Politische Stimmung in der Türkei
Umfrage: Unterstützung der AKP steigt auf 54%
Ankara (nex) – Eine Telefonumfrage (CATI = computergestütztes telefonisches Interview) der Consultingfirma MAK in der Türkei, die unter 4176 Personen in 36 Provinzen durchgeführt wurde, lässt eine stabile Unterstützung des politischen Kurses der Regierung in Ankara erkennen.
Die Teilnehmer sollten unter anderem die Frage beantworten, wem sie ihre Stimme bei der nächsten Wahl geben würden. 54 Prozent gaben dabei die Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) an. Ihr engster Konkurrent, die Republikanische Volkspartei (CHP) kam bei der Befragung auf 21,7 Prozent, während die Partei der Nationalen Bewegung (MHP) mit 11,6 Prozent Unterstützung rechnen darf.
Die Demokratische Partei der Völker (HDP) bekam 7,8 Prozent der Stimmen der Umfrageteilnehmer – ein Ergebnis, mit dem sie die Zehn-Prozent-Hürde nicht nehmen könnte. Des Weiteren stellte sich bei der Umfrage heraus, dass 57 Prozent der Befragten ein Präsidialsystem unterstützen, während 43 Prozent der Meinung sind, dass das gegenwärtige parlamentarische Regierungssystem beibehalten werden sollte.
In Bezug auf die gegen die Gülen-Bewegung durchgeführten Operationen sprachen 89,5 Prozent ihre Unterstützung für die Maßnahmen aus. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 62 Prozent der Befragten mit der Entscheidung des Verfassungsgerichts, die Untersuchungshaft in dem Fall Can Dündar und Erdem Gül stelle eine Rechtsverletzung dar, nicht einverstanden sind.
Bezüglich des innerparteilichen Streits in der MHP geben 58,5 Prozent der Teilnehmer, die die MHP unterstützen, an, dass sie mit dem derzeitigen Vorsitzenden Devlet Bahçeli zufrieden sind, während 27 Prozent seine Rivalin Meral Aksener unterstützen. Zudem geben 52,1 Prozent der CHP-Wähler unter den Befragten an, den ehemaligen Vorsitzenden Deniz Baykal wieder an der Parteispitze sehen zu wollen. 40 Prozent sind der Meinung, dass der derzeitige Parteichef Kemal Kılıçdaroğlu seine Arbeit fortsetzen sollte.
Auf die Frage, ob die Gülen-Bewegung Einfluss auf den Streit um den Parteivorsitz in der MHP nehme, antworteten 60 Prozent der MHP-Wähler, dass sie hier eine Verbindung sehen, während 29,2 Prozent diesbezüglich keinen Zusammenhang erkennen.
Die Umfrage ergab zudem, dass 92,6 Prozent der Befragten die Wiedereinführung der Todesstrafe bei Verbrechen wie Vergewaltigung, Terror oder Hochverrat unterstützen würden.
Nationales Infanteriegewehr MPT76
Leiter türkischer Waffenschmiede nach Weitergabe von Geheimplänen an US-Fima festgenommen
Ankara (nex) – Der Leiter der größten Waffenproduktionsstätte der Türkei MKEK in Kirikkale, Mustafa Tanriverdi, wurde am vergangenen Donnerstag von Sicherheitskräften wegen Spionageverdachts festgenommen.
Tanriverdi wurde am selben Tag wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen und der Untreue gegenüber dem Staat verhaftet. Der MKEK-Chef wurde beim Versuch des Verkaufs von technischen Zeichnungen und Arbeitsplänen an einen US-amerikanischen Waffenlieferanten auf frischer Tat ertappt.
Tanriverdi sollte für den Deal 1,2 Millionen US-Dollar bekommen – die Forschungs- und Entwicklungskosten des Projekts liegen nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei 22 Millionen Dollar. Tanriverdi konnte dank der Mitteilung der US-amerikanischen Firma an die türkischen Behörden gefasst werden. Aufgrund dieser Information wurden technische Überwachungsmaßnahmen gegen ihn eingeleitet. Der Verdächtige wurde in einem Restaurant im Distrikt Sögütözü (Ankara) festgenommen, in dem er ein Treffen mit den Vertretern der US-Firma organisiert hatte.
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Bei den Vertretern handelte es sich allerdings um verdeckte Ermittler der türkischen Polizei. Diese übergaben Tanriverdi die Tasche mit den 1,2 Millionen US-Dollar. Die Seriennummern der Banknoten habe man zuvor notiert. Tanriverdi wurde beim Verlassen des Restaurants von einer Spezialeinheit der Polizeibehörde Ankara, Abteilung Organisierte Kriminalität, festgenommen. Nach Angaben des türkischen Privatsenders NTV gestand Tanriverdi den Versuch des Verkaufs des ersten nationalen Infanteriegewehrprojekts der Türkei, das dieses Jahr in Produktion gehen solle. Die türkische Verteidigungsindustrie hat in jüngster Zeit ihre Bemühungen zur Realisierung der einheimischen Waffenproduktion verstärkt. Ministerpräsident Davutoglu erklärte, dass die Regierung neue Verteidigungsprojekte in Höhe von 5.9 Milliarden US-Dollar genehmigt habe, von denen 4.5 Milliarden für Projekte der einheimischen Produktion vorgesehen seien.
Bei den Vertretern handelte es sich allerdings um verdeckte Ermittler der türkischen Polizei. Diese übergaben Tanriverdi die Tasche mit den 1,2 Millionen US-Dollar. Die Seriennummern der Banknoten habe man zuvor notiert. Tanriverdi wurde beim Verlassen des Restaurants von einer Spezialeinheit der Polizeibehörde Ankara, Abteilung Organisierte Kriminalität, festgenommen. Nach Angaben des türkischen Privatsenders NTV gestand Tanriverdi den Versuch des Verkaufs des ersten nationalen Infanteriegewehrprojekts der Türkei, das dieses Jahr in Produktion gehen solle. Die türkische Verteidigungsindustrie hat in jüngster Zeit ihre Bemühungen zur Realisierung der einheimischen Waffenproduktion verstärkt. Ministerpräsident Davutoglu erklärte, dass die Regierung neue Verteidigungsprojekte in Höhe von 5.9 Milliarden US-Dollar genehmigt habe, von denen 4.5 Milliarden für Projekte der einheimischen Produktion vorgesehen seien.
Solidarität gegen den Terror
US-Botschafter Bass fordert PKK zu Gewaltverzicht auf
Ankara (nex) – Der US-Botschafter in Ankara, John Bass, hat sich auf deutliche Weise hinter das Recht der türkischen Regierung gestellt, die Bevölkerung gegen terroristische Drohungen und Gewaltakte zu verteidigen, die sich gegen die Bürger richten.
Was die Regierung gegen die Gewalt der PKK unternehme, sei sehr stark in diesem Zusammenhang zu sehen. Botschafter Bass betonte, dass die PKK aus Sicht der USA eine Terrororganisation darstellt und er rief die Terroristen dazu auf, ihre gewalttätigen Angriffe zu beenden und ihre Waffen niederzulegen.
In einer Rede vor der Vereinigung der diplomatischen Korrespondenten am Donnerstag in Ankara erklärte er: „Wir rufen die PKK noch einmal auf, ihre Kampagne der Gewalt zu beenden, ihre Waffen niederzulegen und in einen legitimen Konversationsprozess einzutreten, soweit sich für einen solchen Möglichkeiten bieten.“
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Es sei, so John Bass, wichtig, sich daran zu erinnern, warum sich diese Gewalt [im Südosten der Türkei] ereigne. Sie ereigneten sich, weil die PKK sich dazu entschlossen habe, terroristische Anschläge zu verüben und die Autonomie für politische Zonen innerhalb urbaner Zusammenhänge zu erklären. „Es ist natürlich für eine Zentralregierung, gegen die terroristische Bedrohung Maßnahmen zu ergreifen, egal, ob sich diese in einer ländlichen oder urbanen Gegend manifestiert“, so Bass hinsichtlich der andauernden militärischen Operationen türkischer Sicherheitskräfte gegen die PKK in der Südosttürkei. Der Terrorismus in der Region sei eine der großen Herausforderungen, denen beide Länder begegneten, erinnerte Bass und unterstrich die Wichtigkeit einer koordinierten Anstrengung mit türkischen Offiziellen im Rahmen ihres Kampfes gegen den Terrorismus. Bezüglich der Demokratischen Unionspartei (PYD), die von der Türkei als syrischer Arm der PKK betrachtet wird, bemerkte der Botschafter, dass die USA diese nicht als terroristische Organisation einstuften. Allerdings, so Bass, verstehe man die türkische Besorgnis. „Wir behalten die Sorgen der Türkei bezüglich der Möglichkeit einer auf der gesamten Länge von der PYD kontrollierten türkisch-syrischen Grenze und bezüglich der türkischen Befürchtungen einer daraus resultierenden Gefahr für die nationale Sicherheit im Auge und gehen sensibel mit dem Thema um“, sagte Botschafter Bass. Der Diplomat erklärte auf Nachfrage, die USA würden die YPG – die Bürgerkriegstruppe der PYD – nicht mit Waffen oder Munition versorgen. Auf Zeitungsartikel angesprochen, denen zufolge von den USA an die PYD gelieferte Waffen in die Hände der PKK geraten wären, die anschließend auch gegen die türkischen Streitkräfte verwendet worden wären, stellte Bass klar, dass diese Waffen ursprünglich an irakische Sicherheitskräfte geliefert worden seien, nicht an die PYD.
Türkei: Erdogan will PKK-Anhängern den Pass wegnehmen
Es sei, so John Bass, wichtig, sich daran zu erinnern, warum sich diese Gewalt [im Südosten der Türkei] ereigne. Sie ereigneten sich, weil die PKK sich dazu entschlossen habe, terroristische Anschläge zu verüben und die Autonomie für politische Zonen innerhalb urbaner Zusammenhänge zu erklären. „Es ist natürlich für eine Zentralregierung, gegen die terroristische Bedrohung Maßnahmen zu ergreifen, egal, ob sich diese in einer ländlichen oder urbanen Gegend manifestiert“, so Bass hinsichtlich der andauernden militärischen Operationen türkischer Sicherheitskräfte gegen die PKK in der Südosttürkei. Der Terrorismus in der Region sei eine der großen Herausforderungen, denen beide Länder begegneten, erinnerte Bass und unterstrich die Wichtigkeit einer koordinierten Anstrengung mit türkischen Offiziellen im Rahmen ihres Kampfes gegen den Terrorismus. Bezüglich der Demokratischen Unionspartei (PYD), die von der Türkei als syrischer Arm der PKK betrachtet wird, bemerkte der Botschafter, dass die USA diese nicht als terroristische Organisation einstuften. Allerdings, so Bass, verstehe man die türkische Besorgnis. „Wir behalten die Sorgen der Türkei bezüglich der Möglichkeit einer auf der gesamten Länge von der PYD kontrollierten türkisch-syrischen Grenze und bezüglich der türkischen Befürchtungen einer daraus resultierenden Gefahr für die nationale Sicherheit im Auge und gehen sensibel mit dem Thema um“, sagte Botschafter Bass. Der Diplomat erklärte auf Nachfrage, die USA würden die YPG – die Bürgerkriegstruppe der PYD – nicht mit Waffen oder Munition versorgen. Auf Zeitungsartikel angesprochen, denen zufolge von den USA an die PYD gelieferte Waffen in die Hände der PKK geraten wären, die anschließend auch gegen die türkischen Streitkräfte verwendet worden wären, stellte Bass klar, dass diese Waffen ursprünglich an irakische Sicherheitskräfte geliefert worden seien, nicht an die PYD.
Schrecksekunde in Mecidiyeköy
Istanbul: Klangbombe nahe einer Busstation explodiert und verletzt drei Menschen
Istanbul (nex) – Drei Menschen wurden am heutigen Samstag leicht verletzt, als eine Klangbombe in der Istanbuler Wohngegend Mecidiyeköy detonierte. Die Bombe wurde auf einem Überweg nahe der Metrobusstation platziert und detonierte um etwa 20.45 Uhr. Drei Menschen wurden im Zuge der Explosion leicht verletzt und zur Behandlung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Eine größere Zahl von Sicherheitskräften und ein Polizeihelikopter wurden gemeinsam mit Rettungskräften zum Tatort gebracht. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Um die Verantwortlichen für die Tat ausfindig zu machen, wird in alle Richtungen ermittelt.
Schwer krankes Mädchen besucht Papst
Treffen mit Papst: Turkish Airlines erfüllt Familie eines erblindenden Mädchens Herzenswunsch
Rom (nex) – Die Geschichte der fünfjährigen Lizzy Myers aus Ohio, die auf Grund einer seltenen genetischen Anomalie voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre kontinuierlich erblinden wird, hat Temel Kotil, den Generalmanager von Turkish Airlines, so stark bewegt, dass er sich an der Erfüllung eines der Herzenswünsche ihrer Eltern beteiligt hat.
Da die kleine Lizzy am Usher Syndrom Typ II leidet, stehen ihre Eltern vor der Herausforderung, für ihre Tochter eine visuelle Wunschliste anzulegen und soweit es geht, diese abzuarbeiten, so lange noch Zeit bleibt.
Temel Kotil hat der Familie in diesem Zusammenhang angeboten, ein Rundtripticket der Turkish Airlines in ein Land ihrer Wahl in Anspruch zu nehmen. Familie Myers hat sich für eine Reise nach Rom entschieden. Neben den vielen Eindrücken, die diese Stadt bietet, sollte vor allem ein Besuch bei Papst Franziskus auf dem Programm stehen. Der italienische und katholische Hintergrund der Familie spielte bei der Auswahl des Reiseziels eine bedeutende Rolle.
Am Mittwoch war es so weit und Familie Myers konnte gemeinsam mit ihrer Tochter den Papst treffen, der das Mädchen umarmte und seine Augen segnete. Die Eltern sprachen von einem „absolut beglückenden“ Verlauf des Treffens.
„Der Papst bat uns, für ihn zu beten und sagte, er würde das Gleiche für uns tun“, erzählte die Mutter des fünfjährigen Mädchens. „Als Papst Franziskus dorthin kam, wo Lizzy war, kam eine Ruhe über mich, die ich nicht erklären kann“, beschrieb Vater Steve die Begegnung. Er und Mutter Christine Myers hoffen nun darauf, dass vielleicht doch noch ein Heilmittel für die seltene Krankheit ihrer Tochter gefunden werden kann, bevor die Erblindung eintritt.
Neue Hoffnung gegen Krebs
Hoffnung in der Medizin: Immuntherapie in der Krebsbehandlung macht rapide Fortschritte
Paris (nex) – Die Immuntherapie hat im Laufe der vorangegangenen Jahre eine Renaissance erlebt, erklärte Dr. Marie-Paule Sablin, Onkologin am Forschungszentrum des Curie-Instituts in Paris, in einem Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur Anadolu über neue Typen von Krebsbehandlungen.
Jüngst kristallisierte sich die Immuntherapie, eine neue Form von Krebsbehandlung, als eine sehr beliebte Methode in Europa heraus. „Im Rahmen dieser Behandlung können alle Arten von Tumoren geheilt werden“, erklärte Sablin. „Die Immuntherapie ist noch effektiver geworden in der Bekämpfung aller Formen von Krebs, insbesondere von Lungenkrebs.“
Sablin betonte, dass Forschungsreihen und klinische Tests zur Immuntherapie und anderen molekularen Behandlungen kontinuierlich stattfinden und auch konkrete Ergebnisse zutage fördern.
„Wann immer Tests bezüglich Molekularbehandlungen positiv verlaufen und sie bei Patienten anschlagen, werden wir die Behandlung anwenden“, fügte die Medizinerin hinzu. Was die Nebenwirkungen der Behandlung anbelangt, seien manche bezüglich des Verdauungssystems bekannt, so Sablin. „Wir versuchen, Nebenwirkungen, die bei Krebspatienten auftreten, zu reduzieren.
Bezüglich des Stadiums, in dem sich die Patienten befinden, sollten sie kontinuierlich informiert werden. Was Patienten am meisten brauchen, ist Vertrauen.“ Der Milliardär Michael Bloomberg und weitere Philanthropen haben bislang Spenden in Höhe von insgesamt 125 Millionen US-Dollar an die Johns Hopkins Universität zugesagt, die zum Aufbau eines neuen Forschungsinstituts zur Immuntherapie gegen Krebs bestimmt sein sollen.
Die Immuntherapie verfolgt das Anliegen, das jeweilige individuelle Immunsystem eines Patienten umzuprogrammieren, um Krebszellen zu erkennen und sie zerstören zu können. Forschern zufolge sei die Immuntherapie der am schnellsten wachsende Ansatz zur Behandlung von Krebs und gehöre zu den hoffnungsvollsten Ansätzen im Kampf gegen Krebs.
Die Forschungsarbeit des Instituts wird sich auf Melanome und Krebsarten im Dickdarm, in der Bauchspeicheldrüse, im Unterleib, in der Lunge, der Brust und den Eierstöcken fokussieren. Ein bekannter Krebspatient, der sich einer Immuntherapie unterzog, war der frühere US-Präsident Jimmy Carter.
Der an einem Melanom erkrankte Altpolitiker begann im August des Vorjahres mit seiner Therapie und konnte im Dezember mitteilen, dass der Krebs verschwunden war.
Grenzmauer zu Syrien
Türkei: Fast ein Drittel der Mauer zu Syrien fertiggestellt
Gaziantep (nex) – Nach Angaben türkischer Sicherheitsquellen ist ein Drittel der auf eine Länge von 911 Kilometer angelegten und an der türkisch-syrischen Grenze verlaufenden raketensicheren Mauer fertiggestellt.
Das türkische Innenministerium ließ den Gouverneursämtern der an Syrien angrenzenden Provinzen Sirnak, Mardin, Sanliurfa, Kilis, Gaziantep und Hatay für den Mauerbau circa 250 Millionen Türkische Lira zukommen. Aktuell ist diese entlang von Hatay und Sanliurfa fertiggestellt. Die Mauer, deren Vollendung im kommenden Jahr erwartet wird, besteht aus zwei Meter breiten und drei Meter hohen modularen Betonblöcken. Auch Stacheldrahtzäune sollen entlang der Grenze angebracht werden, so die Quellen weiter.
Zu den weiteren geplanten Sicherheitsmaßnahmen an der türkisch-syrischen Grenze gehöre auch die Aushebung von Gräben auf einer Strecke von 365 Kilometern in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Mardin, Sanliurfa und Hatay.
Die Maßnahmen sähen auch die Beleuchtung der Grenzgebiete auf einer Länge von 389 Kilometern vor. Des Weiteren sollen auf einer Strecke von 161 Kilometern Drahtzäune angebracht und auf einer weiteren Strecke von 145 Kilometern die Drähte erneuert werden. Es sollen im Abstand von 50 Metern Patrouillen aufgestellt und die Kontrollpunkte mit Wachposten verstärkt werden. Die Grenze soll rund um die Uhr patrouilliert werden und an strategisch wichtigen Stellen sei die Installation von Überwachungskameras mit Nachtsichtfunktion geplant.
Streit ums Josefsgrab
Palästina: 1 000 jüdische Siedler stürmen Schrein im Westjordanland
Josefsgrab seit Langem Zentrum der Gewalt zwischen muslimischen Grabbesuchern und extremistischen jüdischen Siedlern
Nablus/Israel (nex) – Hunderte israelischer Siedler stürmten am Donnerstag einen Schrein in Nablus im Westjordanland und lösten gewaltsame Auseinandersetzungen mit palästinensischen Jugendlichen aus.
„Mindestens 1.150 jüdische Siedler verschafften sich unter dem Schutz der israelischen Armee Zugang zum [Josefsgrab] Schrein und übten dort talmudische Rituale aus“, erzählte Ahmed Shamekh, ein hoher Beamter im nahe gelegenen Flüchtlingscamp Balata, der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.
Nach Shamekhs Aussagen kamen aus Protest gegen die Stürmung des Schreins mehrere palästinensische Jugendliche zusammen. Die israelischen Soldaten reagierten darauf mit Gummigeschossen und Tränengas. Dabei wurden drei Jugendliche verletzt.
Das Josefsgrab stellt schon seit Langem ein Zentrum der Gewalt zwischen muslimischen Grabbesuchern und extremistischen jüdischen Siedlern dar.
Die Juden glauben, dass sich hier die Grabstätte des biblischen Patriarchen Josef befinde.
Die Muslime stellen dies in Frage und sagen ihrerseits, dass ein muslimischer Imam, Sheikh Yussef Dawiqat, vor zwei Jahrhunderten hier beerdigt worden sei.
Ehrung durch Polizeipräsidenten
Bürgerpreis für Türken – Hilfsbereitschaft trotz rassistischer Beschimpfungen
Seine Hilfsbereitschaft brachte Namik Karaagacli und dessen Familie in Gefahr. Die Polizei in Hachenburg würdigt nun seinen beherzten Einsatz.
Mainz (nex) – Der Polizeipräsident der Westerwaldgemeinde Hachenburg (Rheinland-Pfalz), Wolfgang Fromm, will die Angehörigen der aus der türkischen Gemeinde stammenden Familie Karaagacli mit einer „Bürgerurkunde“ ehren. Dies berichtet die Nassauische Neue Presse. Hintergrund ist die Rettungsaktion des Familienvaters Namik Karaagacli am Abend des Karsamstages in der Nachbargemeinde Alpenrod, wo ein stark alkoholisierter Mann, der offenbar mit seinem Hund spazieren war, auf der Schulstraße lag. Da in der Nacht zum Ostersonntag immer noch mit kühlen Temperaturen zu rechnen war und bereits dieser Umstand eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit des Betroffenen erwarten ließ, wollte Karaagacli diesem helfen und sprach ihn an. Als der Betrunkene bemerkte, dass sein Helfer aus der Einwanderercommunity stammte, begann er, Namik Karaagacli, dessen Frau Özden und Tochter Dilara in rassistischer Weise zu beschimpfen. Die Originalzitate aus dem Polizeibericht :„Lass mich, du Eselsfi…“, „Kamelfi….“, „Scheiß Kümmel“ und „Verpiss dich, Türke“. Diese Worte schleuderte er auch der Ehefrau Özden Karaagacli und Tochter Dilara entgegen, berichtet die Nassauische Neue Presse weiter. Karaagacli wollte den Betrunkenen dennoch nicht in seiner Lage belassen und ihn von der Straße entfernen. Der Betrunkene schlug daraufhin auf den Helfer ein, der einen gebrochenen Daumen davontrug, und ging auch auf dessen Frau los. Die Familie flüchtete daraufhin zu ihrem Auto, während der gewalttätige Nachtschwärmer noch auf Motorhaube und Frontscheibe einhämmerte. Die Familie alarmierte die Polizei. Auch gegen diese soll der Betrunkene noch gewalttätig vorgegangen sein, ehe er mithilfe von Pfefferspray überwältigt und zur Ausnüchterung in eine Zelle gebracht werden konnte. Die Polizei würdigte die Hilfsbereitschaft der Familie Karaagacli als „ein lebendiges Beispiel gelungener Integration und deutliches Signal gegen ausländerfeindliche Stimmungsmache“. Der Einsatz sei lobenswert gewesen, da die Fürsorge und Hilfsbereitschaft gegenüber dem möglicherweise akut gefährdeten Betrunkenen auch nicht nach dessen verbalen Beleidigungen geendet hätten. Es bleibe zu hoffen, dass die Meldung auch den Hilfsbedürftigen erreiche, hieß es weiter in der Erklärung.
Türkische Streitkräfte
Verteidigungsminister Yılmaz: 109 Sikorsky-Hubschrauber für Türkei bis 2020
Der türkische Verteidigungsminister Ismet Yılmaz erklärte, dass 109 Sikorsky-Hubschrauber, deren Projektarbeiten noch andauern, bis 2020 geliefert werden sollen. Yılmaz, der im Parlament die Fragen der Abgeordneten über das Mehrzweckhubschrauber-Projekt beantwortete, das in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Sikorsky Aircraft durchgeführt wird, gab an, dass die Hubschrauber noch nicht – wie eigentlich im Konzept des Gemeinschaftsprojekts mit Sikorsky Aircraft vereinbart worden wäre – geliefert worden seien. Der Verteidigungsminister machte deutlich, dass das Projekt im Rahmen der unterzeichneten Vereinbarung dennoch fortgesetzt werde.
Yılmaz wies darauf hin, dass die Hubschrauber des 2009 gestarteten Projekts den Ansprüchen der Türkischen Streitkräfte (TSK) und anderer Nutzer auf kostengünstige Weise genüge sowie die Entwicklung der türkischen Hubschrauberindustrie fördere. Yılmaz zählte die am Projekt beteiligten Parteien auf: TUSAŞ Aerospace Industries, Inc. (der türkische Luft- und Raumfahrtkonzern mit Hauptsitz in Ankara) als Hauptauftragnehmer, Sikorsky als der Hauptunterauftragnehmer, ASELSAN (der größte türkische Rüstungskonzern), die Organisation TEI (Text Encoding Initiative) und Alp Havacilik (Alp Luftfahrtbetrieb) als Unterauftragnehmer.
Nach den Worten des Ministers werden im Rahmen des Mehrzweckhubschrauber-Projekts Cockpit, Kabinen und Impeller von TUSAŞ, der Motor von TEI, die Fahrwerke, Rotorköpfe und Räderkästen von Alp Havacilik produziert werden. ASELSAN wird für die Herstellung der Avionik verantwortlich sein, während die Integration aller Elemente von TUSAŞ durchgeführt werden wird.

