Kosovo
Türkei restauriert Emin Pascha Moschee im Kosovo

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Belgrad (nex/aa) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch die frisch restaurierte Emin Pascha Moschee in der geschichtsträchtigen kosovarischen Stadt Prizren offiziell eingeweiht. Das Projekt wurde vom Türkischen Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) gefördert. Erdogan nahm an der Zeremonie per Live-Videoschaltung aus Ankara teil. In seiner Ansprache hob der türkische Präsident hervor, dass der Kosovo ein befreundetes Land sei und die Türkei ihn deshalb weiterhin mit verschiedenen TIKA-Projekten fördern werde.
(Foto: aa)
(Foto: aa)
“Wir heißen von Ankara, der Hauptstadt der Türkei aus, jeden willkommen – Minister der kosovarischen Regierung, Repräsentanten der islamischen Gemeinde, Studierende, Lehrende und alle unsere kosovarischen Geschwister – Sie alle sind willkommen“, sprach Erdogan. „Wir gratulieren herzlich zur Wiedereröffnung dieser schönen Emin Pascha Moschee und wünschen Ihnen viel Erfolg.“ Der für den Kosovo zuständige TIKA-Koordinator Eyüp Ümütlü betonte, dass seine Organisation ihren Beitrag zum Erhalt des kulturellen und historischen Erbes des Landes leisten werde und ergänzte: “Die Restaurierung von Moscheen wie dieser haben eine besondere Bedeutung. Sie zeigen uns, dass Muslime hier schon seit Jahrhunderten leben.” Die Emin Pascha Moschee wurde im Jahre 1832 errichtet und gilt als eines der schönsten Gotteshäuser im Kosovo. Die türkische Generalkonsulin in Prizren, Selen Evcit, der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde des Kosovo, Naim Ternava, der Minister für Umwelt und Raumplanung, Ferid Agani, türkische Mitglieder des kosovarischen Parlaments sowie Vertreter des TIKA und des Yunus Emre-Instituts im Kosovo nahmen ebenfalls an der Zeremonie teil.  
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Terrorwarnung: Deutsches Gymnasium in Istanbul stellt für heute den Schulbetrieb ein

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Istanbul (nex) – Das deutsche Gymnasium in Istanbul bleibt heute wegen einer akuten Terrorgefahr geschlossen. Auf diversen türkischen TV-Sendern war zu sehen, wie schwerbewaffnete Polizisten vor dem Gymnasium patrouillieren. Die Schulverantwortlichen begründeten ihre Maßnahme mit einer akuten Bedrohung. Die Warnung soll vom deutschen Konsulat in Istanbul an das Gymnasium übermittelt worden sein.

Galatasaray mit neuem Coach
Süper Lig: Riekerink neuer Trainer von Galatasaray

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Istanbul (nex) – Galatasaray Istanbul, eines der Topteams der türkischen Süper Lig, hat den früheren Coach seiner Jugendmannschaft, Jan Olde Riekerink, zum neuen Manager gemacht. Einer Erklärung auf der Webseite des Vereins zufolge einigte sich die Mannschaft mit dem 53-jähigen Niederländer darauf, dass dieser die Mannschaft bis zum Ende der Saison trainieren soll. Bevor Riekerink im Vorjahr die Jugendabteilung übernahm, hatte er seit 2011 das Jugend-Nationalteam der Volksrepublik China betreut. Galatasaray, regierender Meister, Pokalsieger und Supercup-Sieger, wurde jüngst von der Finanzkontrollkommission der UEFA (CFCB) für ein Jahr für europäische Bewerbe gesperrt, weil der Verein sich Verstöße gegen finanzielle Fair-Play-Regeln geleistet hatte. Das Verbot wurde am 1. März ausgesprochen, einen Tag, nachdem der vorherige Manager Mustafa Denizli das Handtuch geworfen hatte. Die diesjährige Saison läuft für Galatasaray außerordentlich durchwachsen, nach 25 Spielen in der Süper Lig steht die Mannschaft derzeit mit 39 Punkten auf dem fünften Platz, 21 Punkte hinter dem Tabellenführer und Lokalrivalen Beşiktaş.

Digitalisierung
Kiel bekommt kostenloses öffentliches WLAN

Kiel (ots) – Die Kieler Nachrichten und der Internetprovider Addix versorgen ab sofort wesentliche Teile der Kieler Innenstadt mit einem kostenlosen öffentlichen WLAN. Die beiden Kieler Unternehmen stellen damit gemeinsam mit der Landeshauptstadt und dem Kooperationspartner Förde Sparkasse wichtige Weichen für die Digitalisierung. Gratis im Internet surfen ohne zeitliches Limit, ohne Begrenzung des Datenvolumens und ohne Registrierung – mit diesem Angebot ist Kiel Vorreiter in Norddeutschland. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gab zusammen mit KN-Geschäftsführer Sven Fricke, Addix-Geschäftsführer Björn Schwarze und dem Vorstandsvorsitzenden der Förde Sparkasse, Götz Bormann, am Mittwoch (16. März) auf der CeBit in Hannover den Startschuss für das WLAN-Angebot. Im Rahmen des „Kieler Abends“ schalteten sie auf dem schleswig-holsteinischen Gemeinschaftsstand den Zugang frei. Ab sofort ist in weiten Teilen der Kieler Innenstadt kostenloses Surfen im Internet möglich, Hotspots gibt es zum Beispiel in der Holstenstraße, der Holtenauer Straße und in wenigen Tagen auch an der Kiellinie entlang der Förde. Ziel ist ein flächendeckendes WLAN-Netz in der gesamten Innenstadt. „Immer mehr Kunden nutzen die Produkte von Unternehmen durch mobile Services im Internet“, sagte Sven Fricke auf der CeBit. Die Einrichtung eines öffentlichen WLAN-Netzes stärke die Region, eröffne neue Möglichkeiten der Kundenansprache und verbessere die Wettbewerbsfähigkeit. „Wir müssen die Menschen bei dem Prozess der Digitalisierung aktiv begleiten und gezielt Kompetenzen im Umgang mit der digitalen Herausforderung aufbauen. Nur so kann die Region auch langfristig im Standortwettbewerb mithalten“, erklärte Götz Bormann auf der Messe in Hannover. Das Nutzung des neuen Angebots ist denkbar einfach: Man wählt in der Liste der verfügbaren WLAN-Netze das #KN_WLAN aus. Das Gerät verbindet sich anschließend mit der Login-Seite, auf der lediglich die AGBs von Addix akzeptiert werden müssen. Nach dem Login verbindet sich das Gerät automatisch mit dem Netz, sobald sich der Nutzer in dessen Reichweite befindet. Anschließend kann er ohne Registrierung unbegrenzt und kostenlos im Netz surfen. Eine Übersicht aller Standorte, die mit dem #KN_WLAN ausgestattet sind, finden Sie unter www.hotspots4you.de.

"The Times"-Interview
PKK-Chef Cemil Bayik: „Unser Ziel ist Erdogan und die AKP-Regierung zu stürzen“

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Ankara (nex) – Vier Tage vor dem Autobombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara, bei dem 37 Menschen ums Leben kamen, sprach Cemil Bayik, Chef der PKK, die für die Hauptverantwortliche des Anschlags gehalten wird, mit der britischen Tageszeitung „The Times“. Er erklärt in dem Interview, dass nun ihr Hauptziel der Sturz Erdogans und der AKP-Regierung sei. In dem Interview behauptet Bayik, dass die Türkei niemals ein demokratischer Staat sein werde, solange Erdogan und die AKP-Regierung nicht gestürzt würden. Die Terrororganisation PKK sei das Haupthindernis zwischen Erdogan und der Verwirklichung seiner Träume, so Bayik weiter. Dass die Demokratie in der Türkei funktioniert und dem Land freie und faire Wahlen wiederholt bestätigt worden sind – und das in einer von politischen Unruhen heimgesuchten Region –, lässt der PKK-Chef außer Acht. Des Weiteren bezeichnet er die gegenwärtigen Aktivitäten der Terrororganisation in der Türkei als einen Kampf um „Leben und Tod“. Die besagten Aktivitäten weisen immer mehr Ähnlichkeiten mit den Taktiken extremistischer Gruppierungen in Syrien und im Irak auf und bestehen aus Selbstmordanschlägen mit Zivilisten als Ziel. Ungeachtet der illegalen Barrikaden, Bombenfallen und bewaffneten Kämpfer im Südosten des Landes, die das Leben in ganzen Städten und Dörfern zum Stillstand bringen, bezichtigt Bayik die türkischen Sicherheitskräfte der Zerstörung und Plünderungen im Südosten des Landes und schwört Rache. Allerdings gibt Bayik unumwunden zu, dass die PKK den Krieg vom Land in die Städte gebracht habe und behauptet, dass diese Taktik eine neue Ära des öffentlichen Kampfes darstelle, obwohl eine überwältigende Mehrheit der Einwohner der von der PKK verwüsteten und geplünderten Gegenden sich zum Verlassen ihres Zuhauses entscheiden. Das Interview fand vier Tage vor dem Selbstmordanschlag auf dem zentralen, sehr belebten Kizilay-Platz in Ankara statt, bei dem 37 Menschen getötet wurden. Am 19. Februar dieses Jahres hatte sich eine PKK-Splittergruppe, die Freiheitsfalken Kurdistan (TAK), zu dem Autobombenanschlag vom 17. Februar bekannt. Dieser Anschlag wurde ebenfalls im Zentrum von Ankara zur Hauptgeschäftszeit ausgeführt; es kamen dabei 29 Menschen, die meisten unter ihnen Militärangehörige, ums Leben. Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Interviews löste Kritik aus – die Ermittlungen zum Anschlag laufen noch, viele Opfer wurden noch nicht einmal bestattet.   Mehr zum Thema:

Terroristischer Protostaat
Syrien: PYD und YPG rufen PKK-„Bundesstaat“ in Nordsyrien aus

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Damaskus (nex) – Die terroristische PYD und ihre YPG-Milizen, die mehrere Territorien im Norden Syriens beherrscht, wird voraussichtlich noch im Verlaufe des heutigen Mittwochs einen Bundesstaat ausrufen. Dies kündigte ein Sprecher der Gruppe an. Man wolle seine Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen, nachdem man von den Syrien-Friedensgesprächen in Genf ausgeschlossen worden war. Um ihr Ziel zu erreichen, will der syrische PKK-Ableger die drei kurdisch geführten autonomen Regionen in einem bundesstaatlichen System vereinigen. Idris Nassan, ein Offizieller im Direktorat für Außenpolitik von Kobane – einer der drei vor zwei Jahren gegründeten syrischen Kurdenregionen – erklärte, die Deklaration würde eine „Erweiterung des Rahmens der Selbstverwaltung“ bedeuten, welche die Kurden und andere gebildet hätten. Der Name des Gebildes soll „Nordsyrische Föderation“ sein, hieß es gegenüber Reuters. Die PYD wurde nicht zuletzt infolge diplomatischen Drucks vonseiten der Türkei nicht zu den Genfer Friedensgesprächen zugelassen. Die syrische Regierung hatte noch am Samstag ein föderalistisches Modell für Syrien ausgeschlossen. Aus den Regierungsetagen der verbündeten Russischen Föderation hingegen heißt es, der Föderalismus könne durchaus ein Modell für das bürgerkriegsgeschüttelte Land darstellen. Die Türkei hat wiederholt ihre Besorgnis über die Verbindung der PYD zur terroristischen PKK zum Ausdruck gebracht und angesprochen, dass die beiden Organisationen Information und Waffen miteinander teilen. Premierminister Ahmet Davutoglu erklärte mehrfach, die Türkei habe kein Problem mit den syrischen Kurden, die PYD sei jedoch keine legitime Partei und kein legitimer Ansprechpartner für die Belange dieser Volksgruppe, weil sie mit der in der Türkei, der EU und den USA als terroristische Vereinigung verbotenen PKK verbunden sei. Die USA arbeiten im Rahmen der Anti-IS-Koalition dennoch mit der PYD und den YPG zusammen und warfen alleine im Oktober 50 Tonnen an Munition, unter anderem für Waffen der Gattung M16 und AK47 in 112 Kisten über der nordsyrischen Provinz Hasakah ab. Die USA betrachten die PYD/YPG als „verlässliche Partner“ im Kampf gegen den IS. Die Türkei hingegen mahnt, man dürfe nicht zwischen guten und bösen Terroristen unterscheiden. Separationsgelüste gibt es unterdessen auch im kurdischen Nordirak. So war die Eigenständigkeit der Kurdischen Autonomieregion (KRG) eines der Hauptthemen einer Debatte, die am Mittwoch im Rahmen des Sulaimani-Forums in Erbil stattfand und über das die Zeitung Rudaw berichtete. Bei dieser Gelegenheit erklärte Yousif Muhammad, der Sprecher des kurdischen Parlaments im Nordirak, eine Teilung könnte die letzte Rettung für den Irak sein. „Vielleicht könnte ein solcher Schritt die ewige Zeiten alten Ängste und Spannungen auflösen.“ Man habe im Irak lange unterschiedliche Gruppen in ein gemeinsames Gebilde gezwängt und man habe auch versucht, zusammenzuleben. Es habe jedoch nicht funktioniert. „Es ist daher mein Recht als Kurde, einen eigenen Staat zu haben, und es verletzt auch keine Rechte anderer Gruppen.“ Man solle das jahrzehntelange Blutvergießen beenden und nicht mehr „für eine Geografie kämpfen, die nicht mehr existiert“. Der irakische Minister für höhere Bildung, Hussein Shahristani, widersprach und erklärte: „Die Iraker – Schiiten und Sunniten – akzeptieren keine Teilung, weil sie wissen, diese würde keine ihrer Probleme lösen. […] Die Welt hat die Nationalstaaten ausprobiert und gesehen, sie funktionieren nicht, deshalb arbeitet sie jetzt an Integration und Vereinigung.“  
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Unfallmeldestecker
Versicherer entwickeln automatischen Notruf für alle Autos

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Dortmund (nex) – Die deutsche Versicherungswirtschaft hat ein automatisches Notruf-System entwickelt, das in nahezu allen Autos eingesetzt werden kann.
Kernstück des Notruf-Systems ist ein mit Beschleunigungssensoren ausgestatteter Stecker (für den Zigarettenanzünder). Der Unfallmeldestecker erkennt eine Kollision sowie die Stärke des Aufpralls und meldet Unfälle automatisch an eine Notrufzentrale.
Am Unfallmeldedienst, der am 4. April 2016 startet, beteiligen sich zahlreiche Kfz-Versicherer.

Spielsucht
Drogenbeauftragte: Eine halbe Million Deutsche leiden unter Glücksspielsucht

Osnabrück (ots) – Rund eine halbe Million Menschen in Deutschland sind nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler vom Glücksspiel abhängig. Vor dem ersten Bundeskongress zum Glücksspielwesen an diesem Dienstag in Berlin sagte die CSU-Politikerin in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Diese Menschen haben ein pathologisches oder problematisches Glücksspielverhalten.“ Vor allem Spielautomaten in Spielhallen oder Kneipen seien mit dem erhöhten Risiko der Abhängigkeit verbunden. Aber auch Online-Glücksspiele wie Internetcasinos sowie Poker und Sportwetten im Netz würden immer beliebter und könnten süchtig machen. Mortler warnte: „Gerade beim Internetspiel gibt es Auswüchse, die ich hoch problematisch finde.“ Besonders gefährdet seien vor allem junge Männer mit ausländischen Wurzeln, Langzeitarbeitslose und Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen. Der Trend zeige nach oben: „Gerade die 18- bis 20-Jährigen spielen heute mehr als noch vor wenigen Jahren“, sagte die Drogenbeauftragte. Bei dem Bundeskongress zum Glücksspielwesen beraten Experten an zwei Tagen über Glücksspiel und die gesetzlichen Vorgaben dafür. Das Glücksspiel ist in Deutschland gesetzlich geregelt, wobei die Bundesländer für die Vorgaben zuständig sind. Der Glücksspielstaatsvertrag steht immer mehr in der Kritik, weil etwa die Vergabe von Online-Lizenzen stockt und der Kampf gegen illegales Glücksspiel im Internet nicht vorankommt. Mortler sagte: „Ich appelliere an die Bundesländer, ihrem Auftrag zur Regulierung des Glücksspielmarktes endlich nachzukommen und juristisch wasserdichte Lösungen zu finden.“ Die Richter am Europäischen Gerichtshof hätten bemängelt, dass die bisherigen Regelungen nicht dem EU-Recht entsprächen. Daher müssten die Regeln für die Konzessionsverfahren dringend überarbeitet werden. „Um Spieler wirkungsvoll zu schützen, müssen wir rechtsfreie Räume vermeiden und die bestehenden Regelungslücken schnellstmöglich schließen“, forderte die Drogenbeauftragte.

US-Wahlen
US-Experte: Trumps Erfolge durch Schwäche seiner Konkurrenten ermöglicht

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Osnabrück (ots) – Kandidaten der Republikaner hätten Front gegen Milliardär bilden sollen – „Unter normalen Bedingungen hat Trump gegen Hillary Clinton keine Chance“. Nach Ansicht des US-Experten Johannes Thimm von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ist vor allem die Schwäche der anderen republikanischen Bewerber für die Erfolge Donald Trumps bei den US-Vorwahlen verantwortlich. „Die anderen Kandidaten haben Trump nicht ernst genommen und ihm daher zu viel durchgehen lassen. Sie hätten eine Front gegen ihn bilden müssen oder sich auf einen klaren Alternativkandidaten einigen müssen“, sagte Thimm im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Nach Trumps jüngsten Siegen bei den Vorwahlen rechnet der Experte damit, dass der Milliardär der republikanische Präsidentschaftskandidat sein wird. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass er aufgestellt wird. Spätestens jetzt ist er auf Kurs“, so Thimm weiter. Dennoch ist der stellvertretende Leiter der Forschungsgruppe Amerika bei der SWP davon überzeugt, dass Trump nicht der kommende US-Präsident sein wird. „Unter normalen Bedingungen hat Trump gegen Hillary Clinton keine Chance“, prophezeite Thimm. Dennoch könne man nie wissen, welche Faktoren den US-Wahlkampf in den kommenden Monaten beeinflussen werden. „Amerikanische Wähler sind immer für eine Überraschung gut und bis zur Wahl sind es noch acht Monate“, betonte der Experte von der SWP. Beim Gedanken an den vermeintlich unwahrscheinlichen Fall, dass Trump doch zum neuen US-Präsident gewählt wird, graust es den Experten. „Ich möchte das nicht erleben. Inzwischen verblasst schon wieder die Erinnerung, wie problematisch die Präsidentschaft von George W. Bush war. Es ist möglich, dass ein Präsident Trump noch katastrophaler wäre“, sagte Thimm.

Wirtschaft
Kranbauer Terex streicht 240 Stellen in Deutschland – Übernahme durch Chinesen droht

Düsseldorf (ots) – Der Kranhersteller Terex plant den Abbau von Jobs an vier deutschen Standorten. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, sollen in den Werken Uslar (Niedersachen) und Wetter (Westfalen) 160 Stellen wegfallen.
Die Terex-Sprecherin habe gestern noch keine Aussagen dazu machen wollen, ob es zur Umsetzung des Jobabbaus auch betriebsbedingte Kündigungen geben soll. Noch sei der Zeitpunkt für eine Aussage zu früh, die Gespräche mit den Betriebsräten dazu liefen noch.
80 Jobs sind in Düsseldorf und Würzburg bedroht. Eine Sprecherin von Terex bestätigte dies. Außerdem werde geprüft, ein bestimmtes Kranmodell zusätzlich in einem Werk in China zu fertigen. Nach der Nachricht, dass der chinesische Konzern Zoomlion sein Übernahmeangebot erhöht habe, stieg gestern der Aktienkurs von Terex in den USA zeitweise um acht Prozent. Diese Übernahme würde die gewünschte Fusion mit dem finnischen Wettbewerber Konecranes gefährden.