend ausgebildete, in den obersten Schichten und Intellektuellenkreisen verkehrende junge Aristokratin gewesen. Doch Mehdigulus Tod führte sie immer stärker ins öffentliche Leben hinaus. Ihre Rolle als eine der letzten Überlebenden der prestigereichen Herrscherfamilie von Karabach führte nunmehr dazu, dass sich Brautwerber für sie zu interessieren begannen. Zunächst versuchte Churdschidbanus Cousin Dschäfärgulu (1787-1866), ebenfalls ein prominentes Mitglied der Khansfamilie, sie mit seinem Sohn zu verbinden, blitzte mit dem Ansinnen aber ab. Ungefähr 1848 interessierte sich dann der höchste russische Repräsentant im Kaukasus, Vizekönig Graf Michail Semenovič Voroncov (1782-1856), persönlich für die heiratsfähige Khanstochter. Hieran sieht man, dass Russland auch auf dem Weg der Heiratspolitik konsequent daran arbeitete, seine Kontrolle über die eine Generation zuvor einverleibten kaukasischen Territorien für immer fest zu verwurzeln. Den Wünschen des mächtigen Namestnik (Vizekönigs) konnte sich Churschidbanus Mutter bei den Heiratsverhandlungen in Tiflis kaum widersetzen. So gelang es der russischen Seite, einen ihr genehmen Kandidaten durchzusetzen, nämlich Fürst Chasaj Ucmiev (1808-1867). Ucmiev war ein in russische Dienste getretener Adeliger osmanisch-kumükischer Abstammung. Das Paar heiratete 1850 in Schuscha, zog jedoch kurz danach an Ucmievs Dienstort Tiflis um. Die Heirat mit Ucmiev bedeutete für die Khanstochter einerseits eine Einschränkung ihrer Freiheit. Anderseits durfte sie sich aufgrund des Fürstenrangs ihres Gattin ebenfalls Fürstin (russisch: knjagina) nennen, was ihren gesellschaftlichen Status erhöhte und absicherte. Eine Ehe mit Dissonanzen Die ersten Ehejahre verliefen nicht einfach. Zunächst wurden sie von ernsten gesundheitlichen Problemen Churdschidbanus überschattet. Auf Empfehlung von Ärzten, die ihr Blutarmut diagnostizierten, kehrte sie bereits 1852 nach Schuscha zurück. Allerdings entstand neues Ungemach dadurch, dass eine ersehnte Schwangerschaft auf sich warten ließ. Hinzukam, dass sich Spannungen in der jungen Ehe abzeichneten, vor allem, nachdem auch der als herrschsüchtig beschriebene Ucmiev seinen Wohnsitz 1853 von Tiflis nach Schuscha verlegt hatte. Glücklicherweise besserte sich Churschidbanus Gesundheitszustand und war Ende 1853 wieder vollkommen hergestellt. Um der ausbleibenden Schwangerschaft auf die Sprünge zu helfen, reiste das Ehepaar 1854 nach Baku, um die Bibiheybät-Moschee aufzusuchen. Diese Stand im Ruf, bei derartigen Problemen Hilfe von oben zu vermitteln. Und wirklich gebar Churschidbanu 1855 einen Sohn und ein Jahr darauf eine Tochter. Begegnungen in Baku  Ebenfalls in Baku fand die legendär gewordene Begegnung des Ehepaars mit Alexandre Dumas dem Vater (1802-1870) statt, der während seiner Kaukasusreise 1858 durch die Stadt kam. Während des gemeinsamen Abendessens im Haus des Bakuer Polizeichefs schenkte Churschidbanu dem berühmten französischen Schriftsteller einen von ihr selbst hergestellten Tabaksbeutel, von dessen Schönheit sich Dumas entzückt zeigte.
Die Bibi-Heybat-Moschee (Bibiheybət məscidi) ist eine Moschee am Stadtrand von Baku, die ursprünglich im 13. Jahrhundert, in der Zeit des Schirwahshahs, nach Entwürfen des Architekten Mahmud ibn Saad errichtet wurde. (Foto: Wikimedia)
Neubeginn trotz immer neuer Rückschläge Die Harmonie, welche das Ehepaar bei der Begegnung mit Dumas ausgestrahlt hatte, war jedoch nur scheinbar. Die latente Krise der Ehe brach sich in den folgenden Jahren wieder ihre Bahn, insbesondere nachdem Churdschidbanus 1861 mit ihrer Mutter eine wichtige Stütze in ihrem Leben verloren hatte. Schon 1864, sechs Jahre nach dem Treffen mit Dumas, verließ Ucmiev seine Gattin für immer. Drei Jahre später beging er – angeblich – Selbstmord. Bis heute halten sich Gerüchte, dass sein Tod etwas mit Verbindungen zu tun haben könnte, die er zum kaukasischen Erzfeind Russlands unterhalten haben soll, dem Imam Schamil (1797-1871). Churschidbanu ließ sich von all diesen neuerlichen Wendungen des Schicksals nicht unterkriegen, sondern blickte nach vorn und nahm die Zukunft in die eigenen Hände. Ihr Erfolg wurde unter anderem auf der Weltausstellung von Paris im Jahr 1867 sichtbar, auf der aus ihrer Zucht stammende Karabacher Pferde gezeigt wurden. Auch führte Churschidbanu Agrarunternehmen, mit denen sie im weiteren Verlauf ihres Lebens erfolgreich war. Unter anderem wurden ihre landwirtschaftlichen Produkte auf Messen in Tiflis und Moskau ausgestellt und mehrfach preisgekrönt. 1869 heiratete sie erneut, und diesmal war es keine arrangierte Ehe. Mit dem Hutmacher Seyid Hüseyn hatte sie drei Söhne und zwei Töchter. Das Leben der Khanstochter war nun in seine letzte und vielleicht interessanteste Phase eingetreten, in der sie sich als Wohltäterin, Unternehmerin, Mäzenatin und Dichterin einen bis heute nicht verblassenden Ruhm erwarb. Churschidbanu und die Blüte der Kultur Karabachs In das Jahr 1872 fielen diesbezüglich zwei wichtige Ereignisse. Zum einen wurde das als „Quellen der Khanstochter“ bekannte Wasserleitungssystem Schuschas fertiggestellt, das sie mit 100 000 Rubel aus ihrem Privatvermögen finanziert hatte. Zum anderen war es das Jahr, in dem sie die Leitung des literarischen Klubs Mädschlisi-Üns übernahm. Die in Churschidbanus Stadtpalast oder dessen Garten stattfindenden Treffen des literarischen Zirkels können als Sternstunden der aserbaidschanischen Kultur bezeichnet werden. Er versammelte die Crème der Dichter, Musiker, Künstler und Intellektuellen Karabachs, zu der auch die Gastgeberin selber zählte. Die letzten Jahre Allerdings bestand auch diese letzte, aus dem Nachhinein betrachtet glanzvollste Phase im Leben der Karabacher Khanstochter nicht nur aus Sonnenseiten. 1884 verstarb in jugendlichem Alter Mir Abbas, der heißgeliebte erste Sohn aus ihrer zweiten Ehe. Etliche ihrer Verse betrauern diesen fürchterlichen Verlust. Hinzukamen zunehmende finanzielle Schwierigkeiten, die sich auch aus Streitigkeiten um ihr Erbe ergaben. Diese Probleme zwangen sie schließlich sogar zur Einstellung ihrer geliebten „Versammlung des vertrauten Umgangs“. Am 2. Oktober 1897 verstarb Churschidbanu Natäwan in ihrer Geburtsstadt. Sie wurde im Familiengrab der Khansdynastie von Karabach, dem sogenannten Imarät, in der Stadt Aghdam beigesetzt.
Michael Reinhard Heß ist promovierter und habilitierter Turkologe und seit 2019 Privatdozent an der FU Gießen. Thema der Habilitation waren Leben und Sprache des aserbaidschanischen Dichters İmadәddin Nәsimi (1370–1417). Zum Thema Karabach hat er die Bücher „Panzer im Paradies“ (Dr. Köster 2016) und „Karabakh from the 13th century to 1920“ (Gulandot, 2020) verfasst.

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