Türkischer Fußballverband
Türkei: Neue Fußballtrikots der Nationalmannschaft wurden vorgestellt

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Istanbul (nex) – Der Türkische Fußballverband (TFF) hat am Donnerstag auf seiner Homepage das neue Trikot der türkischen Fußball-Nationalmannschaft vorgestellt. Die türkische Nationalelf wird diese neue Spielkleidung erstmals noch im März bei den Testspielen gegen Schweden und Österreich tragen.
(Foto: TFF)
(Foto: TFF)
Vor allem aber wurde das neue Design im Zusammenhang mit den Höhepunkten des Fußballjahres entworfen: Das türkische Team wird bei der UEFA EURO 2016 und in den Qualifikationsspielen für die WM 2018 in Russland mit diesem Trikot auflaufen.
Fußballfans können das Trikot der türkischen Nationalmannschaft bereits jetzt im Online-Shop der Türkischen Fußball Föderation kaufen. Das neue Heimtrikot wird überwiegend in Rot-Schwarz gehalten sein und das Auswärtstrikot in Blau-Weiß.
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Syrer gegen PKK
Syrien: Araber und Turkmenen stellen sich gegen PKK-Staat

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Berlin/Dortmund (eurasia/nex) – Syriens arabische und turkmenische Bevölkerung hat am Donnerstag öffentlich ihre Opposition gegenüber fragwürdigen politischen Anstrengungen der kurdischen PYD sowie ihres militärischen Arms YPG erklärt. Der syrische PKK-Ableger plant, im Norden Syriens eine YPG-geführte Föderation zu gründen – ein erster Schritt hin zur Etablierung eines türkeifeindlichen Kurdistans.
In einer Stellungnahme der ‚Union arabischer und turkmenischer Stämme‘, die die Mehrheit der Bevölkerung in zahlreichen Regionen in Nordsyrien stellen, wurde der PYD unterstellt, sie verfolge ein separatistisches Projekt mit Hilfe von Staaten, die sich als „Freunde Syriens“ in Szene setzen würden.
(Foto: Türkmenische Aktivisten Vorort)
(Foto: Türkmenische Aktivisten Vorort)
Das syrische Volk opponiere gegen die Idee, das Land an eine „Gruppe Terroristen und dunkle Mächte“ abzugeben, gab die Union an. Der arabisch-turkmenische Verbund deklarierte ferner, dass es einer Spaltung des Landes mit Vehemenz entgegentreten werde. Der militärische Arm der PYD kontrolliert bereits weite Teile Nordsyriens entlang der Grenze zur Türkei. Die PYD bereite sich vor, ein föderales System zu deklarieren, sagte ein PYD-Pressesprecher am Donnerstag.
Auch die türkische Regierung in Ankara hat wiederholt ihre Besorgnis über die Verbindungen der PYD zur verbotenen PKK geäußert. Beide Seiten würden logistische Informationen und Waffen untereinander austauschen. Zudem soll einigen Analysten zufolge rund die Hälfte der Toten der YPG in Syrien aus der Türkei kommen, also womöglich PKK-Mitglieder, die sich der YPG anschlossen.
Auf Forderung der Türkei wurde die PYD auch nicht zu den Genfer Friedensgesprächen im Januar und nun im März eingeladen. Der FSA nach vertrete die PYD nicht die Interessen der Opposition.
 
 
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews 

Polizei sucht nach Hinweisen
Autobomben-Opfer von Berlin: Wer kennt diesen Mann?

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Berlin (nex) – Im Zusammenhang mit der spektakulären Bluttat in der Bismarckstraße in Berlin-Charlottenburg, die am Dienstag in der Bundeshauptstadt für Aufsehen gesorgt hatte, haben sich Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin in einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Die Behörden erhoffen sich Hinweise im Zusammenhang mit dem Mordanschlag auf den 43-jährigen Mesut Ter aus Charlottenburg, der noch am Tatort seinen schweren Verletzungen erlag, nachdem an diesem Tag ein Sprengsatz an seinem fahrenden silberfahrenden VW Passat Kombi mit dem Berliner Kennzeichen B-CO 8338 detoniert war. Dem derzeitigen Ermittlungsstand zufolge deute die Sachlage auf Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität als Hintergrund des Verbrechens hin. Mittlerweile konnten die Ermittlungsbehörden jedoch auch ein Zeitfenster herausarbeiten, innerhalb dessen die Tat vorbereitet worden sein könnte. Das spätere Opfer hatte den VW in der Nacht vom Montag zum Dienstag, den 14. bis 15. März, an der Beusselstraße 52 in Moabit auf dem Gehweg abgestellt. In dieser Zeit hielt er sich den Ermittlungen zufolge in einem nahegelegenen Café auf. Auf dem Weg nach Hause detonierte der Sprengsatz am Dienstagmorgen gegen neun Uhr in Höhe der Krummen Straße an seinem Fahrzeug. Ein Hinweis auf einen politischen Hintergrund gebe es bis dato nicht. Die Ermittlungen dauern noch an. Die Polizei wendet sich nun mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:
  • Wer kannte Mesut TER?
  • Wer kennt sein Umfeld und Bekannte von ihm?
  • Wer hat am Dienstag, dem 15. März, dem Tattag, in der Zeit von ca. 7 Uhr bis ca. 8.55 Uhr, dem Tatzeitpunkt, in der Nähe des Tatortes Bismarckstraße 93 verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  • Wer hat in der Nacht vom 14. zum 15. März in der Zeit von 20 Uhr bis 08.45 Uhr in der Nähe des Abstellbereiches des silberfarbenen VW Passat Kombi B-CO 8338 an der Beusselstraße 52 verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
Hinweise nimmt die 1. Mordkommission in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten, Tel.: 4664 911 111, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Krieg gegen den Terror
PKK-Ableger TAK bekennt sich zum tödlichen Anschlag in Ankara

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Ankara (nex) – Die PKK-nahe Terrororganisation TAK hat sich heute zu dem tödlichen Anschlag vom Sonntag in Ankara bekannt. Wie die Terrorgruppe am Donnerstag auf ihrer Internetseite bekanntgab, sei das Attentat, das mindestens 37 Todesopfer und mehr als 120 Verletzte forderte, eine Vergeltung für das Vorgehen der türkischen Truppen im Südosten des Landes gewesen. Die Explosion am Sonntag war eines der schwersten Attentate in der jüngeren Vergangenheit der Türkei. Die Terrorgruppe hatte auch die Verantwortung für den Anschlag in Ankara im Februar übernommen und kündigte weitere Anschläge an. Experten gehen nicht von einer Abspaltung der TAK von der weltweit als Terrororganisation eingestuften PKK aus. Die türkische Regierung hatte bereits die PKK und deren syrischen Ableger YPG in Syrien für den Anschlag verantwortlich gemacht. Aufgrund einer “akuten Terrorgefahr” blieben heute die deutsche Botschaft in Ankara und eine deutsche Schule in Istanbul geschlossen.  

Gemeinschaftsunterkunft Langwasser
Nürnberg: Schlägerei in Flüchtlingsunterkunft – zahlreiche Polizeibeamte im Einsatz

Nürnberg (ots) – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (16./17.03.2016) kam es in einer Gemeinschaftsunterkunft im Stadtteil Langwasser zu einer größeren Schlägerei unter mehreren Bewohnern. Mit zahlreich eingesetzten Polizeibeamten musste die Lage beruhigt werden. Der Sicherheitsdienst der Unterkunft alarmierte gegen 00:30 Uhr die Polizei, nachdem zwischen den Kontrahenten bereits Stühle und Tische flogen und sich der Sicherheitsdienst zurückziehen musste. Etliche Streifen der Nürnberger Polizei, unterstützt von einem Hundeführer mit Diensthund sowie einer Gruppe des Unterstützungskommandos (USK) fuhren unverzüglich an. Beim Eintreffen der Beamten in der Breslauer Straße war die Eingangstür von innen mit Stühlen und Tischen verbarrikadiert. Nachdem die Einsatzkräfte in der Halle massiv Präsenz zeigten, beruhigte sich die Lage. Den Angaben des Sicherheitsdienstes zufolge waren zwei Bewohner aus unbekannten Gründen in Streit geraten, woraufhin sich zwei größere Gruppen solidarisierten und aufeinander losgingen. Als die Sicherheitsdienstmitarbeiter dazwischen gingen, wurde einer von ihnen (26) von einem Tisch am Bein getroffen, den ein Bewohner (19) gezielt in seine Richtung geworfen hatte. Der 26-Jährige klagte anschließend über Schmerzen im Bein. Ein weiterer Sicherheitsdienstmitarbeiter (26) erhielt einen gezielten Faustschlag von einem anderen Bewohner (24) ins Gesicht. Das Opfer wurde an der Lippe getroffen und verspürte Schmerzen. Daraufhin zog sich der Sicherheitsdienst aus der Halle zurück und verständigte die Polizei. Die zwei Beschuldigten sowie zwei weitere aggressive Bewohner (23 und 24) aus dem Mittleren Osten mussten zur Beruhigung der Lage in Gewahrsam genommen werden. Zwei von ihnen standen erheblich unter Alkoholeinfluss. Ein Bewohner (29) klagte über Kopfschmerzen, deren Ursache nicht auszumachen war und wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Weitere Verletzte konnten nicht festgestellt werden, auch wurde von den eingesetzten Kräften bisherigen Erkenntnissen zufolge niemand verletzt. Gegen 02:00 Uhr hatte sich die Lage soweit beruhigt, dass die Polizeikräfte abgezogen werden konnten. An dem Einsatz waren rund drei Dutzend Polizeibeamte beteiligt.

DLRG-Bericht
Höchster Stand in neun Jahren: 2015 ertranken in Deutschland fast 500 Menschen

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Bad Nenndorf (ots) – Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind im vergangenen Jahr in Deutschland mindestens 488 Menschen ertrunken. Gegenüber dem Jahr 2014 stieg die Zahl der Opfer um 96 oder 24,5 Prozent. Dies sei der höchste Stand seit neun Jahren. Diese Zahlen gab der Präsident der DLRG, Hans-Hubert Hatje, am Donnerstag (17.3.) in Hannover bekannt. Zurückzuführen sei der negative Trend auf den relativ schönen Sommer. Laut DLRG-Statistik ertranken allein 254 Menschen in den Sommermonaten Juni bis August. Mehr als jeder zweite tödliche Unfall (52 Prozent) ereignete sich damit in der schönsten Jahreszeit. Besonders die hohe Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge (27) bereitet der DLRG erhebliche Sorgen. Hatje: „Unfallschwerpunkt Nummer eins sind nach wie vor die unbewachten Binnengewässer. In Flüssen, Bächen, Seen und Teichen ertranken 387 Menschen, das sind fast 80 Prozent aller Opfer.“ An den Küsten von Nord- und Ostsee ertranken lediglich 14 Menschen – elf in der Ostsee und drei in der Nordsee. „Es zahlt sich aus, dass in fast allen Badeorten an den Küsten unsere Rettungsschwimmer für mehr Sicherheit im und am Wasser sorgen. Unser Konzept eines zentralen Wasserrettungsdienstes hat sich selbst bei einem großen Ansturm von Badegästen und Wassersportlern in der Hauptsaison bewährt“, begründet der DLRG-Präsident die geringe Zahl von Todesfällen an den deutschen Küsten. Mit Blick auf die Binnengewässer fordert Hatje von der öffentlichen Hand, Regelungen für eine verbindliche Absicherung der Binnengewässer, die von Schwimmern, Badegästen und Wassersportlern genutzt werden. Elf Menschen ertranken in einem Schwimmbad, fünf in einem privaten Gartenteich oder Swimmingpool, 71 weitere verloren in einem Hafenbecken, Graben oder an anderen Orten ihr Leben.

Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft
DDR-Geschichte: Ruf nach Posten eines SED-Opferbeauftragten

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Halle (ots) – Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Dieter Dombrowski (CDU), hat als Ersatz für die geplante Abschaffung der Stasi-Unterlagenbehörde in ihrer bisherigen Form die Schaffung des Postens eines SED-Opferbeauftragten gefordert. „Wenn Opfer ihre Forderungen vortragen, dann tun sie das nicht in Beamtendeutsch“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“ . „Sie können sich vielfach nicht so ausdrücken, wie es eigentlich sein müsste. Deshalb ist ein vom Bundestag gewählter Beauftragter für die Aufarbeitung der zweiten deutschen Diktatur wichtig. Wir haben ungefähr 20 Beauftragte des Bundes. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum es für das Schicksal von 17 Millionen Deutschen, darunter hunderttausende Stasi-Opfer, nicht einen Ansprechpartner und Multiplikator geben sollte als Lobbyist für ihre Interessen.“ Dombrowski kritisierte in dem Zusammenhang, dass der Stasi-Unterlagenbeauftragte Roland Jahn nach Auslaufen der ersten Amtszeit kürzlich seine Entlassungsurkunde bekam und seither nur noch kommissarisch im Amt ist. „Ich muss sagen, dass wir die Überreichung der Entlassungsurkunde an Roland Jahn als einen Schlag ins Gesicht der Opfer empfinden – egal, was sich die Politik dabei gedacht hat“, erklärte er. „Die Opfer verstehen eine Entlassung als eine Entlassung. Von daher herrscht die große Sorge, dass politische Ränkespiele höherwertig sind als die Interessen der Opfer.“ Die Experten-Kommission des Bundestages schlägt voraussichtlich vor, die Stasi-Akten dem Bundesarchiv zuzuordnen, die Forschungsabteilung in ein unabhängiges Institut umzuwandeln und zugleich einen Beauftragten des Bundestages für die Belange der SED-Opfer zu schaffen. Der Kommissionsvorsitzende Wolfgang Böhmer (CDU) und sein Stellvertreter Richard Schröder (SPD) waren am Mittwochnachmittag im Bundestagskulturausschuss, um diese Überlegungen zu erläutern. Nach Informationen der „Mitteldeutschen Zeitung“ sollen die Kommissionsempfehlungen am 31. März abschließend beraten, am 12. April Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) übergeben und dann veröffentlicht werden. Mit größeren Korrekturen an den Empfehlungen wird nicht mehr gerechnet. Der Bundestag muss entscheiden, ob er ihnen folgt.

"Verschärfung des Sexualstrafrechts geht nicht weit genug"
Weißer Ring: Grapschen ist sexuelle Belästigung

Osnabrück (ots) – Die Opferorganisation Weißer Ring hält die vom Bundeskabinett beschlossene Verschärfung des Sexualstrafrechts für zu schwach und lückenhaft. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte die Bundesvorsitzende des Weißen Rings, Roswitha Müller-Piepenkötter: „Das ist ein klitzekleiner Schritt in die richtige Richtung, aber er geht nicht weit genug.“ Jede sexuelle Handlung, die gegen den erklärten Willen oder ohne Einverständnis des Opfers erfolge, müsse unter Strafe gestellt werden. „Wenn auf einer Party-Meile ein Mann einer fremden Frau an den Busen grapscht oder ihr den Slip herunterzieht, dann ist das natürlich eine sexuelle Belästigung“, sagte die ehemalige CDU-Justizministerin in Nordrhein-Westfalen. Das Grapschen stehe bislang aber laut Gesetzentwurf nicht unter Strafe. „Das muss geändert werden. Ein klares ,Nein‘ sollte für die Bestrafung ausreichen.“ Zudem kritisierte Müller-Piepenkötter die Einschränkungen des Gesetzentwurfs. Demnach sollen sexuelle Handlungen nur dann strafbar sein, wenn sich das Opfer aus Angst, aus körperlichen oder psychischen Gründen oder wegen des Überraschungsmoments nicht widersetzen kann. „Das muss vor Gericht nachgewiesen werden“, kritisierte die Vorsitzende des Weißen Rings. „Die Gerichtsverfahren werden dadurch für die Opfer belastender.“ Die Lücken würden sich auch bei der Strafverfolgung in Deutschland zeigen: 1994 hätten noch 21,6 Prozent der Anzeigen wegen Vergewaltigung zur Verurteilung des Täters geführt, 2012 seien es nur noch 8,4 Prozent gewesen. Der Entwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) soll es Opfern leichter machen, bei einer Vergewaltigung eine Bestrafung des Täters zu erreichen. Der Entwurf stellt sexuelle Handlungen auch dann unter Strafe, wenn der Täter keine Gewalt angewendet oder damit gedroht hat.

NRW
Rot-Grün will Bodycams einführen

Düsseldorf (ots) – Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen im NRW-Landtag wollen noch im laufenden Jahr die gesetzlichen Voraussetzungen für den Einsatz von Bodycams bei der NRW-Polizei schaffen. Das erfuhr die „Rheinische Post“ übereinstimmend von Mitgliedern beider Fraktionen. Demnach soll der Einführung ein Feldversuch vorausgehen, um zu klären, wie genau die Kameras eingesetzt werden sollen. Zusammen mit den Bodycams will Rot-Grün dann auch eine Kennzeichnungspflicht für Polizisten in Einsatz-Hundertschaften einführen. In der noch unveröffentlichten Antwort von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf eine Frage des CDU-Abgeordneten Gregor Golland zu den Plänen der Kennzeichnungspflicht heißt es: „Nach Kenntnis der Landesregierung beabsichtigen die Regierungsfraktionen zur Umsetzung einen eigenen Gesetzesvorschlag einzubringen.“ Beide Instrumente würden unterschiedliche Ziele verfolgen. „Bei der Kennzeichungspflicht geht es um transparentes Handeln gegenüber den Bürgern, die Bodycams dienen in erster Linie der Eigensicherung der Polizei“, so Jäger.
Mehr zum Thema:
Bundespolizei bekommt Bodycams

Weltwasserbericht
Trinkwasserknappheit könnte zu Wasserkriegen führen

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Karlsruhe (ots) – Rund 120 Liter Wasser verbrauchen die Bundesbürger täglich im Durchschnitt fürs Duschen, Kochen, Spülen oder Trinken. Noch ist solch ein hoher Wasserverbrauch vielerorts unproblematisch. Doch der Weltwasserbericht 2015 der UNESCO prognostiziert, dass der globale Wasserbedarf bis 2050 um 55 Prozent ansteigen wird. Gründe sind der Klimawandel, das Wachstum der Weltbevölkerung und ein steigender Wasserbedarf von Landwirtschaft, Industrie und Privathaushalten. Wird diese Vorhersage Realität, würde der Bedarf an Wasser um mehr als 40 Prozent höher sein als die verfügbaren Ressourcen. „Schon heute kann man in den Ländern des Südens den Verteilungskampf ums Wasser spüren. Denn rund 750 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser“, sagte Heiko Seeger, Vorstand nph deutschland, Karlsruhe zum Weltwassertag am 22. März. Klimaphänomene wie der derzeitige El Niño verstärken Trockenheit und Dürre.
(Foto: obs(nph-deutschland)
(Foto: obs(nph-deutschland)
Wasser: eine knappe Ressource
Die Erde gilt als blauer Planet. Wasser gibt es genügend. Doch nur 2,5 Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser. Laut Vereinte Nationen (UN) entfallen rund 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs auf die Landwirtschaft, 20 Prozent auf die Industrie und zehn Prozent auf Privathaushalte. Experten gehen davon aus, dass sich durch den Klimawandel die Zahl der Menschen, die unter Wassermangel leiden, deutlich erhöhen wird. Am härtesten trifft es die Armen in Entwicklungsländern. Sie leiden schon heute unter Katastrophen wie langanhaltenden Dürren, Wirbelstürmen oder schweren Überschwemmungen. Durch den Klimawandel werden solche Katastrophen sich häufen und durch Wetterphänomene wie den derzeitigen El Niño noch verstärkt. Dadurch kommt es insbesondere in den Ländern des Südens zu Missernten, Hunger und Seuchen. Die UN schätzt, dass rund 50 Millionen Menschen in Afrika, Asien, den Pazifikinseln und Lateinamerika auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. „Allein im Trockengürtel in Zentralamerika und der Karibik brauchen in absehbarer Zeit rund 10 Millionen Menschen die Unterstützung der Weltgemeinschaft. Der Klimawandel und El Niño führen zu Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit und damit zu Konflikten um die geringen Ressourcen“, sagt Heiko Seeger.
nuestros pequeños hermanos (nph) setzt auf Nachhaltigkeit
Das christliche Kinderhilfswerk nuestros pequeños hermanos setzt sich in seinen Projektländern in Lateinamerika und der Karibik für nachhaltiges Wirtschaften ein – auch in punkto Wasser. In den zehn Kinderdörfern in Bolivien, der Dominikanischen Republik, Guatemala, El Salvador, Haiti, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Peru sorgen Wasseraufbereitungsanlagen für das saubere Trinkwasser der mehr als 3.400 Mädchen und Jungen. Durch dezentrale Abwasserbehandlung wird das Abwasser gereinigt und kann zum Bewässern oder Düngen in der Landwirtschaft wiederverwendet werden. In Haiti, wo Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und deshalb hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, bringt nph das Wasser in Tanklastwagen zu den Durstigen. Mehr als 80.000 Liter Trinkwasser geben nph-Mitarbeiter täglich an Bewohner von Armenvierteln aus. Das Wasser stammt von einer nph-Wasserstation, die auch von anderen Organisationen und Unternehmen genutzt wird. Da diese Art der Wasserverteilung zwar wichtig, aber wenig nachhaltig ist, haben nph und die Schwesterorganisation Fondation St. Luc damit begonnen, in den Slums von Port-au-Prince Solarbrunnen zu bauen. Die Brunnen gehören zu nph-Schulen, können jedoch auch von der Bevölkerung genutzt werden. „Wir können jeden Tag rund 20.000 Liter sauberes Wasser pumpen. Die Energieerzeugung ist umweltschonend, der Betrieb nachhaltig und die Kosten für Betrieb und Wartung sind gering“, sagt Heiko Seeger. Von den 29 Schulen, die nph in ärmeren Vierteln in Haiti betreibt, konnten bislang vier mit Brunnen ausgestattet werden. Ein fünfter soll möglichst schnell folgen. Hierfür sammelt das christliche Kinderhilfswerk derzeit Spenden. Das Gute dabei ist, dass jede Spende von einem Unternehmen verdoppelt wird. https://www.hilfefuerwaisenkinder.de/wasser/.