Türkei-Erdbeben
Türkei: Bereits fast 4.000 Nachbeben

Ankara – Mehr als eine Woche nach den verheerenden Mega-Beben in der Türkei kommt das Land noch immer nicht zur Ruhe. Laut dem Sprecher der Katastrophenschutzbehörde AFAD befindet sich das Land in einer „ungewöhnlichen, nie dagewesenen Situation“. Es habe bereits fast 4.000 Nachbeben gegeben und die Erdkruste habe sich um 7,3 Meter verschoben, so Orhan Tatar. Nationale und internationale Experten seien in Kahramanmaras, dem Epizentrum des Bebens, um die geologischen Folgen zu untersuchen. Tatar:
Es gibt intensive Nachbeben. Wir stehen vor einer ungewöhnlichen Situation.Die Gesamtzahl der Nachbeben beträgt bisher 3.858. Dies ist eine sehr ernste Zahl. Selbst jetzt können wir sagen, dass die Anzahl  der Nachbeben 3.900 überschreiten wird. Die Nachbeben der Größe 3 bis 4 betragen 1.253 und der Größen 4 bis 5 ist 394, ungefähr 400. Dies bedeutet, dass es fast alle 10-15 Minuten ein Erdbeben gibt. Die Anzahl der Nachbeben der Stärken zwischen 5 und 6 beträgt 38.
Erdbeben reißen gigantische Schlucht in der Türkei auf Nach türkischen Medienberichten haben die verheerenden Beben von letzter Woche nahe der türkischen Stadt Hatay eine riesige Schlucht gerissen. Sie soll etwa 300 Kilometer lang und teilweise bis zu 200 Meter breit und 30 Meter tief sein. Drohnenaufnahmen zeigten das aufgerissene Gebiet.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

Türkei-Erdbeben
NATO-Chef Stoltenberg trifft Erdogan

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Ankara – Bei einem Besuch in Ankara am Donnerstag sprach NATO-Chef Jens Stoltenberg dem türkischen Volk und allen von den verheerenden Erdbeben vom 6. Februar Betroffenen das tiefste Beileid der NATO aus. Er übermittelte diese Botschaft der Solidarität bei Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan und einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu. „Dies ist die tödlichste Naturkatastrophe auf dem Gebiet des Bündnisses seit der Gründung der NATO. In dieser Zeit der Not steht die NATO an der Seite der Türkei“, sagte Generalsekretär Stoltenberg. „Tausende von Einsatzkräften wurden in die Türkei entsandt, um die Hilfsbemühungen zu unterstützen, unter anderem mit Such- und Rettungsteams, Feuerwehrleuten, medizinischem Personal und Erdbebenexperten“, sagte er. „Militärflugzeuge aus den Niederlanden, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten sind Tag und Nacht im Einsatz, um internationale Hilfsgüter nach Türkiye zu transportieren und medizinische Evakuierungen vorzunehmen. Andere Bündnispartner wie Albanien, Kanada und Deutschland leisten finanzielle und andere Hilfe, und überall in der NATO sammeln einfache Bürger Millionen von Euro zur Unterstützung der Türkei. Das ist echte und tiefe Solidarität. Ich begrüße auch die Beiträge unserer Gastländer Finnland und Schweden, die Solidarität in Aktion zeigen“, so Stoltenberg weiter. Stoltenberg wies darauf hin, dass die NATO in der Provinz Hatay Notunterkünfte einrichtet und die strategischen Lufttransportkapazitäten der Alliierten nutzen wird, um in den kommenden Tagen und Wochen Zehntausende von Zelten in die Türkei zu transportieren. „All dies wird dazu beitragen, Leben zu retten“, sagte er. Im weiteren Verlauf des Donnerstags besucht Stoltenberg den Luftwaffenstützpunkt Incirlik, der eine wichtige Rolle bei den Hilfsbemühungen spielt, und Iskenderun, das von den Erdbeben schwer betroffen war. Er wird von Verteidigungsminister Hulusi Akar begleitet und trifft auch mit NATO-Mitarbeitern zusammen, die vor Ort sind, um die Hilfe zu unterstützen und zu koordinieren.

Zum Thema

– Türkei-Beben – Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer

Nach knapp einer Woche haben deutsche Rettungskräfte ihren Einsatz im Erdbebengebiet an der türkisch-syrischen Grenze beendet.

Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer
         

Türkei-Erdbeben
Türkei: Frankreich richtet Notkrankenhaus ein

Adiyaman – Während die türkischen Krankenhäuser mit den Folgen des Erdbebens vom 6. Februar zu kämpfen haben, hat ein Team französischer Ärzte und Rettungshelfer in der Stadt Gölbasi der Provinz Adiyamani ein Hilfskrankenhaus eingerichtet, um die Folgen der Katastrophe zu bewältigen und Patienten zu versorgen. Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD hat die Zahl der Todesopfer in der Türkei nach den Beben der Stärke 7,8 und 7,5, die im Abstand von neun Stunden stattfanden, am Donnerstag auf 36.187 erhöht. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in der Türkei und in Syrien zusammen auf über 41.000. Nach Angaben des französischen Botschafters in der Türkei, Herve Magro, wird das Krankenhaus mindestens 15 Tage lang in Betrieb bleiben. „Wir werden so lange bleiben, wie die türkischen Behörden es wünschen“, zitiert die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Magro. Das Krankenhaus verfügt über zwei Operationssäle und einen Kreißsaal mit 15 Ärzten und 25 Krankenschwestern, so die Chirurgin Isabella Arnaud. Ein türkischstämmiger französischer Soldat und Feuerwehrmann, der aus Marseille angereist war, sagte gegenüber Euronews: „Als Franzose bin ich stolz, dass Frankreich meinem Heimatland helfen kann. Was hier passiert, ist sehr traurig. Wir tun unser Bestes, um das tägliche Leben der lokalen Bevölkerung zu erleichtern und so viel Hilfe wie möglich zu leisten und so effizient wie möglich zu sein“.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

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– Türkei-Beben – Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer

Nach knapp einer Woche haben deutsche Rettungskräfte ihren Einsatz im Erdbebengebiet an der türkisch-syrischen Grenze beendet.

Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer

Straßenverkehr
Vorsicht Nötigung: Lichthupe ist nur selten erlaubt

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Wiesbaden – Wer im Straßenverkehr auf sich aufmerksam machen will, nutzt schon mal die Lichthupe. Doch es ist nur in Ausnahmefällen erlaubt, das Fernlicht in kurzen Intervallen aufzublenden. Das Infocenter der R+V Versicherung erklärt, in welchen Situationen Autofahrerinnen und Autofahrer das Lichtzeichen nutzen dürfen. In manchen Fällen kann der Gebrauch der Lichthupe sogar als Nötigung gewertet werden, also als Straftat. Grundsätzlich gilt: Die Lichthupe darf nur kurz für wenige Sekunden betätigt werden und dabei niemanden blenden oder gefährden. Ihr Einsatz ist zudem auf zwei Situationen im Straßenverkehr beschränkt, und zwar um andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf Gefahren aufmerksam zu machen oder um außerorts Überholvorgänge anzukündigen. „Das kann der Fall sein, wenn man auf einer engen Straße einen Lkw oder ein landwirtschaftliches Fahrzeug überholen möchte und nur wenig Platz ist“, sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement bei der R+V Versicherung. Auf der Autobahn kann die Lichthupe erlaubt sein, wenn man einem Vorausfahrenden auf der linken Spur die Überholabsicht signalisieren will. Wichtig ist dabei: Zuerst den Blinker setzen, den Sicherheitsabstand einhalten und nicht Drängeln. Hohe Strafen bei Nötigung Die Lichthupe kann zudem als Warnsignal dienen. Fährt etwa ein entgegenkommendes Fahrzeug in der Dunkelheit ohne Beleuchtung, ist die Lichthupe zulässig. „Mit der Lichthupe vor einer Radarfalle zu warnen, ist dagegen nicht erlaubt“, sagt R+V-Experte Kretschmer. Ebenso darf man sie nicht als Signal nutzen, um andere zu grüßen oder ihnen Vorfahrt zu gewähren. Wird die Lichthupe missbräuchlich eingesetzt, ist ein Verwarngeld von bis zu zehn Euro fällig. Bei Nötigung ist die Strafe deutlich höher. „Wer beharrlich drängelt und dabei die Lichthupe einsetzt, dem droht je nach Schwere des Falls ein Fahrverbot oder sogar eine Freiheitsstrafe“, warnt Kretschmer. Wichtig zu wissen: Was für die Lichthupe gilt, trifft auch für die akustische Hupe zu. Auch sie darf nur in gefährlichen Situationen und bei Überholvorgängen außerhalb von Ortschaften zum Einsatz kommen.

Sicherheit
Reul kündigt konsequentes Einschreiten gegen Randalierer an Karneval an

Düsseldorf – Die Polizei in NRW will mit einer deutlich erhöhten Präsenz Ausschreitungen an den Karnevalstagen vorbeugen. NRW-Innenminister Herbert Reul warnt potenzielle Gewalttäter davor, dass die Beamten bei Regelverstößen kein Auge zuzudrücken werden: „Unsere Polizisten sind gehalten, gegen Belästigungen und Übergriffe konsequent vorzugehen – auch an Karneval“, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe). Nicht nur für Kölnerinnen und Kölner sei Weiberfastnacht sicher ein Highlight der Saison, erklärte Reul. „Und genauso sicher ist es in dieses Mal ein besonderer Karneval. Denn die vergangen drei Jahren haben ihre Spuren hinterlassen“, sagte der NRW-Innenminister. Krieg, Inflation und Geldsorgen würden viele Menschen belasten. „Umso wichtiger finde ich, dass es diese Tage gibt, an denen man mal für einige Stunden abschalten und die Sorgen beiseitelegen kann. Aber: „Gerade, weil Karneval ein Fest der Freude ist, bitte ich die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, friedlich zu bleiben und sich an die Regeln zu halten. Jeder sollte wissen, wann es genug Kölsch gewesen sind“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

Wunder-Rettung
Türkei-Beben: Mutter und Kinder nach fast 10 Tagen gerettet

Hatay – Den Rettungskräften in der Türkei gelingen auch am 10. Tag nach den tödlichen Beben weiterhin noch große Wunder. Unglaubliche 228 Stunden nach dem Beben am 6. Februar, gelang den Teams in Hatay die Rettung einer Mutter und ihrer zwei Kinder. Die Überlebenden wurden ins Krankenhaus gebracht. Zum Namen und Alter wurden noch keine Angaben gemacht. Nur eine Stunde zuvor gelang weiteren Rettungskräften zudem die erfolgreiche Bergung der 77-jährigen Cemile Kekec in Kahramanmaras. Mehr als eine Woche nach den schweren Erdbeben im Südosten der Türkei suchen Einsatzkräfte in den Trümmern noch immer nach Verschütteten. Doch die Überlebenschancen sinken mit jeder Stunde. Jede gelungene Rettung ist nach dieser langen Zeit wie ein kleines Wunder. Die Zahl der Toten in der Türkei und Syrien lag am Mittwoche bereits bei über 40.000. Experten befürchten mehr als 70.000 Erdbeben-Tote.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

Türkei-Erdbeben
Madonna fordert Menschen zur Spende auf

Die amerikanische Pop-Ikone Madonna hat am Valentinstag die Menschen aufgefordert, für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien zu spenden.
„Alle reden von Liebe und Valentinstag. Lasst uns all unsere Liebe und heilende Energie in die Türkei und nach Syrien schicken, die bei diesem gewaltigen Erdbeben große Verluste und Verwüstungen erlitten haben. 33181 Menschen sind gestorben. So viele haben ihre Häuser und Arbeitsplätze verloren, ganz zu schweigen von ihren Angehörigen. Ganze Städte sind ausgelöscht worden. Es ist herzzerreißend. Der beste Ort, um zu spenden, ist ahbap.org„, so die Künstlerin auf Instagram.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Am heutigen Dienstag lag die stetig steigende Zahl der Toten bei fast 40.000 und über 80.000 Verletzten. Davon stammen mindestens 35.000 Erdbeben-Opfer aus der Türkei. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

Türkei-Beben
Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer

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Köln – Nach knapp einer Woche haben deutsche Rettungskräfte ihren Einsatz im Erdbebengebiet an der türkisch-syrischen Grenze beendet. Bei ihrer Rückkehr am Montagabend wurden die Hilfsteams von THW, ISAR Germany und dem Bundesverband Rettungshunde (BRH) am Flughafen Köln von hunderten Deutschtürken mit großer Dankbarkeit und tosendem Applaus empfangen. „Unser Team ist am Abend aus der Türkei zurückgekehrt. Am Flughafen gab es einen überwältigenden und emotionalen Empfang“, teilte Rettungsorganisation I.S.A.R Germany am Dienstag auf Twitter mit. Bereits am Samstag dankte auch die deutschtürkische WDR-Redakteurin Giselle Ucan den Teams mit einem Beitrag. „DANKE für euren Einsatz, ihr gebt uns so viel Kraft!“, schrieb Ucar, die in der von zwei verheerenden Erdbeben heimgesuchten Gegend im Südosten der Türkei Verwandschaft hat. Ucar:
Die Dankbarkeit aus der deutsch-türkischen Community ist riesig, völlig zu Recht. THW, I.S.A.R, Malteser – ohne euch wären wir verloren. Ihr seid unsere Heldinnen und Helden, unsere Retterinnen und Retter in der größten Not, ihr macht uns stolz auf Deutschland! Stundenlang und mit Engelsgeduld ringt ihr um jedes einzelne Leben vor Ort. Helal olsun size! Danke, für euren Einsatz. Wir werden das niemals vergessen.
Knapp eine Woche lang waren die Helferinnen und Helfer in der Stadt Kirikhan im Einsatz. Rund um die Uhr haben sie in 12-Stunden-Schichten eingestürzte Häuser nach Überlebenden durchsucht. Gemeinsam konnten so fünf Menschen gerettet werden, berichtet die tagesschau. Die nun zurückkehrenden Teams kündigten jedoch bereits an, ihr Engagement fortzusetzen zu wollen. Weitere Einsätze vor Ort sind durchaus denkbar – etwa bei der Aufbereitung von Trinkwasser, bei der Infrastruktur oder beim längerfristigen Wiederaufbau.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Am heutigen Dienstag lag die stetig steigende Zahl der Toten bei fast 40.000 und über 80.000 Verletzten. Davon stammen mindestens 35.000 Erdbeben-Opfer aus der Türkei. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

Zum Thema

– Türkei-Beben – Erdbeben: Griechischer Außenminister besucht Türkei

Griechenland werde weiterhin „sein Bestes tun, um schwierige Zeiten zu überwinden, sowohl auf bilateraler als auch auf EU-Ebene“, so Dendias.

Erdbeben: Griechischer Außenminister besucht Türkei

Lebensmittel
Hochschule: Insekten sind nährstoffreich

Köln – Käfer, Raupen, Grillen im Essen: Die EU hat im Januar die Regelung für die Nutzung von Insekten oder Insektenteilen als Zutat in Lebensmitteln erweitert. Erlaubt ist nun eine weitere Darreichungsform der Hausgrille und neu hinzugekommen ist der Buffalowurm. Das schmeckt nicht allen. Lebensmittelchemikerin Dr. Ulrike Prepens, Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Sigrid Röchter und Wirtschaftspsychologieprofessor Dr. Fabian Christandl von der Hochschule Fresenius sind der Sache auf den Grund gegangen. Hierzulande ekeln sich viele Konsument:innen vor Insekten. Sie sind der Auffassung, diese seien unhygienisch und ungesund und hätten daher in Lebensmitteln nichts zu suchen. Bei etwa 25 Prozent der Weltbevölkerung hingegen ist es Tradition, Insekten zu verspeisen. Neben ernährungsphysiologischen Gründen spielen auch umweltrelevante Fragen und die Sorge um die weltweite Nahrungs- und Futtermittelsicherung eine wichtige Rolle in der Diskussion. Lebensmittelchemiker überprüfen Qualität der Insekten Die Zugabe von Insekten in Lebensmittel geschieht nicht willkürlich und ohne Kontrollen. Lebensmittelchemiker:innen untersuchen die Lebensmittelinhaltsstoffe und damit auch die Insektenbestandteile. „Erst nach einer eingehenden Risikoabschätzung und der Zulassung durch die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) darf ein insektenhaltiges Produkt in den Verkehr gebracht werden. Eine Positivliste verhindert dabei eine gesundheitliche Gefährdung oder Irreführung der Verbraucher:innen bei gleichzeitiger Sicherstellung des ernährungsphysiologischen Nutzens“, erklärt Lebensmittelchemikerin Dr. Prepens. Zudem überprüft die Lebensmittelüberwachung, dass die Verwendungsbedingungen, Kennzeichnungen und Spezifikationen der Novel-Food-Verordnung (EU 2015/2883) entsprechen. Als Darreichungsform oder Beimischung werden die bisher zugelassenen vier Insekten beziehungsweise ihre Larven als hochwertige Proteinquelle in begrenzten Anteilen getrocknet, pastenartig oder pulverförmig nur von den antragstellenden Unternehmen beispielsweise in Teigwaren, Keksen, Getreideriegeln oder Vormischungen für Backwaren verwendet. Insekten sind nährstoffreich Nicht nur die Inhaltsstoffe von Insekten werden für Lebensmittel verarbeitet, Insekten sind auch als Burger oder Pastagerichte in Supermärkten oder Restaurants erhältlich. Denn sie können einen wertvollen Beitrag zur Ernährung leisten. „Viele essbare Insekten enthalten hochwertiges Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Mikronährstoffe“, weiß Prof. Röchter. „Verglichen mit herkömmlichem Fleisch aus Rind, Schwein oder Geflügel stehen Speiseinsekten aus ernährungsphysiologischer Sicht dem herkömmlichen Fleisch nicht nach“. Gesundheitsschädlich seien sie nicht, aber es sei bekannt, dass der Verzehr bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen könne, so Röchter weiter. „Hier hat sich in einer Untersuchung in Kooperation mit der Hochschule Geisenheim University und der Hochschule Fresenius im Studiengang Lebensmittelsicherheit (B.Sc.) gezeigt, dass Nachweistests auf Allergene in Krebstieren (Crustaceen) auch für den Nachweis von Allergenen bei Insekten/insektenhaltigen Lebensmitteln geeignet sein können. Damit lässt sich das allergene Potenzial solcher Produkte besser einschätzen“, ergänzt Prepens. Insekten als Delikatesse vermarkten Viele Argumente sprechen für den Verzehr von Insekten. Wie aber lässt sich der Ekel vor Insekten in oder als Lebensmittel überwinden? Prof. Dr. Fabian Christandl hat bereits im Jahr 2018 in einer Studie untersucht, wie man Konsument:innen davon überzeugen kann, Insekten zu essen. „Aus unseren Ergebnissen lässt sich ableiten, dass die Werbung Insekten eher als Genussmittel anpreisen sollte. Mit dieser Strategie können sie tendenziell mehr Verbraucher:innen davon überzeugen, Insekten mit auf den Speiseplan zu nehmen“, kommentiert Prof. Dr. Fabian Christandl. Dies habe in der Vergangenheit auch mit anderen Nahrungsmitteln funktioniert. So sei Hummer früher beispielsweise auf wenig Gegenliebe gestoßen, habe sich dann aber sogar als Delikatesse durchgesetzt.  

Erdbeben
Türkei: Zahlreiche Bauunternehmer festgenommen

Istanbul – Im Zusammenhang mit den verheerenden Erdbeben mit über 35.000 Toten, hat es in der Türkei am Montag zahlreiche Festnahmen gegeben. Türkische Behörden ermitteln laut der Nachrichtenagentur Anadolu gegen 163 Personen im Zusammenhang mit dem Einsturz von Gebäuden. Von den Personen, gegen die ermittelt wird, wurden demnach acht verhaftet und 48 befinden sich in Polizeigewahrsam. Acht von ihnen wurden in Untersuchungshaft genommen, deren Verantwortlichkeiten von der Staatsanwaltschaft festgelegt wurden, berichtet Anadolu weiter. Bei einem Besuch in Diyarbakir am Montag sagte der türkische Justizminister Bekir Bozdag, dass die Staatsanwaltschaften in allen erdbebengeschädigten Gebieten die gerichtlichen Ermittlungen durchführten. Bozdag erklärte, dass „einige der Gebäude 30 Jahre alt sind, einige sind älter, einige sind 20 Jahre alt, und einige wurden erst kürzlich gebaut“. Er fügte hinzu: „Die Prüfungen unterliegen der Auswertung dieser Informationen, und unsere Staatsanwälte führen Ermittlungen durch, um festzustellen, wer an diesen Bauten beteiligt ist.“ Nach Angaben von Anadolu erließ die Staatsanwaltschaft der Stadt Malatya am Montag Haftbefehle gegen 31 Personen wegen Verbindungen zu eingestürzten Gebäuden. Nazmi Tosun, ein Bauleiter und technischer Vertreter des in der Provinz Gaziantep zerstörten Emre Apartments, wurde am frühen Montag in Istanbul festgenommen, berichtete Anadolu unter Berufung auf die Sicherheitskräfte. Mehrere Bauunternehmer, die von den Behörden für mehrere zerstörte Gebäude in der Stadt Adiyaman verantwortlich gemacht werden, wurden am Sonntag auf dem Istanbuler Flughafen festgenommen, als sie versuchten, das Land zu verlassen. Yavuz Karakus und seine Frau Sevilay, die mehrere Gebäude in Adiyaman gebaut haben, wurden in Gewahrsam genommen. Karakus sagte zu Reportern: „Mein Gewissen ist rein. Ich habe 44 Häuser gebaut. Vier von diesen sind eingestürzt. Ich habe alles nach den Vorschriften gemacht.“ Mehmet Yaşar Coşkun, ein Bauunternehmer, der für die eingestürzte Rönesans Residence, ein Hochhaus mit Luxuswohnungen in der Provinz Hatay, verantwortlich ist, wurde am Samstag von den Behörden am Flughafen abgefangen, als er versuchte, nach Montenegro zu fliehen, berichtet Anadolu weiter. Er erklärte, dass er nicht wisse, warum sein Gebäude eingestürzt sei und dass seine Flucht nichts mit dem eingestürzten Gebäude zu tun habe. Ein weiterer Bauunternehmer, Mehmet Ertan Akay, dessen Wohnhaus in Hatay ebenfalls einstürzte, wurde von der Istanbuler Polizei festgenommen, so Anadolu. Ein weiterer Bauunternehmer, İbrahim Mustafa Uncuoğlu, wurde am Samstag in Istanbul festgenommen, nachdem seine Inspektionen der eingestürzten Bahar Apartments im Epizentrum des Erdbebens in Gaziantep als fahrlässig eingestuft wurden, berichtete Anadolu unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft von Gaziantep. Mindestens neun Menschen starben, als das Gebäude einstürzte. Unterdessen wurde Hasan Alpargün, Eigentümer einer Firma, die in der Stadt Adana Gebäude errichtete, die inzwischen eingestürzt sind, am Samstag in Nordzypern festgenommen. Die Staatsanwälte in Adana haben im Rahmen ihrer Ermittlungen am Montag 31 Personen festgenommen. Das Beben der Stärke 7,8, das am vergangenen Montag den Südosten der Türkei nahe der Grenze zu Syrien erschütterte, hat nach Angaben des türkischen Notfallkoordinationszentrums SAKOM vom Montag inzwischen 31 643 Todesopfer in der Türkei gefordert. Die Zahl der Toten in Syrien liegt nun bei 4.574, wie staatliche Medien am Sonntag berichteten.